Oliver Plaschka Das Licht hinter den Wolken

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Inhaltsangabe zu „Das Licht hinter den Wolken“ von Oliver Plaschka

Ein neuer Kaiser sitzt auf dem Thron und jagt die letzten Überlebenden der alten Völker bis an die Grenzen der Welt. Die Magie scheint die Welt verlassen zu haben. Das junge Mädchen April träumt von einem magischen Licht, das sie in die Ferne lockt. Auf ihrem Weg lernt sie den elbenähnlichen Janner kennen, der bis über beide Ohren in Schwierigkeiten steckt. Als die beiden in Notwehr einen einflussreichen Mann töten, heften sich die Soldaten des Kaisers an ihre Fersen. Da begegnen sie Sarik, einem uralten Zauberer, der sich dem Verschwinden der Magie entgegenstellt.

Komplexe Storywelt, Sprache und ambitionierte Struktur lassen weiterlesen trotz Schwächen in Motivationen, Konflikten, Hauptplot, Dialogen

— Birgit_Jaeckel
Birgit_Jaeckel

Es bringt unsere Sprache in wundervoller Intensität zum Klingen und aus jeder Seite strahlt Liebe zu den Figuren — trotz brutaler Handlung.

— ArneBab
ArneBab

detailreiches Fantasyepos , abwechslungsreich durch verschiedene Handlungsstränge

— katze267
katze267

Viel Potenzial wird hier verschenkt: Der Stil entspricht einem kalten Bericht, die Figuren sind blass und das Setting unstimmig. Schade!

— cleeblatt
cleeblatt

Epochale Fantasy - aber nichts zum drüber lesen, Konzentration ist gefragt!

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Mir hat das Buch gut gefallen.

— winterdream
winterdream

Eine wunderbare Geschichte die mich in ihren Bann gezogen hat.

— FusselFelix
FusselFelix

Ein komplexer und gelungener Fantasyepos.

— Jashrin
Jashrin

Nur zwei Bücher, die ich gelesen habe, haben 5 Sterne auf Lovelybooks verdient. Das hier ist eines davon.

— _Hekate_
_Hekate_

Ein spannender Epos, der wundervoll gestaltet ist. Man muss sich komplett in die Geschichte fallen lassen, um sie perfekt zu genießen.

— Meritamun
Meritamun

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  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Liebe zu den Figuren in wundervoller Sprache und harter Handlung

    Das Licht hinter den Wolken
    ArneBab

    ArneBab

    07. June 2017 um 21:48

    Das Licht hinter den Wolken erzählt eine wundervolle, gnadenlose Geschichte, in der die Charaktere leiden, wie in wenigen anderen Büchern, und trotzdem an jeder Stelle die Liebe des Autors zu jeder einzelnen Person zu spüren ist.Ich suche seit Jahren nach Fantasy-Büchern, die die Deutsche Sprache wirklich in Gänze zum Klingen bringen. Oliver Plaschka hat das mit dem Licht hinter den Wolken in solch einer Intensität geschafft, dass das Buch noch Wochen nach dem Lesen in mir nachhallte — nicht in der Grausamkeit der Handlung, sondern in der Liebe zu den Protagonisten, die trotz all ihren Leiden dem Autor zutiefst ans Herz gewachsen sein müssen. Aus dem Buch strahlt auf jeder Seite das Licht der Liebe zu den Figuren.

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  • Detailreiches Fantasyepos

    Das Licht hinter den Wolken
    katze267

    katze267

    12. August 2016 um 21:20

    Der Roman erzählt in verschiedenen Handlungssträngen die Geschichten von April, Janner, Sarik und Cassiopeia. April, due früh ihre Mutter verlor, träumt, seit sie denken kann, von einer geheimnisvolle "zweiten Sonne", einem Licht , das andere nicht sehen. Von den meisten verspottet, vom Vater verachtet, flieht sie schliesslich vor einer Zwangsheirat.Auf dieser Flucht begegnet sie Janner, dem Halbfealv, der auf der Suche nach seinem Vater, dem berühmten FEalv Tausenddorn ist, den er nie kennenlernte. Sarik wiederum ist der letzte Magier dieser Welt. Er ist gerade nach 800jährigem Schlaf erwacht und muss feststellen, dass ihm die Erinnerung fehlt und dass die Magie fast gänzlich aus dieser Welt verschwunden ist.Cassiopeia , die behütete Senatorentochter, verliert mit 12 Jahren alles, sie muss zusehen, wie ihr Vater von einem Eolyn umgebracht und das Gut verwüstet wird. Sie entkommt mit Müh und Not und muss sich von nun anmittelos und alleine durchschlagen. Während sich die Wege von Janner und April schon früh kreuzen, auch Sarik die beiden bald ein Stück begleitet, bleibt Cassiopeia lange für sich, auch wenn sich nach und nach Gemeinsamkeiten enthüllen. Ihr erklärtes Ziel ist es, den geheimnisvollen Eolyn, den Mörder ihres Vaters zu finden und die Tat zu rächen. Der Autor versteht es, durch die verschiedenen Handlungsstränge die Geschichte sehr abwechslungsreich zu gestalten, besonders da die Charaktere sehr unterschiedlich sind und auch stark voneinander abweichende Ziele verfolgen. Die Welt ,in der das alles spielt, ist sehr detailreich gestaltet. Neben Menschen gibt es noch Fabelwesen wie die Fealv und die Eolyn sowie mehr oder weniger menschenähnliche Fremdrassen. Auch die Kulturkreise der Völker sind sehr vielschichtig. Ein Händlervolk, Seefahrer, der Kaiser mit seinen Garden und Adligen, eine Verbrecherkaste, eine Kriegerschule,...bilden ein buntes Konglomerat. Der Sprachstil ist bildreich, aber nicht langatmig, der Roman liest sich angenehm flüssig. Eine Zeittafel und eine Karte erleichtern den Überblick, ein Personenverzeichnis gibt es jedoch leider nicht. Ein faszinierender Fantasyroman, abwechslungsreich, mit überraschenden Wendungen spannend, mit einer Spur Romantik und sehr detailreich gestaltet.

