Olen Steinhauer Der Anruf

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Inhaltsangabe zu „Der Anruf“ von Olen Steinhauer

Der New-York-Times-Bestseller: Verrat verjährt nicht! Flughafen Wien, 2006: Auf dem Rollfeld steht ein Airbus mit einhundertzwanzig Passagieren an Bord, den Terroristen in ihre Gewalt gebracht haben. Die CIA vor Ort hat die Chance, die Geiselnahme zu beenden und Blutvergießen zu verhindern. Doch ihr Plan wird verraten – alle Passagiere kommen ums Leben. Der entscheidende Anruf kam aus dem Quartier der CIA. Kalifornien, 2012: CIA-Agent Henry Pelham ist nervös. Nach Jahren wird er seine Kollegin Celia Favreau wiedersehen, mit der er in Wien eine kurze Beziehung hatte. Zusammen versuchten sie in jener Nacht fieberhaft, das Leben der Passagiere zu retten. Nun hat die interne Ermittlung der CIA den Fall neu aufgerollt. In einem Restaurant treffen sich Henry und Celia. Was als Gespräch unter ehemals Vertrauten beginnt, entwickelt sich zu einem packenden wechselseitigen Verhör, das schließlich die Wahrheit über den Verrat von Wien ans Licht bringt. Ein genial spannend erzählter Politthriller über eine Welt, in der Loyalität nicht mehr belohnt wird.

120 Tote in einem Flugzeug und wer war der Verräter? Interessantes Kammerspiel, aber mit Luft nach oben.

— Gulan

Wer hat den Anruf getätigt, der zu der Katastrophe nach einer Airbus-Geiselnahme geführt hat ??..Lese-Tipp !!

— orchidee25

Ein Thriller, der nicht vor Spannung knistert. Interessant ist, warum die Geiselnahme aus den Fugen geriet und alle Geiseln sterben mussten.

— ginnykatze

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  • Ein "harmloses" Dinner zu zweit.

