Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

von Oliver Pötzsch 
4,3 Sterne bei139 Bewertungen
Die Henkerstochter und der schwarze Mönch
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Neue Kurzmeinungen

Thommy28s avatar

Schöner historischer Krimi - spannend und unterhaltsam

BirgitConstants avatar

Spannend und vielschichtig erzählt. Kommt nicht ganz an den Vorgänger heran, aber trotzdem tolle Unterhaltung.

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Inhaltsangabe zu "Die Henkerstochter und der schwarze Mönch"

Ein vergifteter Pfarrer. Ein geheimnisvoller Sarkophag. Ein berüchtigter Geheimorden.Der Schongauer Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon suchenden legendären Schatz der Templer – und dabei sind sie nicht allein. Denn nicht nur eine Räuberbande, auch ein unheimlicher schwarzer Mönch hat schon längst die Verfolgungaufgenommen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548611037
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:13.07.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.06.2011 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    MarySophies avatar
    MarySophievor 4 Monaten
    Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

    Handlung:

    Der Pfarrer Koppmayer wird tot in einer Kirche aufgefunden. Für Simon Fronwieser, den Medicus aus Schongau ist sofort klar, dass hier kein natürlicher Todesfall vorliegt, sondern Mord. Er ruft den Henker Jakob Kuisl hinzu, der ihm seinen Verdacht bestätigt.

    Der tote Pfarrer hat Hinweise hinterlassen, die Simon und Kuisl zu einem steinernen Sarkophag führen, welcher zu einem Geheimorden aus der Vergangenheit führen, den Templern. Sie gehen der Spurensuche nach und auch die Henkerstochter Magdalena mischt mit von der Partie. Jedoch gestaltet sich die Suche nicht immer einfach, noch dazu, da die drei nicht die einzigen sind, die sich für die Hinweise interessieren. Eine gefährliche Suche beginnt.


    Meinung:

    Nachdem ich letztes Jahr den ersten Teil der „Henkerstochter“-Reihe gelesen habe und davon nicht so begeistert war, habe ich es immer wieder vor mir hergeschoben, endlich den zweiten Teil zu lesen und von meinem Sub zu befreien. Nun konnte ich mich endlich überwinden und habe diesem Teil die Möglichkeit, meine Meinung zu der Reihe zu ändern.


    Teilweise konnte mich der Roman mehr überzeugen, zu weiten Teilen aber auch nicht. Besonders die ersten 100 Seiten fand ich nicht schlecht, es gab einen guten Start in den Roman und die Geschichte war bis dahin recht spannend. Danach gab es leider viele Seiten, die meine Lesefreude getrübt haben und in mir den Wunsch geweckt haben, den Roman wegzulegen. Ich habe mich oft von Kleinigkeiten ablenken lassen, weil ich keine rechte Lust hatte, weiterzulesen und musste mich fast zwingen. Dies liegt absolut nicht an der Schreibweise des Autors, diese fand ich angenehm und gut zu lesen, mir hat es gut gefallen, dass historische Begriffe genutzt wurden, der einzige Makel an der Sprache ist für mich der Dialekt des Henkers. An sich finde ich eine Nutzung dessen eigentlich gut, hier hat es mich jedoch gestört, dass lediglich der Henker davon Gebrauch nimmt.


    Es waren eher die Protagonisten, die mir nicht sehr gut gefallen haben. Ich fand sie häufig zu einseitig dargestellt, besonders mit dem Henker hatte ich recht große Probleme. Die Figur von ihm hätte unglaublich toll gestaltet werden können, leider wurden immer wieder die gleichen Attribute genutzt, um ihn zu beschreiben, die besonders auf seine große und massige Statur gezielt haben. Ich fand die ständige Erwähnung dessen mit der Zeit nervig, ich habe schon bei der ersten Erwähnung dessen seinen Körperbau wahrgenommen.

    Auch Simon und die Henkerstochter, zwei weitere Personen, die eine große Rolle einnehmen, fand ich nicht sonderlich interessant dargestellt, sie wirkten blass und nicht ausgereift.


    An vielen Stellen war mir die Handlung etwas zu vorhersehbar. Eine Aussage des Henkers, dass seine Tochter sich nicht in seine Untersuchungen reinhängen soll und auf der nächsten Seite wird genau beschrieben, wie sie sich über das Wort ihres Vaters hinwegsetzt. Das war sehr absehbar und nur ein Beispiel. Dadurch ging die Spannung immer mehr flöten und ich hatte große Hoffnungen, dass auf mich doch noch ein paar Überraschungen warten. Dies war der Fall, jedoch hielten sich diese in einem geringen Rahmen.


