Martin und Gesa arbeiten in einer Werbefirma und können sich nicht leiden. Bei einem Auftrag kam es zu einem Zahlendreher, wodurch Biene unschöne Anrufe für ein Umzugsunternehmen bekommt. Als Wiedergutmachung müssen sie den Unternehmer und die Geschädigte zum Essen einladen. Dabei bringt Gesa für Martin noch eine weitere Niederlage.
Biene ist alleinerziehende Mutter mit einem AuPair, die sich nicht mit ihrer Tochter verstand.
Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Der schwäbische Dialekt kam sehr detailreich zur Geltung. Martin und Biene waren mir sofort sympathisch, was ich von Gesa überhaupt nicht behaupten konnte!
Die Geschichte ist abwechselnd mal aus Sicht von Martin und dann wieder aus Sicht von Biene geschrieben. Das hat mich mitunter verwirrt, da mir nicht immer gleich klar war, wer gerade erzählte. Gesa wurde mir immer mehr zuwider! Was hatte sie gegen Martin, dass sie so gemein und hinterhältig zu ihm war? Und warum musste sich Martin das alles gefallen lassen?
Evica war auch eine falsche Schlange! Warum sie AuPair ist, kann ich nicht verstehen! Sie kann mit Kindern nichts anfangen und macht sich an jeden Mann ran, der ihr begegnet. Aber in einem hat sie recht: Töchterchen Lilly ist verwöhnt und hat es faustdick hinter den Ohren. Auch Bienes Freundin Susanna ist ein schwieriger Fall! Esoterisch, männerfeindlich und Pseudopsychologin.
Zwischen Biene und Martin funkelte es gewaltig - aber ein Näherkommen scheiterte immer an einer Intrige. Entweder von Gesa, von Evica oder von Lilly. Mitunter war es mir aber zu arg übertrieben und ich habe mich mehrmals gefragt, ob ich überhaupt weiterlesen möchte. Ich habe dann zumindest andere Bücher parallel gelesen.
Das Ende hat mich dann etwas versöhnt. Trotzdem kann ich dem Buch nur 2 Sterne geben.
Olaf Nägele
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Olaf Nägele
Goettle und der Kaiser von Biberach
Gsälz auf unserer Haut
Han noi Express
Schuld war nur der Casanova
Maultaschi Goreng
Buddha Brezel
Das Flädle-Orakel
Goettle und das Kindle vom Bussen
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Auf eine Villa, die einem Stuttgarter Immobilienhai gehört, wird ein Brandanschlag verübt. Das Gebäude ist hoch versichert und einem Gewinnbringenden Neubau steht nun nichts mehr im Weg. Oder doch nicht? Bei dem Brand, der durch Brandstiftung entstanden ist, findet die Lady Kira, eine Escort-Dame, den Tod.
Hauptkommissarin Yoselin Blaich steht vor einem komplexen Kriminalfall. Wem hat der Anschlag gegolten? Ist die Tote ein bedauerlicher Kollateralschaden? Denn, wie sich herausstellt, sollte die Villa leer sein. Und wer ist der geheimnisvolle Boris Drescher, der Lady Kira schon mehrmals gebucht hat, aber in keine Polizeidatenbank auftaucht, weil er eigentlich ganz anders heißt? Und die Rolle des Unschuldslamms und des gramgebeugten Ehemanns wird dem auch nicht abgenommen. Noch ein Verdächtiger? Immerhin, den können Blaich & Co. wenigstens ein paar Tage festhalten, obwohl dann plötzlich ein teurer Anwalt auftaucht und ihn betreut. Wer den wohl bezahlt?
Neben den Ermittlungen muss sich Yoselin Blaich noch mit ihrer Mutter und Großmutter herumschlagen, die einander nicht leiden können.
Meine Meinung:
Dieser Krimi, der am Bodensee angesiedelt ist, besticht durch seinen feinen, aber manchmal arg bösartigen Humor. Die KHK Yoselin Blaich ist eine dunkelhäutige Ermittlerin, die recht ordentlich schwäbelt und jeden noch so abgedroschenen Witz über ihre Hautfarbe, die sie ihrem Vater zu verdanken hat, kennt. Gleichzeitig wird aufgezeigt, wie das peinliche oder rechtschaffen (wie man’s eben sehen will) Bemühen um politisch korrekte Sprache zu Stilblüten und unfreiwilliger Komik führt, wenn nicht einmal die Bezeichnung „Schwarzarbeit“ verwendet werden darf. Auf die häufig falsch formulierte Frage „Wo kommst denn her?“ antwortet Yoselin routiniert im ärgsten schwäbischen Dialekt.
Was hier wie die Abwandlung des Schlagers „Schuld war nur der Bossa Nova“ aus dem Jahr 1963 klingt, ist ein ernstes Thema: Das perfide Vorgaukeln von Liebe und Interesse an einsamen Menschen, die dann um ihr Erspartes gebracht werden. Die mehrfach Betrogenen genieren sich dann auch dafür, auf einen Betrüger hereingefallen zu sein, und wollen häufig keine Anzeige erstatten.
Die Charaktere haben mir recht gut gefallen. Lediglich Yoselin Blaichs Mutter und Großmutter wirken auf mich ziemlich überzeichnet. Allerdings war mir die Großmutter aus der Karibik mit ihrem Bemühen um Schutzzauber für die Enkelin und Beinahe-Schwiegertochter, beinahe noch sympathisch. Ihre Mutter kreist, wie Yoselin selbst durchaus kritisch bemerkt „ausschließlich um sich selbst“.
Wer letztendlich der Casanova ist, der in der Gestalt eines Kapitäns, eines dekorierten Soldatens oder Universitätsprofessors einsame Herzen umgarnt und um Tausende von Euros betrügt, lest bitte selbst.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der dem Vernehmen nach Auftakt zu einer neuen Reihe sein soll, 4 Sterne.
Ich liebe Krimis aus meiner Gegend, also sprich regionale Krimis. Eine bekannte Sprache, bekannte Orte....zusammen mit ein bisschen Spannung.....ein herrliches Lesevergnügen.
So bin ich auch beim vorliegenden Buch gelandet.
Greta Gerber, Hauptkommissarin und eine Badnerin in Schwaben, langweilt sich in ihrem neuen Einsatzort. Doch eines Tages passiert es. Ein Toter wird am nahegelegenden See gefunden.
Bei ihren Ermittlung trifft Greta auf Andres Goettle, den katholischen Gemeindepfarrer von Biberach.
Goettle kann Hinweise liefern und somit ermitteln sie zusammen.
Selten so gelacht. Nein wirklich! Die Haushälterin von Goettle, Renate Münzenmaier, von der man sagt, sie habe eine Zunge schärfer als eine geschliffene Axt ist wirklich ihr Geld wert.
Dialektisch 1A! Aber auch die anderen Protagonisten waren allesamt sehr interessant und ausgereift charakterisiert. Goettle mit seinem für einen Pfarrer etwas außergewöhnlichen Hobby: Karate. Und auch Greta, die es als Badnerin nicht immer leicht hat im schwäbischen "Ausland".
Auch sprachlich ist es für sie nicht immer einfach. Dem Leser werden durch die sprachliche Verwirrung wiederum Ausdrücke übersetzt. Also sprich, von schwäbisch in badisch.
- Fazit -
Mir hat dieser Krimi mit sehr viel Lokalkolorit sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn es einen Nachfolgeband geben würde.
Übrigens, beim Hinweis auf Andrea Berg musste ich doch sehr schmunzeln. Mehr möchte ich jedoch darüber nicht verraten. :-)
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