Oliver Plaschka Die Magier von Montparnasse

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Inhaltsangabe zu „Die Magier von Montparnasse“ von Oliver Plaschka

Jeder Zauber ist nur eine Illusion – bis wirkliche Magie ins Spiel kommtMontparnasse in den Goldenen Zwanzigern: In einer Welt, in der alles möglich scheint, Illusionisten ihr Publikum verzaubern und Träume scheinbar Wirklichkeit werden, gibt es nur eine Regel: Verwende NIEMALS echte Magie. Als der Bühnenkünstler Ravi und seine entzückende Assistentin Blanche dieses Gebot vor aller Augen brechen, ist der Rat der Magier, der über die Einhaltung der magischen Gesetze wacht, noch das geringste Problem der beiden. Denn plötzlich sind die Grenzen zwischen Traum und Realität tatsächlich aufgehoben ...

Auf Empfehlung zu "Der Nachtzirkus" gekauft und nicht bereut! Eine traumhaft-magische Welt mit einem besonderen Schreibstil!

— Marys_Welt
Marys_Welt

wundervoller Stil, nur ein bisschen kraus am Ende

— Historiker
Historiker

Pures Lesevergnügen, tolle Ideen, bestens geschrieben, spannend bis zum Schluss

— Michel
Michel

Zum Schluss hin ganz gut. Trozdem war es mir diese quälende Langeweile die 300 Seiten davor bei weitem nicht wert....

— -Imagine-
-Imagine-

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    Die Magier von Montparnasse
    Schmunzlmaus

    Schmunzlmaus

    28. May 2017 um 22:51

    Inhalt: Paris in den 20er Jahren. Ein Bühnenzauberer, Ravi, muss aus Angst um sein Leben und das seiner Assistentin echte Magie anwenden, doch das ist durch die Société Silencieuse verboten. Hinterher teilt seine bezaubernde Assistentin Blanche einen magischen Apfel mit ihm, der sie in einen tiefen Schlaf fallen lässt und ganz Paris mit ihr in einer Zeitschleife gefangen hält. Der letzte Abend, ein Sonntag, wiederholt sich immer und immer wieder. Das ruft Mitglieder der Société Silencieuse auf den Plan - oder haben sie die Zeitschleife verursacht? Nur Ravi und die Mitglieder der Société wissen um die Zeitschleife und verändern durch ihr Handeln den Tag und jeden neuen Verlauf dieses Tages und so den Fortgang der Geschichte. Aus den Perspektiven der sieben Protagonisten, Ravi, Blanche, Justine (eine Kellnerin), Gaspard (ein Möchtegern-Schriftsteller), Alphonse (Wirt der Herberge, in der alle abgestiegen sind oder arbeiten), Esmée (seine Frau) und Barneby (Mitglied der Société) wird die Geschichte abwechselnd erzählt. Meine Meinung: Das macht die Geschichte zwar irgendwie spannend, ich mag Geschichten, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden, und die Beziehungen zwischen den Protagonisten werden so anschaulicher dargestellt, aber durch die Vielzahl der Erzählperspektiven wird das Leseerlebnis sehr gestört, wenngleich die Namen der ErzählerInnen immer am Anfang des Kapitels standen. Ich musste einige Male zurück blättern um mich zu vergewissern, aus wessen Perspektive die Geschichte gerade erzählt wurde und wer sich gerade mit wem unterhielt. Die Geschichte geht schleppend voran und statt Rätsel aufzuklären, tun sich immer neue auf. Ich musste mich fast zwingen, die Geschichte zu Ende zu lesen, immer in der Hoffnung, das ein oder andere Rätsel noch erklärt zu bekommen, um dann am Ende festzustellen, dass ich wieder vergessen hatte, worüber ich mich eigentlich gewundert hatte, weil inzwischen so viele neue Rätsel aufgetaucht waren. Was haben Sir Arthur (anscheinend Arthur Conan Doyle) und Harry Houdini, auf die immer wieder Anspielungen erfolgen, mit der ganzen Geschichte zu tun? Welche Rolle spielen Sie? Warum musste sich Gaspard ausgerechnet in Paris ausgerechnet mit Ernest Hemingway treffen? Es gibt einige Fragen, auf die ich bis zum Schluss keine Antwort gefunden habe. Fazit: Insgesamt fand ich das Buch zwar gut geschrieben, aber doch zu verwirrend um ein wirkliches Leseerlebnis zu werden. Die Leseprobe hatte mir wirklich gut gefallen und ich war sehr gespannt auf das Buch, aber ich wurde enttäuscht. Ich würde es wirklich nicht empfehlen - und erst recht nicht zu dem Preis!!!