    Der Anruf

    Gulan

    02. July 2016 um 13:48

    Sie zieht die Arme zurück in den Schoß und senkt den Blick. „Möchtest du unsere Unterhaltung nicht mitschneiden?“ Ich schüttle den Kopf und tippe mir an die Schläfe. „Lieber nicht, falls Interpol später danach fragt. Vielleicht sagst du etwas, das du nicht an die große Glocke hängen willst.“ Ihr Gesicht drückt aus, dass sie meine Diskretion zu schätzen weiß. Dann erscheint ihre Hand erneut und schiebt sich nach vorn, um nach meiner zu fassen. „Du passt auf mich auf, nicht wahr?“ „Natürlich“, lüge ich. (S.68) Wien 2006: Eine Gruppe islamischer Terroristen entführt eine Passagiermaschine. Sie fordern die Freilassung von Gleichgesinnten aus österreichischen und deutschen Gefängnissen. Es werden offizielle Verhandlungen geführt. Im Hintergrund mischt auch die CIA-Dependance in Wien mit, die Amerikaner haben sogar einen Mann im Flugzeug. Doch auf einmal endet die Geiselnahme in der Katastrophe: Alle Personen im Flugzeug kommen ums Leben. Einige Jahre später wird das Geschehen noch einmal CIA-intern aufgerollt. Was geschah damals in dieser Nacht? Und wer tätigte den ominösen Anruf aus den CIA-Räumlichkeiten, der das Fiasko auslöste? Stoff für einen wilden, actiongeladenen Spionagethriller – doch weit gefehlt. Slow down, relax. Autor Olen Steinhauer hat sich was ganz anderes einfallen lassen: Ein „harmloses“ Dinner zu zweit. Ein Kammerspiel zwischen zwei CIA-Agenten, die damals vor Ort waren. Henry Pelham, damals Agent im Außendienst, zapfte Quellen an, ist heute immer noch im Dienst. Er soll zu den Ereignissen noch einmal intern ermitteln. Dazu nimmt er Kontakt zu Celia Favreau auf. Sie war Analystin im Innendienst, ist heute nicht mehr für die Agency tätig. Beide waren damals liiert, er fragte sie am besagten Abend sogar, ob sie zusammenziehen sollen, doch nach den Ereignissen zerbrach die Beziehung, sie heirate einen anderen, zog nach Kalifornien und ist inzwischen zweifache Mutter. Henry hat bis heute die Trennung kaum verwunden. Sie treffen sich also nun in Carmel-by-the-Sea (war Eastwood da nicht mal Bürgermeister?) in einem hippen Restaurant namens Rendez-vous und beginnen mit Plaudereien, trinken viel Wein. Henry spielt die Bedeutung des Gesprächs Celia gegenüber bewusst herunter. Aber: Je länger das Dinner dauert, desto mehr belauern sich beide und desto rauer wird die Atmosphäre. Es wird nicht nur ein Verräter gesucht, sondern auch eine gescheiterte Beziehung aufgearbeitet. Voller Hochachtung vor ihrer absoluten Selbstbeherrschung nicke ich zu ihrer Lüge. Was weiß sie? Sie weiß, weil ich es ihr erzählt habe, dass ich das Flughafenfiasko untersucht habe. Sie weiß, weil ich es angedeutet habe, dass ich die Telefonaufzeichnungen geprüft habe. Und trotzdem, wenn ich sie so ansehe mit dem schlanken Gelenk, das zu den Sehnen der völlig reglosen Hand führt, habe ich das Gefühl, dass sie völlig mit sich im Reinen ist. Oder sie spielt mir eine perfekte Komödie vor. […] Als sie den Kopf zu Seite neigt und mich betrachtet, spüre ich es mit einem Mal im Magen. Er zieht sich zusammen und dreht sich, als hätte ihr Blick eine Welle bitterer Säure ausgelöst. Sie weiß es, keine Frage. Sie weiß genau, was ich vorhabe. Ich muss auf der Hut sein. (S.166) Olen Steinhauer ist inzwischen in die erste Riege der Spionagethriller-Autoren aufgestiegen, nach der Milo-Weaver-Trilogie war er von zwei Jahren auch mit „Die Kairo-Affäre“ sehr erfolgreich. Nun also ein etwas unkonventioneller Thriller, inspiriert von der Fernsehadaption des Gedichts „The Song Of Lunch“, die ausschließlich an einem Restauranttisch spielt. Steinhauer beherrscht die literarischen Kniffe, wechselt die Perspektive zwischen beiden, lässt sie in Rückblenden erzählen, bricht die Form, indem er plötzlich das Gespräch als Protokoll wiedergibt. Die Geschichte ist interessant konzipiert und klug aufgebaut. „Der Anruf“ ist definitiv ein gutes Buch. Und dennoch: Ich hatte mir irgendwie noch mehr erwartet. Es gibt zwei ein, zwei Überraschungen, aber insgesamt hatte ich gehofft, dass der Autor noch mehr mit den Erwartungen des Lesers spielt. Außerdem bleiben für mich auch nach Rekapitulation des Buches noch ein paar Ungereimtheiten. Ein Jammern auf hohem Niveau, das muss man allerdings zugeben.

