Oliver Pötzsch Die Henkerstochter und der König der Bettler

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Inhaltsangabe zu „Die Henkerstochter und der König der Bettler“ von Oliver Pötzsch

Der Schongauer Henker Jakob Kuisl ist in eine Falle getappt: Bei einem Besuch in Regensburg findet er seine Schwester und den Schwager tot in der Badestube. Die Stadtwache verhaftet ihn als Verdächtigen und wirft ihn in den Kerker. Nun drohen ihm, dem Henker, selbst Folter und Hinrichtung. Fieberhaft suchen seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf ein Komplott, bei dem die Zukunft des Kaiserreichs auf dem Spiel steht.

Es war wieder ein Genuss - spannend, temporeich und mit Humor.

— Jana68

War mein Erstes Buch der Henkerstochter, machte Appetit auf mehr!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    LovelyBooks Spezial

    ChattysBuecherblog

    Keine Serie ist vor mir sicher!!! Egal ob im Fernsehen oder als Buch.... ich liebe Serien. Aus diesem Grund habe ich dieses Thema eröffnet, da ich mich gerne mit Gleichgesinnten zu diversen Reihen austauschen möchte. Austauschen in Form von gemeinsamen Lesen und darüber quatschen. Einfach und ganz zwanglos. Für jede Reihe (die bei mir einzieht) werde ich ein eigenes Unterthema eröffnen. Wenn ihr die Serie kennt und mitlesen oder mitquatschen möchtet, seid ihr herzlich eingeladen.

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  • "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    -nicole-

    23. April 2015 um 12:24

    Regensburg im Jahr 1662: Der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl reist nach Regensburg um seine erkrankte Schwester zu besuchen. Doch die Reise endet anders als erwartet: Er findet seine Schwester und dessen Mann ermordet vor. Kurz darauf stürmen Männer der Stadtwache das Haus und nehmen Jakob fest. Viel zu spät merkt er, dass er in eine Falle getappt ist. Doch wer steckt dahinter? Auch Jakobs Tochter Magdalena und der Stadtmedicus Simon fliehen aus Schongau, da ihre Liebe in der kleinen Stadt auf heftigen Widerstand stößt. Ihr Weg führt sie ebenfalls nach Regensburg, wo Magdalena schon bald erfährt, das ihr Vater im Kerker sitzt. Fest entschlossen machen die beiden sich auf die Suche nach dem wahren Täter und der Geschichte, die hinter der Tat steckt. Das ist natürlich alles andere als ungefährlich und sie finden schon bald Unglaubliches heraus... Auch die Zeit läuft ihnen davon, da Jakob Folter und Hinrichtung bevorstehen... Der dritte Teil der Henkerstochter-Saga, der wie seine beiden Vorgänger wieder sehr gelungen ist. Der Schongauer Henker Jakob Kuisl ist weiterhin eine der Hauptfiguren, doch rücken dessen Tochter Magdalena und der Medicus Simon langsam noch etwas mehr in den Vordergrund. Ein rasanter, historischer Krimi mit einigen Rätseln und vielen, teils erschreckenden Einblicken in das Stadtleben der damaligen Zeit. Mit seinen vielen Wendungen und einigen Überraschungen ist "Die Henkerstochter und der König der Bettler" noch etwas besser als der zweite Teil. Eine klare Leseempfehlung von mir!

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  • Lesens- und empfehlenswert

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    quadrupes

    06. October 2014 um 20:20

    Jakob Kuisl erhält eine Nachricht aus Regensburg. Seine Schwester soll sterbenskrank sein und ihr Schwager bittet ihn, sie kurz vor ihrem Tod ein letztes Mal zu besuchen. In der Stadt angekommen, muss er feststellen, dass er Opfer einer unvorstellbaren Intrige geworden ist, die ihn sein Leben kosten kann und sogar die Existenz des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation bedroht. Nur seine Tochter Magdalena und deren Freund Simon Fronwieser scheinen in der Lage, Jakobs Unschuld zu beweisen und das Komplott aufzudecken. Auch der dritte Teil der Romanreihe rund um den Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl lebt in erster Linie von den sympathisch gezeichneten und facettenreichen Charakteren sowie einer ansprechenden Handlung, in der Oliver Pötzsch gekonnt historische Fakten und schriftstellerische Freiheit miteinander verbindet. Auch wenn der Roman ohne die eine oder andere Wendung wohl noch flüssiger zu lesen gewesen wäre, kommt Langeweile nicht auf und manch ein Leser dürfte nach der Lektüre einen Städtetrip in das historische Regensburg als nächste Urlaubsreise ins Auge fassen.

