Eiskalter Hund

von Oliver Kern 
4,4 Sterne bei30 Bewertungen
Eiskalter Hund
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Vampirellas avatar

Ein unterhaltsamer Krimi mit viel Humor. Nur der Schreibstil hat mir nicht so gefallen.

ChattysBuecherblogs avatar

Ich liebe solche Krimi. Interessante Protagonisten, viel Lokalkolorit und eine unterhaltsame Story.

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Inhaltsangabe zu "Eiskalter Hund"

Fellinger ist ein kerniger Typ: Grantelig und geradeaus. So, wie die Leute eben sind. Dort, wo er lebt. In einer Kleinstadt im Bayerischen Wald. Fellinger wollte immer Polizist werden. Hat nicht geklappt. Sein Knie. Und überhaupt. Jetzt ist er Lebensmittelkontrolleur. Eines Tages beschwert sich ein anonymer Anrufer über das chinesische Restaurant im Bezirk. Vor Ort stellt Fellinger fest, dass die schwarze Soße eklig, aber unbedenklich ist. Ganz anders sieht es da im Kühlhaus aus. Dort hängt ein toter Hund am Haken. Heikel wird die Sache, als sich herausstellt, dass die Halterin verschwunden ist. Fellinger fängt an zu ermitteln … und hört nicht mehr auf!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453438699
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.03.2018 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    MissStrawberrys avatar
    MissStrawberryvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eberhofer, Kluftinger und Wilsberg bekommen starke Konkurrenz!
    Fellinger auf Spurensuche

    Fellinger wollte eigentlich Polizist werden, aber sein Knie hat ihm da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber als Lebensmittelkontrolleur ist man ja auch sowas wie ein Polizist, oder etwa nicht? Kein Wunder also, dass Fellinger zu ermitteln beginnt, als er durch einen anonymen Tipp beim Chinesen eine Kontrolle durchführt und da im Kühlhaus einen toten Hund am Haken hängen sieht. Schnell wird Fellinger klar, dass hier ein Verbrechen vorliegt, denn das Frauchen des Hundes ist nicht auffindbar und das ist nicht normal. Vom Bayerischen Wald in die Tschechei und wieder zurück, Felllinger gibt alles …

    Mit der Figur des Fellingers ist Oliver Kern ein wunderbar schräger, gleichzeitig aber so lebensechter Typ gelungen, dass es eine große Freude ist, ihm bei seinen „Ermittlungen“ über die Schulter zu sehen. Seine Schlussfolgerungen sind einfach erfrischend, teils urkomisch, aber immer naheliegend. Fellingers Knie klemmt hin und wieder, er tut sich schwer damit, sich Namen zu merken, besonders dann, wenn ihm die Person nicht sympathisch ist und er ist Anfang 40 und Single. Wer den Eberhofer mag und sich am Kluftinger erfreut, wird den Fellinger lieben. Er ist urkomisch, ohne klamaukig zu sein. Mich erinnert er so ein klein wenig an Wilsberg. Den muss man ja auch einfach mögen und der bewegt sich ja auch immer hart am Rande der Legalität. Und wie Wilsberg hat auch Fellinger seine nicht sonderlich kooperative Connection zur örtlichen Polizei.

    Das Lesevergnügen ist riesig gewesen bei diesem ersten Band und ich bin überzeugt, dass da noch Potenzial für viele weitere Fälle ist. Die bayerischen Ausdrücke halten sich in Grenzen, färben das ganze jedoch genug ein, dass man sich im Bayerischen Wald glaubt. Für alle Preißn gibt es eine kleine Übersetzungshilfe am Ende des Buches.

    Die Story selbst ist gut ausgedacht und so aufgebaut, dass man alles nachvollziehen kann und es stimmig ist. Die Spannung ist teils nicht besonders groß, aber sie baut sich zum Showdown hin immer mehr auf. Die Zusammenhänge sind so logisch, wie auch witzig. Man muss immer wieder schmunzeln. Fellingers saloppe Art gefällt mir einfach. Sein Humor ist ein bisschen fies, geht in Richtung Sarkasmus, aber irgendwie ist er auch einfach im Recht damit.