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    • 7
  • Henry und Celia

    Der Anruf

    Tanzmaus

    16. June 2016 um 21:46

    2012: Henry Pelham, CIA-Agent, ist 2012 mit dem Flugzeug auf dem Weg nach Carmel-by-the-Sea in Kalifornien. In einem Nobelrestaurant trifft er sich mit Celia Favreau, seiner alten Liebe und Ex-CIA-Agentin. Ihre gemeinsame Vergangenheit beinhaltet ein schlimmes Ereignis, bei dem 120 Menschen ums Leben kamen.2006: Terroristen bringen einen Airbus mit 120 Passagieren in ihre Gewalt, um Sympathisanten freizupressen. Eine Befreiungsaktion ging dank eines Maulwurfs schief, so dass alle Geiseln umgebracht werden. Wer war der Maulwurf?Genau dieser Frage versucht Henry Pelham auf den Grund zu gehen und trifft sich mit seiner alten Kollegin. Aber wird Henry der Wahrheit auf die Spur kommen? Was ist damals wirklich passiert?Beide Protagonisten berichten in diesem Buch in der Ich-Form von ihren Erlebnissen, ihren Emotionen und ihrer Sicht der Geschehnisse 2006. Der Autor hat eine angenehme und sehr schöne Schreibweise, welche zu Beginn sehr vielversprechend ist. Aber schon sehr bald stagniert die Handlung, es wird sehr politisch, dem Leser fliegen viele Politikernamen um die Ohren und man hat das Gefühl, dass die gerade mal 272 Seiten ins Unendliche dehnen. Der Leser muss bei diesem Buch wahres Durchhaltevermögen beweisen. Im letzten Drittel gewinnt das Buch allerdings wieder an Pluspunkten, die durch den überraschenden und sehr gut formulierten Schluss noch gekrönt wird. Das eigentliche Ende ist offen. Die bildhafte Sprache des Autors zaubert ein schönes Kopfkino beim Leser, so dass es weniger auffällt, dass die eigentliche Handlung sich auf den Flug nach Kalifornien und das Treffen im Restaurant beschränkt.Fazit:Ein schöner Einstieg, ein toller Schreibstil, jedoch eine langatmige Mitte, die den Leser beinahe zur Verzweiflung und zum Aufgeben zwingt, ihn aber letztlich mit einem sehr gelungenen Schluss belohnt.

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  • Katz und Maus

    Der Anruf

    Havers

    09. May 2016 um 18:38

    Wenn der amerikanische Autor Olen Steinhauer in einem Atemzug mit John le Carré genannt wird, sollte man ihn sich einmal genauer anschauen. Vor allem auch, weil seine Politthriller mit Preisen ausgezeichnet werden und regelmäßig auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden sind. In der Übersetzung liegt bisher die Milo Weaver-Trilogie mit „Der Tourist“, „Last Exit“ und „Die Spinne“ sowie die beiden Stand alones „Die Kairo-Affäre“ und „Der Anruf“ vor. In seinem neuesten Roman „Der Anruf“, gerade erst im Blessing Berlag erschienen, treffen sich im Jahr 2012 zwei Freunde in einem Restaurant im kalifornischen Carmel-by-the-Sea. Henry Pelham und Celia Favreau, früher nicht nur ein Liebespaar sondern auch Arbeitskollegen bei der CIA. Celia hat dieses Leben vor geraumer Zeit hinter sich gelassen, lebt nun mit Mann und Kindern das Leben einer amerikanischen Vorstadthausfrau. Hanry hingegen ist noch für die Agency tätig, und hat auf deren Geheiß auch das Treffen mit seiner ehemaligen Partnerin arrangiert, denn es gibt interne Ermittlungen zu einem Fall in Wien aus dem Jahr 2006, an dem sie beide beteiligt waren. Terroristen brachten damals einen Airbus mit 120 Passagieren in ihre Gewalt, um Sympathisanten freizupressen. Die Befreiungsaktion der CIA geht gründlich in die Hose, und alle Geiseln kommen dabei ums Leben. Offenbar hat jemand aus dem inneren Kreis der Agency den Entführern den Plan verraten. Unter Berücksichtigung aller Fakten bleiben schlussendlich nur noch wenige Verdächtige übrig, und eine davon ist Celia. Henry und Celia erzählen im Wechsel ihre Version der missglückten Geiselbefreiung. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das die beiden Protagonisten aufführen, wobei die Rollen allerdings nicht klar verteilt sind. Sie umkreisen sich in dem Gespräch, wobei sich das anfängliche Geplänkel zweier Freunde, die sich lange nicht gesehen haben, recht schnell in eine intensive Befragung von Seiten Henrys umkehrt. Doch Celia ist auf der Hut, vermeidet die Fallen, die ihr ehemaliger Partner auslegt, und kontert im richtigen Moment, jederzeit bereit zuzuschlagen. Die Frage ist nur, wer den letzten Trumpf ausspielen wird. Ausführliche Rückblenden, im Wechsel aus der Sicht der beiden Hauptfiguren erzählt, verlangen dem Leser einiges an Geduld ab, bis der Autor auf den Punkt kommt. Sehr detailverliebt dreht sich die Unterhaltung seitenlang im Kreis, wobei Celia und Henry ihre jeweiligen emotionalen Befindlichkeiten bis ins Kleinste beschreiben, was ich unglaublich anstrengend und ermüdend fand. Meiner Meinung nach hätte dem Roman etwas weniger Nabelschau und etwas mehr Tempo gut zu Gesicht gestanden. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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  • „Und wo genau warst du in diesem Moment?“

