Oliver Plaschkas „Die Geister von La Spezia“ wirft einen faszinierenden Blick auf das Jahr 1822 und das Schicksal von Mary Shelley nach dem mysteriösen Tod ihres Mannes Percy. Der Clou der Geschichte ist die Ermittlerin Pat Colombari, deren unkonventionelle Methode darin besteht, in die Erinnerungen von Zeugen einzutauchen – ein narratives Verwirrspiel aus Erinnerungen in Erinnerungen.
Diese Perspektivwechsel ermöglichen ein intensives Eintauchen in die Epoche und die Gesellschaft rund um Lord Byron, dessen Keller düstere Geheimnisse birgt. Die Dynamik zwischen Pats moderner Denkweise und dem historischen Setting hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht.
Man sollte jedoch wissen, worauf man sich einlässt: Der Roman fordert eine hohe Aufmerksamkeit. Die komplexe Struktur aus wechselnden Figuren, Zeiten und Situationen macht das Zuordnen manchmal zu einer Herausforderung. Auch wenn die schaurig-geheimnisvolle Atmosphäre meisterhaft eingefangen ist, machten sich im Mittelteil spürbare Längen bemerkbar.
Insgesamt ist diese Verwebung von realer Historie und fantastischen Elementen ebenso anspruchsvoll wie spannend – mir hat dieses literarische Experiment gut gefallen.
Oliver Plaschka

Lebenslauf
Oliver Plaschka, geboren 1975 in Speyer, studierte Anglistik und Ethnologie an der Universität Heidelberg, wo er 2009 promovierte. Für »Fairwater« wurde er 2008 mit dem Deutschen Phantastikpreis für das beste Romandebüt ausgezeichnet. Es folgten »Die Magier von Montparnasse«, »Der Kristallpalast« (mit A. Flory und M. Mösch), »Das Licht hinter den Wolken«, »Marco Polo« und »Der Wächter der Winde«. Neben seiner Tätigkeit als Romanautor ist Oliver Plaschka als Übersetzer tätig.
Neue Bücher
Fairwater
Fairwater
Die Geister von La Spezia
Alle Bücher von Oliver Plaschka
Die Magier von Montparnasse
Die Geister von La Spezia
Cytonic - Unendlich weit von Zuhause
Das Licht hinter den Wolken
Der Wächter der Winde
Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
Marco Polo: Bis ans Ende der Welt
Der Kristallpalast: Ein Steampunk Roman
Neue Rezensionen zu Oliver Plaschka
Die Beschreibungen der ligurischen Küste und der dunklen Gassen von La Spezia sind atmosphärisch gelungen. Man bekommt direkt Lust auf Italien – oder zumindest auf den düsteren Teil seiner Geschichte.
Die Verknüpfung von lokaler Folklore und einem historischen Kriminalfall klang auf dem Klappentext extrem vielversprechend.
Die Geschichte braucht eine Ewigkeit, um wirklich in Fahrt zu kommen. Die ersten 150 Seiten bestehen fast nur aus Exposition und inneren Monologen, die sich ständig im Kreis drehen.
Ich konnte zu keinem der Protagonisten eine echte Bindung aufbauen. Besonders die Hauptfigur blieb seltsam distanziert und handelte oft unlogisch, nur um den Plot künstlich in die Länge zu ziehen.
Der "große Twist" am Ende war leider schon im Mittelteil absehbar. Wenn man die „Geister“ schon meilenweit gegen den Wind riecht, geht die Spannung komplett flöten.
An manchen Stellen wirkte die Sprache übertrieben pathetisch. Weniger Adjektive wären hier definitiv mehr gewesen.
Das Cover mag ich unglaublich gerne und es passt perfekt zum Buch und auch zur Stimmung an sich. Und schön ist es auch noch, da mir der Stil sehr gefällt.
Der Schreibstil an sich lässt sich gut lesen und ist detailliert. Düster war es bei einige Enthüllungen tatsächlich auch. Ich bin ganz gut in die Geschichte gekommen, aber es hat ein bisschen gedauert, bis ich wirklich richtig drin war und unbedingt immer wissen wollte, was da wohl passiert ist. Das hat ca bis zur Hälfte gedauert. Das Setting hat mir gefallen und auch die Beschreibungen der Orte und Charaktere und Gefühle.
Die Charaktere waren super interessant dargestellt. Man hat am Anfang ziemlich viele Fragen. Möglicherweise hatte ich dann in der Mitte sogar noch mehr offene Fragen. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden. Aber interessant waren sie doch alle auf ihre eigene Art und Weise. Sie alle hatten ihre eigenen kleinen oder eben auch großen Geheimnisse, die nach und nach gelüftet wurden.
