Olaf Kolbrück Mörderische Reklame

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Inhaltsangabe zu „Mörderische Reklame“ von Olaf Kolbrück

Am Tatort im Frankfurter Messeviertel deutet alles auf einen Raubüberfall hin. Für die Polizei scheint der Fall schnell klar. Doch wer ist der Unbekannte, der nun im Krankenhaus im Koma liegt? Ex-Kommissarin Eva Ritter verfolgt eine andere Fährte und gerät schnell in ein Labyrinth zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Schein und Sein im Taunus. Während sie angesichts ihrer seltenen Muskelerkrankung Zuflucht bei alternativen Heilmethoden sucht, meldet sich auch ihre eigene Vergangenheit schmerzhaft zurück. Damit nicht genug. Plötzlich gerät Eva Ritter selbst in Gefahr und muss sich den trügerischen Schwindeleien der Werbewelt stellen. Beinahe zu spät wird ihr klar: Der Täter wird versuchen, sein Werk zu vollenden.

Am Tatort im Frankfurter Messeviertel deutet alles auf einen Raubüberfall hin. Für die Polizei scheint der Fall schnell klar. Doch wer ist d

— luckybenji
luckybenji

Ein solider Krimi, der uns eine Welt zeigt, in der nicht nur Kunden an der Nase herumgeführt werden.

— gst
gst

Die Werbewelt glänzt mit Sprüchen, aber nur so lange wir darauf rein fallen.

— Postbote
Postbote

Gelungener Regionalkrimi mit einer ungewöhnlichen Heldin. Ein durchweg empfehlenswertes Lesevergnügen, nicht nur für das Publikum im Taunus.

— Baerbel82
Baerbel82

Spannender Krimi im Milieu der Werbebranche mit außergewöhnlicher Protagonistin!

— mabuerele
mabuerele

Intrigen und Geheimnisse in der Werbewelt. Sagt man die Wahrheit, sollte man besser vorsichtig sein - es könnte einen das Leben kosten...

— ChrischiD
ChrischiD

Verdeckte Ermittlungen a là Miss Marple. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

— esposa1969
esposa1969

Taffe Ermittlerin mit Handicap und tolle Einblicke in die Welt der Obdachlosen und der Werbebranche

— Antek
Antek

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  • Leserunde zu "Mörderische Reklame" von Olaf Kolbrück

    Mörderische Reklame
    fhl_verlag_leipzig

    fhl_verlag_leipzig

    Eva Ritter ermittelt im schönen Schein der Werbewelt … Krimifans aufgepasst! Macht mit bei unserer Leserunde zu ›Mörderische Reklame‹, dem neuen Taunus-Krimi von Olaf Kolbrück und nach ›Keine feine Gesellschaft‹ der zweite Teil der Reihe um die Ex-Kommissarin Eva Ritter, die wieder in Eschborn, Kronberg und in Frankfurt ermittelt. Bewerbt euch bis zum 21. August um eines von 15 Leseexemplaren unter der Rubrik Bewerbung/Ich möchte mitlesen und beantwortet uns bitte folgende Fragen: Habt ihr bereits andere Krimis aus dem fhl Verlag gelesen? Warum möchtet ihr an dieser Leserunde teilnehmen? Wo wollt ihr eure Rezensionen veröffentlichen? Der Autor wird während der ganzen Leserunde für eure Fragen zur Verfügung stehen. Hinweis: Bewerber ohne öffentliches Profil können nicht berücksichtigt werden. Bewerbungen außerhalb Liefergebiet Deutschland und Österreich können wir keine Bücher zusenden. In dem Fall bitte eine Zustelladresse im Bereich Deutschland und Österreich. Worum geht es in ›Mörderische Reklame‹? Am Tatort im Frankfurter Messeviertel deutet alles auf einen Raubüberfall hin. Für die Polizei scheint der Fall schnell klar. Doch wer ist das unbekannte Opfer, das nun im Krankenhaus im Koma liegt? Ex-Kommissarin Eva Ritter verfolgt eine andere Fährte, die sie schnell in die Untiefen der Frankfurter Werbebranche führt und sie selbst ins Schussfeld der Reichen und Mächtigen bringt. Bei dem Versuch, das Netz aus Lug und Betrug zu entwirren, gerät sie selbst in Gefahr – und realisiert, dass der Täter sein Werk noch zu vollenden gedenkt. Wer ist Olaf Kolbrück? Olaf Kolbrück wurde 1965 in Wanne-Eickel geboren. Bereits während des Studiums von Politik, Philosophie und Pädagogik an der Universität Köln arbeitete er als Journalist für Tageszeitungen sowie andere Printmedien und später als Lokalredakteur in Hilden bei Düsseldorf. Für den Kölner Handelskonzern Rewe war er mehrere Jahre in der Unternehmenskommunikation tätig. Er verließ das Unternehmen Ende 2000, um bei Horizont in Frankfurt, eine der führenden Wirtschaftszeitschriften für Marketing, Werbung und Medien, wieder stärker journalistisch arbeiten zu können. Als Reporter schreibt er dort über Business-Themen und das Internet. Daneben betreut er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung. Olaf Kolbrück lebt mit Frau und Katze in Eschborn bei Frankfurt Wir wünschen allen Bewerbern viel Glück und eine spannende Leserunde!