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  • Verschwörung in Regensburg

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    Sabine17

    01. March 2014 um 22:33

    Dieses Buch ist der dritte Band um die Henkerstochter Magdalena Kuisl. Der Schongauer Henker Jakob Kuisl bekommt einen Brief von seiner jüngeren Schwester aus Regensburg. Angeblich ist sie schwer erkrankt. Sofort reist er ihr zu Hilfe. Doch schon auf der Floßfahrt kommt es zu Problemen, am Stadttor wird er provoziert und über Nacht eingesperrt. Als er endlich das Haus seiner Schwester erreicht, findet er sie und ihren Mann mit aufgeschlitzten Kehlen. Sofort ist auch wieder die Stadtwache zur Stelle und er wird als vermeintlicher Mörder festgenommen. Währenddessen macht sich seine Tochter Magdalena in Schongau unbeliebt und hadert mit ihrem Schicksal, dass sie als Tochter des Henkers nicht ihren Geliebten, den Medicus Simon heiraten darf. Schließlich fliehen die beiden aus Schongau und wollen zu Vater und Tante nach Regensburg. Dort erfahren sie von der aussichtslosen Lage des Vaters und versuchen auf eigene Faust zu ermitteln, um die Unschuld des Vaters zu beweisen. Der Roman spielt im 17. Jahrhundert und gibt Einblick in das Leben der Henkersfamilien, der Bettler, Dirnen und Patrizier in dieser Zeit. Ebenso erfährt man viel über die Foltermethoden und die damit verbundene Form der Rechtsfindung in jenen Tagen. Oliver Pötzsch schreibt erfrischend, flüssig und so fesselnd, dass ich die fast 600 Seiten innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Im Anschluss gibt es noch eine Liebeserklärung des Autors an die Stadt Regensburg mit einer kleinen Stadtführung anhand der Schauplätze des Buches. Da ich schon einen Tag in Regensburg verbracht habe, konnte ich mich an einige Orte erinnern und würde gern noch einmal Regensburg besuchen und diese besondere Stadtführung ablaufen. Fazit: für alle Liebhaber historischer Romane/Krimis ein Pflichtbuch.  

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  • Empfehlung...

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    unclethom

    25. February 2014 um 12:26

    Der Klappentext: Der Schongauer Henker Jakob Kuisl ist in eine Falle getappt: Bei einem Besuch in Regensburg findet er seine Schwester und den Schwager tot in der Badestube. Die Stadtwache verhaftet ihn als Verdächtigen und wirft ihn in den Kerker. Nun drohen ihm, dem Henker, selbst Folter und Hinrichtung. Fieberhaft suchen seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf ein Komplott, bei dem die Zukunft des Kaiserreichs auf dem Spiel steht. Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/die-henkerstochter-und-der-koenig-der-bettler-9783548281148.html Der Autor: Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht. Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/autor/name/Oliver-P%C3%B6tzsch.html Die Rezension: Gelesen und rezensiert von unclethom Nach dem ersten Band der Henkerstochtertrilogie war ich schon sehr gespannt auf den zweiten Band. Noch spannender, noch besser als der erste ist der hier vorliegende zweite Band. Wie gewohnt plastisch beschreibt der Autor die Schauplätze und Protagonisten seines Buches. Es erscheint einem als wäre man mitten im Buch, anstatt nur dabei. Dem Autor ist es wieder einmal gelungen mich sehr früh im Buch abzuholen und zu fesseln. Schon auf den ersten Seiten ging es recht spannend los und steigerte sich immer mehr bis zum furiosen Finale. Oliver Pötzsch baut immer wieder Wendungen ein mit denen man so nicht rechnen kann. Das ist es was seine Bücher so interessant macht. Ich kann, fast schon wie üblich, hier 5 von 5 Sternen vergeben.

