Olga A. Krouk Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde

(10)

Lovelybooks Bewertung

  • 16 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(4)
(4)
(0)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde“ von Olga A. Krouk

Wenn Liebe dich ins magische Dunkel führt Als Zarah eine geheime Aktion zur Rettung einer menschlichen Familie durchführt, weiß sie, dass sie mit dem Feuer spielt. Denn wenn ihre Organisation herausfindet, was sie tut, gibt es Ärger. Diesmal endet ihr Kampf im Desaster: Ein dunkles Wesen raubt das Herz der Mutter und Ash, Zarahs dämonischer und einziger Freund, verschwindet spurlos. In einer Welt, in der die Membran zerstört wurde, die einst die dämonische Parallelwelt in Grenzen hielt, ist es besser, ein Dämon zu sein. Doch welches Geheimnis verbirgt Zarah und welches ihre menschliche Zwillingsschwester Enya?

Frau Krouk hat tolle Ideen, aber der Schreibstil ist so unbeschreiblich schlecht, dass ich nur die Augen verdrehen kann...

— Ines_Mueller
Ines_Mueller

Stöbern in Fantasy

Vier Farben der Magie

Schöner Auftakt für eine Reihe (wenn auch noch mit Luft nach oben), ich bin gespannt aufs nächste Buch.

Anne42

Söldnerfluch

Es geht um eine Söldnertruppe, Kämpfe, Blut, vergessene Orte, Beziehungen und Magie!

Sirene

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Wahnsinnig tolles Ende dieser Reihe. Schade das es schon zu Ende ist.

ReadAndTravel

Aufbruch nach Sempera

Zum Ende hat mich das Buch mitgerissen."

Lexy_Koch

Love & Revenge 1: Zirkel der Verbannung

Ein wirklich tolles Buch. Annie J. Dean kann Gefühle wundervoll in Worte zu fassen. Ich freue mich auf Band 2

Sandra251

Irrlichtfeuer

Ich durfte diese sympathische junge Autorin auf dem Bloggertreffen des Verlages 2016 kennen lernen und freue mich schon auf neues von ihr

Kerstin_Lohde

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" von Olga A. Krouk

    Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    22. May 2014 um 11:33

    "Zarah zählte die Sekunden, um das Zeitgefühl  nicht zu verlieren, während sie im Dunkeln dem lauten Schnaufen des Verwandelten lauschte, der sich an dem Geruch ihres Blutes labte. Jeder Atemzug versetzte ihn tiefer und tiefer in den Blutrausch." Was an "Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" sofort auffällt, ist das wunderschöne Cover, welches sich durch seine Schlichtheit abhebt. Die drei verwendeten Farben scheinen alle Blicke sofort auf sich zu lenken, wodurch ich auch auf Olga A. Krouks Werk aufmerksam wurde. Vielen Lesern ist die Autorin bereits ein Begriff, doch mich konnte sie, obwohl ich immer wieder über ihre Bücher stolperte, lange Zeit nicht überzeugen. Bis ich mir schließlich ein Herz fasste und zu diesem Dystopieroman griff. Es gibt einen Punkt, an dem ich die Begeisterung über ihre Bücher vollkommen nachvollziehen kann und das ist ihr Einfallsreichtum. Dem Leser begegnen die verschiedensten Wesen und er wird mit diversen Sagen und Legenden konfrontiert, von denen nicht alle dem durchschnittlichen Liebhaber des Fantasygenres bekannt sein dürften. Gewürzt werden diese Ideen mit einer Prise Skurillität, die herrlich zum Schmunzeln einlädt und zudem wahnsinnig sympathisch ist. Aber leider ist das schon alles, was ich an Olga A. Krouks "Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" loben kann. Der Schreibstil, das A und O eines guten Buches, kann ich nur als unterirdisch schlecht bezeichnen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, das die Perspektiven an mir vorbeiziehen, bis es mir schwer fiel, mich zurechtzufinden. Ereignis für Ereignis wird dem Leser gegen den Kopf geworfen und das mit einer Geschwindigkeit, die weder zum Verweilen noch zum Schwelgen einlädt. Dass dabei kaum etwas näher erläutert wird oder wichtige Erklärung schlichtweg unter den Tisch fallen, verschlimmert die Lage noch. Eben durch diese Eigenschaft fiel es mir extrem schwer, dem Plot zu folgen, der stellenweise wirrer als ein Topf Spaghetti war. Dem Leser präsentiert sich ein Gewühl an verschiedenen Spuren, die am seinem Auge vorbeirauschen und sich schließlich zu einem Ende formen, dass kaum Neues aufweisen kann und sogar ein bisschen lächerlich wirkt. Immer wieder musste ich die Augen verdrehen oder ärgerte mich, weil so viel Potenzial vergeudet wurde. Fazit: "Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" kann mit großartigen Ideen aufwarten, doch Schreibstil und Umsetzung sind so misslungen, dass ich erleichtert aufseufzte, nachdem ich das Buch beendet hatte. Ein weiteres Buch der Autorin werde ich nicht anrühren.