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  • Spannend und sympatisch

    Mörderische Reklame
    abetterway

    abetterway

    01. December 2014 um 15:50

    Inhalt: "Am Tatort im Frankfurter Messeviertel deutet alles auf einen Raubüberfall hin. Für die Polizei scheint der Fall schnell klar. Doch wer ist das unbekannte Opfer, das nun im Krankenhaus im Koma liegt? Ex-Kommissarin Eva Ritter verfolgt eine andere Fährte, die sie schnell in die Untiefen der Frankfurter Werbebranche führt und sie selbst ins Schussfeld der Reichen und Mächtigen bringt. Bei dem Versuch, das Netz aus Lug und Betrug zu entwirren, gerät sie selbst in Gefahr – und realisiert, dass der Täter sein Werk noch zu vollenden gedenkt." Meinung: Es wird langsam in die Geschichte eingestiegen (für mich teilweise zu langsam). Eva ist toll, voller Energie und von Anfang an sympatisch. Es macht vor allem Mut. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und so ist ein öfteres zur Seite legen auch leicht. Allerdings ist es die Spannung die einen immer und immer weiterlesen lässt. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht verständlich und nimmt einen mit. Am Anfang habe ich ein wenig gebraucht um in die Geschichte zu finden, aber nach einer Weile ist es sehr gut gegangen. Fazit: Sehr gutes Buch für zwischen durch mit spannender Handlung!

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  • Rezension zu "Mörderische Reklame" von Olaf Kolbrück

    Mörderische Reklame
    Solifera

    Solifera

    19. November 2014 um 10:45

    Die sympathische Ex-Polizistin Eva Ritter ermitteln nun schon in ihrem zweiten Fall. Evas gute Freundin Doris Unbehaun bittet sie um Hilfe. Da Doris irgendwie in die Sache indirekt "verwickelt" ist, will sie nicht "offiziell" mit der Polizei reden, sondern Eva soll ihr zur Seite stehen und ihre Spürnase einsetzen. Doris' Schützling Waldemar soll einen Zirkusmitarbeiter angegriffen haben, der nun im Koma liegt und das, wo doch Waldemar angeblich keiner Fliege was zuleide tun könnte... Nachdem klar wer, wer der Koma-Patient ist, zieht es Eva Ritter, mit Unterstürzung durch ihren Freund Wim Voss tief hinein in die dunkle Welt der Werbung, von Sein und Schein, Lug und Betrug. Es wird nicht einfach werden, gerade wenn man Evas Handicap berücksichtigt. Sie leidet an der mysteriösen Muskelkrankheit >Morbus Pompe<, die immer weiter fortschreitet. Herkömmliche Therapien zeigen keinen oder nur kaum Erfolg. Aber Wim steht ihr treu zur Seite. Wie passen ein Zitat auf S. 172 beschreibt: "So ist das also, Watson, Sie sind die Vorhut von Frau Holmes." Gerade die besondere Mischung aus einer spannenden Rahmenhandlung rund um den Zirkus und die böse böse Werbewelt, aber auch die ganz privaten Probleme der Protagonisten, ihre persönlichen Lebensgeschichten und natürlich die tollen Dialoge machen auch den zweiten Band rund um Eva, Wim, aber auch Doris zu einer super-spannnden und unterhaltsamen Lektüre!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    kubine

