Olen Steinhauer Die Kairo-Affäre

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Inhaltsangabe zu „Die Kairo-Affäre“ von Olen Steinhauer

Alles beginnt mit einem Wort: Stumbler.
Ein längst verworfener Plan der CIA, der
vorsah, mithilfe libyscher Exilanten das
Gaddafi-Regime zu stürzen. Jetzt verschwinden
diese Männer, einer nach dem
anderen, ein Analyst aus dem CIA-Hauptquartier
in Langley ist wie vom Erdboden
verschluckt, und ein amerikanischer Diplomat,
Emmet Kohl, wird wie aus dem Nichts
erschossen. Die Fäden dieses verworrenen
Netzes von Ereignissen laufen in Kairo zusammen.
Hier ringen, am Vorabend des
arabischen Frühlings, die Geheimdienste
aus aller Herren Länder um Kontrolle. Und
Sophie Kohl versucht hier, den Mord an ihrem
Mann aufzuklären. Doch Information
ist in dieser paranoiden Welt der Täuschungen
und Tarnungen das teuerste Gut, das
es gibt.

Ordentlich geschriebener Polit-Thriller, dem mir irgendwas fehlt...

— soetom

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  • Wer Filme wie Kingdom oder Rendition mag, hat Spaß an diesem Buch

    Ein paar Tage Licht

    soetom

    28. August 2015 um 22:36

    Ich fang mal damit an, was ich an Polit-Thrillern oft nicht mag: Die Welt wird schnell schwarz-weiß, die Guten klar erkennbar und "die da oben" missbrauchen im Zweifel ihre Macht, und scheren sich nicht um die Konsequenzen der "kleinen Leute". Bottini macht nichts davon. Lieb gewordene Helden der Story scheitern und sterben. Irgendwann hat man sogar Mitleid mit einem richtigen Dreckschwein, weil man merkt, wie er sein eigenes Leben völlig verpfuscht hat. Und es gibt für die meisten kein wirkliches Happyend, ohne dass man nach der letzten Seite denkt: Scheiß Welt. Alle auftretenden Figuren habe sorgfältig dargestellte eigene Interessen, der politisvhe und kulturelle Hintergrund ist entweder sehr sorgfältig recherchiert oder zumindest sehr plausibel erdacht. Oder - meine Vermutung - eine gelungene Mischung aus beidem. Das Tempo der Story ist meistens eher behäbig. Die einen versuchen, ihren Coup zu planen und durch zu führen.  Die anderen versuchen zu verstehen, was gespielt wird. Alle versuchen dabei, mit ihrem eigenen Leben nicht unterzugehen. Schön zu lesen. Wirklich ein gutes Buch.

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  • Spannend bis zum Schluss!

