Olaf Büttner Friesenschwindel

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Inhaltsangabe zu „Friesenschwindel“ von Olaf Büttner

Reent Reents, Haven-Detektiv mit Online-Diplom, steht nicht auf Hunde, aber auf seine polnische Nachbarin Marietta. Nur deshalb nimmt er ihren aufsässigen Terrier in Pflege, als sie verreist. Das Problem: Sie kehrt nicht zurück. So hat Reent nicht nur den Hund an den Hacken, sondern auch seinen ersten Fall am Haken. Völlig überfordert, aber mit tierischer Hilfe und einer mysteriösen inneren Stimme folgt er Mariettas Spur bis nach Polen. Eine Reise mit tödlichem Ende ...? | Einzigartig, humorvoll, spannend - ein origineller Kriminalroman um einen selbst ernannten Detektiv, der auf den Hund gekommen ist.

Interessanter Küstenkrimi

— Diana182
Diana182

Regionalkrimi, der aus dem Rahmen fällt

— Annafrieda
Annafrieda

Ein Krimi in Friesland, der besondere Charaktere kreiert!

— mabuerele
mabuerele

Regionalkrimi, der anfangs vom Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig war. Aber dann konnte er mich richtig begeistern!

— vronika22
vronika22

Eher eine Krimikomödie als ein "richtiger" Krimi

— Kristall86
Kristall86

Ein Kriminalroman der durch einen ungewöhnlichen Schreibstil und einen äußerst sympatischen Ermittler überzeugen kann

— StephanieP
StephanieP

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  • Rezension zu "Friesenschwindel" von Olaf Büttner

    Friesenschwindel
    dorli

    dorli

    16. May 2017 um 12:33

    Wilhelmshaven. Der 42-jährige Reent Reents hat seinen Beamtenjob im Einwohnermeldeamt nach einem dicken Lottogewinn an den Nagel gehängt und sich nach dem erfolgreichen Abschluss zahlreicher Seminare als Privatdetektiv selbstständig gemacht. Außerdem hat er ein Auge auf seine polnische Nachbarin Marietta geworfen. Um mit Marietta anzubandeln, nimmt er es sogar auf sich, sich mit deren Jack Russel Terrier Ricky gut zu stellen - und das, obwohl Reent mit Hunden eigentlich gar nichts im Sinn hat. Natürlich erklärt Reent sich auch sofort bereit, Ricky zu hüten, als Marietta für ein paar Tage verreisen muss. Doch Marietta taucht nicht wieder auf und schwuppdiwupp steckt Reent mittendrin in seinem ersten großen Fall…Olaf Büttner lässt Reent durchweg selbst von seinen Erlebnissen erzählen – eine Möglichkeit, die der Detektiv ausgiebig nutzt. Der Leser erlebt alles, was Reent durchmacht und bewegt, sehr ausführlich mit. Reent berichtet über sich selbst, von seinen Vorhaben und Aktivitäten, er schildert sein Umfeld und lässt den Leser an seinen Gedanken, Ideen und Überlegungen sowie seinen Beobachtungen und Erkenntnissen teilhaben. Das alles ist interessant und vor allen Dingen sehr unterhaltsam, gerät aber hier und da etwas zu umfangreich und nimmt dem Krimi dadurch etwas an Spannung.Da Olaf Büttner seinen Hauprotagonisten sehr gut kennt und er wusste, dass der Ordnungs- und Sauberkeitsfanatiker mit Hang zum Anlegen von Listen sich bei seinem ersten Fall womöglich ein wenig schwer tun würde, hat er ihm neben Ricky eine weitere Hilfe zur Seite gestellt: eine mysteriöse innere Stimme begleitet den Detektiv auf all seinen Wegen und unterstützt ihn kräftig bei der Spurensuche (es kann aber auch sein, dass es der Hund ist, der manchmal etwas vorlaut und hin und wieder sogar provokant mit Reent spricht :-))Der Krimi wird zum Ende hin immer spannender und wartet mit einem Schluss auf, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Und Reent wahrscheinlich auch nicht.Es hat Spaß gemacht, dieses ungewöhnliche Gespann - Reent, Ricky, Stimme - durch die Höhen und Tiefen der Ermittlungen zu begleiten. „Friesenschwindel“ ist ein Krimi, der nicht mit Höchstspannung daherkommt, dafür aber mit einem skurrilen, sehr sympathischen Privatdetektiv punkten kann.