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  • Das Licht hinter den Wolken

    Das Licht hinter den Wolken
    Mara85

    Mara85

    04. August 2016 um 11:25

    Wir begleiten vier Figuren durch einen Teil ihres Lebens...alle 4 haben ihr Päckchen zu tragen, vier Figuren die unterschiedlicher fast nicht sein können. Als erstes haben wir April, die ohne Mutter aufgewachsen ist, von ihrem Vater misshandelt wurde und die Ausgestoßene in ihrem Dorf ist. April ist etwas besonderes denn nur sie kann das helle Licht sehen, das selbst in der Nacht stärker als die Sonne strahlt.Zweiter im Bunde ist Janner, der Söldner, er wünscht sich nichts mehr als endlich seinen Vater kennen zu lernen. Bei diesem vorhaben geht allerdings so einiges schief. Die dritte ist Cassiopeia, die durch die Hand eines unheimlichen Fremden alles verloren hat was ihr lieb und teuer war. Nun ist sie auf der Suche nach genau diesem Mann. Und zuletzt Sarik, ein Zauberer, er sucht seine eigene Vergangenheit, allerdings verbindet ihn etwas ganz besonderes mit April. Meine Meinung: Ganz am Anfang möchte ich sagen, der Schreibstil von Oliver Plaschka ist wirklich unglaublich gut. Er umschreibt verschiedene Dinge so phantasievoll...erst dachte ich das wird schwer zu lesen, aber später hat mich diese Art zu schreiben einfach nur in seinen Bann gezogen! Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat war diese kleine Romanze, irgendwie fand ich diese wirklich fehl am Platz. Aber von diesem sollte man sich nicht Abschrecken lassen denn Das Licht hinter den Wolken ist wirklich eine lesenswerte Geschichte. Durch den Schreibstil von Oliver Plaschka ist es allerdings nichts was man einfach mal nur so nebenbei lesen sollte. Einfach nur drüber lesen ist hier nicht.  Besonders gut fand ich auch das man wirklich viele kleine Details über jeden der Charaktere erfährt. Langweilig wird es hier auf keinen Fall! Besonders mitgenommen hat mich allerdings die Geschichte von April und Sarik, ich möchte nur an dieser Stelle nicht zu viel verraten.

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  • Grandioser Fantasyautor, der bei diesem Werk enorm an Konzentration verlangt

    Das Licht hinter den Wolken
    Chibi-Chan

    Chibi-Chan

    18. July 2016 um 22:41

    Meine MeinungAllgemeinMeine Gedanken zu diesem Buch zu verfassen fällt mir, wie schon vielen Vorgängern auch, relativ schwer. Ich kam sehr gut in das Buch rein und die Schreibweise stach mir dabei sofort ins Auge. Der Autor hat einen unglaublich tollen, bunten und vielfältigen Schreibstil, dass man nur ans Buch gefesselt werden kann(z.B.: "Der Krieg der Wolkenschiffe geht los", als Unwetter). Sein Spiel mit den Wörtern ist an manchen Stellen echt unglaublich. Doch schnell geriet ich ins Stocken. Die Geschichte nahm sehr langsam Fahrt auf. Der Autor wollte erst einmal eine Grundlage schaffen und fing mit drei Handlungssträngen an. Beides sehr ausführlich, zog es das Buch an manchen Stellen extrem in die Länge. Das Buch ist in verschiedene Abschnitte geteilt und so hatte dann auch ein Charakter mal einen ganzen Abschnitt für seine Geschichte bekommen, der aber trotzdem viel zu raffend war. Ein Spiel zwischen den Perspektiven hätte dem Leser vielleicht ein besseres Gefühl geben können, das einiges an Zeit vergangen war.Bis zur Hälfte des Buches hatte ich zudem das Gefühl nicht voran zu kommen. Die Charaktere hatten ihre eigenen Handlungsstränge, aber wie genau passen sie nun eigentlich zusammen? Die Geschichte an sich nahm keine Fahrt auf, doch dafür die Geschichten der einzelnen Charaktere. Die Liebesgeschichte hätte meiner Meinung nach aber nicht eingebunden sein müssen. Es war ein netter zusätzlicher Faktor, doch manchmal eher Fehl am Platz.Das Ende erging mir dann wie der Mittelteil. Die Charaktere hatten alle ihren eigenen Erzählstrang und entfernten sich gegen Ende wieder voneinander, anstatt zusammen zu arbeiten. Jeder war an einem Ort, zog dort sein Ding durch und Ende. Das Ende kam ebenfalls sehr abrupt und einfach. Für mich blieb da die Spannung etwas zu weit entfernt, da die Charaktere einfach wirkten, als würden sie genau wissen, ob sie gewinnen oder verlieren. Es waren keine wirklich überraschenden Wendepunkte vorhanden. Die speziellen Gründe warum das so ablief, wurden schon vorweg aufgearbeitet. Meiner Meinung nach eine Geschmackssache, ob man durch eine gute Erklärung zufrieden ist, dass das Ende wie erwartet eintritt oder ob man - wie ich - trotzdem noch berauschende Wendungen braucht. Ich liebe es Unerwartet. Das soll die Wirkung des Endes aber gar nicht schmälern. Wem besagter Faktor nichts ausmacht, der wird das Ende in vollen Zügen genießen können. Dafür wurden zum Schluss noch einmal Punkte aufgearbeitet, an die ich kaum noch dachte, die aber ihre Bedeutsamkeit nicht verloren haben. Zum Beispiel gab es im Buch eine besondere Art der Kommunikation, die ich zuvor noch nie so gelesen habe. Diese gilt für mich besonders erwähnenswert. Auch wichtig war der Weg zum Erwachsen werden, den man am Ende nur zu deutlich merken.CharaktereDie verschiedenen Charaktere hatten definitiv alle eigene und unterschiedliche Eigenschaften. Ist die eine von ihrer Kindheit frustriert und sie die Hoffnung durch einen Traum, so ist eine Andere auf Revange aus und möchte sich darauf möglichst gut vorbereiten. Doch alle weisen eine Gemeinsamkeit auf: Den Willen. Eisern kämpfen sie für das, was ihnen lieb und teuer ist und würden dafür auch über Leichen gehen.Die Motivationsgründe waren für mich allesamt verständlich. Natürlich hat man im Buch so seine Lieblinge und auch wenn ich manches persönlich nicht nachvollziehen konnte, weil ich es im richtigen Leben so nie machen würde (aber dann Fantasy lese *lach*), so gab mir der Autor das Gefühl, ich könne es nachvollziehen. Eine seltene und tolle Eigenschaft.Cover & TitelHier möchte ich ein wenig vergleichen, denn das oben abgebildete Cover ist das der Taschenbuch Ausgabe. Rechts zu sehen das Hardcover. Ich muss zugeben, dass mir das Hardcover ein Stück besser gefällt, da es symbolischer ist. Die Schwerter bringen einen wichtigen Faktor im Buch zum klingen, den es auf dem Taschenbuch-Cover nicht so gibt. Für mich hat diese Verbundenheit zwischen Banneisen und Schneeklinge einen wichtigen Faktor, da es ein sehr großer Antrieb ist für Beide. Während das Taschenbuch-Cover eher eine Schlüsselszene zeigt, zeigt das Hardcover den Tiefgang des Buches. Das Licht erkennt man hier auch weitaus deutlicher.Der Titel ist sehr passend, insofern der Autor es auch noch einmal selbst sagt: "Jeder der Protagonisten sucht das Licht hinter den Wolken." Und auch im Buch wird dieser Schlüsselsatz erwähnt.Schreibstil & SichtweiseDen Schreibstil des Autors kann ich nicht genug loben. Darin erkennt man echt Fantasie der feinsten Klasse und ich greife gerne wieder zu einem Buch des Autors. Hinter jeder der Formulierungen steckt ein Gedanke, der Autor assoziiert wichtige sprachliche Szenen mit Szenen aus seiner Vorstellung und kombiniert diese.Geschrieben ist das Buch aus den Sichten von den Protagonisten April, Janner und Cassiopeia. Teilweise auch aus Sariks (der Zauberer) Sicht.Zitat "Wir alle sind gebunden, durch unser Wort oder unsere Schuld, und die Vergangenheit lässt uns nicht ruhen."-Seite 85FazitEin durchaus tolles Fantasywerk, dass mich begeistern konnte. Allerdings sollte man sich für das Buch Zeit nehmen können oder sich wichtige Dinge herausschreiben. Die Handlungsstränge aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind alle so dicht verstrickt, dass manchmal Infos verloren gehen.

