Oliver K. Wnuk

 3.3 Sterne bei 26 Bewertungen

Lebenslauf von Oliver K. Wnuk

Oliver Wnuk wurde am 28. Janaur 1976 in Konstanz geboren. Nach dem Abitur folgte der Zivildienst und von 1996 bis 2000 eine Schauspielausbildung an der Bayerischen Theater-Akademie »Augsut Everding« im Prinzregententheater in München. Ab 1997 hatte er einige Fernsehauftritte und spielte 2003 bis 2007 den Oberkommisar Murat Alpay in der NDR-Krimireihe »K3 - Kripo Hamburg«. Seit 2004 spielt er an der Seite von Christoph Maria Herbst in der Serie »Stromberg«. Sein Kinodebüt feierte er 2000 in dem Thriller »Anatomie«, sein Autorendebüt 2004 mit dem Stück »Einfach nur Siggi« das in Konstanz uraufgeführt wurde und seinen ersten Roman veröffentlichte Wnuk 2011 mit »Wie im richtigen Film«. Zur Zeit schreibt er an seinem zweiten Roman.

Alle Bücher von Oliver K. Wnuk

Wie im richtigen Film

Wie im richtigen Film

 (26)
Erschienen am 08.03.2011

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j125s avatar

Rezension zu "Wie im richtigen Film" von Oliver K. Wnuk

Kurzweilige Unterhaltung mit klasse Erzählstil
j125vor 4 Jahren

Inhalt:
Mit seiner Tochter zählt er ganz viele Glühwürmchen, neben seiner Freundin blinzelt er in zu viele Blitzlichtgewitter, und mit seinem Vater möchte er ein paar letzte helle Momente erleben: Jan liebt alle seine Lieben, manchmal so verzweifelt, dass er die Zeit anhalten will, und hat gerade erst so richtig begriffen, wie viel man doch falsch machen kann in den Haupt- und Nebenrollen seines Lebens. Aber weil ja die Liebe nicht einfach so sterben soll und die Lieben schon gar nicht, muss ein Mann irgendwann Entscheidungen treffen. (Klappentext)

Meine Meinung:
Da der Klappentext wirklich treffend ist, verzichte ich mal auf eine eigene Zusammenfassung. Jan, aus dessen Sicht der Leser auf die Ereignisse blickt, ist Schauspieler. Mehr oder weniger erfolgreich, aber neben seiner berühmten Freundin Clara geht er doch eher unter. Er ist ein großartiger Charakter, der durch seine Fehler und sein Bemühen diese wieder gut zu machen wirklich menschlich wirkt. Sein Vater hat Alzheimer und erkennt ihn schon lang nicht mehr. Nur als Jan sich auf dem deutschen Fernsehpreis völlig daneben benimmt, weil ihm seine eigene Freundin einen Preis wegschnappt, erinnert sich sein alter Herr an seinen Sohn. Jan besucht ihn selten, er kommt nicht wirklich mit dem Vergessen und dem Verfall seines Vaters klar, außerdem hatte er nie eine wirklich enge Bindung zu seinen Eltern. Doch mit einem mal bemüht er sich darum, seinen Vater zu klaren Momenten zu verhelfen, auch wenn er dabei – vor allem durch seinen Tonfall – sehr unbeholfen wirkt.
Für einige Lacher hat bei mir Fritz, Jans österreichischer Freund, gesorgt, dessen Dialekt die ganze Geschichte aufgelockert hat. Auch die Einblicke in die Filmwelt waren spannend, vor allem da der Autor ja eigentlich Schauspieler ist und sich somit in dieser Branche auskennt.