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    • 2
  • Skurrile Detektivgeschichte mit hohem Unterhaltungswert

    Friesenschwindel
    FlotterAnton

    FlotterAnton

    14. May 2017 um 10:42

    Reent Reents  hat sich nach einem Lottogewinn seinen Traum erfüllt und ist Detektiv geworden. Er hat sich in seine polnische Nachbarin verguckt und würde alles für sie tun. Daher nimmt er auch ihren Hund in Pflege obwohl er Hunde gar nicht mag. Als Marietta nicht wieder auftaucht, hat er seinen ersten eigenen Fall als Detektiv. Reent Reents – so eigentümlich wie der Name so ist auch sein Träger. Der liebenswerte Detektiv stolpert durch die unterschiedlichsten Situationen und kommt mit Hilfe seiner „inneren“ Stimme trotzdem der Lösung des Falls immer näher. Mit dem Protagonisten hat Olaf Büttner einen sehr speziellen Charakter geschaffen und genau wie dieser ist der Schreibstil ebenfalls besonders. Mir hat sowohl der überforderte, aber sehr liebenswerte Reent als auch der Schreibstil gefallen. Er ist sehr bildhaft, wobei sich die Vergleiche meist auf die friesische Natur oder Mentalität beziehen, und durchsetzt mit friesischem Humor. Eine weitere Besonderheit ist die hilfreiche „innere“ Stimme. Bis zum Schluss lässt der Autor den Leser im Ungewissen was es mit dieser Stimme auf sich hat. Ich habe mir hierzu zwar meine Meinung gebildet, werde aber nichts dazu sagen; das muss jeder für sich entscheiden. Mich haben lediglich einige zu ausschweifende Gedankengänge gestört, aber ansonsten hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten und ich hoffe auf weitere Fälle mit Reent Reents. Insgesamt vergebe ich gerne 4 wohlverdiente Sterne.

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  • Friesenschwindel

    Friesenschwindel
    Diana182

    Diana182

    09. May 2017 um 13:50

    Das Cover ist ein in blau gehaltenes Bild. Es scheint eine Brücke zu sein, auf der eine Laterne steht. Auf Anhieb hatte dieses Bild leider wenig Interesse bei mir geweckt. Doch der Klappentext liest sich sehr vielversprechend und ich wollte direkt mehr erfahren. Der Einstieg in die Geschichte gelingt recht schnell. Man lernt einen Protagonisten kennen, den man wohl nur schwer mit Worten beschreiben kann. Er ist witzig, aber auch ein wenig eigenartig. Aber Reent ist eben auch liebenswürdig und man schließt ihn schon nach kurzer Zeit tief ins Herz. Der Schreibstil des Autors ist so ganz anders, als ich es bisher gewohnt war. Dennoch lässt er sich gut lesen und verfolgen. Es ist eben mal etwas ganz anderes- im positiven Sinne. Die Geschichte ist recht interessant erzählt, hat aber auch ihre Höhen und Tiefen. Mal empfand ich es als sehr spannend, mal zog sich die Geschichte etwas in die Länge. Dennoch ist das Ende alles andere, als vorhersehbar. Hier hat der Autor ein paar Überraschungen parat und fesselt den Leser noch einmal richtig fest ans Buch. Mein Fazit:Ein interessanter Küstenkrimi mit Stärken (einem total witzigen Hauptcharakter) und Schwächen (hier und da ein paar Längen und zu vielen Zufällen). Dennoch hat das Leser Spaß gemacht und ich würde mich über eine Fortsetzung freuen.

