Olaf Maly

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Autor von Verhängnisvolle Tage, Die Akte Matthias K. und weiteren Büchern.

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Olaf MalyVerhängnisvolle Tage
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Verhängnisvolle Tage
Verhängnisvolle Tage
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Erschienen am 10.12.2015
Olaf MalyVatertagsblues
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Vatertagsblues
Vatertagsblues
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Erschienen am 17.12.2014
Olaf MalyMord in der Manege
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Mord in der Manege
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Erschienen am 21.07.2014
Olaf MalyDas mazedonische Messer
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Das mazedonische Messer
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Erschienen am 05.05.2014
Olaf MalySchloss im Süden
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Schloss im Süden
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Erschienen am 05.05.2014
Olaf MalyTod am Fenster
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Tod am Fenster
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Erschienen am 05.05.2014
Olaf MalyKommissar Wengler Geschichten / Sandler
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Kommissar Wengler Geschichten / Sandler
Kommissar Wengler Geschichten / Sandler
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Erschienen am 15.03.2017
Olaf MalyNebel über München: Eine Kommissar Wengler Geschichte
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Nebel über München: Eine Kommissar Wengler Geschichte

Neue Rezensionen zu Olaf Maly

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Julitraums avatar

Rezension zu "Verhängnisvolle Tage" von Olaf Maly

Sehr gut geschrieben, mit viel bayrischer Lebensart - aber für einen Krimi leider sehr spannungsarm
Julitraumvor 8 Monaten

Ein heißer Sommer Ende August in München. Johann Baptist Bernbichler, ein schon in die Jahre gekommener, einfacher Mann geht wie jeden Morgen zur Arbeit. Eine Arbeit, die nicht unbedingt große körperliche oder geistige Arbeitskraft erfordert. Aber eben eine Arbeit, die dem Mann den täglichen Rhytmus vorgibt. Doch heute ist alles anders. Bernbichler wird gekündigt. Man braucht ihn einfach nicht mehr. Ein Computer kann problemlos, sorgfältiger und günstiger seine Arbeit übernehmen. Bernbichler ist also arbeitslos und die Aussicht eine neue Arbeit zu bekommen ist mehr als gering, das weiß er selber. Dementsprechend eskaliert die Stimmung zwischen Bernbichler und seiner ebenfalls in langen Ehejahren frustrierten Ehefrau recht bald. Einige Tage später wird die Polizei in die trostlose Wohngegend, in der auch Bernbichler und Frau in einer der vielen kleinen Wohnungen lebte gerufen. Eine Nachbarin beschwert sich über äußerst schlimmen Geruch, der aus Bernbichlers Wohnung dringt. Die Poizei macht dort eine erschreckende Entdeckung. Beide Bernbichlers sind tot und ganz offenbar keines natürlichen Todes gestorben. Viele Bekannte und Familienangehörige hatten die Beiden nicht. Kein einfacher Fall also für Kommissar Wengler und seinen Assistenten Armin Staller. Die Beziehung der Bernbichlers zum erwachsenen Sohn war kaum noch vorhanden und ansgespannt, Eine andere Spur führt in die Schrebergartenkolonie "Sonnenblumen e. V.". Auch wenn sich der Verein so schön anhört, so stimmt hier irgendetwas nicht, das spürt Wengler schon bald...

Die Krimi als solcher ist sprachlich wirkich ganz ausgezeichnet geschrieben. Die vielen Dialoge sind wirklich lebensnah, auch gut mit Dialekt gespickt und es wird sehr viel auf die bayrische Lebensart speziell in München mit manch einer Geschickte dekoriert, eingegangen. Doch das war mir beim Lesen eher zuviel, als das es mir gefallen hätte. Der recht gemütliche Kommissar Wengler schweift wirklich sehr in seinen Gedanken ab und erzählt gerne mehr als eine Anekdote. Alles wird hier reichlich ausgeschmückt, nur leider nicht unbedingt das eigentliche Krimigeschehen. Spannung ist hier leider gar nicht gegeben. Der Krimi als solcher ist aber gut und clever inszeniert und lässt den Leser kaum vermuten, um was es eigentlich geht. Die Auflösung am Schluß ist recht logisch und nachvollziehbar, hätte mir dann aber doch noch ein wenig erklärender sein können. Alles in allem nicht schlecht, wenn auch sehr langatmig.

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Bibliomaries avatar

Rezension zu "Verhängnisvolle Tage" von Olaf Maly

Kommissar Wengler bringt nichts aus der Ruhe
Bibliomarievor 3 Jahren

Verhängnisvolle Tage ist ein München Krimi par Excellence. Wenn Kommissar Wengler zusammen mit seinem Assistenten Armin Staller seinem Tagwerk nachgeht, fehlt eigentlich nur noch ein Dackel zu seinen Füssen. So sind die Stadt München und seine Bewohner, hier meist die „kleinen Leute“, deren Ton und Sprache Olaf Maly sehr gut trifft, die eigentlichen Hauptakteure in diesem Krimi. Die Stadt wirkt wie aus der Zeit gefallen. Wenn Wengler und Armin Staller Mittagspause machen, weiß der Kommissar zielsicher ein gutes traditionelles Gasthaus oder einen Biergarten, der noch nicht von Touristen überschwemmt ist, er findet kleine Vorstadtbräustübl und zu jedem weiß er eine Geschichte zu erzählen. Es sind die Viertel der einfachen Leute, wie das Hasenbergl oder Neuperlach, die Hochhaussiedlung der 70iger, die nie Gefahr laufen ein „angesagtes Viertel“ zu werden.


