Oliver Harris London Killing

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Inhaltsangabe zu „London Killing“ von Oliver Harris

Der fulminante Auftakt einer neuen Thrillerreihe

Im reichsten Stadtteil Londons wird ein russischer Oligarch vermisst. Detective Nick Belsey, hoch verschuldet und mit einem Disziplinarverfahren am Hals, wittert die Chance, sich mithilfe der Identität des Vermissten abzusetzen. Als er bemerkt, dass er nicht der Einzige ist, der diese Idee hatte, steckt er bereits mittendrin in einer Spirale aus Lügen, Korruption und Finanzbetrug. Ein schneller, raffinierter und wendungsreicher Thriller mit einem spektakulären Finale und einem Ermittler, der das Zeug zur Kultfigur hat.

Um aus der Sackgasse seines Lebens zu kommen stiehlt ein Detective die Identität eines vermissten Oligarchen, doch sein Plan geht nicht auf.

— Lies-inger

Wer wie ich schon einmal in London gelebt hat, wird dieses spannend geschriebene Buch verschlingen.

— Gabi18

Spannender und rasanter Thriller mit kurzen Anlaufschwierigkeiten, die aber schnell überwunden waren.

— Addy

Interessanter Charakter - allerdings eine viel zu verworrene Handlung ohne eine finale Erklärung! Was bleibt? Viele offene Fragen.

— MichaelSterzik

Zwar spannend, aber manchmal doch recht konstruiert. Zum Ende hin habe ich nicht mehr alles verstanden...

— liacuja

Nach 70 Seiten abgebrochen. War mir zu unrealistisch :-(

— vormi

Ein sehr cooler Thriller

— faanie

Ein Polizist, der sich nicht an die Regeln hält, keine Vorschriften kennt, seinen eigenen Vorteil sucht und nebenbei ein Verbrechen aufklärt

— Schokolatina

Klasse geschrieben!!! :D

— Solara300

London Krimi mit einem Antihelden, den man nicht mögen muss ... aber ich tu es

— Irmi_Bennet

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  • London Killing

    London Killing

    vormi

    Im reichsten Stadtteil Londons wird ein russischer Oligarch vermisst. Detective Nick Belsey, hoch verschuldet und mit einem Disziplinarverfahren am Hals, wittert die Chance, sich mithilfe der Identität des Vermissten abzusetzen. Als er bemerkt, dass er nicht der Einzige ist, der diese Idee hatte, steckt er bereits mittendrin in einer Spirale aus Lügen, Korruption und Finanzbetrug. Ein schneller, raffinierter und wendungsreicher Thriller mit einem spektakulären Finale und einem Ermittler, der das Zeug zur Kultfigur hat.Inhaltsangabe auf amazonNa ja, den letzten Satz der Inhaltsangabe kann ich malmso gar nicht nachvollziehen. Dies ist eines der Bücher mit dem ich so wenig zu recht kam, dass ich es schon auf Seite 70 abgebrochen habe.Ich probiere es sonst mindestens 100 bis 150 Seiten lang, denn ich hatte auch schon einige Spätstarter dabei.Aber hier ging das gar nicht, so was Unrealistiache habe ich selten erlebt...

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    • 2
  • London Killing

    London Killing

    Angel10

    26. April 2016 um 11:39

    - kurzweilig und spannend
    - City of London
    - Doppelleben

  • nicht schlecht, aber .........................

    London Killing

    Pelikanchen

    >>London Killing<<  von Oliver Harris, in der es hauptsächlich um den Detektive Nick Belsey geht, den ich gar nicht Sympatisch finde. Er ist versoffen, Spiel-süchtig, Pleite und Obdachlos, er lügt und stiehlt und betrügt wenn es irgendwie um seinem Vorteil geht. Die Story wird rasant geschildert aber ist mir persönlich etwas zu viel. Alles klappt wie am Schnürchen, Nick Belsey kann den ganzen Tag machen was er will und wird nicht mal vermisst von seinen Kollegen. Der Schreibstil war sehr flüssig, bis auf manche Stellen wo es so schnelle Sprünge aus der Ich Perspektive gab, die ich einfach nicht verstand. Die Polizei konnte sich auch nicht gerade rühmen, das meiste haben die ja nicht mal untersucht. Aber die Geschichte konnte mich dennoch gut unterhalten, auch wenn ich mit dem Ende auch nicht 100% Zufrieden bin. Das war dann irgendwie doch alles zu EINFACH und die zwischenzeitlich gesammelten Pluspunkte die Nick bei mir machen konnte, hat er alle wieder verspielt.