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  • Unterhaltsamer Krimi mit schrulligem Privatdetektiv

    Friesenschwindel
    Talitha

    Talitha

    08. May 2017 um 19:54

    Reent Reents, 42 Jahre alt, selbsternannter Privatdetektiv in Wilhelmshaven, Hundehasser und verliebt in seine polnische Nachbarin Marietta bekommt einen neuen Fall: Der Imbissbudenmagnat Janßen misstraut seiner polnischen Frau. Reent soll herausfinden, ob sie ihn betrügt. Doch Reent findet etwas ganz anderes heraus, nämlich, dass Marietta offenbar entführt wurde. Da muss der eigentliche Fall erstmal hintenan bleiben. Zusammen mit Mariettas Jack Russell Ricky, mit dem Reent telepathisch verbunden erscheint (die Alternative wäre, dass Reent einen an der Waffel hat ;-) ), ermitteln sie bald gemeinsam. Die Partnervermittlungsagentur Polski Tenderness von Marietta und der Hundetrainer Dose stehen ganz oben auf der Liste...Der Krimi ist im Ich-Erzähler-Stil gehalten, d. h. man bekommt als Leser die verwinkelten Gedankengänge Reents hautnah mit, was sehr unterhaltsam ist, wenn man auf skurile und schrullige Figuren steht. Mich erinnerte Reents Logik oftmals an Georg Kleins Figuren (Barbar Rosa), was ich super finde, da ich den Autor sehr schätze. Auch die norddeutsche Tiefebene ;-) kommt gut zur Geltung, sowie die Stadt Wilhelmhaven. Plattdeutsch gibt es leider nicht, dafür aber schön ungewöhnliche Metaphern, in denen die norddeutschen Eigenheiten und Gegenstände vorkommen, z. B. der Schlickschlitten. ;-)Die Story an sich ist eher ruhig gehalten, so richtige Action gibt es nur am Schluss. Da hätte ich gerne etwas mehr Spannung gut gefunden. Der Krimi fällt so eher in die Kategorie Rätselkrimi, auch wenn man eher keine Chance hat, auf die Lösung zu kommen.Mein Fazit: Gelungener, unterhaltsamer Krimi mit schrulligen Figuren und interessantem Thema. Von mir eine Weiterempfehlung!

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    • 3
  • sehr ungewöhnlich,aber durchaus interessant

    Friesenschwindel
    katze-kitty

    katze-kitty

    07. May 2017 um 11:31

    Reent Reents,ein friesischer Detektiv und Schriftsteller steht auf seine polnische Nachbarin Marietta. Obwohl er Hunde eigentlich nicht leiden kann, bietet er sich an auf ihren Hund Ricky aufzupassen, als sie verreisen will.  Nur dann kehrt Marietta nicht zurück ! Zusammen mit Ricky und seiner inneren Stimme macht sich der  Online-Diplom Detektiv Reent auf die Suche nach Marietta uns stößt auf die Vermittlungsagentur Poski Tenderness..."Friesenschwindel" ist ein Küstenkrimi der ganz besonderen Art.  Der Schreibstil ist ungewöhnlich und ich habe in der Art noch keinen Krimi gelesen. Es ist sehr humorvoll, dafür weniger spannend , manchmal wurde  es etwas  ausschweifend und mir stellenweise zu langweilig. Das Buch ist in der Ich-Form aus Reents Sicht geschrieben und dieser ist ein sehr spezieller und interessanter  Charakter.Reent hat über Internet seine Urkunden erhalten und diverse Seminare abgelegt um ein Detektiv zu werden. Er ist bisschen verpeilt , naiv und stolpert eigentlich nur so über Hinweise und bleibt mit Hilfe seiner inneren Stimme, die immer kursiv gedruckt ist, auf der richtigen Spur. Ohne Stimme und Ricky wäre er komplett aufgeschmissen. Trotzdem muss man ihn einfach gerne haben.Fazit: Wer Spannung sucht, sollte die Finger hier lieber weglassen. Aber wer unterhaltsame Krimis mit eigenartigen Protagonisten mag, der sollte Reent Reents auf jeden Fall kennenlernen !