    Die Kairo-Affäre

    monerl

    Wer Agenten- oder Polit-Thriller gerne liest, dem könnte dieses Buch sehr gut gefallen! Und wer sich zusätzlich noch ein bisschen für die Arabische Welt, den Arabischen Frühling interessiert und den politischen Umschwung des Ex-Jugoslawiens noch etwas im Gedächtnis hat, kann bei dieser Geschichte wohl getrost zum Buch greifen. Ein Spionage- / Polit-Thriller lebt von anfänglicher Verwirrung, zu vielen Personen und zu wenig Informationen, die den Leser zum Spekulieren verleiten sollen, um ihm am Ende eine gänzlich andere Auflösung darzubieten. Deshalb muss man einfach dranbleiben. Viele Lesepausen entreißen den Leser aus dem Geschehen und entfremden die Geschichte. Man sollte sich von dem Wunsch der Auflösung treiben lassen und das Buch möglichst am Stück durchlesen. Gekonnt hat der Autor das Geschehene aus verschiedenen Winkeln erzählt und manches sogar auf diese Weise wiederholt, und so dem Leser mehr Informationen an die Hand gegeben. Stück für Stück breitet sich das Ganze aus und dennoch muss man bis zum Schluss warten, um die Tragweite zu erkennen und zu verstehen. Durch verschiedene Handlungsstränge aus der Gegenwart und der Vergangenheit, reist der Leser von Amerika über das Osteuropa von 1991 (wo sich ein Geheimnis verbirgt) 20 Jahre später nach Kairo und Ungarn, wo das Schicksal hart zuschlägt ... oder wurden damals die Grundsteine für heute gelegt? Wer ist gut und wer böse? Wo fing es an und wo hört alles auf? Geschickt werden historische Begebenheiten des Arabischen Frühlings und des Jugoslawien-Krieges in die Geschichte eingearbeitet. Der politisch interessierte Leser wird einiges wiederfinden. Leider konnte ich mich aber für gar keinen Protagonisten (und davon gibt es wirklich viele) so richtig erwärmen. Sie blieben für mich relativ unnahbar, was die Geschichte deshalb zwar trotzdem lesenswert machte, aber der letzte "kick" fehlte mir irgendwie. Dafür gibt es einen Stern Abzug. Da ich Ägypten und die Kultur/Mentalität als auch Osteuropa und vor allem das Ex-Jugoslawien recht gut kenne, konnte ich mir vieles sehr gut vorstellen und auch nachvollziehen. Wie das alles auf einen Leser wirkt, der sich damit überhaupt nich auskennt, kann ich mir schwer vor Augen führen. Als Fazit bleibt mir zu sagen, dass dies ein spannendes Buch war, das ich sehr gern gelesen habe! Bis zum Schluss darf spekuliert werden und dennoch wird man überrascht. Es ist weniger blutig und mehr strategisch. Ein Roman, der mich drei Tage lang gut unterhalten hat.

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    • 5
  • Spannende Spionage-Geschichte

    Die Kairo-Affäre

    Spatzi79

    24. June 2014 um 13:41

    Sophie Kohl ist die Ehefrau des US-amerikanischen Diplomaten Emmett Kohl. Aktuell leben sie in Budapest. Als sie eines Abends gemeinsam in einem Restaurant sitzen, kommt heruas, dass Emmett ein sehr unangenehmes Geheimnis über sie erfahren hat. Doch es kommt noch schlimmer, es wird ein Attentat verübt. Sophie ist völlig durcheinander und reist kurz darauf zurück nach Kairo, wo sie auch einen zeitlang stationiert gewesen sind und wo sie glaubt, den Grund für die Ermordung ihres Mannes zu finden. Parallel zu diesem Handlungsstrang entwickeln sich diverse weitere, zum einen geht es um den CIA-Analytiker Jibril Aziz, der vor Jahren einen Plan für einen politischen Umsturz in seinem Heimatland Libyen entwickelt hat. Damals wurde das Projekt „Stumbler“ zu den Akten gelegt, aber Aziz fürchtet, dass die Amerikaner es nun doch umsetzen. Zum anderen werden immer wieder Episoden aus der Vergangenheit von Emmett und Sophie eingestreut, die vor 20 Jahren spielten, als die beiden auf Hochzeitsreise in Europa waren. Irgendetwas muss damals geschehen sein, was heute noch Einfluss hat. Außerdem wird der Leser in Kairo mitten ins Geschehen gestürzt und muss sich in einem Gewirr von Botschaften und Geheimdiensten zurechtfinden. Wer weiß hier was und wer verfolgt welche Ziele? Fragen, die praktisch nicht zu beantworten sind, denn jeder hat seine Geheimnisse und eigentlich kann niemand irgendwem wirklich vertrauen, egal auf welcher Seite. Es empfiehlt sich unbedingt, das Buch am Stück zu lesen und zwischendurch nie zu lange wegzulegen, denn die komplexe Story erfordert einiges an Aufmerksamkeit. Viele Personen, unterschiedliche Handlungsstränge, erst nach und nach ergibt sich ein Bild. Immer wieder greift der Autor bereits geschilderte Szenen aus der Sicht einer anderen Figur noch einmal auf, so dass die Szene plötzlich einen ganz anderen Sinn ergibt. Ich fand das Buch zwar nach einigen Anlaufschwierigkeiten durchaus spannend, aber so richtig begeistern konnte es mich dennoch nicht. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass es in der Welt der Geheimdienste tatsächlich so oder zumindest ähnlich zugeht, war mir das alles zu verworren, ich konnte den Wendungen nicht immer richtig folgen und habe zwischendurch beinahe den Überblick verloren, wer hier gerade mit wem oder gegen wen arbeitet. Das schien mir allerdings vom Autor auch gewollt zu sein. Ein spannender Spionagethriller, der weniger durch wilde Action-Szenen sondern durch eine sorgfältig aufgebaute Handlung und deren Hintergründe besticht.