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    • 3
  • Cooler Antiheld in London

    London Killing

    SalanderLisbeth

    07. February 2015 um 22:20

    Als Nick Belsey nach einer durchfeierten Nacht mit einem kompletten Filmriss in einem Park in London aufwacht, ist dem hochverschuldeten und obdachlosem Detective der Londoner Polizei klar, dass er verschwinden muss. Der Selbstmord eines reichen russischen Geschäftsmann in seinem Bezirk scheint die Lösung all seiner Probleme zu sein: Belsey beschließt die Identität des Oligarchen anzunehmen und plant seinen Abgang. Nicht die beste seiner Entscheidungen, denn schnell findet er sich in einem Strudel aus Lügen, Betrug und Korruption wieder. Der 37-jährige Brite Oliver Harris fesselte mich mit seinem unkonventionellen Debüt-Thriller von der ersten Minute an. Mit dem ambivalenten Charakter des smarten Nick Belsey hat er eine Kultfigur geschaffen, die sicher polarisiert. Doch ich mochte den frech dreisten, verzweifelten Underdog, der mit Spiel- und Tablettensucht und der Dienstaufsicht kämpft. Das ganze kommt in einem derart rasantem Tempo und immer wieder überraschenden Wendungen daher, dass man gar keine Zeit hat, sich über das verwerfliche Verhalten der Hauptfigur zu empören. DC Nick Belsey ist keiner von den Bösen, einfach ein Kind der Verhältnisse und immer um die Aufklärung der Verbrechen bemüht. Bis zum spannenden furiosen Finale bangt man mit ihm, ob er sich noch rechtzeitig absetzen kann. Dem Autor gelingt mit der detaillierten Beschreibung der Schauplätze, die Atmosphäre der Stadt einzufangen. Ständig treten neue Figuren in diesem vielschichtigen Plot auf. Auch die Randgestalten aus der Londoner Society sowie der Welt der kleinen Leute sind keine Stereotypen, sondern werden liebevoll genau beschrieben. Die Vielzahl der Protagonisten kann manchmal etwas verwirren und es mutet auch etwas unrealistisch zu, wenn der eigentlich suspendierte Nick praktisch ohne Dienstauftrag in den unterschiedlichsten Revieren rein und raus spaziert, während sich sonst niemand so richtig für den Vermisstenfall zu interessieren scheint. Davon ab mochte ich den mit dem typischen britischem Humor versehenen Thriller sehr und werde auf jeden Fall den bereits erschienenen Nachfolgeroman lesen. Und der 3. Teil soll bereits in Arbeit sein.

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  • Spannend bis zum Schluß!!! :D