Die anderen Figuren neben Jan haben mir nicht ganz so gefallen. Seine Tochter Luca ist mir mit ihren fünf Jahren ein bisschen zu philosophisch veranlagt. Natürlich haben Kinder in dem Alter einen starken Forscherdrang, wollen alles wissen und alles entdecken. Aber die Diskussion die sie mit Jan darüber angefangen hat, ob sie denn tatsächlich am Leben ist, war mir zu übertrieben.
Mit Clara bin ich erst gegen Ende warm geworden, als sie mal wütend wird und sprichwörtlich auf den Tisch haut. Vorher war sie mir viel zu glatt, auch Jan beschreibt sie als perfekt. Sie weiß immer das richtige zu sagen und das richtige zu tun. Sie kommt völlig ohne Skandale aus, trägt ihr Privatleben nicht in die Öffentlichkeit aus und jeder mag sie. Sie hat einfach keine Ecken und Kanten.

Der Erzählstil ist wirklich toll, weil er nicht so standardisiert und in eine Form zu pressen ist. Da man die Geschichte durch Jans Augen erlebt, ist die Erzählweise eher locker, die Gedankengänge wirken sehr echt, als stammen sie wirklich aus Jans Kopf. Auch die Einteilung der Kapitel finde ich sehr schön, genau die richtige Länge. Zwischendurch gibt es dann immer wieder mal einen Badewannenmonolog, da Jan mit Vorliebe baden geht.

Fazit:
Ein kurzweiliges, unterhaltsames Buch, dass vor allem von dem großartigen Hauptcharakter und seiner locker leichten Erzählweise lebt.

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Rezension zu "Wie im richtigen Film" von Oliver K. Wnuk

Rezension zu "Wie im richtigen Film" von Oliver K. Wnuk
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Kurzbeschreibung

Der Schauspieler Oliver Wnuk wechselt gefühlvoll in die Rolle des Autors und schreibt über den modernen Mann in all seinen Rollen: als Vater und Sohn, als Kumpel und Partner - eine außergewöhnliche Liebeserklärungsgeschichte.Liebe, die Sorgen macht, heißt Familie
Der nicht mehr blutjunge Schauspieler Jan hat sich bei einer Gala schwer angetrunken schwer daneben benommen, und die Boulevard-Presse druckt am nächsten Tag ein peinliches Foto. Jans Alzheimer-kranker Vater erkennt ihn darauf, nur im wahren Leben nicht, seine Tochter malt es im Kindergarten mit Buntstiften nach, seine Exfrau hält ihn für ein Nichts , und seine Freundin will reden. Jan, der Familienmensch, wäre gern für alle da und doch am liebsten einfach mal allein. Denn wer viele Rollen spielt im Leben, vergisst vielleicht irgendwann nicht nur seinen Text, sondern auch sich selbst. Und so geht Jan mitten im Leben auf die Suche nach dem Sinn des Liebens.
Der beliebte Schauspieler und ehrliche Romantiker Oliver Wnuk erzählt in seinem ersten Roman eine Liebeserklärungsgeschichte für und über unsere Zeit.

Über den Autor
Oliver Wnuk, Jahrgang 1976, stammt aus Konstanz, Schauspieldiplom in München, lebt in Berlin. Er hat ein kleines Stück Fernsehdeutschland mit geprägt durch seine Rolle als Ulf Steinke in Stromberg und als Kommissar in der Reihe K3 Kripo Hamburg , war auf großen Leinwänden zu sehen u.a. in Anatomie , Schuh des Manitu und Soloalbum . Neben der Schauspielerei hat er bereits geschrieben für Theater, Kabarett und Hörfunk sowie mehrere Songtexte. Wie im richtigen Film ist Oliver Wnuks erster Roman.