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    • 2
  • ostfriesicher Regionalkrimi der aus dem Rahmen fällt

    Friesenschwindel
    Annafrieda

    Annafrieda

    06. May 2017 um 21:28

    Reent Reents, Lottogewinner, ist ein selbsternannter ostfriesischer Detektiv und Schriftsteller und verliebt sich in seine Nachbarin, die Polin Marietta, die ein Heiratsinstitut betreibt, wo polnische Frauen an deutsche Männer vermittelt werden. Sie bittet ihn, auf ihren Hund Ricky aufzupassen, weil sie dringend nach Polen muss. So stolpert Reent quasi in seinen ersten Fall, den er zum größten Teil durch seine innere Stimme (bzw. die Stimme des Hundes) am Ende löst.Reent ist überkorrekt, sich selbst überschätzend, oft in's Fettnäpfchen tretend, irgendwie etwas tüffelig. Es sieht auch nicht so aus, als hätte er viele Freunde. Und gäbe es da nicht diese "Zufälle", hätte er wohl äußerst schlechte Karten, was die Aufklärung des Falls betrifft. Wem nun letztendlich die Stimme gehört, die zu ihm spricht und ihn auf Dinge in der Lösung des Falls hinweist, bleibt eigenlich im Dunkeln, am ehesten kann ich sie Ricky zuweisen, dem Hund. Und das Quäntchen Glück ist ihm stets holdt bei der Aufklärung.Der Autor hat da einen recht skurrilen Charakter geschaffen (obwohl er behauptet, dass Reent ihm das alles geflüstert hat, zwinker...). Das macht das Buch schon sympathisch.Da es sich hier ja auch um einen Regionalkrimi handelt, möchte ist das auch als wirklich gelungen bezeichnen. Man lernt so nebenbei viel über Ostfriesland kennen, es gibt jede Menge Lokalkolorid, es ist wirklich sehr gut getroffen. Auch die Charaktere sind gut gezeichnet, besonders in Ubbo Dose findet man den "charakteristischen" Friesen wieder. Das ist alles sehr gut gelungen.Darum ist es ein lesenswerter, weil etwas anderer, Krimi. Eine ausgefallene Idee, die gut umgesetzt ist. Es mangelte zwar hier und da an nachvollziehbaren Umständen, manches zog sich in die Länge, was der Spannung nicht gut tat. Alles in allem jedoch hat mir das Buch im Ganzen gut gefallen und so hat es vier wundervolle Sterne verdient.Moin!

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    • 2
  • Wo ist Marietta?

