Oliver Hilmes

 4,4 Sterne bei 153 Bewertungen
Autor von Berlin 1936, Witwe im Wahn und weiteren Büchern.
Autorenbild von Oliver Hilmes (©Maximilian Lautenschläger)

Lebenslauf von Oliver Hilmes

Oliver Hilmes wurde 1971 in Viersen geboren. Er studierte Geschichte, Politik und Psychologie in Marburg, Paris-Sorbonne und Potsdam. Er promovierte über Geschichte des 20. Jahrhunderts und arbeitet für die Stiftung Berliner Philarmoniker. Nebenbei ist Hilmes tätig für die Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Kulturinstitute. Außerdem schreibt er Biografien, z.B. über Cosima Wagner und Ludwig II., welche regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste stehen. Hilmes lebt in Berlin.

Neue Bücher

Cover des Buches Schattenzeit (ISBN: 9783827501592)

Schattenzeit

Erscheint am 25.01.2023 als Gebundenes Buch bei Siedler.
Cover des Buches Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe (ISBN: 9783742426338)

Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe

Erscheint am 12.01.2023 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Oliver Hilmes

Cover des Buches Berlin 1936 (ISBN: 9783328101963)

Berlin 1936

 (51)
Erschienen am 11.12.2017
Cover des Buches Witwe im Wahn (ISBN: 9783570551127)

Witwe im Wahn

 (32)
Erschienen am 03.05.2010
Cover des Buches Herrin des Hügels (ISBN: 9783328101604)

Herrin des Hügels

 (17)
Erschienen am 13.06.2017
Cover des Buches Das Verschwinden des Dr. Mühe (ISBN: 9783328108696)

Das Verschwinden des Dr. Mühe

 (17)
Erschienen am 11.04.2022
Cover des Buches Ludwig II. (ISBN: 9783570552728)

Ludwig II.

 (15)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Liszt (ISBN: 9783570551707)

Liszt

 (12)
Erschienen am 26.11.2012
Cover des Buches Cosimas Kinder (ISBN: 9783570551325)

Cosimas Kinder

 (3)
Erschienen am 15.11.2010

Neue Rezensionen zu Oliver Hilmes

Cover des Buches Ludwig II. (ISBN: 9783570552728)
DallingerAloiss avatar

Rezension zu "Ludwig II." von Oliver Hilmes

Eine echte Biografie, mit Tiefgang.
DallingerAloisvor 8 Monaten

Leicht war dieses  Buch nicht für mich zu lesen, doch um Nachforschungen zu verstehen und selber welche anzustellen ist es prima. Es gibt ein großes "Spurensuche- Register", das tolle Hintergründe eröffnet. An einigen Stellen hätte ich mich gefreut wenn das Werk etwas flüssiger zu lesen wäre, doch es ist ein muss für alle, die sich über König Ludwig II. von Bayern ein weiteres Bild machen wollen. Vielen Dank Herr Hilmes für dieses Werk. 

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Cover des Buches Berlin 1936 (ISBN: 9783328101963)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Berlin 1936" von Oliver Hilmes

Olympische Spiele 1936 - Wie Hitler die ganze Welt täuschte
Bellis-Perennisvor 10 Monaten

Wenn derzeit gerade Tausende Sportlerinnen und Sportler um olympische Medaillen in Peking kämpfen, ist dieses Buch passend. Es gibt durchaus einige Ähnlichkeiten zwischen den Olympischen Spielen 1936 und denen von 2022. Hier wie da wird die Weltöffentlichkeit durch die gewaltige PR getäuscht. Ist es 1936 eine Alibi-Jüdin, die an den Spielen teilnehmen darf, so ist es 2022 eine uigurische Fackelläuferin, während rund zwei Millionen Uiguren in diversen Umerziehungslagern gefangen gehalten werden. 

Doch zurück ins Jahr 1936. 

