Oliver Hilmes

 4.4 Sterne bei 109 Bewertungen
Autor von Berlin 1936, Witwe im Wahn und weiteren Büchern.
Oliver Hilmes

Lebenslauf von Oliver Hilmes

Oliver Hilmes wurde 1971 in Viersen geboren. Er studierte Geschichte, Politik und Psychologie in Marburg, Paris-Sorbonne und Potsdam. Er promovierte über Geschichte des 20. Jahrhunderts und arbeitet für die Stiftung Berliner Philarmoniker. Nebenbei ist Hilmes tätig für die Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Kulturinstitute. Außerdem schreibt er Biografien, z.B. über Cosima Wagner und Ludwig II., welche regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste stehen. Hilmes lebt in Berlin.

Alle Bücher von Oliver Hilmes

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Berlin 1936

Berlin 1936

 (39)
Erschienen am 11.12.2017
Witwe im Wahn

Witwe im Wahn

 (27)
Erschienen am 03.05.2010
Herrin des Hügels

Herrin des Hügels

 (16)
Erschienen am 13.06.2017
Liszt

Liszt

 (11)
Erschienen am 26.11.2012
Ludwig II.

Ludwig II.

 (8)
Erschienen am 11.05.2015
Cosimas Kinder

Cosimas Kinder

 (2)
Erschienen am 15.11.2010
Alma Mahler-Werfel

Alma Mahler-Werfel

 (3)
Erschienen am 07.04.2006

Neue Rezensionen zu Oliver Hilmes

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Sikals avatar

Rezension zu "Witwe im Wahn" von Oliver Hilmes

Eine aufschlussreiche Biographie - lesenswert
Sikalvor 6 Monaten

Alma Maria Schindler, verwitwete Mahler, geschiedene Gropius, verwitwete Werfel … aber alles der Reihe nach. Der Klappentext gibt bereits einen kleinen Einblick in das Leben dieser ungewöhnlichen Frau - immerhin bewegen wir uns in der Zeit Ende 19. und Anfang 20. Jahrhundert:

 

„Die Reihe ihrer Liebhaber liest sich wie ein „Who is who“ der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Wer war die Frau, die mit Gustav Mahler, mit Walter Gropius und Franz Werfel verheiratet war, die eine wilde Liebesaffäre mit Oskar Kokoschka hatte und der Gerhart Hauptmann zu Füßen lag? Oliver Hilmes zeichnet in seiner umfassenden Biografie, die sich auf bisher noch nicht ausgewertete Briefe und Tagebücher stützt, das facettenreiche Bild einer Frau, die hysterisch, antisemitisch, herrschsüchtig war – aber auch inspirierend, klug und leidenschaftlich.“

 

Alma (1879 – 1964) wird als Tochter des Malers Emil Jakob Schindler und der Sängerin Anna Sophie Bergen geboren. Bereits früh beginnt Alma zu komponieren, entdeckt ihre Liebe zur Musik (und auch zu den Männern, u.a. zu Gustav Klimt).

 

Als der um vieles ältere Gustav Mahler sie zu umwerben beginnt, lässt sie sich nach einigem Zögern zu einer Ehe mit ihm hinreißen – doch von Romantik und Verliebtheit ist nicht lange was zu spüren (Er hat ihr vor der Ehe bereits vorgeschrieben, wie er sich das Zusammenleben gestalterisch vorstellt.) Mahler hat ein Problem mit der Selbständigkeit seiner Frau, will nicht, dass auch sie komponiert. Immerhin ist ER der Künstler in der Familie, will umhegt und gepflegt werden. Während er in seiner Musik aufgeht, fühlt sich Alma mehr und mehr vernachlässigt, beginnt sich der Männerwelt hinzugeben (u.a. Walter Gropius).

