Oliver Kyr Ascheland

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Inhaltsangabe zu „Ascheland“ von Oliver Kyr

Die Sonne bringt die allgegenwärtige Asche, die weich auf dieser Welt ruht, zum Glänzen.

Deutschland, 2023, fünf Jahre nach dem Untergang der bekannten Welt: Zacharias Brandt wandert mit seiner dreibeinigen Hyäne Else durch das postapokalyptische Mitteldeutschland. Die wenigen Überlebenden sind weit verstreut und doch kennt man ihn überall. Er ist der Kindermacher, der vermutlich einzige Mann, der noch Nachkommen zeugen kann. Der ehemalige Zoowärter ist aber kein Freund der Menschen, die er für die Verwüstung der Welt verantwortlich macht. Doch wenn er etwas bekommen will, muss er auch etwas geben.
Ist es ein Fluch oder ein Segen, dass er ihnen Hoffnung geben kann? Will er ihnen wirklich eine neue Generation schenken?
Auf seinem Weg begegnet Zacharias Menschen, die ihn in seinen Ansichten bestätigen, aber auch solchen, die ihm neue Perspektiven aufzeigen und ihrerseits Hoffnung geben. Und während er ihnen eine neue Zukunft schenkt, sieht er in seinen Träumen immer wieder ein altes, efeubewachsenes Haus. Liegt dort seine Zukunft?

Kinder in einer Welt ohne Hoffnung

— camilla1303

Ein Buch, das auch über die Lektüre hinaus nachdenklich macht.

— Jo-Eli

Lässt einen die Hoffnung und den Glauben an die Menscheit nicht verlieren

— MaschaH

Interessantes Thema, das zum Nachdenken anregt.

— Kady

Es ist sicherlich ein Buch, auf das sich der Leser in gewisser Weise einlassen muss. Tut er das, wird er sicherlich nicht enttäuscht werden.

— Flaventus

Bei „Ascheland“ kommt man ins Nachdenken. Und genau das – zusammen mit Kyrs Schreibstil und der Geschichte - macht es so außergewöhnlich!

— Sommerschwester

Ein ungewöhnlicher Schreibstil in einer ungewöhnlichen Geschichte

— Fabella

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  • Vom Kindermacher in einer Welt ohne Hoffnung

    Ascheland

    camilla1303

    19. February 2017 um 14:45

    Der visionäre Roman „Ascheland“ von Oliver Kyr ist 2016 im acabus Verlag erschienen. Die Welt, wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Der ehemalige Zoowärter Zacharias Brandt wandert mit seiner dreibeinigen Hyäne Else durch Deutschland im Jahr 2023. Die wenigen Überlebenden setzen ihre ganze Hoffnung auf ihn, denn er ist der einzige Mann, der noch Kinder zeugen kann. Zacharias Brandt hadert oft mit seiner Position, da er nicht weiß, ob es sinnvoll ist Kinder in diese Welt ohne Hoffnung zu setzen. Als Mama hat mich das Buch stellenweise sehr getroffen und ich war nicht nur einmal kurz davor, es aus den Händen zu legen. Der Schreibstil ist so bildhaft, dass mir das Schicksal der Kinder und ihr Leid, wirklich nah gegangen ist, was ich so bisher von keinem postapokalyptischen Zukunftsroman kannte. Trotz der tollen Schreibweise und der fesselnden Geschichte blieben für mich einige Fragen unbeantwortet. Ich kann das Buch nicht mit voller Punktezahl weiterempfehlen, lesenswert ist es aber allemal und vor allem „anders“ als andere Bücher. Während dem Lesen wird man mit vielen existenziellen Fragen konfrontiert, die zum Nachdenken anregen.

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  • Eine Welt ohne Hoffnung?

    Ascheland

    Maddinliest

    10. February 2017 um 00:14

    Deutschland im Jahre 2023. Die Welt ist nicht mehr so, wie wir sie kennen. Eine Katastrophe, die nicht näher beschrieben wird, hat annähernd die gesamte Menschheit ausgelöscht. Es gibt nur noch vereinzelt Überlebende, die meist mehr schlecht als Recht versuchen, sich in dieser neuen apokalyptischen Welt zurechtzufinden. Einer dieser Überlebenden ist der Zoowärter Zacharias. Sein Wegbegleiter ist eine dreibeinige Hyäne. Auf seinem Weg begegnet er immer wieder vereinzelte Menschen in dieser hoffnungslosen Welt. Er vermag es diesen Menschen ein wenig Hoffnung zu geben, da er der einzige zu sein scheint, der noch für Nachwuchs sorgen kann. Daher wird Zacharias auch der Kindermacher genannt. Gibt es eine Zukunft, für die es sich lohnt zu kämpfen? Oliver Kyr hat mit Ascheland eine außergewöhnliche Dystopie geschaffen. Bemerkenswert fand ich zunächst den Ort des Geschehens, denn es handelt sich hier nicht um das spektakuläre und gern genommene Amerika sondern um den deutschen Schwarzwald. Dem Autor gelingt es mit seiner bildreichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibart ein sehr düsteres Szenario zu zeichnen. Das Kernthema des Buches ist die Hoffnung bzw. die Hoffnungslosigkeit in einer solchen Welt. Der Hauptprotagonist Zacharias hinterlässt auf seinem Weg als Kindermacher immer wieder die Hoffnung des neuen Lebens, aber die Frage, die sich ihm dabei immer wieder aufdrängt ist, mit welchem Recht er dieses neue Leben in die düstere Zukunft pflanzt. Das Buch enthält immer wieder dezente aber prägnant gesetzte Kritiken an die heutige Gesellschaftsform, so dass das futuristische Gebilde auch Authentizität besitzt. Das Buch hat mich in seiner Einzigartigkeit durchaus auch ein wenig nachdenklich zurückgelassen, was es aus der Masse der Dystopien herausstechen lässt. "Ascheland" ist kein actiongeladener Zukunftsroman mit viel Efefekthascherei, sondern eine gar nicht so unrealistische Zukunftsvision, die zum Nachdenken anregt. Daher ist das Buch aus meiner Sicht absolut lesenswert und ich bewerte es mit vier von fünf Sternen!!!