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  • Epochale Fantasy - aber nichts zum drüber lesen, Konzentration ist gefragt!

    Das Licht hinter den Wolken
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    03. July 2016 um 16:06

    Ein neuer Kaiser sitzt auf dem Thron und jagt die letzten Überlebenden der alten Völker bis an die Grenzen der Welt. Die Magie scheint die Welt verlassen zu haben. Das junge Mädchen April träumt von einem magischen Licht, das sie in die Ferne lockt. Auf ihrem Weg lernt sie den elbenähnlichen Janner kennen, der bis über beide Ohren in Schwierigkeiten steckt. Als die beiden in Notwehr einen einflussreichen Mann töten, heften sich die Soldaten des Kaisers an ihre Fersen. Da begegnen sie Sarik, einem uralten Zauberer, der sich dem Verschwinden der Magie entgegenstellt.... So besagt es die Inhaltsangabe und diese macht den Leser nicht nur neugierig, sondern auch nur mit einem Bruchteil der hier auftretenden Personen bekannt. Und davon hat es einige - die meisten davon so liebevoll und lebensnah ausgearbeitet, dass sie mir beim Lesen richtig ans Herz wuchsen. Die Handlung hier wieder zu geben, ist mir allerdings unmöglich - man sollte zum Ende allerdings Taschentücher neben sich liegen haben, wenn man - wie ich - ein wenig nah am Wasser gebaut ist! Was sich in "Das Licht hinter den Wolken" so abspielt, ist nichts anderes als epochale, großartige Fantasy.Die Handlung ist immens komplex und man sollte sich wirklich auf das Buch konzentrieren - man überliest sonst so manches, das einem weiterhilft, einige Taten der Protagonisten nach zu vollziehen und auch bis zum Schluss den roten Faden zu behalten. Mir gelang das nur zum Teil - stellenweise kam es für mich zu einigen Längen, was aber auch daran liegen kann, dass ich mit Vorliebe vor dem Einschlafen schmökere.Gerade die hatten aber dann einiges an Informationen versteckt, dass ich auf die Weise einfach überlesen und/oder verdrängt habe.Dass ich also manchmal zurückblättern musste, liegt an meiner Unaufmerksamkeit. Der Schreibstil von Autor Oliver Plaschka ist nichts anders als wunderbar.Ich konnte eintauchen in diese Welt, ohne mich irgendwie darum bemühen zu müssen, die Geschichte zog mich wie von selbst in ihren Bann. Das ich einen Stern abziehe, liegt an meinem persönlichen Geschmack - ich mag keine Liebesgeschichten in Büchern.Die hier Auftauchende ist zwar weder ausufernd noch irgendwie schmachtend und schmalzig, sondern oft genug gerade das Gegenteil .. trotzdem ist dieser Part einfach nicht meins gewesen. Unbedingte Leseempehlung also für alle, die sich auch mit Rothfuss und Martin anfreunden können - und keine Angst vor komplexen Handlungen haben!

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  • Eine sehr schöne und gelungene Geschichte