    kubine

    04. November 2014 um 18:43
  • Mörderische Reklame

    Mörderische Reklame
    Blaustern

    Blaustern

    15. September 2014 um 12:29

    Ein Zirkusmitarbeiter wird brutal niedergeschlagen und liegt seitdem im Koma. Verdächtigt wird der Obdachlose Waldemar, der am Tatort vorgefunden und daraufhin in Untersuchungshaft abgeführt wird. Doris Unbehaun, eine reiche Bankierswitwe, ist in der Obdachlosenhilfe tätig und sich sicher, dass ihr Schützling unschuldig ist. Sie bittet ihre Freundin Eva Ritter, eine ehemalige Kriminalkommissarin, um Hilfe, und gemeinsam lösen sie den Fall mit ihrem Freund Wim Voss, der sie in die heuchlerische und verlogene Welt der Werbebranche führt. „Mörderische Reklame“ ist der zweite Fall mit der einstigen Kriminalkommissarin Eva Ritter. Wegen ihrer Muskelerkrankung Morbus Pompe hat sie ihren Job gewechselt, kann sich aber nicht ganz von ihm lösen und ist deshalb und auch um anderen zu helfen, immer mal wieder als Privatdetektivin unterwegs. Doch ihre Krankheit macht ihr zunehmend zu schaffen, denn bei der Jagd nach gefährlichen Verbrechern bremst ihre Unbeweglichkeit sie dermaßen aus. Trotzdem steht sie immer wieder auf und kämpft weiter, was sehr bewundernswert und tapfer ist. Auch ihren Humor verliert sie nicht. Dadurch erscheinen die häufigen Dialoge lebendig und sehr sympathisch. Außerdem erfahren wir über ihr Privatleben hier auch eine Menge. Die Spannung ist verhalten, aber hier auch nicht unbedingt in großem Maße nötig. Sehr interessant sind die Beschreibungen der verschiedenen Wirkungskreise. Erleuchtet werden hier die Gebiete der Zirkuswelt, der Obdachlosen im Frankfurter Raum, ganz besonders der Werbung, und auch zur chinesischen Medizin lernen wir noch etwas dazu. Das Ende ist durch und durch stimmig.

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  • Ohne Krimi geht die Mimi nicht ins Bett

    Mörderische Reklame
    gst

    gst

    Die taffe Eva Ritter kann das Ermitteln nicht lassen. Obwohl sie durch ihre seltene Muskelerkrankung gehandikapt ist und den Polizeidienst schon quittiert hat, ist sie bereit, ihrer Freundin Doris Unbehaun zu helfen. Die kümmert sich seit dem Tod ihres Mannes um Obdachlose und kann nicht glauben, dass einer ihrer Schützlinge zum Beinahe-Mörder geworden ist. Während Doris bei den Ermittlungen im einem Zirkus hemmungslos ihr ererbtes Geld ausgibt, begibt sich Eva in immer größere Gefahr. Wim, ehemaliger Gefängnisinsasse und freundschaftlich mit Eva verbunden, steht ihr zwar zur Seite, ist aber bei ihren Alleingängen machtlos – was zu leicht erhöhter Adrenalinproduktion beim Leser führt... Natürlich zeigt sich schnell, wer der Unbekannte ist, der nach einem Überfall im Koma liegt. Evas noch bestehenden Verbindungen ins Kommissariat erweisen sich als äußerst hilfreich und fruchtbar. Insgesamt hält man mit diesem Taschenbuch einen soliden Krimi in der Hand, der sich auch problemlos abends vor dem Einschlafen lesen lässt. Ideal als Unterhaltungslektüre für zwischendurch – logisch im Aufbau und mit Einblicken in eine Gesellschaftsschicht, der ich nicht angehören möchte ...

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    • 3
  • Intrigen in der Werbewelt

    Mörderische Reklame
    irismaria

    irismaria

    13. September 2014 um 11:43

    „Mörderische Reklame“ von Olaf Kolbrück ist ein Frankfurt-Krimi, der den Leser in ganz unterschiedliche Welten entführt. Da ist zum einen das Opfer, ein Mann, der bei einem Zirkus mitreist und brutal zusammengeschlagen wurde und nun im Koma liegt. Verdächtigt wird ein Wohnsitzloser, der ihn gefunden hat. Die Bankierswitwe Doris Unbehaun ist in der Wohnsitzlosenhilfe aktiv und will verhindern, dass ihr Schützling zu unrecht angeklagt wird. Sie engagiert ihre Freundin, Eva Ritter quasi als Detektivin, den Fall zu klären. Eva ist ehemalige Polizistin, arbeitet wegen ihrer Muskelerkrankung aber nicht mehr bei der Polizei. Die Ermittlungen ergeben, dass der Verletzte der Seniorchef einer Frankfurter Werbeagentur ist, der vor einiger Zeit spurlos verschwand. Liegt hier der Schlüssel zur Tat? Was mir an „Mörderische Reklame“ besonders gefällt, ist der Einblick in verschiedene Milieus wie den Zirkus, die Welt der Werbung oder auch der alternativen Medizin. Durch die Konfrontation der Hauptfiguren, vor allem von Eva Ritter, mit unterschiedlichsten Personen kommt es immer wieder zu interessanten Szenen und Gesprächen. Auch das Privatleben der Ermittler kommt nicht zu kurz. Ich kann das Buch für alle Krimifreunde empfehlen, die mehr Wert auf Dialoge als auf Action und Hochspannung legen.