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  • Leserunde zu "Ascheland" von Oliver Kyr

    Ascheland

    acabus_verlag

    „Ein visionärer Roman um die Zukunft der Menschheit.“ (Südkurier) Deutschland, Postapokalypse, 2023Asche bedeckt das Land...Ein Ringen um Hoffnung, Vertrauen und moralische Verantwortung beginnt. Liebe LovelyBooks-LeserInnen, wir laden euch zu einer Leserunde zum Roman „Ascheland“ von Oliver Kyr ein, in der ihr mit dem Autor diskutieren, ihm Löcher in den Bauch fragen und – wer weiß – vielleicht auch etwas philosophieren könnt! In seinem Roman „Ascheland“ stellt Oliver Kyr, der zur Zeit mit seiner Familie als Story-Nomade im Wohnmobil durch Europa reist, immer wieder die Frage: „Wenn wir unsere Kinder lieben, warum zerstören wir dann ihre Welt?“ Das Besondere dabei: Nicht wie so oft sonst steht Amerika im Mittelpunkt, sondern Deutschland. Es gibt nicht den einen Untergang, sondern einen langsamen Zerfall der Welt durch Kriege und von Menschen verursachten Katastrophen. Keine Zombies, keine Monster, nur Fragen: Wie reagieren die Menschen auf die Folgen des Untergangs?Zum Inhalt:Die Sonne bringt die allgegenwärtige Asche, die weich auf dieser Welt ruht, zum Glänzen.Deutschland, 2023, fünf Jahre nach dem Untergang der bekannten Welt: Zacharias Brandt wandert mit seiner dreibeinigen Hyäne Else durch das postapokalyptische Mitteldeutschland. Die wenigen Überlebenden sind weit verstreut und doch kennt man ihn überall. Er ist der Kindermacher, der vermutlich einzige Mann, der noch Nachkommen zeugen kann. Der ehemalige Zoowärter ist aber kein Freund der Menschen, die er für die Verwüstung der Welt verantwortlich macht. Doch wenn er etwas bekommen will, muss er auch etwas geben.Ist es ein Fluch oder ein Segen, dass er ihnen Hoffnung geben kann? Will er ihnen wirklich eine neue Generation schenken?Auf seinem Weg begegnet Zacharias Menschen, die ihn in seinen Ansichten bestätigen, aber auch solchen, die ihm neue Perspektiven aufzeigen und ihrerseits Hoffnung geben. Und während er ihnen eine neue Zukunft schenkt, sieht er in seinen Träumen immer wieder ein altes, efeubewachsenes Haus. Liegt dort seine Zukunft? Eine Leseprobe von „Ascheland“ findet ihr unter http://www.acabus-verlag.de/belletristik_9/literatur_2/roman_12/ascheland_9783862824489.htm Zur Website des Autors: http://www.oliverkyr.com/Weitere Rezensionen und Interviews: „Ascheland“ ist eine ungewöhnliche aber besondere Geschichte und ich bin froh, ihr eine Chance gegeben zu haben. Ich bin positiv überrascht von der Handlungsidee und Umsetzung, denn diese Geschichte ist mal völlig anders, als die bisherigen Geschichten, die ich zu diesem Thema gelesen habe.“ (Michaela Gutowsky: http://gutowsky-online.de/ascheland-oliver-kyr/) “Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt.“ Rezension und Interview mit loraliest: https://loraliest.blogspot.de/2016/12/blick-uber-den-tellerrand-mit-autor.html Voraussetzungen Ihr habt Lust auf die Leserunde und möchtet euch bewerben? Dann beantwortet bitte folgende Frage:In „Ascheland“ begleitet die Hyäne Else Zacharias Brandt bei seiner Reise durch das postapokalyptische Deutschland – Wen hättet ihr gerne an eurer Seite?*Wir stellen insgesamt 5 gedruckte Bücher und 5 E-Books zur Verfügung. Bitte gebt dafür euer gewünschtes Format – epub, pdf, mobi oder Print – in der Bewerbung an.Selbstverständlich sind auch alle zu der Leserunde eingeladen, die das Buch bereits besitzen und/oder gelesen haben!Oliver Kyr wird sich ab dem 28. Januar an der Leserunde beteiligen und die Moderation übernehmen. Für Rückfragen schreibt uns gerne eine Nachricht oder eine E-Mail an ziegler@acabus-verlag.deViel Spaß bei der Leserunde!*Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie das Schreiben einer abschließenden Rezension (hier auf LovelyBooks sowie ggf. auf weiteren Portalen) selbstverständlich dazu. Falls Ihr dies nicht gewährleisten könnt, seht bitte von einer Bewerbung ab.

