Oliver Pötzsch Die Burg der Könige

(102)

Lovelybooks Bewertung

  • 103 Bibliotheken
  • 9 Follower
  • 3 Leser
  • 59 Rezensionen
(63)
(25)
(14)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Burg der Könige“ von Oliver Pötzsch

1524. Die deutschen Lande werden von den Bauernkriegen zerrissen. Dem Adel droht der Verlust der Macht, dem Volk Hunger und Tod. Die Herrschaft Kaiser Karls V. ist in Gefahr. In den Wirren dieser Zeit stoßen Agnes, die Burgherrin der einst mächtigen Stauferburg Trifels, und Mathis, der Sohn des Burgschmieds, auf ein altes Geheimnis. Schon bald wird ihnen bewusst, dass ihre Entdeckung nicht nur über ihr eigenes Schicksal, sondern auch die Zukunft der Krone entscheiden wird.

Beeindruckender Roman über die Bauernkriege und den Mythos Burg Trifels

— Gartenkobold

Das Buch nimmt langsam Fahrt auf, aber dann begeistert es mit einer überwältigenden Handlung und guter Recherche!

— Floh

Eine sagenumwobene Burg.

— Schatzdose

Viele Seiten, viele Informationen, einige Längen, wenig Spannung.

— Arun

Ein „Historien-Wälzer“ mit wenig Längen. Oliver Pötzsch hat mich wieder überzeugt.

— Ikopiko

Ein großes Lesevergnügen um den sagenumwobenen Trifels - Die Burg der Könige!

— DarkReader

Sehr umfangreich und mit vielen Geheimnissen verpackt,man muss nur bis zum Ende durchhalten

— Moorteufel

Habe das Buch abgebrochen! Zu viele plumpe Redewendungen aus heutiger Umgangssprache haben genervt,,,,

— Angie*

Stöbern in Historische Romane

Das Gold des Lombarden

Historischer Roman

ArnoSchmitt

Floras Traum von rotem Oleander

Ein gelungener Roman, bei dem man allerdings gleich Band 2 zur Hand haben sollte, denn Band Eins hört mitten im Geschehen auf....ärgerlich!

tinstamp

Legenden des Krieges: Das blutige Schwert

Hart - Konsequent - Actionreich. David Gilman weiß wie man die Leser fesselt. Guter Start. Sehr empfehlenswert.

MichaelSterzik

Troubadour

So macht der "Geschichtsunterricht" Spaß !!Ein toller Debütroman

Ladybella911

Nur kein Herzog

Recht unterhaltsam....

Bjjordison

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Trifels - ein alter historischer Mythos

    Die Burg der Könige

    Gartenkobold

    18. July 2017 um 08:26

    Klappentext: 1524. Die deutschen Lande werden von den Bauernkriegen zerrissen. Dem Adel droht der Verlust der Macht, dem Volk Hunger und Tod. Die Herrschaft Kaiser Karls V. ist in Gefahr. Da stoßen Agnes, die Herrin der mächtigen Burg Trifels, und Mathis, der Sohn des Burgschmieds, auf ein Geheimnis, das über die Zukunft der Krone entscheiden wird. Der Autor nimmt den Leser mit auf eine spannende Zeitreise ins Jahr 1524 in die Gegend Wasgau zur Burg Trifels. Im ganzen Land toben die Bauernkriege, die Menschen hungern, Adelige und Klerus versuchen immer noch mehr Geld zu erpressen. Die ehemals reiche Stauferburg Trifels ist verarmt und in vielen Teilen baufällig. Der Vater der Protagonistin Agnes, ist der Burgvogt, doch er spricht nach dem Tod der Mutter mehr dem Alkohol zu, als ihm gut tut und kümmert sich nicht um das alte Gemäuer. Agnes wächst – gerade für diese Zeit – sehr ungebunden auf. Sie jagt mit ihrem Falken, reitet aus, hat lesen und schreiben gelernt und pflegt die untypische Freundschaft mit Mathis, Sohn des Schmieds. Außerdem rankt ein uraltes Geheimnis um Burg Trifels, hinter dem verschiedene Mächte her sind. Als Mathis sich auf die Seite der Bauern schlägt, muss Agnes aus Geldnot den Grafen Friedrich von Scharfenberg heiraten, der allerdings weniger an ihr, sondern ebenfalls nur am legendären Normannenschatz, der auf Trifels versteckt sein soll, Interesse hat…„Die Burg der Könige“ ist mit über 900 Seiten ein richtiger Historien-Schmöker, flüssig und leicht geschrieben. Der Autor vermischt sehr geschickt historische Begebenheiten mit Legenden und Sagen, mit einem „es hätte so sein können“ und mit Hauptfiguren, die sympathisch und recht authentisch wirken. Er vermeidet größere Aufzählungen von Jahreszahlen und Beschreibungen diverser Könige, sondern konzentriert sich auf einzelne Personen, die man so näher kennen lernt. In diesem Zusammenhang erzählt der Autor auch viel über die Sitten und Bräuche in dieser Zeit, der Leser erfährt viel über die Intrigen und Ränke der herrschenden Adeligen, die bittere Not der Bauern, die immer mehr Abgaben zahlen müssen, keinerlei Rechte, nur Pflichten haben und sich aus ihrer Not heraus zusammenrotten, um gegen das unmenschliche System zu kämpfen. Der zu Beginn des Romans entstandene Spannungsbogen bleibt bis zur letzten Seiten bestehen und fesselt.Gut gefallen haben mir am Ende die Wandertipps zu den Orten der Geschehnisse sowie eine historische Übersicht bzw. Chronik zu den deutschen Bauernkriegen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Burg der Könige"