Insgesamt also ein wirklich interessantes Buch. Bei mir hatte es ein bisschen gedauert, bis ich voll drin war und bis es mich gepackt hatte. Den Schreibstil finde ich eigentlich ziemlich gut gemacht und auch die ganzen Sprünge in der Zeit. Ansonsten gab es hier und da ein paar kleinere Kritikpunkte. Hier und da war ich dezent verwirrt, aber das gehörte dazu. Ich kann es auf eine gewisse Art und Weise sehr empfehlen, würde aber einen Blick ins Buch vorher empfehlen.
3,25/5 Sterne
Gespräche aus der Community
Es geht um ein spannendes Steampunk-Abenteuer in London. Wir schreiben das Jahr 1851, die Vorbereitungen zur Weltausstellung sind in vollem Gange. Mitten im Trubel geschieht ein Mord, der Mysterien und Intrigen ans Tageslicht bringt.
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Infos zum Buch:
Die Magie scheint die Welt verlassen zu haben. Ein neuer Kaiser sitzt auf dem Thron und jagt die letzten Überlebenden der alten Völker bis an die Grenzen der Welt. Auch die junge April und der Söldner Janner sind auf der Flucht und treffen dabei auf den uralten Zauberer Sarik ...
Seit ihrer Kindheit träumt die junge April von einem fernen, magieverheißenden Licht, das sie in die Welt hinauslockt. Doch kaum ist sie ihrem Heimatdorf und der Tyrannei ihres Vaters entkommen, gerät sie an den Fealv Janner. Der junge Söldner ist auf der Suche nach seinen Wurzeln und steckt bis über beide Ohren in Schwierigkeiten. Nachdem die beiden in Notwehr einen einflussreichen Mann getötet haben, werden sie endgültig zu Gesetzlosen und geben sich die Namen ihrer Schwerter. Bald schon sind sie für ihre Taten berüchtigt. Ihre Wege kreuzen sich mit denen Sariks, eines verbannten Zauberers, der sich dem Verebben der Magie entgegenstellt. Keiner von den dreien ahnt, dass sie den Lauf der Welt für immer verändern werden ... ganz, wie es das Licht hinter den Wolken will.
Kurzinfo zum Autor
Oliver Plaschka, geboren 1975 in Speyer, promovierte an der Universität Heidelberg und arbeitet als freier Autor und Übersetzer. Sein Debüt »Fairwater« wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet. Mit seinem zweiten Roman »Die Magier von Montparnasse« erreichte er viele begeisterte Leser phantastischer Literatur.
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Neue Woche, neue Runde. Der Verlag feiert SciFi-Monat und deswegen möchten wir 10 Exemplare des vor Kurzem erschienenen E-Book "ZwischenWelten 1" verschenken. Bei der Anthologie handelt es sich um den Auftakt zu einer Reihe. Vier Geschichten von vier AutorInnen bilden den ersten Teil.
Der Klappentext:
"Warnung! Bewahren Sie Ruhe! Evakuieren Sie das Raumschiff und begeben Sie sich auf einem der vorgegebenen Fluchtwege zu den Rettungsschiffen. Dies ist keine Übung! Bewahren Sie Ruhe, damit niemand zu Schaden kommt!"
Fremde Welten, unbewohnt und furchterregend.
Kolonieschiffe, auf der Suche nach bewohnbaren Planeten.
Verfallene Städte und deren Bewohner.
Geheimnisvolle Melodien zwischen den Sternen.
Vier Geschichten von vier Autoren bilden den Auftakt zu einer Reihe. Persönliche Konflikte, Freundschaft, die Leere des Weltraums und Abenteuer entführen die Fantasie an unbekannte Orte.
Seid ihr bereit für eine Reise zwischen Welten?
Was wir von euch wissen wollen, damit ihr ein Buch gewinnen könnt:
- EPUB oder MOBI?
- Per E-Mail oder als kleine Codekarte auf dem Postweg?
- Stellt euch vor, ihr hättet die Chance, selbst Bewohner eines Kolonieschiffes zu sein. Welche Aufgabe wäre besonders reizvoll für euch?
Eine Rezension am Ende wäre natürlich wünschenswert und hilfreich für einen jungen Verlag und ganz tolle AutorInnen.
Viel Spaß beim Bewerben! Wird sicher wieder eine gemütliche Leserunde. :)
Zusätzliche Informationen
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