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  • Etwas spannungsarmer Kriminalroman mit guten Milieuschilderungen

    Mörderische Reklame
    PMelittaM

    PMelittaM

    12. September 2014 um 12:27

    Als ein Mann lebensgefährlich verletzt aufgefunden und der Obdachlose Waldemar der Tat verdächtigt wird, bittet die Bankierswitwe Doris Unbehaun, die sich u. a. auch für die Obdachlosenhilfe einsetzt, ihre Freundin, die ehemalige Polizistin Eva Ritter, um Hilfe. Zunächst gilt es, die Identität des Verletzten zu klären, denn nur so ist es möglich, ein Motiv für die Tat zu finden. Eva Ritter ist eine etwas andere Ermittlerin, als frühere Polizistin kennt sie sich aus, ermittelt nun aber sozusagen privat, zudem ist sie gehandicapt, denn sie leidet an Morbus Pompe, einer heimtückischen Muskelerkrankung. Ich mag es, wenn Ermittler auch ein Privatleben haben und man von Roman zu Roman mehr über die Person erfährt. Ich halte es auch für eine gute Idee, wenn ein Autor seinen Roman nutzt, um auf eine unbekannte Krankheit hinzuweisen. Dadurch, dass er mit Eva die Auswirkungen erlebt, erhält der Leser die Chance, sich in jemanden, der erkrankt ist, hineinzuversetzen, zumal Evas Erkrankung auch in das Geschehen passt. Leider nimmt aber auch hier, wie auch schon im Vorgänger, Evas Privatleben etwas überhand, wieder gibt es eine Storyline, dieses Mal um Evas Exmann, auf die man gut hätte verzichten können, vor allem, da sie recht aufgesetzt wirkt. Ich habe den Roman gerne gelesen, vor allem, weil Eva und ihre Freunde, neben Doris gibt es noch den Ex-Sträfling Wim, der mein Lieblingscharakter ist, so sympathisch und außergewöhnlich sind. Wie schon im Vorgänger hat der Autor ein Händchen für Milieuschilderungen, hier erfahren wir z. B. etwas über die Zirkus-, die Obdachlosen- und die Werbeszene, alles sehr anschaulich. Woran es dem Roman erheblich mangelt, ist Spannung, allerdings ist es auch nicht unbedingt eine Geschichte, bei der man viel Spannung erwarten könnte, mir hat sie auch nicht unbedingt gefehlt. Am Ende hat der Autor zwar versucht, an der Spannungsschraube zu drehen, allerdings nach dem bekannten Schema: Eine der Hauptfiguren gerät in Gefahr. Mir ist das mittlerweile einfach zu ausgelutscht und nervt mich mehr als dass ich es spannend finde. Die Auflösung ist gut durchdacht und lässt einen das Buch zufrieden zuschlagen. Insgesamt ein gut gelungener Kriminalroman mit interessanten Ermittlern, gelungenen Milieuschilderungen und einer logischen Aufklärung. Ich kann die Eva-Ritter-Romane wirklich empfehlen, wer nicht unbedingt auf Spannung baut, wird sich gut unterhalten fühlen.

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  • Rezension zu "Mörderische Reklame" von Olaf Kolbrück

    Mörderische Reklame
    dorli

    dorli

    11. September 2014 um 21:35

    Frankfurt. Die reiche Witwe Doris Unbehaun bittet ihre Freundin Eva Ritter um Hilfe. Waldemar, einer von Doris’ Schützlingen von der Obdachlosenhilfe, soll einen Zirkusmitarbeiter brutal niedergeschlagen haben. Das Opfer – allen nur als „der Professor“ bekannt – liegt im Koma. Ex-Kommissarin Eva beginnt zu ermitteln. Die wenigen Hinweise, die sie findet, führen sie direkt in die scheinheilige Welt einer Frankfurter Werbeagentur… „Mörderische Reklame“ ist bereits der zweite Fall für die ehemalige Kriminalkommissarin Eva Ritter. Auch diesmal wird die sympathische Ermittlerin bei ihrer Verbrecherjagd tatkräftig von ihren Freunden Wim Voss und Doris Unbehaun unterstützt. Außerordentlich gut gelungen ist Olaf Kolbrück die Darstellung seiner Hauptfigur. Eva Ritter ist zwar eine willensstarke, mutige Frau, die sich von ihrer Krankheit – sie leidet an Morbus Pompe - nicht unterkriegen lässt und die ihren Humor nicht verloren hat, der man aber die zunehmende Belastung durch die seltenen Muskelerkrankung deutlich anmerkt. Besonders wenn es um die Verfolgung von Verdächtigen geht, ärgert sie ihre eingeschränkte Beweglichkeit verständlicherweise mächtig. Evas gesundheitliche Probleme und auch ihre familiären Angelegenheiten fügen sich, ohne aufgesetzt zuwirken, sehr gut in die eigentliche Krimihandlung ein. Der Kriminalfall selbst erweist sich für das muntere Trio als sehr knifflig, denn die Suche nach den Hintergründen und dem wirklichen Täter wird dadurch erschwert, dass die Identität des Opfers zunächst nicht bekannt ist. Und selbst als Eva den Namen des „Professors“ herausgefunden hat, lässt dessen wenig auskunftsfreudige Familie sie lange Zeit nicht auf die Spur des wahren Täters kommen. Im Verlauf der Handlung bekommt man interessante Einblicke in die Welt der Werbung und in die traditionelle chinesische Medizin. Auch das Leben der Obdachlosen in und um Frankfurt wird sehr anschaulich geschildert. Man merkt, dass der Autor in allen Bereichen gründlich recherchiert hat. Insgesamt hat mir der Krimi gut gefallen, auch wenn ich mir eine größere Portion Spannung gewünscht hätte. Besonders die wortgewandten Umschreibungen und die lebhaften Dialoge haben mich immer wieder schmunzeln lassen und mich gut unterhalten.