    Die Burg der Könige

    Schatzdose

    29. February 2016 um 10:41

    Der Trifels - eine sagenumwobene Burg unweit von Speyer steht im Mittelpunkt dieses Buches. Die Handlung spielt im 16. Jahrhundert zur Zeit der Bauernkriege. Agnes, die Tochter des Burgvogts und Mathis, der Sohn des Burgschmieds machen sich auf den Weg, das Geheimnis der Burg zu ergründen. Dabei erleben sie einige Abenteuer, die Oliver Pötzsch in eine spannende und gleichzeitig informative Geschichte verpackt hat. Bei historischen Romanen finde ich es außerdem immer schön, wenn im Nachwort darauf eingegangen wird, welche Teile historisch und welche erfunden sind. Oliver Pötzsch geht noch darüber hinaus und gibt Tipps, wie man auf den Spuren von Agnes und Mathis wandeln und einen schönen Urlaub oder interessante Ausflüge erleben kann. Da meine Patentante in Speyer wohnt, werde ich mich wohl noch weiter mit der Burg der Könige beschäftigen.

    Mehr
  • Weiter geht es mit der Saga um den mürrischen Henker Jakob Kuisl und seiner Familie

    Die Henkerstochter und das Spiel des Todes

    Filzblume

    Der Historische Krimi spielt in Oberammergau und in Schongau, dem Zuhause der Henkerdynastie Kuisl, im Jahre 1670. Während der Proben zum Oberammergauer Passionsspiel ereignet sich ein grausiger Mord. Eines Morgens wird der Darsteller des Jesus am Kreuz geschlagen tot aufgefunden. Welche Ironie. Simon Fronwieser, der Schongauer Bader, Kuisl Schwiegersohn, macht sich mit seinem hochbegabten Sohn Peter auf den Weg nach Oberammergau, der bei den ansässigen Lehrer und seinen ehemaligen Gönner, Georg Kaiser, unterrichtet werden soll, denn in Schongau hat der Junge keine Zukunft, als Enkel des ehrlosen Scharfrichters. Zurück bleiben sein zweiter Sohn Paul und seine Frau Magdalena, des Henkers Tochter. Deren Schwester Barbara, bringt sich unwissentlich in große Gefahr, als sie die in einer Truhe ihres Vaters aufbewahrten Grimorium, findet. Es handelt sich um den "Zauberbücher" , was sie vorerst denkt. Durch ihr unüberlegtes Verhalten bringt sie die Familie in Verruf und sich selbst in Gefahr. Ihre Schwester Magdalena versucht sie zu retten, doch leider sind weder der Scharfrichter noch ihr Ehemann anwesend. Ihr Sohn Paul jedoch erweist sich in recht schwieriger Situation als wahrer Kuisl, trotz seines jungen Alters. Der erste Bürgermeister Buchner plant in Abwesenheit von Gerichtsschreiber Lechner eine Verschwörung. In Oberammergau ereignet sich ein weiterer Mord, was kein Zufall ist. Das Dorf scheint sehr Zerstritten und Fremden gegenüber verschlossen. Ein Geheimnis spaltet die Gemeinschaft. Der Schongauer Gerichtsschreiber Lechner reist im Auftrag des Kurfürsten mit seinem Henker Kuisl nach Oberammergau, um eine Untersuchung der Morde durchzuführen. Simon Fronwieser muss zu gleichen Zeit, den verstorbenen Bader dort ersetzen, so kann er nicht wie geplant zu seiner Frau Magdalena zurück. Das Volk in den Bergen verhält sich derart verschwörerisch, was Simons Neugier erst weckt; dann die nicht enden wollenden Ritualmorde... Oliver Pötzsch hat mit seinem nun 6 Band der Saga um die Henkersfamilie Kuisl wieder einen spannenden mit historischen Fakten belegten Roman geschaffen. ( Band 6 kann auch ohne seine Vorgänger gelesen werden, aber da entgeht dem Leser schon so einiges ;-) Die Spannung hält von der ersten bis zur letzten Seite an. Die Personen sind wunderbar weitergeführt, und haben mich schon durch vorherigen Bände beeindruckt. Ich fühlte mich hinein versetzt in die Bergwelt mit ihren Legenden und Sagen um die Venedigermännlein (wird im Buch erklärt) und lernte hierbei wie das das vermeintliche Kinderlied "Es tanzt ein Bi-Ba -Butzemann um unser Haus herum..." eine ganz andere Bedeutung bekommt. 5 Sterne für einen großartigen recherchierten Roman der Spitzenklasse.

