Oliver Hilmes

 4,4 Sterne bei 175 Bewertungen
Autor von Berlin 1936, Witwe im Wahn und weiteren Büchern.
Autorenbild von Oliver Hilmes (©Maximilian Lautenschläger)

Lebenslauf

Oliver Hilmes wurde 1971 in Viersen geboren. Er studierte Geschichte, Politik und Psychologie in Marburg, Paris-Sorbonne und Potsdam. Er promovierte über Geschichte des 20. Jahrhunderts und arbeitet für die Stiftung Berliner Philarmoniker. Nebenbei ist Hilmes tätig für die Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Kulturinstitute. Außerdem schreibt er Biografien, z.B. über Cosima Wagner und Ludwig II., welche regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste stehen. Hilmes lebt in Berlin.

Neue Bücher

Cover des Buches Schattenzeit (ISBN: 9783328111474)

Schattenzeit

 (14)
Erscheint am 13.08.2024 als Taschenbuch bei Penguin.

Alle Bücher von Oliver Hilmes

Cover des Buches Berlin 1936 (ISBN: 9783328101963)

Berlin 1936

 (52)
Erschienen am 10.12.2017
Cover des Buches Witwe im Wahn (ISBN: 9783570551127)

Witwe im Wahn

 (33)
Erschienen am 02.05.2010
Cover des Buches Das Verschwinden des Dr. Mühe (ISBN: 9783328108696)

Das Verschwinden des Dr. Mühe

 (22)
Erschienen am 10.04.2022
Cover des Buches Herrin des Hügels (ISBN: 9783328101604)

Herrin des Hügels

 (17)
Erschienen am 12.06.2017
Cover des Buches Schattenzeit (ISBN: 9783328111474)

Schattenzeit

 (14)
Erscheint am 13.08.2024
Cover des Buches Ludwig II. (ISBN: 9783570552728)

Ludwig II.

 (15)
Erschienen am 10.05.2015
Cover des Buches Liszt (ISBN: 9783570551707)

Liszt

 (12)
Erschienen am 25.11.2012
Cover des Buches Cosimas Kinder (ISBN: 9783570551325)

Cosimas Kinder

 (3)
Erschienen am 14.11.2010

Neue Rezensionen zu Oliver Hilmes

Cover des Buches Schattenzeit (ISBN: 9783328111474)
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Rezension zu "Schattenzeit" von Oliver Hilmes

Fesselndes Mosaik
Haversvor 2 Monaten

Florian Illies und Uwe Wittstock haben es getan, und auch von Oliver Hilmes gibt es mit „Berlin 1936“ bereits eine Veröffentlichung, die sich dieser Methode bedient, nämlich Ereignisse eines klar definierten Zeitraums nicht nur chronologisch zu erzählen, sondern auch durch zahlreiche Perspektivwechsel und Episoden Atmosphäre und Zeitgeist zu veranschaulichen. Doch im Unterschied zu den Vorgenannten richtet Hilmes seinen Blick auf ein individuelles Schicksal und stellt dieses ins Zentrum des erzählenden Sachbuchs „Schattenzeit. Deutschland 1943: Alltag und Abgründe“.

Er erzählt von Karlrobert Kreiten, einem herausragenden Pianisten seiner Generation, gerade einmal siebenundzwanzig Jahre alt, der sich im Gespräch mit einer Freundin der Familie zu unbedachten Äußerungen zur politischen Lage hinreißen lässt. Diese denunziert ihn, Kreiten wird verhaftet, angeklagt, verurteilt und sechs Monate später in Plötzensee gehängt.

Wer nun aber den Autor für die Konzentration auf diesen Fall kritisiert, sollte nicht vergessen, dass Kreiten kein Einzelfall ist, sondern stellvertretend für die namenlosen Gegner des Regimes steht, die ihre Überzeugung mit dem Leben bezahlen mussten.

Neben zahllosen tragischen Ereignissen wirken einige der Episoden (wie z.B. die Beschreibung der Eröffnung von E. Ardens Schönheitssalon) fast schon banal, und ja, sie sind es auch. Aber sie haben durchaus ihre Berechtigung und den Platz in diesem Buch verdient, denn sie vermitteln in ihrer Gesamtheit ein Gefühl für die Atmosphäre und das, was den Alltag 1943 ausmacht.

Ein fesselndes Mosaik, hervorragend recherchiert und aufbereitet, lebendig erzählt, berührend und passagenweise nur schwer zu ertragen. Ein wichtiges Zeitzeugnis, das ich allen Leserinnen und Lesern nachdrücklich empfehle.

