Oliver Dreyer Kopfschuss

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(1)
(3)
(1)
(3)
(0)

Inhaltsangabe zu „Kopfschuss“ von Oliver Dreyer

An seinem 18. Geburtstag erledigt Mathias erst den Abwasch, dann etliche Mitschüler und Lehrer. Auf der Abschussliste: fünf Arschlöcher. Die sollen büßen! Für das, was sie ihm angetan haben. Was er nicht ahnt: Es gibt noch eine Todesliste. Mit seinem Namen darauf … Aus der Perspektive des Amokläufers verwischt Oliver Dreyer die Grenzen zwischen Täter und Opfer, Fantasie und Realität – verstörend.

Stöbern in Romane

Heimkehren

Berührende Familiengeschichte über das Erleben und die Folgen von Sklaverei

SamiraBubble

Das Glück meines Bruders

Wortreicher Ausflug in die Vergangenheit

Charlea

Das Vermächtnis der Familie Palmisano

ich mochte es nicht, zuviele Namen, Orte, und Details. Erzählstil sehr anstrengend

sabrinchen

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Unterhaltsam und gut geschrieben, aber teilweise auch recht vorhersehbar.

ConnyKathsBooks

Die Geschichte der getrennten Wege

Man muss es wirklich gelesen haben!

mirabello

Töte mich

Dekadente und skurrile Geschichte um eine verarmte Adelsfamilie

lizlemon

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Kopfschuss von Oliver Dreyer

    Kopfschuss
    GothicQueen

    GothicQueen

    05. April 2014 um 12:51

    Klischees-olé! Allzu deutlich wird hier gezeigt, wie die Gesellschaft ihre Serienmörder gerne haben möchte! Klar, dass da ein junger Mann, der einen Terroranschlag auf eine Schule ausführt, ein dicker Brillenträger ist, der zu Hause Ego-Shooter spielt, und der eine schreckliche Kindheit hatte... Eventuell könnte dieses Buch manch einem die Augen öffnen, wenn sie lesen, dass ihr Bösewicht wieder einmal in ihre Schublade passt. Sofern der Leser nachdenkt. Und die Geschichte nicht einfach nur abnickt. Wirklich schön gemacht ist dieses Buch! Wirklich! Der Protagonist erschießt alle Menschen, die sich über ihn lustig gemacht haben. Klar, dass es dabei blutig wird. Sehr interessante Geschichte! Absolut zu empfehlen! Vor allem für die, die eben nicht dafür sind, Menschen in eine Schublade zu stecken, weil das so für sie am einfachsten ist!

    Mehr
  • Rezension zu "Kopfschuss" von Oliver Dreyer

    Kopfschuss
    Sky

    Sky

    05. August 2011 um 20:39

    Meine Meinung An seinen 18. Geburtstag lässt Mathias seinen grausamen Plan Realität werden. Er will sich an denen rächen, die sein Leben zerstört haben. Er geht seine Abschussliste durch und durch und läuft immer mehr durch die blutverschmierten Gänge des Gymnasiums. An seiner Seite ist ==headshot==, der schon in der Schule gefürchtet und gemieden wird. Mit ihm lässt er seinen Plan zur Wirklichkeit werden und richtet ein Blutbad an. Doch dabei ahnt er nicht, wer noch auf seiner Abschussliste landen wird. Dieses Buch nimmt einen mit in das Gehirn eines Amokläufers. Man fühlt mit ihm, man kann seine Gewaltlust urplötzlich verstehen und erfühlen und merkt, wie man immer mehr zu Mathias wird, der durch die Schulgänge mit seiner Glock läuft um sich an denen zu rächen, die ihn leiden lassen haben. Dabei haben wir immer wieder Sequenzen aus einen Ego-Shooter wie Rückblenden, die erklären was Mathias dazu gebracht hat vom Opfer zum Täter zu werden. Sein Schicksal ist kein leichtes und je mehr man aus seinen Leben erfährt, desto mehr kann meine Taten verstehen. Wer aber glaubt, dass die Komponente mit dem Shooterspiel darauf abzielt, dass das Spiel Schuld daran ist, tauscht. Denn dieses Buch zeigt auf, dass eben nicht die Spiele selbst, sondern das Umfeld das gravierende Problem sind. Der Shooter verstärkt und hemmt nur die Gewaltbereitschaft ist aber nicht der Auslöser. Er ist nur eine kleiner Teil von einer großen Anstauung Aggression und genau das hat mir an diesen Buch sehr gut gefallen. Das Spiel verschmilzt immer mehr mit der Realität und die Grenzen verwischen immer mehr. Das Ende des Buches war für mich einfach nur überraschend und der Schreibstil des Autors lässt seinen wirklich atemlos. Das Buch muss man fast in einen Rutsch lesen, weil es einen nicht mehr loslässt. Fazit Kopfschuss ist ein Buch über das Thema Amoklauf, aus der Sicht des Amokläufers. Ich würde es gerne als Schullektüre in Schulen sehen, obwohl es wohl dafür in manchen Stellen zu brutal ist. Denn auf Distanz geht der Autor nicht. Er führt das Wortobjektiv direkt auf die Szenen und das macht Kopfschuss einfach zu einen wirklich genialen Buch über die Problematik Amoklauf.