    Mehr
    • 3
  • Ein Henker als Menschenfreund

    Die Henkerstochter

    Kopf-Kino

    Schongau, 17. Jahrhundert: Der Fund einer übel zugerichteten Kinderleiche mit einem eingeritzten Symbol auf dem Schulterblatt versetzt die Bewohner der bayrischen Stadt in Angst und Schrecken. Rasch wird die Tätowierung als Hexenwerk gedeutet und eine Beschuldigte ausgemacht – die Hebamme des Ortes. Der dort ansässige Henker Jakob Kuisl, der der Hexe ein Geständnis unter Folter entlocken soll, ist jedoch von ihrer Unschuld überzeugt. Gemeinsam mit dem jungen Medicus und seiner Tochter Magdalena begibt er sich auf Spurensuche, doch die Zeit drängt: Sowohl die Bewohner als auch die Stadträte wollen den Scheiterhaufen entzünden... Dem Autor Oliver Pötzsch ist ein fesselnder und authentischer Histo-Krimi samt einer guten Portion Spannung gelungen, der viele falsche Vorstellungen bezüglich des Berufsstandes eines damaligen Henkers auflöst. Entgegen dem irreführenden Titel steht der Henker Jakob Kuisl als Ermittler im Mittelpunkt der Geschehnisse, weshalb der gewillte Leser - ganz nebenbei - viele interessante Informationen über jenen Beruf erfährt. Die Männer, die jenen „unehrenhaften“ Beruf ausübten, waren gefürchtet, was mit einer sozialen Ausgrenzung einherging – im Stillen waren sie dennoch geachtet. Da der älteste Sohn die Nachfolge seines Vaters antrat und in manchen Fällen von ihm ausgebildet wurde, entstanden somit wahre Henkerdynastien. Dank des angenehmen, erzählerischen Stils gewährt der Autor nicht nur einen übersichtlichen Einblick in das Leben und die Arbeit eines Henkers und dessen Familie, sondern ebenfalls in die Stadtgeschichte Schongaus kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg und der damaligen gesellschaftlichen und politischen Lage. Die Schilderungen und indirekten Erklärungen sind detailliert genug, um sich ein klares und plastisches Bild zu machen, aber niemals zu ausschweifend, als dass sie dem roten Faden an Spannung verlieren lassen. Die Ermittlungsschritte verlaufen allesamt logisch zu einer plausiblen Lösung zusammen und sind mit gut eingebauten Wendungen gespickt. Selbst die am Rande verlaufende Liebesgeschichte fügt sich stimmig in die Handlung ein, da sie die Lebensweisen dieser Zeitepoche schildert und verständlicher macht. Der Protagonist Jakob Kuisl gefiel mir, was die Charakterisierung anbelangt, am besten, da er interessant skizziert wurde: Einerseits erscheint er menschlich aufgrund seines positiven und gerechten Gemüts und weist dennoch viele dunkle Seiten auf, und andererseits steht er berufsbedingt auf der (hier: eiskalten) Seite des Gesetzes, die gerade von ihm, dem Henker, viel abverlangt, was nicht spurlos an ihm vorgeht. Zusätzlich dazu ist er keinesfalls ein ungebildeter Mann, da er (berufsbedingt) anatomische Kenntnisse und ein großes Wissen über Heilmittel besitzt, was ihm aber seitens der Ärztekammer nicht angerechnet wird. Somit ist auch er ein Opfer der damaligen Gesellschaft und deren Ständehierarchie. Auch die anderen Charaktere, wie beispielsweise seine Tochter und der Stadtmedicus, die im Fokus der Geschichte stehen, haben ihre Ecken und Kanten und wirken somit lebensecht. Lediglich bei den bösen Charaktere hätte ich mir weniger Eindimensionalität gewünscht. Zwar treten diese in Hinsicht auf ihre Bösartigkeit transparent auf, werden aber leider auf diese reduziert. Über ihr Leben oder Entwicklung zu ihrer Motivation wird nicht eingegangen und somit erfüllen sie lediglich ihren Zweck als Widersacher, was ich sehr schade fand. Ein paar inhaltliche Wiederholungen trübten ebenfalls den insgesamt positiven Leseeindruck. Positiv hervorheben möchte ich die Sprechweise der handelnden Personen: Während sich die Obrigkeit aufgrund ihrer Schulbildung eher gewählt ausdrückt, unterhält sich das einfache Volk mit einer leicht von Mundart gefärbten Sprache. Darauf legen lediglich wenige Romane jenes Genres Wert, was ich stets kritisiere. Dies hat der Autor zu meiner Zufriedenheit getan und gut gelöst. Unerwähnt sollte ebenfalls nicht sein, dass Pötzsch sowohl die Folterszenen als auch die Hinrichtungen (zu meinem Glück) neutral und sachlich schildert. Gerade zarten Gemütern – wie mich – kommt dies sehr entgegen. Der Roman ist so konzipiert, dass er sowohl als Einzelband als auch als Auftakt einer Reihe funktioniert. Der Fall wird gelöst, doch die eine oder andere Frage bleibt offen. Zusammenfassend vergebe ich dem empfehlenswerten Roman aufgrund seiner kleinen Schwächen 4 Sterne und bin froh, endlich wieder einen historischen Autor - der übrigens der Nachfahre des Kuisl-Stammbaums ist - gefunden zu haben, dessen Werke ich verfolgen und lesen werde (sofern mich der Inhalt anspricht, klaro).