    London Killing

    Solara300

    24. October 2014 um 14:59

    Kurzbeschreibung Detektive Nick Belsey hat viele Probleme. Sei es in Form von seinen Schulden oder seinem Leben. Denn er führt ein sehr ausschweifendes Leben und dazu kommt noch das er auf der Straße steht. Da kommt ihm der Gedanke eine Identität eines Toten anzunehmen und zwar keines geringeren als die eines reichen russischen Oligarchen. Das da eine Menge Probleme auf Nick Belsey zukommen, wird ihm erst bewusst als er schon mitten drin ist... Cover Das Cover macht neugierig und da ich ein London Fan bin, fasziniert mich der Hintergrund der für einen spannenden Touch sorgt. Der Inhalt ist für mich sehr passend zum Inhalt gewählt. Schreibstil Der Autor Oliver Harris hat hier einen spannenden und bildgewaltigen Krimi erschaffen. Der mich mitnimmt in die Welt des Nick Belsey, der alle Hände voll zu tun hat nichts zu verlieren. Einfach  Klasse geschrieben und  ich freue mich schon auf den nächsten Fall.   Meinung Was tut man wenn man den Kopf in der Schlinge hat... Genau das fragt sich auch Nick Belsey von Beruf Detektive mit seinen ganz eigenen speziellen Methoden. Denn Nick hat nichts mehr zu verlieren außer vielleicht seinem Leben. Seine Exfrauen wollen Geld und die anderen Schuldner sind auch nicht mehr die geduldigsten. Und als wäre das nicht schon schlimm genug hat Nick auch kein Dach mehr über dem Kopf und ein Disziplinarverfahren am Hals. Da kommt ihm eine rettende Idee. Die Identität eines russischen Oligarchen anzunehmen. Natürlich nur vorrübergehend. Denn das Geld des Oligarchen würde Nick sehr weiterhelfen. Allerdings finden das andere auch und so kommt es zu einem Showdown der einen bis zum Ende mitfiebern lässt. Für mich Super geschrieben und sehr gut erläutert. Alleine schon die Beschreibung von der Figur Nick Belseys der am Rande der Legalität arbeitet und dank seines ausschweifenden Lebensstil am Rande eines Abstiegs steht. Oder in dem Fall schon abgestiegen ist, faszinieren und bringen einem den Charakter sehr gut nahe. Für mich wichtige Infos um einen Detective der in diesem packenden Geschichte wichtige Entscheidungen treffen muss um mit dem Leben davon zu kommen. Fazit  Sehr empfehlenswert und spannend zu lesen hat mich das Debüt von Oliver Harris begeistert und ich freue mich schon auf mehr von dem Autor. 5 von 5 Sternen

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  • Leserunde zu "London Killing" von Oliver Harris

    London Killing

    Hallorin

    Ein Hallo an alle London-Freunde und Krimi-Fans - wir wollen ab Mitte August zusammen "London Killing" lesen. Just for Fun, deshalb wird auch nichts verlost oder gewonnen. Der Autor ist nicht beteiligt, aber jeder, der Lust drauf hat, darf einsteigen :) Eine Kapiteleinteilung folgt noch, ich gebe mit dem Erstellen der Leserunde nur schon mal Gelegenheit, zu folgen und sich vorzufreuen. Eventuell auch, um ein bißchen über Krimis und London und Gott und die Welt zu plaudern ;)

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    • 35
  • Fernab von Stereotypien und 08/15 Handlungen ...

    London Killing

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. June 2013 um 13:37

    Inhalt: Eine tödliche Spirale aus Lügen und Korruption, aus Identitätsschwindel und Finanzbetrug und ein punktgenaues Porträt Londons. Es sieht nicht gut aus für Detective Nick Belsey: Er hat einen Haufen Schulden - verursacht durch zwei hartnäckige Exfrauen und einen ausschweifenden Lebenswandel -, kein Dach mehr über dem Kopf und ein Disziplinarverfahren am Hals. Fieberhaft überlegt er, wie er sich aus dem Staub machen könnte. Da landet ein Fall auf seinem Schreibtisch: Ein russischer Oligarch aus dem reichsten Stadtteil Londons, Hampstead Heath, ist spurlos verschwunden. Belsey fängt an, auf eigene Faust zu ermitteln, denn in ihm reift ein Plan - die Identität des Vermissten könnte ihm dabei helfen, sich heimlich abzusetzen und ein neues Leben anzufangen. Als er bemerkt, dass jemand vor ihm bereits dieselbe Idee gehabt hat, hält ein zielsicherer Auftragskiller bereits die ganze Stadt in Atem. Belsey steckt mittendrin in einem Strudel aus Korruption und Finanzbetrug und versucht abzutauchen, bevor er untergeht ... Ein raffinierter, schneller und wendungsreicher Thriller mit einem erfrischend anderen Detective, der selbst ständig hart an der Grenze zur Illegalität ermittelt, in der Hoffnung, damit seine eigene Haut zu retten, und mit einem atemberaubenden Finale.(Quelle:Amazon) Meine Meinung: Meine Intention das Buch zu lesen war zum einen der Hauptschauplatz London und mich reizte die Figur Nick Belsey, der mich ein bisschen an den alten Schimanski aus dem Ruhrpott erinnerte. Ich sollte mit meiner ersten Vermutung Recht haben. Nick Belsey- mit der Londoner Untergrundszene per Du- hat alles was ein kauziger Charakter braucht. Er gibt damit dem Buch einen soliden Rahmen und trägt zur Unterhaltung des Lesers in großen Stil bei. Nichts desto trotz verlässt sich der Autor nicht nur auf die Figur- was mir persönlich auch sehr gut gefällt. Actionreich gibt er eine Spur vor, die er bis zur letzten Seite nicht mehr verlassen sollte. Energiegeladen und temporeich wird der Leser durch den Plot manövriert wie es sich für einen sehr guten Thriller gewaschen hat. Unvorhersehbare Wendungen fachen die Neugier zusätzlich an und für den Unterhaltungswert sorgt neben dem Detektiv der allseits präsente schwarze Humor, den ich an den Engländern sehr liebe. FAZIT: Fernab von irgendwelchen Stereotypen und 08/15 Handlungen ist London Killing anzusiedeln und es hat sicherlich seine Berechtigung das der Roman sich auf den Bestseller Listen wiederfindet. Die gelungene Mischung aus gutem Plot und herzhaftem Charakter von Nick Belsey haben mich voll und ganz überzeugt. Ich hoffe auf eine Verfilmung des Ganzen zu einem späteren Zeitpunkt. Von mir 5 von 5 Sternen für dieses gute Buch.