 

Ihre Beziehungen zu Gropius und Kokoschka geben viel über ihren Charakter preis. Manipulativ, ohne Empathie, dem Antisemitismus zugeneigt … Eine Frau, die sich als das Zentrum der Welt sieht und von anderen erwartet, sich ausschließlich ihren Bedürfnissen zu widmen (die sich leider oft innerhalb kürzester Zeit ändern). Sie äußert sich oft dermaßen abfällig über ihre Liebhaber, dass man nur den Kopf schütteln kann. Ein Beispiel aus ihrem Tagebuch über Gropius:

 

„Ich weiß genau, was mir ist – ich liebe W.G.,habe seit 14 Tagen nichts von ihm gehört und bin darum krank vor Sehnsucht.“ – nach 2 Tagen: „Heute habe ich von W.G. einen direkten, bösen Brief bekommen. Ich war tief erregt – und tief erschrocken – aber immer mehr fühle ich, dass dieser Mensch nicht mein Leben bedeutet. Seine Eifersucht auf O.K. ist grenzenlos. … O.K. darf rücksichtslos sein. Dieser Mensch nicht, dieser kleine gewöhnliche Mensch!“

 

Auch als Werfel in ihr Leben tritt, benimmt sie sich sehr geschmacklos, überhäuft ihn mit antisemitischen Äußerungen, die manches Mal in wüste Beschimpfungen ausarten. Doch auch Werfel profitiert von der Beziehung zu Alma, sie ermuntert ihn (oder manipuliert ihn dahingehend), Romane zu schreiben und „organisiert“ auch noch den passenden Verlag für Werfel. Als die beiden 1938 vor den Nazis fliehen, führt sie eine Odyssee über Frankreich, die Pyrenäen bis nach Amerika, wo Alma bis zu ihrem Tod auch bleibt. Erst dann kommt sie wieder nach Wien zurück, um dort begraben zu werden.

 

Der Autor Oliver Hilmes hat hier ein sehr aufschlussreiches Porträt geschrieben. Man erfährt einiges über Almas Persönlichkeit. Sie hat sich während ihres Lebens immer ihren Tagebüchern anvertraut, aus dem schlüssige Interpretationen erfolgen können. Man erkennt ihren Hang zu Drama und Theatralik, sie manipuliert durch geschickt eingesetzte Sequenzen ihr Umfeld. Besonders tragisch fand ich, dass sie absolut keine Beziehung zu ihren Kindern aufbauen konnte, sogar deren Tod ließ sie irgendwie kalt. Auch hatte sie kein Bedürfnis an Begräbnissen teilzunehmen und so blieb sie immer wieder einfach zu Hause, während andere um ihre Kinder oder Männer trauerten…

 

Oliver Hilmes entkräftet das Bild Almas als Muse der Künstler, er zeigt auch ihren Wahn, ihre Selbstgefälligkeit, ihre gestörte Selbstwahrnehmung und ihr Bestreben, als „Grande Dame“ gesehen zu werden. Mehr Schein als Sein, kann man hier wohl sagen.

 

Eine sehr aufschlussreiche Biographie, die ich sehr gerne gelesen habe. Natürlich gibt es fünf Sterne dafür.

Kommentare: 1
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Sonnenschein12s avatar

Rezension zu "Berlin 1936" von Oliver Hilmes

Wie es Hitler und seiner Regierung gelang, die Welt zu täuschen...
Sonnenschein12vor 8 Monaten