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    Hasewue

    06. December 2012 um 14:26

    Regensburg 1662. Der Schongauer Henker Jakob Kuisl ist in eine Falle getappt: Er findet bei einem Besuch in Regensburg seine Schwester und ihren Mann tot in der Badestube. Die Stadtwache ist gleich zur Stelle und verhaftet Kuisl und wirft ihn in den Kerker. Dem Henker drohen nun selbst Folter und Hinrichtung, da alles gegen ihn spricht. Seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser suchen nun in Regensburg fern von der Heimat Schongau nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf ein Komplott, das weitreichende Folgen hat. Nach „Die Henkerstochter“ und „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ ist „Die Henkerstochter und der König der Bettler“ der dritte Teil über den Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und deren Freund Simon Fronwieser. Hier ist dann auch zum ersten Mal wirklich der Titel Programm, denn da der sonst präsente Henker durch seine Gefangenschaft aus dem Weg gezogen wurde, steht nun die Henkerstochter Magdalena im Vordergrund, die zusammen mit Simon versucht ihren Vater zu retten. Mir gefiel Teil 3 auch wieder sehr gut und von Anfang an versinkt man in der anschaulich erzählten Geschichte. Allerdings fand ich sie zwischendurch und vor allem zum Ende hin sehr langatmig und teilweise vorhersehbar, sodass meiner Meinung nach auch einiges hätte gekürzt werden können. Dennoch gab es was die Auflösung über den wahren Grund für Kuisls Haft betrifft noch einige Überraschungen. Für mich war „Die Henkerstochter und der König der Bettler“ ein thematisch wieder sehr interessantes, spannendes und atmosphärisch sehr dichtes Buch. Die detaillierten Beschreibungen über Regensburg fand ich auch sehr schön, weil Regensburg eine schöne Stadt ist und man sich so alles noch besser vorstellen konnte. Ansonsten gehört die „Henkerstochter“-Reihe zu meinen liebsten historischen Serien und ich hoffe auf noch ganz viele weitere Bücher und auch darauf noch mehr über Jakob Kuisls Vergangenheit zu erfahren, da in Teil 3 schon einiges erwähnt und angedeutet wurde. 4 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    ChattysBuecherblog

    28. September 2012 um 12:43

    Nachdem ich die beiden Vorgänger nahezu verschlungen hatte, musste ich mir unbedingt auch noch Teil 3 besorgen. Meiner Meinung nach, ist dieses auch der bisher beste Band. Man möchte das Buch kaum aus der Hand legen, da die Geschichte so spannend ist.

    Oliver Pötzsch: ein ganz großes Lob! >Bitte weiter so!

  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    Henriette

    16. July 2012 um 15:16

    Jakob Kuisl, seines Zeichens Henker in Schongau, bekommt einen Brief von seiner Schwester. Sie wohnt in Regensburg und ist sehr krank. Henker Kuisl bricht sofort auf, denn er möchte seiner Schwester zur Seite stehen. Magdalena, Tochter des Henkers, ist heimlich mit dem Medicus Simon Fronwieser liiert. Durch die alltäglichen Schwierigkeiten, die die Henkersfamilie durch den Berufsstand des Henkers haben, ist Magdalena sehr unzufrieden. Sie folgt ihrem Vater, mit Simon, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch wie sollte es anders sein, es kommt alles anders als gedacht. Jakob Kuisl wird des Mordes an seiner Schwester und seines Schwagers bezichtigt. Er kommt in den Kerker und wird auch noch gefoltert. Doch irgendetwas stimmt nicht mit den Beisitzern der Folter. Wie gewöhnlich kann der Gefolterte sie nicht sehen, doch er hört die Stimmen. Und die eine Stimme kommt ihm bekannt vor. Es scheint jemand aus der Vergangenheit zu sein. Können Magdalena und Simon den Henker vor dem Strick retten? Doch wie können sie die Unschuld beweisen? Sie bekommen unerwartet Hilfe von den Regensburgern Bettlern. Ich liebe den Henker und seine Tochter. Die Geschichte mit allen Nuancen ist ausgezeichnete Unterhaltung. Krimi mit dem passendem Hauch an historischen Beigaben ist gut ausgefeilt und sehr unterhaltsam geschrieben. Beschreibungen von den Figuren und den Schauplätzen sind sehr ansprechend beschrieben. Hier hat die eigene Phantasie auch noch genug Spielraum, dass das Kopfkino hervorragend arbeiten kann. Am besten gefällt mir der Henker Jakob Kuisl. Er hat zwar wahrlich den tollsten Beruf, er muffelt zwar recht häufig, doch er kann sehr freundlich und liebevoll mit seiner Familie. Das macht ihn für mich unheimlich sympathisch. Auch bei diesem dritten Band hatte ich viel Freude am lesen. [B]Fazit:[/B] Auch für Band 3 aus der Henkerstochter-Reihe vergebe ich gern fünf von fünf Sternen. Es ist für mich immer wieder hervorragende Unterhaltung.