    Wer keinen bierernsten Krimi lesen mag, sondern auch mal gern lacht, der ist hier genau richtig. Berti Fellinger ist keine Kopie, sondern ein uriges Original. Macht dann auch fünf Sterne!

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 4 Monaten
    Eiskalter Hund

    Fellinger, der sich bereits seit seiner frühesten Jugend dazu berufen gefühlt hat seine Talente zugunsten der Verbrechensbekämpfung einzusetzen, muss sich aus gesundheitlichen Gründen mit der eher unspektakulären Bekämpfung der Einhaltung der Lebensmittelhygiene zufrieden geben. Doch die Ermittlungen im Bereich gesundheitlicher Verfehlungen der meist gewissenlosen Gastwirte unterfordern ihn in geradezu beleidigender Art und Weise. So ist es kein Wunder dass der tote Hund in der Kühlkammer des ‚Peking‘ seine kriminaltechnischen Ambitionen erneut beflügelt und ihnen einen enormen Vorschub verleiht. Dies kollidiert wiederum unausweichlich mit der örtlichen Polizeigewalt, die für seine intuitiven Verdachtsmomente kein Verständnis hat.

    Fazit
    Eine humorvolle Kriminalkomödie in der ein überaus eigensinniger, selbsternannter Ermittler für beste Unterhaltung sorgt.

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    Uwes-Leselounges avatar
    Uwes-Leseloungevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein humorvoller Kriminalroman, mit tollen Dialogen und einem eigenwilligen Protagonisten. Ein gelungener Auftakt der Fellinger-Reihe.
    Ein humorvoller und spannender Kriminalroman, der Lust auf mehr macht

    STORYBOARD:
    Eigentlich fühlt sich Fellinger zu Höherem berufen. Seiner Meinung nach hätte er ein sehr guter Polizist werden können, aber da er Probleme mit dem Knie hat, fiel er durch die Prüfung. So wurde er Lebensmittelkontrolleur, doch sein Hang zu ermitteln und hinter fast jeder Ecke einen Fall zu wittern, blieben. Als sich eines Tages ein anonymer Anrufer über die schwarze Soße in einem chinesischen Restaurant in Fellingers Bezirk beschwert, macht er sich auf, um dies zu überprüfen. Doch die Soße scheint in Ordnung zu sein. Bei seiner weiteren Kontrolle blickt er sich auch im Kühlhaus um und findet einen toten Hund am Haken. Fellingers kriminalister Spürsinn ist geweckt und wenn er einmal mit ermitteln begonnen hat, hört er so schnell nicht wieder auf!

    MEINUNG:
    Der Autor Oliver Kern und sein Pseudonym Luis Sellano (Portugiesische Tränen) sollten jedem Krimileser mittlerweile ein Begriff sein. Falls nicht, kann ich euch seine Bücher nur ans Herz legen. Als ich erfuhr, dass Oliver Kern einen bayrischen Kriminalroman rund um den Lebensmittelkontrolleur Fellinger herausbringt, musste ich diesen unbedingt lesen und so begann ich gleich mit einem Schmunzeln die ersten Seiten von "Eiskalter Hund".

    Der Leser lernt Fellinger auch sogleich kennen und bekommt recht schnell einen ersten Eindruck von ihm, was mir gut gefallen hat. Er ist gradlinig, sagt, was er denkt und fühlt sich eher wie ein Polizist, als wie ein Lebensmittelkontrolleur. Dabei ist ihm sein Beruf heilig und die Lebensmittelverordnung ist strickt einzuhalten. Da versteht er keinen Spaß, der Fellinger!

    Als er bei einer Kontrolle in einem Kühlhaus eines chinesischen Restaurants einen toten Hund am Haken findet, wittert er sogleich einen Fall. So wird der Besitzer des Restaurants, Herr Luang, nach der Herkunft des toten Hundes befragt und Fellinger findet schnell heraus, dass der Hund einer gewissen Frau Poschinger gehört.

