Olaf Reins Kolustros Traum

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Inhaltsangabe zu „Kolustros Traum“ von Olaf Reins

Peter Kolustro liebt den Genuss – und er schläft für sein Leben gern. Drei Dinge reißen ihn aus diesem exklusiven Dasein: Ein seltsamer Traum, in dem ein Engel ihm eine äußerst unerfreuliche Ankündigung macht; eine Feuersbrunst in der Galerie seines Vater, welche das kostbare Gesamtwerk einer aufstrebenden jungen Künstlerin mit sehr speziellen Freunden vernichtet und der Besuch einer privaten Weinauktion. Letzterer lässt ihn die Bekanntschaft zweier höchst eigentümlicher Herren machen: dem Mathematiker Carsten Brenner und dem Schriftsteller Marcel Vandernier. Die beiden Herren konfrontieren Peter Kolustro mit einem Schriftstück, welches dessen gesamtes bisheriges Leben als Farce erscheinen lässt. Hin- und hergerissen zwischen Bequemlichkeit und Neugier lässt der Protagonist sich schließlich doch auf ein Abenteuer ganz eigener Art ein. Mit seinen neuen Bekannten beginnt er eine phantastische Suche nach dem Geheimnis seiner und letztlich ihrer aller Existenz. Rasch ist ein mysteriöser Fremder als Dreh- und Angelpunkt ausgemacht. Doch wo hält er sich auf? Ist er überhaupt real oder nicht? In der Folge seiner Recherchen, die ihn in immer neuen verwirrenden Wendungen und seltsamen Geschichten eine ganze Galerie skurriler Gestalten vorführt, wird Peter Kolustro immer tiefer hinein gezogen in die existenzielle Frage nach dem was Wirklichkeit und dem was Phantasie ist – und ob es überhaupt einen Unterschied zwischen beiden gibt. Am Ende wird sogar der Leser mit in dieses Spiel um die Wirklichkeit des Möglichen mit einbezogen: Der von fremden Mächten manipulierte Autor macht sie zu einem Teil dieses Spiels!

Als ich das Buch aufschlug und die ersten endlos erscheinenden Sätze las - war ich mir nicht so sicher ob "Kolustros Traum" so das richtige für mich sein würde. Aber manchmal muss man eben erst die nächste Seite aufschlagen um zu erkennen warum manches anders scheint als es dann "wirklich" ist :). Blitzschnell senkte sich meine anfangs "angehobene Augenbraue" auf Normalhöhe und diese kleine phantastische Erzählung hatte mich völlig gefangen genommen. Schmunzelnd - einfach aufs Köstlichste amüsiert - folgte ich den schrägen Ereignissen um die herrlich skurrilen Figuren. So bleibt mir nach dem Ende der Geschichte nur "Swithin Frisbee"s" Wunsch zu erfüllen und zu bedauern, dass diese Geschichte nicht mindestens doppelt so viele Seiten hat ... (4 Sterne - meine Rezension folgt noch)

— BTOYA
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  • Rezension zu "Kolustros Traum" von Olaf Reins

    Kolustros Traum
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2010 um 11:08

    Peter Kolustro geht es ganz prima. Gerade einmal vier Jahre hat er gebraucht, um ein Vermögen zu erwirtschaften, das es ihm erlaubt, fortan in Saus und Braus zu leben. Zur Arbeit muss er längst nicht mehr gehen. Wäre auch völlig sinnlos, denn weshalb sollte er jemals noch einen Finger krümmen? Sein Weltbild ist einfach. Antworten sind schnell gefunden. Genau vier Zwecke hat das Dasein, meint er. Essen gehört dazu und Schlafen scheint ihm der zweite Zweck zu sein. Und er macht reichlich Gebrauch von beidem. Zweifellos gäbe es zwei weitere Lebenszwecke, aber darauf sei er noch nicht gekommen. Pernilla Jörgensen hat es nicht leicht. Die Wirtschafterin kämpft täglich mit dem Unwillen ihres Herrn, seinen mit zwei Dutzend rüschenbesetzten Daunenkissen beladenen "Federbettgletscher" zu verlassen. Zunächst muss ja erst einmal die nötige Kraft zum Aufstehen gefunden werden. Und das kann dauern. Schließlich ist Peter Kolustro davon überzeugt, dass er als Mensch einem fürchterlichen Fluch unterliegt. Er wäre gezwungen, "die Gefilde des Schlafes verlassen zu müssen, nur um sich von der Welt im Allgemeinen und Eltern, Verwandten und sogenannten Freunden im Besonderen, so lange langweilen zu lassen, bis der Schlaf ihm erneut ein befristetes Asyl gewährt". Doch heute steht unerwartet hoher Besuch an. Herrmann Kolustro wartet bereits ungeduldig in der Halle, was Peter nicht unbedingt mit großer Freude erfüllt, da er der Ansicht ist, sein verehrter Herr Vater wäre ein Arschloch. Erst einmal möchte er einen Morgensherry serviert bekommen, bevor er sich an das halsbrecherische Abenteuer des Treppenabstiegs - seiner ganz persönlichen "Eigernordwand" - wagt. Gemeinsam mit seinem ernsthaft aufgebrachten Vater begibt er sich alsdann auf die überaus beschwerliche Expedition ins Speisezimmer, wo auf einem Kastentisch aus dem 15. Jahrhundert bereits gut drei Dutzend Austern "der Rechtfertigung ihres Todes harrten". Herrmann Kolustro berichtet von einer Katastrophe, die sich in der Galerie zugetragen hätte, und für die offenbar Peters jüngerer Bruder Konrad eine nicht unbeträchtliche Verantwortung tragen würde. Doch diese Umstände sowie die "runde" Summe, die nun aufzubringen wäre, können Peter nicht sonderlich beeindrucken oder beunruhigen ... ... der Traum der folgenden Nacht dann schon eher. Die Ereignisse, die sich später während jener privaten Weinversteigerung ergeben, bringen Peter dann endgültig aus dem Konzept, denn das, was ihm diese beiden Herren vortragen und sogar zeigen können, übersteigt alles bisher Erlebte ...! Nun habe ich selten eine Geschichte gelesen wie diese, wenn überhaupt. Es gibt nur noch wenige Bücher, die neben dem Strom der Bestsellerfluten einmal etwas völlig anderes bieten, und die sich in der allgemeinen Belanglosigkeit ihren Platz behaupten. "Kolustros Traum" sprengt konventionelle Lesegewohnheiten schnell und endgültig. Olaf Reins bringt die Dinge auf den Punkt und bauscht die Story nicht durch unnnötige Füllmaterialien wie die sinnlose Anhäufung von Schauplätzen sowie die Vorstellung unmaßgeblicher Nebendarsteller auf. Er setzt seine Prioritäten auf die geradlinige Ausführung einer genialen Idee, aber auch den Moment der Überraschung, gehobene Situationskomik und pointenreich ausgefeilte Dialoge. Der freie Autor und Journalist weiß unseren Horizont zu erweitern, indem er Wirklichkeit und Phantasie gegenüberstellt und ineinander fließen lässt. Die Grenzen verwischen, scheinen sich aufzulösen, um schließlich ganz zu verschwinden. Die Realität stellt sich selbst in Frage und treibt ein komplexes Spiel ... ... jedenfalls aus literaturphysikalischer Sicht! © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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