Oliver Bantle Wolfs letzter Tag

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Inhaltsangabe zu „Wolfs letzter Tag“ von Oliver Bantle

Ein gutes Leben und sein Ende – Wolf verabschiedet sich von seinem Rudel. Er zieht ins Moor, um dort zu sterben. Auf seiner letzten Wanderung erinnert er sich an das, was sein Leben reich und satt gemacht hat:
Freundschaft und Liebe.
Trauer und Hoffnung.
Macht und Sehnsucht.
Freude und Schmerz.
Am Abend erreicht er das Moor und erlebt eine Überraschung.

Eine philosophische Geschichte über die Angst vor dem Lebensende und den Mut, den es braucht, um ihm aufrecht entgegenzugehen.

— Moena

Wundervoll erzählte und schön "eingepackte" Geschichte der letzten Reise von Wolf - Rudelführer, Vater, Gefährte - auf seinem Weg zum Tod.

— amomentofsilence

Ein tiefgründiges philosophisches Buch....

— olivia
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  • Über die Angst vor dem Tod und den Mut, den es braucht, um ihm aufrecht entgegenzugehen

    Wolfs letzter Tag

    Moena

    30. November 2014 um 18:44

    Es gibt Bücher, die spannende Geschichten erzählen, die uns über 300 Seiten lang fesseln, berühren und begeistern, die uns in ihre Welten entführen und nicht mehr loslassen wollen, bis wir atemlos die letzte Seite umgeblättert und das letzte Wort gelesen haben. Und dann gibt es jene Bücher, die uns mit sprachlichen Bildern für sich einnehmen statt mit actionreicher Handlung, die uns zu Gedankenreisen einladen, zum Philosophieren und Träumen anregen und uns etwas über das Leben verraten. Ein solches Buch ist »Wolfs letzter Tag« von Oliver Bantle. Der Autor macht einen Wolf zum Protagonisten des 116 Seiten dünnen Büchleins. Wolf – so auch sein Name – spürt, dass sein letzter Tag gekommen ist. Er verabschiedet sich von seinem Rudel, das er einst als Alphatier führte, um ins Moor hinauszuziehen und dort die letzte Ruhe zu finden. Auf seinem Weg blickt er gemeinsam mit verschiedenen Weggefährten zurück auf ein langes, erfülltes Leben, auf Freund- und Feindschaften, Macht, Sehnsucht und Liebe. Dabei muss er sich auch unbequemen Fragen stellen: Was hast du in deinem Leben versäumt? Was bereust du? Würdest du dein Leben verlängern, wenn du könntest? Hättest du es anders leben wollen? Und was bleibt von den wichtigen Erlebnissen und Erinnerungen deines Lebens übrig, wenn du nicht mehr bist? Die Erkenntnisse in »Wolfs letzter Tag« sind nicht neu, in anderen Büchern finden sich ähnliche Ansätze. Trotzdem ist der Roman auf seine Weise einzigartig. Als moderne Fabel führt er den Leser mit poetischer Sprache und tiefsinnigen Gedanken einmal durch Wolfs Leben – und dabei auch ein Stück durch das eigene. Oliver Bantle liefert damit einen literarischen Ratgeber zum Umgang mit dem Tod, der gleichzeitig wertvolle Lektionen über das Leben enthält.