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  • Eine hoffnungslose Welt voller Gedankenanstöße und Hoffnung

    Ascheland

    Aramara

    06. February 2017 um 20:01

    Ein postapokalyptischer Ausgang.. die Menschheit fast völlig ausgelöscht. Nur wenige haben überlebt - unter ihnen Zacharias Brandt - der Kindermacher. Der Ruf eilt ihm nach, er sei der Einzige, der noch Kinder zeugen könne, aber was wenn man selbst der festen Überzeugung ist, dass es falsch ist? Falsch, in diese von Menschenhand zerstörte Welt Kinder zu setzen. Ihnen diese Welt zu übergeben und mit ihr ein Leben ohne Hoffnung?  Solche Fragen stellt sich Zacharias dauernd während er mut seiner Hyäne Else durch die Gegend streift, auf der Suche nach seinem Frieden - dem Steinhaus aus seinen Träumen, während er Tauschgeschäfte betreibt, um zu überleben. Tauschgeschäfte, seinem Ruf entsprechend. Ein sehr gelungener Roman über wichtige und alltägliche ethische Fragen, die wir - die sich auf den Abgrund der Welt zubewegen - häufiger stellen sollten. Zacharias stellt ganz gezielte Fragen indirekt auch an den Leser "Warum sagen wir, dass wir unsere Kinder lieben während wir de Welt in der sie leben werden, zerstören?" So lautet es sinngemäß. Genau diese Denkanstöße machen das Buch für mich lesenswert, weil es wirklich zum Denken anregt! Zum Handeln und bewusster Leben. Die Auswirkungen dieser inneren Konflikte werden an Zacharias wunderbar psychologisch deutlich beschrieben. Er hat seine Hochs und Tiefs und verstrickt sich immer weiter in diese Welt ohne Zukunft. Jeder, der sich selbst schonmal solche oder ähnliche Fragen gestellt hat, sollte das Buch als klare Leseempfehlung aufnehmen! Der Autor hats verstanden und vermittelt genau das auf fantastische Art und Weise!

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  • Ein hoffnungsloser Hoffnungsträger

    Ascheland

    Jo-Eli

    05. February 2017 um 17:30

    Der Roman "Ascheland" spielt im postapokalyptischen Deutschland. Seit einer weltweiten Katastrophe, über die der Leser nichts genaues erfährt, ist die Welt mit Asche bedenkt. Ein Großteil der Menschheit ist ausgestorben und nur Zacharias Brandt, der Protagonist, kann noch Kinder zeugen. Daher wird er für viele Menschen zu einer Hoffnungsfigur, doch er selber besitzt keine Hoffnung. Er hadert vielmehr mit der Schlechtigkeit der Menschheit und ist auf der Suche nach einem Ort, wo er endlich ankommen kann. Der Leser begleitet Zacharias und seine Hyäne Else auf ihrer Reise und wird damit mit vielen existenziellen Fragen konfrontiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob man Kinder in eine Welt setzen darf, die offensichtlich ohne Zukunft ist. In einer sehr bildreichen und eindringlichen Sprache gelingt es dem Autor, zum Nachdenken anzuregen. Unterstützt wird dies auch durch viele Charaktere, die teilweise sehr extreme Positionen vertreten, die auch den Leser herausfordern, sich eine Meinung zu bilden. Einziger kleiner Schwachpunkt: Es gibt keine wirkliche Handlung im Sinne von "was möchte Zacharias erreichen". Er ist auf der Suche und der Leser begleitet ihn, wobei lange Zeit keine Weiterentwicklung auszumachen ist, während das Ende sich dann sehr plötzlich entwickelt. Angesichts der gedanklichen Tiefe wird der Leser dennoch von Anfang in in die Geschichte gezogen, deren Sog bis zum Ende nicht nachlässt.

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  • Endzeitstimmung mit gutem Inhalt

    Ascheland

    Spleno

    03. February 2017 um 20:09

    Inhalt: Die Welt wie wir sie kennen gibt es nicht mehr, eine Katastrophe hat alles verändert. Ascheland ist geboren und die Menschheit kämpft ums überleben. Brandt der mit seiner dreibeinigen Tüpfelhyäne durchs Land zieht ist Hoffnung für die Menschen, denn er ist der Kindermacher. Meinung: "Ascheland" ist auf seiner besonderen Weise ein ungewöhnliches aber sehr gutes Buch. Der Autor schafft es mit seiner Geschichte über den Tellerrand zu blicken. Er regt zum Nackdenke an und das Überdenken des menschlichen Verhaltens. Die Geschichte selbst wird aus der Sicht des Kindermachers erzählt. Es ist auf seiner Weise bindent, anders und hat mich wirklich überzeugt. Der Schreibstil ist besonders, anders - aber passend zu der düsteren Stimmung und zu dem Protagonisten. Mit Brandts Reise durch das zerstörte Land, hat der Autor mit seinen eigenen guten Worten bestückt. Brandt selbst besitzt eine Seele aus Buchstaben. Ich fühlte mich beim Lesen sehr wohl und war enttäuscht das das schlanke Buch zu Ende war. Beim lesen fühlte ich mich in einer Welt versetzt die ich nie erleben möchte. Außergewöhnlich gut.

