Oliver Ménard Das Hospital

(54)

Lovelybooks Bewertung

  • 55 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 3 Leser
  • 43 Rezensionen
(32)
(15)
(6)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Hospital“ von Oliver Ménard

Hochspannung aus Deutschland: Auf Oliver Ménards überragendes Thrillerdebüt "Federspiel" folgt nun "Das Hospital"! Als eine Wasserleiche ohne Lippen in der Spree gefunden wird, folgt die Journalistin Christine Lenève der Spur des Mörders. Ihre Recherche führt sie in die Gesellschaft der Superreichen und ihres Handlangers, genannt 'der Eismann'. Vor Publikum inszeniert der Unbekannte seine Morde. Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Luxusvillen und ein verfallenes Hospital kommt es zur Konfrontation zwischen Christine und dem Killer. Zwischen den beiden beginnt ein knallhartes Psychospiel - doch der Eismann hat einen Plan.

Hochspannung bis zum Schluss die nach einer Fortsetzung schreit.

— Synapse11
Synapse11

Ménard stellt sein Können erneut unter Beweis. Dennoch fand ich das Debüt "Federspiel" besser, was Plot, Spannung & Charakte angeht.

— Saari
Saari

Für mich um einiges besser, als der erste Teil. Gerade zum Ende hin sehr spannend, so dass ich nur noch durch die Seiten geflogen bin.

— Thrillerlady
Thrillerlady

Nicht ganz so gut und raffiniert wie Federspiel. Aber dennoch sehr lesenswert und spannend und sprachlich wiederum ein Hochgenuss.

— antonmaria
antonmaria

Größtenteils spannend, nur der Schluss war etwas langatmig!

— Pippo121
Pippo121

Spannender Krimi, sympathische Charaktere und eine gute Stimmung

— Smberge
Smberge

Sehr spannender und gut geschriebener Thriller der mitten in Berlin spielt. Spannend bis zum Schluss.

— FoxisBuecherschrank
FoxisBuecherschrank

Ein handwerklich gut geschriebener Thriller, mit allem, was dazu gehört: Tempo, Spannung und ein unterhaltsames Katz- und Maus-Spiel (****)

— Insider2199
Insider2199

Eine tolle Fortsetzung. Spannend und gut geschrieben.

— AberRush
AberRush

Unglaublich toller Schreibstil als Rahmen für einen wirklich packenden Thriller.

— CWPunkt
CWPunkt

Stöbern in Krimi & Thriller

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole versucht den Leser, seine Geschichte aus mehreren Blickwinkeln zu erleben!

Calipa

Death Call - Er bringt den Tod

wieder einmal grandios!

niklas1804

Schampus, Küsschen, Räuberjagd

Diese "Ermittlerin" muss man einfach mögen

PMelittaM

Finster ist die Nacht

Hab mich mit dem Schreibstil schwer getan

brauneye29

Es klingelte an der Tür

Keine leichte Lektüre: Brisanter Politkrimi, ohne Grundwissen über FBI schwer nachzuvollziehen!

kreszenz

Ambach – Die Suite / Die Falle

Ein toller Abschluss dieser Reihe mir viel Spannung und Unerwartetem.

Vanessa_Noemi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Solider Thriller

    Das Hospital
    Drakonia007

    Drakonia007

    17. June 2017 um 16:45

    "Das Hospital" ist der zweite Fall der "Ermittlerin" Christine Lenève. Ich habe das erste Buch "Federspiel" nicht gelesen, aber konnte das Buch dennoch verstehen. Dennoch brauchte ich etwas Zeit um wirklich in die Geschichte zu finden. Christine und Albert sind keine Polizisten die ermitteln, wie man das eigentlich aus Thrillern kennt. Sie sind Journalisten. Sowas hab ich noch nicht gelesen gehabt, aber fand ich mal etwas anderes, Dennoch konnte ich zu keinem Charakter eine Bindung aufbauen. Für mich plätscherte es hin. Christine machte auf mich einen arroganten und überheblichen Eindruck. Ich hatte das Gefühl, sie ist eine besserwisserische Journalistin die sich in die Polizeiarbeit einmischt weil sie keine geworden ist. So war mein Eindruck. An sich sind die Szene typisch zwischen Täter-Opfer-Ermittlung aufgeteilt. Für mich zogen sich ein paar Passagen in die Länge. Durch das Cover dachte ich eigentlich, dass mehr in einem alten Hospital spielt. Die Geschichte zum Cover wurde leider erst im letzten Drittel passend. Der Schreibstil war flüssig und verständlich. Man kann das Buch recht schnell lesen. Für mich war es ein gelungener Thriller der nach anfänglichen Schwierigkeiten Fahrt aufnahm und zum Ende immer spannender wurde. Fazit Nach einer "Warmlaufphase" ein solider Thriller, wo aber noch Luft nach oben wäre. 3,5 von 5 Büchern Anmerkung: "Das Hospital" wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür !

    Mehr
  • Oliver Ménard weiß zu begeistern!

