Oliver Pötzsch Die Henkerstochter

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Inhaltsangabe zu „Die Henkerstochter“ von Oliver Pötzsch

Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin, und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: Die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

Eintauchen in die Welt einer Henkerfamilie - ein fesselnder historischer Krimi

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Historische romane sind eigentlich immer lesenswert, so auch dieses.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Spannende Geschichte mit vielen Wendungen, bleibt durchgängig interessant!

— Scarjea
Scarjea

Lohnenswerter Historien-Thriller rund um's Henkergewerbe.

— TheSilencer
TheSilencer

Viel Spannung, gepaart mit einer großen Portion Historie...genau so, wie ich es mag.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Die Familie Kusil wächst einem schnell ans Herz! Eine tolle Zeitreise ins 17. Jahrhundert!

— Nanniswelt
Nanniswelt

Klasse historischer Krimi, mit sehr sympatischen Charakteren

— tenchy
tenchy

Ein historische Roman mit einem Hauch von Krimi, der für die nötige Spannung sorgt.

— Sommermaedchen23
Sommermaedchen23

einfach geschrieben, gut recherchiert und bis zum Schluss spannend. Bin auf mehr von diesem Autor gespannnt

— Gluehwuermchen7
Gluehwuermchen7

Hat mir ja ganz gut gefallen, nur warum das Buch Henkerstochter heißt ist mir etwas schleierhaft. Für mich war sie eher ein Nebencharakter..

— Wolfhound
Wolfhound

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Rundherum gelungen würde ich zusammenfassend sagen, ich bin schon extrem neugierig, wie die Geschichte weitergeht.

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  • Leserunde zu "Die Henkerstochter" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Reihen lesen mit Chattys Bücherblog Im bzw. ab September 2017 werde ich in meinem Leserkreis  die Reihe "Die Henkerstochter" von Oliver Pötzsch lesen. Wer Zeit und Lust hat, darf sich uns gerne anschließen. Ich lasse dazu diese Leserunde parallel zu meinem mittwöchigen Lesekreis laufen. Vielleicht finden sich ja bei LB auch noch Interessenten, die gerne mit lesen und mitquatschen wollen. Es werden hierzu KEINE Bücher verlost!  Der Hinweis oben auf die Verlosung eines Buches ist somit nicht korrekt, aber Bedingung für die Erstellung der Leserunde bei LB.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • Wer hat die Waisenkinder auf dem Gewissen? Und warum?

    Die Henkerstochter
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    16. July 2017 um 11:33

    Dies ist der erste Band einer nunmehr aus sieben Teilen bestehenden Reihe rund um den Schongauer Henker Jakob Kuisl und seiner Familie.Wir befinden uns in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Aufklärung winkt schon vorsichtig in der Gestalt des Simon Fronwieser, der als Arzt mehr bewirken möchte, als die ohnehin geschwächten Patienten „zur Ader zu lassen“. Doch die Mehrzahl der Menschen ist noch dem Hexenglauben verhaftet. So bleibt es auch nicht aus, dass die Hebamme und Kräuterfrau als Hexe denunziert wird, als mehreren Waisenkinder getötet werden. Jakob Kuisl, der Henker, muss einerseits für die „peinliche Befragung“ der alten Frau sorgen, andererseits ist er von ihrer Unschuld überzeugt.Gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena und Simon Fronwieser ermittelt er in einem Kriminalfall, in den auch mehrere angesehene Bürger von Schongau verwickelt sind.Meine Meinung:Dieser historische Roman verdient den Zusatz "Krimi" wirklich. Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite.Ein wenig irritierend ist der Titel „Die Henkerstochter“, spielt doch Magdalena Kuisl nicht ausschließlich die Hauptrolle, sondern ihr Vater. Die Charaktere sind sehr gut ausgeführt. Magdalena ist emanzipiert, zielstrebig bis zum Starrsinn, intelligent und – wie in historischen Romanen häufig – ebenfalls in der Kräuterkunde und Heilkunst bewandert, so dass sie ebenfalls das eine oder andere Mal Gefahr läuft, als Hexe denunziert zu werden.Jakob Kuisl, ein historisch belegter Vorfahr des Autors, ist nicht der brutale Henker, der Freude am Foltern hat, sondern sieht in seinem Beruf ein notwendiges Übel. Mit Simon Fronwieser hat Oliver Pötzsch einen genialen Gegenpart zur üblichen Bevölkerung geschaffen: An der Heilkunde interessiert, beschreitet er mit Hilfe des Henkers neue und manchmal nicht ungefährliche Wege. So interessiert er sich für die anatomischen Bücher, die Jakob in seinem Haus aufbewahrt.Oliver Pötzsch gelingt es, eine spannende Atmosphäre auf zu bauen und diese auch zu erhalten. Besonders beeindruckend ist die gute Recherchearbeit, die die Leser in die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg eintauchen lässt. Man erhält Geschichtsunterricht, ohne sich dessen bewusst zu sein. So mag ich das! Man lernt das damalige Leben authentisch kennen und erfährt so einiges über die einzelnen Orte des Geschehens. Viele kleine und größere Details aus dem Reich der damaligen Medizin, lassen die interessierte Leser voll auf seine Kosten kommen. Alle Bücher in der richtigen Reihenfolge:Bd 1 Die Henkerstochter (516 S.)Bd 2 Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (532 S.)Bd 3 Die Henkerstochter und der König der Bettler (596 S.)Bd 4 Der Hexer und die Henkerstochter (619 S.)Bd 5 Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (720 S)Bd 6 Die Henkerstochter und das Spiel des Todes (656 S.)Bd 7 Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf (668 S.)Fazit:Ein tolles Lesevergnügen, dass ich allen Freunden historischer Romane nur ans Herz legen kann.