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. May 2012 um 19:44

    Im spannenden dritten Teil der Geschichte um den Schongauer Henker Jakob Kuisl und seine Tochter Magdalena dreht sich alles um ein hinterhältige Intrige. Unter einem Vorwand wird Jakob Kuisl nach Regensburg gelockt und dort unter Mordverdacht verhaftet. Erst nach und nach wird ihm klar, dass seine dunkle Vergangenheit ihn eingeholt hat. Auch Magdalena und der Medicus Simon treffen in Regensburg ein und finden sich sehr bald in ein perfides Komplott verwickelt. Der Autor versteht es ausgezeichnet eine fiktive Handlung in den historischen Hintergrund des 17. Jahrhunderts zu integrieren. Der Leser erfährt vieles über das Leben und die Regeln, denen die sogenannten "Ehrlosen" unterworfen waren. Gleichzeitig sind die beiden geschickt miteinander verwobenen Krimihandlungen so spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Dazu die liebevoll gezeichneten, sympathischen und allzu menschlichen Protagonisten - absolut empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    Marine-Katrine

    16. February 2012 um 16:52

    Endlich ein neues Abenteuer von Jakob und Magdalena Kuisl und Simon Fronwieser! Dieses Mal verschlägt es den Schongauer Henker nach Regensburg. Er soll seiner schwer kranken Schwester helfen. Leider endet seine weite Reise schon an den Toren der Stadt, als Jakob – provozierend wie er ist - für eine Nacht festgenommen wird. Am nächsten Tag wieder auf freien Füßen, eilt er natürlich sofort zum Hause seiner Schwester um dort den nächsten Schrecken zu erleben: Schwester und Schwager sind tot – ermordet um genau zu sein! Natürlich dauert es nicht lange, bis er „auf frischer Tat ertappt“ und in den Kerker gesperrt wird. Für die Regensburger ist klar, dass der hünenhafte Fremde der Täter ist. Für Jakob beginnt eine grausame, hoffnungslose Zeit in Gefangenschaft und wäre nicht zufällig seine Tochter Magdalena mit ihrem Freund Simon aus der Heimat geflohen, um in Regensburg ein neues Leben zu beginnen, würde er wohl immer noch im Kerker sitzen. Für die beiden beginnt eine gefährliche Suche nach den Ursachen der hinterlistigen Falle, die dem Schongauer Henker gestellt wurde und dabei erhalten sie zwar allerhand Hilfe, allerdings kreuzt auch der ein oder andere Schurke ihren Weg. Die Geschichte übertrifft sich dieses Mal selbst. Mit einem grandiosen Tempo wird der Grundstein für das große Rätsel gelegt und der Leser fängt sofort an, mit dem bärigen Kuisl zu leiden – immerhin ist uns Außenstehenden von Anfang an klar, dass dieser niemals besagte Tat begangen hat. Magdalenas und Simons Suche nach der Wahrheit führt sie zu den verschiedensten Schauplätzen und bringt sie mit vielen, teils dubiosen Zeitgenossen in Kontakt. Ihr Leben hängt nicht nur einmal am seidenen Faden, dennoch – sei es Glück oder der gute Wille des Autors – kommen sie auf ihrem Weg schnell vorwärts. Leider müssen sich die beiden Turteltauben dieses Mal zusätzlich noch mit den ersten Problemen in ihrer jungen Liebe herumschlagen. Die Welt war halt auch damals noch nicht rosarot. Immerhin wachsen die Charaktere an ihren Entwicklungen, was sie für den Leser nur menschlicher und sympathischer macht. Sprachlich hat Oliver Pötzsch eine Meisterleistung verbracht. Atmosphärisch, der Zeit angemessen und doch nicht antiquiert, mit einem Hauch Bayrisch versehen ohne unverständlich zu wirken - einfach grandios. Das Buch liest sich zu jeder Zeit flüssig und als Leser fällt es einem sehr leicht, sich schnell am Ort des Geschehens zu fühlen. Hervorzuheben ist auch, dass die Handlung an keiner Stelle langatmig oder gar langweilig wirkt. Die vielen Perspektivenwechsel zwischen den Protagonisten sind nicht zu häufig und nicht zu selten – genau richtig für eine spannende, abwechslungsreiche Geschichte. Für mich als Krimileser war es ein zusätzlicher Ansporn über die Auflösung des ganzen Rätseln nachzudenken. Tja, meine Fantasie hat mich weit gebracht, aber nicht annähernd in die richtige Richtung. Trotzdem wirkt die Erklärung vollkommen schlüssig und nachvollziehbar und steht mit sämtlichen vorher gestreuten Hinweisen im Einklang. Grandios ausgedacht, Herr Pötzsch! Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Reihe, auch wenn meine Erwartungen nun noch ein kleines bisschen höher liegen als vorher. :-)