    Mehr
    • 11
  • Die Burg der Könige -ein Historischer Roman

    Die Burg der Könige

    Filzblume

    Die Handlung spielt im 16. Jahrhundert, zur Zeit der großen Unruhen, Bauernaufstände, und zu Beginn der Reformation. Der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit hat begonnen. Der Adel und Kirchenmänner leben in Reichtum, während das Volk, besonders die Bauern von Abgaben geschröpft Hunger leiden. Der Augustinermönch Martin Luther veröffentlicht seine 95 Thesen. Überall im Deutschen Reich erheben sich die armen Leute gegen die Obrigkeit. Die einstige Kaiserburg von Barbarossa, der Trifels, im Pfälzer Wald, ist Schauplatz von Intrigen, Legenden, Abenteuern und Visionen. Die junge Vogtstochter Agens von Erfenstein, deren Vater der jetzige Burgvogt vom Trifels ist, soll sich mit einem reichen Edelmann verheiraten. Der Trifels hat seinen Glanz verloren, dem Vogt fehlt das nötige Geld, um die so einst mächtige und geschichtsträchtige Burg zu erhalten. Der Sohn des Trifelser Waffenschmieds Mathis ist Agnes bester Freund, den sie seit ihrer behüteten Kindheit kennt. Agnes streift mit ihrem abgerichteten Falken Parcival und dem Hund Puck (er hatte eine kurze Vorstellung) durch die Gegend um den Trifels, sie trifft auf Mathis, der sich in neuen Waffentechniken probiert. Hier kommt es zu einer Begebenheit, die beiden zum Verhängnis wird, und ihr beider Leben für immer verändert. Agnes bekommt durch ihren Falken eine geheimnisvolle Botschaft, noch kann sie sich nicht erklären, was es mit der Botschaft auf sich hat. Sie wird von Visionen heimgesucht -Träume aus einem früheren Leben oder sind es Träume einer jungen Frau, die viel zu früh ihre Mutter verloren hat? Ihr Beichtvater Pater Tristan hat Agnes schon immer alte Geschichten und Sagen aus der Zeit der Staufer erzählt. Als Sie ein Geheimversteck auf Burg Trifels entdeckt, geht sie den Geheimnissen der Vergangenheit nach. Dabei gerät sie in den Strudel der Unruhen und der damit verbundenen Gefahren. Noch ahnt sie nicht, das sich weit ab von ihrer Heimat der Habsburger Kaiser Karl der V. den Kopf zerbricht, wie er der drohenden Gefahr, die von dem winzigen Ort im Pfälzer Wald ausgeht, entgegenwirkt. Wer deutsche Geschichte liebt, ist hier im Roman von Oliver Pötzsch richtig. Geschickt versteht es der Autor fiktive Personen mit historischen Personen zu verknüpfen. Ein spannungsreicher historischer Roman mit vielen authentischen Schauplätzen der Geschichte. Städte wie Annweiler, Weinsberg, Speyer, Würzburg, Sankt Goar- Burgen wie der Trifels, Ramburg, Scharfenberg, die Wartburg, binden sich fließend ins Geschehen ein. Sogar die sagenumwobene Lorelei findet ihren Platz. Wer denkt, das es romantisch zugeht wird - hat den Anfang meiner Rezension nicht gelesen oder vergessen ;-), es wird einiges an Gemetzel geben, Agnes muss viel erleiden, auch Mathis kann dem Sog der Gewalt nicht entfliehen. Die umfangreichen Seiten sollten niemanden davon abhalten den Roman zu lesen, denn es liest sich meiner Meinung nach sehr flüssig. Da ich die meisten Orte kenne, auch den Trifels, konnte ich mich sehr in den Roman einfinden, was sicher ein Vorteil war. Die spektakuläre Szene im Weltkulturerbe Speyrer Dom fand ich etwas zu ausgeschmückt, was mich zu einem Punkt Abzug veranlasst. Bis hierher 4 Sterne. Was der Autor am Ende des Buches anmerkte war ein "Kleiner Burg - und Reiseführer" durch seinen Roman. Sehr informativ, witzig und romantisch geschrieben und eine Reise wert. Hierfür einen Stern- das macht nun doch 5 Sterne, und die Handlung rund um den Speyrer Dom ist fast vergessen...

    Mehr
    • 7

    Floh

    01. December 2015 um 03:03
    Filzblume schreibt Hallo Floh, wollte auf diesem Wege mal fragen ob du schon mit der Henkerstochter angefangen hast? Wünsche dir eine gute Nacht. 🌗 Liebe Grüße von Claudia

    Die Henkerstochter war grandios. Nun habe ich mir "Die Burg der Könige" gegönnt. So einen Wälzer liebe ich und werde bald beginnen und mich entführen lassen.

  • Einfach nur klasse

    Die Burg der Könige

    flieder

    30. November 2015 um 21:50

    1524. Die Glanzzeit des Trifels ist längst Vergangenheit, der Burgvogt ist verarmt und weiß nicht mehr wie er die Abgaben bezahlen soll. Auch das Land und somit die Bauern werden ausgebeutet auf den letzten Heller. Agnes, die 16 jährige Tochter des Vogts, lässt durch die fehlende Hand ihrer verstorbenen Mutter, alle Anstandsdünkel fallen und geht lieber mit ihrem Falken auf die Jagd. Auch Mathis, ein Freund aus Kindertagen und der Sohn des Waffenschmids hat seinen eigenen Traum, gerne würde er lieber Schußwaffen anstatt Schwerter schmieden. Als er heimlich eine dieser Schußwaffen beim Burgvogt ausleiht um sie zu testen, kann er gerade noch die Entführung der Vogtstochter durch den Raubritter Hans von Wertingen verhindern. Agnes' Welt ändert sich, als ihr entflogener Falke Parcival mit einem, an den Fuss gebundenen Ring zurückkehrt. Unerklärliche Träume plagen sie und lassen ihr keine Ruhe mehr. Doch schon bald wird ihre Welt noch mehr aus den Angeln gehoben als ihr Vater stirbt und sie eine Zweckehe eingehen muss. Ein Buch, dass obwohl über 900 Seiten, keine Minute Langeweile aufkommen lässt. Durch den flüssigen Schreibstil und vor allem die gute Recherche hat der Leser das Gefühl mittendrin zu stehen im Pfälzer Wald. Das verschlafene Städtchen Annweiler ist wirklich fast noch so wie beschrieben, mein Wohnort liegt gerade mal 6 km weg und auch unser kleines Dörfchen wird in dem Roman erwähnt. Ein absolut empfehlenswertes Buch, dass ich jedem Historienfan ans Herz legen möchte