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  • Der Auftakt der bayrischen Henkersaga der Kuisls

    Die Henkerstochter
    Isar-12

    Isar-12

    01. March 2017 um 07:59

    "Die Henkerstochter" von Oliver Pötzsch ist der erste Band einer Saga rund um die Kuisls, einer bayerischen Scharfrichter-Dynastie. Der Autor selbst ist ein Nachfahre dieser Familie. Die Geschichte spielt nach dem dreißigjährigen Krieg in der bayrischen Stadt Schongau, nahe Augsburg. Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen, der nicht nur viele Messerstiche aufweist, sondern auch eine Tätowierung auf der Schulter. In der Zeit von Aberglauben bringt man diese Tätowierung natürlich auch gleich mit Hexenwerk zusammen. Die Hebamme des Ortes soll verantwortlich sein und der Henker soll mit Hilfe von Folter für ein schnelles Geständnis sorgen. Doch der Henker ist überzeugt von deren Unschuld und sucht auf eigene Faust nach dem wahren Täter. Dieser Roman war für mich eine gelungene Kombination aus Krimi und historischem Roman. Flüssig zu lesen und spannend. Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen und obwohl diese Reihe bereits 2008 begann, werde ich die weiteren erschienenen Bände noch lesen. Die Geschichte der Kuisls gefällt mir und ich bin gespannt wie es weitergeht.

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    • 7
  • Die Hexe soll brennen ...

    Die Henkerstochter
    TheSilencer

    TheSilencer

    06. January 2017 um 08:55

    Als man im Jahre 1659 im bayerischen Schongau eine Jungenleiche aus dem Wasser zieht und auf ihr seltsame Zeichen entdeckt, ist das Volk sicher: hier geht eine Hexe um. Die ist auch schnell ausgemacht; man möchte die Hebamme Martha Stechlin eigentlich umgehend brennen sehen - ohne umständliches Verfahren.Der örtliche Henker Jakob Kuisl, der an seinen gesunden Menschenverstand mehr glaubt, als an Aberglauben, kann die Lynchjustiz verhindern.Überzeugt von der Unschuld der Hebamme, macht sich Kuisl selbst auf die Suche nach dem Mörder.Als weitere Kinderleichen folgen, wird es für den Henker eng.Denn weder er, noch die Stadtgemeinschaft haben den Mut, aus den Zwängen der Zeit auszubrechen und den anreisenden Obrigkeiten die Hexenjagd auszureden; Kuisl kommt auch um eine peinliche Befragung nicht herum, die nichts weiter als blanke Folter bedeutet.Recht spannend und recht brutal geht's zu, in diesem historischen Krimi. Die Härte der damaligen Zeit wird nicht schöngeredet, sondern unerwartet direkt transportiert.Der Autor selbst ist Nachkomme jener Henkerdynastie und hat in den eigenen Familien-Bäumen recherchiert. Dem ist es geschuldet, daß nicht nur die Handlung im Mittelpunkt steht, sondern auch über den gesellschaftlichen Stand eines Henkers aufgeklärt wird.Die anderen Bände werde ich mir irgendwann zulegen.Warum dieses Buch die Henkerstochter im Titel führt, ist mir nicht ganz klar. Die gibt es zwar, Hauptfiguren sind allerdings der örtliche Medicus und der Henker Kuisl.

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  • Mein Leseeindruck zu Band 1

    Die Henkerstochter
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    05. October 2016 um 09:30

    Der Autor entführt den Leser in das Jahr 1624. Jakob. Sohn des Scharfrichters, muss seinem Vater bei einer Hinrichtung helfen, die alles andere als glatt ging. Durch dieses traumatische Erlebnis fasst er den Entschluss, nun doch nicht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Die eigentliche Geschichte beginnt jedoch 35 Jahre später. Jakob ist nun doch in die Fußstapfen seines Vater getreten und als Scharfrichter und Henker für das kleine Örtchen zuständig. Obwohl er sein Amt stets gewissenhaft ausübt, hadert er immer damit, zu richten. Um sich von seinen Gedanken abzulenken, greift er auch gerne mal zum Alkohol. Aber er wäre kein gewissenhafter Scharfrichter, wenn er nicht auch spüren würde, dass einem Delinquenten Unrecht gesprochen wurde. Er ermittelt auf eigene Faust und kommt damit dem Teufel sehr nahe. Sehr interessant beschreibt der Autor das Leben und Wirken eines Scharfrichters am Beispiel der Dynastie Kuisl. Natürlich ist nicht alles Wahrheit, sondern gelegentlich auch einfach mal nur dichterische Wahrheit, um die Geschichte spannend zu machen und den historischen Belegen anzupassen.  Mir hat die Schreib- bzw. Erzählweise des Autors sehr gut gefallen. Sie ließ mich stundenlang in die Geschichte eintauchen und Zeit und Raum vergessen. Ja, ich habe in Gedanken selbst ermittelt. Was hinter dem Zeichen steckt? Was wohl als Nächstes passiert? Und vorallem, wer ist dieser Mann mit der Knochenhand. All dieses hat der Autor in eine tolle und spannende Geschichte verpackt, die dem Leser die Historien etwas näher bringt. Leider sind nicht viele Dokumente über die Scharfrichterei bekannt und erhalten. Wohl auch, da es sich um einen unehrbaren Beruf handelt und man den Henker mit Argwohn, aber auch mit Ehrfurcht behandelt hat. Auch die Zusammenführung der einzelnen Berufszweige, die der Scharfrichter begleitet, werden aufgezählt. z.B. die Abdeckerei, Heilung der Kranken etc. Aber auch der Bogen zum Medicus (Simon) wird sehr gut aufgebaut. Somit ist praktisch der Grundstein für den Nachfolgeband gelegt. Fazit: Als begeisterter Historienleser habe ich zu diesem Re-Read gegriffen und bin nach einigen Jahren erneut begeistert. Viel Spannung, gepaart mit einer großen Portion Historie...genau so, wie ich es mag. Selbstverständlich werde ich diese Reihe weiter verfolgen.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    01. October 2016 um 14:00
  • Die Henkerstochter-Reihe - 6 Bücher voller Abenteuer!