Ein wirklich großartiges Buch! Chapeau Herr Hilmes, für die sicherlich mühselige und aufwendige Recherchearbeit!
Oliver Hilmes beschreibt die Zeit vom 1. - 16.8.1936 (Olympische Spiele in Berlin) chronologisch: jeder einzelne Tag beginnt mit der Prognose des "Reichswetterdienstes" für Berlin. Danach folgen in überschaubarer Form einzelne Geschichten über bekannte und
unbekannte Personen, Vorfälle, Begebenheiten und Zwischenfälle -
sie alle hängen in irgendeiner Form mit Berlin, der Politik und Olympia zusammen. Aber auch Beschreibungen über das quirlige Leben im Berlin jener Tage kommt nicht zu kurz, wir hören von der Musik, die in den Bars und Nachtclubs gespielt wird, wir können das Treiben in den Straßencafés beobachten, wir flanieren gemeinsam mit dem Autor auf dem Ku-Damm - es ist so anschaulich geschildert, dass wir als Leser das Gefühl haben, Teil des Geschehens zu sein.
Natürlich kommen auch die Wettkämpfe und die sportlichen Ereignisse nicht zu kurz: Jesse Owens mit seinen sensationellen vier Goldmedaillen, die 0:2 Niederlage Deutschlands beim Fußballspiel gegen Norwegen, den Erfolgen der deutschen Reitermannschaft usw.
Aber wir lernen auch Helene Mayer (Silbermedaille im Fechten) kennen: "Sie ist Teil der Mannschaft des nationalsozialistischen Deutschlands, nicht trotz, sondern wegen ihrer jüdischen Abstammung. Helene, die einfach nur Sport treiben will und sich für Politik im Grunde nicht interessiert, ist in ein perfides Spiel geraten, dessen Ausmaß sie zunächst gar nicht überschauen kann. Ihre Geschichte ist auch die Geschichte eines boykottierten Boykotts." (S.202) Sie war vom "Reichssportführer" extra eingeladen worden - und nahm entgegen vieler warnenden Stimmen diese Einladung an! Wenn sie dieser Einladung nicht gefolgt wäre, dann "wären die Vereinigten Staaten sowie einige weitere Länder womöglich nie nach Berlin gereist, mehr noch, Hitlers Spiele hätte es dann wahrscheinlich nie gegeben." (S.206)
Oliver Hilmes erklärt deutlich die Hintergründe, warum Hitler und seine Regierung die Olympischen Spiele unbedingt stattfinden lassen wollten und es gelingt ihnen "sich als friedliebender und verlässlicher Partner der Völkerfamilie zu präsentieren. In diesen Sommertagen schöpfen viele Menschen Mut, sie hoffen auf Veränderungen und glauben Hitlers Friedensschwüren" (S. 254)
Man hat es sicherlich gemerkt: ich war von diesem Sachbuch der ganz anderen Art ganz gefesselt, habe sehr viel Neues erfahren und konnte es kaum aus der Hand legen - eine ganz deutliche Leseempfehlung!

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Witwe im Wahn" von Oliver Hilmes

Eine Frau ohne Empathie und Herz ...
Bellis-Perennisvor 8 Monaten


Oliver Hilmes ist mit dieser penibel recherchierten Biografie ein völlig anderes Bild von Alma Mahler-Werfel gelungen, als das bislang bekannte „Muse bedeutender Männer“. Der Klappentext trifft es hier genau:

„Die Reihe ihrer Liebhaber liest sich wie ein „Who is who“ der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Wer war die Frau, die mit Gustav Mahler, mit Walter Gropius und Franz Werfel verheiratet war, die eine wilde Liebesaffäre mit Oskar Kokoschka hatte und der Gerhart Hauptmann zu Füßen lag? Oliver Hilmes zeichnet in seiner umfassenden Biografie, die sich auf bisher noch nicht ausgewertete Briefe und Tagebücher stützt, das facettenreiche Bild einer Frau, die hysterisch, antisemitisch, herrschsüchtig war – aber auch inspirierend, klug und leidenschaftlich.“

 

Geboren wird Alma 1879 als Tochter des Landschaftsmalers Emil Jakob Schindler und seiner Frau, der Sängerin Anna Sophie Bergen in ärmlichen Verhältnissen in Wien. Als Emil Schindler einen Künstlerpreis und daraufhin entsprechend gut dotierte Aufträge erhält, entspannt sich die finanzielle Situation. Man zieht um. Schon während der Ehe hat die Mutter mehrere Verhältnisse, u.a. mit Carl Moll, der einige Zeit nach dem Tod Schindlers der Stiefvater von Alma und ihrer Schwester wird.

Alma wächst in einem Künstlerhaushalt mit eher lockeren Sitten auf, erhält nur rudimentäre Schulbildung aber Klavier- und Kompositionsunterricht. Schon mit ihrem Klavierlehrer hat sie ein Verhältnis und Musik wird in ihrem weiteren Leben eine Rolle spielen.

