Olaf Trunschke , Olaf Trunschke Das Menschen-Museum

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Inhaltsangabe zu „Das Menschen-Museum“ von Olaf Trunschke

Wer im Museum lebt, wird der Mumien und Ruinen, der Legenden und Mythen kaum mehr gewahr. Dieses Buch gibt mit kurzen Texten eine Einführung in die wunderliche Kultur auf jenem Planeten, der einmal Erde geheißen haben wird. - Fünfzehn Piktogramme erleichtern dem geneigten Benutzer die Orientierung.

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  • Rezension zu "Das Menschen-Museum" von Olaf Trunschke

    Das Menschen-Museum
    amokwriter

    amokwriter

    13. August 2008 um 19:59

    ... LESEPROBEN: =========== KURZE ASTROLOGIE. Gestern stieg die Jungfrau vom Firmament, wo wir sie lange angehimmelt hatten, herunter zu mir in die Federn und verblasste erst gegen Morgen zu. Seither betrachte ich sie allabendlich, zwischen uns diese unbegreifliche Weite, wie sie da steht: klarer scheinbar denn je. SPRACHVOLLZUG. Mein vorlautes Schweigen war im Gewäsch ohrfällig geworden: Ich wurde zur Rede gestellt. Überzeugt vom Recht auf klare Töne, ließ ich mich hinreißen, den Anwesenden meine Meinung zu flüstern ... Zu spät begriff ich die Stille im Saal: Plötzlich traten verschiedene Meinungen auf und verlangten Gehör. Zwischenrufe wurden laut, Gegenstimmen: Eine offene Debatte drohte! Es mußten Schlagzeilen eingesetzt werden. Ich wurde überstimmt und zum Platz abgeführt. Störung von Rede und Antwort, lautete die Anklage; das Strafmaß: Wortentzug. Bei Widerrede - Mundtod. FIRMA. Zugegeben, unsere Zunft ist klein. Doch hat sie Zukunft: Meine Kundschaft umfaßt einfache Käufer gleichermaßen wie höchste Kreise. Ich mache Feinde. Gleichgültig, ob es sich um einen Gegenspieler handelt, der Schuld am Scheitern ihrer Karriere trägt; oder wird ein Sündenbock benötigt, gegen den sich die verzankte Gemeinschaft verbünden kann; oder brauchen, um die Erhöhung der Ausgaben zu rechtfertigen, die Sicherheitsorgane für die öffentliche Vorführung einen Feind der Ordnung: Ich liefere das Passende für jeden Bedarf. Einige der erfolgreichsten Feindbilder stammen aus meinem Studio. Der Entwurf eines Feindes verlangt viel Feingefühl und unterliegt der Mode. Bevorzugte man noch vor wenigen Jahren einen häßlichen Feind, so wählt ihn der heutige Geschmack wie aus dem Fernsehen: zwar von miesem Charakter, doch nicht ohne Charme. Natürlich ist die Fertigung eines Feindes Berufsgeheimnis, aber selbst ein geschickt plaziertes Gerücht hat schon gute Feinde gemacht. Besonders junge Menschen bieten bestes Material: Als Feind behandelt, wachsen sie fast von selbst in ihre Rolle. So erfüllt unsere Zunft eine wichtige Aufgabe im öffentlichen Leben. Ein Nachteil des Gewerbes allerdings bereitet mir Kopfzerbrechen: Berufsbedingt weiß ich, und das verzeiht mir schließlich keiner, um die geheimsten Schwächen all meiner Käufer. Jeder zufriedene Kunde erblickt deshalb irgendwann in mir seinen Feind. SANCHO. Seit wir gegen Mühlen ziehn, die uns noch die Saat von den Äckern fressen, schimpfen uns närrisch deren Knechte und schlagen alles Mahnen in selbigen Wind, der die Flügel treibt; wetzen die Zungen zum Spott: Das Gelächter gellt durch die Jahrhunderte – vor denen wir dastehn: traurige Gestalten. Weil doch Riesen sind, was wir zuerst für Mühlen nur gehalten. Denn am Hebel sitzen, die da abscheffeln, und die sind: vom alten Schrot und Korn. Weitere Leseproben: http://www.amokbooks.de/mensch.museum

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