    Die Henkerstochter
    Nanniswelt

    Nanniswelt

    19. August 2016 um 21:04

    Ich stelle euch heute die meiner Meinung außerordentlich gut recherchierte Reihe von aktuell 6 Bänden über die sympathische Henkersfamilie Kuisl aus dem 17. Jahrhundert vor (1659 – offen). Die Beschreibung konzentriert sich auf alle Bände der Reihe, deswegen erspare ich mir einzelne Kurzbeschreibungen. Eher baue ich diese in die allgemeine Bewertung mit ein. Band 1 Die Henkerstochter (516 Seiten)Band 2 Die Henkerstochter und der schwarze Mönch (532 Seiten)Band 3 Die Henkerstochter und der König der Bettler (596 Seiten)Band 4 Der Hexer und die Henkerstochter (619 Seiten)Band 5 Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg (720 Seiten)Band 6 Die Henkerstochter und das Spiel des Todes (656 Seiten)Die Charaktere der Familie Kuisl sind nachweisliche Vorfahren des Autors, also durchaus Protagonisten mit historischem Charakter auch, wenn die Geschichten fiktiv sind. Dennoch finden sich in jedem einzelnen Band damalige Gepflogenheiten, Mythen und Lebensumstände wieder. Der Henker, Jakob Kuisl: Tritt das Erbe seines Vaters in Schongau als Henker an, nachdem er vom Krieg als Soldat zurückgekehrt ist. Als Henker ist er nicht nur für das Rädern, Hängen und Köpfen und die peinliche Befragung der Beschuldigten zuständig, sondern besitzt auch die Gabe der Heilung von Krankheiten und Wunden. Eine Henkersfamilie galt als Ehrlose. Und so müssen sich alle Familienmitglieder immer wieder aufs Neue behaupten. Jakob ist ein brummeliger aber durchaus sympathischer Mann, dem der Job des Henkers durchaus nicht leicht fällt. Warum sonst, braucht es ein größeres Besäufnis vor seinen Vollstreckungen? Seine Frau Anna Kuisl ist ihm in solchen Zeiten eine große Stütze und führt ihren Gatten so gut wie es geht wieder ins aktuelle Geschehen zurück. Nicht immer ist Jakob von der Schuld der Gepeinigten überzeugt. Hat die Hebamme wirklich die kleinen Buben und Mädchen auf bestialische Weise umgebracht, weil sie eine Hexe ist? Wer hat den Pfarrer in der Lorenzkirche vergiftet und was hat ein Templerschatz damit zu tun? Wer hat Jakobs Schwester und dessen Schwager auf dem Gewissen? Was hat es mit den unheimlichen Automaten auf sich, die Frater Vrigilius erschaffen hat? Und treibt in Bamberg, dem Wohnort Jakob Kuisls Bruder wirklich ein Werwolf sein Unwesen? Warum werden in Oberammergau bei den Proben zu den Passionsspielen zu Pfingsten Hauptdarsteller ermordet?Zusammen mit seiner selbstbewussten und der typischen Kusil-Sturheit geborenen erwachsenen Tochter Magdalena, die es als Tochter eines Scharfrichters nie leicht hat und ihrer großen Liebe, dem Medicus Simon Fronwieser, stolpert Jakob von einem Kriminalfall zum Nächsten. Immer den Aberglauben und die Politik sowie der Macht der Kirche der damaligen Zeit im Nacken! Doch mit Hilfe seiner beiden Begleiter, dem zwar tollpatschigen, eitlen Simon, der durchaus ein schlauer Fuchs sein kann, wenn es drauf ankommt und auch seiner Tochter, die sich durch Nichts und Niemandem in ihrem Vorhaben aufhalten lässt, gelingt ihm doch immer wieder die Aufklärung der sehr gut gesponnenen Fälle. Magdalene hat zudem noch zwei weitere Geschwister. Die Zwillinge Barbara und Georg. Die Charaktere wachsen Einem schnell ans Herz. Man verfolgt von Buch zu Buch gerne die persönlichen Entwicklungen. Der Autor schafft es, eine spannende Atmosphäre auf zu bauen und diese auch zu erhalten. Am meisten beeindruckt bin ich von der guten Recherchearbeit von Oliver Pötzsch. Man lernt das damalige Leben authentisch kennen und lernt viel Geschichtliches über die einzelnen Orte des Geschehens. Die Geschichten sind so umfangreich gestaltet, dass man immer wieder neue Überraschungen erlebt. Wer dann noch Ambitionen zur damaligen Medizin hat, wird voll auf seine Kosten kommen. Ein tolles Lesevergnügen, dass ich allen Freunden historischer Romane nur ans Herz legen kann.