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  • Ein zauberhaftes Buch, das in seinen Bann schlägt

    Die Magier von Montparnasse
    Gwee

    Gwee

    28. August 2016 um 15:11

    Die zwei Gestalten auf der Vorderfront zeigen einem direkt das Thema des Romans: Es geht um Zauberer. Das verrät natürlich auch der Titel. Ich finde das Cover sehr gut gemacht. Das Bild lässt einen gleich fühlen, dass dieser Roman in einer früheren Zeit spielt und die Karten, die Aufmachung des Mannes macht neugierig. Es ist viele vorne abgebildet, wirkt aber dennoch nicht überladen, sondern sehr stimmig. Die Schrift für Titel und Autorname ist gewöhnungsbedürftig, aber schön und passt meiner Meinung nach gut zu den 20ern, in denen der Roman spielt. Die Rückseite ist schlichter gehalten und die Kurzbeschreibung auch sehr knapp. Ich muss auch zugeben, dass ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Auch ist ein positiver Kommentar von Christoph Hardebusch auf der Rückseite. Der Klappentext ist aussagekräftiger als die Kurzbeschreibung und man bekommt ein ungefähres Bild von der Geschichte. Auf dem hinteren Klappentext gibt es Informationen zum Autor. Auch sind auf der ersten und letzten Seite Karten von Montparnasse zu sehen, wodurch man sich über die Handlungsorte einen Überblick verschaffen kann. Sehr schön gemacht. Die gewählte Schrift ist angenehm und die Größe passt gut dazu. Nur die Seiten, auf denen Blanche erzählt, waren für meine Augen eine Qual, weil sie durchgehend kursiv sind. Die Kapiteleinteilung ist auch schön gehalten. Zum einen wird in Tage und dann noch zusätzlich in Hauptcharakter der jeweiligen Szene unterschieden.Die Handlung in diesem Roman ist sehr komplex. Man muss wirklich mitdenken, wenn man am Ball bleiben will. Spannend ist das Buch auf alle Fälle, aber eben auch anstrengend. Es passiert so viel und die ganzen Zauberer enthüllen dem Leser so gut wie nichts. Dadurch wird man natürlich äußerst neugierig, aber hat auch das Gefühl, etwas überlesen zu haben und mit den Charakteren mit herumschnüffeln zu müssen. Wie bereits gesagt, hatte ich bei diesem Roman mit etwas ganz anderem gerechnet und bin dementsprechend froh, dass die Handlung doch so mitreißend ist. Man erfährt wirklich viel und es ist lustig mit anzusehen wie Ravi und Barneby sich gegenseitig misstrauen. Genauso würzen Celéste, Chloderic und Orlando das Buch nicht ungemein mit Spannung und Witz. Mehrere Zauberer gefangen in einer Zeitschleife in Paris. Und keiner weiß, was zu tun ist. Dafür fliegen die Fetzen zwischen den Charakteren und so manch eine Figur wächst einem wirklich ans Herz. Allein wie Plaschka die "normalen" Leute, wie Justine, Gaspard, Alphonse oder Esmée darstellt, ist wirklich zauberhaft.Jede Figur, die in dem Buch vorkommt, ist sehr glaubwürdig gehalten und wurde sehr stark vertieft. Und auch wenn man nicht viel über die Zauberer erfährt und sie immer ein wenig geheimnisvoll bleiben, lernt der Leser selbst sie besser kennen. Auch die Dynamik stimmt. Die Charaktere wurden perfekt gewählt und passen zueinander und zur Geschichte. Man kann sich jeden haargenau vorstellen und es ist auch jeder auf seine Weise sympathisch. Jeder hat sein eigenes Leben und man erfährt sehr viel darüber. Noch dazu muss ich loben, wie die Charaktere sich verändern und damit auch das Geschehen.Plaschkas Stil ist sehr detailgetreu. Er schreibt sehr komplex, aber dafür auch sehr genau. Man kann sich alles ganz genau vorstellen und fühlt sich wie ein Teil der Geschichte. Wäre die Geschichte an sich nicht so schwierig, wäre es ein Leichtes das Buch in einem Happen durchzulesen. Es wird gut zwischen wörtlicher Rede und Beschreibungen abgewechselt und auch sonst weiß ich nichts zu bemängeln.Mir persönlich hat es viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen, und ich hätte es gerne zügiger verschlungen. Wie gesagt, man muss eben viel mitdenken. Dennoch kann bis zum Ende hin alles super verstehen und es ist wirklich schade, dass das Buch schon zu Ende ist.Fazit: Für Kinder mag dieses Buch vielleicht nicht das Richtige sein, aber Jugendliche und Erwachsene sollten auf jeden Fall dazu greifen. Man erfährt viel über das 20. Jahrhundert, in dem die Geschichte spielt, über historische Personen und es ist eine ganz besondere Art von Fantasyroman.Gesamt: 5/5Handlung: 5/5Charaktere: 5/5Lesespaß: 4/5Schreibstil: 5/5