    Das Hospital
    Janosch79

    Janosch79

    Man darf erneut den Hut ziehen! Oliver Ménard liefert mit "Das Hospital" einen schriftstellerisch starken Thriller ab. Inhalt: Als eine Wasserleiche ohne Lippen in der Spree gefunden wird, folgt die Journalistin Christine Lenève der Spur des Mörders. Ihre Recherche führt sie in die Gesellschaft der Superreichen und ihres Handlangers, genannt »der Eismann«. Vor Publikum inszeniert der Unbekannte seine Morde. Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Luxusvillen und ein verfallenes Hospital kommt es zur Konfrontation zwischen Christine und dem Killer. Zwischen den beiden beginnt ein knallhartes Psychospiel - doch der Eismann hat einen Plan ... Dem Autor gelingt es wieder von Beginn an, einen glänzenden Spannungsbogen zu flechten, der bis zum Ende durchgezogen worden ist. Auch die Figurenzeichnungen rund um Christine und Albert sind mehr als gelungen zu bezeichnen. Auch die Nebendarsteller arbeitet Ménard sehr gut aus und liefert damit einen authentischen Thriller ab. Ebenfalls positiv ist, dass das Kopfkino sofort in Gang gesetzt wird und man mit Christine und Albert sofort mitfiebert. Insgesamt ist "Das Hospital" ein würdiger Nachfolger von "Federspiel". Oliver Ménard zeigt, dass er seine Klasse aus dem 1. Band der Thriller-Reihe bestätigen kann. Man darf sehr gespannt auf die Fortsetzung sein.

    Mehr
    • 3
  • Gelungener Thriller mit kleinen Kritikpunkten

    Das Hospital
    Idefix040410

    Idefix040410

    17. April 2017 um 12:24

    Das Buch „Das Hospital“ ist der Folgeband um die Journalistin Christine Lenéve. Ich habe den ersten Band „Federspiel“ nicht gelesen, hatte aber auch nicht das Gefühl, in diesem Buch etwas Entscheidendes verpasst zu haben.Geschrieben wurden die Bücher von Oliver Ménard, einem Journalisten, der in Berlin geboren wurde und auch lebt. Bestimmt zeigen sich schon hier Parallelen zu seiner Hauptprotagonistin Christin Lenéve sowie zum Setting des Buches, welches auch in Berlin spielt.Christine ist eine junge Journalistin, die gerade von einem Auslandseinsatz zurückkommt. Ihr Freund Albert holt sie vom Flughafen ab und erfährt zufällig, dass eine alte Bekanntschaft Opfer eines grausamen Verbrechens geworden ist und tot in der Spree gefunden wurde. Dies weckt natürlich sofort die journalistische Neugier von Christine und sie will näheres über den Tod der Bekannten ihres Freundes herausfinden. Dabei erfährt sie brisante Details und auch, dass die Tote aus der Spree nicht das erste Opfer eines eiskalten Mörders war, der sich „der Eismann“ nennt. Dieser inszeniert gegen eine hohe Summe Geld für Unbekannte Morde, einfach so zum Vergnügen. Christine kommt dem Eismann bei ihren Recherchen gefährlich nahe und schnell wird es ein persönliches Katz – und Mausspiel zwischen den beiden – und der Eismann hat einen Plan……..Zu Beginn des Buches muss ich sagen, fand ich die Handlung ein wenig langatmig, Spannung wurde nur sehr seicht aufgebaut und man hatte eher das Gefühl, man liest einen Kriminalroman und keinen Thriller. Auch, was der Titel des Buches mit der Handlung zu tun hat, erfährt man relativ spät. Sodass ich mich sogar ein wenig irritiert fühlte, was der Titel des Buches mir hier sagen wollte. Eine Aufklärung dessen gibt es aber im Buch. Erst ab der Buchmitte fand ich die Handlung so spannend, wie ich es von einem Thriller erwarte und ab da fiel es mir auch schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, was ich sehr gut fand, zumal es hier auch eine Perspektive aus Sicht der Opfer gab. Da fiebert man schon mal ganz anders mit und lässt das Spannungslevel auch in die Höhe steigen, bevor es in einem gut inszenierten Showdown endet. Auch die Darstellung der Misshandlungen der Opfer und wie sie schlussendlich ums Leben gekommen sind, waren sehr bildhaft beschrieben und sorgten für die Extraportion Gänsehaut. Das machte für mich die kleine Spannungsflaute zu Beginn des Buches wieder wett.Die Hauptprotagonistin Christine ist eine Figur, die man wohl entweder mag oder unsympathisch findet – ein Zwischending gibt es bei ihr eher nicht. Mir hat sie gut gefallen, weil sie so geradlinig war und sich durch nichts und niemanden von ihrem Vorhaben abhalten lassen hat. Sehr zum Missfallen ihres Freundes Albert, der die ganzen Ermittlungen wohl eher der Polizei überlassen wollte, um seine Freundin nicht in Gefahr zu bringen, aber auch aus anderen Gründen, wie sich später im Laufe der Handlung herausstellte. Außerdem ist Albert eher das ganze Gegenteil von Christine, so dass hier das Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“ mehr als zutrifft. Das macht die Beziehung der beiden aber umso interessanter. Das Ende des Buches lässt den Leser mit ein paar offenen Fragen zurück. Ich hoffe ja hier auf einen 3. Band, den ich auf alle Fälle auch lesen werde. Leider kann ich dem Buch keine volle Anzahl an Sternen geben, trotzdem hat es mir bis auf die angebrachten Kritikpunkte gut gefallen und ich ziehe einen Stern ab – 4 Sterne also für „Das Hospital“. 