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  • Mein erster historischer Krimi und ich bin begeistert

    Die Henkerstochter
    tenchy

    tenchy

    Schongau: Ein toter Junge wird aus dem Lech gezogen. Auf seinem Rücken prangt ein Hexenmahl. Die Schongauer Hebamme wird deswegen der Hexerei verdächtigt und eingesperrt. Kurz danach geschehen weitere Kindermorde und der Teufel wird in der Stadt gesehen....Der Henker Jakob Kuisel glaubt jedoch an die Unschuld der Hebamme und versucht zusammen mit seiner Tochter Magdalena und dem Medicus Simon dem wahren Mörder auf die Spur zu kommen. Auch dem Teufel will der Henker das Handwerk legen. Denn wenn einer in dieser Stadt "mordet" ist es alleine er, Jakob Kuisel der Henker.Ich war erst etwas skeptisch bei dem Roman, da ich nicht so der Krimifreund bin. Viele postitive Rezensionen sind mir aber über den Weg gelaufen und schließlich hat mir eine ganz liebe Freundin das Buch ausgeliehen. Und was soll ich sagen? Ich konnte es wirklich kaum noch aus der Hand legen. So hat es mich gefesselt. Die Chrakatere habe ich nach kurzer Zeit einfach lieben gelernt.Oliver Pötzsch sein Roman liest sich sehr flüssig, man kann immer folgen und alles hat Hand und Fuß. Ich bin wirklich begeistert und kann es nur jedem empfehlen.Der zweite Teil der Serie liegt nun auch schon bereit ;)

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    • 3
  • E-Book-Leserunde zu "Beim Leben meiner Tochter" von Michel Bussi

    Beim Leben meiner Tochter
    LaMargarita

    LaMargarita

    Eine heile Welt zerbricht Eine glückliche junge Familie, ein Traumurlaub – doch plötzlich zerstört ein grausames Verbrechen das Glück. Der französische Bestseller-Autor Michel Bussi erzählt in seinem neuen Buch „Beim Leben meiner Tochter“ die mitreißende Geschichte vom blutigen Verschwinden der jungen Mutter Liane und der atemlosen Flucht des unter Verdacht stehenden Vaters Martial mit der kleinen Tochter. Doch ist Martial wirklich unschuldig oder ist die Tochter nun in den Händen eines Mörders? Mehr zum Inhalt:Das junge Ehepaar Bellion macht mit seiner sechsjährigen Tochter Josapha Urlaub auf der paradiesischen Insel La Réunion. Eines Nachmittags lässt Liane ihre Tochter und ihren Mann Martial am Pool zurück, um sich hinzulegen. Als Martial kurze Zeit später nach ihr sucht, ist sie verschwunden, das Hotelzimmer verwüstet und voller Blut. Die Polizei nimmt ihre Ermittlungen auf, und schnell steht Martial unter Verdacht, etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun zu haben. Doch bevor er festgenommen werden kann, gelingt es Martial mit Josapha zu fliehen. Eine Hetzjagd beginnt, denn niemand weiß: Ist seine Tochter bei ihm überhaupt noch sicher? Zum Autor:Bussi wurde 1965 in Louviers, Frankreich geboren. Er ist Politologe und Geograph und lehrt auch an der Universität in Rouen. Bussis Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und landeten regelmäßig auf internationalen Bestsellerlisten. Sein Roman "Die Frau mit dem roten Schal" erschien im August 2015 bei Rütten&Löning. Gemeinsam mit dem Aufbau Verlag verlosen wir 50 E-Books an nervenstarke Testleser, die das Rätsel um Lianes Verschwinden lösen und sich in einer Leserunde mit anderen darüber austauschen wollen. Bewerbt euch einfach über den „Jetzt bewerben“- Button* und beantwortet uns bis zum 01.05. in eurer Bewerbung die folgende Frage: Welchen der anderen Romane von Bussi würdet ihr gerne lesen und warum? Oder habt ihr vielleicht schon andere Romane des Bestseller-Autors gelesen? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten!Viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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    • 695
  • Ein spannender historischer Krimi

    Die Henkerstochter
    Sommermaedchen23

    Sommermaedchen23

    05. March 2016 um 14:37

    Inhalt Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin, und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter. Meinung Am 24.April Anno Domini 1659 in Schongau passiert ein Unglück. Aus dem Lech fischen Floßleute einen Buben, der kurz darauf verstirbt und er trägt ein Hexenmal. Sofort wird die Hebamme verdächtigt und von dem Henker Jakob Kuisl in das Gefängnis gebracht, um vor der Meute in Sicherheit zu sein. Doch dieser Vorfall soll nicht der letzte dieser Art gewesen sein und Jakob Kuisl glaubt nicht an Hexerei und macht sich zusammen mit Simon Fronwieser, dem Sohn des Medicus und seiner Tochter Magdalena auf die Suche nach dem wahren Mörder. Doch das sie tatsächlich auf den Teufel persönlich stoßen war ihnen nicht klar unter dem Einsatz ihres Lebens versuchen sie die Zusammenhänge aufzuklären. Ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack. Oliver Plötzsch schafft es einem in eine andere Welt abtauchen zu lassen und sofort ist man gefangen in der Vergangenheit und fiebert mit den Hauptfiguren mit. Das Rätseln hat begonnen und immer wenn ich dachte, ich weiß was dahintersteckt passiert wieder etwas unvorhergesehenes und schon stehe ich wieder da und muss von neuem rätseln. Geschickt streut er falsche Fährten und lotst einen gedanklich in eine andere Richtung. Spannend bis zur letzten Seite habe ich den Atem angehalten, um endlich hinter das Geheimnis zu kommen. Jakob Kuisl habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen, er sagt gerade aus was er denkt und flucht wie der Teufel persönlich. Es liest sich so schon flüssig und die Menschen sprechen in ihrem Dialekt und da macht das Fluchen vom Kuisl gleich noch mehr Spaß. Er erweckt so einen absolut zufriedenen Eindruck mit sich und seinem Leben und seine Kinder liebt er über alles. Auch den Simon und die Magdalena lässt einen Oliver Plötzsch ins Herz schließen, denn auch Magdalena hat die zufriedene Art ihres Vaters geerbt. Fazit Ein historischer Roman mit einem Hauch Krimi, der immer für die nötige Spannung sorgt und man so das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. 