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  • Wundervolles Märchen in Paris

    Die Magier von Montparnasse
    Seitenhain

    Seitenhain

    28. September 2014 um 16:33

    Ich habe erst vor kurzem Plaschkas "Fairwater" gelesen und war einerseits völlig von seiner zauberhaften Sprache begeistert, andererseits völlig verwirrt von dem Gedankenkuddelmuddel des Buches. Da bei "Magier" über jedem Kapitel der Erzählende steht, wäre das schon geklärt, sehr hilfreich. Allerdings manchmal auch nicht weniger verwirrend, da man sich bei jedem Absatz neu orientieren muss. Zur Story: der Magier Ravi und seine Assistentin Blanche reisen in den 1920ern mit ihren Kunststücken um die Welt und folgen dabei nur zwei Regeln: 1. Keine echte Magie anwenden und 2. keine Stücke mit möglicher Todesfolge. Beide Regeln brechen sie an einem bedeutungsvollen Abend in Montparnasse und müssen sich fortan der Societé Silencieuse stellen, die überwacht, dass niemand preisgibt, dass wahre Magie existiert. Es kommt, wie es muss und Ravi wird von mehreren Männern begleitet, die jeder ihr eigenes Geheimnis zu wahren scheinen. Die Societé hat die Zeit angehalten und so ereignet sich der schicksalshafte Tag immer wieder, bis jemand herausgefunden hat, was sich Ravi dabei gedacht hatte, sich in aller Öffentlichkeit preiszugeben. Jedoch scheint Ravi fast nur eine Nebenrolle unter vielen zu spielen, ist es doch Justine, eine Kellnerin, die die Welt in den Angeln hält. Auch diesmal weiß Plaschka den Leser sofort zu fesseln, indem er mit dem spannenden (schiefgehenden) Abend anfängt und durch seine detailreiche, aber klare Sprache besticht. Ab und zu muss man sich daran erinnern, dass es um magische Geschehenisse geht, denn manches Mal wird es so abgefahren und unglaublich, dass ich mit offenem Mund in der Öffentlichkeit saß. Eben noch kellnert Justine fröhlich herum, im nächsten taucht jemand ohne Bauchnabel auf! Das Cover ist wunderschön gestaltet und an das alte Paris angelehnt. Ich kann das Moulin Rouge fast vor mir sehen. Schön ist auch, dass der Verlag auf eine Einheitlichkeit von außen und innen Wert gelegt hat und somit die einzelnen Kapitel, Seitenzahlen und Initialen ebenfalls in Jugendstil-Schrift gehalten und mit kleinen Bögen verziert sind. Ich wollte mich fast schon aufregen, dass kein Lesebändchen drin ist, als mir ein Lesezeichen mit grinsendem Ravi entgegenfiel. Wunderbar! Außerdem sind die Vorsätze mit Landkarten des alten Montparnasse versehen, die man zum Verlauf der Geschichte allerdings nicht wirklich benötigt. Dennoch toll gemacht! Ein durchweg großartiges Buch, mit absolut irrsinnigen Ideen und einer fantastischen Welt, in einer tollen Aufmachung, an dem kein Fantasy- Fan vorbei gehen sollte. Doch natürlich kommt Plaschka nicht um seine verschachtelte Heimlichtuerei herum und so muss man sich ein ums andere Mal gedulden, denn dieses Mal werden fast alle Rätsel gelöst, und was für eine Auflösung! Und am Ende möchte man weinen. Nicht wegen dem Ende, sondern einfach, weil es vorbei ist. Mehr! Bitte! Schnell! Danke.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. March 2013 um 10:44