    Friesenschwindel
    mabuerele

    mabuerele

    06. May 2017 um 21:00

    „...Freiheitsliebende Menschen voller Sehnsucht nach Grenzenlosigkeit: Das sind wir Friesen! Menschen, auf die man zählen kann, die nicht viel schnacken, sondern helfende Hand anlegen, wenn sie gebraucht wird: kräftig, friesisch, herb, das Herz am rechten Fleck...“ Reent Reents ist 42 Jahre und Privatdetektiv. Damit hat er sich einen Traum erfüllt. Ob er dabei Geld verdient ist egal, denn er hat mehrere Millionen im Lotto gewonnen. Eigentlich mag Reent keine Hunde, aber seit Marietta ins Haus gezogen ist, versucht er alles, deren Hund friedlich zu stimmen. Als Marietta verreisen muss, ist Reent sogar bereit, den Terrier für die Zeit bei sich aufzunehmen. Doch Marietta kehrt nicht pünktlich zurück. Vieles deutet darauf hin, dass sie irgendwo gefangen gehalten wird. Reent nimmt die Ermittlungen auf. Der Autor hat einen spannenden Krimi geschrieben mit einem außergewöhnlichen Ermittler. Reent hat einen Hang zum Alleinsein und eine übertriebene Ordnungsliebe. Er hat noch nie seine Heimatstadt verlassen. Er ahnt nicht, wie sehr Marietta sein Leben durcheinanderbringen wird. Bei seinen Ermittlungen trifft er immer wieder auf Frauen aus der polnischen Stadt Bydgoszczs. Auch Marietta stammt von dir. Der Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen. Die Geschichte wird von einem feinen Humor durchzogen. Obiges Zitat charakterisiert den Friesen aus der Sicht Reents. Eine Marotte Reents ist das Anlegen von Listen. Die benutzt er besonders in zwei Situationen. Zum einen legt er sich welche an, wenn er seine Ermittlungsergebnisse zusammenfasst, zum anderen bilden sie für ihn die Grundlage für Entscheidungen. Letzteres bedeutet, dass er alle Möglichkeiten notiert und dann eine auswählt. Ein besonderes stilistische Mittel ist Reents innere Stimme. Ihr trockener Humor trägt an vielen Stellen dazu bei, dass es vorwärtsgeht und sich Reent nicht in Kleinigkeiten verliert. Neben Reent ist es dem Autor gelungen, weiter sehr spezielle friesische Charaktere zu kreieren. Zu den besonderen sprachlichen Höhepunkten gehören die Dialoge zwischen Reent und der Kommissarin Gesine von Röhrbach. Sie schenken sich nichts. Selbst alltägliche Situation bekommen im Buch einen neuen ungewöhnlichen Anstrich. Dazu gehört Reents Zugreise. Andererseits gibt es Stellen, dort findet der Autor poetische Worte und treffende Metapher, um die Schönheit der Landschaft zu beschreiben. Das Cover in dunklem Blau mit den Lichteffekten wirkt geheimnisvoll Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Reent ist trotz seiner Macken ein sympathischer Ermittler.

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    • 6
  • Regionalkrimi, der mit seinem Schreibstil und Humor gepunktet hat

    Friesenschwindel
    vronika22

    vronika22

    06. May 2017 um 14:11

    Inhalt:Hauptprotagonist Reent Reents ist „selbsternannter“ Privatdetektiv in Wilhelmshaven. Eigentlich mag er keine Hunde. Aber als er eine neue Nachbarin, eine Polin namens Marietta bekommt, und diese einen Hund besitzt, so bäckt er für den Hund sogar Kekse, um das Herz von Marietta und ihrem Ricky zu erobern. Urplötzlich muss Marietta nach Polen reisen und sie bittet Reent sich um Ricky in dieser Zeit zu kümmern. So kommt es, dass Reent Reents  nun plötzlich einen Hund hat. Doch Marietta kommt nicht zurück und es kommt ein Hilferuf aus Polen. So macht sich Reent mitsamt Ricky auf den Weg nach Polen…Meine Meinung:Dieser Regionalkrimi hat mich wirklich sehr angenehm überrascht.Der Schreibstil ist zugegebenermaßen nicht so ganz einfach zu lesen. Die Sätze sind relativ lang und es gibt immer viele Ausschmückungen, teilweise fast poetisch. Erschwerend kommt hinzu, dass es immer wieder Stellen mit friesischem Dialekt gibt. Ich bin nicht in üblicher Manier über die Seiten geflogen. Aber trotzdem hat es sich sehr gelohnt. Das Lesen des Buches war ein richtiges Vergnügen. Ich habe mich richtig an den metaphorischen Schreibstil von Olaf Büttner gewöhnt und könnte direkt mehr von ihm lesen.Reent Reents ist genauso witzig und skurril wie schon der Name. Ich habe mich wirklich köstlich über ihn amüsiert. Vor allem wenn er seine Dialoge mit dem „Inneren Ich“ geführt hat, konnte ich mich kaum halten. Oder auch wenn er seine Möglichkeiten ausgelotet hat und überlegt hat, wie er reagieren kann. Es kam dann immer zur Aufzählung von verschiedenen Alternativen, die er hat und man konnte sich wirklich super amüsieren.Auch die Gegend von Wilhelmshaven wurde so schön beschrieben. Ich bin direkt neugierig auf diese Stadt geworden.Olaf Büttner hat wirklich einen ihm eigenen Humor, der mir ausgesprochen gut gefällt. Jeder Abschnitt ist gefüllt mit Wortwitz und Situationskomik. Irgendwie kann ich seinen Schreibstil gar nicht wirklich beschreiben, man muss ihn glaube ich wirklich einfach lesen.Und obwohl das Buch von dem Humor lebt, so blieb die Spannung wirklich bis zum Ende erhalten, ohne dass man wirklich ahnen konnte wie es ausgehen wird. Insgesamt hätte ich mir vielleicht noch ein klein wenig mehr Plot und Spannung gewünscht, schließlich ist es ja ein Krimi.Zum Abschluss noch ein kleines Zitat von meiner Lieblingsseite, damit man versteht was ich mit dem ihm eigenen metaphorischen Schreibstil meine:  "....mein Herz öffnete sich wie die sommerliche Blüte einer weißen Seerose auf dem Kurparkteich, wenn ich ihren Namen nur dachte..."  Welcher Frau würden diese Worte nicht gefallen?Alles in allem wurde ich mit diesem Krimi wunderbar unterhalten und ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen. Eigentlich wären es bei mir 4,5 Sterne gewesen, aber da man ja keine halben Sterne vergeben kann, tendiere ich doch zu 5 Sternen!