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  • Leserunde zu "Rabenfraß" von Biggi Rist

    Rabenfraß
    Elwood

    Elwood

    MESSERSCHARF Ausgerechnet an Hölzles erstem Urlaubstag im Harz wird eine junge Frau enthauptet aufgefunden. Alle Indizien deuten darauf hin, dass der Ehemann der Mörder ist, aber der Kriminalhauptkommissar hat Zweifel. Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf eine unglaubliche Mordserie. Seit 20 Jahren treibt ein Mörder unbemerkt sein Unwesen und tötet seine Opfer nach mittelalterlichen Methoden. Hölzle gerät bei seinen Nachforschungen selbst ins Visier des Mörders und begibt sich in tödliche Gefahr …

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    Floh

    Floh

    24. February 2016 um 02:56
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    Antek schreibt Mir gefällt es weiterhin echt gut. Die informationen über Schafrichter aus dem Buch Harzer Henker, z.B. über die Ausbildung finde ich irre spannend. Die Wasserfolter im Mittelalter, so grausam ...

    Ich habe mal zwei richtig gute historische Romane verschlungen, die das Henkerswesen zum Thema hatten. Vielleicht ist soetwas auch für dich lesenswert? * Die Henkerstochter (ist eine ganze ...

  • Ein Henker als Menschenfreund

    Die Henkerstochter
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    Schongau, 17. Jahrhundert: Der Fund einer übel zugerichteten Kinderleiche mit einem eingeritzten Symbol auf dem Schulterblatt versetzt die Bewohner der bayrischen Stadt in Angst und Schrecken. Rasch wird die Tätowierung als Hexenwerk gedeutet und eine Beschuldigte ausgemacht – die Hebamme des Ortes. Der dort ansässige Henker Jakob Kuisl, der der Hexe ein Geständnis unter Folter entlocken soll, ist jedoch von ihrer Unschuld überzeugt. Gemeinsam mit dem jungen Medicus und seiner Tochter Magdalena begibt er sich auf Spurensuche, doch die Zeit drängt: Sowohl die Bewohner als auch die Stadträte wollen den Scheiterhaufen entzünden... Dem Autor Oliver Pötzsch ist ein fesselnder und authentischer Histo-Krimi samt einer guten Portion Spannung gelungen, der viele falsche Vorstellungen bezüglich des Berufsstandes eines damaligen Henkers auflöst. Entgegen dem irreführenden Titel steht der Henker Jakob Kuisl als Ermittler im Mittelpunkt der Geschehnisse, weshalb der gewillte Leser - ganz nebenbei - viele interessante Informationen über jenen Beruf erfährt. Die Männer, die jenen „unehrenhaften“ Beruf ausübten, waren gefürchtet, was mit einer sozialen Ausgrenzung einherging – im Stillen waren sie dennoch geachtet. Da der älteste Sohn die Nachfolge seines Vaters antrat und in manchen Fällen von ihm ausgebildet wurde, entstanden somit wahre Henkerdynastien. Dank des angenehmen, erzählerischen Stils gewährt der Autor nicht nur einen übersichtlichen Einblick in das Leben und die Arbeit eines Henkers und dessen Familie, sondern ebenfalls in die Stadtgeschichte Schongaus kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg und der damaligen gesellschaftlichen und politischen Lage. Die Schilderungen und indirekten Erklärungen sind detailliert genug, um sich ein klares und plastisches Bild zu machen, aber niemals zu ausschweifend, als dass sie dem roten Faden an Spannung verlieren lassen. Die Ermittlungsschritte verlaufen allesamt logisch zu einer plausiblen Lösung zusammen und sind mit gut eingebauten Wendungen gespickt. Selbst die am Rande verlaufende Liebesgeschichte fügt sich stimmig in die Handlung ein, da sie die Lebensweisen dieser Zeitepoche schildert und verständlicher macht. Der Protagonist Jakob Kuisl gefiel mir, was die Charakterisierung anbelangt, am besten, da er interessant skizziert wurde: Einerseits erscheint er menschlich aufgrund seines positiven und gerechten Gemüts und weist dennoch viele dunkle Seiten auf, und andererseits steht er berufsbedingt auf der (hier: eiskalten) Seite des Gesetzes, die gerade von ihm, dem Henker, viel abverlangt, was nicht spurlos an ihm vorgeht. Zusätzlich dazu ist er keinesfalls ein ungebildeter Mann, da er (berufsbedingt) anatomische Kenntnisse und ein großes Wissen über Heilmittel besitzt, was ihm aber seitens der Ärztekammer nicht angerechnet wird. Somit ist auch er ein Opfer der damaligen Gesellschaft und deren Ständehierarchie. Auch die anderen Charaktere, wie beispielsweise seine Tochter und der Stadtmedicus, die im Fokus der Geschichte stehen, haben ihre Ecken und Kanten und wirken somit lebensecht. Lediglich bei den bösen Charaktere hätte ich mir weniger Eindimensionalität gewünscht. Zwar treten diese in Hinsicht auf ihre Bösartigkeit transparent auf, werden aber leider auf diese reduziert. Über ihr Leben oder Entwicklung zu ihrer Motivation wird nicht eingegangen und somit erfüllen sie lediglich ihren Zweck als Widersacher, was ich sehr schade fand. Ein paar inhaltliche Wiederholungen trübten ebenfalls den insgesamt positiven Leseeindruck. Positiv hervorheben möchte ich die Sprechweise der handelnden Personen: Während sich die Obrigkeit aufgrund ihrer Schulbildung eher gewählt ausdrückt, unterhält sich das einfache Volk mit einer leicht von Mundart gefärbten Sprache. Darauf legen lediglich wenige Romane jenes Genres Wert, was ich stets kritisiere. Dies hat der Autor zu meiner Zufriedenheit getan und gut gelöst. Unerwähnt sollte ebenfalls nicht sein, dass Pötzsch sowohl die Folterszenen als auch die Hinrichtungen (zu meinem Glück) neutral und sachlich schildert. Gerade zarten Gemütern – wie mich – kommt dies sehr entgegen. Der Roman ist so konzipiert, dass er sowohl als Einzelband als auch als Auftakt einer Reihe funktioniert. Der Fall wird gelöst, doch die eine oder andere Frage bleibt offen. Zusammenfassend vergebe ich dem empfehlenswerten Roman aufgrund seiner kleinen Schwächen 4 Sterne und bin froh, endlich wieder einen historischen Autor - der übrigens der Nachfahre des Kuisl-Stammbaums ist - gefunden zu haben, dessen Werke ich verfolgen und lesen werde (sofern mich der Inhalt anspricht, klaro).