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  • Düster und doch hoffnungsvoll

    Ascheland

    MaschaH

    03. February 2017 um 16:23

    Wieder einmal ein Zukunftsroman in dem die Menschheit (fast) ausgelöscht wird. Die Geschichte hat aber ihre ganz eigene Art mit dem Thema umzugehen. Die Menschen/Männer können keine Kinder mehr zeugen, nur noch der Held der Geschichte ist dazu fähig. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, der lässt einen hautnah am Geschehen teilhaben. Als Mutter hat man an manchen Stellen schon sehr zu kämpfen, weil es um das Leid und Schicksal von Kindern geht. Geht einem schon sehr ans Herz.  Obwohl der Held immer wieder Rückschläge erleidet und mit seiner Rolle als einziger zeugungsfähiger Mann oft hadert, gibt er die Hoffnung nicht auf. Das gefällt mir besonders an der Geschichte. Obwohl es manche unlogische Stellen gibt (warum betrifft die Unfruchtbarkeit nur die Männer? Kann ein einzelner Mann die ganze Menschheit erneuern?) ist die Geschichte wirklich gut gelungen.

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  • Ascheland

    Ascheland

    thenight

    01. February 2017 um 13:50

    Inhalt: Zacharias Brandt zieht mit seiner Hyäne Else, durch das zerstörte Deutschland im Jahr 2023. Fünf Jahre nachdem eine Katastrophe die Welt zerstörte und die meisten Menschen tötete. Die wenigen Überlebenden setzen ihre ganze Hoffnung auf Brandt, denn er ist der Kindermacher, der Mann der wohl als Einziger noch Kinder zeugen kann.Doch Brandt verachtet die Menschen, die dafür verantwortlich sind, das den Kindern eine ungewisse Zukunft bevorsteht. Auch wenn es so scheint als hätte Brandt kein Ziel, er ist auf der Suche nach einem bestimmten Haus, das ihm in seinen Träumen erscheint. Meine Meinung: Was für ein Buch, auf gerade mal 220 Seiten hat Oliver Kyr eine komplett neue Zukunft geschaffen, einer Zukunft ohne jede Hoffnung, denn es gibt kaum noch Kinder, die meisten wurden bei der Katastrophe getötet und die Männer sind Zeugungsunfähig. Die Vorstellung in einer solchen Welt zu leben, zu wissen das niemand mehr da sein wird, der das Vermächtnis der Menschheit weiterführen wird, scheint für die Überlebenden schlimmer zu sein als die Katastrophe an sich, ob es nun der egoistische Wunsch der Einzelnen ist oder ob der Wunsch nach Fortpflanzung wirklich so tief in uns verwurzelt ist, das wir uns nicht dagegen wehren können, kann ich ohne die Situation selbst zu erleben nicht beurteilen, mein Kopf sagt: Kinder in eine Welt zu setzen ohne abschätzen zu können was die Zukunft bringt. Niemals. Was mein Herz sagen würde, käme es soweit? Ich weiß es nicht. Auf seiner Wanderung durch Deutschland, trifft Zacharias auf die unterschiedlichsten Menschen, die Meisten sind friedlich und wollen nur überleben. Ein Umstand der mir sehr gut gefiel, allzu häufig sind die Überlebenden selbst die schlimmsten Feinde.Ein weiterer Pluspunkt sind die kurzen, prägnanten Sätze, sie lassen das Buch nur so dahinfliegen, der Schreibstil des Autors ist sehr leicht zu lesen und trotz der begrenzten Seitenzahl hat er geschafft seinen Figuren Leben einzuhauchen. Er verzichtet auf allzu Detaillierte Landschaftsbeschreibungen und doch hatte ich die mit Asche überzogene Welt stets vor Augen. Einzig das Ende hat mir persönlich nicht gefallen, und wie erkläre ich jetzt warum nicht ohne es Vorweg zu nehmen? Am Besten gar nicht, lest selber und ich bin davon überzeugt die meisten Leser werden damit hochzufrieden sein, sie werden es sogar lieben.Und da ich manchmal bekennende Zynikerin bin, ziehe ich dafür nicht mal etwas ab. Ein wunderbar geschriebenes Buch, mit einer klaren Botschaft: Achtet auf unsere Welt, achtet auf unsere Kinder, sie sind unsere Zukunft.

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  • Interessant, nachdenklich...