    Paris, 1926: Ausgerechnet am letzten Abend seiner Varieté-Show muss der Zauberer Ravi mit einem eisernen Grundsatz der Zauberergilde brechen und in aller Öffentlichkeit echte Magie anwenden, um das Leben seiner Assistentin Blanche zu retten. Der „Stillen Gesellschaft“, die über sämtliche Zauberer wacht, bleibt dies natürlich nicht verborgen, und schon bald treffen die ersten Mitglieder im „Jardin“, der Unterkunft von Blanche und Ravi ein. Ein Verwirrspiel um Freund und Feind beginnt. Welche Rolle spielen die „normalen Menschen“ wie die Wirtsleute, die Kellnerin Justine oder der junge Gaston? Und was ist eigentlich mit der Zeit passiert? Ich bin eigentlich kein Fan von Fantasy-Romanen, aber in diesem Fall hat mir die Geschichte recht gut gefallen, was vermutlich unter anderem daran lag, dass neben der Fantasy Elemente eines "historischen" Romans vorhanden waren – ein Genre, das ich wiederum sehr mag. Gut gefallen haben mir die liebevoll ausgearbeiteten, überwiegend recht skurrilen Charaktere. Die Handlung beruht auf einer ungewöhnlichen Idee - teilweise zieht sich die Geschichte für meinen Geschmack jedoch zu sehr; einige Kapitel sind mir dann doch auch zu abgehoben. Zum Ende hin nimmt die Handlung noch einmal ordentlich Fahrt auf, und einige Fragen, welche im Laufe des Romans aufgeworfen wurden, erhalten erst durch die Auflösung eine Antwort. Letztendlich ist kaum etwas so, wie es zu sein schien. Insgesamt wird dies keines meiner Lieblingsbücher, aber ich kann es empfehlen als eine außergewöhnliche, durchaus lohnenswerte Lektüre.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    nicole_von_o

    nicole_von_o

    22. April 2012 um 15:31

    Zu Anfang war ich leicht verwirrt da ein und derselbe Sonntag immer wieder stattfindet, ganze 7mal. Jedoch bin ich schnell reingekommen und meine Verwirrung hat sich mit jeder gelesenen Seite mehr und mehr gelegt. Da der Autor eine wirklich schöne Art hat das wissen um die Protagonisten und wieso jemand etwas tut nach und nach preiszugeben. So weiß man mit jedem Sonntag der geschieht besser wieso Micha und Gaspard auf diesem stinkenden Haufen liegen. Genauso erfährt man im grunde auch erst am ende in welcher Beziehung die einzelnen Personen zueinander stehen und das hat mich wirklich überrascht. Genauso wie die letzten 3Seiten in dem man die Begegnung von Justine und Gaspard lesen kann wie sie gewesen wäre, wenn die Magie nicht "eingegriffen" hätte in den normalen Lauf der Dinge. einfach toll