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  • Von Hexenwerk und Teufelshand. Ein erstklassiger historischer Roman zur Henkerstochter-Saga!

    Die Henkerstochter
    Floh

    Floh

    Ein fesselnder und mitreißender historischer Roman kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg um 1649 im Süddeutschen Schongau. „Die Henkerstochter“ erzählt packend, authentisch, atmosphärisch und fundiert aus dem Handwerk des Scharfrichters und Henkers und dem stigmatisiertem Leben in einer solchen Henkers-Dynastie. Der talentierte und mit Ambitionen ausschraffierte Autor Oliver Pötzsch bringt all das in seinem historischen Roman unter, was man als Liebhaber und Leser solcher Romane erhofft. Wissen, Recherche, Hintergrund, authentische Sprache, Kleider und Gesellschaftsformen. Autor Oliver Pötzsch erzählt einen sagenhaft spannenden und nahezu auf realen Säulen gebauten Roman von Aberglaube, Hexenwerk und Teufelsteug. Von Macht, Gier, Verrat, Tod und von der unmögliche Liebe einer Henkerstochter und einem wiederwillig geduldeten Medicus. Mit fesselnder Spannung, atemberaubenden Kulissen und zeitgemäßer Schreibkunst und Artikulation zur handelnden Epoche fasziniert dieser Autor und liefert eine bewegende Geschichte. Ein geballter und thematisch hoch interessanter historischer Roman mit vergangenem Lokalcharakter, der mit weiteren Bänden zur Henkerstochter-Saga fortgesetzt wird, für sich allein jedoch rund und abgeschlossen ist. Erschienen im Ullstein / List Verlag (http://www.ullsteinbuchverlage.de/) Inhalt: "Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter." Zum Schreibstil: Der Autor Oliver Pötzsch schreibt seinen historischen Roman mit familiärem Hintergrund. Der Autor selbst hat Wurzeln der einstigen Henkersfamilie Kuisl, welche er auf alten Schriften, Erzählungen und Dokumenten nachgekommen ist. Seine Erkenntnisse, Erfahrungen und Hintergründe verwebt dieser talentierte Autor in seiner teils fiktiv ausgeformten Handlung und bietet immer wieder Puzzleteile, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Sein Werk, sein Auftakt zu einer mittlerweile umfangreichen Henkerstochter-Saga, überzeugt durch enorme Sprachgewandtheit, er hat die Eindrücke und den Jargon der damaligen Zeit um 1659 treffend und authentisch eingefangen und gibt diesen Charme an seine Leser weiter. Auf diesen Autor bin ich durch eine Empfehlung gestoßen, da ich auf der Suche nach einen richtig guten Schreiber oder Schreiberin für historische Romane war. Dieser Tipp einer anderen Leserin hat sich gelohnt. Mit Oliver Pötzsch habe ich genau das gefunden, was ich an historischen Romanen so sehr beherzige und gerne lese. Der Autor Pötzsch hat sich bereits mit seinem Prolog und den ersten gelesenen Seiten in mein Herz geschrieben, ich mag seine gewählte Erzählweise, die Dramaturgie ohne jeglichen Kitsch, die fundierten Fakten und Hintergründe, die sich zu einer äußerst fesselnden Geschichte bündeln und von großem Können und Wissen sprechen. Oliver Pötzsch schafft Nähe und Verbundenheit, er nimmt den Leser völlig selbstverständlich mit in eine andere Zeit und scheut sich auch nicht davor, die Gräueltaten und schrecklichen Folterungen und Verteufelungen durch Aberglaube und Ansehen der Stadt zu präsentieren und zu formulieren. Er entführt seine Leserschaft an historische Orte des alten Schongau, lässt den Leser die Gerüche und Atmosphäre wahrnehmen, er teilt das Leid und die Liebe der Charaktere mit den Lesern. Hier liest man nicht nur, nein, hier ist man um 1659 spürbar dabei. Ein spannungsgeladener, fundierter und atmosphärischer Roman. Sehr bemerkenswert und gekonnt formuliert der Autor Oliver Pötzsch zeitgemäße Dialoge ohne überladen oder aufgesetzt zu erscheinen. Ein feines Händchen und eine gelungene Gratwanderung zwischen den Epochen. Keinesfalls gekünstelt, sehr anmutig, gehoben und der einstigen Zeit entsprechend. Neben der Sprachkunst des historischen Romans setzt er auch auf entsprechendes Flair und Atmosphäre, und entsprechend eingestreut und verwebt sind all die historischen Fakten, Gepflogenheiten und Bräuche, und das verschriene Handwerk des Henkers, der Hebammen und des jungen Medicus. Autor O. Pötzsch verstehtsein Können, selbstsicher und mit ausgiebiger Recherche begibt er sich in die vergangene Zeit. Wenn man sich über den Autor und seiner Motivation zur Saga informiert und auch das interessante Nachwort zum Roman liest, wird man sehen und anerkennen, welche Verbundenheit er zu seinen Romanen pflegt. Ganz großartig und lobenswert! Schauplätze: Wie ein lebendig gewordener Streifzug durch das Mittelalter und Schongaus Archive. Die geformten, realen und überaus detaillierten Schauplätze überzeugen durch Atmosphäre, Gerüche, Gesellschaft und vielen authentischen Details. Eine Vergangenheit wird neu zum Leben erweckt. Hier gibt es nicht nur Orte des Folterns, Verurteilens und Henkens, nein hier gibt es auch Orte der Heilkunst, des Handwerks, der Sitten und des familiären Lebens innerhalb und außerhalb der Stadtmauern Schongaus. Ein Streifzug durch Gassen, Familien, Medizinischer Kunst, Wirtshäuser, Kerker, Märkte, Viertel und Orte der Medizin, Alchemie und der Mündel und Handwerker. Hier gibt es enorme Atmosphäre, Gesellschaftsformen, Handel, Kirche und die Härte des damaligen Lebens. All die atemberaubenden Kulissen aus Marktplatz, Flussufer und Gassen Schongaus laden zu einem geschichtlichen Streifzug ein. Historische Atmosphäre, die Kluft zwischen Glaube und Aberglaube, zwischen Rat und Kirche, zwischen Sehen und Ansehen, zwischen Recht und Unrecht, sowie Urteil und Vollstreckung… Oliver Pötzsch gibt in seinem Roman immer ein authentisches und zeitgemäßes Bild der Schauplätze wieder. Dies bezieht sich nicht nur auf das Stadtbild, nein, er entführt den Leser an die Örtlichkeiten, zeigt das Leben und Leiden