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    walli007

    09. January 2012 um 20:35

    Grad keine Regensburger Domspatzen Regensburger Domspatzen sind der Jakob Kuisl und seine Tochter wirklich nicht gerade, dennoch verschlägt es sie im dritten Band um die Henkerstochter genau dorthin. Kuisl wird im August 1662 durch einen Brief von seiner kleinen Schwester, die schwer erkrankt sein soll, in die Domstadt gerufen. Schon auf der Floßfahrt über die Donau gibt es Schwierigkeiten und bei der Einreise in die Stadt wird Kuisl über Nacht festgesetzt. Als er am nächsten morgen das Haus seiner Schwester auf suchen kann, findet er sie und ihren Mann mit durchschnittener Kehle. Und auch Magdalena ergeht es nicht gut. Sie kann eine Magd, die ungewollt schwanger wurde und versucht hat, das Kind loszuwerden, nicht retten. Auf ihre wilde Art macht sie dem Kindsvater schwere Vorwürfe, doch der wendet alles gegen sie, was dazu führt, dass ihr Elternhaus angezündet wird. Magdalena sieht keine andere Möglichkeit als dem Vater nach Regensburg hinterher zu reisen, wobei sie der Medicus Simon begleitet. Hier erfährt der geneigte Leser mehr über die Vergangenheit des Henkers Jacob Kuisl. Fußend auf Ereignissen des 30-jährigen Krieges wird die Lebensgeschichte des Kuisl fortgeschrieben. Gerade auch in diesem Band wie auch im ersten finden sich sehr eindringliche Schilderungen über die Lebensumstände und die gesellschaftliche Stellung der Henker im ausgehenden Mittelalter. Sie mussten die Drecksarbeit in der Gesellschaft erledigen und wurden dafür noch verachtet und gemieden. Sich aufzulehnen, hatte nicht viel Zweck, im Gegenteil, dadurch konnte sich die Situation noch verschlimmern. Doch auch der Umzug an einen anderen Ort scheint nicht viel zu helfen. Dieser Teil des Buches hat mich förmlich mitgerissen, so dass ich die Kriminalhandlung, der es nicht an Spannung mangelt, fast vergessen hätte. Doch hat es der Autor auch geschafft einen fesselnden Krimi zu schreiben, der bis zum Ende überraschend bleibt. Auf diese Art tauche ich gerne in die Geschichte ein und lasse mir das Leben in der damaligen Zeit nahe bringen. Auch wenn es in der Phantasie des Autors gründet, wurde vor meinen Augen das 17.Jahrhundert sehr lebendig.

