Ogai Mori

 3,7 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Die Wildgans, Das Ballettmädchen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

MORI Ōgai (Rintarō Mori - 1862-1922), Militärarzt, hoher Beamter, Dichter, Übersetzer und Aufklärer. 1884-1888 Studium der Hygiene und Medizin in Deutschland (u.a. zwei Jahre bei Robert Koch in Berlin). Übersetzte Lessing, Goethe (Faust), Kleist, Rilke u.v.a. ins Japanische. Eine Mori Ōgai Gedenkstädte befindet sich seit 1984 in 10117 Berlin, Luisenstr. 39.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Ogai Mori

Cover des Buches Die Wildgans (ISBN: 9783717522782)
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Rezension zu "Die Wildgans" von Ogai Mori

Doris_Schroeder
Ein Meisterwerk über das Leben einer japanischen Nebenfrau

1880 Tokio. Durch unglückliche Umstände wird die schöne Otama die Nebenfrau eines Wucherers und verliert damit ihren Platz in der Gesellschaft. Sie hat jedoch keine andere Wahl, denn ihr alternder Vater wäre sonst brotlos. Stattdessen erhalten Otama und ihr Vater jeweils ein kleines Haus mit Haushälterin. Otama verbringt viel Zeit mit Warten in ihrem Haus. Irgendwann verliebt sie sich in einen Studenten, der jeden Tag an ihrem Haus vorbei kommt. Werden die beiden sich näher kommen? Die Antwort auf diese Frage gibt eine tote Wildgans. Das schönste an dem Buch ist die Sprache. Erquickender Morgenwind. Leise schaukelnde Schnüre des Weidenbaums. Einzelne Blüten, die sich im Morgenlicht öffnen.

Cover des Buches Die Wildgans (ISBN: 9783717522782)

Rezension zu "Die Wildgans" von Ogai Mori

Ein LovelyBooks-Nutzer
Rezension zu "Die Wildgans" von Ogai Mori

Ich bin ein Freund japanischer Literatur á la Haruki Murakami oder Banana Yoshimoto. Deren Werke sind zwar auch auf ihre Art sehr besonders und vielgestaltig, aber zeitgenössisch und modern. Mit Mori Ogais Die Wildgans betrat ich folglich Neuland. Der Roman stammt aus dem Jahre 1915, spielt in Tokio und erzählt eine Liebesgeschichte, die durchzogen ist von Melancholie und Poesie. Hauptprotagonistin ist Otama, die Nebenfrau eines Wucherers, die sich nach dem Medizinstudenten Okada, der jeden Tag an ihrem Haus vorbeispaziert, sehnt. Langsam, aber stetig entwickeln sich Gefühle, doch das Schicksal will es anders…

Selten las ich ein Buch, das mich mit seiner etwas fremden und doch so schönen Sprache begeistern konnte. Die Wildgans ist ein psychologisch geschliffener und wirklich faszinierender Roman. Wer nicht nur moderner Literatur, sondern auch den Klassikern huldigen möchte und sich ein wenig für japanische Kultur interessiert, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Anmerkungen, die am Ende des Romans in einer Liste aufgeführt sind, erleichtern das Verständnis für Japans Geschichte und erläutern Bräuche und Normen dieser Zeit.

Fazit: ein kurzweiliges, einzigartiges Lesevergnügen!

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