Oliver Janich

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Oliver Janich

Oliver Janich ist freier Journalist und hat eine regelmäßige Kolumne in FOCUS MONEY. Er schrieb u.a. bei Financial Times Deutschland, Süddeutsche Zeitung und Euro am Sonntag. Als einer der ersten Journalisten veröffentlichte er, dass durch den Lissabon-Vertrag bei Aufruhr das Töten von Menschen und die Wiedereinführung der Todesstrafe erlaubt ist. Im Januar 2010 erregte seine Titelgeschichte über Widersprüche in der offiziellen Theorie zu 9/11 großes Aufsehen.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Rezensionen zu Oliver Janich

Cover des Buches Sicher ohne Staat: Wie eine natürliche Rechtsordnung ohne Gewaltmonopol funktioniert (ISBN: B077VK3BHQ)
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Rezension zu "Sicher ohne Staat: Wie eine natürliche Rechtsordnung ohne Gewaltmonopol funktioniert" von Oliver Janich

Natürliche Rechtsordnung statt Gewaltmonopol
EnterBRAINmentvor 2 Monaten

Ich bin sicher, dass am Ende des Buches JEDER davon überzeugt ist, dass es eben nicht das "Größte" ist, in einer sogeannten Demokratie zu leben und das wir in einer natürlichen Rechtsordnung - ohne Gewaltmonopol - besser dran wären!

Was einem ehemaligen Journalisten von Financial Times Deutschland, Süddeutsche Zeitung und Focus Money passiert, wenn er an der Meinung des Staates vorbei galoppiert, kann man leider aktuell sehen, meine Gedanken sind bei Oli! #freejanich
Ein kleiner Buchausschnitt zum anhören & ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=L-CnRNBRtO8&t=49s
Das Buch kann hier bestellt werden: https://bit.ly/3EmGzMT


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Cover des Buches Das Kapitalismus-Komplott (ISBN: 9783898795777)
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Rezension zu "Das Kapitalismus-Komplott" von Oliver Janich

Vorwärts in die schöne neue Welt?
Dr_Mvor 7 Jahren

Der Titel ist geschickt gewählt, denn er verführt möglicherweise Leute dazu sich dieses Buch zu kaufen, die es nicht tun würden, wenn sie genau wüssten, was sie erwartet. Statt der gegenwärtig sehr populären Kapitalismus-Schelte zu folgen, hat Oliver Janich ein Buch geschrieben, in dem er Lesern, die das zulassen, ein ganz anderes Bild der Wirklichkeit präsentiert als das, von dem sie wohl gewöhnlich ausgehen oder ausgehen sollen.

Der Autor versucht nachzuweisen, dass wir auf dem besten Weg in eine unangenehme Zukunft sind, in der es zur Weltherrschaft einer relativ kleinen Gruppe von Leuten kommt, die den Kapitalismus völlig abschaffen und die Freiheit der Individuen erheblich beschneiden wollen. Natürlich kann man eine solche Prognose weder beweisen noch widerlegen, und natürlich klingt sie zunächst für viele wie eine Verschwörungstheorie. Doch wenn man dieses Buch gelesen hat und Janichs Argumente vorurteilsfrei durchdenkt, dann gewinnt seine Sicht der Dinge meistens an Überzeugungskraft. Es passt einfach zu viel zu gut zusammen, um völlig falsch zu sein.

Nach dem Ende des Kalten Krieges kam zunächst eine recht euphorische Stimmung in der Welt auf. Die Gefahr eines Atomkrieges schien gebannt. Doch diese kurze angstfreie Zeit hielt nicht lange an. Auf einmal entstanden neue globale Ängste. Der internationale Terrorismus und die angeblich unheilvoll auf uns zu rasende Klimakatastrophe ersetzten den Kalten Krieg. Und obwohl das eigentlich schon reichen sollte, haben wir nun auch noch eine globale Finanzkrise und jedes Jahr den immer neuen Versuch, der Menschheit eine Pandemie einzureden, die dann irgendwie nicht stattfinden will. Der Autor sieht darin eine Strategie, denn globale Probleme und Ängste erfordern eine globale Erlösung, zum Beispiel in Form einer wie auch immer gearteten Weltregierung.

Nach einer kurzen und für manche sicher etwas verwirrenden Einleitung erklärt der Autor im ersten Teil seines Buches wie der Kapitalismus in natürlicher Weise funktionieren sollte, es aber nicht tut, weil er durch Einschränkungen der Freiheit des Individuums daran gehindert wird. Dabei stützt sich Janich auf die so genannte österreichische Schule der Nationalökonomie um den Nobelpreisträger Hayek. Kapitalismus ist für Janich vor allem Vertragsfreiheit. Doch in diese Vertragsfreiheit zwischen zwei Individuen greift stets mehr oder weniger massiv eine dritte Partei ein, der Staat. Welche verhängnisvollen und vor allem teuren Auswirkungen dies hat, erklärt der Autor an vielen Beispielen.