    Das Licht hinter den Wolken
    Isbel

    Isbel

    28. June 2016 um 22:46

    Das Licht hinter den Wolken habe ich im Zuge der Leserunde hier gelesen und ich muss gestehen, dass ich ohne diese Leserunde wohl gar nicht darauf aufmerksam geworden wäre. Zumindest habe ich das Buch noch nie in meiner Lieblingsbuchhandlung gesehen. Einer der Gründe, warum ich so gerne in Buchcommunitys stöbere: Man entdeckt immer wieder neue Schätze. Oliver Plaschka hat so einen Schatz geschrieben und zu meiner Freude auch veröffentlicht. Die Geschichte enthält drei Handlungsstränge, die die jeweiligen Wege der vier Hauptpersonen erzählen. Ab und zu kreuzen sich diese Wege, bis am Ende alle Fäden zusammenlaufen und es zum großen Finale kommt.  Zuerst lernt man April kennen. Sie wächst bei ihrem Vater auf, der ständig betrunken ist und ihr keine Liebe entgegen bringt. April ist anders als andere Kinder. Sie spürt/sieht seit ihrer Geburt ein Licht, "die andere Sonne", welches sie zu rufen scheint. Irgendwann hat sie genug davon, wie eine Aussätzige behandelt zu werden, und macht sich auch die Suche nach diesem Licht. Auf ihrem Weg trifft sie Janner, einen Söldner, der seinen Vater sucht. Sie ziehen gemeinsam weiter und ihr Wunsch berühmt und berüchtigt zu werden, wird bald Realität und gefällt so einigen der Orbigkeiten nicht. Der zweite Handlungsstrang verfolgt den Weg von Sarik, einem Magier, der 800 Jahre lang geschlafen hat. Er hat einen Großteil seiner Erinnerung verloren und erkennt bald, dass er zu den letzten noch lebenden Magiern gehört. Da die Magie zu versiegen droht, macht er sich zusammen mit einem Irrlicht auf den Weg, seine Erinnerung wiederzufinden, seinen Eid gegenüber seinem Orden einzuhalten und zu versuchen, die Magie wieder in die Welt zu lassen. Cassiopeia ist die Hauptperson des dritten Handlungsstrangs. Geboren als Senatorentochter lässt sie sich nach schrecklichen Ereignissen zur Kriegerin ausbilden und folgt dem Weg der Rache.  Neben der Gegenwart sind auch immer wieder Rückblenden zu finden und Sagen aus dem Reich, die wichtige Hinweise für das Zukünftige liefern, wenn  man sie aufmerksam liest. Von den Personen gefiel mir Cassiopeia am besten. Auch wenn ich einige ihrer Entscheidungen nicht mittragen konnte, habe ich am meisten mit ihr mitgefühlt. Sie hat ein Ziel vor Augen und tut alles um dieses zu erreichen. Dabei geht sie aber nicht skrupellos vor, sondern versucht es erst auf friedlichem bzw. dem wenigsten schmerzhaften Weg. Was sie mir total sympathisch gemacht hat, trotz ihrer Fehler. Zu Janner und April konnte ich nicht so den Zugang finden. Beide haben für mich zu unreflektiert gehandelt. Bei April entschuldigt das vielleicht ihr Alter (17), aber Janner hat so viel hinter sich. Da hat der Alkohol wohl ein paar Gehirnzellen zu viel geschmolzen. Sarik tat mir leid. 800 Jahre seines Lebens verschlafen. Dafür findet er sich in der neuen Welt erstaunlich gut zurecht, obwohl er die meiste Zeit auf mich einen sehr abwesenden Eindruck gemacht hat. An die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird, musste ich mich erst gewöhnen, aber danach konnte ich sie genießen. Es ist sehr anspruchsvoll geschrieben und wie ich selbst erlebt habe, sollte man es nicht müde lesen. Wie ein Puzzle setzen sich die einzelnen Handlungen zusammen. Dinge, die im ersten Augenblick unwichtig wirkten oder die ich nicht direkt einordnen konnte, werden ein paar Kapitel weiter wieder aufgegriffen und es kommt zum Aha-Effekt. Trotz der Häppchen, die einem immer wieder zugeworfen werden, überrascht die Geschichte ständig mit Wendungen und Dingen, die ganz anders sind als von mir geahnt. Ich habe mich immer riesig gefreut, wenn ich dann doch mal den richtigen Riecher hatte. Die Auflösung am Schluss konnte mich noch einmal komplett überraschen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Alles in allem ist Das Licht hinter den Wolken ein sehr schöner und gelungener High Fantasy Roman, der mit gelungenen Charakteren und viel Spannung aufwartet.  

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  • Gutes Buch

    Das Licht hinter den Wolken
    winterdream

    winterdream

    23. June 2016 um 16:01

    Inhalt/Klappentext: Die Magie scheint die Welt verlassen zu haben. Ein neuer Kaiser sitzt auf dem Thron und jagt die letzten Überlebenden der alten Völker. Da träumt die junge, widerspenstige April eines Tages von einem magischen Licht, das sie in die Ferne lockt. Auf ihrem Weg lernt sie den Söldner Janner kennen, der bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt. Als die beiden auch noch in Notwehr einen einflussreichen Mann töten, heften sich die Schergen des Kaisers an ihre Fersen. Schließlich begegnen sie Sarik, einem uralten Zauberer, der sich dem Verschwinden der Magie entgegenstellt. Cover: Das Cover hat mir gut gefallen. Es passt super zum Buch. Mein Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Die Geschichte war auch sehr spannend geschrieben, allerdings muss ich sagen, dass es an einigen Stellen etwas langatmig und langweilig war. Von der Schreibweise war es gut, aber es gab Teilstücke, die einfach zu lang gehalten waren. Das Buch an sich besteht aus mehreren Stücken, die sich dann irgendwann aber alle zusammenfinden. Dafür muss man es sorgfältig lesen, damit man die Zusammenhänge versteht. Man weiß aber immer, um wen es sich handelt, worüber gerade geschrieben wird. Die einzelnen Abschnitte haben wir gut gefallen und ich fand auch die Geschichte an sich sehr gut. Die Charaktere waren auch gut gewählt, obwohl ich mich nicht in alle gleich hineinversetzen konnte. Ich vergebe hier gerne 4 von 5 Punkten.

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  • Eine wunderbare Geschichte der Magie