 

Eine Affäre mit dem weitaus älteren Gustav Klimt kann von Carl Moll gerade noch (?) verhindert werden. Doch dann tritt Gustav Mahler, eben Hofoperndirektor geworden, die Bühne der Alma Schindler. Auch er ist rund 20 Jahre älter, will eigentlich gar nicht heiraten, weil ihm die holde Weiblichkeit auch so zu Füßen liegt. Er schreibt Alma einen 20 seitigen Brief mit einem „Verhaltenscodex“ für ihre Ehe. Alma überlegt kurz und stimmt zu. Man muss sich ja nicht unbedingt daran halten, oder?

Das Leben mit dem Musiker gestaltet sich nicht so, wie es sich Alma erträumt hat. Seine Musik mag sie nicht besonders. Er hingegen hält nichts davon, dass seine Gemahlin komponiert. Recht bald langweilt sie sich und selbst die beiden Töchter (Maria Anna, gestorben 1907 und Anna Justine) interessieren sie wenig. Ihr Ziel, mit einem bedeutenden Mann verheiratet und gut versorgt zu sein, hat sie erreicht. Doch der kränkliche Mahler teilt ihre Leidenschaft für rauschende Feste nicht. Er geht auf Tournee, sie bleibt in Wien. Schon zu Mahlers Lebzeiten beginnt sie unter anderem sowohl mit dem Architekten Walter Gropius als auch mit dem Maler Oskar Kokoschka ein Verhältnis und verheimlicht das gar nicht.

 

Nach dem Tod Mahlers (1911) wird die nunmehr reiche Witwe von einigen Heiratskandidaten umschwärmt. Sie heiratet jedoch 1915 Walter Gropius. Sie stürzt sich in das Gesellschaftsleben, während Gropius und Kokoschka im Ersten Weltkrieg kämpfen. Sie manipuliert beide so, dass sie lieber ihren Tod an der Front in Kauf nehmen, als vor Alma als Feiglinge dazustehen. Kokoschka wird schwer verwundet und man zweifelt an seinem Aufkommen. Alma nimmt Briefe und Skizzen aus seinem Atelier. Kokoschka überlebt.

 

1917 lernt sie Franz Werfel kennen, über den sie sich gleich einmal despektierlich äußert: „Werfel ist ein O-beiniger, fetter Jude mit wülstigen Lippen und schwimmenden Schlitzaugen! Aber er gewinnt, je mehr er sich gibt.“

 

Das hindert sie allerdings nicht daran, ein Verhältnis mit ihm zu beginnen.

Überhaupt sind ihre antisemitischen Äußerungen jenseits des guten Geschmacks. Hier zeigen sich schon Anzeichen einer psychopathischen Störung. Sie hasst Juden, verkehrt aber in deren Salons, nimmt ihr Geld als sie Devotionalien Mahlers verkauft und, nicht zu vergessen, Gustav Mahler war ebenfalls Jude.

1918 bringt sie Sohn Martin zur Welt, von dem nur sicher ist, dass Alma die Mutter ist. Das Kind leidet an einem Wasserkopf und stirbt wenige Monate später einsam in einem Krankenhaus. Das Kapitel Alma und ihre Kinder ist ein ganz spezielles. Sie hat überhaupt keine herzliche Bindung zu ihrem Nachwuchs. Natürlich ist es zu dieser Zeit üblich, Kinder von Kindermädchen und Gouvernanten aufziehen zu lassen. Aber so ein Desinteresse? Anna, die zweite Tochter mit Gustav Mahler, wird ihr ganzes Leben unter den Ausschweifungen der Mutter leiden. Erst sehr spät und in ihrer fünften Ehe wird sie so etwas wie Glück und Beständigkeit erleben.

 

Manon Gropius wird von Alma als junges Mädchen nackt einer Altherrenrunde präsentiert. Wozu – lässt sich nicht ganz schlüssig beantworten. Manon stirbt 1935 an Kinderlähmung.