    Mehr
  • spannend

    Die Burg der Könige

    wusl

    30. November 2015 um 09:29

    Die Burg der Könige, der Trifels, ist schon lange nicht mehr was er war. Agnes lebt mit ihrem Vater dort, dem verarmten Burgvogt. Ohne Mutter fehlt es ihr etwas an den Manieren einer jungfräulichen Dame aber sie hat dafür Mut und Klugheit und das Herz auf dem rechten Fleck. Oft ist sie mit dem Schmiedsohn Mathis unterwegs, der ebenfalls etwas aus dem Rahmen einen normalen jungen Mannes fällt, da er vernarrt ist in die Kraft, die hinter Feuerrohren stecken könnte und experimentiert damit herum. Aber schnell wird beider heile Welt aus den Angeln gehoben. Die Bauernkriege werden entfacht durch die Prunksucht des Adels und die Ungerechtigkeit der Reichen gegen die schwer arbeitenden Bauern, die nach schlechten Erntejahren Hungern und Darben. Geheime Bünde und mysteriöse Ringe, Unheil verkündende Träume und verschwundene Menschen bringen Ungewissheit und Angst in das Leben von Agnes und Mathis. Das Mädchen verliert den Vater und muss einer Zweckehe zustimmen, Mathis wird des Mordes verdächtigt und muss aus der Stadt fliehen. Die Kriegswirren brechen über den beiden herein. Nichts ist wie es mal war und man bangt mit, ob alles zu einem glücklichen Ende kommen kann. Pötzsch schreibt eingängig und sehr unterhaltsam, die Protagonisten wachsen einem schnell ans Herz, die Bösewichte waren zwar etwas eindimensional aber agierten einleuchtend. In zweiten Drittel hatte das Buch leichte Längen konnte aber immer wieder die Kurve kriegen. Es hat mir insgesamt besser gefallen als die letzten beiden Henker-Krimis und ist bestimmt nicht mein letzter Pötzsch-Roman. Das Thema der Lanze scheint "in" zu sein, da ich den neuen Gable schon gelesen habe und da kam auch "eine" Lanze vor. :-)

    Mehr
  • Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt...

    Die Burg der Könige

    KimyT

    Über diese Rezension, die ich nun hier verfasse, musste ich erstmal eine Nacht schlafen. Ich bin niemand der den Inhalt nun wiederholt, ich denke der Klappentext trifft eine gute Aussage und den Rest sollte man selber lesen. Zu Anfang muss ich gleich erwähnen, das ich noch nie so lange für ein Buch gebraucht habe, egal wie dick es doch war. Ich habe grundsätzlich nicht in die Geschichte gefunden und ein paar meiner Kritikpunkte haben es mir dabei sowieso nicht einfach gemacht. An sich fand ich die Geschichte eine super Idee und auch der Schreibstil war schön. Nun kommt aber dieses verdammte aber... Die Personen waren ziemlich *beschränkt*, sprich eindimensional und in hoch brisanten Situationen kamen bei mir keinerlei Emotionen an. Es war für mich irgendwie immer ein ruhiges Hinnehmen der Situationen, obwohl jede normale Person da am Rad gedreht hätte. Ich habe das ganze Buch über immer gehofft das die Personen eine Entwickelung durchmachen, das sie reifer werden, weniger naiv und es nicht immer darauf anlegen zu sterben. Aber das hat sich bis zum Ende nicht geändert, sie sind immer weiter in die nächste Katastrophe gerannt, obwohl sie es vorher hätten wissen müssen. Zudem schien der Autor unbedingt die 939(!) Seiten füllen zu wollen, sodass sich einige Geschehnisse wiederholten und es unnötiges hin und her gab. Den Vogel hat aber dann der Einbau von "Visionen" abgeschossen und dabei ist mir dann zuviel Fantasie in den historischen Roman gerutscht. Das hätte man auch anders lösen können. Aber ich finde nun fang ich dann doch mit dem Guten an. Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss, wenn auch ein bisschen kürzer. Wie es in einem guten historischen Roman sein sollte, wurde auch hier gut recherchiert und man konnte auch einiges interessantes lernen. An manchen Stellen kam dann auch schonmal ein Spannungsbogen, sodass es mich aus diesem zähen Zustand riss, den die Geschichte sonst verbreitete. Die Idee war wirklich sehr gut und ich konnte mir am Anfang noch ausmalen wie ich es gerne gehabt hätte, nur die Umsetzung... Naja... Last but not least finde ich diese Geschichte komplett Geschmackssache. Vielleicht waren meine Anforderungen an den Roman einfach zu hoch, aber ich denke meine Worte hier sollten nicht davon abhalten das Buch zu lesen, wenn der Klappentext gefällt. 3 Sterne