    Das Licht hinter den Wolken
    FusselFelix

    FusselFelix

    22. June 2016 um 14:27

    Das Buch "Das Licht hinter den Wolken", handelt von einer Welt aus der die Magie zu versiegen droht. Die meisten halten die Magie schon für einen Mythos, denn kaum jemand hat je einen Magier oder etwas ähnliches zu Gesicht bekommen. Doch einige wissen das es sie gibt und stellen sich dem verschwinden entgegen. Die Geschichte ist in drei verschieden Handlungsstränge unterteilt und fängt mit April an. Diese sieht solange sie schon denken kann eine zweite Sonne, eine Sonne die heller strahlt als alles andere und die nur sie sehen kann. Eines Tages trifft sie auf einen Magier der ihr glaubt und ihr Hoffnung schenkt. Eines Tages zieht sie los um heraus zu finden, was es mit der Sonne auf sich hat. Der zweite Handlungsstrang erzählt von dem Magier Sarik und einem Irrlicht das ihn begleitet. Lange Zeit war er in seinem eigenen Reich und er wird von dem Verlust seiner Erinnerung geplagt. Doch er merkt wie die Magie langsam droht aus der Welt zu verschwinden und so zieht er los um sich dem Problem zu stellen. Die dritte Erzählung handelt von einer Senatoren Tochter namens Cassiopeia. Eines Tages wird ihr alles genommen und der Mörder ihrer Familie lässt sie nur mit der Aufforderung: "Komm und such mich, wenn du kannst" zurück. Während die Geschichten sich langsam aufbauen, wird nur Stückchenweise etwas von der Welt und den Völkern preisgegeben, in der diese spielen. Dadurch kommt es einem so vor als würde man die Welt durch die Augen der Charaktere besser kennen lernen, April zum Beispiel wuchs auf dem Land auf und weiß kaum etwas von dem Rest der Welt in der sie lebt. Am Ende laufen die Handlungsstränge alle in einander und es wird klar wie die einzelnen Charaktere zusammenhängen. Der Schreibstil ist sehr schön und auch anspruchsvoll, an manchen Stellen wollte ich das Buch gar nicht mehr weglegen und die verschiedenen Figuren wachsen einem schnell ans Herz. Es war das erste Buch das ich von Oliver Plaschka gelesen habe, doch während ich das Buch gelesen habe, wurde das nächste schon bestellt und Oliver ist ein Autor den ich definitiv im Auge behalten werde.

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  • Komplexe und gut duchdachte Fantasy

    Das Licht hinter den Wolken
    Jashrin

    Jashrin

    21. June 2016 um 13:38

    In einer Welt, in der die Magie immer mehr zu versiegen scheint, ist die junge April eine Außenseiterin. So lange sie sich erinnern kann, sieht sie eine magische, zweite Sonne und macht sich eines Tages auf diese zu finden. Unterwegs trifft sie auf den Faelv Janner und bald schon ziehen die beiden mit den sagenumwobenen Schwertern Schneeklinge und Banneisen durch das Land. Ein zweiter Erzählstrang handelt von dem Magier Sarik, der nach jahrhundertelangem Schlaf erwacht und sich kaum an etwas erinnern kann. Einzig ein Irrlicht ist sein treuer Freund und Begleiter. Im dritten Erzählstrang entwickelt sich die Senatorentochter Cassiopeia zu einer Kriegerin, die Rache am Mörder ihres Vaters nehmen will. Nach und nach werden alle Erzählstränge zusammengeführt und die unterschiedlichen Charaktere treffen aufeinander. Doch kann es für alle ein glückliches Ende geben oder bedeutet der Sieg des einen die Niederlage des anderen? Oliver Plaschka hat einen sehr komplexen Fantasyroman geschaffen, der sich langsam aufbaut und dessen unterschiedliche Erzählstränge nach und nach sehr gekonnt immer enger verwoben werden. Neben den aktuellen Geschehnissen werden auch immer wieder Rückblicke in das Leben der Charaktere gegeben. Dazu kommen Sagen und Geschichten aus dem Kaiserreich und über seine Bewohner. Dadurch ist es nicht immer ganz so einfach den Überblick zu behalten. Dennoch greift alles logisch in einander und findet einen durchdachten und passenden Schluss. Vor allem das letzte Kapitel rundet die Geschichte nochmals zusätzlich ab, da sie einen wunderbaren Bogen zum Beginn des Buches schlägt. Von den vielen Charakteren waren mir das Irrlicht und Cassiopeia die liebsten Figuren. Gerade Cassiopeia war für mich letztlich eine tragische Figur, die ein Spielball anderer Mächte war. Doch im Gegensatz zu April, auf die dies ebenso zutreffen ist, hat mich ihre Geschichte mehr berührt und ich habe mit ihr mitgelitten. Zu April habe ich nie so recht den Zugang gefunden, auch wenn ihre Reise spannend war. Der Stil ist flüssig und zieht einen schnell in seinen Bann. Dennoch habe ich manchmal ein wenig die Spannung vermisst, so dass es mir vielfach nicht allzu schwer fiel, das Buch zumindest für eine Weile aus der Hand zu legen. Woran es genau lag, kann ich nicht sagen. Rein formal betrachtet kann ich es an nichts festmachen. Vielleicht lag es daran, dass ich mit April nicht so warm wurde oder das die eingeflochtenen Rückblenden zwar für sich genommen ebenso spannend waren, wie das heutige Geschehen, jedoch immer wieder die Handlung unterbrochen haben. Dessen ungeachtet waren sie interessant und für das Geschehen wichtig. Mein Fazit: Trotz meiner Kritikpunkte hat mir Oliver Plaschkas Fantasyepos sehr gefallen und ich kann ihn guten Gewissens allen Liebhabern komplexer Fantasy weiterempfehlen. Für mich war es das erste Buch dieses Autors, aber das nächste wartet bereits.

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  • Die Magie droht, die Welt zu verlassen...

