Octavia E. Butler Die Genhändler

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Inhaltsangabe zu „Die Genhändler“ von Octavia E. Butler

Die Oankali sind durch die Weiten der Galaxis reisende Genhändler. Als sie die Menschen auf der verseuchten Erde entdecken, beschließen sie, daß dieser selbstzerstörerischen und gefährlichen Spezies das Recht auf Fortpflanzung genommen werden muß.

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  • Ist mal was ganz anderes…

    Die Genhändler

    Iuranien

    20. July 2013 um 17:17

    Die Genhändler-Trilogie von Octavia Butler ist wirklich mal was ganz anderes. Szenario: Die Menschheit hat sich einen Atomkrieg geliefert und weite Landstriche unbewohnbar gemacht. Die überlebenden Menschen sind i. d. R. so krank, dass sie nicht lebensfähig sind. Genau in diesem Augenblick erreicht die Flotte der Oankali unseren Planeten (oder sie hatten ihn schon beobachtet, wird nicht erklärt, ist auch egal) und rettet die überlebenden. Die Menschen werden im Tiefschlaf geheilt. Das Buch beginnt mit dem Erwachen einer Frau (Lillith), die sich in einer merkwürdigen Umgebung wiederfindet. Die oben erzählte Vorgeschichte reimt sich der Leser Stück für Stück zusammen. Das alles klingt nach SciFi und bekannt – ist es aber nicht. Denn die Oankali haben eine völlig andere Zivilisation, als die Menschen. Sie sind Genhändler – nicht von Beruf, sondern qua ihrer Existenz. Die vermischen ihre Erbmaterial mit dem anderer Völker, so entwickeln sie sich weiter. Und genau das haben sie auch mit den Menschen vor. Nicht in Maschinen, sondern in ihrem Körpern. Ihre eigene Fortpflanzung funktioniert so. Der Konflikt ist klar: die Menschen wollen sie selbst bleiben und sich nicht mit anderen Wesen vermischen und als Rasse verschwinden. Der Konflikt wird aber anders ausgetragen, als vielleicht erwartet. Denn die Oankali sind so weise, so friedlich, so konsequent und so wenig kriegerisch, dass sich der Autor fragt, auf wessen Seite steht die Autorin eigentlich? Lillith wird in eine Oankali-Familie aufgenommen in der sie alle lieb haben – und die sie nach kurzem ebenfalls zumindest schätzen lernt. Sehr schnell sympatisiert man als Leser mit den Fremden, aber um sich ganz auf deren Seite zu stellen, sind sie dann doch wieder zu fremd. Dazu kommt, dass die Oankali unsere Biologie weitaus besser verstehen, als wir Menschen, so dass sie per Duftstoffe und andere Manipulationen "auf Knöpfe drücken können". Niemals kämpferisch aber auf eine besondere Weise doch aggressiv. Dem Leser bleibt es wirklich selber übrig, seine Schlüsse zu ziehen und die Moral der Geschichte zu entdecken. Nur eines noch: Männer kommen in dem Buch nicht so gut weg. Die meisten Männer sind aggressiv, denken wenig, wollen allen und jeden beherrschen – man sieht, dass die Autorin durch eine harte Schule gegangen ist. Trotzdem ein echter Page-Flipper. (Ich habe das Buch in englisch gelesen, wie die deutsche Übersetzung ist, weiß ich nicht).

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