Oliver Buslau

 3.9 Sterne bei 92 Bewertungen
Autor von Der Vampir von Melaten, Die Tote vom Johannisberg und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Oliver Buslau

Oliver Buslau, 1962 in Gießen geboren, wuchs in Koblenz auf und studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Bibliothekswissenschaft in Köln und Wien. Nach seinem Studienabschluss im Jahre 1990 arbeitete er bei der Kölner Schallplattenfirma EMI Classics und als Verlagsredakteur, danach als freier Autor von Texten über klassische Musik. Nach Jahren freier Mitarbeit bei verschiedenen Schallplattenfirmen und Musikzeitschriften begann Oliver Buslau 1999 Kriminalromane zu schreiben. Sein erster Krimi „Die Tote vom Johannisberg“, der 2000 erschien, war der Auftakt zu einer Serie um den Wuppertaler Privatdetektiv Remigius Rott, dessen weitere Fälle unter den Titeln „Flammentod“ 2001, „Rott sieht Rot“ 2002, „Bergisch Samba“ 2004, „Bei Interview Mord“ 2005 und „Neandermord“ 2008 erschienen. Der Kriminalroman „Schängels Schatten“ (2003) spielt in Buslaus alter Heimatstadt Koblenz. Das Buch handelt von dem Reiterstandbild am Deutschen Eck. 2006 kam „Das Gift der Engel“ hinzu – ein in Bonn spielender Roman um die Themen Klassische Musik und Rheinromantik. 2009 erschien „Die fünfte Passion“ – ein Thriller um Geheimnisse in der Musik von Johann Sebastian Bach., außerdem der Fantasythriller „Der Vampir von Melaten". Auch als Autor vom Kurzkrimis und Kurzgeschichten hat sich Oliver Buslau, der heute in Bergisch Gladbach lebt, einen Namen gemacht. Im Jahre 2000 gründete er die Zeitschrift „TextArt – Magazin für Kreatives Schreiben“, die er als Chefredakteur und Mitherausgeber leitet. Er ist außerdem auch als Dozent für Kreatives Schreiben tätig und gibt Kurse im Krimischreiben.

Alle Bücher von Oliver Buslau

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Der Vampir von Melaten

Der Vampir von Melaten

 (10)
Erschienen am 01.10.2009
Die Tote vom Johannisberg

Die Tote vom Johannisberg

 (8)
Erschienen am 01.04.2000
Altenberger Requiem

Altenberger Requiem

 (7)
Erschienen am 29.03.2011
Bergisch Samba

Bergisch Samba

 (7)
Erschienen am 24.10.2016
Die Orpheus-Prophezeiung

Die Orpheus-Prophezeiung

 (7)
Erschienen am 18.11.2013
Neandermord

Neandermord

 (6)
Erschienen am 01.05.2008
Schatten über Sanssouci

Schatten über Sanssouci

 (5)
Erschienen am 31.07.2012
Das Gift der Engel

Das Gift der Engel

 (6)
Erschienen am 01.10.2006

Interview mit Oliver Buslau

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich schreibe schon seit meiner Schulzeit, war jedoch zuerst Journalist und Sachbuchautor, bevor ich Ende der 90er mit dem Krimischreiben begann. Damals hatte ich die Idee, einen Mord in einem Konzertsaal geschehen zu lassen, kam aber erst nicht weiter, weil ich keinen Saal fand, in dem das so möglich ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich wurde dann in der historischen Stadthalle Wuppertal fündig. Dieser wunderschöne Konzertsaal aus dem Jahre 1900 heißt „Stadthalle am Johannisberg“. Ich habe den Mord dort geschehen lassen und dafür den Wuppertaler Privatdetektiv Remigius Rott erfunden, der dann aufgrund des Erfolges dieses Erstlings zur Serienfigur wurde. Der erste Krimi „Die Tote vom Johannisberg“ erschien im Jahre 2000. Rott hat mittlerweile (Stand 2010) fünf weitere Fälle gelöst.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Sehr viele, aus unterschiedlichen Genres. Ich kehre aber immer wieder zu Stephen King, Georges Simenon und Elmore Leonard zurück.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Für meine Bergischen Krimis um Remigius Rott brauche ich mich nur im Bergischen Land umzuschauen, um auf Ideen zu kommen. Da gibt’s jede Menge alter Mühlen, Wälder, Sehenswürdigkeiten wie das Neandertal oder den Altenberger Dom, es sind Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal, die durch ihre Schauplätze oder ihren Menschenschlag inspirieren. Besonders anregend finde ich auch kulturhistorische Rätsel – wie zum Beispiel das bei weitem noch nicht gelöste Geheimnis der verschlüsselten Botschaften im Werk von Johann Sebastian Bach, aus dem ich den Thriller „Die fünfte Passion“ gemacht habe. Zu meinem Fantasyroman „Der Vampir von Melaten“ haben mich Kölner Kirchen und natürlich der berühmte Melatenfriedhof inspiriert.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich habe eine Mailingliste, zu der man sich durch eine Nachricht an mich anmelden kann, ich pflege Internet-Netzwerke und so weiter. Wichtig ist aber auch die Bereitschaft, auf die Fragen der Leserinnern und Leser einzugehen, die ich durchaus habe. Das liegt auch daran, dass ich den handwerklichen Seiten des Schreibens gegenüber sehr offen bin. Parallel zu meiner schriftstellerischen Arbeit habe ich im Jahre 2000 die Zeitschrift „TextArt – Magazin für Kreatives Schreiben“ gegründet, die sich explizit an Menschen wendet, die das Schreiben lernen wollen.