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  • Ein Thriller der einen begeistert! :D

    Die Kairo-Affäre

    Solara300

    15. June 2014 um 11:58

    Beschreibung  Nachdem ein Mord geschieht und damit ein Diplomat mitten in einem Budapester Restaurant ermordet wird. Machen sich die Ermittler auf die Suche nach dem Grund, aber hier zeigt sich ein netz aus Intrigen und Mord. Und auch Sophie, die nicht nur den Tod Ihres Mannes verarbeiten muss, sondern auch am Tisch im Restaurant saß als der Mord begangen wurde, wird schnell klar, das nichts ist wie es scheint........ Cover Das Cover macht einen düsteren Eindruck und zielt gleichzeitig auf ein Land voller Geheimnisse ab und auch der Mann der rennt, finde ich passend gewählt zu der Geschichte und rundet das Bild ab, das mit einem Titel besticht der Neugierig macht. Charaktere Emmet Kohl ist mit seiner Frau in einem Budapester Restaurant, bevor etwas geschieht mit dessen er nie gerechnet hätte. Sophie Kohl will endlich wissen weshalb Ihr Emmett umgebracht wurde und wer und weshalb. Aber auch die restlichen Charaktere die ich hier nicht ale aufzählen kann sind wunderbar durchdacht und mit einer Geschichte verbunden, die uns in ein Netz der Lügen und Intrigen hineinzieht . Schreibstil Der Schreibstil von dem Autor Olen Steinhauer ist nicht nur sehr umfangreich, sondern spannend bis zur letzten Seite. Und auch das netzt das er um die Protagonisten webt, hält immer wieder überraschende Wendungen bereit so das ich sagen muss ein absolut packendes Meisterwerk. Meinung Da ein Diplomat getötet wird. Steht der Geheimdiesnt vor einem Rätsel und seine Witwe Sophie macht sich auf die Suche nach Antworten, aber Sie erwartet nicht nur Lug und Betrug. Denn auch die Operation ''Stumbler'' die eigentlich längst bei den Akten liegen sollte kommt hier wieder zum tragen und das ganze nimmt größere Ausmaße an, als ein Mord vermuten lässt. Die Frage die sich Sophie stellen muss ist Ihr Ehemaliger Geliebeter Stan mitschuldt an Emmetts Tod oder hat vielelicht ein gewisser Aziz damit zu tun..... Fazit Einfach en spannender und packender Thriller der einen keine Sekunde gelanngweilt zurück lässt. Eine Bildhafte Sprache und Charaktere die solch eine Stärke bestzen das man begeistert durch die Geschichte geführt wird. Für alle Fans die einen guten Thriller zu schätzen wissen. :D 5 von 5 Sternen

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  • Spannend, aber mit zu langem Finale