 

Doch zurück zu Franz Werfel: Sie heiratet ihn 1929 obwohl sie bereits 1924 in ihr Tagebuch schreibt:

 

„Ich liebe ihn nicht mehr. Mein Leben hängt innerlich nicht mehr mit dem seinen zusammen. Er ist wieder zusammengeschrumpft zu dem kleinen, hässlichen, verfetteten Juden des ersten Eindrucks.“ (S.208)

 

Was soll man dazu sagen?

Das einzig Positive für Franz Werfel ist, dass sie ihn dazu bringt, Romane zu schreiben. Zwar will zu Beginn kein Verlag seine Bücher herausbringen, aber mit Almas Gabe, Menschen zu überzeugen und zu manipulieren, gelingt es ihr Paul Zsolnay zu überreden einen Verlag zu gründen. Dreimal darf geraten werden – Paul ist natürlich Jude.

 

Während des Ständestaates und des Bürgerkriegs in Österreich in den frühen 1930er Jahren verstärkt sich Almas radikaler Antisemitismus. 1938 fliehen sie über Frankreich und die Pyrenäen nach Amerika. Natürlich hat sich Alma erkundigt, zu welchen, für sie günstigen, Bedingungen sie sich von Franz Werfel scheiden lassen könnte.

 

Die Emigration hält das Ehepaar nur kurzfristig zusammen. Ihre antisemitische Einstellung führt auch in Amerika zu einigen Eklats. Nach dem Tod von Franz Werfel geht Alma ganz in ihrer Rolle als „Grande Veuve“ auf. Sie schreibt ihre Memoiren, die keiner drucken will, weil Alma nur ihre eigene Wahrheit gelten lässt. Sie sieht sich selbst als „Muse“ vieler Künstler. Dieses Bild wird bis heute noch kultiviert.

 

Alma Mahler-Werfel stirbt am 11. Dezember 1964 in New York und wird im Februar 1965 in Wien am Grinzinger Friedhof beigesetzt.

 

Meine Meinung:

 

Oliver Hilmes hat sich durch bislang unveröffentlichte Briefe und Tagebücher sowohl aus dem Nachlass von Alma Mahler-Werfel als auch von ihren Zeitgenossen gegraben und eine Menge bislang unbekannter Dinge über die Femme Fatale zu Tage gefördert.

Der interessierte Leser wird häufig ob der Manipulationen oder der vielen antisemitischen Äußerungen Almas (die sie ernst meint), tief schlucken müssen.

 

Was war diese Frau für ein Charakter? Kann es sein, dass sie eine Psychopathin war? Die Anzeichen lassen darauf schließen: Es fehlt ihr an Empathie, sie manipuliert ihre Umgebung um ja den größten Nutzen aus diesen Menschen zu ziehen, ihr übersteuertes Selbstbewusstsein, ihre Theatralik und nicht zuletzt ihre beinahe schon pathologische Promiskuität. Sie spielt Freunde gegeneinander aus und ändert ihre Meinung ständig.

Interessant ist auch ihre hartnäckige Weigerung auf Begräbnisse zu gehen. So hat sie weder ihre verstorbenen Kinder verabschiedet noch hat sie an den Beisetzungen von Gustav Mahler oder Franz Werfel teilgenommen.

 

Oliver Hilmes räumt mit dem Mythos „Alma sei die Muse vieler Künstler gewesen“ auf. Er zeigt auch die vielen dunklen Facetten des einstmals „schönsten Mädchens von Wien“.

Selten trifft ein Buchtitel so den Kern des Inhalts. 

 

Fazit:

 

Eine spannende, sehr gut gelungene Biographie von Alma Mahler-Werfel. Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

 


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Wir wollen "Witwe im Wahn" zusammen lesen und laden auch andere Leserinnen und Leser herzlich dazu ein. Jede(r) liest mit eigenem Exemplar. Es gibt keine (!) Leseexemplare zu gewinnen. Gemeinsam zu lesen macht einfach mehr Spaß!
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Letzter Beitrag von  Wedmavor 8 Monaten
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Zusätzliche Informationen

Oliver Hilmes wurde am 01. Januar 1971 in Viersen (Deutschland) geboren.

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