der Familien, der Wissenschaftler, durchforstet alte Berichte, besucht Familien und Gesindel, durchdringt die Kirche und baut das Siechenhaus welches durch Sabotage in Verruf gerät. Ein Zwist mit den Augsburger Fuhrleuten, Sterben und getötete Kinderlein mit Hexenmal… Hier lobe ich die mir so sehr erhoffte und gewünschte intensive und authentische Recherche des Autors. Er schreibt mit viel Hintergrund, eigenem Wissen und Erfahrungen und ausgiebiger Kenntnis. Hier spürt der Leser viel Herzblut und Verbundenheit zur Epoche und zur Geschichte der Henkers-Dynastie der Kuisls. Sehr genau hat er die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Pötzsch hat in trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung geschaffen und überzeugt und überrascht mich genau damit vollkommen. Charaktere: Der Titel lautet die Henkerstochter, Dennoch stehen hier nicht nur die Henkerstochter Magdalena und ihre Stigmatisierung im Dorf als solche im Fokus, sondern eine galant und komplex verwobene Geschichte um eine Mordreihe kleiner Mündel im idyllischen Schongau, die auf Hexenwerk hindeuten. Schnell ist eine Schuldige ausgemacht und der Rat Schongaus mit dem Schreiber Lechner drängen auf eine schnelle Folter, damit die als Hexe verrufene Hebamme Martha Stechlin die Morde und Vorfälle gesteht und auf dem Scheiterhaufen brennen kann. Jakob Kuisl, Henker in Generation, ist von der Unschuld der Hebamme Stechlin, die seine drei Kinder auf die Welt geholt hat überzeugt. Doch seine Zeit drängt diese Unschuld zu beweisen, denn schon bald soll er seines Amtes walten und der Hebamme unter Folter ein Geständnis entlocken und die Delinquentin auf dem Scheiterhaufen brennen lassen. Die Stadt ist in Aufruhr, immer mehr Vorfälle geschehen, der leibhaftige Teufel mit Knochenhand wurde gesichtet, es ist von Hexenwerk die Rede, der kurfürstliche Vertreter ist in Anmarsch, schnell muss gehandelt werden, Jakob Kuisl gerät in Verruf, genau wie der junge Medicus Simon Fronwieser, der mit der Henkerstochter anbandelt. Parallel leidet die Hebamme Martha Stechlin höchste Qualen und kann nur auf Kuisl und seinem Können hoffen ehe der Kurfürst Schongau erreicht. Bei der Wahl der Charaktere punktet der Autor bei mir weiter haushoch, denn die drei oder vier Hauptcharaktere Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena, der Medicus Simon Fronwieser sowie die Hebamme Martha Stechlin und auch die treffenden Nebenrollen bieten ein vollkommenes Bild und repräsentieren die damalige Zeit und die Gesellschaftsformen. Zur einprägsamen Kulisse hat Oliver Pötzsch genauso einprägsame Persönlichkeiten in ihrem historischen Roman erschaffen. Und nicht nur die Opfer hinterlassen eine Handschrift. Zwielichtig, bestialisch, korrupt und machthungrig. Bei der Ausformung und Darstellung der einzelnen Charaktere aus Haupt- und Nebenrollen hat der Autor aus den Vollen geschöpft. O. Pötzsch schafft hier ein stimmiges Bild der Persönlichkeiten und formt das passende Umfeld, die passende Aura und den Status der Charaktere gleich dazu. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und wichtigen Nebenrollen. Meinung: Nachdem mit auf der Suche nach einem richtig guten historischen Roman war, und durch eine Empfehlung auf diese Reihe aufmerksam wurde, kann ich nur sagen, dass es sich mehr als gelohnt hat in diese Epoche und in diese Saga abzutauchen. Ein Autor mit Suchtpotential. Zuerst möchte ich die einzigartige Schreibkunst und Nähe dieses Autors hervorheben. Mit Oliver Pötzsch habe ich mein Faible für historische Romane wiederentdeckt und kann diese in sich abgeschlossene Reihe mit weiteren Folgebänden fortsetzen, darauf freue ich mich schon sehr. Wahre Begebenheiten und Personen mischen sich hier mit der Fantasie des Autors, ein Nachwort bringt Aufschluss über die Hintergründe und Quellen. So stammt ein wunderbar glaubwürdiges und unterhaltsames Werk aus der Feder dieses ambitionierten und verbundenen Autors. Hier ist einmal der Umgang mit den hiesigen Sitten, die Schauplätze, die Kleider und Speisen, die Wortwahl und die nahen und intensiven Dialoge, der Hass, der Verrat, die Gesetze und Kaltblütigkeit, der Glaube und vor allem der Aberglaube… Zwischen all dem Verderben wächst eine zarte Liebe. Hier hat Oliver Pötzsch sehr genau auf das Ausmaß geachtet um nicht in einen Liebesroman abzuschweifen und ich finde es ist ihm sehr galant gelungen. Eine perfekte Mischung und ein perfekter Mix aus zwei wichtigen Säulen, auf denen dieser historische Roman gebaut ist. Ich wurde unterhalten, durfte gespannt die Dinge verfolgen, wurde in die Irre geführt und fühlte mich in das Geschehen samt Nervenkitzel eingebunden. Autor Pötzsch bedient viele historische Fakten und bewegende Emotionen und glänzt mit Spannungsspitzen und Erholungsinseln und Überraschungen und den vielen Problemen der vergangenen Zeit und auch den Problemen auf den Weg der Machenschaften und Intrigen. Alchemie, medizinisches Wissen, Bestialische Verstrickungen, abgründige Hintergründe und die Schicksale spielen hier eine zentrale Rolle im Roman, das macht das Buch erst zum richtigen Lesegenuss, gepaart mit unschlagbaren Charakteren. Der Autor: "Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht. www.oliver-poetzsch.de" Zum Cover: Das Cover ist eine stimmige Einladung zum spannenden und historischen Roman. Stimmig gewählt und dem Genre entsprechend. Fazit: Das Buch lässt mich zurück, mit einem wirklich positiven Gefühl für einen sehr gut recherchierten und mit Herzblut geschriebenen Roman zu Zeiten um 1659 nach dem Dreißigjährigen Krieg in Schongau. Aber Achtung: dieser Autor besitzt einen Suchtfaktor, seine Bücher begeistern und die Reihe bietet weitere Titel, die allesamt unabhängig und in sich abgeschlossen gelesen werden können! Mehr als 5 Sterne für dieses grandiose und begeisternde Buch!