    Das Ende beherbergte die meisten Überraschungen, war mir jedoch zu dramatisch und mit zuviel Hektik verbunden. Es kam alles mögliche zusammen und daraus wurde ein Mischmasch, der zwar imposant war, jedoch die eigentliche Auflösung des Falles, die Ermordung des Mönches in den Hintergrund treten ließ.


    Fazit:

    Leider konnte mich auch dieser Teil der „Henkerstochter“-Reihe nicht überzeugen und daher werde ich von der Reihe Abstand nehmen, da ich die Hoffnung aufgegeben habe, dass mir die weiteren Teile zusagen würden. An sich eine sehr interessante Geschichte, die jedoch meiner Meinung nach falsch verpackt wurde.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Schöner historischer Krimi - spannend und unterhaltsam
    Schöner historischer Krimi - spannend und unterhaltsam

    Einen kurzen Einblick in das Geschehen gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


    Nachdem ich mich mit dem ersten Band der Reihe um die "Henkerstochter" nicht so recht anfreunden konnte, hat mich der zweite Band positiv überrascht.

    Die Handlung kommt mit einem recht ordentlichen Spannungsbogen daher und wird nur hin und wieder durch ein paar Längen unterbrochen. Das Leben der Menschen im 17. Jahrhundert wird anschaulich und bildhaft geschildert. Auch wenn die Protagonisten nach wie vor etwas eindimensional erscheinen, konnte ich mich mit ihnen besser anfreunden. Auch die geschichtlichen Rahmenbedingungen werden jetzt deutlicher aufgegriffen und in die fiktive Handlung eingebunden.

    Immer noch ist mir der Erzählstil nicht wirklich angenehm, mir ist er einfach zu "einfach" und schlicht; dann wieder irgendwie "kindlich blumig". Die Dialoge sind von ebensolcher einfachen Qualität; da erfreut den Leser schon die gelegentlich eingestreutenPassagen in Mundart....! Ganz so schlimm wie in Band 1 habe ich den Schreibstil allerdings nicht mehr empfunden - oder habe ich mich daran nur gewöhnt......?

    Nun ja, jedenfalls kann dieses Buch sich deutlich positiv vom ersten Band  absetzen und hat mich überzeugt gelegentlich einen weitern Band dieser Reihe zu lesen. Die 3 Sterne sind jedenfalls diesmal redlich verdient......!

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor 7 Monaten
    Abwechslungsreiche Schnitzeljagd

    Ein harter Winter in Schongau, ein Priester, der vergiftet wird, nachdem er in der Kirchenkrypta etwas entdeckt hat, ein schwarzer Mönch, Räuberbanden und viele Rätsel halten den Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und den Medicus Simon Fronwieser in Atem.


    Vor einigen Jahren habe ich „Die Henkerstochter“ gelesen, konnte mich aber leider nicht mehr gut an die Handlung erinnern und so musste ich erneut die Figuren und die Schauplätze kennenlernen. Das ist mir gut gelungen, da Oliver Pötzsch die Erinnerung des Lesers gekonnt auffrischt.


    Die Handlung war abwechslungsreich und man konnte gut miträtseln. Lediglich einige Schritte, die Jakob Kuisl zur Aufklärung unternimmt, werden erst am Ende richtig erklärt. Die knapp 500 Seiten fliegen schnell dahin, auch wenn einige Kapitel 30 Seiten und mehr zählen. Es erinnerte mich alles etwas an einen Film mit Nicholas Cage und Diane Krüger, der ein ähnliches Thema hat. Das Ende des „schwarzen Mönchs“ war allerdings gänzlich anders und gefiel mir sehr.


    Die Charaktere, allen voran die Kuisls sind facettenreich und gut gezeichnet, mir gefällt Jakob Kuisl sogar noch besser als seine Tochter. Was mich etwas wunderte, sind die kostbaren medizinischen Werke, die der Henker besitzt. Ich frage mich, wie er sich die leisten kann, wo doch betont wurde, dass die Familie als „Ausgestoßene“ doch eher arm ist. Aber vielleicht wurde das auch im ersten Band der Reihe erwähnt.