    Das Licht hinter den Wolken
    _Hekate_

    _Hekate_

    20. June 2016 um 20:38

    Die junge April lebt mit ihrem grausamen Vater zusammen in einem kleinen Dorf, mehr oder weniger sich selbst überlassen, seit ihre Mutter gestorben ist. Ihr Leben erscheint ihr hoffnungslos, bis ihr eines Tages ein Magier erscheint - als einziger glaubt er ihr, dass sie ein Licht sieht, eine zweite Sonne, die sie suchen muss. Und als ihre Chance gekommen ist, zögert sie nicht, diese Suche zu beginnen. Auch Sarik Isikara Kisikiras (ja, ein Palindrom ;) ), einer der letzten Mächtigen - ein Zauberer - der noch auf dieser Welt ist, ist auf der Suche. Er ist auf der Suche nach seiner Erinnerung und seiner Zukunft. Und auch ihm erscheint seine Lage hoffnungslos. Denn die Magie hat diese Welt verlassen, und was ist schon ein Zauberer ohne Magie? Cassiopeia Tial, die Tochter eines Senators, hat ihre gesamte Familie, ihr gesamtes Erbe an einen mysteriösen Mörder verloren. Nichts ist ihr geblieben, außer den Worten des Mörders: "Komm und such mich, wenn du kannst." Und zuletzt beginnt auch die Geschichte des Söldners Janner mit einer Suche - er sucht seinen berüchtigten Vater, einen Helden, den er jedoch nie kennenlernen durfte, und er sucht Ruhm und Ehre. Wohin die Wege diese vier Figuren führen werden, ist noch unbekannt. Und doch scheint es, als sei ihr Schicksal bereits vor langer Zeit bestimmt worden... So viel zur Handlung. Zu den Charakteren: In diesem Buch wird mehr Wert auf die Geschichte als auf die Charaktere gelegt, und manche der Charaktere machen auch erst im Laufe des Buches eine Entwicklung durch, die sie dem Leser so nahe bringt. Doch ich verspreche euch: Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, wird jeder Leser mindesetens eine Figur finden, mit der er leiden und lachen kann. Zum Schreibstil: Wow. Einfach nur wow. Ein Zitat von Christoph Hardebusch zu Oliver Plaschka lautet: "Der Magier unter den deutschen Fantasyautoren", und im Hinblick auf den Schreibstil könnte ich es nicht besser sagen, also belasse ich es einfach dabei ;) Nur vor einem möchte ich euch warnen: Wenn ihr dieses Buch lest, wird es euch berühren (und es kann verdammt traurig sein!) und nicht mehr loslassen. Ich hatte mir die Hand verletzt und sollte sie schonen, habe aber trotzdem weiterlesen und weiter in der Leserunde schreiben müssen, ich konnte einfach nicht anders, auch wenns weh getan hat. Und was soll ich sagen: Meiner Meinung nach war's das wert! Nur zwei Bücher, die ich je gelesen habe, haben 5 Sterne auf Lovelybooks verdient. Das hier ist eines davon.

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  • Anspruchsvoller Epos mit viel Liebe zum Detail

    Das Licht hinter den Wolken
    Meritamun

    Meritamun

    18. June 2016 um 19:54

    Klappentext:Die Magie scheint die Welt verlassen zu haben. Ein neuer Kaiser sitzt auf dem Thron und jagt die letzten Überlebenden der alten Völker. Da träumt die junge, widerspenstige April eines Tages von einem magischen Licht, das sie in die Ferne lockt. Auf ihrem Weg lernt sie den Söldner Janner kennen, der bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt. Als die beiden auch noch in Notwehr einen reichen Mann töten, heften sich die Schergen des Kaisers an ihre Fersen. Schließlich begegnen sie Sarik, einem uralten Zauberer, der sich dem Verschwinden der Magie entgegenstellt.Inhalt:Das Buch ist in 3 Erzählstränge gegliedert. Zuerst begegnen dem Bauernmädchen April. Sie hat eine schwere Kindheit mit ihrem alkoholkranken Vater. Schon seit Kindertagen träumt sie von einem magischen Licht. Eines Tages beschließt sie ihre Heimat und ihren herrischen Vater zu verlassen und dieses Licht zu finden. Auf ihrem Weg trifft sie den Söldner Janner. Gemeinsam mit ihm setzt sie ihre Reise fort und steht ungeahnten Herausforderungen gegenüber.Der zweite Erzählstrang erzählt die Geschichte der Senatorentochter Cassiopeia, die eine harte Ausbildung über sich ergehen lässt, um die beste Kämpferin des Landes zu werden und so ihren Vater zu rächen.Der dritte im Bunde ist der Zauberer Sarik. Nach 800 Jahren erwacht er aus einem tiefen Schlaf. Zusammen mit einem Irrlicht macht er sich auf die Suche nach seinem Gedächtnis und versucht die Magie wieder zurück in  die Welt zu bringen.Schreibstil/Figuren/Meinung:Oliver Plaschka hat mit „Das Licht hinter den Wolken“ einen Fantasy Epos geschaffen, der dem Leser einiges abverlangt. Es ist kein Buch für Zwischendurch. Die Handlung baut sich kontinuierlich auf. Auch wenn zu Beginn die 3 Erzählstränge nicht wirklich etwas gemein haben, so wurde es dennoch geschafft, dass sie zum Ende hin ein wunderbares Ganzes ergeben. Man muss sich wirklich auf die Geschichte einlassen und sehr aufmerksam lesen, um die kompletten Zusammenhänge zu verstehen. So hätte ich mir doch gegen Ende gewünscht, dass ich mir bei manchen Geschichten und Zusammenhängen Notizen gemacht hätte, um dem Geschehen optimal folgen zu können.Die Figuren und Handlungsplätze sind wundervoll entworfen! Es gab keinen Charakter und Ort zu dem ich kein Bild im Kopf hatte. Es gab Sympathieträger und Schurken. Jeder hat gewisse Eigenarten und alle machen eine Entwicklung durch. Das muss ich an dieser Stelle sehr loben! Noch nie hatte ich solche guten Figuren.Der Schreibstil war sehr angenehm und abwechslungsreich. Jedoch haben mich manchmal die Geschichten und Rückblenden beim Lesen etwas ausgebremst, da man den direkten Sinn für die Handlung noch nicht verstanden hat.Fazit:Mein zweiter Plaschka und ich bin wieder begeistert. Ich hatte ab und an meine Probleme der Handlung zu folgen, weil mich die Fülle an Informationen, Details und Verstrickungen schlicht weg erschlagen hat. Ich musste das Buch eine Weile weglegen, um es dann beenden zu können. Die Handlung baut sich sehr langsam auf und erst gegen Ende wird es für den Leser leichter. Nichtsdestotrotz ist es eine wundervolle Geschichte und bekommt von mir sehr gute 4 Sterne.