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    • 2
  • humorvoller Friesenkrimi

    Friesenschwindel
    tweedledee

    tweedledee

    05. May 2017 um 15:59

    Reent Reents hat nach einem Lottogewinn seinen Job geschmissen und geht jetzt seinem Hobby nach. Er hat sich weitergebildet und arbeitet als selbständiger Privatdetektiv, allerdings bisher recht erfolglos wegen mangelnder Aufträge. In seine neue Nachbarin, die polnischstämmige Marietta, hat er sich schockverliebt. Obwohl er Hunde nicht ausstehen kann versucht er, über ihren Hund Ricky an Marietta heranzukommen. Leckerlis, selbst gebackene Hundekekse, er legt sich richtig ins Zeug. Als Marietta für einige Tage verreisen muss lässt sich Reent breitschlagen, solange auf Ricky aufzupassen. Die paar Tage wird er mit dem Hund schon auskommen, meint er. Hund und Mann gewöhnen sich tatsächlich aneinander, doch Marietta ist inzwischen überfällig. Als er von ihr schließlich einen Anruf bekommt ist er alarmiert, meint er doch rauszuhören, dass sie in Gefahr ist. Reent wäre nicht Privatdetektiv, wenn er jetzt nicht selbst Ermittlungen anstellen würde. Dabei findet er als erstes heraus, dass Marietta eine florierende Partnervermittlung leitet, hat ihr Verschwinden damit zu tun? "Friesenschwindel" ist ein humorvoller und lockerer Krimi mit wirklich schrulligen Protatonisten. Wir begleiten Reent bei seinen Recherchen, immer begleitet von Ricky dem Hund und Reents innerer Stimme, mit der er ständig im Dialog ist. Und die ihm in der ein oder anderen Situation wertvolle Tips gibt. Denn Reent geht bei seinen Recherchen ziemlich unstrukturiert vor, muss sich immer wieder seine verschiedenen Optionen vor Augen halten. Neben dem etwas tütteligen Reent gibt es noch einige andere Originale. Reents Seelenklempner und der Hundetrainer Ubbo Dose, einen zwielichtigen Typen. Der Schreibstil ist blumig und teils ausschweifend, lässt sich aber sehr gut lesen. Gut gefallen haben mir die Dialoge mit den Damen der Partnervermittlung mit starkem polnischem Slang. Hier musste ich an einigen Stellen herzlich lachen.  Die Geschichte entwickelt sich langsam und Reent stolpert von Fährte zu Fährte, bis er am Ende alle Puzzlesteine zum großen Ganzen zusammenfügt und die Lösung des Falls bevorsteht. Fazit: Humorvoller Krimi mit schrulligen Charakteren, der mir gut gefallen hat.

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    • 2
  • Leserunde zu "Friesenschwindel" von Olaf Büttner

    Friesenschwindel
    OlafB

    OlafB

    Herz und Humor: Reent Reents ist der neue Stern am friesischen Krimi-Himmel! (Emons Verlag)Reent Reents, Haven-Detektiv mit Online-Diplom, steht nicht auf Hunde, aber auf seine polnische Nachbarin Marietta. Nur deshalb nimmt er ihren aufsässigen Terrier in Pflege, als sie verreist. Das Problem: Sie kehrt nicht zurück. So hat Reent nicht nur den Hund an den Hacken, sondern auch seinen ersten Fall am Haken. Völlig überfordert, aber mit tierischer Hilfe und einer mysteriösen inneren Stimme folgt er Mariettas Spur bis nach Polen. Eine Reise mit tödlichem Ende ...? |In "Friesenschwindel" schickt Olaf Büttner einen ganz besonderen Ermittler auf Spurensuche: Reent Reents, selbsternannter Privatdetektiv, frischer Lottogewinner und Krimi-Schriftsteller, ist ein Volltreffer!Die auffälligste Besonderheit liegt in den Zwiegesprächen mit seiner inneren Stimme - stets bemüht, sich möglichst präzise auszudrücken, verliert sich Reent in herrlicher Umständlichkeit und schrammt immer wieder haarscharf an üblichen Redensarten vorbei. Die Sprache wird so nahezu zu einem eigenen Protagonisten des Krimis. Der Roman lebt von einem Spiel aus Spannung und Komik und der Entwicklung des Ermittlers... Authentisch wird die herbe friesische Landschaft beschrieben und wunderbar mit dem zu lösenden Kriminalfall der verschwundenen Marietta verknüpft. Ein Krimi aus dem Norden mit frischem Wind!(Emons Verlags)Persönliche Stellungnahme des Autors: Als Privatdetektiv Reent Reents sich erstmals bei mir meldete, war ich erstaunt. Er war so ganz anders als alle anderen Figuren, die sich bis dahin bei mir gemeldet hatten. Und die Story, die ich über ihn schreiben sollte, hatte nicht das Geringste mit all den Storys zu tun, die ich bislang geschrieben hatte. Noch verrückter wurde es, als mir klar wurde, dass ich, würde ich über Reent schreiben, auch über den Jack-Russell-Terrier Ricky schreiben musste und über die innere Stimme des seltsamen Detektivs. Eigentlich kam sowas für mich nicht in Frage: Ein Beamte im Einwohnermeldeamt mit zwanghaften Zügen, der nach einem Lottogewinn von 17 Millionen Euro eine Detektei eröffnet, obwohl er von Tuten und Blasen keine Ahnung hat... was sollte daraus werden? - Schließlich aber ließ ich mich breitschlagen und begann, die Geschichte aufzuschreiben, woran Marietta Weinzierl, Reents attraktive polnische Nachbarin, zugegebenermaßen nicht ganz schuldlos war... Als Marietta schließlich ungeahnt von der Bildfläche verschwindet und nach und nach immer deutlicher wird, dass ihr Leben bedroht ist von finsteren Mächten, hatte ich schon keine andere Chance mehr: Ich musste Reent Reents auf den Fersen bleiben! Schließlich führt ihn die Suche nach der Frau, in die er sich Hals über Kopf verliebt hat, aus der (ebenfalls geliebten) Heimatstadt Wilhelmshaven an der friesischen Nordseeküste (die er bis dahin noch nie verlassen hat) bis in den polnischen Untergrund und mich ... naja, immer tiefer in eine Geschichte, die ich mir so nie hätte ausdenken können... Wer also Lust hat, mir, Reent, Ricky und noch ein paar anderen interessanten Persönlichkeiten, verwirrenden und verwirrten Personen gnadenlos zu folgen, den lade ich herzlich dazu ein... Schließlich: Warum soll es Euch besser ergehen als mir? Ich war ja auch erstaunt, als Reent sich erstmals bei mir meldete...

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    • 347
  • 🐚An der Nordsee-Küste🐚

    Friesenschwindel
    Kristall86

    Kristall86

    04. May 2017 um 14:20

    ...das Cover und der Titel versprechen eine ganze Menge, aber leider hat mich dieser "Krimi" nicht gefesselt. Der friesische Protagonist Reent Reents, die Story spielt in Wilhelmshaven und z.T. in Polen, ist von Verfolgungswahn und Schizophrenie geplagt. Seine innere Stimme bringt in zur Weißglut und so wurschtelt er sich, aufgrund von Langeweile, nach seinem Lottogewinn und seiner Jobaufgabe als selbsternannter Detektiv (Online-Diplom) durch seinen ersten "großen" Fall....dieser Fall heißt "Marietta" und ist seine polnische Nachbarin in der er sich auch noch verguckt hat. Der Schreibstil von Olaf Büttner ist mal ganz was anderes, mir persönlich aber zu schwadronierend und ausladend sodass die Spannung oft auf der Strecke bleibt und Teile der Handlung recht flach daher kommen oder zu langatmig sind. Es ist eher eine Komödie als ein Krimi, denn es gibt so einige Stellen wo man sich wirklich herzhaft kaputt lachen kann aber die fesselnde Spannung kommt nur häppchenweise. Der Schluss ist recht gut gelungen...da kommt die Spannung, aber leider reicht es nicht um diesen Buch 5 Sterne zu vergeben.

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  • Friesenschwindel

    Friesenschwindel
    StephanieP

    StephanieP

    26. April 2017 um 18:33

    Reent Reents ist ein selbsternannter Privatdetektiv in Wilhelmshaven, welcher sich Hals über Kopf  in seine polnische Nachbarin Marietta verliebt hat. Als ihn diese bittet ein paar Tage auf ihren Hund Ricky aufzupassen stimmt er natürlich zu. Doch Marietta kommt nicht zum ursprünglich vereinbarten Zeitpunkt zurück. Dann erhält Reent Reents auch noch einen besorgniserregenden Anruf. Schnell wird ihm klar, dass Marietta etwas zugestoßen sein muss und er beginnt auf eigene Faust nach ihr zu suchen. Hat Mariettas Verschwinden etwas mit ihrer Partnervermittlung „Polnish Tenderness“ oder sogar mit ihrem Hundetrainer zu tun? Reent Reents stößt bei seinen Ermittlungen auf viele Ungereimtheiten und folgt einer möglichen Spur bis nach Polen. Olaf Büttner hat einen wirklich besonderen Schreibstil. Zusätzlich zur Handlung taucht immer wieder Reents innere Stimme in Kursivschrift auf und mischt sich in das aktuelle Geschehen ein. Reent Reents scheint ein ziemlich chaotischer Charakter zu sein, der häufig Probleme hat seine Gedanken klar zu ordnen. Dies lässt der Autor gekonnt in seinen Schreibstil einfließen und heraus kommt eine wirklich gelungene Mischung! Der Autor schafft es schnell Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende zu halten, nicht zuletzt durch geschickt eingearbeitete Wendungen. Spätestens zum Ende des Buches werden die offenen Fragen beantwortet. Die einzelnen Kapitel sind logisch aufgebaut, wodurch unnötige Längen vermieden werden können. Besonders gelungen fand ich, dass Olaf Büttner die einzelnen Dialoge in Dialekt, beziehungsweise mit Akzent schreibt. Dies beeinträchtigt jedoch den Lesefluss nur sehr selten. Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, was zur Folge hat, dass der Leser schnell mit ihnen mitzufiebern beginnt. Der Schreibstil ermöglicht es dem Leser Reent Reents Innenleben und Gedanken zu kennen, was einem den Ermittler sehr authentisch erscheinen lässt, nicht zuletzt, da er sehr verpeilt ist und gerne mal in ein Fettnäpfchen tritt. FAZIT: „Friesenschwindel“ ist ein wirklich gelungener Kriminalroman, der vor allem durch einen äußerst sympathischen Ermittler überzeugen kann. Die ausgefallene Schreibweise macht die Handlung zusätzlich sehr spannend. Ich vergebe daher 4 Sterne!

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