Olaf Jacobsen Ich stehe nicht mehr zur Verfügung

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Inhaltsangabe zu „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung“ von Olaf Jacobsen

Wer sich von unangenehmen Gefühlen in Partnerschaft, Familie und Beruf befreien will, findet in diesem Buch die nötigen Erkenntnisse und Techniken. Olaf Jacobsen entwickelte diese einfachen Methoden konsequent aus der freien Familienaufstellung. Mit Hilfe zahlreicher Beispiele aus alltäglichen Lebenssituationen stellt er Möglichkeiten vor, wie wir unsere eigenen Gefühle von denen anderer Menschen deutlich unterscheiden lernen. Zumeist unbewusst übernehmen wir in der Begegnung mit anderen "stellvertretende Rollen" und rutschen in die damit korrespondierenden Gefühle hinein. Wir können uns aber darin schulen, für eine solche Rolle nicht mehr zur Verfügung zu stehen, um damit eine wirklich authentische Kommunikation zu ermöglichen. Legen wir eine Rolle ab, so verschwinden gleichzeitig alle daran gekoppelten seelischen und körperlichen Beschwerden, und wir fühlen uns erleichtert. Aufgrund einer universellen Verbundenheit beruht unser Leben auf Anziehung und Resonanz. Wir haben in ihr viel öfter die freie Wahl, als wir bisher dachten. Kerstin aus Berlin: "Du hast absolut recht. Dieser Satz "Ich stehe nicht (mehr) zur Verfügung" passt erstaunlich oft und es lebt sich damit langfristig sehr viel besser. Vor allem im Job habe ich in den letzten Wochen sehr häufig davon Gebrauch gemacht und siehe da: Plötzlich hat sich die Lage total entspannt."

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  • Verflixt: manchmal wirkt der Zauberspruch, manchmal aber auch nicht