    Der Anruf

    ginnykatze

    29. April 2016 um 16:47

    „Und wo genau warst du in diesem Moment?“ Zum Inhalt: Ein entführter Airbus mit 120 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord wird 2006 entführt. Terroristen haben das Flugzeug in ihre Gewalt gebracht und verlangen im Austausch gegen ihre Geiseln, dass die CIA Gesinnungsgenossen freilässt. Nun ist eine kluge Strategie gefragt. Die Verhandlungen gestalten sich schwierig. CIA-Agent Henry Pelham ist mit im Team und genauso seine Kollegen Celia Favreau. Die Beiden sind ein Paar und wie gefährlich ihr Leben wirklich ist, zeigt sich bei diesem Fall sehr deutlich. Glücklicherweise ist ein Kurier in dieser Maschine und versorgt die CIA mit Informationen. Doch plötzlich wandelt sich das Blatt und die Terroristen bringen alle Geiseln um. Warum das so ist, bleibt erst einmal im Dunkeln. Bei der Aufarbeitung des Falles im Jahre 2012 durch Henry Pelham kommen Dinge zu Tage, die so nicht vorauszusehen waren. Ein Anruf aus der CIA-Zentrale ist der Dreh- und Angelpunkt und macht deutlich, warum die Geiselnahme völlig aus dem Ruder lief. Mehr werde ich jetzt nicht verraten. Fazit: Der Autor Olen Steinhauer nimmt uns in seinem Politthriller mit in eine grauselige Flugzeugentführung. Das gelingt ihm geschickt, indem er diesen Thriller aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Hauptaugenmerk sind die Agenten Henry und Celia. Aus der Sicht dieser beiden Hauptprotagonisten wird der Thriller aufgebaut und es entsteht ein Katz und Mausspiel. Auch die anderen Kollegen bekommen hier einen Abschnitt und erzählen das Fiasko, was passiert war, aus ihrer Sicht. Der Schreibstil ist gut und lässt sich absolut flüssig lesen. Die Spannung ist nicht wirklich hoch, was sich erst ganz zum Schluss ändert. Unbedingt will man wissen, was genau passiert ist und warum die Terroristen hier alle Geiseln umbrachten. Die Beschuldigungen sind etwas in die Länge gezogen, was eben die Spannung nicht wirklich hochkommen ließ. Die Protagonisten beschreibt der Autor wirklich gut. Sofort hat man ein Gefühl für die Personen, die hier involviert sind. Das hat mir gut gefallen. Alles in allem ein Thriller, der mich jetzt nicht mitgerissen hat. Die Handlung einiger Personen erscheint ein wenig konstruiert, dafür hat mich das Ende völlig überrascht. Das hatte ich so nicht erwartet. Hier kommen von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Mit (sehr) langem Anlauf