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  • Mörderische Reklame von Olaf Kolbrück

    Mörderische Reklame
    thenight

    thenight

    11. September 2014 um 11:49

    Inhalt: Die ehemalige Kommissarin Eva, wird von ihrer Freundin Doris um Hilfe gebeten, einer von Doris Schützlingen der Obdachlose Waldemar, wird beschuldigt im Messeviertel einen Zirkusarbeiter niedergeschlagen zu haben. Das unbekannte Opfer liegt im Koma und wird anscheinend von niemandem vermisst. Nach und nach bringt Eva gemeinsam mit ihrem Freund Wim Einzelheiten zur Identität des Opfers und zum Motiv des Überfalls ans Licht und taucht immer tiefer in die glitzernde Reklamewelt Frankfurts ein. Meine Meinung: Olaf Kohlbrück hat einen Krimi geschaffen der von seinen sehr sympathischen Ermittlern lebt, waren mir Eva,Wim und Doris zu Anfang noch etwas fremd konnte ich mich im Laufe des Buches immer mehr in sie hinein versetzen, da das es nicht weiter störte das es sich bei mörderische Reklame schon um den 2 Fall des Ermittlertrios handelte. Der Krimi liest sich gefällig, er kommt ohne großartige Brutalität oder Grausamkeit aus, sondern fesselt den Leser mit Einblicken in die scheinheilige Welt der Werbung und präsentiert am Ende einen Täter dessen Identität und Motiv mich mehr als überrascht hat. Für Leser unblutiger und dennoch spannender Krimis absolut zu empfehlen.

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  • Schein und Sein

    Mörderische Reklame
    Postbote

    Postbote

    Doris Unbehaun, eine Reiche Witwe, engagiert sich schon lange in ihrer Freizeit, für die Leute im Obdachlosenmilleu in Frankfurt. Einer von den Obdachlosen, Waldemar, wird verdächtigt, einen Mann vom Zirkus erschlagen zu haben. Er wird auch von der Polizei festgenommen und gilt als Hauptverdächtigter. Er wurde direkt beim Erschlagenen gefunden. Waldemar behauptet er hätte den Mann gefunden, am Boden liegend, und wollte nur helfen. Doris erfährt davon und ruft ihre Freundin Eva, eine Exkommissarin an und erzählt ihr von dem Fall. Der fremde schwer verletzte Mann liegt nun im Krankenhaus, allerdings im Koma und keiner kennt ihn und keiner vermisst ihn. Eva, ihr Freund Wim, ein Ex-Knasti und Doris können es nicht glauben das Waldemar so etwas getan haben soll. Die Lobby eines Obdachlosen in Sache Glaubwürdigkeit hat zu dem Moment einen geringen Stellenwert. Wer ist der Unbekannte der im Koma liegt?  Wer wollte diesen Mann töten?  Er hat  beim Zirkus mitgearbeitet und auch dort war er ein Namenloser, ohne Papiere und Identität.  Sie alle, die vom Zirkus nannten ihn, den Professor. Eva und ihre zwei Freunde haben das nachdem sie ein eigenes privates Team gegründet haben, heraus bekommen. Eva, hat aus Gesundheitlichen Gründen ihren Polizeijob aufgegeben. Sie leidet an einer seltenen Muskelerkrankung. Sie sucht Zuflucht in alternativen Heilungsmethoden. Das hält sie nicht ab ihrer Freundin Doris zu helfen. Es liegt ihr viel dran diese Geschichte genauer zu betrachten. Mit noch nicht verlernter Kommissarischen offenen Augen und Ohren. Und sie wird nicht enttäuscht. Die Fährte führt in eine ganz andere Richtung. Oder genauer gesagt in eine Welt von Sein und Schein. Auslöser für diese Wendung sind ein Foto von dem Unbekannten und einige ein Jahr alte Zeitungen. Hier kommt ein Stein ins Rollen. Eva und ihr privates Team Ermitteln in einer Scheinwelt, sie bekommen Zugang in die gnadenlose Werbewelt. Hier geht es drum wer hat die angesagteste Idee für einen bleibenden Werbeslogan und co. Vor allem geht es um viel Geld. Und warum soll Waldemar hier jemanden töten wollen? Neid, Gier und Versager werden hier zum Thema. Auf einmal bekommt der Unbekannte einen Namen. Familiäre Tragödien bekommen ihren Raum. Eva gerät selbst in Gefahr, sie wird geschubst und verliert ihren Halt, aber nicht ihren Willen. Mutig will sie Sache aufklären. Mörderische Reklame ist ein Heimatkrimi über die feine  Geldgesellschaft  in Frankfurt und Umgebung. Mir hat in diesem Krimi besonderst die gute Mischung von den ausgefallenen Protagonisten gefallen. Eva mit ihrer Krankheit, Wim ein Exknasti von Eva verurteilt. Nach Absitzen seiner Straftat nun ein Freund von Eva. Und Doris aus Überzeugung, engagierte Frau von den Obdachlosen. Die Zirkusleute und der schwer verletzte Unbekannte mit seiner Entscheidung sein Leben anderst leben zu wollen. Der Krimi hat mich gut unterhalten.Mit Evas sozialen Aspekten gespickt habe ich für mich etwas gelernt. Der Spannungsbogen hat allerdings etwas auf sich warten lassen.  Ich möchte  4 Punkte für diesen Krimi vergeben. Eva und ihre Freunde waren mir sympathisch. Vielleicht gibt es eine Fortsetzung? Ich wurde ausgefallen unterhalten.  

