Oliver Ilan Schulz

Lebenslauf von Oliver Ilan Schulz

Oliver Ilan Schulz, geboren 1970, lebt in München und Berlin. Er arbeitet in Teilzeit als Lektor und zudem als Literaturübersetzer und freier Autor. Er ist Diplompolitologe und staatlich geprüfter Übersetzer.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Oliver Ilan Schulz

Cover des Buches Wehrlos (ISBN: 9783453354494)

Wehrlos

 (27)
Erschienen am 03.11.2009
Cover des Buches Nichts was uns schützt (ISBN: 9783608936063)

Nichts was uns schützt

 (10)
Erschienen am 03.03.2009
Cover des Buches Oh... (ISBN: 9783257243727)

Oh...

 (8)
Erschienen am 18.01.2017
Cover des Buches Die Rastlosen (ISBN: 9783257242645)

Die Rastlosen

 (10)
Erschienen am 18.12.2013
Cover des Buches Ich über mich (ISBN: 9783596191239)

Ich über mich

 (9)
Erschienen am 06.12.2011
Cover des Buches Und morgen bin ich dran (ISBN: 9783293204928)

Und morgen bin ich dran

 (2)
Erschienen am 08.07.2010
Cover des Buches Wie die wilden Tiere (ISBN: 9783257243994)

Wie die wilden Tiere

 (2)
Erschienen am 26.07.2017
Cover des Buches Maigret amüsiert sich (ISBN: 9783311130505)

Maigret amüsiert sich

 (0)
Erschienen am 11.04.2019

Neue Rezensionen zu Oliver Ilan Schulz

Cover des Buches Wehrlos (ISBN: 9783453354494)efells avatar

Rezension zu "Wehrlos" von Juliette Manet

Spannend von Anfang bis zum Ende.
efellvor 2 Jahren

Spannend von Anfang bis zum Ende. In L.A. werden Kinder entführt - In Paris 12 Jahre davor werden mit den gleichen Riten auch Kinder entführt und misshandelt tot aufgefunden. Familien werden umgebracht, ein Familienvater, der Verdächtigt wird, bringt seine ganze Familie und sich selber um. Der bekannte Mörder ist wieder mit einer neuen Identität aufgetaucht.

Ist dies wirklich der Mörder von Paris? Die französische Ermittlerin wird um Rat gefragt. Der Leser rätselt auch die ganze Zeit, ob die Tatsachen so einfach sind, also muss man zur letzten Seite lesen!

Der Stil ist leicht zu erfassen, die Szenen sind gut vorstellbar. Die Figuren sind gut, aber nicht sehr originell gezeichnet.

Ein toller Pageturner

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Cover des Buches Oh... (ISBN: 9783257243727)Wortklaubers avatar

Rezension zu "Oh..." von Philippe Djian

Schwere Kost
Wortklaubervor 2 Jahren

Michèle ist die Protagonistin und Ich-Erzählerin in Philippe Djians Roman von 2012, der im französischen Original wie der deutschen Übersetzung den lakonischen Titel „Oh …“ trägt.

Mit Ende Vierzig ist Michèle Mitinhaberin einer erfolgreichen Produktionsfirma, Tag für Tag damit befasst, Drehbücher auf ihre Tauglichkeit für die Leinwand hin zu überprüfen. Hierfür hat sie einen extra großen Papierkorb angeschafft und sich gestählt, mit hoffnungsvollen jungen Drehbuchautoren Gespräche zu führen, die diese zumeist unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Sie ist geschieden, ihrem Ex-Mann Richard aber immer noch in vielerlei Hinsicht verbunden. Nicht zuletzt versucht auch er, über sie einen großen Wurf im Filmgeschäft zu landen. Ihr gemeinsamer Sohn Vincent ist derweil wild entschlossen, eine Frau zu heiraten, die mit dem Kind eines anderen schwanger ist und die Vaterschaft für das Kind anzuerkennen, auch wenn er nicht so recht weiß, wie er die monetären Ansprüche seiner Zukünftigen überhaupt finanzieren soll. Auch Michèles Mutter Irène zehrt vom Geld ihrer Tochter, die ihr die Wohnung bezahlt, und trägt sich ebenfalls mit Heiratsabsichten. Sie will ihren jungen Liebhaber Ralf heiraten. Inmitten einer Ansammlung einigermaßen lebensuntüchtiger Personen – im Sinne von: ich weiß, was ich will und bewältige mein Leben selbst – erscheint Michèle auf verblüffende Weise patent und pragmatisch, dabei ausgestattet mit einem wachen Verstand und einem trockenen, manchmal beißenden Humor. Robert, ihr Liebhaber, Richard und Ralf hingegen erscheinen in mancher Hinsicht schwach und teilweise schon einem fast parasitären Lebensstil verfallen – was von Michèle weniger offen verurteilt als teils schon gottgegeben hingenommen wird.

Dieses offenkundig so patente Wesen kann umso verwundern, da Michèles Vater ein Massenmörder ist, der seine letzten Tage im Zuchthaus verbringt, und, als Michèle gerade zehn Jahre alt war, unvorstellbares Leid über Dutzende Familien gebracht und seine eigene Familie fortan zu Aussätzigen gebrandmarkt hat. – Ja, auf den ersten Blick kann man meinen, Michèle sei von außergewöhnlich robuster Natur.