Wir folgen zahlreichen Sportlerinnen und Sportlern, hören uns in Berlin und Umgebung um, und tauchen ein in die Scheinwelt, die das NS-Regime für die Welt aufgebaut hat. Während dieser 16 Tage werden die Repressalien gegen die Juden vor allem in Berlin quasi ausgesetzt. Man will ja ein offenes multikulturelles Deutschland zeigen. So dürfen jüdische Bars und Nachtlokale den verpönten Swing spielen, Homosexuelle werden zwar beobachtet, doch vorerst in Rue gelassen. Während sich die Sportler auf ihre Wettkämpfe vorbereiten, macht das Regime dasselbe, um nach dem Erlöschen des Olympischen Feuers, das ihre zur Vernichtung von Andersdenkenden neu zu entfachen. 

Wir dürfen auch den einen oder anderen Gast wie den amerikanischen Schriftsteller Thomas Wolfe begleiten, der in Berlin seinen Verleger Ernst Rowohlt trifft. Anfangs ist Wolfe fasziniert vom „neuen“ Deutschland, das so blitzblank erscheint. Erst die Hinweise einiger Betroffener, öffnet ihm die Augen. Er wird seine Erlebnisse nur wenig später zu Papier bringen. 

Meine Meinung: 

Oliver Hilmes ist für seine akribische Recherche bekannt. Hier in diesem Buch hat er sogar den Wetterbericht ausgegraben. So beginnt jeder Tag der Olympischen Spiele mit der Wettervorhersage des Reichswetterdienstes.  

Und so ist auch das Buch gegliedert: Jedes der sechzehn Kapitel steht für jeweils einen Tag der Spiele.  

Wir erleben die Triumphe von Jesse Owens mit, der auf die Gratulationen und den Handschlag von Adolf Hitler verzichten muss. Das ist vermutlich das einzige Mal in seinem Leben, wo die Diskriminierung der Schwarzen positiv zu sehen ist. 

Zwischen den sportlichen Highlights sind immer wieder Sequenzen aus dem Kunst- und Kulturleben eingeflochten. Doch auch das Leben der Bevölkerung wird nicht ausgespart. So erfahren wir, dass trotz aller Bemühungen den ausländischen Gästen die „heile Welt“ vorzuspielen, einige Personen auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Dazu lesen wir einige dürre Zeilen aus den Polizeiberichten. 

Oliver Hilmes gibt in diesem Buch die schizophrene Welt der Olympischen Spiele von 1936 wieder. Er unterstützt den Text durch zahlreiche Fotos und Zitate. 

In einem „Was wurde aus..?“ erfahren wir, wie es einigen der erwähnten Personen nach den Olympischen Spielen ergeht. Wie wir es von Oliver Hilmes gewöhnt sind, gibt es ein Verzeichnis der Anmerkungen und ausführliche Quellen- und Literaturangaben. 

Fazit: 

Ein Buch, das man unbedingt lesen sollte, bevor man sich durch das Olympische Spektakel blenden lässt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne. 

 

 

Kommentare: 5
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Cover des Buches Das Verschwinden des Dr. Mühe (ISBN: 9783328601388)
gaby2707s avatar

Rezension zu "Das Verschwinden des Dr. Mühe" von Oliver Hilmes

Ein Cold Case neu aufgerollt
gaby2707vor 2 Jahren

Spät abends am 13. Juni 1932 verlässt Allgemeinmediziner Dr. Erich Mühe, 34, das Haus in der Oranienstraße, Berlin Kreuzberg, um einen Krankenbesuch zu machen - und taucht nicht wieder auf. Sein Auto steht am nächsten Tag verlassen mit offenen Türen und steckendem Autoschlüssel bei einer Gaststätte am Sacrower See. Ein Badeunfall? Am nächsten Tag ist es verschwunden, obwohl der Wirt den Schlüssel an sich genommen hatte. Erst nach 2 Tagen meldet ihn seine Frau Charlotte als vermisst. 

Kommissar Ernst Keller und sein Kollege, den er nur mit dessen Nachnamen anspricht, Schneider, beginnen mit den Ermittlungen. Die verschiedenen Aussagen über den Verlauf des Abends und den Grund, den Mühe angegeben hat, variieren stark. Polizeipräsident Wolf-Heinrich von Helldorff fordert 1935 die endgültige Aufklärung bzw. die Schließung der Akte Mühe zum Jahresende. Doch Mühes Schwester gibt die Suche nach ihrem Bruder nicht auf.