    Ascheland

    Kady

    30. January 2017 um 17:32

    Inhalt : Die Sonne bringt die allgegenwärtige Asche, die weich auf dieser Welt ruht, zum Glänzen. Deutschland, 2023, fünf Jahre nach dem Untergang der bekannten Welt: Zacharias Brandt wandert mit seiner dreibeinigen Hyäne Else durch das postapokalyptische Mitteldeutschland. Die wenigen Überlebenden sind weit verstreut und doch kennt man ihn überall. Er ist der Kindermacher, der vermutlich einzige Mann, der noch Nachkommen zeugen kann. Der ehemalige Zoowärter ist aber kein Freund der Menschen, die er für die Verwüstung der Welt verantwortlich macht. Doch wenn er etwas bekommen will, muss er auch etwas geben. Ist es ein Fluch oder ein Segen, dass er ihnen Hoffnung geben kann? Will er ihnen wirklich eine neue Generation schenken? Auf seinem Weg begegnet Zacharias Menschen, die ihn in seinen Ansichten bestätigen, aber auch solchen, die ihm neue Perspektiven aufzeigen und ihrerseits Hoffnung geben. Und während er ihnen eine neue Zukunft schenkt, sieht er in seinen Träumen immer wieder ein altes, efeubewachsenes Haus. Liegt dort seine Zukunft? Meine Meinung: Die Geschichte um Zacharias Brandt und seine dreibeinige Hyäne Else gefällt mir sehr gut, denn sie regt zum Nachdenken an und es werden Fragen gestellt, die sich der Leser beantworten kann. Die Charaktere: Zacharias, der Ich-Erzähler, ist ein außergewöhnlicher Charakter. Man kann ihn sehr gut verstehen, auch die Fragen, die er sich stellt. Seine Situation ist nicht leicht.  Seine Hyäne, die ihn immer begleitet, ist die Sorte Begleiter, die man sich nur wünschen kann: vertrauensvoll, sie beschützt ihn, und sie will nicht unbedingt Antworten von ihm haben, wie andere es vielleicht gewollt hätten. Die beiden sind ein echt gutes Team. Das Cover/der Titel: Cover und Titel passen gut zusammen und spiegeln den Inhalt sehr gelungen wider. Fazit: Die Geschichte über die untergegangene Welt liest sich gut, und ich würde sie jedem empfehlen, den die düstere Atmosphäre nicht stört und der gerne und viel nachdenkt. Vielen Dank, dass ich bei der Leserunde dabeisein durfte!

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  • Unerwartet und erfrischend anders

    Ascheland

    Flaventus

    28. January 2017 um 22:30

    Die Dystopie Ascheland ist anders. In vielerlei Hinsicht. Sie ist so anders, dass der Leser durchaus eine gewisse Bereitschaft mitbringen muss, um sich darauf einzulassen. Es fängt zum Beispiel mit der Erzählperspektive an. Die Erde, wie wir sie kennen, wird in naher Zukunft von einer Katastrophe heimgesucht.Was genau das Ende so vieler Menschen verursachte, bleibt weitestgehend im Dunkeln und spielt im Großen und Ganzen für diese Geschichte eine untergeordnete Rolle. Nun wechselt die Perspektive aus dem erzählerischen Hier und Jetzt mit der Vergangenheit.Im Fokus bleibt dabei immer der (ehemalige) Zoowärter Zacharias Brandt. Allerdings wird das Hier und Jetzt aus der Ich-Perspektive erzählt, vergangene Zeiten kurz vor und nach der Katastrophe aus der Sicht der dritten Person. Das ist sehr interessant und bietet einen erzählerischen Gestaltungsspielraum, den der Autor durchaus zu nutzen weiß. Verortungen  Verortet ist die Geschichte in Deutschland, was ich durchaus lobenswert finde, denn die meisten Plots werden heutzutage zu unrecht nach Nordamerika verlegt. Dabei spielt die Örtlichkeit für Ascheland genauso wenig eine Relevanz wie die Ursache der Katastrophe. Sie hätte an jedem Fleckchen der Erde funktioniert.Neben der wechselnden Erzählperspektive ist der Sprachstil eine weitere Besonderheit dieses Werks. Gerade wenn aus der Ich-Perspektive erzählt wird, werden die Sätze in einem kurzen Stakkato dem Leser vor die Füße geworfen. Ein Stil, an ich mich durchaus gewöhnen musste. Als ich es dann getan habe, fand ich durchaus Gefallen daran.Dieser Erzählstil führt allerdings dazu, dass die Geschichte ebenso nebulös anfängt wie diese Rezension. Bisher weiß der Rezensionsleser vermutlich noch nicht, worum es in dieser Geschichte überhaupt geht. Eben so erging es mir über weite Strecken der ersten Hälfte. Handlung vs. Philosophie Wie schon erwähnt, dreht sich alles um den Zoowärter Zacharias, der nach der Katastrophe die Tiere des Zoos der neuen Freiheit übergeben hat und sich selbst einer Tüpfelhyäne als Begleiter annimmt, die er im Zoo groß geworden ist. Dieses ungleiche Paar zieht nun durch die Lande. Er selbst gilt als "Der Kindermacher", denn es scheint so, als wäre er der einzige männliche Überlebende, der Kinder zeugen kann. Das Hauptaugenmerk - vor allem am Anfang der Geschichte - liegt aber in dem philosophischen Grundgedanken, ob die Menschheit sich nicht selbst zugrunde richtet und ob es überhaupt gerechtfertigt ist, Kinder in die Welt zu setzen (auch ohne Katastrophe). Im Rahmen der Geschichte findet sich der Leser so oft mit dem Widerspruch konfrontiert, dass Zacharias ohne Hoffnung umherzieht, während er selbst aber bei anderen als der Hoffnungsträger auftritt.  Offene Fragen Viele Fragen, die das Buch aufwirft, bleiben unbeantwortet. Nicht nur die Katastrophe selbst bleibt im Dunklen, auch vieles, was danach passiert, wird bestenfalls angedeutet und erscheint widersprüchlich. Auf die zentrale Frage hingegen findet sich eine Antwort, die ich als sehr stimmig empfunden habe.  Fazit Es ist tatsächlich ein anderes Buch. Etwas eigensinnig erzählt, am Ende dann aber doch (erstaunlicherweise) mit einer eindeutigen Message. Mit einer Botschaft, die der Leser vielleicht so nicht erwartet hätte.Es ist sicherlich ein Buch, auf das sich der Leser in gewisser Weise einlassen muss. Er muss akzeptieren, dass bestimmte Aspekte des Plots im Dunklen bleiben werden. Es ist keine action- und spannungsgeladene Dystopie, sondern vielmehr ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Ist der Leser dazu bereit und geht dieses Werk nicht mit den falschen Erwartungen an, wird er sicherlich nicht enttäuscht werden. Diese Rezension findet sich auch auf meinem Blog.