    Mehr
    • 3

    Arun

    16. September 2015 um 13:03
  • Agnes und ihre Vergangenheit

    Die Burg der Könige

    Giorgo

    Deutschland im Jahre 1524: Die Vogtstocher Agnes ist ganz anders als die restlichen Mädchen. Sie liest gerne alte Geschichten in der Bibliothek von Trifles, trägt Beinlinge und ist sehr verwöhnt von ihrem Vater Philipp Schlüchterer von Erfenstein. Ihr Vater hat ihr versprochen, dass sie einen richtigen Ritter heiraten werde. Aber in solchen Zeiten ist es schwieriger geworden, einen Ritter zu finden. Seit dem Tod von Kaiser Maximilian steht es nicht mehr gut um Deutschland. Doch Agnes hat wenig Interesse zu heiraten. Sie geht viel lieber mit ihren Falken in den Wald, wo sie immer wieder Mathis trifft. Mathis ist der Schmied vom Burgvogt und auch ein Vertrauter von Agnes. Er kennt und liebt sie seit seiner Kindheit, weiss aber, dass ein einfacher Schmied keine Chance hat mit eine Adlige zusammen zu kommen. Als dann Agnes einen geheimen Ring findet, bekommt sie immer wieder Träume über die Burg Trifles und sieht, wie es einmal war. Sie möchte unbedingt wissen, was mit dem Ring ist und geht mit Mathis auf die Suche nach einem langen Geheimnis. Beide kommen in Gefahr, als sie das Geheimnis zu lüften versuchen, denn sie haben nicht mehr viel Zeit. Kaiser Karl V. von Deutschland und König Franz I. von Frankreich sind auch hinter dem Geheimnis her, denn die Krone ist in Gefahr... Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen und ich lese auch gerne solche Geschichten. Oliver Pötsch hat sie sehr spannend geschrieben. Man dachte immer wieder: „Jetzt wird das Geheimnis gelüftet“, aber jedes Mal kam etwas dazwischen, was es sehr spannend machte. Was ich auch sehr gut fand war, dass er von allen Personen die vorkamen auch ihre Gedanken und Gefühle beschrieben hat. Es ging nicht nur um Agnes und Mathis Gedanken und Gefühlen. Auf diese Art konnte ich mir ein besseres Bild von einzelnen Personen machen, mir ausmalen, was für ein Charakter er war. Am Schluss schreibt Oliver Pötsch, was echt geschehen ist und was seine Fantasie war. Ist einfach ein toller Roman und ich werde auch die andere Romanen von ihm lesen!

    Mehr
    • 3

    Giorgo

    08. August 2015 um 10:21
  • Die Geschichte der Burg Trifels

    Die Burg der Könige

    HappiestGirl

    Inhalt: Ein junge Burgherrin, die um das Erbe ihrer Familie kämpft ... Der Sohn eines Burgschmieds, der von Freiheit und Gleichheit träumt ... 1524. Die deutschen Lande werden von den Bauernkriegen zerrissen. Dem Adel droht der Verlust der Macht, dem Volk Hunger und Tod. Die Herrschaft Kaiser Karls V. ist in Gefahr. Da stoßen Agnes, die Herrin der mächtigen Burg Trifels, und Mathis, der Sohn des Burgschmieds, auf ein Geheimnis, das über die Zukunft der Krone entscheiden wird.   Meine Meinung: Wie immer konnte mich Oliver Pötzsch auch mit diesem Roman fesseln und in die Geschichte Deutschlands führen. Die Hauptcharaktere sind ausdrucksstark und wieder einmal ist es eine starke Frau, die in einer Zeit der Männerlastigkeit sich nicht von ihrem Weg hat abbringen lassen. Natürlich darf neben dem ganzen „Gemetzel“ die Liebe nicht zu kurz kommen. Diese läuft natürlich nicht so geradlinig ab, sondern ist mit mehreren Hindernissen gespickt. Der Schreibstil läßt einen gut ins Geschehen eintauchen. Man kann der Handlung gut folgen und findet auch jederzeit den Einstieg wieder. Für mich wieder einmal tolle Lesestunden auf den Spuren unserer Ahnen.   Fazit: Für alle empfehlenswert, die sich vor allem für deutsche Geschichte interessieren.

    Mehr
    • 3

    Moorteufel

    16. July 2015 um 15:42
  • Die Burg der Könige

    Die Burg der Könige

    Ikopiko

    Agnes ist das einzige Kind des Burgherren der Burg Trifels. Ohne Mutter aufgewachsen, ist sie als Kind eher ein Junge als ein Mädchen. Sie liebt es, in Hosen durch die Landschaft zu reiten oder mit ihrem Falken auf Jagd zu gehen. Ihr bester Freund ist Mathis, ein cleverer Junge unter ihrem Stand. Aus ihrer Freundschaft wird Liebe, doch eine Hochzeit ist unmöglich. An der Burg Trifels nagt der Zahn der Zeit. Da das Volk an einer großen Hungersnot leidet und bereits die eigene Saat isst, können kaum Steuern eingetrieben werden. Das wiederum bedeutet, dass dringend notwendige Sanierungen an der Burg nicht durchgeführt werden können. Es droht der Verfall. So bleibt Agnes nichts anderes übrig, als einen vermögenden Adligen zu heiraten. Schnell merkt sie, dass ihr Bräutigam sich nicht nur für sie, sondern vor allem für die Burg interessiert. Und auch andere der einflussreichen Männer lassen Trifels nicht aus den Augen. Ein wegweisendes Geheimnis scheint die Burg zu verbergen und Agnes muss es lüften, bevor es ein anderer tut. Von Oliver Pötzsch kannte ich bisher nur die „Henkerstochter-Romane“, die mir sehr gefallen. So hatte ich auch keine Bedenken, dass mich der immerhin über 900 Seiten umfassende „Backstein“ langweilen könnte. Ich wurde nicht enttäuscht. Auch hier hat mich der unterhaltsame, fließende Schreibstil dazu verleitet, das Buch kaum aus der Hand zu legen. Das Geheimnis um den Trifels gemeinsam mit Agnes und Mathis zu lösen hat Spaß gemacht. Hingegen waren die Hoffnungslosigkeit der Bevölkerung aufgrund des Hungers und die ausweglose Situation von Agnes Vater fast körperlich spürbar und erdrückend.