    Der Anruf

    michael_lehmann-pape

    22. April 2016 um 11:39

    Mit (sehr) langem AnlaufAuch nach Beendigung seiner „Touristen“ bleibt Steinhauer auch in diesem Roman dem Genre, dem Umfeld der Agenten und Spione, treu. Dies allerdings in weitgehend ganz anderer als bis dato bei ihm gewohnter Form.Weniger Spannung und auch die gewisse Portion Action stehen bei diesem Roman im Vordergrund, sondern eher wird der Hintergrund des „Falles“ zum Vordergrund gemacht,Und dabei geht Steinhauer dieses Mal äußerst langsam vor. Lässt „das Ereignis“ lange nur in Randbemerkungen erscheinen, bevor er sich langsam der Schilderung jener Ereignisse dann wirklich zuwendet, die im Buch bereits einige Jahre zurückliegen.Terrorismus, ein entführtes Flugzeug in Wien, ein Dienst, der einsatzbereit dagegen vorgehen könnte und ein Verrat, der alles zunichtegemacht hat. Doch, wie erwähnt, zunächst sind diese Ereignisse maximal hintergründig im Roman vorhanden, breiten Raum dagegen nimmt das Widersehen zweier Agenten ein, die damals vor Ort waren, zusammengearbeitet haben, eine Beziehung miteinander führten. Bei der dem Leser von Beginn an klar ist, dass Henry, der männliche „Außenagent“, bis zum gegenwärtigen Tag nicht wirklich mit dieser Liebe abgeschlossen hat.Wie das bei Celia, damals im Innendienst in Wien, aussieht, das lässt Steinhauer lange Zeit in der Schwebe und gibt höchstens allerkleinste Hinweise in den inneren und äußeren Dialogen und Erinnerungen, die das Buch fast vollständig füllen.Mehr und mehr treiben, drehen sich die Erinnerungen der beiden Protagonisten (aus deren Perspektive Steinhauer seine Geschichte im Wechsel erzählt) auch um die anderen, damals wichtigen Agenten.Personen, die der Leser in großer Breite und sehr umfänglich kennenlernen wird. Was zwar eine Vertrautheit mit dem „Personal“ des Romans herstellt, aber auch manche ausgeprägten Längen im Ablauf mit sich bringt.Klar ist, irgendwo muss es ein Leck gegeben haben. Es gab diesen Anruf, der das ganze Kommando gegen die Entführer zum Scheitern brachte, der das Fiasko nach sich zog.„Wer keine Fehler macht, ist kein richtiger Mensch. Er kratzt nur an der Oberfläche des Lebens“.Aber war es nur ein Fehler? Oder ein falsches Denken? Oder gar richtig, was damals angerichtet wurde?So dreht sich der Leser bald mit im allgemeinen Rätselraten, das eher der Intention eines klassischen Kriminalromans folgt in der alles entscheidenden Frage, wer der Täter oder die Täterin damals war und ob es jemand ist, der zentral im Buch seine Rolle spielt oder doch einer von denen, die eher am Rande nur erwähnt werden.Diese Erinnerungen und die Klärung des Verhältnisses zwischen Henry und Celia in der Gegenwart nehmen allerdings, bei aller sprachlichen Feinheit Steinhauers, doch einen zu breiten Platz ein. Letztendlich passiert einfach nichts und werden Kleinigkeiten aufgeblasen (Henry nimmt das erste Gespräch heimlich auf, was fast unsinnig erscheint, da Celia auch geredet hätte und zudem davon ausging, dass ihre „Erinnerungen“ mitgeschnitten werden).Zwar nimmt das Buch zum Ende hin deutlich an Fahrt (und auch an Spannung) auf, doch zu lange verbleiben zu viele Längen. Die andererseits auch nicht einfach überblättert werden können, denn in all dem an Dialog und Erinnerungen könnten entscheidende Hinweise auf den Verräter (oder die Verräterin) zu finden sein.Alles in allem eine intelligente und in den Personen einprägsame Lektüre, die manche Längen allerdings mit sich bringt.

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