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  • Ein unverbesserlicher Chaot ermittelt in London

    London Killing

    gst

    28. June 2013 um 11:27

    Dem Autor gelingt es ab der ersten Zeile, den Leser in den chaotischen Detectiv Nick Belsey eintauchen zu lassen: Der erwacht auf der kalten Erde liegend, mit Dreck im Mund und dem Geruch nach Blut und verfaulter Baumrinde in der Nase. Wie im Film spulen sich die Tage des Protagonisten ab. Anfangs konnte ich ihm nur neugierig folgen, ohne einen Zusammenhang herstellen zu können. Gerade dieses chaotische Fremde machte für mich schließlich den Reiz dieses Buches aus. Nick Belsey bekommt mit seinen Schulden nicht mehr so leicht einen Fuß auf den Boden. Läßt ihn dieses Wissen über Normen hinwegsteigen? Skrupellos nistet er sich in der Villa eines Mordopfers ein, trägt dessen Kleidung und versucht, sich dessen Identität zu eigen zu machen. Die auszuspionieren gelingt ihm aber trotz seiner Polizeimarke kaum. Was anfangs etwas undurchsichtig dahinplätschert, nimmt nach etwa 150 Seiten rasante Fahrt auf. Immerhin geht es um 38 Millionen Pfund, die Belsey auf ein eigenes Konto transferieren will, um dem Chaos seines Lebens zu entrinnen. Während er sich immer mehr im Sumpf der Korruption verstrickt, gerät er auch noch bei weiteren Morden in die Schusslinie. Geschickt gelingt es ihm, sich der bevorstehenden Suspendierung vom Dienst zu entziehen und sich seine gewachsenen Kontakte zu Nutze zu machen . . . Ein Krimi mit erstaunlichen Wendungen, leichtfüßig und spannend geschrieben. Lektüre, die es in sich hat!

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  • Identitätsdiebstahl auf britische Art

    London Killing

    MissStrawberry

    28. June 2013 um 10:38

    Wer hätte das gedacht - Detective Nick Belsey, eine Mischung aus Columbo und Schimanski, nur noch extremer, total versoffen und bis Oberkante Unterlippe verschuldet, zieht gleich auf den ersten Seiten den Leser auf seine Seite. Trotz aller negativen Eigenschaften ist er ein absoluter Sympathieträger. Das riecht gewaltig nach gelungenem Serienstart mit neuer Kultfigur! Seine Eskapaden machen Spaß, auch wenn man immer wieder rufen möchte: lass das doch sein, das bringt doch nur Ärger! Seine Art, so daneben sie ist, fesselt den Leser. Unkonventionell und wirklich frei - das ist doch mal etwas anderes! Keiner mag so kaputt wie Belsey sein, aber es liest sich einfach gut! Belsey selbst weiß, dass es so nicht weitergehen kann und genau das bringt ihn auf eine gefährlich schräge Idee: die Identität eines Vermissten Millionärs anzunehmen. Wie gefährlich diese Idee ist, wird ihm relativ schnell bewusst. Zwischendurch kann ich den Ideen von Belsey nicht so recht folgen, aber das schmälert die Unterhaltung nur geringfügig. Außerdem klären sich diese Stellen dann später wieder auf. Oliver Harris schafft es, mich stark genug zu fesseln, dass ich die fast 500 Seiten zügig und mit Spaß gelesen habe. Deshalb hätte ich auch nichts dagegen, wenn Nick Belsey in Zukunft wieder ermitteln würde und Oliver Harris uns das lesen lassen möchte! Das Ende eines Buches ist für so machen Autoren ein Problem. Viele schwächeln am Ende, lösen zu vieles zu schnell und zu einfach auf. Harris schenkt dem Leser einen genialen Showdown. Ein wenig spektakulär und typisch Outlaw, aber zum gesamten Buch äußerst passend. So mag ich Krimis/Thriller sehr gern!

