Octavia E. Butler

 3.9 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Kindred, Die Genhändler und weiteren Büchern.

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Die Parabel vom Sämann

Die Parabel vom Sämann

 (2)
Erschienen am 01.07.1999
Kindred – Verbunden

Kindred – Verbunden

 (1)
Erschienen am 01.12.2016
Rituale

Rituale

 (0)
Erschienen am 01.09.1993
Kindred

Kindred

 (5)
Erschienen am 28.12.2008
Bloodchild and Other Stories

Bloodchild and Other Stories

 (1)
Erschienen am 01.10.2005
Fledgling

Fledgling

 (1)
Erschienen am 02.01.2007
Bloodchild

Bloodchild

 (1)
Erschienen am 13.03.2014

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Rezension zu "Die Genhändler" von Octavia E. Butler

Ist mal was ganz anderes…
Iuranienvor 5 Jahren

Die Genhändler-Trilogie von Octavia Butler ist wirklich mal was ganz anderes. Szenario: Die Menschheit hat sich einen Atomkrieg geliefert und weite Landstriche unbewohnbar gemacht. Die überlebenden Menschen sind i. d. R. so krank, dass sie nicht lebensfähig sind. Genau in diesem Augenblick erreicht die Flotte der Oankali unseren Planeten (oder sie hatten ihn schon beobachtet, wird nicht erklärt, ist auch egal) und rettet die überlebenden. Die Menschen werden im Tiefschlaf geheilt. Das Buch beginnt mit dem Erwachen einer Frau (Lillith), die sich in einer merkwürdigen Umgebung wiederfindet. Die oben erzählte Vorgeschichte reimt sich der Leser Stück für Stück zusammen. Das alles klingt nach SciFi und bekannt – ist es aber nicht. Denn die Oankali haben eine völlig andere Zivilisation, als die Menschen. Sie sind Genhändler – nicht von Beruf, sondern qua ihrer Existenz. Die vermischen ihre Erbmaterial mit dem anderer Völker, so entwickeln sie sich weiter. Und genau das haben sie auch mit den Menschen vor. Nicht in Maschinen, sondern in ihrem Körpern. Ihre eigene Fortpflanzung funktioniert so. Der Konflikt ist klar: die Menschen wollen sie selbst bleiben und sich nicht mit anderen Wesen vermischen und als Rasse verschwinden. Der Konflikt wird aber anders ausgetragen, als vielleicht erwartet. Denn die Oankali sind so weise, so friedlich, so konsequent und so wenig kriegerisch, dass sich der Autor fragt, auf wessen Seite steht die Autorin eigentlich? Lillith wird in eine Oankali-Familie aufgenommen in der sie alle lieb haben – und die sie nach kurzem ebenfalls zumindest schätzen lernt. Sehr schnell sympatisiert man als Leser mit den Fremden, aber um sich ganz auf deren Seite zu stellen, sind sie dann doch wieder zu fremd. Dazu kommt, dass die Oankali unsere Biologie weitaus besser verstehen, als wir Menschen, so dass sie per Duftstoffe und andere Manipulationen "auf Knöpfe drücken können". Niemals kämpferisch aber auf eine besondere Weise doch aggressiv. Dem Leser bleibt es wirklich selber übrig, seine Schlüsse zu ziehen und die Moral der Geschichte zu entdecken. Nur eines noch: Männer kommen in dem Buch nicht so gut weg. Die meisten Männer sind aggressiv, denken wenig, wollen allen und jeden beherrschen – man sieht, dass die Autorin durch eine harte Schule gegangen ist. Trotzdem ein echter Page-Flipper. (Ich habe das Buch in englisch gelesen, wie die deutsche Übersetzung ist, weiß ich nicht).

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