Gebundene Ausgabe: 252 Seiten
Verlag: Krüger, Frankfurt; Auflage: 1 (10. März 2011)
Sprache:Deutsch
ISBN-10: 381052381X
ISBN-13: 978-3810523815

"Wie im richtigen Film" hatte ich bereits im März bei Hugendubel in der Hand und habe mir dort den Klappentext durchgelesen. Da ich gerne Erstlingswerke lese, habe ich das Buch auch meine Wunschliste gesetzt und habe tapfer gewartet, bis ich es nun lesen konnte.
Um was geht es in dem Buch. Jan Beckmann, von seiner griechischen Mutter Jannis genannt, ist Schauspieler. Seine Freundin ist bekannte Schauspielerin Clara Brehmer, in deren Schatten er steht. Als seine Freundin den begehrten Filmpreis bekommt, kommt es zum Eklat und es werden unschöne Bilder von ihm gemacht.
Zu seiner Exfreundin, Anne, hatte er, schon seiner Tochter zuliebe, ein gutes Verhältnis. Sie ist auch die Einzige, die ihm unschöne Dinge unzensiert an den Kopf wirft. Anfangs besucht er seinen an Alzheimer erkrankten Vater nur selten, da dieser ihn eh nicht mehr erkennt. Im Verlauf des Buches erfahren wir als Leser, warum sein Vater so ist wie er ist. Jans Großvater war nach außen der Held aber in der Familie war er ein furchtbarer Mensch, der seine Familie quälte.
Auch Jans Mutter, die immer ruhelos ist, da sie sonst mit der ganzen Situation nicht umgehen kann, pendelt zwischen Deutschland und Griechenland hin und her. In Deutlschland lebt ihr kranker Mann in einem Pflegeheim und in Griechenland ihr neuer Freund (denn mit 62 Jahren ist sie fürs allein seinnoch zu jung)

Fazit:
"Wie im richtigen Film" ist das Erstlingswerk des 35jährigen Autors und Schauspielers Oliver Wnuks. Der Schreibstil lässt erkennen, dass der Autor aus der Branche ist (dies erkennt man am Umgang mit Presse insbesonder der Schmierpresse). Obwohl der Schreibstil des Buches locker und flockig rüber kam, wurde ich nicht richtig warm mit den Buches. Woran das lag ist schwer zu beschreiben.
Einige der Protagonisten waren mir einfach zu eindimensional beschrieben,so z.B. Clara Brehmer. Clara ist mir zu gutmenschlich (auch wenn sie hin und wieder versucht aufzumucken), sie versucht ständig das richtige zu sagen, alles richtig zu machen (auch wenn Jan das falsche gesagt oder getan hat).
Richtig gut dagegen fand ich Luca und Fritz. Luca mit ihrem losen Mundwerk und den manchmal altklugen Bemerkungen fand ich richtig süß. Fritz mochten ich wegen seines Wiener Schmähs.

Im Großen und Ganzen war es solide geschriebenes Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann, da ich ein paar nette Lesestunden hatte.

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Nils avatar

Rezension zu "Wie im richtigen Film" von Oliver K. Wnuk

Rezension zu "Wie im richtigen Film" von Oliver K. Wnuk
Nilvor 7 Jahren

Ein Schauspieler versucht sich als Autor und es ist leider nicht gelungen.
Oliver Wnuk hat mit "wie im richtigen film" sein Debütroman vorgelegt und so liest es sich leider auch...
Der Roman handelt von einem Schauspieler, Jan Beckmann, der eine noch berühmtere Schauspielfreundin hat, dazu kommt noch seine Ex mit der er eine Tochter hat und sein an Alzheimer erkrankter Vater. Dieser Familienroman dreht sich einzig und allein um das Schauspieler-Ego Jan, hat aber wenig Tiefe und der Geschichte mangelt es an einem kreativen & interessanten Handlungsstrang. Es plätschert unentwegt daher auf 252 Seiten. Es passiert nur wenig und auch nicht mehr als auf dem Klappentext steht. Mir fehlte der Spannungsbogen.
Man merkt, dass der Autor hier viele seiner eigenen Erfahrungen niederschreibt und ich hatte zwangsläufig von dem Paar im Buch, Jan und Clara, immer das Paar Oliver Wnuk und Yvonne Catterfeld vor Augen.
Das ist leider keine Lektüre zum Abschalten, dass ist leider eine Lektüre zum Weglegen.

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Oliver K. Wnuk wurde am 27. Januar 1976 in Konstanz (Deutschland) geboren.

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