Cover des Buches Schattenzeit (ISBN: 9783328111474)
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Rezension zu "Schattenzeit" von Oliver Hilmes

Das kurze Leben eines Pianisten
Arbutusvor 6 Monaten

Es war im Dezember 1987. In unserer Tageszeitung stand ein Artikel über Karlrobert Kreiten, den ich aufmerksam las, befand ich mich doch selber in der Ausbildung zur Pianistin. Denn auch Karlrobert Kreiten war Pianist gewesen, offensichtlich ein besonders guter, dem eine glanzvolle Karriere bevorgestanden hatte. Bis das Naziregime dieser jäh ein Ende setzte. Kreiten hatte sich in einem privaten Gespräch unbotmäßig über die Hitler-Regierung geäußert, und die Denunzianten schliefen nicht. Gefängnis reichte in diesem Fall nicht; man wollte ein Exempel statuieren und warf den vielversprechenden jungen Mann dem psychopathischen Richter Freisler zum Fraß vor, der ihn kurzerhand zum Tode verurteilte. War mein Entsetzen nicht schon groß genug, fiel mir beim letzten Satz des Zeitungsartikels endgültig die Kinnlade herunter: der Mann, der kurz nach dieser Hinrichtung deren Vollzug in der Presse gelobt und gerechtfertigt hatte, war kein anderer gewesen als ein gewisser Werner Höfer. Meine Eltern gehörten zu dessen treuen Fans; jeden Sonntag nach der Kirche wurde der von Höfer geleitete Frühschoppen mit internationalen Pressevertretern eingeschaltet, erst im Autoradio, dann zu Hause im Fernsehen. Nun, auch diese Karriere fand ein jähes Ende, und zwar unmittelbar nach dieser im Dezember des Jahres 1987 in alle Tageszeitungen lancierten pikanten Information. 

Das Buch „Schattenzeit“ von Oliver Hilmes ist dem Pianisten Karlrobert Kreiten gewidmet und beschreibt, spannend wie ein Roman, aber wohlrecherchiert, die Ereignisse um die  Hinrichtung des Musikers. Aber das Buch ist noch mehr als eine Beschreibung des Leidensweges eines jungen Pianisten; es ist zudem eine kurzweilige  Chronik der Ereignisse des Jahres 1943. In verschiedenen chronologisch geordneten Episoden werden die Schicksale verschiedener prominenter, wie auch völlig unbekannter Widerständler beleuchtet. Auch in das Leben der Denunzianten bekommen wir einen Einblick, und der Erzählstil ist so wertfrei gehalten, dass man als Leser erschrickt: das sind welche von uns. Und man überlegt, ob man selbst sich in einer solchen Situation anders verhalten hätte ...   

Ich empfand die strenge chronologische Abfolge als sehr lesefreundlich; vor allem lernt man dadurch wirklich viel über die Ereignisse in jenem Jahr. Und immer wieder war man überrascht, plötzlich einen weiteren bekannten Namen oder Sachverhalt durch die Einordnung in die Chronologie in völlig neuem Licht zu sehen. 

Ein sehr starkes Buch, dass ich nur jedem wärmstens an Herz legen kann.

Cover des Buches Das Verschwinden des Dr. Mühe (ISBN: 9783328108696)
secretworldofbookss avatar

Rezension zu "Das Verschwinden des Dr. Mühe" von Oliver Hilmes

Historischer Kriminalfall
secretworldofbooksvor einem Jahr

Oliver Hilmes gelingt es mit seinen angenehmen, leicht zu lesenden Schreibstil ,einen als Leser das Gefühl zu geben,  mitten in den Ermittlungsverfahren zu sein.  Die Befragungen sind sehr zielstrebig und für mich interessant,  da sie ganz ohne  moderne Hilfsmittel gemacht wurden.  Der Ermittler Keller kann aber keine Lösung für das plötzliche Verschwinden des Doktors finden.  Alle Ansätze führen ihn ins Nichts. Somit wurde die Fallakte als ungelöst als Cold Case  geschlossen. 

Gespräche aus der Community

Wir beide, ElkeMZ und Federfee, wollen zusammen ab 20. September mit eigenem Exemplar diese Biografie einer außergewöhnlichen Frau lesen, die mit einer großen Zahl von Geistesgrößen der damaligen Zeit befreundet oder sogar liiert oder verheiratet war. Wir werden also dem Maler Oskar Kokoschka begegnen, dem Komponisten und Dirigenten Mahler, dem Schriftsteller Werfel, u.v.a

273 Beiträge
Sonnenschein12s avatar
Letzter Beitrag von  Sonnenschein12vor 4 Jahren

Hi Ihr Lieben, ich habe mich heute Abend entschlossen, das Buch abzubrechen... Ich hatte bis vorhin das Gefühl, es könnte mich doch noch mal packen, Almas Lebensweg weiter zu verfolgen - aber auch nach einem Monat verspüre ich keinerlei Regungen in mir... Ich werde es morgen wieder in Bücherei zurückbringen! Ich finde es toll von Euch, dass Ihr es bis "zum bitteren Ende" gelesen habt....

Wir wollen "Witwe im Wahn" zusammen lesen und laden auch andere Leserinnen und Leser herzlich dazu ein. Jede(r) liest mit eigenem Exemplar. Es gibt keine (!) Leseexemplare zu gewinnen. Gemeinsam zu lesen macht einfach mehr Spaß!
66 BeiträgeVerlosung beendet
Wedmas avatar
Letzter Beitrag von  Wedmavor 6 Jahren

Zusätzliche Informationen

Oliver Hilmes wurde am 01. Januar 1971 in Viersen (Deutschland) geboren.

Oliver Hilmes im Netz:

Community-Statistik

in 243 Bibliotheken

auf 33 Merkzettel

von 5 Leser*innen aktuell gelesen

von 6 Leser*innen gefolgt

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