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    MrsFine

    MrsFine

    04. March 2012 um 23:22

    "Die Magier von Montparnasse" ist ein Roman des deutschen Autors Oliver Plaschka. Er verzaubert durch seine raffinierte Mischung aus historischem Roman und Fantasyliteratur. Im Paris des Jahres 1926 begleitet der Leser die unterschiedlichen und vielfältigen Hauptcharaktere der Geschichte. Die Charaktere wechseln sich im erzählen der Geschichte ab, teilen ihre Erlebnisse, Gedanken und unterschiedlichen Wahrnehmungen mit dem Leser. Die Persönlichkeiten dieser Figuren sind sehr schön definiert. Und ich persönlich konnte mit dem jeweiligen Erzähler immer mit fühlen, und hatte die Charaktere sehr gerne. Die Bezüge zu Geschehnissen, Orten, und Personen dieser Zeit, lassen die ganze Geschichte realer erscheinen. So gibt es etwa Verweise auf Hemingway oder Houdini. Und die Lektüre ist wahnsinnig spannend! Die Figuren dieser Geschichte sind alle mit einander verstrickt. Und sie alle haben es mit einem großen Rätsel zu tun. Und während dem Lesen, stellte ich selbst bereits mehrere Theorien auf, was wohl die Lösung dieses Rätsels sein könnte. Und diese geweckte Neugierde, die Spannung, lässt einen immer noch eine Seite mehr lesen. Mich erinnerte es auch ein wenig an Jonathan Barnes. Aber mit weniger Skurrilität und Bosheit. Eine sehr schöne Geschichte, und sehr liebevoll erzählt.

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  • Leserunde zu "Die Akademie der Abenteuer - Die Knochen der Götter" von Boris Pfeiffer

    Die Akademie der Abenteuer
    Boris_Pfeiffer

    Boris_Pfeiffer

    Ciao, hallo und gute Grüße! Ich möchte euch zu einer Leserunde mit der "Akademie der Abenteuer" einladen. Die Akademie der Abenteuer oder ganz richtig 'Die Akademie des leibhaftigen Studiums vergangener Zeiten' wurde im Jahre 1392 von den Gebrüdern Giorgio und Paolo Micheluzzi gegründet. Von außen recht unscheinbar, fasziniert das Innere des Gebäudes schon einges mehr, dort liegen nämlich jede Menge Fetzen, Scherben und Bruchstücke herum .... Wer mag, kann auf http://www.akademie-der-abenteuer.de/die-akademie einen ersten Blick in die Akademie werfen. Die Meister der Akademie unterrichten dort die Lehrlinge und Gesellen in „Ausgestorbene Sprachen“, „Antike olympische Disziplinen“ oder auch Fächern wie „Gesetzmäßigkeiten der Fluten“ und „Seltene Anschwemmungsartefakte“. Fluten, Fragmente und Artefakte - wer davor nicht zurückschreckt und Rufus, Filine und No wie So und noch so ein paar Gestalten kennenlernen möchte, für den und die habe ich 10 Bücher hier, die ich mit einer persönlichen Widmung versehen verschenken kann. Die Leserunde wird am 27. Februar starten. Wer mitmachen möchte, den bitte ich, sich hier zu bewerben. Schreibt dazu bitte, ob ihr schon Mal ein Buch von mir gelesen habt und welches und wie ihr auf die Akademie der Abenteuer gestoßen seid. Leseratten jeden Alters, Kinder mit ihren Eltern, Kinder ohne ihre Eltern oder Eltern ohne ihre Kinder sind alle herzlich willkommen. Ich werde an meinem Geburtstag, dem 21.02.2012, die zehn Teilnehmer auswählen und die Bücher dann am 22. verschicken. Euer Boris Pfeiffer Weiteres gibt es auch auf meiner Website www.borispfeiffer.de und meinem facebookprofil http://de-de.facebook.com/BorisPfeiffer.Autor zu entdecken.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    Musegirl90

