Olga Tokarczuk Der Gesang der Fledermäuse

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Inhaltsangabe zu „Der Gesang der Fledermäuse“ von Olga Tokarczuk

Der neue Roman von Olga Tokarczuk ist ein spannender moralischer Thriller. Die schrullige Erzählerin Janina Duszejko, Dorflehrerin für Englisch und im Winter Hüterin der Häuser von Sommerfrischlern auf einem windgepeitschten Hochplateau im Glatzer Kessel, hat zwei Leidenschaften: für Astrologie und für Tiere. Außerdem kämpft sie mit einem tückischen Leiden, liest und übersetzt mit einem ehemaligen Schüler die Gedichte von William Blake und räsoniert über die Sterne, die Menschen und die Bedeutung von Namen. Vor allem aber entwickelt die Erzählerin kuriose Theorien über die an Tieren begangenen Verbrechen. Als in der Umgebung eine Leiche nach der anderen gefunden wird, ist sie, die allgemein als Verrückte angesehen wird, der Polizei immer einen Schritt voraus. Dabei weiß sie das unauffällige Erscheinungsbild einer "alten Frau mit Plastiktüte in der Hand" geschickt zu nutzen. In ihrem einsamen Kampf für die Sache der Tiere legt sie sich mit den Honoratioren der Umgebung, mit der Polizei und sogar mit der Kirche an - und begibt sich dabei in große Gefahr.

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  • Schade, leider nur mittelmäßig.

    Der Gesang der Fledermäuse
    Weltverbesserer

    Weltverbesserer

    19. January 2014 um 22:14

    Die etwas schrullige Janina Duszejko lebt ziemlich zurückgezogen auf einem windigen Hochplateau im Glatzer Bergland in Polen. Im Winter kümmert sie sich um die leeren Sommerdomizile und sie unterrichtet einmal in der Woche Englischunterricht für eine dritte Klasse. Sie interessiert sich für Astrologie und Tiere und ist der Überzeugung, dass sie das komplette Schicksal eines Menschen aus seinem Horoskop herauslesen kann. Immer wider gerät sie mit den Jägern des Ortes aneinander, da sie ihr Handeln für unmoralisch und falsch hält, denn Jagen ist nichts anderes als sinnloses Töten. Alle, außer ihren drei Freunden schütteln über sie den Kopf, denn sie ist der Meinung, dass die Tiere sich irgendwann an den Jägern rächen werden. Und dann kommt plötzlich einer von Janinas Nachbarn um, er erstickt beim Essen an einem Rehknochen. Doch es bleibt nicht nur bei dem  einen Nachbarn, in nur wenigen Wochen taucht eine Leiche nach der anderen auf und Janina begibt sich durch ihre Haltung in große Gefahr. --- Dieses Buch hat mich etwas ratlos zurück gelassen. Die Handlung und das Thema sind an sich ganz spannend und das Buch ist sehr gut übersetzt, doch finde ich es bis auf die ersten 100 und die letzten 50 Seiten äußerst langatmig. So habe ich an manchen Tagen nur 20 Seiten gelesen und dann das Buch gelangweilt zur Seite gelegt. Schade!

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  • Rezension zu "Der Gesang der Fledermäuse" von Olga Tokarczuk

    Der Gesang der Fledermäuse
    Pongokater

    Pongokater

    15. January 2013 um 17:14

    Entdeckt habe ich diesen Roman und diese polnische Autorin durch eine Lesung im Literaturbüro in Detmold. Laura Maire hat so beeindruckend gelesen, dass ich befürchtet habe, das eigene Lesen werde eventuell eine Enttäuschung sein. Aber der Roman ist so stark, dass sich diese Befürchtung nicht erfüllte. Die Autorin entwirft eine alte Frau, weit im Rentenalter, als Erzählerin von Todesfällen in einer besonders abgelegenen Gegend im Südwesten Polens, unweit der tschechischen Grenze. Diese Frau ist sympathisch, aber nicht in jeder Hinsicht vertrauenswürdig. Und so muss sich jeder Leser seinen eigenen Reim machen, wieviel er der Erzählerin glaubt, wenn sie über die Beseeltheit der Tiere und die Macht von Planetenkonstellationen philosophiert. Ein mit wirklicher Sprachmacht komponiertes Werk für jeden mit einer philosophischen Ader und einer Sympathie für unangepasste Menschen!

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  • Rezension zu "Der Gesang der Fledermäuse" von Olga Tokarczuk

    Der Gesang der Fledermäuse
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    21. September 2011 um 17:02

    Janina Duszejko wohnt auf einem Hochplateau im Glatzer Kessel, im polnisch-tschechischen Grenzgebiet. Vor Neuerungen wie Angeberautos ist man zwar auch dort nicht gefeit, aber irgendwie scheint die Zeit dort anders zu laufen. Die allein lebende und leicht verwahrloste Janina gilt als verschroben und ein wenig wunderlich, mehr als andere alte Leute. Nicht nur, dass Janina vom Erstellen von Horoskopen besessen ist und Tiere mehr liebt als Menschen, sie hat in den Augen ihrer Mitmenschen eine noch schlimmere Macke. Als in der Gegend mehrere ermordete Männer gefunden werden, hat Janina eine, allerdings nur für sie, ganz selbstverständliche Erklärung: Die Morde wurden von den Tieren des Waldes begangen, die sich endlich an den Jägern rächen. Denn schließlich hat man bei den Toten Rehspuren und Rehknochen gefunden. Die Polizei allerdings ignoriert diese Hinweise einer vermeintlich Verrückten. Denn Janina spricht im Heizungskeller mit ihrer längst verstorbenen Mutter, und mit den Tieren sowieso. Ist Janina wirklich verrückt? Ist sie eine durchgeknallte Esoterikerin, eine irre Aussteigerin oder doch einfach nur eine ziemlich militante Tierschützerin? Dumm ist sie jedenfalls nicht, denn sie war mal Ingenieurin für Brückenbau und gibt immer noch nebenbei Kindern Englischunterricht. Aber was hat es mit ihrer mysteriösen Krankheit auf sich? Ich fand diese Mischung aus Krimi, Heimatroman, Mystik, Tierschutz und Zivilisationskritik sehr gelungen, und habe Lust bekommen, mal in diese verwunschene Gegend zu fahren. Wer einen ganz besonderen Krimi jenseits des Mainstreams sucht, ist hier goldrichtig.

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