    Für einen historischen Krimi ist „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ sehr gut gemacht, bietet ausreichendes Zeitkolorit, interessante Charaktere und plausible Motive. Auch wenn mich die Epoche des 17. Jahrhunderts in Deutschland nicht so sehr interessiert, werde ich die Reihe vielleicht weiter verfolgen.

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    BirgitConstants avatar
    BirgitConstantvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend und vielschichtig erzählt. Kommt nicht ganz an den Vorgänger heran, aber trotzdem tolle Unterhaltung.
    Ein im wahrsten Sinne des Wortes rätselhaftes Buch

    Im zweiten Roman um seinen Vorfahr, den Schongauer Henker Jakob Kuisl, greift Oliver Pötzsch tief in die Kirchen- und Religionsgeschichte des Pfaffenwinkels. Dieses Mal gerät das Dreierteam aus Jakob Kuisl, seiner Tochter Magdalena - eben jene titelgebende Henkerstochter - und dem jungen Medicus Simon Fronwieser auf ein Spur rätselhafter Inschriften und Sprüche, die sie bis tief in die Templerzeit zurückführen. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen eine Räuberbande, die die Gegend unsicher macht, sondern auch eine Gruppe diabolischer schwarzgekleideter Mönche, die sich auf ihrem Weg zur Lösung der Rätsel an ihre Fersen heften.


    Nachdem ich begeistert das erste Buch der Reihe gelesen habe, wurde ich auch in diesem Buch nicht enttäuscht. Der hünenhafte Henker ist nie um einen gezielten Schlag mit seinem Lärchenholzknüppel und einen griesgrämigen Spruch verlegen, Magdalena ist forsch und bauernschlau genug, um sich auch alleine aus Schwierigkeiten zu befreien, und der junge Fronwieser hat auch in diesem Buch wieder mit den Tücken der Frauen sowie den medizinischen und gesellschaftlichen Ansprüchen seines rückständigen Vaters zu kämpfen. So trägt jeder der Drei sein eigenes Scherflein zum Fortgang der Geschichte bei. Das unterschwellige Thema des Buches, die zerstörerische Kraft des religiösen Fanatismus, ist leider zur Zeit wieder brandaktuell, und der Autor versteht es sehr gut, den Wahnsinn in den Köpfen und Herzen religiöser Fanatiker in Worte und Bilder zu fassen. Ich denke, ich darf verraten, dass in dem Buch am Ende das Gute siegt. 


    Insgesamt gefiel mir das Buch jedoch weniger als der erste Band, und zwar aus mehreren Gründen:


    Der Autor liebt es, die Handlung aus mehreren Perspektiven zu schildern. Das war schon im ersten Buch so, fiel mir aber besonders im zweiten Band auf. Hier werden die Ereignisse nicht nur aus der Sicht der drei Hauptakteure geschildert, sondern auch sehr persönlich aus der Perspektive von gefühlt fast allen anderen Mitwirkenden und Gegnern. Der Autor macht das hervorragend, da man nie den Überblick verliert, wer spricht, aber dieses ständige Hin- und Herwechseln in dieser Vielzahl finde ich als Leserin störend. Neben den vielen Perspektiven ist auch die Handlung vielschichtig, so dass sich der Leser schon bald mit dem jeweiligen Hauptakteur auf drei verschiedenen Wegen befindet, die in Kombination mit den vielen Erzählperspektiven die ganze Geschichte doch sehr zerstückeln. Es fließt einfach nicht so richtig beim Lesen, weil der Leser ständig von einer Figur zur nächsten springt, um bald darauf einer anderen Figur in einem anderen Erzählstrang beizustehen. Beim Showdown spielen wie auch im ersten Buch ein unterirdisches Labyrinth und seine Möglichkeiten für Spukmomente und Gänsehaut eine große Rolle. Ist das Zufall? Absicht? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe, dass das dritte Buch nicht auch wieder ein unterirdisches Labyrinth umfasst. Mit der Figur der Benedicta Koppmeyer, einer resoluten und perfekt Französich „parlierenden“ Dame, die Simon Fronwieser bei der Lösung der Rätsel zur Seite steht, konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Sie nimmt in meinem Kopf nie so richtig Form an, sondern wirkt wie eine Schablone, die in die Szene reingesteckt wird. Das liegt vielleicht daran, dass sie - gerade im Kontrast mit dem schüchternen und von Minderwertigkeitskomplexen geplagten Fronwieser jr. - einfach viel zu herablassend und zu überzeugt von sich selbst daherkommt. Bei jedem Auftauchen zwinkert sie Simon mindestens einmal im Gespräch zu, und ansonsten kann sie sowieso alles besser als er: reiten, sich gegen Räuber verteidigen, Französisch sprechen, feine Kleidung anziehen, elegant auf Baugerüste klettern und und und. Aber dazu gleich noch mehr im letzten Punkt. Der letzte Punkt umfasst alles, was mir sehr praktischen Dingen ins Auge gefallen ist, die ich so nicht glaube(n kann): Ja, Benedicta spricht fließend Französisch, aber bei einigen der Ausdrücke frage ich mich, ob es diese im 17. Jahrhundert schon gegeben hat. Ich gebe zu, das ist pedantisch, aber ich bin nun mal Sprachwissenschaftlerin. Da bleibt diese Frage nicht aus. Wie klettert eine Dame des 17. Jahrhunderts elegant, ohne hängenzubleiben und unter Einhaltung der nötigen Regeln von Anstand und Sitte ein Baugerüst hoch, während unter ihr ein Mann steht, der ihr dabei zuschaut? Das gleiche gilt für das Herausklettern durch ein zersprungenes Glasfenster und, ganz besonders, für die Stelle, an der sich Benedicta auf die Schultern von Simon Fronwieser setzt. Manche Figuren sind in diesem Roman mit einer ungeahnten Kraft und Zähigkeit ausgestattet, so der Henker, der in einen Sarkophag gepfercht einen 6 Zentner schweren Deckel mit angewinkelten Armen wegstemmt; Benedicta, als sie einen hoch hängenden Glassarg mühelos herunterhebt; einige der Gegenspieler in den letzten Momenten vor ihrem Tod, an denen sich sogar die anderen Figuren darüber wundern, dass sie immer noch leben. Ganz banal habe ich mich gefragt, warum der Krummdolch eines Gegenspielers vergiftet ist, aber nur zur Betäubung des Gegners dient. Die Natur des Gegenspielers lässt vermuten, dass er seine Gegner lieber tot sieht als nur außer Gefecht gesetzt.


    Nach dem Buch ist vor dem Buch. Trotz der obigen Kritikpunkte liegen bereits die nächsten Bände um den Schongauer Henker auf meinem Nachttisch, in denen es sicher wieder eine spannende Portion bayerische Heimatkunde nicht nur für Zugereiste gibt.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor einem Jahr
    Mein Leseeindruck zu Band 2 der Henkerstochter Reihe

    Ohne großes Vorgeplänkel startet der Autor auch hier, im zweiten Band der Henkerstochter Reihe, mit einem Kracher. Der Pfarrer stirbt an Schmalznudeln. Wieso fiel mir hierzu eigentlich sofort der Film "das grosse Fressen" ein?  Wahrscheinlich wegen der großartigen Personenbechreibung des Pfarrers. Seine Leibesfülle und seine behäbigen Bewegungen wurden so detailliertlliert beschrieben, dass ich sofort diese Assoziation zum Film hatte.

    Aber nicht nur der Pfarrer wurde so genau beschrieben. Nein, alle Protagonisten werden charakterlich und äußerlich so exakt beschrieben, dass ich mir die Personen bildhaft vorstellen konnte. Na ja, was heißt bildhaft? Sie wurden so beschrieben, dass ich mich inmitten ihrer gefühlt habe. Ich hatte also das Gefühl, sie atmen hören zu können.

    Sehr gut hatte mir auch die Aufklärung bzw. Erklärung zu den Templern gefallen. Interessant und doch auch lehrreich hatte der Autor die Geschichte und den Untergang der Tempelritter in den Roman eingebaut. Ob die Informationen gut recherchiert waren oder vieles auch nur aus Überlieferungen stammt, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich fand es jedenfalls sehr interessant gerade im Hinblick darauf, dass der Schatz der Templer noch immer verschwunden ist.

    Charakterlich hatte der Autor Magdalena in diesem Band etwas mehr Gefühlsregungen zugedacht. War doch da eine Eifersucht auf Benedikta zu spüren. Ein Gefühl, dass wunderbar ausgearbeitet wurde und den Leser sofort in die richtige Stimmung versetzt.

