Oliver Bottini

 4 Sterne bei 421 Bewertungen
Autor von Mord im Zeichen des Zen, Im Sommer der Mörder und weiteren Büchern.
Autorenbild von Oliver Bottini (© Hans Scherhaufer)

Lebenslauf

Oliver Bottini wurde am 21. April 1965 in Nürnberg geboren. Er ist deutscher Schriftsteller und Journalist. Seine Jugend verbrachte Bottini in München, welches er nach dem Gymnasium und Zivildienst verließ, um sich den Traum eines anderen Lebens zu erfüllen: Für ein halbes Jahr bereiste er Australien und Neuseeland. Nach dieser Zeit fasste er den Entschluss, vorbereitend als beruflichen Weg des Autors, Germanistik, Italianistik sowie Markt- und Werbepsychologie an der LMU in München zu studieren. Seit 1995 ist er als freiberuflicher Lektor und Autor tätig und widmet sich in seiner Freizeit sportlichen Aktivitäten, wie Kung Fu und Qi Gong. 1999 und 2001 erhält Oliver Bottini erste Literaturstipendien von der Stadt München und der Bertelsmannstiftung. Um sich beruflich ein zweites Standbein zu sichern, geht Bottini 2001 einer zweijährigen Ausbildung in Familien- und Wirtschafts- Mediation nach. Der Durchbruch Bottinis kommt für ihn mit dem Kriminalroman „Mord im Zeichen des Zen“, für den er 2005 den 3.Platz des Deutschen Krimi Preises empfangen darf. In seinen Kriminalromanen entwirft Bottini die Freiburger Hauptkommissarin Louise Bonì. Mit sehr viel Bedacht und hinreichend Zeit wachsen seine Romane, die vor Spannung, Humor und Struktur glänzen.

Alle Bücher von Oliver Bottini

Cover des Buches Mord im Zeichen des Zen (ISBN: 9783832163112)

Mord im Zeichen des Zen

 (102)
Erschienen am 17.12.2019
Cover des Buches Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens (ISBN: 9783832164782)

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

 (52)
Erschienen am 17.03.2019
Cover des Buches Im Sommer der Mörder (ISBN: 9783832163129)

Im Sommer der Mörder

 (59)
Erschienen am 13.01.2016
Cover des Buches Im weißen Kreis (ISBN: 9783832163877)

Im weißen Kreis

 (41)
Erschienen am 16.11.2016
Cover des Buches Im Auftrag der Väter (ISBN: 9783832163136)

Im Auftrag der Väter

 (37)
Erschienen am 18.07.2016
Cover des Buches Jäger in der Nacht (ISBN: 9783832163143)

Jäger in der Nacht

 (31)
Erschienen am 21.09.2015
Cover des Buches Ein paar Tage Licht (ISBN: 9783832163228)

Ein paar Tage Licht

 (27)
Erschienen am 17.12.2019
Cover des Buches Der kalte Traum (ISBN: 9783832162283)

Der kalte Traum

 (20)
Erschienen am 20.05.2013

Neue Rezensionen zu Oliver Bottini

Cover des Buches Einmal noch sterben (ISBN: 9783832166960)
H

Rezension zu "Einmal noch sterben" von Oliver Bottini

Geheimdienstversagen - Echt tödlich
Hansliestvor 6 Monaten

Es geht um den bevorstehenden Krieg gegen den Irak und das Handeln der Geheimdienste. Vor diesem realen Hintergrund entwickelt sich eine rasante und tiefgründige Story rund um ein katastrophales Versagen eines Geheimdienstes. Obwohl man in Kenntnis der historischen Tatsachen rasch ahnt, in welche Richtung die Geschichte laufen muss, bleibt dieser zu Recht als "Spionagethriller" beworbene Krimi bis zur letzten Seite spannend. 

Ob Sprache oder Komposition der Story, Hintergründe oder Fiktion, alles ist in diesem Roman vom Feinsten. Mit dem Agenten Jaromin fiebert man als Leser bis zum Ende mit. Gepfeffert mit perfekter Fallenstellerei rast Jaromin auf das Ende zu ... Jeder Satz zu viel wäre schon gespoilert - ein Kompliment auch an den Klappentext.

Wer auf Spionagethriller steht, muss dieses Buch lesen. Fantastisch!

Cover des Buches Einmal noch sterben (ISBN: 9783832166960)
Lesewesens avatar

Rezension zu "Einmal noch sterben" von Oliver Bottini

Die Rolle des BND im Irakkrieg
Lesewesenvor 8 Monaten

Letztes Jahr bekam ich für den Autor eine große Empfehlung und habe mich nach über 20 Jahren mal wieder an einen Politikroman getraut. Ja, Bottini nennt es einen Roman, auch wenn die Spannung an vielen Stellen mit einem Thriller mithalten kann.

Nun ist es nicht gerade mein Wohlfühlgenre, aber schon nach ein paar Seiten fühlte es sich für mich an, als lese ich einen Carré.

Worum gehts?
2003 präsentiert der US-amerikanische Außenminister Powell angebliche Beweise für Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen. Seine Quelle ist »Curveball«, ein fragwürdiger Informant des BND. Obwohl berechtigte Zweifel an dessen Aussage existieren, nutzt die Bush-Regierung sie als Legitimation für den Krieg gegen den Irak. Deutschland unter der Schröder-Regierung wird sich nicht daran beteiligen. So viel zu den Fakten. Im Roman gibt es eine irakische Regierungsgegnerin, die beweisen kann, dass Curveball lügt. Der Krieg könnte also noch abgewendet werden. Doch nun beginnt ein fieses Intrigenspiel. Frank Jaromin, Agent beim BND, wird nach Bagdad geschickt, um die Übergabe der Gegenbeweise zu sichern, doch schon seine Reise verläuft nicht wie gewünscht. Seine Mission läuft gründlich schief.
Gleichzeitig versucht die BKA-Sonderermittlerin Hanne Lay, die Identität Curveballs zu überprüfen, auch ihr werden von verschiedenen Seiten Steine in den Weg gelegt.
Schnell wird klar, dass beiden ein Gegner aus den eigenen Reihen gegenübersteht, eine Seilschaft, die im Gegensatz zur deutschen Regierung Interesse an dem Krieg hat.
Bottini hält sich natürlich an den Lauf der Geschichte, aber er stellt die Frage, ob der Krieg nicht frühzeitig hätte verhindert werden können. Was wäre gewesen, wenn? Und so konstruiert er einen vielschichtigen Plot, in dem es um Loyalität und Vertrauen, Verrat und verborgene Wahrheit geht.

Denn auch wenn man im Nachhinein festgestellt hat, dass Curveball gelogen hat, so bleiben doch einige Fragezeichen – wie das immer so ist, wenn Geheimdienste ihre Finger im Spiel haben. Bottini nutzt die Lücken, um seine Fiktion anzusiedeln und neue Fragen aufzuwerfen. Wie weit kann man staatlichen Institutionen trauen? Inwieweit war Deutschland tatsächlich am Krieg beteiligt? Dabei driftet Bottini aber nie ins Reich der Verschwörungstheorien ab.
Aber auch seine Figuren widmet er eine tiefe Charakterzeichnung. Was macht es mit einem, wenn man jahrelang als Agent arbeitet, seine Familie, die nichts davon wissen darf, daran zerbricht?
Bottins Politthriller ist ein absolut lesenswertes Buch, hochkomplex und rasant geschrieben. Schauplätze und Kapitel lösen sich in rascher Folge ab, und ganz allmählich verknüpfen sich alle Handlungsfäden. Köpfe rollen, Fäden werden gesponnen, Kollateralschäden in Kauf genommen. Die Welt ist und bleibt ein Wirrwarr aus Machtinteressen, die wir wohl nie durchschauen werden.
Erst dachte ich ja, dass ich an dem Genre scheitere, aber dem war nicht so. Ich habe mich zwar kurz in den historischen Hintergrund eingelesen, aber mit seiner Geschichte hat er mich restlos gefesselt.
Absolut verdienter 2. Platz beim Deutschen Krimipreis 2022.

Cover des Buches Im Auftrag der Väter (ISBN: 9783491912793)
Jorokas avatar

Rezension zu "Im Auftrag der Väter" von Oliver Bottini

Selbsterfüllende Vorahnungen
Jorokavor einem Jahr

Ein fremder Mann verschafft sich Zugang in das Haus einer Familie in der Nähe von Freiburg. Er teilt dabei mit, es wäre sein Haus und sie hätten 7 Tage Zeit, sein Haus zu verlassen. Er zitiert einen Psalm aus der Bibel und verschwindet so schnell, wie er aufgetaucht ist. Ein Psychopath? Kommissarin Louise Bonì versucht das heraus zu finden und stößt dabei auf Hinweise, dass es eine missliche Verbindung zwischen Familienvater und Fremden gibt. Dunkle Befürchtungen beginnen sie zu quälen...


Ein Krimi mit stark psychologischem Einschlag und den Themen Rache und Vergeltung, mit Bezügen zu den kriegerischen Konflikten im ehemaligen Jugoslawien in den 90igern und der


Verwicklung der deutschen Bürokratie und der eigentlich unschuldigen ausführenden Instanz.


Insgesamt kommt auch die Polizei recht schlecht dabei weg.


Darüber hinaus die indirekte Konfrontation zweier unterschiedlich verwundeter Seelen, der Kommissarin und dem unheimlichem Fremden.


Es handelt sich wohl um eine Reihe und bereits der 3. Fall von Louise Bonì. Für mich war es aber der erste. Ein Kollege von Louise heißt Matz-Benedikt. Wie man auf solch eine Namensgebung kommen kann?


Beim Zuhören findet eine direktere Auseinandersetzung mit einem Krieg statt, den ich bisher nur aus den Medien kenne. Neu war mir auch, dass auch im ehemaligen Jugoslawien vor dem 2. Weltkrieg eine größere deutschstämmige Volksgruppe lebte und dass mit ihnen nicht schonend verfahren wurde. Diese geschichtlichen Bezüge empfand ich nicht als uninteressant.


5 CDs (über 6 Stunden), gekürzte Lesung


Fazit: Der Krimi wird von Martina Gedeck gelesen. Hat sie nicht selber auch mal eine Kommissarin gespielt? Hm, vielleicht täusche ich mich da auch. Jedenfalls nimmt man ihr im vorliegenden Hörbuch die verletzliche Ermittlerin ab. Ihr Stil ist für mich eine Aufwertung des Buchstoffes und bringt den 4. Stern.



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Zusätzliche Informationen

Oliver Bottini wurde am 20. April 1965 in München (Deutschland) geboren.

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