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  • Das Herz der Alraune

    Das Herz der Alraune
    Gelinde

    Gelinde

    Das Herz der Alraune, von Cornelia Haller Cover: Wunderschön. Eine Frau, voller Anmut, Kraft und Stolz vor der historischen Kulisse von Überlingen, dem Handlungsort (genau so stelle ich mir Luzia vor). Das schöne Rankenmuster rahmt alles passend ein. Inhalt: Ein Leben für die Heilkunst und ihre düstere Schattenseite. 1492: In Ravensburg ist sie knapp dem Scheiterhaufen entkommen, nun studiert die Hebamme Luzia, als Mann verkleidet, an der renommierten Universität von Montpellier Medizin. Als ihre Tarnung am letzten Tag auffliegt, schlägt das Schicksal ein weiteres Mal grausam zu und Luzia muss unter Lebensgefahr fliehen. Ihr Weg führt sie zurück in ihre Heimat nach Überlingen. Doch auch hier kommt sie nicht zur Ruhe und einmal mehr ist ihr Leben in höchster Gefahr. Meine Meinung: Dies ist die Fortsetzung des Romans >Seelenfeuer<, der mir hervorragend (5 Sterne) gefallen hat. Ich denke man kann ihn aber auch gut alleine lesen. Der Schreibstil ist wieder gewohnt flüssig und gut zu lesen. Die Wortwahl und die Sprache passen sehr gut zu einem historischen Roman. Die Geschichte ist wieder dramatisch und schonungslos. Man zittert immer wieder mit Luzia und freut sich über jeden Freund der auf ihrer Seite steht. Und auch diesmal sind es einige wenige (Geld regiert die Welt), die eine ganze Stadt beherrschen, einschüchtern und negativ beeinflussen. Dies ist absolut gut aufgebaut, erklärt und nachzuvollziehen. Doch irgendwie konnte mich die Geschichte dieses Mal nicht so fesseln oder in ihren Bann ziehen wie das Vorgängerbuch. Einiges erscheint mir zu konstruiert, die Spannung die aufgebaut wird, ist mir zu gewollt. Obwohl mir klar ist, dass die Menschen damals andere Wertvorstellungen und Denkweisen hatten, hab ich mich immer wieder gefragt, warum haben sie so reagiert? U.a. warum hat sich Luzia und Johannes nicht in Sicherheit gebracht. Immer wieder waren für mich kleine Punkte bei denen es sich für mich „gerieben“ hat, kleine Ungereimtheiten, irgendwie hatte ich das Gefühl, es ist nicht rund. Das Ende kommt mir dann zu plötzlich, zu hektisch, eine Wende um 180°, und das Wissen um all das Böse, die Intrigen und Morde bleibt nur bei uns Lesern. Ganz zweifellos ist dieses Buch wieder gut recherchiert und mit viel Liebe zum Detail geschrieben. Autorin: Cornelia Haller wurde 1966 in Immenstaad am Bodensee geboren. Mit ihrem Mann und ihrer Familie lebt und arbeitet sie noch heute am Ufer des Bodensees. Mein Fazit: Auch wenn diese Geschichte bei mir persönlich irgendwie gehakt hat und es nicht 100% meinen Geschmack getroffen hat (eher ein Bauchgefühl), ist es ein schöner historischer Roman und ich vergebe 3 Sterne.

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