    Aber auch ihre Begegnung mit Alkohol insbesondere dem Bier, zeigt einen neuen Charakterzüge an Magdalena. Wirkte sie im ersten Band noch ganz geradlinig, so wird dieser Eindruck im vorliegenden Buch etwas relativiert.

    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wieder ein fesselnder Krimi aus der Feder von Oliver Pötzsch
    Mancher Schatz ist nur ideeller Natur ...

    Auch der zweite Fall für den eigensinnigen Henker Jakob Kuisl hat es in sich:

    Man schreibt das Jahr 1660 und der Pfarrer der St. Lorenzkirche ist tot. Er ist vergiftet worden, wie sich bald herausstellt. Allerdings kann er mit letzter Kraft noch Hinweise auf einen streng gehüteten, geheimen Schatz des Templerordens geben, der die Neugierigen der Familie Kuisl in die Krypta der Kirche führt.
    Interessanterweise will jemand, dass Kuisl diesen Mord nicht genauer untersucht. Er wird von Lechner, dem Statthalter des Fürsten, mit der Aufgabe betraut, der herumstreifenden Räuberbande den Garaus zu machen. Reiner Zufall natürlich!

    So übernimmt es Medicus Simon Fronwieser, gemeinsam mit der angereisten Schwester des Pfarrers, die geheimnisvollen Hinweise auf den Schatz der Templer zu verfolgen.

    Blöderweise ist der Mörder des Pfarrers dem Geheimnis längst auf der Spur. Auch die, von Kuisl gejagte, brutale Räuberbande hat von dem Schatz Wind bekommen. Ein gnadenloser Wettlauf um die Preziosen der Templer beginnt.

    Meine Meinung:

    Dieser Fall ist ausgesprochen fesselnd angelegt. Ich habe mich keine Minute gelangweilt, obwohl ich den Mörder und Drahtzieher der Jagd nach dem Templer-Schatz recht schnell ausgemacht habe. Witzig finde ich, dass der sagenumwobene Schatz ausgerechnet in Schongau versteckt sein soll. Aber wer weiß?

    Auch beim zweiten, kriminellen Handlungsstrang rund um die Räuberbande (die sich dann als zwei Banden herausstellt), bin ich dem Kopf der Räuber bald auf die Spur gekommen. Unterschätzt mir die Frauen nicht!

    Magdalena hat wieder einmal Zores mit ihrem Vater, weil sie partout Simon und keinen der verfügbaren Henker heiraten will. Doch Simon hat derzeit eher die Schwester des Pfarrers vor den Augen und im Schädel. Dass Magdalena die Nebenbuhlerin so gar nicht leiden mag, ist klar.

    Wieder werden uns die Lebensumstände der Menschen zu jener Zeit deutlich nähergebracht. Man stirbt an der Grippe, an der Syphilis und an einem Blinddarmdurchbruch. Oliver Pötzsch lässt Simon mit dem „Jesuitenpulver“ (=Chinin) und einer Pille aus Schimmelpliz (=Penicillin) experimentieren.

    Im Epilog erhalten wir noch einen kurzen Reiseführer, der alle jene Orte und Klöster, die in diesem Buch eine Rolle spielen, näher erklärt werden. Das lädt ein, eine Rundreise zu unternehmen, die heutzutage bequemer und vor allem ungefährlicher abläuft.

    Fazit:

    Wieder ein toller Krimi aus der Feder von Oliver Pötzsch, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

    Kommentare: 1
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    Gartenkobolds avatar
    Gartenkoboldvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: spannend bis zum Schluß, toller historischer Krimi
    spannend bis zum Schluß, toller historischer Krimi

    Klappentext: Schongau 1660: Der Pfarrer der Lorenzkirche wurde vergiftet. Mit letzter Kraft konnte er noch ein Zeichen geben, das zu einem uralten Templergrab in der Krypta führt. Dort entdecken der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon rätselhafte Hinweise auf einen Templerschatz. Der Mörder des Pfarrers ist dem Geheimnis längst auf der Spur, aber auch eine brutale Räuberbande hat davon erfahren. Ein gnadenloser Wettlauf beginnt.