    Musegirl90

    12. February 2012 um 16:07

    Paris 1926, ein Varieté am Montparnasse. Eigentlich hatte der Bühnenzauberer Ravi und seine Assistentin Blanche nur ihr harmloses Zauberkunsstück im Sinn. Dann aber wird der große Ravi gezwungen, die älteste Regel der Zauberzunft zu brechen: Vor aller Augen setzt er echte Magie ein. Das Unglück nimmt seinen Lauf und die Zeit in Paris steht still. Eigentlich eine ganz interessante Geschichte. Schade nur dass man die ganze Zeit im Dunkeln gelassen wird, worum es in dem Buch eigentlich geht. Ich hatte gehofft zum Ende würde sich dieses Rätsel lösen und es würde erklärt, welche Rolle die einzelnen Figuren dabei spielen, doch ich wurde enttäuscht. Es wurden zwar einige Dinge geklärt, doch das Wesentliche bleibt weiter im Unklaren. Für die gute Geschichte gibt es deshalb noch 2 Sterne.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    Phantagrafie

    Phantagrafie

    11. February 2012 um 22:26

    Eines der wenigen Bücher, welches ich nicht zuende gelesen habe. Die ständigen Perspektivenwechsel, das langatmige Gelaber und die undurchsichtige Handlung hat mich leider so sehr gelangweilt, dass ich meine Zeit nicht weiter damit vergeuden wollte. Sehr schade, denn der Auftakt war wirklich gut und spannend, das Cover sehr schön gestaltet und Potential hatte die Story allemal. Nur wurde es nicht genutzt.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    11. February 2012 um 12:41

    Ein gutes Buch ist für mich mehr als nur eine gute Geschichte. Ich finde wichtig, dass es rundum stimmig konzipiert ist. Wenn also Umschlaggestaltung, Typographie, Satz, Aufbau usw. sich mit dem Plot und der Sprache zu einem Ganzen zusammenfügen. Diese Ansprüche werden hier erfüllt. Jedem Bibliophilen rate ich allerdings zur Ausgabe von Klett-Cotta. *** Oliver Plaschka leitet den Leser ins Paris Ende der 1920er Jahre. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. Es erinnert mich an die Jugendstil-Fenster, wie Plaschka aus den splitternden Blickwinkeln und sich überschneidenden Wahrnehmungen der Protagonisten ein bezauberndes Mosaik zusammensetzt. Zu Beginn sehen wir diese Welt durch die Augen von Ravi, einem charismatischen Magier, der mit seiner Assistentin Blanche gerade ein lukratives Engagement in einem der Varietés von Montparnasse angetreten hat. Sie arbeiten als Illusionisten - was niemand wissen darf: sie beherrschen auch die echte Magie. Doch über deren Einsatz wacht die übermächtige Société Silencieuse - die Stille Gesellschaft - deren erste Regel lautet "Benutze Magie niemals vor Publikum". Als diese Regel gebrochen wird, sieht sich Blanche dazu getrieben, ein Versprechen einzulösen, das ganz Paris in ein Zeitparadox stürzt. *** Ich gebe zu, das ist kein Buch für Menschen mit wenig Allgemeinbildung - jedenfalls wird ihnen viel an Seitenhieben und Hinweisen entgehen. Plaschka spickt seine Erzählung mit allem, was ein Geschichten- und Mythen-Liebhaber nur in die Finger bekommen kann. Es wimmelt vor Anleihen aus Grimms Märchen, Volks- und Heldensagen, Geheimbund- Bibel- und Mystiker-Wissen sowie unzähligen Kunst-, Kultur- und Literaturszene-Verweisen. Beeindruckend. *** Das Setting und die Stimmung ließen mich oft an "Es kamen drei Damen im Abendrot" von Peter S. Beagle denken. Eine Herberge ist Dreh- und Angelpunkt der Handlung, der Wirt wird mit allerlei zwielichtigem Volk und ihm unverständlichen Vorgängen konfrontiert und so aus seinem Alltag gerissen. Das zwielichtige Volk selbst hat scheinbar größere Probleme als die, einem Wirt nicht auf die Nerven zu gehen. Und die Durchschnittsbewohner sind tiefer mit den Ereignissen verwoben, als allen Beteiligen lieb ist. *** Es ist ein kluges und philosophisches Buch, das zugleich wahnsinnig spannend und sehr unterhaltsam ist. Obwohl Oliver Plaschka viele Elemente bekannter Geschichten und Mythen benutzt, hat er eine eigene Sprache, einen wundervoll lesbaren Stil und eine originelle Handlung erschaffen. Ein großartiger Roman! Hut ab.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    Ninni89