Bereits auf der ersten Seite des Romans wird Michèle Opfer einer brutalen Vergewaltigung, was die eigentlich im Mittelpunkt stehenden Ereignisse in Gang bringt. Sie wehrt sich nach Kräften, hat aber keine Chance gegen den Mann. Sie geht nicht zur Polizei, ist angeschlagen, aber nicht am Boden zerstört. Als sich ihr schließlich offenbart, wer sich hinter dem maskierten Angreifer verbirgt, zeigt sie ihn immer noch nicht an, sondern lässt sich sehenden Auges auf eine Beziehung mit ihm ein. Eine Ungeheuerlichkeit, deren sie sich sehr wohl bewusst ist.

„Oh ...“ (mit Isabel Huppert unter dem Titel „Elle“ verfilmt) legt ein rasantes Tempo vor. Absätze und Szenenwechsel braucht es nicht, um die Handlung zu strukturieren und voranzutreiben, und unvorstellbare Dinge passieren manchmal einfach so in Nebensätzen. Ohne dass etwas fehlt – im Gegenteil: Der atemlose Stil verdichtet die Geschehnisse. Der Leser blickt durch Michèles Augen, weiß um die Abgründe der Figur oder ahnt sie zumindest, wie die Ich-Erzählerin selbst auch um die Ungeheuerlichkeit ihres Tuns weiß, wenn sie auch die Dinge, die in ihrer Kindheit (außerdem) geschehen sind, nur in wenigen Episoden kurz anreißt. So erklärt sie nicht, rechtfertigt nicht, beschönigt nicht, sondern lässt sich allenfalls halb bewusst, halb getrieben auf ein gefährliches, ethisch nicht zu erklärendes Spiel ein.

So spielt auch der Roman mit dem Feuer, hat sich auch der Autor auf ein hochgradig brisantes Thema eingelassen. So könnte man ihm den Vorwurf gemacht haben (das habe ich nicht recherchiert), damit eine nicht zu entschuldigende Gewalt rechtfertigen zu wollen, nach dem Motto: nein bedeutet halt doch nicht immer nein. Indem er die Figur der Michèle jedoch so zeichnet, wie er sie zeichnet, tut er genau das nicht. Und genau das sollte Literatur auch „dürfen“: ungewöhnliche Geschichten erzählen, ungewöhnliche „Heldinnen“ schaffen, auch schwer verständliche, zerrissene, beschädigte, die schwer oder gar nicht nachvollziehbare Dinge tun. Ohne daraus Rückschlüsse auf etwaige Motivationen zu unterstellen oder gar zu fragen, warum ein männlicher Autor eine weibliche Figur mit so einer Geschichte erschafft.

Nach dem vor Jahrzehnten gelesenen „Betty Blue“ mein zweiter Djian. Schwere Kost, vom Stoff her, ja, aber auch, wie ich finde, meisterlich konstruiert und erzählt.

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Cover des Buches Nichts was uns schützt (ISBN: 9783608936063)C

Rezension zu "Nichts was uns schützt" von Olivier Adam

Ein wichtiges Buch!
CosmoKramervor 6 Jahren

Eine Mutter, welche ihren Job als Kassirerin in einem Supermarkt verloren hat, findet sich perspektivlos als Hausfrau wieder. Solange bis sie in der Flüchtlingshilfe Fuß fast und mithift. Ihr Engagement für Flüchtlinge bringt Eheprobleme mit sich. Nicht nur mit ihrem Mann nein auch mit ihren Kindern bekommt sie Stress und droht diese zu verlieren. Und trotzdem steigert sie sich mehr und mehr in ihre soziale Hilfsbereitschaft hinein bis es schlieslich eskaliert.

Durch zufall bin ich in der Bücherei auf dieses Werk aufmerksam geworden. Da ich nicht wusste was ich ausleihen sollte, griff ich einfach blind ins Regal und zwang mich das Buch das ich rauszog mitzunehmen. Also dieses. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Dieses Werk behandelt ein wichtiges Thema. Es ist aktuell und wird es wohl auch für eine sehr lange Zeit bleiben.
Durch seine Kürze von nur etwas mehr als 200 Seiten ist es sehr intensiv.
Die Handlung ist sehr dicht und zeigt keine unnötigen längen. Sprachlich ist es gut zu lesen, da es eine spannende Story erzählt, welche mitreist und fesselt.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und sind auch sehr tief beschrieben. Alle Hauptpersonen zeigen ein sehr intensives Gefühlsleben geprägt durch ihre Handlungsweisen. Gerade dies ist ein echtes Plus dieses kleinen Romans.
Die Handlungsweisen sind Nachvollziehbahr und fühlen sich echt an. Genauso könnte es sich tatsächlich in der grossen weiten Welt irgendwo abspielen.
Das Buch regt zum Nachdenken an und beschäftigt auch nach beendigung noch eine Zeitlang. Aktuelle Medienberichte in  Ferneshen oder Zeitungen, zu diesem Thema, rütteln Erinerrungen an dieses Buch wach.

Ich kann, nein muss, dieses Buch empfehlen, da es ein wichtiges Thema behandelt, welches ja auch unseren diesjährigen Wahlkampf bestimmt. Einwanderung und Flüchtlingspolitik beschäftigt unser Land gerade wie noch nie zuvor und ein jeder von uns hat dazu eine Meinung, da ein jeder von uns beruflich oder privat oder beides, damit konfrontiert wird.
Dieses Buch lädt wunderbar zum diskutieren ein.

Es ist grosse Kunst im kleinen!

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