    Daher fühlt er sich verpflichtet, der Frau seine Erkenntnisse mitzuteilen. Blöd nur, dass Frau Poschinger nicht auffindbar ist. In seinem Kopf bilden sich die ersten Vermutungen von Entführung bis hin zu Mord. Nur gut, dass sein bester Freund Lechner bei der örtlichen Polizei so etwas wie der Chef vor Ort ist. Doch dieser sieht keinen Handlungsbedarf und so stürzt sich Fellinger erst recht in diesen Fall.

    Die Geschichte lässt sich dank des guten Schreibstils recht zügig lesen und ist dabei oft sehr witzig. Ein Grund hierfür sind die vielen niederbayrischen Dialoge bzw. Ausdrücke, die in Bayern verwendet werden. So habe ich mich richtig gut unterhalten gefühlt. Dabei kommt der Krimianteil nicht zu kurz und die Handlung nimmt schnell Fahrt auf. Gemeinsam mit Fellinger spekulierte ich, was hinter dem Verschwinden Frau Poschinger stecken könnte und was dem armen Hund Beaver zugestoßen ist.

    Ich war neugierig, was es mit dem Verhalten der Tochter auf sich hatte. Ebenso stellte ich mir die Frage, inwieweit ein tschechischer Hotelier und der Preiß Ganske, seines Zeichen Vorsitzender eines Heilstrom-Sekten-Vereins, involviert sind.

    FAZIT & BEWERTUNG:
    Wer auf regionale Kriminalfälle steht, nichts gegen eine Geschichte, mit witzigen Dialogen in Mundart und einem sehr eigenwilligen Protagonisten hat, dem kann ich "Eiskalter Hund" von Oliver Kern (Heyne Verlag) nur ans Herz legen.

    Ein gelungener Auftakt der Fellinger-Reihe, wie ich finde, der Lust auf mehr macht - 4,5 von 5 Nosinggläser.

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    booklovings avatar
    booklovingvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungenes, sehr unterhaltsames Krimidebüt mit verzwicktem Fall, urigen Figuren, viel Humor und dem richtigen Schuss Lokalkolorit!
    Gelungener Krimiauftakt mit Fellingers erstem Fall

    INHALT
    Fellinger ist ein kerniger Typ: Grantelig und geradeaus. So, wie die Leute eben sind. Dort, wo er lebt. In einer Kleinstadt im Bayerischen Wald. Fellinger wollte immer Polizist werden. Hat nicht geklappt. Sein Knie. Und überhaupt. Jetzt ist er Lebensmittelkontrolleur. Eines Tages beschwert sich ein anonymer Anrufer über das chinesische Restaurant im Bezirk. Vor Ort stellt Fellinger fest, dass die schwarze Soße eklig, aber unbedenklich ist. Ganz anders sieht es da im Kühlhaus aus. Dort hängt ein toter Hund am Haken. Heikel wird die Sache, als sich herausstellt, dass die Halterin verschwunden ist. Fellinger fängt an zu ermitteln … und hört nicht mehr auf!
    (Quelle: Klappentext Heyne Verlag)