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    • 2
  • Die Suche nach dem Motiv...

    Mörderische Reklame
    ChrischiD

    ChrischiD

    31. August 2014 um 23:41

    Ein Mann wird brutal zusammengeschlagen und liegt im Koma. Verdächtigt wird ein Obdachloser, doch das Motiv bleibt unklar. Ex-Kommissarin Eva Ritter und ihre Freunde Doris und Wim glauben nicht an die Schuld des Festgenommenen. Also greifen sie zu ihren ganz eigenen Methoden, um den wahren Tathergang zu rekonstruieren. Auf Grund ihrer Muskelerkrankung kann Eva Ritter nicht immer so wie sie will, aber irgendwie kommt sie immer ans Ziel. Plötzlich sieht sie sich aber nicht nur ihrer Vergangenheit gegenüber, sondern auch im Visier des Täters, der sein Werk noch lange nicht vollendet hat... „Mörderische Reklame“ ist nach „Keine feine Gesellschaft“ der zweite Fall für Ex-Kommissarin Eva Ritter, die ihren Beruf auf Grund einer Muskelerkrankung aufgegeben hat. Sie hat inzwischen anderweitig Fuß gefasst, doch die Ermittlertätigkeit lässt sie nicht los. Wer meint, mit einer solchen Erkrankung sollte man sich nicht unbedingt auf Verbrecherjagd begeben, kennt Eva Ritter nicht. Sie zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man nur die richtige Einstellung hat. Natürlich darf man sich nichts vormachen und die Situation nur schön reden, das versucht sie auch gar nicht, aber ihr Umgang mit der Krankheit ist vorbildlich. Sicherlich gibt es immer mal wieder Zeiten, in denen sie die Diagnose verflucht, doch sie versucht immer das Beste aus allem zu machen, auch wenn man sich mal umorientieren muss, weil nicht alles so einfach klappt wie erhofft. Der Fall als solcher nimmt vergleichsweise langsam an Fahrt auf. Zu Beginn erhält man viele Informationen, die im Großen und Ganzen auch interessant sowie wichtig sind, doch die Spannung bleibt dabei ein wenig auf der Strecke. Relativ spät wird das Tempo merklich angezogen und man muss sich konzentrieren, um nicht plötzlich ein zielführendes Ereignis zu verpassen. Hier steigt auch die Spannung spürbar an. Es kommt zu zahlreichen Überraschungen, die man in den seltensten Fällen vorhersehen konnte und wird auf den letzten Metern noch vollends in den Bann gezogen. Das heißt nicht, dass er anfängliche ruhigere Teil überhaupt nicht fesselnd wäre, doch ein wenig mehr Elan vom Ende hätte man sich doch gewünscht. Wer den ersten Teil dieser Reihe noch nicht kennt, wird sich während der Lektüre ein paar Fragen zu den Hauptpersonen stellen, die aber weitestgehend im weiteren Verlauf geklärt werden. Entsprechend ist „Mörderische Reklame“ auch ohne Vorkenntnisse nachvollziehbar und verständlich. Trotz der fehlenden Spannungskurve zu Beginn ist Olaf Kolbrück ein lesens- und empfehlenswerter Krimi gelungen, der mit einigem Lokalkolorit aufwartet, aber auch für Leser interessant und geeignet ist, die die Gegend nicht kennen.