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  • still, deprimierend, atmosphärisch, eindrucksvoll

    Ascheland

    Sandra1978

    22. January 2017 um 17:19

    Inhalt: Der ehemaliger Tierpfleger Zacharias Brandt alias "der Kindermacher" wandert allein durch ein zerstörtes Deutschland. Vor wenigen Jahren war die Welt innerhalb kürzester Zeit einfach zu Ende - was genau passiert ist, weiß bis heute keiner genau, da sehr schnell alles zusammenbrach. Nur eins ist genau bekannt: Alle Männer sind zeugungsunfähig geworden, so dass keine neuen Kinder auf die Welt kommen können - nur Zacharias ist anscheinend noch fruchtbar. So warten bei den Überlebenden die Frauen voller Hoffnung, die Männer voller Zorn auf ihn. Auf seiner Wanderung durch das zerstörte Land begegnet Zacharias sehr unterschiedlichen Menschen und Gruppen und erinnert sich an die Ereignisse, als sich seine Welt verändert. Und die ganze Zeit wird er von einer Vision weitergezogen, die er nach der Zerstörung auf einmal hatte: Ein gemütliches kleines Häuschen, in dem er erwartet wird...aber von wem? Wird sich die Vision bewahrheiten oder ist es nur ein wirrer Traum? Hat er und hat es der Rest der Menschheit überhaupt verdient weiterzuleben? Diese Gedanken beschäftigen ihn und quälen ihn .... lest selbst, zu was für einem Ergebnis er kommt. Beurteilung Puh...das war eine sehr deprimierende, aber auch ergreifende Lektüre. Das Cover gefällt mir nicht so gut, aber der Klappentext klang sehr packend und für mich als Fan von Dystopien war es somit Pflichtlektüre. Wenn ich einen Vergleich ziehen müsste zu einem anderen Buch, würde mir am ehesten "die Straße" von Cormac McCarthy einfallen. Auch "Ascheland" ist eigentlich ein sehr stilles Buch - keine epischen Kriege, keine bombastischen Bilder, sondern einfach nur ein Mann, der durch sein zerstörtes Land wandert, die Bilder in sich aufnimmt und ab und an anderen Überlebenden begegnet und sich unterwegs an die Anfänge nach der "Wende" der Welt erinnert. Doch der Autor schafft es in dieser Stille, eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die dennoch immer einen kleinen Schimmer Hoffnung durchlässt. Gelegentlich wird die Handlung sehr philosophisch, wenn Zacharias darüber sinniert, warum der Mensch überhaupt noch weiter Kinder bekommen sollte - bitter, aber dennoch eine Frage, die auch heute schon nicht fremd ist, obwohl wir - zum Glück - noch keine Katastrophe erleben mussten, die so verheerend ist wie im Buch beschrieben (auch wenn wir schon des Öfteren knapp daran vorbei sind....) Interessant gestaltet ist der Wechsel zwischen der Gegenwart und den immer im Wechsel eingeblendeten Erinnerungen von Zacharias, was direkt nach der Katastrophe passiert ist. Der Erinnerungsstrang bewegt sich immer weiter auf die Gegenwart zu, bis zum Schluss beide aufeinandertreffen. Ich persönlich mag Zacharias, und ich finde auch die anderen Personen, die seinen Weg kurz oder auch länger begleiten, sehr gut dargestellt und beschrieben - zeigen sie doch, wie unterschiedlich man ein solch einschneidendes Erlebnis überleben und verarbeiten kann oder muss. Das Buch hat mich trotz oder gerade wegen der sehr leisen Handlung extrem mitgenommen und mich auch eine ganze Weile nach dem Lesen nicht losgelassen, wobei ich sagen muss, das man wirklich in der Lage sein sollte, die düstere Stimmung, die einem beim Lesen ganz sicher ergreift, abschütteln zu können. Es ist sicherlich kein Fehler, das Buch mit einer etwas fröhlicheren Lektüre abzuwechseln. Für jeden Fan der guten Dystopie gehört "Ascheland" auf jeden Fall ins Buchregal - ein Buch, dass sehr ehrlich ist und so geschrieben, dass es durchweg als sehr realistisches Szenario durchgeht, dem Du oder ich irgendwann ausgesetzt sein könnten - Zacharias ist kein Superhero, sondern einer von Nebenan, der sich irgendwie durchschlägt. Diese kleine Geschichte, die nicht unbedingt ein Happy End hat, bekommt von mir 4 von 5 Sternchen - ein Stern Abzug für die manchmal etwas langatmigen Stellen, die es mir etwas schwerer gemacht haben, das Buch in einem Zug durchzulesen.