Wann und was liest Du selbst?

Ich komme leider meist erst abends zum Lesen. Ich pendle immer zwischen aktuellen Krimis oder Büchern aus anderen Genres und Klassikern, die ich wieder oder erstmals lese, hin und her. Es geht also ziemlich durcheinander.

Neue Rezensionen zu Oliver Buslau

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Rezension zu "Wahn" von Oliver Buslau

Detektiv im Leerlaufmodus
Babschavor 9 Monaten


Remi Rott, der eigenwillig-linkische Wuppertaler Privatdetektiv, knabbert hier bereits an seinem zehnten Fall, der ihn in die Wahner Heide südlich von Köln führt, wo es wie gehabt einen mysteriösen Todesfall rund um okkultische Mythen aufzuklären gilt. Seine Freundin Wonne aus Bergisch Gladbach hat im Gegensatz zu seinem eigenen, eher praktisch und unkompliziert gestrickten Ego eine Art Midlife-Crisis und hadert mit ihrer Beziehung, was dem armen Remi dann doch etwas mehr als gewöhnlich zusetzt. Und so versucht der bergische Marlowe, immerhin auch schon fast Mittfünfziger, nochmal, unter Aktivierung aller Reserven und mittels der üblichen Zuhilfenahme von Bier und Beziehungen, seinem Ruf gerecht zu werden.



Was hier leider nicht so richtig gelingt. Mit dem neuesten Fall aus der Feder des Autors Oliver Buslau zeigt sich, dass seinem bisher so brillant gezeichneten, eigenbrötlerischen Schnüffler irgendwie allmählich die Puste auszugehen scheint. Sehr schade! Zu gleichartig die Ideen, zu stereotyp die Figuren, viel zu wenig pointiert, da ist der Weg zu gepflegter Langeweile des Lesers leider nicht sehr weit. Das Ganze bräuchte mal Veränderung, neuen Schwung, Transformationen. So aber dümpelt der ewig mittellose Remi einer nicht eben rosigen Zukunft entgegen, die in absehbarer Zeit im literarischen Orkus enden könnte.



Ziemliche Enttäuschung bei einem eingeschworenen Rott-Fan der ersten Stunde. Mit zugedrückten Augen ganz knappe drei Sterne.

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Rezension zu "Wahn" von Oliver Buslau

Sympathisch, abgewrackt, aber erfolgreich, das Credo eines guten Romandetektivs.
detlef_knutvor einem Jahr

Im zehnten Roman um Privatdetektiv Remigius Rott geht es ins mordende und kriminelle Bergische Land. Zentraler Schauplatz ist die Wahner Heide im Südosten Kölns. Detektivtypisch ist Remi, wie Rott von seinen Freunden genannt wird, wieder mal total abgebrannt und benötigt unbedingt einen neuen Auftrag, um seine Miete bezahlen zu können. Da kommt ihm ein Auftrag zum Beschatten einer untreuen Ehefrau gerade recht. Doch seine Ergebnisse dem knauserigen Ehemann zu präsentieren, bereitet ihm Probleme: Die Frau geht gar nicht fremd. Sie trifft sich zwar mit Männern, doch die sind schwul und wollen nichts von Frauen wissen.

Zufällig lernt Remi beim Beschatten jedoch einen Mann kennen, der auf Rache aus ist. Gleichzeitig wird in der Gegend von Münster ein Mann von einer Tierschützerin umgebracht, die aus dem Rheinland stammt und dorthin geflüchtet ist. Remi bekommt von deren Tante den Auftrag, nach dem Mädchen zu suchen, bevor sie von der Polizei aufgespürt wird. Das ist schließlich der Auftrag, der Rott seine Miete bezahlen lässt.