    MEINE MEINUNG
    Regionalkrimis gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, da ist es sehr schwierig aus der Masse noch hervorzustechen. Mit „Eiskalter Hund“ ist Oliver Kern dennoch ein überzeugender Krimiauftakt gelungen, der mich köstlich amüsiert und bestens unterhalten hat. Das liegt vor allem an seiner urigen und sympathischen Hauptfigur, dem niederbayerischen Lebensmittelkontrolleur Fellinger, der seinem Freund und Polizisten Lechner etwas auf die Sprünge helfen will und kurzerhand auf eigene Faust Ermittlungen anstellt. Klar, dass er, der eigentlich auch zur Polizei wollte und wegen seines Knies nicht genommen wurde, sich dabei voll reinhängt. Mit seinem richtigen Riecher und untrüglichen „Jucken“ zwischen den Schultern gerät er allerdings auch bald in Gefahr.
    Die im Bayerischen Wald angesiedelte Krimihandlung präsentiert sich durchaus komplex und verwickelt, was sicherlich auch an Fellingers nicht ganz konsequenter Vorgehensweise bei seinen Nachforschungen liegt. Der Autor versteht es, in den skurrilen, aber spannenden Fall einige überraschende Wendungen und jede Menge witzige, äußerst unterhaltsame Episoden aus Fellingers Privatleben einzuflechten. Hinzu kommt reichlich Lokalkolorit mit sehr stimmungsvollen und lebendigen Schilderungen der verschiedenen Schauplätze. Besondere Würze und Authentizität erhält das Ganze noch durch den eingeflochtenen, wohl dosierten Dialekt – doch keine Angst, für nicht Bayuwaren ist am Buchende ein kleines Glossar zum Nachschlagen der wichtigsten Begriffen angehängt. Locker und sehr humorvoll geschrieben ist dieser Krimi angereichert mit viel Wortwitz. Neben der sehr gelungen Hauptfigur mangelt es auch nicht an etlichen skurrilen und liebevoll ausgearbeiteten Nebenfiguren, über die man gerne noch mehr erfahren möchte.
    Ein besonderes Highlight sind zudem die witzigen Kapitelüberschriften wie „Arschbackentwist“ oder „Celluliteschenkel“, die einfach perfekt zum Inhalt passen. 


    FAZIT
    Ein gelungenes, sehr unterhaltsames Krimidebüt mit einem verzwickten Fall, urigen Figuren, viel Humor und dem richtigen Schuss Lokalkolorit! Ich habe mich bestens amüsiert und freue mich schon auf Fellingers neuen Fall!

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor 5 Monaten
    Ein bunter Hund

    Ein bunter Hund : Das ist Lebensmittelkontrolleur Berti Fellinger aus dem Bayerischen Wald, der sich eigentlich zu Höherem berufen fühlt. Er wollte nämlich eigentlich Polizist werden, hat aber nicht so recht hingehauen. Und so stürmt er halt die lokalen Imbisse und Gaststätten - dort hat er inzwischen einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt - und versucht, sich dort auszutoben. Bis er eines Tages beim Chinesen auf einen weiteren Hund trifft, einen gehäuteten nämlich - in den Lagerräumen der Gastronomie für den Eigenverzehr gelagert. Aus Versehen überfahren und dann eingesackt. Aber was ist mit dem Frauchen? Dem sieht es nämlich gar nicht ähnlich, dem verschwundenen Liebling nicht nachzuspüren. Denn Fellinger kennt seine Pappenheimer und so auch diese ganz genau und weiß: Dazu gäbe es nur einen Grund: sie kann nicht.

    Da niemand den Fellinger ernst nimmt, muss er selbst recherchieren.Und das tut er, auch wenn ihn zunächst keiner ernst nimmt. Sogar auf internationaler Ebene. Denn wenn es nicht beim Hund bleibt, dann - nicht auszudenken!

    Sosehr ich bayerische Krimis - Franz Eberhofer ist mein Gott - und den Autor Oliver Kern auch schätze, diesmal konnte er mich leider nicht vom Hocker reißen. In der Tat nimmt sich Berti Fellinger wie ein etwas farbloser Cousin vom Eberhofer Franz aus. Irgendwie nahm die Geschichte aus meiner Sicht nur langsam Fahrt auf und so richtig warm wurde ich auch mit dem Berti nicht. Vielleicht ja im nächsten Fall - hoffentlich!

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    pallass avatar
    pallasvor 5 Monaten
    Fellingers erster Fall

    Oliver Kern schrieb mit "Der Eiskalte Hund" den ersten Kriminalfall Fellinger's.

    Berti Fellinger ist eigentlich "nur" ein Lebensmittelkontrolleur, der jedoch seine Nase all zu gerne in aktuelle Ermittlungen der Polizei steckt.
    Eines Tages wird der kernige Berti aus dem Bayerischen Wald über einen anonymen Anruf informiert, dass in einem chinesischen Restaurant ein massives Hygieneproblem besteht und muss daher dieser Beschwerde nachgehen. Als er im Restaurant vor Ort einen toten Hund in der Kühlkammer entdeckt, ist er fassungslos. Die Halterin des Hundes wird ebenfalls vermisst und schon ist Fellinger in seinem Element: Er beginnt - sehr zum Leidwesen von Polizist Lechner - in dieser Angelegenheit zu ermitteln.
    Berti ist ein schriller und skurriler Ermittler, der liebend gern ein Polizist geworden wäre, wenn ihm sein krankes Knie nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Er besitzt einen herben bayerischen Charme und gerät schon alleine deswegen viel zu oft in die eine oder andere schräge Situationskomik.

    Oliver Kern wählte für seinen Roman einen recht saloppen Schreibstil mit vielen bayerischen (Kraft- ) Ausdrücken, die zum Glück im Anhang für Menschen, die der Bayerischen Sprache nicht mächtig sind, übersetzt wurden. Der Autor schmückt den Fall mit sehr viel Wortwitz aus. Auch anderen Charaktere des Romans fügen sich in diesen Stil ein, wobei sie mir ein bisschen zu stark überzeichnet erscheinen. So wirken sie immer etwas "zu komisch". Um authentisch zu wirken, wäre hier ganz sicher etwas weniger mehr gewesen. Das Originelle dieses Kriminalromans ist sicherlich die "bayerische" Inszenierung, die vielen mundartlichen Redewendungen und die grundsätzlich komische Atmosphäre. Von daher habe ich mich während der Lektüre doch recht gut unterhalten. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und mit einer hinweisenden Überschrift versehen, was natürlich neugierig macht und zum weiter lesen verführt. Das Cover zeigt "Bier und chinesisches Essen", was recht gut auf das Thema des Buches abgestimmt ist.

    Für alle Krimi Fans die Fälle mit Lokalkolorit lieben ist "Der eiskalte Hund" genau das richtige Buch.
    Herzlichen Dank an Heyne für das Lesevergnügen.

    Kommentare: 4
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    thenights avatar
    thenightvor 5 Monaten
    Eiskalter Hund

    Inhalt:
    Fellinger hat einen  besonderen Instinkt für Verbrechen und da er sowieso im tiefsten Innern lieber Kriminalbeamter als Hygiene Inspektor wäre, geht er seinem Bauchgefühl auch gerne einmal nach. Auf seinen ersten Fall stößt er nur zufällig als er seinem Job nachgeht und im Kühlhaus des ortsansässigen China Restaurants einen tiefgefroren Hundes findest.
    Zwar versichert der Wirt: Nul fül Familie und Hund wal schon tod. Trotzdem schließt Fellinger erst mal die warme Küche. Das Halsband des Hundes verrät dessen Namen "Beaver" und diese Spur führt ihn zum Anwesen Frau Poschingers, die allerdings soll in einem indischen Ashram Urlaub machen.
    Meine Meinung:
    Ich lese ja eher selten humorvolle Krimis, aber da ich schon einige Bücher von Oliver Kern alias Luis Sellano gelesen habe, war ich sehr gespannt auf seinen neuen Ermittler Berti Fellinger, dem grantligen Lebensmittelkontrolleur aus Bayern. Und ich wurde nicht enttäuscht, statt Schenkelklopfer Humor, wartet Oliver Kern mit charmantem Witz auf, häufig brachte er mich mehr zum Schmunzeln als das ich laut lachen musste, das bleibt nachhaltiger in Erinnerung.
    Bertis Ermittlungsmethoden sind eher unorthodox, aber schließlich ist er ja auch kein Kriminalbeamter.
    Ich mag Fellinger, sein manchmal etwas schräger Humor ist eine Bereicherung für die deutsche Krimilandschaft, auch fehlt ihm das Bierernste, das so manchem Ermittler zu eigen ist.
    Oliver Kern beweist das auch unblutige und wenig brutale Krimis, durchaus spannend sein können.
    Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich auf den nächsten Fall Berti Fellingers.
    Am Ende des Buches findet man eine kleine Übersetzungshilfe, die sicher besonders für Norddeutsche hilfreich ist.

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    J
    Janko-Unchainedvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: - ‎Nicht nur in China Essen sie Hunde -
    - ‎Nicht nur in China Essen sie Hunde -

    Eiskalter Hund von Oliver Kern
    (Heyne)

    Kunst macht er, der Herr Kern und zwar eine ganze Menge. Da schreibt er mit "Das Gewicht der Seele" mal eben einen schwarzhumorigen Hammer-Thriller der Sonderklasse, wo er bereits zuvor schon zwei Thriller unter seinem eigenen Namen veröffentlichte. Danach folgten drei Lissabon Thriller unter dem Pseudonym Luis Sellano. Der dritte Lissabon Thriller "Portugiesische Tränen" erscheint übrigens heute, am 10.04.2018 im Heyne Verlag. Davor und dazwischen verfasste Oliver Kern zwei Kristina-Reitmeier-Thriller, die wiederum unter seinem eigenem Namen verlegt wurden und nun eröffnet er mit Kommissar Fellinger schon wieder eine neue Krimi-Reihe. Ach ja und dann waren da ja noch unzählige Beiträge zu Anthologien und seine Comics und Grafiken und Illustrationen und und und...Ein wahrer Allrounder vor dem Herrn, der 1968 in Esslingen am Neckar geborene und heute mit seiner Familie in der Region Stuttgart lebende Herr Kern. Seine Kindheit und Jugend über wuchs er in der niederbayerischen Region um Passau auf. Genauer gesagt in Hauzenberg. Hier ist auch sein neuer Kriminalroman ansässig.

    Lebensmittelkontrolleur Berthold Fellinger ist eigentlich so ein richtiger Korinthenkacker, wenn es um seine Kontrollen geht und er nach Paragraph drei bis acht LMHV (Lebensmittelhygiene-Verordnung) Existenzen - die es allerdings zumeist auch geradezu herausfordern - aufs Spiel setzt. Wenn er denn, neben seinen privaten Ermittlungen, überhaupt mal zum Arbeiten kommt, der liebe Herr Beamte von der Hygiene. Auf einen Tipp hin kontrolliert Fellinger mal wieder den Chinesen. Also besser gesagt das Restaurant des Chinesen. Peking heißt es. Er hat nix gegen Chinesen, der Herr Lebensmittelkontrolleur. Nur gegen den abgezogenen Hund, der tiefgefroren im Kühlhaus des Chinesen hängt. Sei überfahren worden. Von des Chinesen Bruder Tian, sagt Herr Luang. Keine zweihundert Meter vom Restaurant entfernt. Der rumänische Koch hält sich dahingehend bedeckt. Nur die sächsische Restaurantangestellte Mai Ling gibt sich redselig und Fellinger einen Tipp auf die Hundebesitzerin "de Frau Boschinga" (die Frau Poschinger), der Fellinger gleich darauf einen Besuch abstattet. Aber nicht nur der Hund ist tot, Frau Poschinger ist auch nicht mehr aufzufinden. Ob da der Chinese nicht vielleicht wichtige Informationen zurückgehalten oder gar Spuren verwischt hat, um sich und seinen Bruder einen gewissen Vorteil zu verschaffen? 

    Der Frau Helga Poschinger ihre Tochter Veronika sagt jedenfalls, sie sei in Indien im Urlaub, also die Helga. Aber das glaubt der Herr Fellinger nicht und beginnt zu ermitteln. Und da findet er doch glatt heraus, dass sie gar nicht ausgereist ist, die Frau Poschinger. Zumindest nicht über den Flughafen. Es entspinnt sich nun also eine lustige, wie im Laufschritt erzählte und spannende Story. Seine Recherche führt den Berthold Fellinger sogar ins benachbarte Tschechien, wo ihm nicht weniger Gefahr droht. In der Ich-Form verfasst, sinniert Fellinger immer mal wieder in kurzen, prägnanten Sätzen und aufs Geratewohl über sein eigenes Leben, seine Mitmenschen und die Missstände des Lebens im Allgemeinen. Mit intelligentem Wortwitz, schlagfertigen Argumenten, einem gewissen Unverständnis und einer belustigten Apathie gegenüber seinen Mitmenschen, ermittelt Fellinger hartnäckig im Passauer Umland, vergisst darüber beinahe seine eigene Arbeit und begibt sich auch nicht minder hartnäckig in Gefahr. Das macht er mit der darüberstehenden Lässigkeit eines Mittvierzigers, dem das Leben nicht wirklich etwas anhaben konnte. Noch nicht. Obwohl Fellinger schon gerne Polizist geworden wäre. Da hat aber das Knie nicht mitgemacht. Also sein Knie. Sein Rechtes. Knorpelschaden. Jetzt observiert und ermittelt er halt als Lebensmittelkontrolleur und nebenbei noch ganz privat. Hat doch auch was, wenn man nicht so genau drüber nachdenkt. 

    Die Fortschritte seiner Ermittlungen sind dem Leser jedoch nicht immer gleich auf Anhieb klar, da der Plot doch hier und da mal zu unabsichtlichen Verwirrungen neigt. Es werden Finten gelegt und Haken geschlagen, sodass sich zum Schluss hin doch alles ganz anders darstellt, als ursprünglich gedacht. Es drängt sich dem Leser jedoch immer wieder die Frage auf, warum der Fellinger so hartnäckig weiter ermittelt, obwohl ihn die ganze Sache zum einen nichts angeht und er darüber zum anderen seine Arbeit vollkommen vernachlässigt. Der Fellinger ist durchaus sympathisch gezeichnet, der Kriminalroman ist es im Allgemeinen auch. Die übrigen Antagonisten werden nicht minder unterhaltsam dargestellt. Lässig, humorig und schwungvoll bayerisch erzählt...aber eben auch nicht mehr und auch nicht weniger. Schon bei „Das Gewicht der Seele“ habe ich mich bezüglich Kerns Schreibe immer mal wieder an Jörg Juretzka und seine „Kristof Kryszinski“ erinnert gefühlt. Jedoch in etwas abgeschwächter Form. Lustig, kurzweilig und unterhaltsam ist er jedoch allemal, der Kriminalroman „Eiskalter Hund“.

    Meine Wertung: 83/100

    Link zur Buchseite des Verlags: Klick!

    OLIVER KERN
    Eiskalter Hund
    Fellingers erster Fall
    Kriminalroman

    ORIGINALAUSGABE
    Taschenbuch, Klappenbroschur, 304 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
    ISBN: 978-3-453-43869-9
    € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
    Verlag: Heyne
    Erschienen: 12.03.2018

    More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

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    kointas avatar
    kointavor 5 Monaten
    Bayrischer Krimi mit Humor

    Ich musste anfangs mich an die bayrische Mundart und die sehr knappen Sätze bei Beginn des Buches gewöhnen. Aber als ich erst mal drin war, machte es mir nichts mehr aus, sondern es strahlte die bayrische Atmosphäre und Umgebung erst richtig aus.  Manche Bayrische Ausdrücke sind auch hinten im Buch erklärt, allerdings benötigte ich die gar nicht, da es sich meistens aus den Sätzen ergab, was gemeint ist. Man kann den Roman also auch als Nicht-Bayer gut lesen. Die Schreibweise ist ansonsten leicht und locker.

    Der Fellinger redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Ein liebevoller, skurriler Charakter, der nicht aufgibt wenn er von etwas überzeugt ist. auch dann nicht, wenn es für ihn gefährlich wird. Leider wird die Polizei manchmal etwas zu deppert dargestellt. Auch wenn die Zankereien zwischen Fellinger und Lechner sehr unterhaltsam sind, hätte ich mir den Charakter des Lechner etwas spritziger gewünscht.

    Ein Wenig verwirrend waren für mich die ganzen Dorfpersonen mit Namen. So manches mal musste ich überlegen "wer war das noch?" Aber ich denke das gibt sich mit den nächsten Bänden, wenn man das Dorf dann besser kennt.

    Durch die Dickköpfigkeit und Ausdrucksweise von Fellinger und seine Art auch sich selbst nicht so ernst zu nehmen, entsteht ein schöner Humor der zur bayrischen Mentalität passt.  

    Man darf nicht alles so ernst nehmen, was im Buch passiert, da es doch nicht immer an der Realität dran ist. Wer aber Regionalkrimis ohne viel Mord und Totschlag, sondern mit Humor und einen besodneren Charakter mag, der sollte zugreifen.


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    Ladybella911s avatar
    Ladybella911vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Auftakt für einen neuen Ermittler. Schräger Humor, witzige Dialoge, Situationskomik vom Feinsten. Grandioser Spaß !!
    Toter Hund im Kühlraum - Toller Auftakt für Fellinger

    Zum Inhalt:
    Fellinger ist ein kerniger Typ: Grantelig und geradeaus. So, wie die Leute eben sind. Dort, wo er lebt. In einer Kleinstadt im Bayerischen Wald. Fellinger wollte immer Polizist werden. Hat nicht geklappt. Sein Knie. Und überhaupt. Jetzt ist er Lebensmittelkontrolleur. Eines Tages beschwert sich ein anonymer Anrufer über das chinesische Restaurant im Bezirk. Vor Ort stellt Fellinger fest, dass die schwarze Soße eklig, aber unbedenklich ist. Ganz anders sieht es da im Kühlhaus aus. Dort hängt ein toter Hund am Haken. Heikel wird die Sache, als sich herausstellt, dass die Halterin verschwunden ist. Fellinger fängt an zu ermitteln … und hört nicht mehr auf!


    Wie gut, dass Fellinger ein Typ ist, den so schnell nichts von seinem Weg abbringt. Das gelingt auch seinem Spezl, dem Lechner nicht, der den örtlichen Polizeiposten leitet. Denn eines ist sicher, niemals hätte die Helga Poschinger ihren Hund, den Beaver, von der Leine gelassen, damit dieser dann überfahren wird. Und dass er jetzt tot und zum Verzehr bereit im Kühlhaus des „Peking“ hängt – da kann etwas nicht stimmen. Und so fängt Fellinger an zu ermitteln und entdeckt so manches Geheimnis das die Betroffenen lieber unter den Teppich gekehrt hätten.

    Oliver Kern hat mit seinem Fellinger einen liebenswert skurrilen Charakter geschaffen, den man als Leser sofort in sein Herz schließt. Die Gedankengänge und Ansichten seines Protagonisten sind so typisch und nachvollziehbar, er agiert so unglaublich authentisch, dass man ihm alles abnimmt , auch die skurrilsten Situationen voller Situationskomik. Wie eine Bulldogge verbeißt er sich in „seinen“ Fall und lässt nicht locker, auch als es ihm persönlich an den Kragen geht. Stoisch erträgt er die Blessuren, die ihm während seiner Recherchen im Sinne der Gerechtigkeit zugefügt werden.

    Ein erfrischend anderer Ermittler, den uns der Autor hier präsentiert und einen Fall, der zwar wenig an Grausamkeiten und rasanten Action- und Verfolgungsszenen bietet, dafür aber mit ausgefeilten Dialogen, einem spannenden Fall und einer Auflösung, die so ganz und gar nicht vorhersehbar ist, punktet,.

    Der Krimi hat mich bestens unterhalten, mir vergnügliche Lesezeit bereitet und ich empfehle ihn gerne und mit 5 wohlverdienten Sternen weiter.

    Hoffentlich gibt es bald mehr von Fellinger zu lesen – ich bin sofort dabei.



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