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  • Richtig, richtig gut!

    Ascheland

    Sommerschwester

    22. January 2017 um 13:56

    Beim Lesen des Klappentextes war ich etwas abgeschreckt – Ein Zoowärter, der mit einer Hyäne durch Deutschland wandert und als einziger Mann noch Kinder zeugen kann? Das hörte sich im ersten Moment schon etwas schräg an, allerdings war ich nach den ersten paar Seiten vollkommen von „Ascheland“ begeistert und hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen! Im Laufe des Romans beginnt man Zacharias, die Hauptperson, zu verstehen, schließt Loreley ins Herz und Else mag man auch irgendwie. Die Geschichte könnte wirklich so stattfinden, realitätsnah und ohne Übertreibungen wird sie beschrieben, ohne blutrünstiges Abschlachten oder mit Brutalitäten schockierend. Gleichzeitig ist „Ascheland“ nachdenklich, philosophisch, hat Tiefe. Es geht um die Menschen und ihre Reaktionen auf eine solche Katastrophe, wie sie sie bewältigen, was wichtig wird. Und dabei stellt man sich immer wieder selbst die Frage: Was würde ich an ihrer Stelle tun? Lieber das Passierte verdrängen, weitermachen wie bisher oder verändert man sich radikal, lässt sich auf das Neue ein? Besonders Oliver Kyrs Schreibstil hat mir gefallen – mit schlichten, einfachen Sätzen schafft er es, die Welt 2018 bzw. 2023 detailreich und bildhaft zu beschreiben. Dabei hat sein Schreibstil auch etwas „Filmisches“: Beispielsweise steht an einer Stelle nur „Schwarz. Abblende“, anschließend folgt das weitere Geschehen. Ein Kapitel ist ausschließlich in Form einer Drehbuchseite verfasst. Die Spannung bleibt währenddessen die ganze Zeit erhalten und man will schnell weiterlesen, um zu erfahren, wie es mit Zacharias & Co. weitergeht. Bei „Ascheland“ kommt man ins Nachdenken. Und genau das – zusammen mit Kyrs Schreibstil, der Geschichte an sich und den Rückblenden – macht die Dystopie so außergewöhnlich und toll! „Ascheland“ gehört definitiv zu den Top 3-Büchern, die ich letztes Jahr gelesen habe! Und was macht man, wenn man von einem Buch so begeistert ist? Man empfiehlt es weiter ;) Also unbedingt lesen, lesen, lesen!

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  • Selbstzweifler, Hoffnungsträger, Überlebenskünstler