Ein ganz entscheidendes Kapitel im ersten Teil des Buches befasst sich mit unserem Geldsystem. Wenn man das Wesen unseres Geldes einmal verstanden hat, kann man die Welt nicht mehr durch die offizielle Brille sehen. Janich erklärt sehr gut, wie unser auf Schulden beruhendes Papiergeld einfach aus dem Nichts entsteht und welche katastrophalen Folgen dies hat. Allein dafür lohnt es sich das Buch zu lesen. Der Autor beschreibt danach eine wesentlich effektivere und sorgenfreiere Welt, in der niemand allen anderen ein eigentlich wertloses Zahlungsmittel als alleingültiges Tauschobjekt aufzwingen kann. Die meisten der gegenwärtigen ökonomischen Probleme wären in einer solchen, wirklich kapitalistischen Welt nicht vorhanden.

Da wir uns dies nicht vorstellen können, weil es nie so war, ist zu befürchten, dass der Autor damit wie mit vielen anderen seiner der offiziellen Sichtweise nicht entsprechenden Aussagen bei den meisten Menschen ins Leere läuft, obwohl sie entweder der Wahrheit entsprechen oder ihr auf die eine oder andere Weise sehr nahe kommen.

Der zweite Teil des Buches befasst sich mit den folgenschweren Ereignissen am 11. September 2001 in New York, der angebliche Klimakatastrophe und effektiven Manipulationsmethoden. Janich fasst zunächst einige der Hauptargumente gegen die offizielle Version von 9/11 zusammen. Immer vorausgesetzt, in den Gegendarstellungen (Videos vom Einsturz der Türme, Tondokumente, die mehrere Explosionen unmittelbar vor diesen Einstürzen anzeigen usw.) wird nicht mit Fälschungen gearbeitet, lassen diese Aufzeichnungen eigentlich nur noch den Schluss zu, dass 9/11 nicht so abgelaufen sein kann, wie der offizielle Bericht behauptet. Kürzlich lief im deutschen Fernsehen der Film "9/11 Mysteries", der dies mit besonderer Überzeugungskraft verdeutlicht.

Dass eine große Mehrheit unabhängiger und hochrangiger Wissenschaftler das Märchen von der kommenden Klimakatastrophe nicht glaubt, wird von den meisten Medien verschwiegen. Janich fasst die Argumente gegen die inzwischen schon zur Hysterie aufgestiegenen Klima-Ideologie gut zusammen. Dieser Teil des Buches endet mit Ausführungen darüber, wie man erfolgreich sowohl große Menschenmassen als auch einzelne Diskussionspartner manipuliert. Janich zeigt, wie diese Methoden auch tatsächlich täglich angewendet werden.

Im letzten und nach meiner Ansicht schwächsten Teil geht es um die angebliche Macht-Elite. Janich stellt dem Leser zahlreiche mehr oder wenige geheime oder elitäre Organisationen vor, über die das Weltgeschehen stark beeinflusst wird. Durch zahlreiche Zitate belegt er, dass es immer darum geht, eine neue Weltordnung zu installieren. Verfolgt man die einzelnen Fäden zurück, so gelangt man früher oder später immer zum Rockefeller-Clan oder anderen Figuren des amerikanischen Geldadels. Wenn die neue Weltordnung wie in diesem Buch in bedrohlicher Form beschrieben wird, dann vergessen die entsprechenden Autoren allerdings immer gerne, dass diese Bestrebungen bereits in einer Zeit entstanden, in der die ganze Welt noch westlich dominiert war. Diese Zeit ist jedoch vorbei.

Das Buch endet mit einigen Ausführungen zu namhaften deutschen Politikern und ihren vermuteten Verbindungen zu den vorher vorgestellten Organisationen oder Institutionen und zu kommunistischen Vereinigungen. Vielleicht bin ich naiv, aber in der vom Autor dargelegten Schlichtheit stellen sich die wirklichen Zusammenhänge bestimmt nicht dar. Während der Autor in den ersten zwei Dritteln seines Buches noch tatsächliche Zusammenhänge diskutiert, geht am Ende seines Werkes der Enthüllungsjournalist in ihm durch, der gerne auch einmal seine eigenen Konstruktionen für die Realität hält.

Fazit.
Dies ist ein Buch, das eine völlig andere Sichtweise auf die Welt präsentiert. Es beinhaltet keine absurden Verschwörungstheorien, sondern in der Mehrzahl gut begründete Ausführungen über ökonomische und politische Zusammenhänge, die der offiziellen Lesart diametral entgegenstehen. Der Text liest sich meistens gut. Nur manchmal schweift der Autor zu sehr ab. Die Welt wird dieses Buch nicht verändern, vielleicht aber den Blickwinkel einiger seiner Leser.

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