    Mehr
  • Für mich um einiges besser, als der erste Teil

    Das Hospital
    Thrillerlady

    Thrillerlady

    23. March 2017 um 20:54

    Das Hospital von Oliver Ménard (Thriller, 2017; Knaur) - für mich um einiges besser, als der erste Teil - Nachdem mir "Federspiel" nicht ganz so zusagte, einfach weil es für mich so ziemlich an allem fehlte, letztendlich mit mittelprächtig dann doch nicht so schlecht abgeschnitten hatte, war ich nun gespannt, wie mir der zweite Teil der Reihe gefallen würde. Was soll ich sagen, mir hat er um einiges besser gefallen und zwar so, dass ich am Ende vor Spannung nur so durch die Seiten geflogen bin.Zwar brauchte die Story schon etwas an Zeit, bis sie sich bis dato entwickelte, aber nach so ca 140 Seiten wurde sie zumindest interessanter. Zwar wird auch in diesem Teil die Journalistin Christine nicht unbedingt sympathischer, was ihre Art angeht, aber ich habe mich damit arrangiert und im Grunde genommen hat doch so jeder Mensch seine Macken.Besonders gut hat mir hier gefallen, dass es immer mal wieder Täter-Opfer-Szenen gab, die für mich einfach in einem Thriller das Nonplusultra sind. Polizeiermittlungen, wie man sie kennt, fehlen hier eigentlich gänzlich, trotz, dass Kommissar Dom doch eine eher untergeordnete Rolle spielt. Hier wird halt ganz klar deutlich, dass es sich um einen Thriller und nicht um einen Krimi handelt, da Polizeiermittlungen charakeristisch für einen Krimi sind. Dies aber nur am Rande.Stück für Stück wird mehr vom Täter preisgegeben, was sich zum Ende hin zu einem Ganzen fügt und klar werden lässt, was ihn dazu gemacht hat.Der titelgebende Bestandteil, also das Hostpial findet auch eher erst im letzten Drittel des Buches so richtig seinen Platz in der Geschichte. Dort wird es allerdings dann auch besonders spannend und die Hochspannung nahm dort für mich ihren Lauf. Auch beim Finale wurde es nochmal richtig spannend, so dass ich sagen kann, dass es die beiden letzten Abschnitte so richtig in sich hatten und es recht actiongeladen hoch her ging. Am Ende wartet noch eine Überraschung auf Christine, mal sehen, was sie daraus macht...Fazit: Ein sehr gelungener zweiter Teil, der nach Einlaufphase ziemlich an Fahrt aufnahm und somit für mich wesentlich stärker und spannender, als der erste Teil war. Note: 2+

    Mehr
  • Ein brillanter Thriller mit tollen Charakteren

    Das Hospital
    Hexchen123

    Hexchen123

    08. March 2017 um 08:46

    Es ist Hochsommer in Berlin, als aus der Spree eine weibliche Frauenleiche ohne Lippen gefunden wird. Wie sich herausstellt, handelt es sich um eine frühere Freundin von Albert, dem Lebensgefährten der Journalistin Christine Lenéve. Die Tote Nana war in einer Hackergruppe tätig und der Verdacht liegt nahe, dass sie jemandem zu dicht auf den Fersen war. Wie sich jedoch herausstellt, war Nana nicht die erste und nicht die einzige Tote. Christine nimmt die Ermittlungen auf und kommt dem „Eismann“ auf die Spur. Beinahe wäre sie selbst noch diesem brutalen Serienmörder zum Opfer gefallen.„Das Hospital“ ist der zweite Teil mit der eigenköpfigen Journalistin Christine Lenéve und wurde von mir schon sehnsüchtig erwartet. Mit Begeisterung habe ich damals den ersten Teil „Federspiel“ gelesen und war nun sehr gespannt, ob auch dieser Thriller meine Erwartungen erfüllen konnte. Ich wurde nicht enttäuscht. Oliver Ménard schreibt voller Spannung und flüssig seinen Thriller, dass ich diesen kaum aus der Hand legen konnte. Geschickt führt er den Leser an der Nase herum, legt falsche Fährten und überrascht am Ende der Geschichte. Die Sprache des Autors ist vielfältig und an manchen Stellen fast schon poetisch. Nebensächlichkeiten werden harmonisch eingefügt und haben mich nicht ein Wort lang gelangweilt. Der ständige Perspektivenwechsel hält den Spannungsbogen von Beginn an oben und flacht an keiner Stelle ab.Die einzelnen Charaktere sind allesamt glaubhaft und autenthisch aufgebaut. Vor allem die eigensinnige und sturköpfige Christine ist so geblieben wie man sie kennt. Zusammen mit ihrem Freund Albert, der sich doch sehr weiterentwickelt hat, nimmt sie auch hier die intelligente Jagd nach dem Mörder auf.FazitDiesen Thriller sollte man unbedingt lesen. Auch wer den ersten Teil nicht gelesen hat kann hier direkt einsteigen, da beide Fälle in sich geschlossen sind. Das Buch ist Hochspannung vom Feinsten und ich hoffe doch sehr, dass es noch einen weiteren Teil mit Christine und Albert geben wird.