    Ascheland

    loralee

    18. December 2016 um 09:27

    Diese Dystopie bietet nicht nur spannende Unterhaltung. Ascheland geht in die Tiefe und hinterfragt die Existenzberechtigung der Menschheit, nachdem sie sich selbst und ihren Lebensraum komplett zerstört hat. Ganz real, knallhart und fast anklagend. Denn was würde eigentlich in uns geschehen, wenn wir realisieren, dass wir die Zukunft unserer Kinder zugrunde gerichtet haben? Kurze Episoden, lose aneinandergereiht, wie Perlen auf einer Schnur, tragen die Handlung. Manche sind traurig, manche tragisch, die wenigsten hoffnungsvoll, aber jede einzelne steht für sich allein. Die einzige Verbindung ist die unendliche Einsamkeit, mit der die Figuren zurechtkommen müssen. Jeder Mensch hat seine eigene individuelle Überlebensstrategie, an die er andere nicht teilhaben lassen will oder kann. Die Figuren mögen verrückt geworden sein, bleiben bei näherem Hinsehen aber liebenswert menschlich.Zacharias Brandt wandert mit seiner dreibeinigen Hyäne Else durch diese Episoden. Er ist auf der Suche und gleichzeitig auf der Flucht. Er ist Hoffnungsträger für andere, aber will es gar nicht sein. Er ist bekannt als der Kindermacher, der einzige zeugungsfähige Mann in der Region und er geht immer wieder gegen seine Überzeugung mit dieser Eigenschaft Tauschgeschäfte ein: Samen gegen Überlebenspaket. Zack, ganz einfach. Aber so einfach nun auch wieder nicht, denn auf seinen einsamen Wanderungen hält er Gericht über sich und seine Taten und landet immer wieder bei derselben Frage, auf die er keine Antwort weiß und die ihn bei Tag und Nacht fast in den Wahnsinn treibt: Hat er das Recht, den Menschen Hoffnung auf eine Zukunft zu geben?Der Schreibstil von Oliver Kyr unterstreicht die dunkle Stimmung des Buches mit kurzen, knappen stakkatoartigen Sätzen und Kapiteln. Rückblenden in die Jahre rund um die alles vernichtende Katastrophe lassen den Leser die Geschehnisse schemenhaft nachvollziehen. Da war Zacharias Zoowärter, das hatte damals noch eine Bedeutung. Die Klarheit liegt eindeutig im Jahr 2023, fünf Jahre nach dem „Untergang“. Alles ist zerstört, hört auf zu existieren oder verliert seine Relevanz. Hier nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund und beschreibt die Realität in deutlichen und teilweise harschen aber auch sehr bildhaften Worten. Denn es gibt kein Vertun, die Menschheit ist am Ende.Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt. Das liegt zum einen an der Nähe zu unserer heutigen Realität. Die Welt, die Oliver Kyr beschreibt ist erschreckend denkbar. Zum anderen beeindruckt mich die Vielschichtigkeit der Geschichte. Action, Philosophie, Aberglaube, Hoffnung: alles drin. In kurzen, knappen Worten schafft es der Autor eine klamme Endzeitstimmung heraufzubeschwören. Am Ende bleibt doch noch ein kleiner Funken Hoffnung. Ein empfehlenswertes Buch.

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  • Ein ungewöhnlicher Schreibstil in einer ungewöhnlichen Geschichte

    Ascheland

    Fabella

    02. December 2016 um 05:37

    Inhalt:2023. 5 Jahre nach dem Ende. Seitdem ist alles anders. Alles liegt unter einer Ascheschicht. Nur wenige haben überlebt. In diese grauen Welt ist Zacharias unterwegs, um ein Haus zu finden, dass er nur in seinen Träumen sieht. Er hofft, dass dort die Zukunft liegt. Auf seinem Weg begegnen ihm einige der Überlebenden und mit vielen geht er ein nicht alltägliches Tauschgeschäft ein. Nur, um seinen Weg fortsetzen zu können. Doch obwohl alles verloren scheint, sieht er sogar in den wenigen Überlebenden schon wieder die gleichen hartnäckigen Strukturen, die die Welt schon einmal vernichteten. Und so vergeht mit jedem Tag seiner Wanderung auch ein Stück Hoffnung.Meine Meinung:Ein eher ungewöhnliches Buch. Denn hier geht es weniger um die Katastrophe selbst oder das allgemeine Leben danach, als mehr um den Protagonisten und wie er über all dies denkt. Abwechselnd in zwei Zeitebenen erlebt man, wie er kurz nach der Katastrophe und fünf Jahre später lebt. Wobei leben hier ziemlich hochgegriffen ist bei der Beschreibung.Der Schreibstil des Autors ist für mich eher ungewöhnlich und auch gewöhnungsbedürftig. Aber auf jeden Fall sehr ansprechend und abwechslungsreich. Was auch hervorragend zu Zacharias passt, denn auch er ist unvorhersehbar. Manchmal ist es nicht ganz klar, ob das, was er erlebt Realität ist oder ob sein Geist irgendwann einfach ein Stück von der Realität abgegrenzt wurde. Und das im ziemlich häufigen Wechselspiel.Und zwischendurch immer wieder Erlebnisse, Begegnungen, die  - wären sie teilweise nicht so skurril - ganz normal wirken. Ein paar Überlebende, die versuchen, irgendwie weiter zu leben. Manche Begegnungen fand ich sehr erschreckend. Vor allem, wenn man überlegt, könnte es wirklich so sein, wozu würde uns eine solche Katastrophe treiben. Wie viel ertragen wir, bevor wir uns eine eigene Wirklichkeit basteln.Der Autor schafft es, hier ein wirklich dunkles Szenario zu erschaffen, dass es dennoch schafft, einen mitzureißen und immer weiter zu lesen. Immer mit ihm auf der Suche nach dem Stück Hoffnung, ohne das wir sicherlich viel früher aufgeben würden.Ein Zitat möchte ich Euch mitgeben, damit Ihr etwas von dem tollen Schreibstil seht:"Angst schürte Hass. Und Hass vernichtete. Wen die um sich greifende Ansteckung verschonte, den rafften Feuer, Stahl und Faust dahin. Die Geburt eines Kindes mitten im Wirbelsturm der Vernichtung wurde ein paar Stunden lang gefeiert wie ein zweites Weihnachtsfest, dann wurde sie von kalter Realität aus den Köpfen gefegt."Fazit:Ein ungewöhnlicher Schreibstil in einer ungewöhnlichen  Geschichte. Ein düsteres Buch, das dennoch mitreißt auf der Suche nach ein bisschen Hoffnung ...

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