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  • Wolfs letzter Tag

    Wolfs letzter Tag

    Klusi

    30. November 2014 um 16:09

    Der alte Leitwolf weiß, dass sein irdisches Leben zu Ende geht. Er verabschiedet sich von seinem Rudel und überlässt dessen Führung seinen Kindern. Dann macht er sich auf seine letzte Reise ins Moor, um dort zu sterben. Auf dem Weg dorthin kommen die Erinnerungen an vergangene Tage und Erlebnisse, und Wolf hat einige interessante und aufschlussreiche Begegnungen. Was ihn dann im Moor erwartet, ist so ganz anders, als er sich vorgestellt hat. Oliver Bantles neuer Roman, in dem es um die letzten Stunden eines alten Leitwolfs geht, ist eine Fabel, in der vieles gleichnishaft dargestellt wird. Wolfs Gedanken, Erinnerungen und Begegnungen könnte man genauso gut in die menschliche Gesellschaft übertragen. Obwohl nur 113 Seiten stark, ist das kleine Büchlein sehr tiefgründig und regt zum Nachdenken an. “Wolfs letzter Tag” wird als Lebenskunst-Roman vorgestellt. Aber eigentlich geht es dabei eher um die Kunst, mit sich selbst ins Reine zu kommen und das Leben würdevoll hinter sich zu lassen. Es geht um essentielle Glaubensfragen, und man wird in gewissem Sinn mit Wolfs Nahtoderfahrungen konfrontiert. Die sehr ruhige, eher sanfte Geschichte, mit vielen philosophischen Elementen, ist ein geeignetes Buch für Menschen, die sich viele Gedanken um Gott und die Welt, ums Werden und Vergehen machen. Auf jeden Fall ist dies kein Büchlein, das man schnell durchliest und dann weglegt, sondern man kann es immer wieder zur Hand nehmen, um ein wenig darin zu blättern und zu schmökern, und man wird immer wieder kleine Denkanstöße darin finden, die es sich lohnt, weiter zu verfolgen und ausgiebiger darüber nachzusinnen. Hier zitiere ich nur ein Beispiel für so einen amüsanten Satz, der bei genauer Betrachtung viel Tiefe aufweist: “Ist die Freude am Leben zu mager, muss man sie mästen”.

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  • Wundervolles Kleinod!

    Wolfs letzter Tag

    amomentofsilence

    17. November 2014 um 16:06

    Ich bekam die Geschichte von Wolf und dem Abenteuer seines letzten Tages in einer Zeit von einem Freund geschenkt, in der ich persönlich selbst mit einigen Abschieden in meinem Umfeld konfrontiert wurde. So geriet der wirklich wunderschöne Roman von Oliver Bantle zu einem Begleit- und Trostbuch für mich in dieser Zeit. Zu beneiden ist auch Wolf eher nicht - obwohl er doch eigentlich ein erfülltes Leben als Rudelführer, Vater und Gefährte hatte, geht er recht mürrisch und misstrauisch durchs Leben - und in den Tod. Doch seine letzte Reise gerät zu einem vielfältigen Geschenk. Er trifft noch so einige Wesen - Freund, Feind oder gar ehemaliges Opfer - und darf sich so noch an viel Tröstliches erinnern, einiges davon weitergeben und manches sogar wieder gut machen. Oliver Bantle schafft es, in diesem kleinen und zudem sehr schön gestalteten Buch, so viele Lebens- (und Sterbens-) fragen zu streifen, dass mensch berührt und gestärkt aus der Lektüre hervorgeht. Überraschend und erzählerisch wunderschön gerät das Ende von Wolfs´ Reise - eine geradezu übersinnliche Erfahrung, von der ich hier aber aus Spannungs- bzw. "Spoiler-" gründen nicht mehr erzählen mag. Mir hat das Buch sehr viel Freude gemacht und sehr, sehr gut getan - und ich werde es bestimmt dem ein oder anderen lieben Menschen in diesem Jahr unter den Weihnachtsbaum legen...

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  • Ein Lebenskunst-Roman, der unsere Einstellung ins richtige Licht rückt...

    Wolfs letzter Tag

    olivia

    17. November 2014 um 11:00

    Ein Lebenskunst-Roman, als solcher wird dieser hier tituliert. Und da kann ich nur zustimmen. Eine wunderschöne Geschichte des Leitwolfes, Wolf, der den letzten Tag seines Lebens erlebt und der sich - nach Verabschiedung von seinem Rudel - ins Moor zum Sterben zurückzieht. Auf seiner Wanderung dorthin trifft Wolf viele Tiere, die ihm Fragen stellen, wozu sie im Normalfall - denn bei einem sonstigen Zusammentreffen hätte er sie naturgemäß gejagt - nicht in der Lage gewesen wären. Zu diesen Tieren zählen u. a. ein kleines Mäuschen, ein Artgenosse und eine Eule. "Die Vögel zwitschern. Der Wind pfeift. Der Bach blubbert. Die Bienen summen. Die Mäuse piepsen. Das ganze Getöse eben, das die Welt erfüllt." "Respektiere ich mich, begegnet man mir mit Respekt. Bin ich ehrlich zu mir, sind es die anderen auch - so gut sie das eben können." Viele kleine Lebensweisheiten findet man in dieser Fabel, in der Wolf sein Lebensende auf sich zukommen fühlt - wovon man einiges auf die menschliche Realität gut übertragen kann. Die Vorstellung, sein Lebensende einen Tag lang bewusst vorherzusehen und sich von allem/allen verabschieden zu können, ist auf ihre Weise sehr schön und auch gleichzeitig erschreckend. Hier besteht die Möglichkeit, die sich fast alle Menschen wünschen, nämlich genau die Gedanken und Gefühle noch einmal ausdrücken zu können, bevor es zu spät ist und sie somit für die Hinterbliebenen ungesagt bleiben würden. Was aber gleichzeitig auch Angst einflössend wirkt, da man sich auf etwas vorbereitet, von dem man einfach nicht genau weiß, wie es sein wird.... Schön finde ich auch die Begebenheit, dass Wolf beim Übergang vom Leben zum Tod von einer Schlange begrüßt wird, die ihm trostspendende Worte seiner Eltern, Großeltern übermittelt, die seine Angst ein wenig nehmen. Denn trotz seines Leitwolfdaseins ist er selber in Anbetracht des Todes ehrfürchtig und etwas beängstigt. Der Roman "Wolfs letzter Tag" ist ein kleines, tiefgründiges Büchlein, dass uns bewusst macht, wirklich wichtige Dinge des Herzens immer in den Vordergrund zu stellen - und zu handeln, ehe es dafür zu spät ist! Denn das ist sicherlich ein wichtiges Lebensziel....

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  • Nachdenklich und philosophisch.

    Wolfs letzter Tag

    Liss

    08. November 2014 um 16:20

    Wolf ist ein tapferes Tier, das sich ins Moor zurückzieht. Man begleitet ihn auf einer relativ kurzen Reise und macht Bekanntschaft mit vielen anderen Tieren aus dem Wald und mit seinen Erinnerungen. Was mir gut gefallen hat, waren die unterschiedlichen Tiere und ihre Eigenschaften. Es gibt Raben, Bären und auch Schlangen, die in ihrer Persönlichkeit schon irgendwie so sind, wie sie allen Menschen beigebracht wurden und das manchmal auf eine lustige Weise. So ist der Rabe doch ziemlich tückisch und gierig und vielleicht nicht immer ganz zuverlässig. Etwas schade hingegen empfand ich die Dauer der Tiere. Sie bleiben alle nur für wenige Seiten, sodass sie, wenn man sie gerade kennengelernt und an sie gewöhnt hat, auch schon wieder weg sind. Der Autor rast ziemlich durch die ganze Geschichte. Er hätte sich ruhig 100 Seiten mehr Zeit lassen und die Gespräche und Begegnungen ausbauen können. Zum Ende hin wurde es sehr philosophisch. Es geht um das Leben nach dem Tod, Glauben und auch die Entstehung der Welt. Der Autor hat bestimmt seine Sicht der Dinge auf's Papier gebracht und an schönen Beispielen verdeutlicht. Ich habe diese Geschichte immer noch im Kopf und fand sie sehr anschaulich und irgendwie auch beruhigend. Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, da sowohl ziemlich kurze prägnante Sätze als auch längere Passagen gemischt sind, kann man sich schlecht an eine Schreibweise gewöhnen. Dabei versucht Herr Bantle allerdings viele Dinge sehr ausdrucksstark und anschaulich darzustellen. Das hat mir gut gefallen. Manchmal wirkt der Schreibstil allerdings auch etwas alt(modisch), was allerdings auch zu diesem Buch passt. Fazit                                                                                                                     "Wolfs letzter Tag" ist wahrscheinlich ein Buch, was nicht Jedermann gefällt. Es geht um ernste Themen wie das Leben nach dem Tod oder den Glauben, aber auch das Leben als Ganzes, was auf eine sehr anschauliche Art mit Hilfe von Tierpersönlichkeiten erzählt wird. Mit etwas mehr Seiten und ausgedehnteren Begegnungen, hätte dieses Buch fast die volle Punktzahl erreicht. 4/5 Punkte.

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