    Mehr
  • Pageturner trotz ein paar Längen

    Das Hospital
    Steffi_the_bookworm

    Steffi_the_bookworm

    07. March 2017 um 09:12

    3.5Mir hat schon Federspiel, das erste Buch des Autors, gut gefallen, so dass ich sehr gespannt auf das neueste Werk war. Der Fall an sich war wieder sehr spannend und zum Teil auch wirklich heftig beschrieben, so dass das Buch definitiv nicht für schwache Nerven geeignet ist. Das Buch bleibt bis zur Auflösung spannend und ich habe mit meinen Vermutungen daneben gelegen. Zwischenzeitlich hatte die Geschichte für mich aber auch ein paar kleine Längen.So gerne ich auch mag, dass es sich bei der "Ermittlerin" um keine Polizistin handelt, ich werde aber mit Christine einfach nicht warm. Sie hat so eine merkwürdige distanzierte und ruppige Art, die es einfach schwer macht sie zu mögen. Das gleiche Problem hatte ich bereits im ersten Buch.Der Schreibstil des Autors ist flüssig zu lesen, so dass die Seiten regelrecht fliegen, was das Buch trotz der Längen zu einem Pageturner macht.

    Mehr
    • 2
  • Das Spiel mit dem Eis ... und dem Tod!

    Das Hospital
    Pippo121

    Pippo121

    Grausamer Fund in Berlin: In der Spree treibt die Leiche einer jungen Frau. Schnell wird klar, dass dies kein Unfall war, denn der Toten wurden die Lippen abgetrennt! Was führt der Mörder bloß im Schilde?Als Christine Lenèves Lebensgefährte Albert in dem Opfer seine alte Hackerkomplizin Nana erkennt, wird den beiden schnell klar, dass sie den Mörder zur Rechenschaft ziehen wollen. Hals über Kopf stürzen die beiden sich in die Arbeit und kommen dem Täter gefährlich nahe! Dies war mein erstes Buch von Oliver Ménard und sein Schreibstil zog mich schnell in seinen Bann. Die Sprache ist klar, schnörkellos und verliert sich nicht in endlosen Beschreibungen. Dies passt ganz gut zu der etwas gehetzten Thriller-Atmosphäre, denn auch Christine und Albert stehen gehörig unter Zeitdruck. Der Spannungsbogen ist gut ausgearbeitet und die Perspektivwechsel treiben das Geschehen voran. Sehr schade fand ich allerdings, dass der Klappentext schon so viel verrät und ich hatte mir ehrlichgesagt daraufhin etwas Anderes erwartet. Irgendwie passt das meiner Ansicht nicht so wirklich zu dem Geschehen im Buch… Die Idee an sich, also das Motiv des Täters, fand ich originell. Allerdings griff Oliver Ménard auf einige, vielseitig erprobte Klischees zurück um zur Lösung des Falles zu kommen. Ein bisschen mehr Risikofreude seitens des Autors hätte dem Schluss des Buches sicherlich nicht geschadet. Eben dieser Schluss bildet für mich den Schwachpunkt des Buches. Für mich war der Höhepunkt im alten Hospital erreicht, alles Weitere fand ich ein bisschen wirr und irgendwie seltsam losgelöst. Die Spannung wollte sich auch bei mir nicht mehr so richtig einstellen, und Christines Verhalten bei der alten Dame war mehr als naiv und unlogisch. Christine Lenève ist eine außergewöhnliche Person und mir persönlich überaus unsympathisch.  Dies stört mich allerdings weniger, ein Dorn im Auge ist mir allerdings ihre Darstellung als journalistisches Genie. Ich muss gestehen, dass ich es eigentlich schon nicht sehr gerne mag, wenn die Ermittlungsarbeit sozusagen ausgelagert wird und nicht von polizeilichen Ermittlern geleitet wird. Vor allem aber stören mich all diese Überermittler, die jeden Hinweis sofort entdecken und richtig deuten. Und bei Christine hatte ich teilweise wirklich das Gefühl, dass sie einfach alles kann und ihr nichts zu verzwickt ist.  Ihre überhebliche und dominante Art fand ich teilweise einfach nur nervig und störend. Später redete sie dann ständig von Vertrauensbruch, dabei hütete sie aber selber ihre Geheimnisse … Stichwort Narbe. Irgendwie kann ich mir von ihr kein stimmiges Bild machen. Albert verblasste Christine gegenüber zu stark und ich kann daher nicht wirklich von einer Partnerschaft reden. Szenenweise erinnerte er mich mehr an ihr gut dressiertes Schoßhündchen als an einen ebenbürtigen Partner. Eigentlich macht Christine nur, was sie will und die anderen können sehen wo sie bleiben. Auch Kommissar Dom ist eher eine Randfigur und ich war sehr überrascht, wie breitwillig er einer Journalistin alles technischen Ermittlungsdetails überließ. Umso interessanter fand ich es, dass er sich zum Schluss nicht mehr ihrem Willen beugte und sich nicht von ihr unter Druck setzen ließ. Vielleicht gibt es ja nun im folgenden Buch wenigstens eine Person, die ihr ein bisschen Kontra gibt und sie erdet. Alles in allem war dies ein guter Thriller für Zwischendurch, der mich aber leider nicht vollends überzeugen konnte.