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  • Buntes Licht

    Das Licht hinter den Wolken
    Siebenstein

    Siebenstein

    10. June 2015 um 11:55

    Ich bin über eine Lesung des Autors auf der Buchmesse in Leipzig auf das Buch aufmerksam geworden und gleich vorweg: Oliver Plaschka mutet dem Leser im besten Sinne sehr viel zu.Es ist auf jeden Fall eine Geschichte, die von mir Bestwertung erhält, weil sie anders als übliche High Fantasy ist und wundervoll erzählt wird. Das Licht hinter den Wolken ist die Geschichte der naiven April, die zusammen mit dem Schwätzer Janner loszieht, um ihre ganz große Geschichte zu erleben. Dazu nutzen sie die Kräfte der Schwerter Tausenddorn und Schneeklinge. Sie treffen im Laufe der Handlung auf die kriegerische Cassiopeia, mit der Janner eine ganz besondere Verbindung hat und den verwirrten Zauberer Sarik, der begleitet von seinem Irrlicht Schneeweiß versucht, eine alte Schuld zu begleichen.Am Ende treffen diese vier Protagonisten, die alle ihre eigene Geschichte erzählen, aufeinander und bringen das Lied des Zwei Ringe Landes zu einem klangvollen Ende. Janners Eltern sind Mensch und Fealv. Letztere unterscheiden sich von den Menschen unter anderem durch ein zum Teil reptilienhaftes Aussehen und vor allem ihre niedere gesellschaftliche Stellung. Dazu gibt es Eolyn, die zweifellos eine Hochelfen-Version darstellen und Timei, quirlige Mensch-Katzenwesen. Letztere haben keine tragende Rolle und dienen (leider!) eher dem Ambiente einer Welt.Das Zwei-Ringe-Land ist nicht nur eine Welt, sondern viele, und das ist einer der Punkte, mit der ich mich beim Lesen anfangs sehr schwer getan habe. Aprils Geschichte beginnt in einer klassisch mittelalterlichen Welt, die von Cassiopeia und Janner erinnert an die Antike. Dann wechseln April und Janner in den „Wilden Westen“, der mich an Tarantinos „From Dusk till Dawn“ oder eine Fantasy-Variante von „True Grit“ denken lässt. Dazwischen wird von Sariks verwunschener Welt berichtet, die auch in Asgard oder dem Nibelungen-Setting spielen könnte. Und das ist lange nicht (!!) alles.Für das Leseerlebnis ist es manchmal anstrengend, da die vermittelte Stimmung auch zum jeweiligen Setting passt und man damit aus Sariks tragischer Geschichte in die eher alberne Story von April und Janner geschleudert wird. Aber als ich diesen Happen verdaut und mich auf diese Achterbahnfahrt quer durch fast alle Genres eingelassen habe, hat es Riesenspaß gemacht, eben weil es von üblichen Fantasy-Szenarios abweicht. Neben den sehr umfassend und liebevoll ausgearbeiteten Figurenhintergründen gibt es zwei bedeutende Handlungsstränge (die am Ende zusammenhängen): So löst Cassiopeia das Rätsel um die Wechselbälger und wie sie in diese Welt kamen. Der Hintergrund ist allerdings so komplex, dass er sich beim ersten Lesen kaum erschließt, sondern dem Leser viel an Konzentration und Tüftelei abverlangt. So viel, dass ich Handlungsstrang zwei, die Konsequenzen aus Sariks „Spiel mit den Göttern“ irgendwann links liegen gelassen habe. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Dafür werde ich das Buch ganz sicher ein zweites Mal lesen und mich auf die Aufklärung freuen. Kritisch sehe ich die Ausstattung des Buches, das richtet sich aber gegen den Verlag und nicht gegen Inhalt und Autor. 25 Euro für ein Buch ist in der heutigen Zeit einfach viel zuviel! Da helfen auch hochwertiges Papier, Glitzercover und Lesebändchen nicht mehr. 20 Euro für das EBook empfinde ich als unverschämt. Es spricht ja nichts dagegen, für Büchernarren eine High-End Schmuckausgabe anzubieten. Aber 15 Euro für die elektronische Variante und 18 Euro für eine feste Paperback-Ausgabe wären angemessen.

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  • Vielschichtige Fantasy made in Germany

    Das Licht hinter den Wolken
    letusreadsomebooks

    letusreadsomebooks

    05. May 2015 um 11:05

    In einer Welt, in der die Magie fast erloschen ist, träumt die junge April schon in ihrer Kindheit von einem magischen Licht, das sie in die Welt lockt und ihr hartes Leben in ihrem Heimatdorf beendet. Kaum gelingt ihr später die Flucht vor ihrem tyrannischen Vater, macht sie Bekanntschaft mit dem Fealv Janner, einem Söldner, der auf der Suche nach seiner Herkunft ist und bereits genug eigene Probleme hat. Als sie auch noch einen einflussreichen Mann töten, bleibt ihnen nur der Weg in die Gesetzlosigkeit. Unter den Namen ihrer Schwerter, Banneisen und Schneeklinge, sind April und Janner bald berüchtigt für ihre Taten. Schließlich begegnen sie dem Zauberer Sarik, einem Verbannten, der sich dem Verebben der Magie widersetzt und April bei ihrer Suche nach dem Licht helfen kann… Oliver Plaschkas Das Licht hinter den Wolken ist ein spannender Fantasyroman, der eine interessante Welt und abwechslungsreiche Charaktere bietet. Der Autor entwickelt mehrere Erzählstränge, die parallel laufen und sich häufig gegenseitig ergänzen. Besonders gut gefallen hat mir die Handlung um den Zauberer Sarik, der aus einem langen Schlaf erwacht um die Magie zu retten. Nach seinem Erwachen fehlen Sarik seine Erinnerungen und es macht als Leser großen Spaß, ihn auf seiner Reise und der Suche nach seinem alten Leben zu begleiten. Neben Sarik ist auch die Senatorentocher Cassiopeia ein gut gezeichneter Charakter, deren Geschichte auch emotional berührt. Nur das Verhältnis zwischen April und Janner wirkt unglaubwürdig. Neben den vielseitigen Charakteren sind auch die alten Geschichten und Mysterien, von denen im Verlauf der Handlung immer wieder berichtet werden, spannend und liefern ein umfangreiches Bild der fiktiven Welt. Neben der Welt können auch die entwickelten Völker voll überzeugen, obwohl es anfangs mitunter etwas schwierig ist, sich ein genaues Bild der Fealv, Timei und Eolyn zu machen. Vor allem die Geschichte der Eolyn spielt eine tragende Rolle für die Handlung und ist mit vielen Details ausgearbeitet. Das eigentliche Besondere an diesem Roman war für mich aber die wunderbare poetische Sprache, die für ein großes Lesevergnügen und jede Menge bildgewaltiger Beschreibungen sorgt. Damit hebt sich Oliver Plaschka deutlich vom Fantasyeinheitsbrei ab. Die komplexe Welt erfordert vom Leser viel Aufmerksamkeit, da die Grenzen zwischen der „echten“ Handlung und den beschriebenen Sagen manchmal etwas unscharf verläuft. Oliver Plaschka ist ein wirklich guter Fantasyroman gelungen, der neben vielschichtigen Charakteren, einer in sich stimmigen Welt, vor allem eine abwechslungsreiche und poetische Sprache bietet, die im Fantasy-Bereich leider eher zur Ausnahme gehört. Für Neueinsteiger in die Fantasyliteratur ist die Komplexität der Geschichte vermutlich eine große Hürde, für alle Fantasyfans, die einen Roman mit Anspruch suchen, aber eine klare Empfehlung.