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  • Rasant, aber manchmal etwas "too much"

    London Killing

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. March 2013 um 09:09

    Hauptfigur Nick Belsey polarisiert. Einige sehen in einen unkonventionellen und (gerade deshalb?) sympathischen Antihelden - mir war er von Anfang an zuwider. Er ist versoffen, ein chronischer Spieler, notorisch pleite und nun auch noch obdachlos. Er lügt, stiehlt und betrügt ohne rot zu werden und als ein dubioser Oligarch tot in seiner Villa liegt, wittert er seine Chance. Er will sich dessen Identität überstreifen und so quasi über Nacht seine ganzen Schwierigkeiten und sein Heimatland hinter sich lassen. Natürlich kommt es anders, denn die Idee, die Identität des Mannes zu klauen, hatte nicht nur er. So gerät Nick in ein Netz aus Lügen, Intrigen und tödlichen Seilschaften, die ihm über den Kopf zu wachsen drohen, und er muss darum kämpfen, den nächsten Tag zu erleben. Manchmal scheint es mir, als hätte Oliver Harris es nur darauf angelegt, die Probleme, mit denen z.B. Nesbos Harry Hole oder Ian Ranikns Inspector Rebus zu kämpfen haben, um ein Vielfaches zu toppen, um einen noch kaputteren und noch exzentrischeren Ermittler zu erschaffen. Zugegeben, die Story ist rasant erzählt, Harris erweckt sowohl die Personen als auch London mit einer fast schon spielerischen Leichtigkeit zum Leben und verleiht sowohl der Stadt als auch den Menschen echte Charakterzüge. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt und wurde wirklich hervorragend unterhalten - aber manchmal schlägt der Autor doch ein wenig über die Stränge. Es ist kaum zu glauben, dass ein Detective, der so viele Verfehlungen begeht, immer noch im Dienst ist und niemand daran Anstoß nimmt, dass er mit schmutzigen Klamotten zum Dienst kommt und seinen eigenen "Ermittlungen" einfach so nachgehen kann, ohne dass ihn jemand bei seiner eigentlichen Dienstausübung vermisst. Belsey kann kommen und gehen, wann er will und niemanden scheint es zu interessieren. Er besudelt sich über und über mit Blut, wischt sich kurz sauber - und alle Blutspuren an seinem Körper und seiner Kleidung sind verschwunden? Er findet unversperrte Autos und fährt einfach so damit los? Vielleicht bin ich kleinlich, aber diese Dinge fallen mir auf und trüben mein Lesevergnügen, weil sie mir erscheinen wie viele kleine "Dei ex machinae", kleine Lösungen, die einfach so vom Himmel fallen. Auch das Ende, das ich natürlich nicht verraten will, hat mich nicht überzeugt, aber dafür hat es mir Belsey, der mir zwischendurch tatsächlich ein wenig ans Herz wuchs, wieder völlig unsympathisch gemacht. Dennoch würde ich einen eventuellen Nachfolgeroman vermutlich auch lesen - allein aus dem Grund, weil Oliver Harris hervorragend unterhalten kann. Und dazu muss ich die Hauptfigur nicht unbedingt mögen.