    Mehr
    • 3
  • Spannender Krimi aus Berlin

    Das Hospital
    Smberge

    Smberge

    27. February 2017 um 12:53

    Inhalt: Berlin: Die investigative Journalistin Christine Leneve wird nach einer Auslandsreise von ihrem Freund Albrecht vom Flughafen abgeholt. An einem Zeitungskiosk sieht Albrecht die Titelseite einer Zeitung, die das Foto einer Leiche zeigt, die aus der Spree gefunden wurde. Sofort erkennt er seine Ex-Freundin Nana, die er aus seiner Zeit als Untergrundhacker kennt. Zusammen mit Christine macht er sich auf die Suche nach den Hintergründen der Tat. Meine Meinung: Dieser Krimi war sehr spannend und hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Ich habe mich zwar immer wieder gefragt, wie realistische es ist, dass sich zwei Laien mit der Jagd nach dem Mörder machen und dass sie sogar von dem leitenden Kommissar als Hilfskräfte angeheuert werden, aber diese Frage hat der Geschichte keinen Abbruch getan. Die Handlung ist spannend konstruiert und logisch aufgebaut. Bis zum Ende halten überraschende Wendungen den Leser gefangen und es ist schwer das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere sind sehr sympathisch und man lernt sie auch als Menschen kennen, ein Umstand, der mir immer sehr wichtig ist, wenn ich einen Krimi lesen. Auch die Perspektivwechsel zwischen dem Täter, dem Opfer und Christine und Albrecht tragen zur Spannung bei, denn so sind wir als Leser in der angenehmen Situation, schon mehr zu wissen als die Handelnden. Insgesamt also ein lesenswerter Krimi, mit spannenden Charakteren, interessanten Wendungen und einer guten Stimmung.

    Mehr
  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

    Mehr
    • 2165
  • Leserunde zu "Das Hospital" von Oliver Ménard

    Das Hospital
    olivermenard

    olivermenard

    Es ist seit vielen Jahren der heißeste Sommer in Berlin.  Unter der glühenden Sonne taucht er auf:  Der Eismann.  Smart, gebildet, gut aussehend - ein Monster. Der Eismann mordet sich durch die Frauenwelt - bis ihm die Journalistin Christine Lenève entgegentritt. Es kommt zur Konfrontation zwischen zwei Menschen, die, von Wut getrieben, wie zwei Züge in voller Fahrt aufeinander prallen. Und natürlich: Nur einer kann gewinnen. Aber jeder Sieg hat seinen Preis.Beim Schreiben des Hospitals habe ich lange über eine Szene nachgedacht: Was muss passieren, damit eine Frau mit einem unbekannten Mann mitgeht, der sie anspricht? Das würde ich gerne von euch wissen, weil es mich wirklich interessiert. Aus Frauensicht: Hat euch schon mal ein Fremder angesprochen? Seid ihr mit ihm mitgegangen? Warum? Warum nicht?Aus Männersicht: Habt ihr schon mal eine fremde Frau angesprochen, die euch interessiert hat? Wie habt ihr es angestellt? Wart ihr erfolgreich? Wie?Fiese Fragen, oder? Wer Kapitel 11 gelesen hat, weiß, warum mich dieses Thema so brennend interessiert.Ich freue mich sehr auf diese Leserunde, weil ich mir sehr, sehr lebendige Diskussionen erhoffe. Na los, kommt. Lasst uns anfangen ...;-))))

    Mehr
    • 2160
  • Ein eiskalter Killer

    Das Hospital
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    23. February 2017 um 09:06

