Ola Rosling

Lebenslauf

Hans Rosling, geboren 1948 in Uppsala, gestorben im Februar 2017, war Professor für Internationale Gesundheit am Karolinska Institutet und Direktor der Gapminder-Stiftung in Stockholm. Er war zudem Gründungsmitglied von Ärzte ohne Grenzen e.V. in Schweden und Mitglied der Internationalen Gruppe der Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Zusammen mit seinem Sohn Ola Rosling und seiner Schwiegertochter Anna Rosling Rönnlund gründete Hans Rosling die Gapminder-Stiftung.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Ola Rosling

"Factfulness" von Hans Rosling ist ein Buch der wirklich außergewöhnlichen Art. Im Kern geht es in dem Buch darum, wie falsch die meisten Menschen über bestimmte Entwicklungen, Länder und Menschen denken und wie es in Wirklichkeit aussieht. 

Rosling hat das Buch hierbei in 10 knackige Kapitel unterteilt, die alle eine fundamentale Misskonzeption in unserem Denken über die Welt thematisieren und gleichzeitig Lösungsansätze präsentieren, wie wir faktenbasierter, unbeeinflusster und ruhiger auf das Leben blicken können. 

Unterstrichen werden die 10 Lehren von einer beeindruckenden Datenrecherche und Roslings unzähligen Anekdoten aus seinem aufregenden Leben als Mediziner, Dozent und Reisender in allen möglichen Ländern dieser Welt. 

Das Erfrischende an dem Buch ist, das es die Entwicklung der Welt in ein wesentlich positiveres Licht rückt, als zumeist der Fall ist, ohne dabei überoptimistisch oder realitätsfern zu werden. Ganz nach dem Motto: "Seien wir stolz darauf, was wir bereits geschafft haben und nehmen dies als Antriebskraft weiter Großartiges zu vollbringen. 

Eine Empfehlung für absolut jeden!

Cover des Buches Factfulness: Ten Reasons We're Wrong About The World - And Why Things Are Better Than You Think (ISBN: 9781473637467)
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Rezension zu "Factfulness: Ten Reasons We're Wrong About The World - And Why Things Are Better Than You Think" von Hans Rosling

Die Welt sehen, wie sie wirklich ist und faktenbasierend argumentieren.
Meteoritvor 3 Jahren

Meine Aufmerksamkeit erhaschte das Buch, da es von vielen berühmten Persönlichkeiten und Denkern inklusive Bill Gates und Barack Obama empfohlen wird und scheinbar mit wichtigen Erkenntnissen daherkommt. Der Arzt und Professor für internationale Gesundheit Hans Rosling möchte mit seinem Buch "Factfulness" Aufklärung über die falsche Weltsicht betreiben und zeigen, wie man eine auf Fakten basierende, positivere Sicht auf die Welt entwickelt. So versucht er mit seinen Multiple Choice Fragen den Leser schon zu Beginn auf die eigenen Denkfehler hinzuweisen. Er fragt zum Beispiel Fragen zum Thema Armut, Gesundheit und den Einkommensverhältnissen, bei denen sämtliche Menschen eine völlig Falsche Sicht zu haben scheinen.

"But while the world has changed, the worldview has not, at least in the heads of the "Westerners". Most of us are stuck with a completeley outdated idea about the rest of the world." S. 27

So fand ich es schon am Anfang spannend zu erfahren, dass basierend auf UN-Weltbank Daten, die Zahl in extremer Armut lebender Menschen sich seit Jahren reduziert, immer mehr Mädchen in weniger entwickelten Länder die Schule besuchen dürfen oder auch, dass die durchschnittliche Lebenserwartung auf der gesamten Welt bei über 70 Jahren liegt und kein Land mehr existiert, indem die Lebenserwartung unter 50 Jahren liegt.

Dabei legt der Autor Wert darauf, zu vermitteln, dass es nach Beendigung des Buches nicht darum geht, mit rosaroter Brille herumzulaufen und alles negative zu ignorieren, sondern dass man sich eben bewusst macht, dass Dinge schlecht sein - aber zugleich besser werden können.

"For ten days or so in 2015 the world was watching the images from Nepal, where 9000 people had died. During the same ten days, diarrhea from contaminated drinking water also killed 9000 children across the world. There were no camera teams around as the children fainted in the arms of their crying parents." S. 111

Wenn man sich Nachrichten anschaut oder zu viel auf Social Media unterwegs ist, könnte man meinen, dass die Welt schlechter wird, dass generell die Situation z.B. in afrikanischen Ländern nicht besser zu werden scheint oder auch, dass immer mehr Menschen in Umweltkatastrophen und Flugzeugabstürzen sterben, obwohl Daten und Fakten ganz andere Dinge bescheinigen. 

"Africa is a huge continent of 54 countries and 1 billion people. In Africa we finde people living at every level of development. It makes no sense to talk about "African countries" and "Africa's problems" and yet people do, all the time." S. 159

Zudem plädiert er darauf, dass es in vielen Fällen nicht mehr sinnvoll ist, grob zwischen Entwicklungsländern und Industrieländern zu kategorisieren, sondern die Länder der Welt eher in 4 Einkommensgruppen zu unterteilen. Empfehlen kann ich zudem die Website seiner Foundation https://www.gapminder.org/dollar-street , die spannend darlegt, wie das verschiedene Leben in diesen 4 Gruppen ist. 

"To summarize: low-income countries are much more developed than most people think. And vastly fewer people life in them. The idea of a divided world with a majority stuck in misery and deprivation is an illusion. A complete misconception. Simply wrong." S. 31

"On our Level 4 TVs, we still see people in extreme poverty and it seems that nothing has changed. Billions of people have escaped misery and become consumers and producers for the world market, billions of people have managed to slide up from Level 1 to Levels 2 and 3, without the people on Level 4 noticing." S. 53

Mir persönlich hat das Buch geholfen, indem es mir Denkanstöße zu meinen persönlichen Denkfehlern liefert und viele Prinzipien offenbart, die zu solchen führen. Zudem habe ich das Gefühl, Nachrichten nun mit anderen Augen zu sehen - eben nicht, dass alles schön ist, aber sich daran zu erfreuen, dass die Welt trotz negativer Ereignisse im Mittel besser wird. Definitiv ein Buch, das mehr Menschen lesen sollten um den eigenen Negativ-Instinkt und verzerrte Ansichten aus der Welt zu schaffen.. 5/5

"I do not seek to trivialize the horror that undoubtedly remains. I do not try to understate the importance of ending current conflicts. Remember things can be bad, and getting better. Getting better, but still be bad." S. 113

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