    Dass es noch einen ersten Band zu dieser Geschichte gibt, ist mir erst aufgefallen, nachdem ich das Buch gelesen habe und ich kann nicht sagen, dass der erste Teil hätte zwingend gelesen werden müssen, um den zweiten Teil zu lesen. Vielmehr hat der Autor hervorragende Arbeit geleistet, die fehlenden Informationen sehr gekonnt in den zweiten Band einfließen zu lassen. Der zweite Teil spielt einige Jahre nach dem Ende des dreißigjährigen Krieges, der das Land schwer gebeutelt hat, viele ehemalige Söldner und Soldaten verdingen sich nun als Wegelagerer und Räuberbanden machen die Handelswege unsicher; außerdem sind einige religiöse Fanatiker übergeblieben, die auch nicht vor Mord und Brandschatzung zurückschrecken, um ihren Glauben, den sie als den einzig wahren erachten, zu verbreiten und durchzusetzen.

    Oliver Pötzsch, selbst Nachfahre des Henkers Jakob Kuisl beschreibt die damalige Zeit in meinen Augen sehr authentisch und die Charaktere sind recht vielschichtig. Die wenigen bayrischen Wörter sind auch für Nichtbayern sehr gut verständlich. Die Geschichte ist sehr spannungsgeladen und der zu Beginn der Geschichte aufgebaute Spannungsbogen ist durchgängig bis zum Schluss. Es kommt keine Langweile auf, der Leser ist mitten im Geschehen, sehr flüssig und an manchen Stellen ein wenig humorig. Der am Ende des Buches angehängten Reiseführer durch den Pfaffenwinkel lädt ein, seinen Urlaub im Voralpenland zu verbringen.

    Ein spannendes Buch, dem ich nun den dritten Teil folgen lassen werde.

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    Blackfairy71s avatar
    Blackfairy71vor 2 Jahren
    Die Henkerstochter auf Schatzsuche

    Schongau 1660. Der Medicus Simon Frohnwieser wird zum kranken Pfarrer der Lorenzkirche gerufen. Vor Ort kann er nur noch dessen Tod feststellen und anhand der Umstände vermutet er, dass der Mann vergiftet wurde. Da er nicht weiß, an wen er sich sonst damit wenden soll, ruft er Jakob Kuisl, den Henker von Schongau zur Hilfe.  Zusammen mit der Henkerstochter Magdalena untersuchen sie den Fundort der Leiche und entdecken Hinweise auf einen Schatz der Templer in der Krypta der Kirche. Es bleibt nicht bei diesem einen Hinweis und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn es sind noch andere hinter diesem Schatz her und die schrecken vor Nichts zurück.

    Dies ist Band 2 der "Henkerstochter"-Reihe von Oliver Pötzsch. Ich habe den ersten Teil zwar gelesen, aber eigentlich ist das nicht notwendig, um diesen hier zu verstehen. Man kann auch sehr gut direkt hiermit einsteigen.
    Aber so habe ich mich über ein Wiedersehen mit dem brummigen Henker Jakob Kuisl, seiner starrköpfigen Tochter Magdalena und dem angehenden Medicus Simon gefreut, der zwar seinem Vater in der Praxis hilft, aber eigentlich mit den veralteten Methoden in der Medizin nicht einverstanden ist. 
    Das Buch ist ein historischer Kriminalroman, bei dem man merkt, dass Pötzsch den historischen Teil gut recherchiert hat. Man erfährt wieder viel über den damaligen Beruf des Henkers und was er bedeutete. Ich mag seinen Schreibstil, der sehr bildhaft ist. Außerdem ist es genau die richtige Mischung aus Spannung, Humor und Herz. Zwischendurch musste ich immer mal wieder schmunzeln, was meistens an den Bemerkungen des Henkers lag. 

    Im Nachwort erwähnt der Autor noch einmal alle Orte, an denen dieser Roman spielt und gibt Tipps, wenn man die Schnitzeljagd bzw. Schatzsuche nachspielen möchte. 

    Fazit: 500 Seiten die mich gut unterhalten haben. Und das Ende verspricht einen interessanten dritten Teil, den ich auf jeden Fall auch lesen werde.

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    wampys avatar
    wampyvor 2 Jahren
    Ein spannender Kriminalfall

    Buchmeinung zu Oliver Pötzsch – Die Henkerstochter und der schwarze Mönch


    „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ ist ein historischer Kriminalroman von Oliver Pötzsch, der 2009 im Ullstein Taschenbuch Verlag erschienen ist. Dies ist der zweite Fall für den Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und den Medicus Simon Fronwieser.