    Die Kairo-Affäre

    michael_lehmann-pape

    11. June 2014 um 13:39

    Spannend, aber mit zu langem Finale Auch wenn die „Touristen“ zerschlagen sind und Milo Weaver eher nicht in „den Ring“ zurückkehrt, dem Genre des Agententhrillers bleibt Olen Steinhauer in guter Weise verbunden und wendet sich in seinem neuen Thriller Ereignissen in Ägypten und Libyen zu. In der Zeit, als der „ägyptische Frühling“ stattgefunden hatte, Mubarek die Macht verloren hatte und in Libyen erste, stärkere Unruhen fühlbar wurden. Wie bei Steinhauer gewohnt legt er dabei höchsten Wert auf eine stimmige Atmosphäre, auf ein Mit-Hineinnehmen des Lesers in die Atmosphäre, das Leben, den pulsierenden Alltag in der Region. Ebenso, wie er sich sehr ausführlich und intensiv mit seinen Personen beschäftigt, sehr plastisch deren Persönlichkeit differenziert vorlegt und mit immer wieder überraschenden Wendungen auch neue Facetten durchgehend vor Augen führt. Sophie, unvermittelt Witwe des amerikanischen Botschafters in Budapest Stan, CIA Agent in Kairo und unrettbar verliebt in Sophie. John, der „Kontraktor“, groß, schwarz, schweigsam mit einer tiefen Liebe zur Lyrik. Omar, gealterter Mann des ägyptischen Geheimdienstes (der spät eine tragende Rolle übernehmen wird) Und neben diesen führt Steinhauer in großer Breite weitere Beteiligte ein, die zwischen Profitgier, moralischer Motivation, Verrat, Liebe, Beschattung, Mord und aufgeheizter Revolutionsatmosphäre ein dichtes Geflecht bilden werden. Ein Geflecht, das nicht jeder der Protagonisten auf Anhieb kennt oder durchschaut, das Gefahren birgt, das Ereignisse in Gang setzt, die nicht für alle gut ausgehen werden. Ohne zu viel zu verraten, Steinhauer lässt auch Hauptfiguren manches Mal nicht unangetastet. Was hat es mit „Stumpler“ auf sich? Einem Plan des amerikanischen Geheimdienstes zur Libyen Frage, der dich im Schredder gelandet sein sollte. Denkt der CIA Analyst Jbril Aziz. Und gerät in helle Aufregung, als er Informationen erhält, dass dieser Plan, welcher die Region und die Rolle Amerikas dort schwer erschüttern würde, scheinbar umgesetzt wird. Aziz macht sich auf, die Hintergründe zu klären und löst damit eine Kettenreaktion von Gefahren aus, die viele andere mit betreffen werden. Teils zeitversetzt wechselt Steinhauer zwischen den Perspektiven der Protagonisten, lässt sich hierbei aber jeweils genügend Zeit und Raum, den Leser die konkrete Person, Sicht und Situation breit erfassen zu lassen. Um dann im je nächsten Schritt Ereignisse leicht nach hiten zeitversetzt aus der jeweiligen Perspektive einer anderen Person das Geschehen zu schildern. Mit dann erweiterten Hintergrundinformationen für den Leser. Dicht und spannend werden die Ereignisse so durch diese literarische Technik geschildert, wenn auch zum Ende hin eher doch zu viel und zu geballt an Rückblick in die weiter entfernte Vergangenheit gerade Sophies hineinfließt, das Finale sich doch lange zieht und auch im Blick auf andere, handelnde Personen die Ereignisse deutlich hätten gestrafft werden können. Dennoch, es warten überraschende Wendungen, der „Schuldige“ ist lange nicht als solcher erkennbar und die eigentlichen Motive schwingen lange nur vage greifbar im Thriller mit. Alles in allem ein atmosphärisch dichter Thriller, der den Leser mitten hinein nimmt in das pulsierende Kairo im Klima der „Befreiung“ mitsamt der weiteren Kreise, welche die Bewegung auf dem Tahir Platz in den Nachbarländern auslöst. Mit einigen Längen, aber, wie gewohnt, überzeugenden und hervorragend dargestellten Protagonisten An dessen Ende der Leser Sophie, die über die längste Zeit ihres erwachsenen Lebens nicht in Amerika lebte, gut verstehen kann, bei Ihrer Rückkehr das Gefühl zu haben, „in eine Welt blasser, zu groß geratener Kinder“ geraten zu sein Rundliche, sportiv gekleidete, weißhaarige Männer mit ihren Smartphones, die kein Ahnung haben von dem, was an Gefahren im „echten Leben“ drohen könnten.

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