    Mehr
  • Wenn die Welt in Dunkelheit versinkt...

    Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde
    dreamer

    dreamer

    08. April 2014 um 20:44

    ...dann erheben sich die Dämonen aus der Dunkelheit. Vor knapp hundert Jahren haben die Dämonen die Herrschaft übernommen, seither ist die Membran die unsere Welt von der Ihren trennte zerrissen. Zarah lebt in dieser Welt und nicht nur das, sie ist eine Aufseherin und genießt damit unheimliche Vorzüge in der Dämonenwelt. Ihr Leben gerät jedoch mit einem Auftrag aus den Fugen, der nicht so läuft wie sie es sich wünscht und schon bald steht sie auf der Abschussliste ihrer Vorgesetzten, des Ordnungsamtes der Dämonen, weil Ash auf einmal spurlos verschwunden zu sein scheint. Doch Zarah lässt sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, irgendetwas ist faul an dem letzten Fall und vor allem an Ashs verschwinden. Mit ihrer Spürnase macht sie sich auf das Rätsel zu lösen, findet dann jedoch mehr als sie eigentlich wollte... Meine Meinung Schon vor geraumer Zeit haben mich die Metamorph- und Nachzehrer Bücher von Olga A. Krouk fasziniert und gefesselt, daher wollte ich das Fantasy Buch das danach erschien nicht missen. Mit etwas Verspätung las ich also Ihre Geschichte, fand mich aber nicht mehr in einer perfekten und komplex durchdachten Welt wieder, leider eher in einer verwirrenden. Die Aufmachung des Buches gefällt mir ungemein, wer kann einem so tollen Cover auch wiederstehen, auf dem wir nur ein halbes Gesicht einer Frau sehen? Auch der Titel passt recht gut, auch wenn ich persönlich finde, dass er etwas lange ist. (Aber das ist wohl Geschmackssache und ich habe sowieso das Ebook gelesen ;) ) Zuallererst zur Idee an sich. Die Autorin hat sich hier schon was einfallen lassen, auch wenn man über diesen Krieg und den Riss in der Membran die Welten trennt, gerne mehr wissen würde. Auch die Dämonen und ihr Ordnungsamt, die Unterdrückung der Menschen und die menschlichen Zwillinge der Dämonen können sich sehen lassen. Olga A. Krouk beweist mal wieder, dass ihre Fantasie keine Grenzen kennt. Leider aber bleiben wir hier sehr im Unklaren über den Krieg, Zarahs Vergangenheit und dem Geheimnis das es zu lüften gibt. Es enthüllt sich hier sehr viel ganz zum Schluss, wenn man an einige Geheimnisse schon gar nicht mehr denkt oder in seiner Meinung schon festgefahren ist. Manche 180 Grad Wendungen trübten bei mir leider auch etwas die Leselust, weil sie teilweise doch gewollt wirkten. Alles in allem ist der Schreibstil aber unverändert knackig und diesmal um eine Spur jugendlicher. Fazit Etwas schwächer als ihre bisherigen Bücher, dennoch für Fans eines Dämonenabenteuers durchaus wert gelesen zu werden. Für Olga A. Krouks Ausflug in eine Welt voller Dämonen und einer unterdrückten Menschheit gibt es 4 von 5 Wölkchen. Auch von der Autorin Seelentrilogie: "Schattenseelen", "Nachtseelen", "Hexenseelen" Krähenreihe: "Im Visier des Todes", "Im Netz des Verbrechens"

    Mehr
  • Rezension zu "Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" von Olga Krouk

    Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. February 2013 um 17:17

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: anima-libri.de 98 Jahre ist es her, dass die Welt unter gegangen ist. Seitdem leben Engel, Dämonen und Menschen gemeinsam auf der Erde. Die Menschen befinden sich dabei nicht unbedingt in der besten Lage, denn unter den Dämonen haben sie rein gar nichts zu sagen. Einer dieser Dämonen ist die junge Zarah, die sich in einem großen inneren Konflikt befindet, da sie den Menschen einerseits helfen möchte, andererseits aber auch nicht so wirklich ihrem Dämonendasein ausweichen kann. Ich hatte einige Probleme mit Zarah. Mir ist es zu Beginn des Buchs sehr schwer gefallen, mich irgendwie mit ihr zu identifizieren und mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Zwar ist sie unglaublich faszinierend, gerade dadurch, dass sie sehr realistisch und fassettenreich gestaltet wurde, aber irgendwie bin ich einfach nicht mit ihr warm geworden. Erst nach einigen Kapiteln konnte ich so langsam etwas mit mir anfangen, was mir den Einstieg in die Geschichte wirklich nicht leicht gemacht hat. Was mich hingegen sehr begeistert hat, waren die anderen Charaktere, die – ebenso wie Zarah – sehr detailliert und dreidimensional entwickelt waren und, vor allen Dingen, die Stimmung, die in diesem Roman vorherrschte. Denn die war düster und geheimnisvoll und daher durch und durch faszinierend. Ganz toll gemacht und für mich wirklich sehr angenehm und fesselnd zu lesen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" von Olga Krouk

    Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde
    Belladonna

    Belladonna

    12. September 2012 um 09:55

    Beschreibung Nach einem verheerenden Krieg haben die Dämonen die Herrschaft übernommen. Im Jahr 98 nach dem Ende ist es besser ein Dämon zu sein, denn die Membran die einst die dämonische Parallelwelt in Grenzen hielt ist zerstört und rebellierende Menschen werden kurzerhand vernichtet. Die junge Dämonin Zarah führt gemeinsam mit ihrem Freund Ash eine geheime Rettungsaktion für eine menschliche Familie durch obwohl sie weiß das sie das den Kopf kosten kann. Als Ash spurlos verschwindet befindet sie sich in größter Gefahr. Dabei muss sie doch ihre menschliche Schwester Enya vor den Dämonen beschützen. Dennoch gerät sie ins Kreuzfeuer des dämonischen Regimes und wird geächtet. Der einzige der ihr jetzt noch helfen kann ist der Mann den sie am meisten hasst und liebt… Meine Meinung Olga A. Krouks Fantasy Roman "Der Tag an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" spielt in einer dämonischen (dystopischen) Zukunft. Die Dämonen haben die Herrschaft an sich gerissen und unterjochen die Menscheit. Im Regime der Dämonen ist es sterngstens verboten den Menschen zu helfen, Rebellen gegen das System werden verfolgt und zum schweigen gebracht. Die junge Dämonin Zarah steckt mitten in der Ausbildung zur Aufseherin als sie mit ihrem besten Freund Ash in einer waghalsigen Rettungsaktion einer menschlichen Familie helfen möchte. Nun gehört sie selbst zu den Geächteten und hat große Angst um ihre menschliche Schwester Enya, der sie jetzt keinerlei Schutz vor den Dämonen bieten kann. Schon zu Beginn ist der Roman spannend und actionreich. Man wird mitten in's Geschehen geworfen und erst nach und nach erhält man einen Einblick in die dämonische Welt und das Regelwerk des Regimes bei dem Dämonen die überlegene Rasse darstellen und Menschen unterdrückt werden. Im Mittelpunkt steht die junge Dämonin Zarah die anders als andere Dämonen mit ihren Gefühlen zu kämpfen hat und im ständigen Zwiespalt mit sich selbst steht. Als ihr bester dämonischer Freund Ash spurlos verschwindet und sie dringend Hilfe benötigt scheint nur einer ihr helfen zu können: Gallagher, der Mann mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre hatte und der immer noch tiefe Gefühle für sie hegt. Als Zarah klar wird das sie ihn immer noch liebt befindet sie sich schon in einem ungewollten Undercovereinsatz bei einer menschlichen Rebellengruppe. Als Druckmittel dient ihre hilflose Schwester Enya. Besonders herausragend fand ich die Charaktere des Romans. Zarah ist von Anfang an fazinierend durch ihre vielen Facetten und vor allem durch ihre menschlichen Züge hinter dem Dämon. Obwohl mich Zarah ziemlich beeindruckt hat ist eine andere Figur mein absoluter Liebling: Gallagher. Vom ersten Augenblick an erfüllte Gallagher den Roman mit seiner Präsenz – es war Liebe auf den ersten Blick! So etwas kommt bei mir echt selten vor aber Gallagher hat mich einfach umgehauen. Auch wen das Augenmerk auf diesen beiden starken Persönlichkeiten liegt haben alle mitspielenden Rollen einen mitreisenden Charme und ergänzen die Besetzung perfekt! So gibt es neben den Dämonen auch noch Engel, Sirenen, einen Wodjanoi (Wassermann) und eine schwule Fee die ordentlich Schwung in die Geschichte bringen. "Der Tag an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" ist ein geheimnisvoller, finsterer und actionreicher Fantasyroman der mich von der ersten Seite fesseln konnte und während des Lesens viele Fragen aufwirft. Auch wenn ich immer wieder Vermutungen hatte wurden diese einige Seiten später wieder umgeworfen und ich rätselte von neuem. So konnte mich der Roman bis zur letzten Seite mit ungeahnten Wendungen überraschen. Außerdem fand ich die Liebesgeschichte zwischen Zarah und Gallagher ziemlich erfrischend zwischen den ganzen Irrungen und Wirrungen. Das einzige was für eine ziemliche Verwirrung sorgte ist das zwischendurch die Erzählung ohne Vorwarnung von der Vogelperspektive in eine Ich-Prespektive rutscht und man zuerst gar nicht genau weiß um wen es sich handelt. Später wird einem jedoch klar wer hinter dem Ich-Erzähler steckt. Die Autorin konnte mich schon mit ihrer Nachzehrer Trilogie begeistern und "Der Tag an dem meine Schwester zur Dämonin" wurde steht dem in nichts nach. Von mir gibt es 4,5 von 5 Grinsekatzen und eine Leseempfehlung für Fans der düsteren und geheimnisvollen Fantasy! Über die Autorin Olga A. Krouk wurde 1981 in Moskau geboren. In ihrer Kindheit zog sie in die Ukraine und später nach St. Petersburg, wo sie ihre ersten Geschichten aufschrieb. In den 90ern studierte Olga Informatik an einem College und entdeckte zum ersten Mal die Liebe zur deutschen Sprache. 2001 kam Olga A. Krouk nach Deutschland, zuerst lebte sie in Berlin später zog es Olga A. Krouk dann nach Schleswig-Holstein. Ihr Debütroman >>Staub zu Staub<< erschien 2007 im Sieben Verlag. 2009 folgte der Auftakt zu ihrer Nachzehrer-Trilogie im Heyne Verlag. Fazit Ein dämonisch guter Fantasyroman mit überwältigenden Protagonisten. ------------------------------------------------------------ © Bellas Wonderworld; Rezension vom 12.09.2012

    Mehr
  • Rezension zu "Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" von Olga Krouk

    Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde
    FriediM

    FriediM

    05. September 2012 um 16:15

    98 Jahre nach dem Ende der Welt. Viele Jahre in denen sich so einiges verändert hat und der Mensch beinahe vom Aussterben bedroht ist. Zarah ist eine Dämonin aus Hamburg und setzt sich aber in Nacht- und Nebelaktionen für die niederen Wesen ein, um sie vor den dämonischen Absichten zu schützen – bis ihr ein großer Fehler unterläuft. Der Inhalt von “Der Tag an dem meine Schwester zur Dämonin wurde” der Autorin Olga A. Krouk wirkt wie ein vielversprechend dystopischer Fantasyroman, enttäuscht aber leider maßlos. Das Buch hätte eine grandiose Dystopie werden können, in der einen nicht nur viel Witz sondern auch einige mystische Kreaturen erwarten hätten können, doch enttäuschender Weise versucht dieser Roman alles zu sein und ist doch praktisch nichts. Mir tut meine Kritik auch wirklich leid, aber das ist nun einmal meine Meinung. Die Handlung ist wirr, die Protagonistin zu undurchsichtig, und von der Schwester fehlt bis zum Ende leider beinahe jegliche Spur. Anstatt sich einem Fokus der eigentlichen Handlung zu schaffen passiert auf den knapp 450 Seiten einfach unglaublich viel, und das auch noch auf eine sehr abkürzende Art und Weise, sodass ich mir als Leser kaum festhalten konnte was denn nun eigentlich die zentrale Aufgabe Zarahs ist. Fest steht, dass sie eine Dämonin ist der ein Auftrag misslungen ist, sie wird verletzt ins Krankenhaus geliefert, ihr Gefährte Ash kehrt ohne ihr Wissen den Dämonen den Rücken zu und wir zu einem Engel. Zarahs Schwester Enya ist ein Mensch, sitzt im Rollstuhl und wird während ihrer Abwesenheit festgehalten. Und dann gibt es noch Gallagher, welcher Zarahs Exfreund zu sein scheint, sich als Dämon tarnt und gleichzeitig ihr geheimnisvoller Auftraggeber ist. Beim Lesen kommt man der Handlung einfach nicht hinterher, was vielleicht auch dem Schreibstil der Autorin zuzuschreiben ist…natürlich zeichnet sich ein Science Fiction Buch gerade dadurch aus, dass wenig erläutert wird und viele Sachverhalte nicht zusätzlich erklärt werden müssen (der Authentizität wegen), aber es kommen einfach Fragen auf wie: Wieso hat jeder Dämon einen menschlichene Zwilling? Was zeichnet Dämonen aus? Wieso stellt sich Zarah gegen die Dämonen? Neben all diesen Dingen die sich als selbstverständlich erklären trifft der Leser auf unglaublich viele Charaktere, die nichts zum Fortschritt der weiteren Handlung beitragen, sodass man sich immer wieder fragt, was denn nun eigentlich Sinn und Zweck gewisser Aktionen der Charaktere ist. Neben dem Geschehen um Zarah in Hamburg und Umland wird man dann noch mit einer wieder aufkeimenden Liebe zwischen der Dämonin und ihrem Mentor und Exfreund Gallagher konfrontiert, die das Fass zum Überlaufen bringt, und als einziges Zarahs Gefühlswelt zum strahlen bringt. Neben einigen grammatischen Fehlern, wo das Lektorat scheinbar nicht aufgepasst hat, findet man auch inhaltliche Ungereimtheiten, die auf mich nicht nachvollziehbar wirken. Ich habe mir allein im 25. Kapitel 3 größere inhaltlich sehr auffallende Dinge angestrichen, die alleine schon etwas merkwürdig wirken. Direkt zu Beginn schafft Zarah den angeschlagenen Gallagher in ein Boot…kaum beginnt die kurze Beschreibung der Fahrt sitzt die Protagonistin auch schon wenige “Sekunden” später in einem Auto. Woher hat sie das Auto? Dann hat Zarah Angst, dass der Motor während der Fahrt ausfällt, sitzt aber bereits zwei Zeilen später auf einem Pferd und reitet weiter. Vielleicht ist dieses elipsenhafte Schreiben typisch für die Autorin, jedoch kann man sich hier nicht wirklich auf die aprupt verlaufende Handlung einlassen. Auf einer weiteren Seite trifft der Leser dann noch auf eine eher unnötige Wiederholung, die meines Erachtens nicht hätte wiederholt werden müssen – der Vorfall, dass ein Pferdehof von Dämonen überfallen wurde – hier hätte die Autorin wenigstens von der direkten in eine indirekte Rede wechseln können. Der Roman glänzt ausschließlich mit seiner Unvollkommenheit und der Vielfalt an einfach zu vielen fantastischen Figuren. Anstatt sich lediglich auf den Konflikt zwischen den Menschen und den Dämonen zu konzentrieren trifft man nämlich auch noch auf Engel, Sirenen, einen Wassermann und eine schwule Fee…es ist einfach zu viel des Guten. Vielleicht liegt meine Meinung einfach daran, dass ich nicht so sehr mit dem Fantasygenre vertraut bin, aber die Geschichte wirkt auf mich einfach nicht rund. Auch die einschlägigen Liedzitate aus aktuellen Charthits sind teilweise eher unnötig, und auch die Info im Quellenverzeichnis, wo man die Info wie man Feen fängt findet, dass weitere inhaltliche Stellen von Wikipedia entnommen sind, und die enthaltenen Zitate nicht etwa durch das fleißige Lesen von Literatur zusammengetragen wurden, sondern einer Zitateseite entnommen sind, wirkt viel mehr wie eine dilletantische Seminararbeit als ein professioneller Unterhaltungsroman. Das einzig schöne am gesamten Buch ist leider nur das “aquarellige” Cover, welches wirklich hervorragend zum Roman passt. Mehr auf meinem Blog: vitrinenglas.wordpress.com