    Mehr
    • 2

    Arun

    25. April 2015 um 09:54
  • Bauernkriege

    Die Burg der Könige

    gagamaus

    20. April 2015 um 10:19

    Ich habe diesmal ein Hörbuch gewonnen und gebe zu, ich bin kein rechter Hörbuchfan. Ich habe meistens Probleme mit der Art, wie die Sprecher das Buch vorlesen und dabei bereits interpretieren. Auch bei diesem Hörbuch war ich zeitweise etwas unwillig, da Johannes Steck in manchen Szenen mit seiner Betonung und seiner Auslegung des Gesprächsrythmus einen Ton vorgibt, den ich beim Lesen sicherlich nicht so gehabt hätte. In den Erzählteilen hat er allerdings eine schöne , tiefe Timbre-Stimme und ich habe mich dann doch einigermaßen daran gewöhnt. Da die 900 Seiten hier auf 8 CDs gekürzt wurden denke ich, dass einiges weggelassen wurde. Das Buch war durchaus spannend aber manchmal gingen mir die Erlebenisse und Erkenntnisse irgendwie zu schnell. Über den Inhalt wurde ja schon einiges in den vorhergehenden Rezenzionen geschrieben. Das Thema der Bauernkriege fand ich ein sehr interessantes, weil noch kaum von mir zur Kenntnis genommen und vom Autor durchaus eloquent und historisch scheinbar korrekt widergegeben. Er bemüht sich, allen Parteien und Standpunkten der verschiedenen Gesellschaftsschichten durch typische Protagonisten eine Stimme zu geben. Den Bauern und einfachen Handwerkern, den Pfaffen und Mönchen, den Kaisern und Königen, dem verarmten Adel und den Raubrittern. Gerade diese Mischung hat mir sehr gut gefallen, da dadurch ein facettenreiches Porträt der Zeit entstanden ist. Die zwei Hauptdarsteller sind symphatisch aber für meinen Geschmack fast ein bisserl eindimensional. Agnes ist für ihre Zeit etwas zu untypisch mit ihrem eigenen Falken, ihrer Freude an der Jagd und dem Reiten. Und leider muss sie in den zwei Jahren alles mitmachen, was man sich nur vorstellen kann als geübter Historienschinken-Leser. Vom Tod des Vaters, einer Fast-Vergewaltigung, einer fürchterlichen aufgezwungenen Ehe und so weiter und so fort (will hier nicht alles ausplaudern). Und Mathis ist mit seinem Interesse für Feuerrohre und seiner Naivität für sein Alter (damals war man ja im Teenageralter eigentlich schon erwachsen) war der strahlende Held. Fazit: Ich habe das Hörbuch schnell durchgehabt, weil es es spannend war. Vielleicht hätte mir das Buch noch besser gefallen aber Oliver Pötzsch ist mit diesem Roman eine durchaus solide Arbeit gelungen. Werde diesen Autor weiter im Auge behalten.

    Mehr
  • Und immer gibt es Geheimnisse

    Die Burg der Könige

    Moorteufel

    Agnes lebt mit ihren Vater auf einer alten Burg.Und alles könnte so freidlich sein,wenn da nicht die Bauern sie so langsam gegen ihre Herren auflehnen.Im ganzen Land geht eine Welle der Veränderungen los.Die Bauern lassen sich überzeugen das es so nicht weitergehen kann,und Herren auf den Burgen nicht weiter das sagen haben.Auch im Dorf Anweiler,hetzt ein Mann namens Schäfer Jockel die Bauern und Städter auf. Aber auch die Zeit der Ritter und ihrer Kämpfe und Tuniere geht zuende.Und das Zeitalter der Kanonen und Schießeisen beginnt. Der Sohn des Schmieds Mathis,Agnes bester Freund schon seit Kindertagen,interessiert sich sehr für diese Feuerwaffen. Als dann Agnes noch in den Besitz einen geheimnissvollen Ringes gelangt.Den sie keinen Zeigen Darf,weil es zu gefährlich ist. geht es so richtig los. Agnes und Mathis,zwei die sich schon ewig kennen und doch keine gemeinsame Zukunft haben dürfen,aufgrund ihrer Herkunft.Ein Land diesmal nicht nur vom Krieg sondern auch durch Bauernaufstände gebeutelt.Und ein Geheimnisvoller Ring der für Agnes sehr Wichtig wird und ein sehr spannendes und interessantes Geheinis verbirgt. Es ist ein sehr umfangreiches Buch und manchmal zeiht es sich ,aber nur ganz kurz.Aber es nimmt nachher an Tempo und ereignissen zu und hat mich zum schluss gefesselt.