    Ich stehe nicht mehr zur Verfügung
    R_Manthey

    R_Manthey

    25. June 2015 um 15:32

    Scheinbar leben wir in einer Periode einer fast religiösen Allmacht der Wissenschaften. Tatsachen werden von einer breiteren Öffentlichkeit nur noch zur Kenntnis genommen, wenn sie "wissenschaftlich bewiesen" sind. Offenbar weiß dies auch der Autor dieses Buches, denn er braucht zunächst ein Drittel seines Werkes, um sich für die Wahrheit zu rechtfertigen. Und die Wahrheit ist, dass zwischen den Menschen ein Informationsaustausch auf Ebenen jenseits unserer vertrauten Wahrnehmung existiert. Wir alle haben das schon oft genug erlebt. Wir trauen es uns nur nicht offen zuzugeben, weil sonst vielleicht jemand meinen könnte, wir würden spinnen. So merken wir beispielsweise genau, wenn uns jemand intensiv beobachtet, obwohl wir ihn nicht sehen können. Wir haben Vorahnungen. Oder wir wissen genau, dass wir mit einem anderen Menschen gut auskommen werden. Bei anderen wiederum spüren wir bereits Unbehagen, wenn wir sie nur sehen. Wenn wir wütend sind, suchen wir uns ein Opfer, das unsere Wut aufnehmen soll. Erst nachdem wir unser Opfer bearbeitet haben, fühlen wir uns besser. Manchmal passiert es auch, dass zwei Menschen, die sich sehr nahe stehen, genau wissen, was der andere in diesem oder jenen Augenblick denkt oder begehrt. Das sind Tatsachen, auch wenn wir sie nicht wirklich verstehen. Wer das für sich bestreitet, sollte dieses Buch nicht kaufen. Der Autor ist ein Spezialist für die so genannte "Freie Systemische Aufstellung". Dabei übernehmen grob gesagt Stellvertreter bestimmte Rollen und spüren dabei die Emotionen der Menschen, für die sie stehen. Einen besseren (auch statistisch abgesicherten) Beweis für Gefühlsübertragungen von Mensch zu Mensch gibt es wohl nicht. Leider benutzt der Autor dafür den Begriff "übersinnliche Wahrnehmung", der esoterisch besetzt ist, nach schwarzer Magie klingt und bei vielen zu Ablehnung führen wird. Es gehört wohl zur komischen Tragik dieser Erkenntnisse, dass Wissenschaftler sie meiden, weil sie auf keinen Fall in die esoterische Ecke gestellt werden möchten, und die Träger dieser Erkenntnisse es andererseits wegen ihrer Neigung zur Esoterik nicht vermögen, sie angemessen zu publizieren. So bleiben sie einer breiteren Öffentlichkeit leider verborgen. In diesem Buch geht es ganz einfach darum, erkennen zu lernen, welche Gefühle in uns von uns stammen, und welche wir ungewollt importiert haben. Danach lernen wir einen Schutzmechanismus gegen fremde Gefühlswelten aufzubauen. Im 3. Kapitel ("Klarheit") erklärt uns der Autor weitschweifig, dass wir in dem Augenblick, wo wir einem anderen Menschen Aufmerksamkeit schenken oder schenken müssen ("uns zur Verfügung stellen") ein innerer Prozess der Annäherung stattfindet. Physikalisch ausgedrückt, versuchen wir auf die gleiche "Schwingungsebene" zu gelangen. Auf diese Weise spüren wir oft, was in anderen vor sich geht. Manchmal wird uns dieser Angleichungsprozess genauso wenig gefallen wie sein Ende. Wir können den Zustand nicht ertragen. Für diesen Fall schlägt uns der Autor sechs intelligente Lösungsmöglichkeiten vor, die im Grunde immer eine Variante des Loslassens sind. Anhaften schafft Leid. Das wusste schon Buddha vor langer Zeit. Der Autor nennt die alte Methode des Loslassens "sich nicht mehr zur Verfügung stellen". Manchmal jedoch schaffen wir es dennoch nicht loszulassen, weil wir ein inneres Problem haben, auf das wir nur von außen aufmerksam gemacht wurden. Mit dieser Situation befasst sich das folgende Kapitel ("Die Befreiung"). Meist sind sie mit einem emotionalen Durcheinander oder sogar körperlichem Leid verbunden. Schon die alten Tibeter wussten, dass die beste Hilfe dann nicht das in unserer Kultur übliche Verdrängen, sondern das Akzeptieren und Dabeibleiben ist. Wenn wir also wütend sind, dann sollten wir diese Wut akzeptieren und uns fragen, warum wir sie haben. Fast immer stoßen wir auf diese Weise auf nicht aufgelöste Blockaden in unserem tiefsten Inneren. Der Autor erläutert uns eine Reihe von Techniken (teilweise andere Werke zitierend), die uns dabei helfen könnten. Manchmal stammt unser innerer Stress auch nur von außen. Wir lernen wieder Techniken kennen, die uns helfen können dies herauszufinden. Spätestens hier sollten wir langsam anfangen nachzudenken. Es ist schon nicht einfach, immer bei unseren Gefühlen zu bleiben und sie zu hinterfragen. Wer kann denn schon ernsthaft nachdenken, wenn er wütend ist? Dazu gehört eine Menge Selbstkontrolle. Und nun sollen wir auch noch verschiedene Techniken (die uns übrigens nur ansatzweise vor die Füße geworfen werden) anwenden, um herauszufinden, was eigentlich mit uns los ist, wenn der Zauberspruch des Autors nicht wirklich hilft. Dem Autor folgend müssten wir in einer Art therapeutischem Ausschlussverfahren zu unserem eigentlichen Problem vordringen. Ich fürchte, das wird ohne fremde Hilfe nicht so einfach gehen wie es vielleicht beim Lesen dieses Buches scheint. Schließlich sind wir Teil unseres Problems und damit befangen. Am Ende seines Buches schießt der Meister dann doch etwas über sein Ziel hinaus. Nach einer Zusammenfassung seines Werkes erklärt er uns beispielsweise, wie und warum Fußballmannschaften auf Trainerwechsel reagieren, wie man das Bournout-Syndrom verhindern und dass der innere Zustand eines Staatsoberhauptes eine ganze Volkswirtschaft beeinflussen kann. "Was ich in diesem Buch beschrieben habe, ist meine Realität." Das ist sein vorletzter Satz in diesem Werk. Zu seiner Realität gehört offenbar auch, sich manchmal Dinge so zurechtzubiegen, dass sie seiner Theorie entsprechen. Das hätte er lieber lassen sollen. Fazit: Eigentlich ist dies ein überaus nützliches Buch, da es uns Prozesse vor Augen führt, die jenseits unserer gewöhnlichen Wahrnehmung ablaufen. Der Autor selbst hält es für ein "Lebenshilfebuch", in dem er seine Theorien oder seine "Realität" niederlegt.Leider ist dieses Buch schlecht geschrieben. Man merkt schnell, dass der Autor ein sehr emotionaler Mensch ist. An vielen Stellen fehlt ihm der rationale Abstand. Eine konsequente Beschränkung aufs Wesentliche und mehr Präzision in der Formulierung hätten dem Buch gut getan. Störend sind darüber hinaus die an jeden Abschnitt angehängten "Vertiefungen", die nichts weiter sind als Zitate und kurze Bemerkungen. Sie bremsen den Lesefluss erheblich und bringen keine wirklich neuen Erkenntnisse. Die Zauberformel des Autors wirkt tatsächlich in vielen Fällen. Dort, wo sie es nicht tut, sind seine Ratschläge so vielfältig wie diffus. Dennoch: Bei allen Mängeln ist dieses Buch sehr lesenswert, weil es uns zu einem anderen Verständnis der Beziehungen zwischen Menschen verhelfen kann.

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