    Es ist heiß in Berlin, sehr heiß. In der Spree wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um deine tote Frau, die keine Lippen hat. Die Journalistin Christine Lenève wird von ihrem Freund Albert Heidrich aus Afrika zurückerwartet, als er in der Zeitung die Tote sieht und erkennt. Es handelt sich um Nana, eine Freundin und ehemalige Kollegin. Daher ermittelt nicht nur Kommissar Tobias Dom, sondern auch Christine beginnt zu recherchieren. Die Spuren fühlen zum „Eismann“, der ein ganze besonderes Psychospiel spielt. Ich kenne "Federspiel" bisher nicht, aber man kann dieses Buch auch problemlos lesen, ohne den Vorgängerband zu kennen. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, vor allem aus der Sicht von Christine. Zwischendurch lernen wir aber auch die Gedankengänge des Täters kennen, was ziemlich beängstigend ist. Die Personen sind gut und authentisch dargestellt. Nana war zusammen mit Albert in der Hacker-Szene aktiv. Sie war besonders begierig darauf, Pharmakonzerne an den Pranger zu stellen. Auch Nanas Partner Benno will den Täter überführen. Christine ist eine Vollblut-Journalistin. Sie ist intelligent und selbstbewusst. Wenn sie eine Fährte aufgenommen hat, ist sie nicht mehr zu stoppen. Dadurch wirkt sie nicht unbedingt sympathisch. Albert ist besonnener und ergänzt sie gut. Der „Eismann“ ist intelligent und hat eine einnehmende Ausstrahlung, dabei ist er ein Psychopath. Der Spannungsbogen ist von Anfang an sehr hoch und kann sich bis zum Ende sogar noch steigern. Daher will man das Buch gar nicht aus der Hand legen, denn man muss einfach wissen, wie es weitergeht. Dabei ist es erschreckend, welch menschliche Abgründe sich auftun können. Der Höhepunkt spielt sich dann in einem alten Hospital ab. Ein superspannender Thriller.

    Mehr
  • Das Hospital

    Das Hospital
    FoxisBuecherschrank

    FoxisBuecherschrank

    22. February 2017 um 22:30

    Das Hospital von Oliver Ménard Als ich bei Facebook das Gewinnspiel zu Oliver Ménards „Das Hospital“ aus dem Knaur Verlag mitgemacht habe, hätte ich ja nie gedacht das ich zu den Gewinnern gehöre. Hammer! Umso erstaunter war ich dann aber auch. Um meinen Dank auszudrücken bekam die Seite auf der das Gewinnspiel lief, erst mal ein Foto mit dem tollen Buch und ich sage hier auch noch mal DANKE! Das Hospital habe ich echt in einem Rutsch durchgelesen. Wahnsinn. Ganz selten das mir das mal gelingt und das sagt ja schon viel über dieses Buch aus. Ich sage LESEN! Aber jetzt erst mal zu den Fakten: Titel: Das Hospital Autor: Oliver Ménard Verlag: Knaur Seiten: 416 Taschenbuchseiten VÖ: 25.01.2017 Handlung: Als eine Wasserleiche ohne Lippen in der Spree gefunden wird, folgt die Journalistin Christine Lenève der Spur des Mörders. Ihre Recherche führt sie in die Gesellschaft der Superreichenund ihres Handlangers, genannt »der Eismann«. Vor Publikum inszeniert der Unbekannte seine Morde. Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Luxusvillen und ein verfallenes Hospital kommt es zur Konfrontation zwischen Christine und dem Killer. Zwischen den beiden beginnt ein knallhartes Psychospiel - doch der Eismann hat einen Plan … (Quelle Amazon) Fazit: Was soll man sagen, Bücher die einen so mitreißen sind selten. Bei mir kommt das vielleicht 2 – 3 Mal im Jahr vor. So schade es auch ist, ein Buch so schnell durchzulesen, so schön ist auch dieses Gefühl! Kennt ihr sicher. Die Story ist grausig, mitten in Deutschland im schönen Berlin im Hochsommer an der Spree wird eine Frauenleiche entdeckt. Ohne Lippen. Das alleine im Klappentext ist schon mehr als schrecklich und das was dann geschieht, man fragt sich wie sich ein Autor sowas ausdenken kann. Ein Kontrabass Koffer hat auch noch einen sehr makabaren Auftritt ebenso ein altes verlassenes Hospital. Die Schönen und Reichen Berlins spielen eine Rolle, und das man wieder einmal sehen kann, dass nichts ist wie es scheint. Das einzige was ich sagen kann: Lutscht beim lesen Eiswürfel. Es wird heiß in Berlin, beklemmend und die Story ist so rasant, dass man in schwitzen kommt. Auch an einem Wintertag im Ruhrgebiet, gemütlich auf dem Sofa liegend, sorgt der Eismann für sehr beklemmende Momente. Das Buch hat mich erst mal nicht mehr losgelassen. Ebenso die tollen Protagonisten angefangen bei Christine Lévene, der Journalisin der kein Fall zu heiß ist, gefolgt von ihrem Freund, ein eigentlich sehr charmanter PC-Nerd, einem Koch, und einem Polizisten der sich selbst der Nächste ist. Mir hat das Buch so gut gefallen, weil es mal ein Thriller ist, der in Deutschland spielt, mit gut ausgedachten Protagonisten, einem Mörder, dem man auch nur vor dem Kopf gucken kann und BERLIN Ach ja: Geht niemals mit einem Fremden mit... Hoffentlich war das nicht der letzte Fall für Christine. Auf ein Wiedersehen in Berlin! :-)

    Mehr
  • Die Jagd nach dem „Eismann“ lässt niemanden kalt – auch mich nicht!