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  • Rezension zu "London Killing" von Oliver Harris

    London Killing

    ginnykatze

    26. May 2012 um 01:34

    Kann das gutgehen? Zum Inhalt: Der obdachlose Nick Belsey, ein Detective in Hampstead, hat sein Leben satt. Er trinkt viel zu viel Alkohol, hat zwei Exfrauen und jede Menge Schulden am Hacken. Als dann ein spektakulärer Fall auf seinem Schreibtisch landet, bahnt sich in seinem Gehirn ein Weg aus dieser Misere. Ein russischer Oligarch namens Alexei Devereux wird vermisst. Belsey fängt an zu ermitteln und stellt fest, dass dieser Devereux ein ziemlich reicher Mann ist. Der Russe ist in dubiose Geschäfte verstrickt und verließ sein Haus und seine Firma über Nacht. Als Nick sein Haus durchsucht, findet er in einem versteckten Raum die Leiche. Alles sieht nach Selbstmord aus. Nun beschließt Nick, in die Haut des Toten zu schlüpfen und so seinem verhassten Leben zu entkommen. Leider weiß er nicht, was er mit diesem Identitätsklau anrichtet. Devereux Selbstmord entpuppt sich aber als Mord und als eine weitere Leiche auftaucht, kommt Nick in echte Schwierigkeiten. So mehr werde ich jetzt nicht verraten. Fazit: London Killing ist ein Thriller. Leider habe ich das nicht so empfunden. Das Buch zieht sich die ersten 300 Seiten wie Kaugummi. Die meisten Seiten werden mit Beschreibungen gefüllt, wie Nick säuft, sich permanent mit falschen Angaben Auskünfte erschleicht und klaut. Das hat mich regelrecht genervt und ich war gewillt, das Buch einfach in die Ecke zu legen. Dann geschah der zweite Mord und von nun an wurde es tatsächlich spannend. Aber die Figur Nick gefiel mir rein gar nicht, und blieb mir das ganze Buch über fremd. Ich konnte keine Verbindung mit ihm aufnehmen. Er war mir zu hölzern und unsympathisch und seine Art zu ermitteln war doch recht unrealistisch. Auch die anderen Charaktere waren recht dürftig beschrieben. Schade ich hatte ich wirklich mehr erwartet. Auch wenn der Schreibstil sehr flüssig ist, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Die Geschichte ist viel zu klischeehaft und für einen Thriller fehlte mir die Spannung. Hier vergebe ich 3 Sterne, zu mehr reichte es leider nicht.

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  • Rezension zu "London Killing" von Oliver Harris

    London Killing

    ForeverAngel

    12. May 2012 um 15:57

    Inhalt Detective und Alkoholiker Nick Belsey, der bis zum Hals in Schulden steckt, denkt sich, es wäre doch eine brillante Idee, die Identität eines vermissten Millionärs anzunehmen. Der russische Millionär Deveroux verfügt auch über eine große Wohnung in London Hampsted Heath, dem Nobelbezirk. Das kommt für Nick wie gerufen, denn der hat zur Zeit leider kein Dach über dem Kopf. Nach einigen Recherchen findet Nick heraus, dass Deveroux keine Verwandten hat, die sein vermögen erben könnten und so scheint es einfach, in dessen Rolle zu schlüpfen. Vielleicht kann er sich auch etwas von dem Vermögen zu Nutze machen und endlich aus London wegziehen? Klingt simpel und gut. Einfach brillant eben. Blöd nur, dass Nicks brillante Ideen meist in einer totalen Katastrophe enden. Auch Nick wird schnell klar, dass seine Lüge viel gefährlicher ist, als er sich vorgestellt hat. Während seinen Ermittlungen bleibt der Vermisstenfall nicht lange so harmlos, sondern entwickelt sich rasch zu einem Mordfall, der auch Nicks Leben gefährdet. Die Leiche findet er im Schutzraum der Villa und obwohl zunächst alles nach Selbstmord aussieht, ist Nick sich sicher: es war Mord. Aus dem Identitätsspiel wird schnell bitterer Ernst, als Nick sich immer weiter in einem Gespinst aus Lügen, Korruption und Intrigen verstrickt. Seine Gegenspieler sind alles andere als begeistert, dass er seine Nase in fremde Angelegenheiten steckt und seine Lage scheint oftmals aussichtslos. Meine Meinung Detective Nick Belsey ist nicht gerade die Art Mensch, die man erfolgreich nennt, aber er ist ein Stehaufmännchen. Auf seine ganz eigene Art. Er ist Alkoholiker, hoch verschuldet, ein bisschen schrullig, einfach total daneben. Und trotzdem hat er was, das ihn gleichzeitig unglaublich sympathisch macht, trotz alle seiner Fehler. Er ist der geborene Antiheld und reißt den Leser trotz oder gerade deswegen in seinen Bann. Oliver Harris‘ Schreibstil liest sich sehr gut und passt sich dem Ton und dem Tempo der Geschichte an. Die Geschichte ist spannend und bietet schönen Rätselspaß, was nun hinter der ganzen Sache steckt, weil sie aus Nicks Belseys Sicht geschrieben ist. Es gibt also keinen Informationsvorsprung sondern schönes Mitfiebern und –raten. Vom Aufbau her erinnert London Killing mich eher an einen Krimi als an einen klassischen Thriller, gefällt mir aber auch als solcher ausgesprochen gut. Spannung und Humor vermischen sich zu einem kurzfristigen Lesevergnügen, der Antiheld Belsey ist erfrischend schräg, auch wenn man sich oft die Hand vor die Stirn schlagen und sagen will: „Lass das doch, du weißt genau, dass das schief geht!“. Ich habe mich unterhalten gefühlt und sehe in London Killing ein gelungenes Debut. Ich hoffe, dass es bald mehr von Nick Belsey zu lesne gibt. 4 von 5 Punkten Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