Oliver Hilmes, der bei Recherchen auf diesen Cold Case gestoßen ist, hat eine sehr elegante Ausdrucksweise und so bildhafte Beschreibungen, mit denen ich mich schnell in die Zeit der 30er Jahre und der Weimarer Republik zurück versetzt fühle. Man kann erahnen, dass die Nazis bald das Zepter in der Hand halten werden. Ob das etwas mit Mühes Verschwinden zu tun hat?

Sehr übersichtlich führt er jede Zeugenvernehmung beginnend mit der Angabe vom Datum der Aussage, dem Namen des Zeugen und der Funktion bzw. der Beziehung, in der dieser zu Dr. Mühe stand, auf. Die zentrale Frage, lebt Dr. Erich Mühe noch und hat sich ins Ausland abgesetzt, wird schlussendlich nicht absolut geklärt. So kann jeder Leser seine eigenen Gedanken weiterspinnen.

Mir z.B. war Ehefrau Charlotte von Anfang an nicht recht sympathisch. Und auch die Nachbarschaft tratscht über die Diva. Hat sie wirklich ein Verhältnis mit ihrem Gesangslehrer oder doch etwa mit ihrer Freundin und Untermieterin? Durch ihren sehr fleißigen und sehr gut verdienenden Ehemann mit seiner sehr gut laufenden Praxis kann sie sich ihre ja Sperenzien leisten. Blöd nur, dass Erich bei seinem Verschwinden das Konto leer geräumt hat und die Versicherung nicht zahlt.

Die Spannung hat in dieser äußerst interessanten Kriminalgeschichte keine so große Rolle, was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Mich hat die Hinführung zu den Vermutungen und Erkenntnissen viel mehr gefesselt.


Ich liebe True Crime und bei diesem Cold Case mit sehr gut recherchierten historischen Hintergrund hatte ich das Gefühl mittendrin dabei zu sein. Beste Unterhaltung, die ich nur empfehlen kann.

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Gespräche aus der Community

Wir beide, ElkeMZ und Federfee, wollen zusammen ab 20. September mit eigenem Exemplar diese Biografie einer außergewöhnlichen Frau lesen, die mit einer großen Zahl von Geistesgrößen der damaligen Zeit befreundet oder sogar liiert oder verheiratet war. Wir werden also dem Maler Oskar Kokoschka begegnen, dem Komponisten und Dirigenten Mahler, dem Schriftsteller Werfel, u.v.a

Liebe Mitleserinnen und Mitleser, viel Spaß bei der Leserunde!

273 Beiträge
Sonnenschein12s avatar
Letzter Beitrag von  Sonnenschein12vor 2 Jahren

Hi Ihr Lieben, ich habe mich heute Abend entschlossen, das Buch abzubrechen... Ich hatte bis vorhin das Gefühl, es könnte mich doch noch mal packen, Almas Lebensweg weiter zu verfolgen - aber auch nach einem Monat verspüre ich keinerlei Regungen in mir... Ich werde es morgen wieder in Bücherei zurückbringen! Ich finde es toll von Euch, dass Ihr es bis "zum bitteren Ende" gelesen habt....

Wir wollen "Witwe im Wahn" zusammen lesen und laden auch andere Leserinnen und Leser herzlich dazu ein. Jede(r) liest mit eigenem Exemplar. Es gibt keine (!) Leseexemplare zu gewinnen. Gemeinsam zu lesen macht einfach mehr Spaß!
66 BeiträgeVerlosung beendet
Wedmas avatar
Letzter Beitrag von  Wedmavor 5 Jahren

Zusätzliche Informationen

Oliver Hilmes wurde am 01. Januar 1971 in Viersen (Deutschland) geboren.

Oliver Hilmes im Netz:

Community-Statistik

in 218 Bibliotheken

von 75 Lesern aktuell gelesen

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