    Das Hospital
    Insider2199

    Insider2199

    Die jagd nach dem "Eismann" lässt niemanden kalt – auch mich nicht! Der 1965 in Berlin geborene Autor studierte Regie und Dokumentarfilm in Madrid und New York, danach folgte ein Hochschulstudium der Germanistik und Publizistik in Deutschland. Er arbeitet seit über zwanzig Jahren als Fernseh-Journalist und lebt heute in Berlin. Dies ist nach „Federspiel“ der Folgeband einer Trilogie um die Journalistin Christine Lenève und mein erstes Buch des Autors. Zum Inhalt: Die Journalistin Christine Lenève kehrt gerade von einer 3-wöchigen Foto-Reportage aus Nigeria in ihre Heimatstadt Berlin zurück, als sie aus den Nachrichten erfährt, dass Nana – eine ehemalige Hacker-Kollegin ihres Freundes Albert – tot aus der Spree gefischt wurde. Sofort machen sich die beiden auf die Suche nach dem Serien-Killer, der unter dem Namen „Eismann“ bekannt ist und landen schließlich in einem, verfallenen Hospital, wo Jäger und Gejagter schließlich aufeinandertreffen ... Meine Meinung: Sofort fällt auf, dass hier ein Autor schreibt, der sein Handwerk versteht: endlich ein Roman, in dem Szenen für sich sprechen und die Handlungen der Figuren einen Rückschluss auf ihre Charaktere zulassen und Letztere nicht einfach – wie in sehr vielen Büchern – einfach im Text erklärt werden. Eine besondere Stärke sind hierbei die Kapitel aus der Perspektive des Killers, die Szene um Szene seinen komplexen Charakter offenbart. Auch gefällt mir wie der Autor bei seinen Schilderungen alle Sinne anspricht: Gerüche, Geräusche –  auch die Atmosphäre der Stadt Berlin wird sehr anschaulich vermittelt. Die Metaphern funktionieren gut und befruchten das Kopfkino. Auch das rasante Tempo, das wie ich finde in einem Thriller nicht fehlen darf, kommt in diesem Roman gut zur Geltung: anfangs wird keine Minute der Figureneinführung verschenkt, zügig werden die Hauptakteure ins Geschehen gebracht und Rückblicke (auch kurze) SEHR geschickt eingebunden. Die titelgebende Location „Das Hospital“ wird gut in Szene gebracht, und das Geschehen dort ist (wie erhofft) mit Abstand der spannendste Teil des Romans. Die kleineren Schwächen liegen für mich in der Figur der Protagonistin begründet. Sie ist bewusst vom Autor mit vielen Ecken und Kanten angelegt – der Leser soll sich an ihr reiben – aber ich empfand sie leider nicht so sympathisch und fand auch die Chemie mit Albert nicht sehr stimmig. Der Grund lag für mich hpts. darin, dass ich tw. ihre Motivationen und Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Die Motivation wird zwar in kleinen Rückblicken erklärt, aber für mich hätte das etwas deutlicher ausfallen können – vielleicht fehlte mir aber auch in dieser Hinsicht einfach Band 1, was ich leider nicht einschätzen kann (aber bald, denn ich werde das Debüt des Autors in Kürze nachholen!). Die unangenehme Konsequenz, die sich für mich daraus ergab, war, dass ich am Schluss, als die Heldin in große Gefahr gerät, nicht wirklich mit ihr „mitleiden“ konnte und die Spannung litt ein wenig darunter. Fazit: Ein handwerklich gut geschriebener Thriller, mit allem, was dazu gehört: rasantes Tempo, Spannung, eine Location voller Atmosphäre und ein unterhaltsames Katz- und Maus-Spiel. Kleiner Wermutstropfen für mich: eine Heldin, die mir durch ihre nicht immer nachvollziehbaren Handlungen eher unsympathisch war und mit der ich nicht wirklich mitleiden konnte. Dafür ziehe ich leider einen Stern ab. Dennoch ein Thriller, der sicher den Geschmack vieler Genre-Fans treffen wird!