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  • Rezension zu "London Killing" von Oliver Harris

    London Killing

    Gospelsinger

    29. March 2012 um 23:08

    Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, in die Identität eines Reichen zu schlüpfen, sein Leben mit all den schönen Dingen und Möglichkeiten, die der Reichtum bietet, zu führen? Der Londoner Detective Nick Belsey hat allen Grund, sich aus seiner Realität heraus zu träumen, denn er ist völlig am Boden. Hoch verschuldet, gerade obdachlos geworden und mit einem drohenden Disziplinarverfahren am Hals, weiß er sich keinen Rat mehr. Als im reichsten Stadtteil Londons ein russischer Unternehmer vermisst wird, ergreift Nick Belsey diese unverhoffte Chance und schlüpft in die Identität des Vermissten. Sein Plan ist, dessen Konten leer zu räumen und sich in ein Land abzusetzen, das kein Auslieferungsabkommen mit England hat. Allerdings erweist sich das als nicht so einfach, wie gedacht. Nick findet sich in einem verwirrten Knäuel aus Lügen, Korruption und undurchsichtigen Finanztransaktionen wieder, das sich nicht nur für ihn als lebensgefährlich entpuppt. Die Grundidee der Geschichte fand ich gut, auch die Darstellung von Hampstead und der Londoner City ist sehr gelungen. Insgesamt jedoch hat mich dieses Buch nicht wirklich fesseln können. Das liegt nicht an der Story, sondern an den Protagonisten. Irgendwie fehlte mir die Menschlichkeit, die menschliche Wärme. Das mag an der Kälte der Finanzwelt liegen, an den Reichen, denen quasi per definitionem eine starke Gefühlskälte zu Eigen ist. Aber auch der Protagonist Nick Belsey ist kein sympathischer Charakter, sondern weist Parallelen zu den korrupten und skrupellosen Finanzjongleuren auf. In seiner verfahrenen Lage hätte er mir eigentlich leidtun müssen, aber dazu handelt er einfach zu unsympathisch. So richtig beurteilen kann ich diese Figur allerdings gar nicht, denn es werden immer wieder Dinge aus seiner Vergangenheit angerissen, aber nicht erklärt, obwohl sie für die Handlung und den Charakter wichtig zu sein scheinen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, den zweiten oder dritten Band einer Serie zu lesen und dabei einige Hintergrundinformationen verpasst zu haben. Ebenso blieben mir alle anderen Charaktere zu blass, zu wenig lebendig. Mit keinem von ihnen konnte ich mich identifizieren oder mitfiebern. Für den Auftakt einer Serie finde ich das fatal. Das ist schade, denn das Buch hat durchaus gute und spannende Szenen, besonders den Show Down am Ende. Wem es mehr auf Action und einen verwickelten Plot als auf gut ausgearbeitete Charaktere ankommt, ist mit diesem Thriller gut bedient.