Oliver Buslau hat seinen Detektivroman mit viel Lokalkolorit ausgestattet, in dem der gesamte Osten Kölns abgedeckt wird, Flieger vom Köln-Bonner Flughafen durch die Lüfte rauschen. Allerhand regionale Sagen- und Geisterfiguren pochen auf ihre Daseinsberechtigung. Verworren und spitzfindig entwickeln sich die Fälle bzw Aufträge, die der Protagonist zu bewältigen hat. Dabei grummelt im Hintergrund die Beziehung zu Rotts Freundin, einer Journalistin. Den Versuchungen einer neuen Bekanntschaft muss Rott teils vergeblichen Widerstand entgegenstellen.

Ein sehr guter Kriminalroman, den alle mögen werden, die gerne in verzwickten Fällen mitermitteln. Das Genre des Detektivromans versetzt ihn in eine besondere Rolle, obwohl er da den typischen Klischees folgt, die dieses Genre ausmachen. Sympathisch, abgewrackt, aber erfolgreich, das Credo eines guten Romandetektivs.
Diesen Roman empfehle ich sehr gern.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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Rezension zu "Schatten über Sanssouci" von Oliver Buslau

Atmosphärisch dichter Kriminalfall am Hofe Friedrischs II.
Jana68vor 2 Jahren

Mit "Schatten über Sanssouci" hat Oliver Buslau einen beeindruckenden historischen Kriminalroman vorgelegt, der im Umfeld Friedrich des Großen wenige Jahre nach den Schlesischen Kriegen angesiedelt ist. Es ist Friedenszeit in Preußen und Friedrich II. hat gerade seine Sommerresidenz Sanssouci bezogen, wo er allabendlich Kammerkonzerte aufführt und sich mit allerhand Größen seiner Zeit zu "intellektuellen" Abendessen trifft. Wenngleich der eigentliche Kriminalfall etwas Zeit braucht, ehe er sich vollends entfaltet, gelingt es dem Autor ausgezeichnet, ein Bild des Lebens und des militärisch geprägten Alltags in und um Potsdam zu zeichnen. Es baut sich eine atmosphärische Dichte auf, in die der Kriminalfall bestens eingebettet ist. Die Hauptfigur Quantz, seines Zeichens gut bezahlte Kammermusikus an Friedrichs Hof, fällt in Ungnade als ein Lakai zunächst verschwindet, später tot aufgefunden wird und bei ihm entwendete Noten entdeckt werden. Quantz erscheint als recht naiver und beinah ausschließlich auf Kammermusik konzentrierter Künstler, dem sich die Welt in all ihren politischen Verstrickungen und Intrigen, denen nun auch er zum Opfer fallen soll, einfach nicht erschließt. Zwar nimmt er selbst das Zepter in die Hand, um seine eigene Unschuld zu beweisen, verrennt sich dabei jedoch im falschen Glauben an die eigene Überzeugungskraft immer mehr. Zu Hilfe kommt ihm ganz unerwartet der materialistische Philosoph Julien La Mettrie, dessen weltanschaulichen Publikationen und verschwenderischer bis völlig unvernünftiger Lebensstil auch in Preußen nicht unumstritten sind. Dennoch ist es La Mettrie, der sich aus eigener Begeisterung für den Fall heraus, Quantz' annimmt und dessen Horizont deutlich erweitert. Die in durchaus humorvoller Polemik veranschaulichten Betrachtungen, die beide während ihrer Ermittlungen anstellen, verdeutlichen ein neues Menschenbild im Geiste der Aufklärung. Quantz‘ eindimensionales Denken findet einen sehr guten Gegenpart in La Mettrie, der ihn Schritt für Schritt das Offensichtliche ebenso wie das Verdeckte offenbart. Die Auftritte einer Reihe weitere Persönlichkeiten, die zum Teil Dauergast am Hofe Friedrichs II. waren, prägen zudem die Authentizität der Geschichte, lassen das Geschehen sehr wahrhaft erscheinen. Ein weiteres Mittel zum Zweck ist die Musik bzw. Musiktheorie, wobei sich bei mir einige persönlich Defizite auftaten, die ich mittels Recherche während der Lektüre aber ausgleichen konnte. Das war auch gut so, um den Faden in der Geschichte nicht zu verlieren. Der letztlich politisch motivierte Kriminalfall ist sehr gut konstruiert und verdichtet sich nach eher behäbigen Start zunehmend. Die sich beständig erweiternde Spannung läßt einen das Buch nicht aus der Hand legen. Man fühlt sich mitten hineingestellt in das Potsdam Mitte des 18. Jahrhunderts, sieht oder hört die nächste Patrouille bereits auf sich zu kommen und vermag Bach's Musik beim Spaziergang durch die Stadt zu hören. "Schatten über Sanssouci" ist ein hochinteressanter historischer Krimi, der nichts vermissen läßt und den ich sehr empfehlen kann.

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Oliver Buslau wurde am 21. Juni 1962 in Deutschland geboren.

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