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  • Fantastisch, aber mit Lücken

    Das Licht hinter den Wolken
    Seitenhain

    Seitenhain

    28. September 2014 um 16:35

    „Das Licht hinter den Wolken“ wird von drei Erzählsträngen charakterisiert. Zunächst wäre da April, ein Bauernmädchen, das sich im Lauf der Geschichte mit dem Fealv (eine Art Elfen) Janner zusammenschließt. Gemeinsam versuchen sie mit ihren beiden Schwertern Schneeklinge und Banneisen das Volk von einem unfähigen Kaiser zu befreien und ihre Liebe zu beschützen. Ein zweiter Strang erzählt von der Senatorentochter Cassiopeia, die sich nach einem Schicksalsschlag zur Rache aufmacht und dabei zu einer der fähigsten Kriegerinnen des Landes wird. Zuletzt wird die Geschichte von Sarik dargestellt, der mit seinem Irrlicht durch die Welt reist, auf der Suche nach seinem Gedächtnis. Und, wie das bei solchen Geschichten so ist, offenbart sich nach und nach der spannende Zusammenhang zwischen den drei Handlungen. Juhu! Ein neuer Plaschka! Und es ist epische High Fantasy! Mit Vorsatzkarte und Lesebändchen! Ich bin von vornherein begeistert und eventuell nicht wirklich objektiv. Wer das jedoch sein sollte, sind die Lektoren der Hobbit Presse, die Oliver Plaschka als ersten deutschsprachigen Autor in ihr exklusives Programm aufgenommen haben. Oliver hatte vor Erscheinen ausführlich über die Entstehungsgeschichte und Hintergründe des Werkes in einem eigenen Blog berichtet, was – auch im Nachhinein – sehr interessant nachzuverfolgen ist. Dort gibt es auch Goodies wie die Vorsatzkarte oder unlektorierte Auszüge. Er verwendet dem treuen Fantasyleser bekannte Gestalten, gibt ihnen jedoch eigene Namen und Mythen. Besonders faszinierend war für mich die Geschichte des Vampirs, die er erzählt, ohne einmal das Wort "Vampir" zu verwenden. Jedoch, die Anzeichen sind klar erkennbar. Als treuer Doctor Who Fan habe ich mich besonders über die Namensgebung einer Stadt gefreut und bin gespannt, ob sie noch anderen Lesern auffällt, oder ob es doch reiner Zufall war. Leider haben die tolkienesk ausschweifenden Beschreibungen gegen Ende mir den Lesespaß etwas getrübt, im Großen und Ganzen habe ich aber bekommen, was ich wollte: einen neuen Plaschka, ein tolles Fantasywerk mit ausgearbeiteten Charakteren und schöner Sprache mit einer Prise Abenteuer obendrauf. Nur eine Frage bleibt offen: wieso „Zwei-Ringe-Land“? Lauert da eine Fortsetzung...?

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  • Die Ballade von Banneisen und Schneeklinge...

    Das Licht hinter den Wolken
    MiniKampfkeks

    MiniKampfkeks

    01. March 2014 um 00:46

    "»Aber weißt du, heutzutage ist es einfach schwer zu sagen, woran einer glaubt. Mit den Göttern ist es doch wie mit Magiern: Die meisten Geschichten handeln von enttäuschten Menschen.«" (S.105) Inhalt: April erlebt keine glückliche Kindheit und wird oft von ihrem Vater geschlagen. Als sie noch klein war, erschien ihr eines Tages ein Zauberer und ließ für sie einen Regenbogen erscheinen - und das, obwohl Magie doch schon lange ausgestorben ist. April träumt oft vom Licht hinter den Wolken, doch was wirklich dahintersteckt, wird sie bis zum Ende ihrer abenteuerlichen Reise nicht erfahren... Sprache & Aufbau: Ich habe diesen Schreibstil wirklich sehr gemocht. Am Anfang fiel es mir etwas schwer, mich hineinzufinden, aber dann flogen die Seiten unter meinen Fingern nur so dahin, und mit ihnen die Bilder vor meinem inneren Auge. Hier wird eine wirklich bildgewaltige Welt erschaffen, die es versteht, den Leser in sich eintauchen zu lassen - vorausgesetzt, man lässt sich darauf ein. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings doch: Zu der Zeit, in der das Werk spielt, sagte bestimmt niemand Dinge wie »Okay« oder »Hey!«... aber gut; es ist ein Fantasybuch, da lässt sich über die ein oder andere Ausdrucksweise streiten. Aufgebaut ist das Buch in fünf "Bücher" mit jeweiligen Kapitel. Es wird nicht nur aus Aprils Sicht erzählt, scheint es doch zunächst so, als sei es ganz allein ihre Geschichte. Dies führt lange Zeit zu ungeklärten Fragen, die erst spät beantwortet werden. Persönliche Meinung: Dieses Buch hier ist so viel mehr, als es zunächst zu sein scheint. Es stellt Erwartungen auf, nur, um diese dann wieder über den Haufen zu werfen; man liest, und meint, die Geschichte zu kennen, nur um dann festzustellen, dass sie doch ganz anders verläuft. Ich fand auch, dass das Buch in einer gewissen Weise sehr tiefsinnig ist, die ich erst gegen Ende verstanden habe - nachdem ich eine Zeit drüber nachgedacht habe. Diese Geschichte hier hat sich nachhaltig in meinem Gedächtnis festgesetzt und wird mich so schnell nicht mehr verlassen. Ich liebe sie. Die Geschichte, April und Janner... sie alle. Es ist so melancholisch und traurig, andererseits doch wieder irgendwo so voller »Licht« und Glück. Ich kann dieses Buch nur empfehlen! 

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