    Mehr
    • 2
    AberRush

    AberRush

    21. February 2017 um 09:20
  • Spannende Fortsetzung die gut unterhält

    Das Hospital
    AberRush

    AberRush

    20. February 2017 um 08:46

    „Das Hospital“ von Oliver Ménard ist der zweite Teil der Thriller-Reihe um die TV-Journalistin Christine Lenève. Was mit „Federspiel“ begann, wird hier fortgesetzt, auch wenn es sich um eine neue Geschichte mit einem neuen Serienkiller handelt. Aber Figuren aus dem ersten Teil tauchen auch hier wieder auf. Die Hauptprotagonistin Christine polarisiert wieder mit frechen Sprüchen und ihrer forschen Art. Sie schreckt vor nichts zurück und hat scheinbar auch vor nichts Angst. Ich finde die Figuren sind das Beste an der Geschichte. Es gibt sehr viele Dialoge und innere Konflikte werden beleuchtet. Dies ist sehr interessant zu lesen und bringt einem die einzelnen Personen näher. Z. Bsp. wenn der Killer auf Beutefang geht, erleben wir die Empfindungen eines Opfers und erkennen, welche Gefühle dran schuld sind, dass sie erst in diesen Schlamassel gerät. Durch den flüssigen Schreibstil schaffe ich es, mich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen und mitfühlen zu können. Das brauche ich auch unbedingt, damit mir ein Buch gefällt. Je näher mir die Personen stehen, desto tiefer kann ich in die Geschichte eindringen. Der Plot ist in meinen Augen nicht schlecht, aber die Intention des Killers, sowie die Schilderungen der Ereignisse sind sehr stereotypisch. Natürlich war es die ganze Zeit aufregend und spannend, es kam mir nur alles sehr bekannt vor. Jetzt nicht konkret der Vorgang der Tat, eher die ganze Szenerie. Die Schauplätze, das Verhalten der Protagonisten, die obligatorischen Erklärungen des Täters, alles irgendwie schon mal da gewesen. Natürlich ist es schwer das Thriller-Genre neu zu erfinden, muss man ja auch nicht unbedingt. Es ist und bleibt ein guter Thriller, aber gerade als Vielleser, bietet das Buch nicht viel Neues. Deshalb bekommt dieser zweite Teil wohlverdiente 4 Sterne. Nach dem Ende hoffe ich natürlich auf einen dritten Teil, denn ich will ja wissen, wie es mit Christine weitergeht. Ich hoffe Oliver Ménard hat noch nicht alles erzählt und ich kann bald wieder mehr von ihm lesen. Der Vorgänger „Federspiel“ muss nicht zwangsläufig gelesen werden um „Das Hospital“ genießen zu können.

    Mehr
  • Das Hospital

    Das Hospital
    CWPunkt

    CWPunkt

    19. February 2017 um 08:17

    Inhalt: „Das Hospital“ ist nach „Federspiel“ der zweite Teil einer Thrillertrilogie von Oliver Ménard. In der Spree wird eine Frauenleiche entdeckt, der die Lippen entfernt wurden. Als Albert das Bild der Toten in einer Zeitung entdeckt, erkennt er seine frühere Hackerfreundin Nana. Zusammen mit Christine Lenève beginnt die Suche nach dem Mörder – dem Eismann. Es dauert nicht lange und sie decken den perfiden Spaß von ein paar Superreichen auf. So kommen sie dem Eismann immer näher. Christine ist kaum zu bremsen und gerät selbst in Gefahr. Rezension: Für mich war es das erste Buch von Oliver Ménard, das ich gelesen habe und es hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist unglaublich. Die Stadt Berlin ist so treffend und farbig eingefangen, dass man alle Orte erkennt und erlebt. Man fühlt, sieht und hört alles. Ob es die zugemüllte Oberbaumbrücke, das abgewrackte Märkische Viertel, die Prenzlauer- Berg – Mamas oder nur die allgemeine Berliner Geräuschkulisse ist, alles ist perfekt und sehr amüsant eingefangen. Ja ich weiß, ich sollte mich mehr auf den Inhalt konzentrieren, aber dieser Schreibstil ist für mich ein Alleinstellungsmerkmal. Die Beschreibungen machen so viel Spaß, dass ich von diesem Autor nahezu alles lesen würde. Ich hatte „Federspiel“ im Vorfeld nicht gelesen, dies stellte sich jedoch nicht als Problem heraus. Es entstanden keine Wissenslücken, die den Einstieg erschwert hätten. Die Hauptfigur ist für mich Christine. Die clevere durchsetzungsstarke Journalistin, die zusammen mit Albert und dessen früheren Freund Benno den Eismann jagen. Die meisten Kapitel sind aus ihrer Sicht geschrieben, einige jedoch auch aus der Sicht des Eismanns bzw. seiner Opfer. So lernt man auch ihn sehr genau kennen. Dennoch ist er nicht durchschaubar. Diese wechselnden Sichten und die überraschenden Wendungen tragen sehr zur Spannung bei. Für mich ist bei einem guten Thriller auch immer wichtig, dass trotz dieser Überraschungsmomente, die ganze Geschichte glaubwürdig und nachvollziehbar bleibt. Das ist hier ebenfalls sehr gut gelungen. Fazit: Ein Thriller den man besonders als Berliner gelesen haben sollte. Die Stadt ist so perfekt eingefangen, dazu die herrlich bildhafte, amüsante Sprache, das bildet den perfekten Rahmen für dieses wirklich packendes Lesevergnügen und macht gespannt auf den Abschluss der Trilogie. Und als besonderer Tipp von mir - Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte unbedingt zu einer Lesung von Oliver Ménard gehen.

    Mehr
  • weitere