So wird dann auch Wengler unsanft aus seinen Reflektionen im spätsommerlichen Biergarten gerissen, um das Rätsel eines toten Ehepaars zu lösen. Kreszentia Bernbichler ist nach einem harten Schlag im Ehebett verschieden, während der Gatte, Johann Baptist,  erstochen im Flur liegt. Trotz der biederen bayerischen Namen waren die beiden keine angenehmen Zeitgenossen, saufend, keifend und streitend und darüber oft ihren einzigen Sohn vergessend, haben sie ihr Leben verbracht. Nicht mal mehr der Schrebergarten machte ihnen noch Freude. Doch je weiter Kommissar Wengler ermittelt umso tiefer schaut er in den alltäglichen  Sumpf aus Scheinheiligkeit,  Drogen und Beschaffungskriminalität.


Es ist ein langsamer Krimi, der seine Spannung allmählich entfaltet, dann aber bis zum Schluss viele interessante Wendungen und Überraschungen einbaut. Wie so oft steckt hinter der Maske der Biedermänner viel kriminelle Energie. Viel Platz lässt Olaf Maly für Atmosphäre und Stimmungen der Stadt. Das ist für Freunde der echten Münchner Lebensart, die man so in der Stadt wohl nur noch an wenigen Plätzen findet, eine Entdeckung.
Ein klassischer Krimi, der ohne viel Blut und Gewalt auskommt, aber sich einen scharfen Blick für gesellschaftliche Missstände bewahrt hat. Die Dialoge, die Olaf Maly seinen Münchnern in den Mund legt, sind urkomisch und lakonisch und allein dafür lohnt sich das Buch. Man muss kein Münchner oder Bayer sein, um diesen Krimi mit viel Vergnügen zu lesen.

 

 

 

 

 

 

 

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Gespräche aus der Community

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olafmalys avatar
Auch wenn das Titelbild sehr bayerisch aussieht, das Buch ist sehr wohl auch für Nordländer geeignet. Vielleicht sogar gerade für sie, da sie lesen können, wie es in München so zugeht, wenn Kommissar Wengler seine Fälle löst. Auf bayerische, gemütliche und die etwas langsame Art. Nur nichts übereilen. Verhängnisvolle Tage ist der achte und neueste Wengler Krimi. Und das ist ein kurzer Ausschnitt aus dem ersten Kapitel, damit ihr seht, was euch erwartet:

Für Johann Baptist Bernbichler war dieser Tag Ende August kein guter gewesen. Bei Weitem nicht. Man könnte fast sagen, es war einer der schlechtesten Tage in Monaten. Es war, wie schon seit Wochen, drückend heiß. Eigentlich mehr unausstehlich heiß und schwül. Nicht ganz normal für diese Jahreszeit und schon gar nicht normal für München. Gut, es konnte schon einmal heiß werden. Aber an diesen Tagen tropfte die Feuchtigkeit aus allen Poren, Fugen und Blätterwerken. Die sonst so blind-fahl aussehenden Pflanzen glänzten, als wäre es Weihnachten und Kerzen würden sie zum Schillern bringen. Aber es war August und man zündete im August keine Kerzen an. Außer in der Kirche, da brannten die immer. Und man konnte nicht in die Kälte fliehen, um sich Erleichterung zu verschaffen. Diese gab es um Weihnachten herum, wenn es sowieso kalt war, man also noch mehr Kälte nicht brauchte. Nur in der Kirche, da konnte man sich erholen, in der muffigen Kühle, die die Steine gefangen hielt. Da war's immer kühl. Und leer war die auch immer.
Das Wetter setzte sich also auf das Gemüt eines jeden, wie ein Kaugummi auf das Pflaster der Fußgängerzone. Es war nicht wegzubekommen. Man wollte es zwar nicht, dieses unausstehliche Wetter, aber es umgab einen überall und war einfach da. Hundserbärmlich, erbarmungslos und unausweichlich. Ein Fluch für jeden, der damit zu kämpfen hatte. Es machte einen wünschen, dass es endlich Winter würde. Man mochte zwar den Winter nicht lieber als den Sommer, aber das war einfach zu viel. Wahrscheinlich konnte man sich das so einfach wünschen, da dieser Wunsch, wie so viele andere auch, nicht zu erfüllen war. Nur einige wenige, die es sich leisten konnten, flogen in den Norden, wo es das ganze Jahr über nicht warm wurde. Irgendwo auf eine der Tausenden Inseln in den schwedischen Gewässern. Oder gar in die Arktis. Nur, Johann Baptist Bernbichler gehörte nicht zu der Klasse Mensch, die sich das leisten konnte. Er gehörte zu denen, die fluchend die Tage und Nächte zu erleiden hatten.
Es war Sonntag. Der letzte Sonntag im August. An sich kein Grund, das besonders festzustellen, wären da nicht einige Ereignisse gewesen, die diesen Sonntag zu einem speziellen Tag gemacht hätten. Drei Dinge waren in den vorangehenden Tagen im Leben des Johann Baptist Bernbichler passiert, die ihn - neben dem Wetter natürlich – irgendwie aus der Bahn geschmissen hatten.



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