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  • Rezension zu "London Killing" von Oliver Harris

    London Killing

    kubine

    12. March 2012 um 15:13

    Detective Constable Nick Belsey ist am Ende. Er ist bankrott, hat kein Dach mehr über dem Kopf und nach einer feucht-fröhlichen Nacht, an die er sich nicht mehr so recht erinnern kann, ein Dienstaufsichtsverfahren am Hals. Da bekommt er eine Vermisstenanzeige auf den Tisch. Alexei Devereux, ein öffentlichkeitsscheuer Oligarch, ist verschwunden. Nick forscht ein bisschen nach und findet bald darauf die Leiche des Mannes. Alles sieht nach Selbstmord auf und außer der Putzfrau scheint Devereux niemand zu vermissen. Warum also nicht die Identität des Oligarchen annehmen und mit seinem Geld ein neues Leben anfangen? Damit wäre Nick auf einen Schlag all seine Sorgen los. Als er beginnt, sich die neue Identität zu nutze zu machen, stolpert er über kleine Ungereimtheiten, denen er, ganz Detective, nachgeht. Und plötzlich ist er nicht nur in ein Netz aus Lügen und undurchsichtigen Machenschaften verstrickt, sondern gerät auch bald selbst in Lebensgefahr, denn ein Anderer hatte vor ihm schon die gleiche Idee... Oliver Harris hat mit „Killing London“ einen Debütroman vorgelegt, der es in sich hat. Spannend, rasant und einfallsreich nimmt er sich eines aktuellen Themas an. London ist eine der bedeutendsten Wirtschaftsmetropolen, man kann dort das Geld förmlich riechen. Aber auch dort ist nicht alles Gold, was glänzt. Das muss auch Nick Belsey erfahren. Anhand des mittellosen Protagonisten führt Oliver Harris dem Leser die Machenschaften hinter den Kulissen der Wirtschaftsmetropole vor Augen. Dafür hat er sehr gut recherchiert und einen komplexen Thriller geschaffen, in dem es um mehr als nur Wirtschaftskriminalität geht. Identitätsdiebstahl, Korruption, Habgier, Neid, Intrigen und Rache sind die eigentlichen Schwerpunkte des Buches. Diese Komplexität meistert der Autor aber bravourös, die Handlung ist stimmig, die einzelnen Sachen logisch miteinander verwoben. Aufgebaut ist das ganze wie ein Puzzlespiel – der Fall scheint von Anfang an klar zu sein. Doch je mehr Belsey über den Oligarchen erfährt, desto mehr Puzzleteile kommen hinzu, die auch beim Leser neue Fragen aufwerfen. In jeder neuen Person, die auftaucht, sieht man den Täter, meint man, das Motiv zu ahnen. Aber schon ein paar Seiten weiter kann man das ganze wieder verwerfen, entweder weil eine verdächtige Person selbst stirbt, oder ein Alibi hat oder das ganze doch nicht zu passen scheint. Dann tappt man genau wie der Detective wieder im Dunkeln. Oliver Harris lässt Belsey, genau wie dem Leser, keine Verschnaufpause – rasant treibt er die Geschichte voran, bevor diese in einem fulminanten Show-Down endet. Die Charaktere bleiben allerdings an manchen Stellen etwas blass. Das mag bei Nebenfiguren ok sein, bei der Figur des Nick Belsey hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Er scheint ein liebenswerter Chaot zu sein, der das Herz auf dem richtigen Fleck hat, und seine Handlungen sind auch durchaus nachvollziehbar. Aber es bleibt auch viel im Dunklen, was man sich selbst zusammenreimen muss. Da das ganze aber als Reihe um Detective Nick Belsey konzipiert ist, werden die folgenden Bücher wohl dazu beitragen, ein stimmigeres Bild von ihm zu erhalten. Nichtsdestotrotz gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Thriller- und Krimiliebhaber, die bis zum Schluss miträtseln wollen.Für mich ist das Buch eines der Highlights des bisherigen Jahres und ich bin sehr gespannt auf weitere spannende Fälle.

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