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    Merle_F

    06. July 2011 um 17:50

    Die Henkerstochter und der König der Bettler, Oliver Pötzsch „Die Henkerstochter und der König der Bettler“ ist der dritte Teil einer Serie, wobei jeder der Bände auch für sich alleine genommen gut zu lesen ist. Diese Geschichte um den Schongauer Henker Jakob Kuisl, seine selbstbewusste und dickköpfige Tochter Magdalena und ihren Freund Simon Fronwieser spielt nicht hauptsächlich in Schongau, sondern im Jahre 1662 in Regensburg. Der heilkundige Henker Kuisl reist dorthin, um seiner erkrankten Schwester beizustehen und gerät in eine Intrige, die ihn sofort in lebensbedrohende Haft befördert. Auch Magdalena und Simon werden in die Geschehnisse hineingezogen und erleben haarsträubende Abenteuer, bis die Geheimnisse um Kuisls Erlebnisse im Dreißigjährigen Krieg aufgeklärt werden. Dabei treffen sie nicht nur auf Nathan, den König der Bettler, sondern auch auf einen weiteren sympathischen Henker, einen adeligen Gockel, sowie einige andere merkwürdige und undurchsichtige Gestalten aus allen Regensburger Gesellschaftsschichten. Pötzschs Sympathie gehört den Ausgestoßenen der Gesellschaft. Seine Beschreibung des alten Regensburg riecht realistisch unschön und ist sicher weitestgehend authentisch. Vor allem die Rückblenden zu den Kriegserlebnissen Kuisls und die Szenen im Folterkeller Regensburgs sind nichts für zarte Gemüter. Das Genre des historischen Krimis wird hier im doppelten Sinne ernstgenommen, denn die historischen Fakten sind gut recherchiert und nicht nur Deckmäntelchen für eine spannende Geschichte. Die kriminalistische Handlung ist gut durchdacht und spannend aufgebaut. Einige überzählige actionreiche Akzente sind hier für meinen Geschmack gesetzt. Die armen Akteure kommen aus dem flüchten, kämpfen und bluten gar nicht mehr heraus und als Leser wird man hierdurch ein wenig fluchtartig von Absatz zu Absatz gehetzt. Wie durch ein Wunder geht immer alles haarscharf gerade noch so gut – das hat bei mir den sehr realistischen historischen Aspekt etwas abgeschwächt und dem Buch einiges an Glaubwürdigkeit genommen. Als temporeiche Kriminalgeschichte ist es allerdings wunderbar zu lesen. Mir sind der nette Henker und seine sperrige Tochter nun im Laufe von drei Bänden richtig ans Herz gewachsen. Ich mag den Schreibstil von Oliver Pötzsch, weil er sehr anschaulich und flüssig ist. Sollte ein vierter Band erscheinen, werde ich ihn mit Freuden lesen. Schon im vorangegangenen Band gefiel mir das Nachwort sehr gut und auch in diesem Buch ist es wieder grandios: Ein kleiner interessanter Reiseführer für die Stadt Regensburg, mit launigen Kommentaren und viel Herz dabei – das ist sehr sympathisch und regt an, diese Stadt einmal zu besuchen.

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    Rosinchen

    02. July 2011 um 14:15

    Dieses Buch hat mir von allen Büchern um die Henkerstochter am besten gefallen. Es war meines erachtens von der ersten bis zur letzten Seite spannend geschrieben und man erlebte jede Wendung innerhalb der Handlung hautnah durch die Gefühlswelt der Protagonisten mit. Zwischendurch war ich mir selber nicht mehr sicher, welcher Figur jetzt eigentlich zu trauen ist. Durch die ganzen Szenenwechsel wurde man auch förmlich "gezwungen" weiterzulesen. Die Figuren waren wie schon in den vorherigen Romanen gut und wahrhaft liebenswert ausgestaltet, vor allem natürlich der sturköpfige Henker. Außerdem hat mir der Streifzug durch das alte Regensburg, das wirklich eine wunderschöne Stadt ist, sehr gut gefallen. Insgesamt daher ein sehr kurzweiliges und wirklich empfehlenswerter historischer Roman!

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    daslesich

    16. March 2011 um 21:51

    Der Schongauer Henker Jakob Kuisl erhält einen Brief von seiner Schwester, die in Regensburg lebt und ihm berichtet, sie sei schwer erkrankt. Jakob macht sich umgehend auf in die Stadt, wo er seine Schwester und deren Mann ermordet vorfindet. Er wird umgehend verhaftet und des Mordes angeklagt und muß nun am eigenen Leib erfahrenen, wie sich schlimmste Folter anfühlt. Doch Jakob ist unschuldig und soll im Rahmen eines ausgeklügelten Racheplans den Kopf hinhalten, für einen Mörder, der mit Kuisl noch eine Rechnung offen hat. Längst verbannte Erinnerungen werden im Henker wach, als ihm aufgeht, wer ihm den Mord anhängen will. Und es öffnen sich Pforten zu Bildern, die Kuisl 30 lange Jahre tief in seinem Innern vergraben hat. Bilder von Krieg, Blut und Zerstörung; Bilder, die nicht nur ihn betreffen, sondern auch tief in die Vergangenheit seiner Frau führen. Und während Jakob im Gefängnis auf seine Folter wartet, seine Schmerzen und Erinnerungen ertragen muß, geraten seine Tochter Magdalena und ihr Verlobter, der Medicus Simon ebenfalls über Umwege nach Regensburg. Hier versuchen die beiden fieberhaft, die Unschuld Jakobs zu beweisen und geraten dabei in einen immer größer werdenden Strudel aus Verrat, Vergeltung und einem ganz großen Komplott. Offenbar können sie niemandem trauen und es scheint fast aussichtslos, Jakob Kuisl vor dem Schafott zu retten. Die Geschichten um den Schongauer Henker, seine Tochter und den Medicus sind extrem spannend und führen den Leser tief ins historische Bayern. Man merkt, dass der Autor wert auf historische Authenzität legt und alles daran setzt, den Leser in die Welt der Ausgestoßenen zu führen. Es gelingt ihm bravourös, eine negative Randfigur des Mittelalters zum absoluten Sympathieträger der Geschichten emporsteigen zu lassen und das trotz sehr detaillierter Schilderungen des Henker-Alltages. Im vorliegenden Roman wird man von einer nervenaufreibenden Situation in die nächste geworfen und in fast jedem Kapitel zeigen sich neue Abgründe in Personen, die vorher noch positiv besetzt waren. Gut finde ich, dass man im dritten Band auch mal etwas mehr über die Ehefrau des Henkers bzw. ihrer beider Vergangenheit erfährt. Wie auch die vorhergehenden Bücher um die Kuisls, ist dieses hier toll geschrieben und zeigt in einer spannenden, intelligenten Geschichte die Abgründe menschlicher Seelen, verpackt in eine sehr gute Kriminalgeschichte.

