Wahn

von Oliver Buslau 
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Wahn
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Sympathisch, abgewrackt, aber erfolgreich, das Credo eines guten Romandetektivs.

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Inhaltsangabe zu "Wahn"

Zwischen Naturschutz, Fluglärm und alten Munitionsdepots: Remigius Rott ermittelt in der Wahner Heide.
Ein Routinefall führt Privatdetektiv Remigius Rott in die Wahner Heide. Doch bald folgt ein Rätsel dem nächsten: Eine Frau wird von einem Auto angefahren und verschwindet, der Fahrer nimmt sich kurz darauf das Leben, und geheimnisvolle prophetische Botschaften werden in der Heidelandschaft verteilt. Rott sucht nach Verbindungen – und gerät dabei selbst ins Fadenkreuz der Polizei . . .

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740801694
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:12.10.2017

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    Babschas avatar
    Babschavor 8 Monaten
    Detektiv im Leerlaufmodus


    Remi Rott, der eigenwillig-linkische Wuppertaler Privatdetektiv, knabbert hier bereits an seinem zehnten Fall, der ihn in die Wahner Heide südlich von Köln führt, wo es wie gehabt einen mysteriösen Todesfall rund um okkultische Mythen aufzuklären gilt. Seine Freundin Wonne aus Bergisch Gladbach hat im Gegensatz zu seinem eigenen, eher praktisch und unkompliziert gestrickten Ego eine Art Midlife-Crisis und hadert mit ihrer Beziehung, was dem armen Remi dann doch etwas mehr als gewöhnlich zusetzt. Und so versucht der bergische Marlowe, immerhin auch schon fast Mittfünfziger, nochmal, unter Aktivierung aller Reserven und mittels der üblichen Zuhilfenahme von Bier und Beziehungen, seinem Ruf gerecht zu werden.



    Was hier leider nicht so richtig gelingt. Mit dem neuesten Fall aus der Feder des Autors Oliver Buslau zeigt sich, dass seinem bisher so brillant gezeichneten, eigenbrötlerischen Schnüffler irgendwie allmählich die Puste auszugehen scheint. Sehr schade! Zu gleichartig die Ideen, zu stereotyp die Figuren, viel zu wenig pointiert, da ist der Weg zu gepflegter Langeweile des Lesers leider nicht sehr weit. Das Ganze bräuchte mal Veränderung, neuen Schwung, Transformationen. So aber dümpelt der ewig mittellose Remi einer nicht eben rosigen Zukunft entgegen, die in absehbarer Zeit im literarischen Orkus enden könnte.



    Ziemliche Enttäuschung bei einem eingeschworenen Rott-Fan der ersten Stunde. Mit zugedrückten Augen ganz knappe drei Sterne.

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    detlef_knuts avatar
    detlef_knutvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sympathisch, abgewrackt, aber erfolgreich, das Credo eines guten Romandetektivs.
    Sympathisch, abgewrackt, aber erfolgreich, das Credo eines guten Romandetektivs.

    Im zehnten Roman um Privatdetektiv Remigius Rott geht es ins mordende und kriminelle Bergische Land. Zentraler Schauplatz ist die Wahner Heide im Südosten Kölns. Detektivtypisch ist Remi, wie Rott von seinen Freunden genannt wird, wieder mal total abgebrannt und benötigt unbedingt einen neuen Auftrag, um seine Miete bezahlen zu können. Da kommt ihm ein Auftrag zum Beschatten einer untreuen Ehefrau gerade recht. Doch seine Ergebnisse dem knauserigen Ehemann zu präsentieren, bereitet ihm Probleme: Die Frau geht gar nicht fremd. Sie trifft sich zwar mit Männern, doch die sind schwul und wollen nichts von Frauen wissen.

    Zufällig lernt Remi beim Beschatten jedoch einen Mann kennen, der auf Rache aus ist. Gleichzeitig wird in der Gegend von Münster ein Mann von einer Tierschützerin umgebracht, die aus dem Rheinland stammt und dorthin geflüchtet ist. Remi bekommt von deren Tante den Auftrag, nach dem Mädchen zu suchen, bevor sie von der Polizei aufgespürt wird. Das ist schließlich der Auftrag, der Rott seine Miete bezahlen lässt.

    Oliver Buslau hat seinen Detektivroman mit viel Lokalkolorit ausgestattet, in dem der gesamte Osten Kölns abgedeckt wird, Flieger vom Köln-Bonner Flughafen durch die Lüfte rauschen. Allerhand regionale Sagen- und Geisterfiguren pochen auf ihre Daseinsberechtigung. Verworren und spitzfindig entwickeln sich die Fälle bzw Aufträge, die der Protagonist zu bewältigen hat. Dabei grummelt im Hintergrund die Beziehung zu Rotts Freundin, einer Journalistin. Den Versuchungen einer neuen Bekanntschaft muss Rott teils vergeblichen Widerstand entgegenstellen.

    Ein sehr guter Kriminalroman, den alle mögen werden, die gerne in verzwickten Fällen mitermitteln. Das Genre des Detektivromans versetzt ihn in eine besondere Rolle, obwohl er da den typischen Klischees folgt, die dieses Genre ausmachen. Sympathisch, abgewrackt, aber erfolgreich, das Credo eines guten Romandetektivs.
    Diesen Roman empfehle ich sehr gern.

    © Detlef Knut, Düsseldorf 2017

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