Oliver Buslau

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Interview mit Oliver Buslau

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich schreibe schon seit meiner Schulzeit, war jedoch zuerst Journalist und Sachbuchautor, bevor ich Ende der 90er mit dem Krimischreiben begann. Damals hatte ich die Idee, einen Mord in einem Konzertsaal geschehen zu lassen, kam aber erst nicht weiter, weil ich keinen Saal fand, in dem das so möglich ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich wurde dann in der historischen Stadthalle Wuppertal fündig. Dieser wunderschöne Konzertsaal aus dem Jahre 1900 heißt „Stadthalle am Johannisberg“. Ich habe den Mord dort geschehen lassen und dafür den Wuppertaler Privatdetektiv Remigius Rott erfunden, der dann aufgrund des Erfolges dieses Erstlings zur Serienfigur wurde. Der erste Krimi „Die Tote vom Johannisberg“ erschien im Jahre 2000. Rott hat mittlerweile (Stand 2010) fünf weitere Fälle gelöst.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Sehr viele, aus unterschiedlichen Genres. Ich kehre aber immer wieder zu Stephen King, Georges Simenon und Elmore Leonard zurück.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Für meine Bergischen Krimis um Remigius Rott brauche ich mich nur im Bergischen Land umzuschauen, um auf Ideen zu kommen. Da gibt’s jede Menge alter Mühlen, Wälder, Sehenswürdigkeiten wie das Neandertal oder den Altenberger Dom, es sind Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal, die durch ihre Schauplätze oder ihren Menschenschlag inspirieren. Besonders anregend finde ich auch kulturhistorische Rätsel – wie zum Beispiel das bei weitem noch nicht gelöste Geheimnis der verschlüsselten Botschaften im Werk von Johann Sebastian Bach, aus dem ich den Thriller „Die fünfte Passion“ gemacht habe. Zu meinem Fantasyroman „Der Vampir von Melaten“ haben mich Kölner Kirchen und natürlich der berühmte Melatenfriedhof inspiriert.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich habe eine Mailingliste, zu der man sich durch eine Nachricht an mich anmelden kann, ich pflege Internet-Netzwerke und so weiter. Wichtig ist aber auch die Bereitschaft, auf die Fragen der Leserinnern und Leser einzugehen, die ich durchaus habe. Das liegt auch daran, dass ich den handwerklichen Seiten des Schreibens gegenüber sehr offen bin. Parallel zu meiner schriftstellerischen Arbeit habe ich im Jahre 2000 die Zeitschrift „TextArt – Magazin für Kreatives Schreiben“ gegründet, die sich explizit an Menschen wendet, die das Schreiben lernen wollen.

Wann und was liest Du selbst?

Ich komme leider meist erst abends zum Lesen. Ich pendle immer zwischen aktuellen Krimis oder Büchern aus anderen Genres und Klassikern, die ich wieder oder erstmals lese, hin und her. Es geht also ziemlich durcheinander.