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  • Rezension zu "Die Henkerstochter und der König der Bettler" von Oliver Pötzsch

    Die Henkerstochter und der König der Bettler

    anyways

    14. March 2011 um 14:36

    Der Krieg zeichnet die Menschen, das ist nicht nur heute so, sondern war es schon viele Generationen vor uns. Geschehnisse aus dem 30jährigen Krieg holen den Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl, 25 Jahre nach dessen Ende wieder ein. Er eilt von Schongau Richtung Regensburg um seine erkrankte Schwester zu heilen. Die Scharfrichter der damaligen Zeit, verstehen es nicht nur ihrem grausigen Tagegeschäft nachzukommen, sondern sind durch genaue anatomische Studien hervorragende Heilkundler. Ein absolutes Muss ist die genaue Kenntnis über Heil- und Giftkräuter. In Regensburg angekommen, muss er die grausige zugerichteten Leichen seines Schwagers und der über alles geliebten Schwester entdecken, damit nicht genug, sind die Stadtwachen doch auch gleich vor Ort und verhaften ihn wegen Mordes. Nun droht dem Henker die gleiche Behandlung durch einen Berufskollegen. Währenddessen flieht die älteste Tochter des Henkers, Magdalena, mit ihrem Geliebten dem Medicus ohne Berufsabschluss, Simon Fronwieser, nach Regensburg um der Schimpf und Schande ihrer Verbindung und insbesondere dem nicht zuträglichen Ansehen, als Mitglied einer Henkersfamilie, zu entfliehen. Die Ächtung durch die Dorfgemeinschaft fällt der jungen Magdalena sehr schwer. In Regensburg angekommen, erfahren die jungen Brautleute von der Verhaftung des Henkers und machen sich an die Aufklärung des Falles. Hilfe bekommen sie aus der Unterwelt, vom äußeren Rat und einem fremdländischen Gesandten. Aber wer ist Freund? Wer Feind? Faszinierend an historischen Romanen finde ich die Darstellung längst vergangener Zeiten. Die Schilderungen der sehr abergläubischen Dorf- und Stadtbewohner, die Beschreibung der Mittelalterlichen Städte und ihrer architektonischen Besonderheiten sowie auch die Hinweise auf desolate hygienische Zustände. In den Städten herrscht noch Zucht und Ordnung, wer nach dem Zapfenstreich erwischt wurde, durfte den nächsten Tag am Pranger stehen oder im Narrenkäfig verbringen. Fast scheint es eine gewisse Willkürlichkeit der Gesetzesvertreter zu sein Einzelne oder Fremde oder anders aussehende zu bestrafen. All dies bettet Oliver Pötzsch vorzüglich in eine rasante Kriminalgeschichte ein. Seine Interpretation der emanzipierten Magdalena ist zwar für die damalige Zeit ein wenig der schriftstellerischen Freiheit geschuldet, seine Recherchen rund um die Stadt Regensburg im 17. Jahrhundert umso genauer und glaubwürdiger. Ein spannender historischer Roman gespickt mit kriminalistischer Finesse, der in einem überaus fesselnden Show down endet. Hier lohnt es sich sogar den Epilog zu lesen.

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