    Mehr
  • Rezension zu "Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde" von Olga Krouk

    Der Tag, an dem meine Schwester zur Dämonin wurde
    terii

    terii

    20. August 2012 um 13:45

    Inhalt: Es sind 98 Jahre vergangen, seit die Welt untergegangen ist. Dämonen, Engel, aber auch noch Menschen leben nun auf der Erde, wobei die Dämonen die Menschen unterdrücken. Die 17-jährige Zarah ist eine Dämonin. Jedoch versucht sie mit ihrem besten Freun Ash Menschen zu helfen. Bei einem Einsatz wird sie jedoch verletzt und als sie nach Tagen im Koma aufwacht, scheint Ash vom Erdboden verschluckt zu sein. Zarah hat Angst um ihre menschliche Zwillingsschwester Enya, die bei ihr lebt. Als Zarah mit ihrem ehemaligen Geliebten Gallagher Ash' Zwilling töten soll, sich aber gegen Gallagher auflehnt wird sie eine Geächtete. Doch als so eine findet sie mehr über die Rebellion im Hintergund heraus und über den mysteriösen G.host... Eigene Meinung: Da ich so begeistern von Olga A. Krouks Seelen-Trilogie um Wiedergänger und Metamorphen war, musst eich unbedingt auch ihren neuesten Fantasy-Roman lesen. Und was soll ich sagen? Ich bin wieder hellauf begeistert :) Man wird zu Beginn gleich in eine von Zarahs eigentlich verbotenen Missionen mitten hieningeworfen. Die Erklärungen zu den Dämonen, Engeln und wie es zu dem Ende der Welt kam gibt es erst nach und nach. Das kann einen schon leicht verwirren, da die Welt nach ihrem Ende um einiges komplexer und verwirrender geworden ist ;) Zarah ist eine junge und starke Dämonin, die Menschen hilft. Eigentlich dürfte sie nicht so "menschlich" denken und hat genau deswegen einen inneren Konflikt, der sie jedoch um so sympathischer macht. Das wird einem immer wieder klar, besonders wenn sie ihre geliebte Zwillingsswester anschreit, nur weil sie mit Gallagher zu "locker" redet. Menschen haben es nämlich in Krouks Roman alles andere als leicht. Gallagher war ein Charakter, der mich sehr überrascht hat. Er hatte mal etwas mit Zarah am Laufen und wie sollte es anders sein, hegt er immer noch Gefühle für die Dämonin. Es gibt eine Liebesgeschichte, aber diese ist eher unterschwellig. Ihm umgibt ein Geheimnis, dass mich wirklich überrascht hat. Und Ash erst! Um Spoiler zu vermeiden, sei nur so viel gesagt: Die Autorin lässt einen immer wieder eigene Vermutungen aufstellen - die sie dann Seiten später wieder zerstört. Das Einzige was ich zu bemängeln hatte, war, dass die Geschichte aus der 3. Person erzählt wird, aber öfters ein Kapitel mit einem Ich-Erzähler auftaucht. Ich habe ein paar Kapitel gebraucht, um zu kapieren, dass dieses "Ich" nicht Zarah war. Cover und Gestaltung: Auf dem Cover sieht man ein Frauengesicht im Wasserfarben-Stil. Wahrscheinlich soll das Enya sein, was auch zu dem Titel "Der Tag, an dem meine Schwester Dämonin wurde" passt. Die farbliche Gestaltung grau, schwarz, weiß und rot ist sehr stimmig. Empfehlung: Der Roman ist eine Mischung aus Fanasy und Dystopie mit einem Hauch Liebesgeschichte. Es erinnerte mich ein klein bisschen an eine erwachsenere Version von "City Of Bones". Bewertung: "Der Tag, an dem meine Schwester wurde" ist ein sehr interessanter Fantasy-Roman, der in einer dystopischen Welt spielt und den Leser mit überraschen Wendungen ins Staunen bringt. Ich hatte nicht wirklich etwas auszusetzten, warum ich natürlich 5 Herzen vergebe!

    Mehr