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  • Familien-Bande

    Mörderische Reklame
    Baerbel82

    Baerbel82

    30. August 2014 um 11:54

    „Mörderische Reklame“ ist bereits der zweite Fall für die sympathische Ex-Kommissarin Eva Ritter. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Worum geht es? Eva und ihr Freund Wim sind unterwegs von Frankfurt nach Eschborn, als sie einen Anruf erhalten: Evas Freundin Doris braucht Hilfe. Sie ist Witwe und engagiert sich für Obdachlose. Einer ihrer Schützlinge steht nun unter Mordverdacht: Waldemar soll einen Zirkus-Mitarbeiter ins Koma geprügelt haben. Das Opfer wird von allen nur „Professor“ genannt. Wer ist dieser Mann? Wo liegt das Motiv? Eva war früher bei der Kripo, bis bei ihr eine seltene Muskelerkrankung diagnostiziert wurde. Nun ist sie für eine Wirtschaftsberatung tätig, ermittelt aber weiterhin privat. Von ihrem Ex-Kollegen Bernd erhält Eva ein Foto des Opfers. Zufällig erkennt ihr Chef darauf Johannes von Ehrenstein. Der Kronberger war in der Werbebranche tätig, ein Künstler, ein deutscher Andy Warhol, bis er eines Tage spurlos verschwand. Konstantin, der Sohn des Opfers, arbeitet inzwischen zusammen mit Kai Asse, dem neuen Leiter, in der Agentur seines Vaters: Noch kreativer, noch erfolgreicher als der alte von Ehrenstein. Er hat sogar in Cannes einen Preis gewonnen. Beide hätten jedenfalls ein starkes Motiv, die Rückkehr des Patriarchen zu verhindern. Aber auch Gabriele, die Ehefrau des Opfers hätte allen Grund, ihren Mann aus dem Weg zu räumen. Und Konstantin hat noch zwei Schwestern. Doch dann wird er selbst überfallen… Olaf Kolbrück ist ein guter Beobachter und ein großartiger Erzähler. Die genaue Figurenzeichnung lässt darauf schließen, dass der Autor das Milieu sehr gut kennt, um das es hier geht: Die Welt der Schönen und Reichen, mehr Schein als Sein. „Mörderische Reklame“ ist ein unterhaltsamer, intelligenter, leicht zu lesender Krimi mit viel Lokalfarbe, zahlreichen Blindspuren, einem ordentlichen Schuss Gesellschaftskritik und einer Prise Humor. Auch der Spannungsaufbau ist solide. Darüber hinaus bildet das Schicksal der ungewöhnlichen Heldin für Fans der Reihe sicher eine entscheidende Grundlage, um deren Fälle weiterhin zu verfolgen. Fazit: Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt? Gelungener Regionalkrimi und ein durchweg empfehlenswertes Lesevergnügen, nicht nur für das Publikum im Taunus.

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  • Spannender Frankfurtkrimi

    Mörderische Reklame
    mabuerele

    mabuerele

    29. August 2014 um 20:26

    „…Der Salat sah durchaus ansprechend aus, wenn man sich ihn neben einem Steak vorstellte…“  Eva steht gerade im Stau, als sie einen Anruf von ihrer Freundin Doris erhält. Waldemar, ein Obdachloser, wurde wegen eines Mordversuchs verhaftet. Man wirft ihm vor, einen Zirkusmitarbeiter niedergeschlagen zu haben. Der Verletzte liegt im Koma. Eva hat vor einigen Jahren ihren Job bei der Polizei wegen einer unheilbaren Muskelerkrankung an den Haken gehängt und ist in die Privatwirtschaft gewechselt. Von ihren Fähigkeiten aber hat sie nichts verlernt. Deshalb nimmt sie die Ermittlungen auf. Doris ist verwitwet. Ihr Mann, ein Banker, hat ihr genug Geld hinterlassen, damit sie sorgenfrei leben kann. Doch sie setzt sich für die Schwächsten der Gesellschaft ein und kümmert sich um Obdachlose. Der Autor hat einen abwechslungsreichen und spannenden Kriminalroman geschrieben. Mit Eva hat er eine besondere Protagonistin kreiert. Die Einschränkungen, die ihr ihre Krankheit auferlegt, werden nicht verschwiegen. Es ist ihr persönlicher Kampf, eine Verschlechterung hinauszuzögern. Bei den Ermittlungen führt mich Eva in die Niederungen und in die höchsten Kreise der Frankfurter Gesellschaft. Damit ist das Buch auch ein Abbild der Gegensätze in den Lebensverhältnissen. Erschwert wird Evas Aufgabe dadurch, dass keiner etwas über den Verletzten weiß. Der Zirkus, für den er arbeitete, hat nie nach Papieren gefragt. Das Buch ließ sich flott lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu beigetragen haben nicht nur die sympathischen Protagonisten, sondern auch der gelungene Schreibstil des Autors. Eva hat trotz aller persönlichen Unzulänglichkeiten ihren Humor nicht verloren. Sie ist schlagfertig und nötigenfalls ziemlich sarkastisch. Gekonnte Wortspiele, persönliche wörtliche Eigenheiten von Doris, detailgenaue Darstellung der Handlungsorte und aussagekräftige Dialoge machen das Lesen zum Vergnügen. Obiges Zitat stammt von Eva. Parallelen zwischen dem Kriminalfall und Evas persönlichen Lebenserfahrungen geben der Handlung eine zusätzliche Brisanz. Das Cover, das Personen nur von hinten zeigt, wirkt geheimnisvoll. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das lag nicht nur an der abwechslungsreichen Handlung, die mit einigen Überraschungen aufwartete, sondern auch an den realitätsnahen Einblicken in unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und an den vielfältigen Informationen über die Geschäftspraktiken in der Werbebranche.

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  • Eva Ritter ermittelt

    Mörderische Reklame
    esposa1969

    esposa1969

    28. August 2014 um 21:46

    Hallo liebe Leser, diesen sehr spannenden Regional-Kriminalroman durfte ich im Rahmen einer Leserunde lesen: == Mörderische Reklame == Autor:  Olaf Kolbrück == Buchrückentext: == Am Tatort im Frankfurter Messeviertel deutet alles auf einen Raubüberfall hin. Für die Polizei scheint der Fall schnell klar. Doch wer ist das unbekannte Opfer, das nun im Krankenhaus im Koma liegt? Ex-Kommissarin Eva Ritter verfolgt eine andere Fährte, die sie schnell in die Untiefen der Frankfurter Werbebranche führt und sie selbst ins Schussfeld der Reichen und Mächtigen bringt. Bei dem Versuch, das Netz aus Lug und Betrug zu entwirren, gerät sie selbst in Gefahr – und realisiert, dass der Täter sein Werk noch zu vollenden gedenkt. == Leseeindrücke: == Eva Ritter - Ex-Kommissarin und wegen der Muskelschwäche Morbus Pompe an einem Krückstock gefesselt - ist in diesem Kriminalroman die heimliche Heldin: Couragiert, voller Tatendrang und den anderen immer eine Nasenspitze voraus. Seit ihrer Behinderung hat sie ihren Beruf bei der Polizei an den Nagel gehängt und ist nun bei der Wirtschaftsberatung. Ihre Freundin Doris bittet Eva um Hilfe, da einer ihrer Schützlinge (Waldemar) von der Obdachlosenhilfe versucht haben soll, jemanden vom Zirkus zu töten, der nun im Koma liegt. Doris möchte, dass Waldemars Unschuld bewiesen wird, da er keiner Fliege etwas zuleide tun kann, doch die Polizei ihn aber für die Tat verantwortlich sieht. Der wahre Schuldige soll gefunden werden und dafür braucht sie Evas Spürsinn. Ihre Zeugenbefragungen - erst einmal rund um die Zirkusleute - beginnen und bald schön stößt Eva auf geheime Verstrickungen, die sie in die Werbewelt führen und sie alsbald schon selbst in Gefahr bringen…. Gemeinsam mit Eva tauchen die Leser ein in das Zirkusleben, in die Sümpfe der Obdachlosen und der Welt der Werbemacher, denn dahin führen ihre Ermittlungen. Da ich nur wenige Fahrminuten von Frankfurt, wo dieser Regionalkrimi spielt, entfernt wohne, war es spannend für mich zu lesen, zu welchen Schauplätzen es die Protagonisten hin verschlägt. Eva ist dem Leser sofort sympathisch und versprüht trotz ihres Schicksals mit der Behinderung eine Energie, die jedem Menschen mit Handicap Mut macht. Ich war von Anfang an in der Handlung drin, habe mitrecherchiert und -ermittelt und diesen Krimi von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Die 30 Kapitel verteilt auf 258 Seiten, waren angenehm kurz und kurzweilig und so habe ich diesen Krimi binnen zweier Tage regelrecht verschlungen. Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte! by esposa1969

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