    Mehr
    • 2

    siebenundsiebzig

    27. March 2015 um 17:54
  • Ein meisterhaft geschriebenes Buch um die alte Reichsburg Trifels - lesenswert!

    Die Burg der Könige

    DarkReader

    Mit seinen über 700 Seiten ist die "Burg der Könige" ein wahrhaft königliches Lesevergnügen für alle, die das ausgehende Mittelalter mit all seinen Facetten mögen. Also war es für einen Mittelalter-Fan wie mich fast ein Muss, dieses Buch zu lesen. Erst Recht, nachdem ich vor einigen Jahren Urlaub in der Pfalz machte und dabei natürlich an einer Besichtigung des Trifels nicht vorbeikam. Dies erhöhte für mich den Reiz, dieses Buch zu lesen, denn wenn ich am Schauplatz eines Buches war, ist für mich das Lesevergnügen umso größer. Konnte ich mir doch ungefähr vorstellen, wo die handelnden Personen sich gerade befanden. Der Schreibstil des Autors sagte mir sofort zu und ich war sehr schnell in seiner meisterhaft erzählten Geschichte gefangen. Die Protagonisten Mathis und Agnes mochte ich auf Anhieb und fieberte mit ihnen mit, ich litt, liebte und freute mich mit ihnen. Das bringt nicht jeder Autor bei mir zu Wege, Oliver Pötzsch hat es mit Bravour geschafft. Mein Kopfkino lief auf Hochtouren, sehr gut konnte ich mir alles vorstellen vor meinem geistigen Auge, es war wie ein Abtauchen in einen guten Film. Die genauen Ortsbeschreibungen taten ein Übriges für mein gelungenes Lesevergnügen. Begeistert war ich von der genauen Recherche der geschichtlichen Hintergründe, die ein Großteil des Buches einnehmen. Der Kampf um den Thron des deutschen Reiches, die Bauernaufstände, die Person des Götz von Berlichingen und anderer geschichtlicher Personen wurden vom Autor perfekt in seine Geschichte um Agnes und Mathis und den Trifels eingeflochten. Dazu kommt eine heilige Reliquie und einige Geheimnisse, die mich um einiges an Nachtschlaf brachten, denn aufhören zu lesen fällt bei diesem Buch wahrlich schwer! Fasziniert hat mich das Nachwort des Autors, für das ich mich ganz besonders bedanken möchte. Hier wurde noch einmal auf geschichtliche Zusammenhänge eingegangen.einiges erklärt und Fiktion von der Wirklichkeit getrennt. Auch das Glossar am Ende des Buches gefiel mir sehr gut, für so manches Buch würde ich mir so etwas wünschen. Zum Schluss noch ein Lob an die Gestalter des Covers, mein Kompliment für eine tolle Arbeit, es passt perfekt zum Buch. Ich werde den Autor im Auge behalten, denn von ihm würde ich sehr gern noch mehr lesen, ein weiteres Buch von ihm habe ich schon im Auge und auf meiner Wunschliste. Ich bedanke mich bei Oliver Pötzsch für ein wirklich gelungenes, tolles Buch! Für alle, die eine spannende, gefühlvolle und mitreißende Geschichte mit einem gut recherchierten geschichtlichen Hintergrund lesen möchten, hier meine klare Leseempfehlung.

    Mehr
    • 2
  • Barbarossa und der Schatz der Normannen

    Die Burg der Könige

    Bellexr

    30. October 2014 um 19:21

    Das Wasgau im Jahr 1524: Die junge Agnes wächst als einzige Tochter des Burgvogts auf dem Trifels auf. Seit Kindertagen ist sie mit Mathis, dem Sohn des Burgschmieds befreundet. Während die Bauern sich immer mehr gegen die Herrschaft des Adels auflehnen, kommen Agnes und Mathis einem Geheimnis um den Trifels auf die Spur, welches die Zukunft der Krone entscheiden könnte.   Der Trifels hat mittlerweile seinen Glanz verloren, die Bauern werden mit immer mehr Steuern belegt, harte Winter und verregnete Sommer der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass das Volk hungert. Immer mehr widersetzt das Volk sich dem Adel, erste Aufstände sind die Folge.   Der alternde Ritter Philipp von Erfenstein ist der Burgvogt des Trifels, ein stolzer, dickköpfiger Ritter, der seine Tochter Agnes abgöttisch liebt, von Finanzgeschäften jedoch nichts versteht. Entsprechend verwahrlost ist der Zustand der Burg. Agnes stört dies nicht weiter, kann sie doch recht frei leben, mit ihrem Falken auf die Jagd gehen und sogar Beinlinge tragen. Die drückenden Geldsorgen verleiten ihren Vater dazu, sie respektabel verheiraten zu wollen. Sehr zum Widerwillen seiner Tochter, denn liebt die eigensinnige junge Frau doch den sturen, rebellischen Mathis. Durch Zufall stoßen beide auf die Spur eines Geheimnisses rund um den Trifels und ein äußerst abenteuerliches wie gefährliches Leben beginnt für Mathis und Agnes, währen die Bauernaufstände im ganzen Land toben.   Oliver Pötzsch erzählt seine fiktive Geschichte vor dem historischen Hintergrund des Deutschen Bauernkrieges (1524 – 1526) und so tauchen zwangsläufig auch einige historische Persönlichkeiten wie Kaiser Karl V., König Franz I. oder Ritter Götz von Berlichingen auf, welche der Autor geschickt in seinen opulenten Roman mit einbindet.   Die Geschichte entwickelt sich äußerst rasant und fesselnd, wird von Oliver Pötzsch jederzeit sehr bildhaft und farbenprächtig mit einem hervorragenden historischen Hintergrundwissen erzählt. Zudem hat der Autor mit seinen Protagonisten Agnes und Mathis zwei sehr sympathische wie facettenreiche und eigenwillige Charaktere geschaffen, mit denen man als Leser jederzeit mitfiebern kann.   Fazit: Opulenter, farbenprächtiger und hochspannend erzählter Roman über die Geschichte und Geheimnisse der legendären Burg der Staufer.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks