Oliver Bottini Der kalte Traum

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Inhaltsangabe zu „Der kalte Traum“ von Oliver Bottini

Rottweil, eine idyllische Stadt in Schwaben: Sasa Jordan steht vor dem Hof der Familie Bachmeier und wartet. Sie sehen ihn von drinnen. Aber er wartet ab. Er hat Zeit. Zeit ist alles, was er braucht, bis sie zermürbt sind – bis sie ihm freiwillig geben, was er will. Thomas Cavar war Deutscher. Gerade hatte er sein Abitur bestanden, die Zukunft wirkte vielversprechend. Doch dann kam der Krieg, der alles änderte: War nicht Kroatien seine richtige Heimat? Musste er nicht kämpfen für die Unabhängigkeit? Thomas Cavar kämpfte – und fiel. Jetzt, fünfzehn Jahre später, tauchen plötzlich Fragen zu seinem Tod auf: Yvonne Ahrens, Journalistin in Zagreb, stößt auf Hinweise zu kroatischen Kriegsverbrechen und auf einen Soldaten, der daran beteiligt gewesen sein soll. Richard Ehringer, Ex-Politiker, bittet seinen Neffen bei der Polizei in Berlin, mehr über Cavars Kriegseinsatz herauszufinden. Und Sasa Jordan, kroatischer Geheimdienstler, forscht in Rottweil nach. Dort, wo alles begann. Irgendjemand muss etwas über Cavar wissen – zum Beispiel, ob er noch lebt. Eine kaltblütige Hetzjagd beginnt …

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    Der kalte Traum
    walli007

    walli007

    30. May 2015 um 12:48

    Im schönen Städtchen Rottweil des Jahres 2010 beginnt ein Fremder, Fragen nach dem Verbleib von Thomas Cavar zu stellen. Soweit bekannt ist, kam dieser im Jahr 1995 im Jugoslawien-Krieg um und wurde in einem Massengrab verscharrt. In Berlin wird Kommissar Lorenz Adamek von seinem Onkel, dem ehemaligen Politbeamten Dr. Ehringer, gebeten über Cavar Nachforschungen anzustellen. Ehringer, der nach einem schweren Unfall im Rollstuhl sitzt, kann nicht selbst nach Rottweil fahren, über die genauen Hintergründe seiner Bitte lässt er seinen Neffen allerdings im Unklaren.  Mit seinen Ermittlungen taucht Kommissar Adamek in eine fremde Welt. Nach und nach muss er die Puzzleteile zusammen setzen, während der Leser in Rückblenden vom Leben des Thomas Cavar erfährt und die Entwicklung verfolgen kann, die ihn ins ehemalige Jugoslawien führt. Erschreckend wie weit die Auswirkungen dieser Ereignisse in die Gegenwart hereinreichen und immer noch über das Leben einzelner Personen bestimmen. Wie kann es sein, dass Cavar in Deutschland geboren und eigentlich Deutscher, in die politischen und gewalttätigen Umbrüche verwickelt wird. Sind es die Älteren, die selbst nicht mehr kämpfen können und ihre Kinder beeinflussen oder sind es die eigenen Überlegungen?  Warum ziehen Menschen in einen Krieg, der so nah war und doch aus der heutigen Lebenswirklichkeit entrückt scheint. Natürlich regt es zum Nachdenken an, die Politisierung oder auch Radikalisierung der Jungen, was bewegt sie. Gerade bei den aktuellen Entwicklungen, denen man zum Teil fassungslos gegenüber steht, könnte sich ein besseres Verständnis bilden. Doch mit zwar hervorragend recherchierten aber leider allzu vielen Fakten, kann sich der Leser überfordert fühlen und die Verbindung zu der Handlung und den Personen verlieren oder nicht erst aufbauen. So beginnt der Roman wie eine Reportage, die für sehr an diesem Krieg Interessierte wahrscheinlich ausgesprochen spannend ist, anderen jedoch einiges abverlangt, um bei der Stange zu bleiben. Erst wenn die eigentlichen Begebenheiten in der Gegenwart in den Vordergrund treten, ist auch der etwas eingeschüchterte normal wissende und normal interessierte Leser gefesselt. Um für das Buch wahrhafte Begeisterung zu empfinden zu können, sollte ein Leser möglicherweise eher berichtenden Büchern zugeneigt sein. Wer einen straighten Thriller erwartet, ist vielleicht etwas enttäuscht.

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  • Rezension zu "Der kalte Traum" von Oliver Bottini

    Der kalte Traum
    Idomeneo-Bodan

    Idomeneo-Bodan

    11. August 2012 um 14:31

    Ein (Kriminal)Roman auf hohem literarischen, gesellschaftlichem und psychologischem Niveau. Die Frage von persönlicher, politischer und gesellschaftlicher Schuld wird vielschichtig beleuchtet und gibt Denkanstösse. Zudem holt der Roman einen bereits wieder vergessenen Krieg auf eine feinfühlige Weise wieder in das Bewusstsein. Ein Buch, das ich gerene weiter empfehle.

  • Rezension zu "Der kalte Traum" von Oliver Bottini

    Der kalte Traum
    yurimari

    yurimari

    21. May 2012 um 17:43

    Oliver Bottinis Roman der kalte Traum erzählt von den jugoslawischen Zerfallskriegen aus deutscher Perpektive. Natürlich hält der geneigte Leser kein allumfassendes Kriegswerk in Händen. Der Autor hat es geschafft eine sehr spannende fiktive Geschichte mit einzelnen realen Ereignessen geschickt zu verweben. Den Fokus bilden kroatischen Emigranten in Deutschland und am Rande spielt auch das Verhalten der deutschen Politik gegenüber Jugoslawien eine Rolle. Ich selbst war wohl damals noch zu jung um mich an die hässlichen Ereignisse erinnern zu können, aber eine kleine Internetrechersche konnte mir da zügig auf die Sprünge helfen, so dass ich zu keiner Zeit das Gefühl hatte von dem politischen Hintergrund des Buches erschlagen zu werden. Falls doch einmal alle Stricke reißen sollten, gibt es eine kleine Karte und ein Personenverzeichnis am Ende des Buches. Ich empfehle jedoch in Letzteres nur reinzuschauen, wenn wirklicher Bedarf vorhanden ist, da eine ausführliche Lektüre über noch nicht vorgestellte Charaktere durchaus die eine oder andere Szene kaputt machen kann. Besonders gut gefallen hat mir, neben der Geschichte, die gut vom kurzweiligen, aber einfachen Schreibstil und relativ kurzgehaltenen Kapiteln gestützt wird, die subtile Medienkritik des Autors. Hier in Form der fast schon übermotivierten Journalistin Yvonne Ahrens, die zwar hauptsächlich mit ihren eigenen Problemen beschäftigt scheint, sich aber ausserordentlich naiv über die spannend gefährlichen Situationen freut in die sie mitunter zu geraten pflegt. Für mich ein außerordentlich fesselnder Politthriller, der auf gelungene Weise politische und historische Elemente aufgreift und in einem spannenden Kriminalroman kombiniert. Wegen der etwas düsteren Atmosphäre empfehle ich mit dem Lesen auf den Oktober zu warten... (^.^)

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