    Klappentext:


    Schongau 1660: Der Pfarrer der Lorenzkirche wurde vergiftet. Mit letzter Kraft konnte er noch ein Zeichen geben, das zu einem uralten Templergrab in der Krypta führt. Dort entdecken der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon rätselhafte Hinweise auf einen Templerschatz. Der Mörder des Pfarrers ist dem Geheimnis längst auf der Spur, aber auch eine brutale Räuberbande hat davon erfahren. Ein gnadenloser Wettlauf beginnt.

    Meine Meinung:

    Es macht einfach Spass, den Kuisls und dem Simon zu folgen. Lebhaft und eindringlich beschreibt der Autor die Situation im Schongau. Obwohl der 30-jährige Krieg schon ein paar Jahre vorbei ist, leidet der Handel und der Schongau immer noch unter marodierenden Banden. Dazu kommen religiöse Eiferer, die auch vor Gewalttaten nicht zurückschrecken. Der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und ihr Freund Simon Fronwieser, der Sohn des Medicus, finden eine Spur des sagenhaften Templerschatzes. Im Laufe der Geschichte erfährt man so einiges über die verschiedenen Kirchen und Klöster im Pfaffenwinkel. Das ganze ist in einen durchaus spannenden Kriminalfall eingebettet. Magdalena ist manchmal doch arg furchtlos, weiß sich aber ihrer Haut zu wehren. Die Schwester des ermordeten Pfarrers weckt dann auch noch das Interesse Simons – da gibt es dann kein Halten mehr. Meine Lieblingsfigur ist der Henker selbst. Er ist sicher der sympathischte Henker, den es jemals in Bayern gegeben hat. Es fällt ihm schwer, die ein oder andere Strafmassnahme an Verurteilten zu vollziehen, wenn er glaubt, das dies nicht gerecht ist. Andererseits kann er auch erbarmungslos zuschlagen, wenn seine Lieben in Gefahr sind. Interessant sind auch die kleinen Exkurse in Sachen Heilmittel und Kaffee. Er, der Henker, verfügt über mehr Medizinwissen als der Medicus.



    Fazit:

    Auch dieser Fall für die Henkerstochter und ihre Mitstreiter hat mir viel Vergnügen bereitet. Der Fall war interessant und die Auflösung schlüssig. Kleine Abstriche gibt es für die furchtlosen Akteure, die manchmal doch etwas naiv in gefährliche Situationen geraten. Dennoch ist dies ein überzeugender Fall, den ich mit vier von fünf Sternen bewerte.

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 3 Jahren
    "Die Henkerstochter und der schwarze Mönch" von Oliver Pötzsch

    Schongau im Jahr 1660: Im Nachbarort Altenstadt wird der Pfarrer der Lorenzkirche tot aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass er vergiftet wurde. Der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der junge Stadtmedicus Simon gehen dem rätselhaften Fall nach und stoßen in der Krypta der Kirche auf ein geheimnisvolles Grab und Hinweise zu dem legendären Templerschatz. Hatte der Pfarrer womöglich etwas entdeckt, was niemand wissen darf? Während Simon zusammen mit der Schwester des Pfarrers den Rätseln um die Templer nachgeht, muss sich Jakob um eine Räuberbande kümmern, die seit einiger Zeit im Gebiet um Schongau ihr Unwesen treibt. Auch Magdalena lässt das Rätsel keine Ruhe. Und nicht nur sie gerät bei ihren Ermittlungen in Lebensgefahr...
     
    Doch nicht nur der Henker, Simon und Magdalena wollen das Rätsel um den sagenumwobenen Schatz der Templer lösen. Ein schwarzgekleideter Mönch hat längst die Verfolgung aufgenommen...

    Der zweite Teil der Henkerstochter-Saga ist eine gelungene Fortsetzung, die nur einige Monate nach dem ersten Band spielt. Neben dem Henker Jakob Kuisl rücken nun auch seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon mehr in den Vordergrund. Die drei bringen nach und nach Licht ins Dunkel der vielen Rätsel. Spannend geschrieben und mit detailreichen Schilderungen fällt es dem Leser schwer, dieses Buch aus der Hand zu legen. Vielleicht ein klein wenig schwächer als sein Vorgänger, aber trotzdem fesselnd und sehr zu empfehlen!

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