    Mehr
  • Rezension zu "Kopfschuss" von Oliver Dreyer

    Kopfschuss
    Schattenkaempferin

    Schattenkaempferin

    26. April 2011 um 17:41

    Du hörst die Kugel, die dich tötet, nicht kommen. Mit über 370 Metern pro Sekunde frisst sie sich durch deine Hirnhaut, zerfetzt periphere Nervenstränge und reißt dir den Sehkanal aus dem Schädel. Der Tod ist schneller als der Schall. Und als die Schmerzen. (Seite 3) In Kopfschuss erwartet den Leser nicht besonders viel Handlung: Matthias hat die Nase voll von der allseitigen Schikane, schnappt sich Knarre und ausreichend Munition, holt sich tatkräftige Unterstützung in Person eines Clanmitgliedes und stürmt schließlich die Schule, um all denen eine Lektion zu verpassen, die sich in den letzten Jahren über ihn lustig gemacht haben. Bereits hier erfüllen sich die ersten Klischees, mit denen man mehr als gerechnet hat: Matthias ist ein übergewichtiger Brillenträger, Außenseiter in der Klasse und zockt Ego-Shooter am PC. Sein Zimmer ist dauerhaft verdunkelt, seine Eltern hören ihm nicht richtig zu und sein Onkel versorgt ihn mit den wichtigsten Infos über Schusswaffen. Aus dessen Waffenschrank entwendet Matthias letztendlich auch die Tötungsinstrumente für seinen letzten großen Auftritt. Was besonders faszinierend ist, ist allerdings auch nicht die Handlung, die man in Oliver Dreyers Debüt geliefert bekommt. Das Erstaunliche liegt vielmehr in der Art, wie der Autor die Geschichte des Außenseiters Matthias zu verpacken und zu verkaufen weiß. Hier wird nicht einfach ein Klischee ans andere gereiht, sondern der Leser erfährt das ganze Geschehen aus der Sicht des Täters, das gleichzeitig Opfer ist. Dabei geht Dreyer derart geschickt vor, dass man bald vergisst (oder zu vergessen versucht), dass es sich beim Protagonisten um jemanden handelt, der mehrere Menschenleben ganz bewusst und in voller Absicht beendet. Doch nicht nur das, denn er erschießt seine Peiniger nicht einfach so, sondern lässt sie leiden – und der Leser steht direkt daneben und schaut zu, wenn er sich nicht selbst hinter der Waffe befindet. Denn durch die Erzählperspektive kommt es einem mitunter tatsächlich so vor, als befände man sich selbst am Abzug. Durch Erinnerungssequenzen erfährt der Leser, wie Matthias auf seinen Weg gebracht wurde und warum genau diese Personen auf seiner persönlichen Abschussliste stehen. Und als sich am Ende des Buches ein Puzzleteil ins andere schiebt, sodass ein Gesamtbild entsteht, dürfte nicht nur der Leser, sondern auch der Protagonist überrascht sein. Ebenfalls beeindruckend sind die Einschübe, die Oliver Dreyer aus bekannten Ego-Shootern einbaut. Der Leser kann sich bald nicht mehr sicher sein, was tatsächlich passiert und was sich „nur“ auf dem Monitor von Matthias’ Rechner abspielt. Vieles verschwimmt und nicht nur die Grenzen zur Realität beim Protagonisten, sondern auch beim Leser. Es ist beängstigend, wie nah am Geschehen man sich dadurch wirklich fühlt und wie verstört man das Buch schließlich zur Seite legt. Man erwartet einen Amoklauf, ja, aber man erwartet nicht, dass er so nachhallt. Fazit: Oliver Dreyers Debüt Kopfschuss zeigt einen Amoklauf mal von der anderen Seite. Klischees werden geschickt mit nicht immer kranken Gedankengängen und toll eingebauten Computerspiel-Szenen verbunden, dabei hält der Autor immer das Gleichgewicht: Und am Ende weiß der Leser nicht mehr, was er für den Täter empfinden soll. Verstörend real und erschreckend nah am Zeitgeschehen! Wertung: Handlung: 3,5/5 Charaktere: 5/5 Lesespaß: 4/5 Preis/Leistung: 3,5/5

    Mehr