    Ninni89

    29. December 2011 um 19:45

    “Die Schöpfung als Ganzes schmerzt es nicht mehr diese Variante zu verlieren, als es einen Baum schmerzt, ein Blatt abzuwerfen. Wir dagegen sind die Läuse auf diesem Blatt.“ --- Ravi ist ein Zauberkünstler und zusammen mit seiner Partnerin Blanche hat er das größte Engagement seiner Karriere im Bobino im berühmten Viertel von Montparnasse. Doch in der letzten Vorstellung begeht er einen furchtbaren Fehler. Zwar einen, der ihm selbst und Blanche das Leben rettet, aber auch die Stadt der Liebe zu einem Ort des Schreckens macht. Es gibt nur eine Regel. Benutze niemals echte Magie! Durch den Regelbruch landet die Stadt in einer Zeitschleife und als Ravi am nächsten Morgen erwacht ist es erneut Sonntag und Blanche wacht nicht mehr auf. Dieser Tatsachen aber nicht genüge, tauchen plötzlich weitere Magier auf, die angeblich nur herausfinden wollen, was passiert sei, doch sie könnten ebenso gut von der Gesellschaft sein, die über die Regeln wacht. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, die an jedem Morgen von neuem beginnt. Wie kann man die Ordnung wieder herstellen und welche Rolle spielt Justine, die Kellnerin des Jardin dabei? Ravi steht vor einem Rätsel, das alles Bisherige zu übersteigen scheint. --- Oliver Plaschka setzt in seinem Erstlingswerk gekonnt auf eine gute Mischung aus Magie, Legenden, Liebe und Intrigen. Mag einem das Buch nach dem ersten Kapitel noch als eine nette Geschichte über Zauberer und Magie erscheinen, wird damit spätestens auf den nächsten Seiten aufgeräumt. Niemand scheint zu sein was er vorgibt und jeder scheint für jemand anderen zu arbeiten. Mit viel Tiefe werden die Figuren zum Leben erweckt und bleiben an mancher Stelle dem Leser bis zum Ende ein Rätsel. So wie auch Ravi in der Geschichte wird man vor ein solches Rätsel gestellt, das nach und nach, ganz nach Manier von Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes, entschlüsselt wird. Einzig die doch recht philosophischen und teils religiösen Verstrickungen führen zu einem Bruch des leichten Leseflusses. Dadurch wurde mir persönlich das Werk an der ein oder anderen Stelle etwas zu langatmig. --- Trotzdem verdient das Buch insgesamt die vier Sterne. Ein Muss für Fans von Holmes und guter Fantasy, die zur Abwechslung mal nicht in mehreren Teilen auftritt, sondern am Ende des Buches, so wie es sich für eine Geschichte mit viel Liebeseinfluss gehört, mit einem Happy End auftrumpft.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    Toschi3

    Toschi3

    15. September 2011 um 07:28

    Vom Zauber der Zeit Paris, Anfang des 20 Jahrhunderts: Ravi ist ein erfolgreicher Bühnenillusionist und hat zusammen mit seiner Partnerin ein Engagement im berühmten Bobino in Montparnasse erhalten. An sechs von sieben Tagen gehen die Aufführungen gut, doch am letzten Tag muss Ravi echte Magie anwenden, um seine Tricks zu überleben. Ravi und Blanche besiegeln einen geheimen Pakt. Doch damit wird die Zeit für alle nichtmagischen Dinge quasi angehalten. Alle „Normalsterblichen“ müssen diesen Sonntag immer wieder erleben. Das ruft jedoch die Société der Magier auf den Plan, die ihre stärksten Vertreter schickt, um dem geheimen Pakt auf die Spur zu kommen. Oliver Plaschka legt hier ein wunderbares Werk an Fantasyliteratur vor. Er spielt geschickt mit dem „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Effekt, nur dass ein Teil der handelnden Personen sich sehr wohl nicht in dieser Endlosschleife befindet. Hervorragend stellt er dar, wie unterschiedlich Tage verlaufen können, wenn nur ein kleiner Impuls anders gesetzt wird. Diese Tatsache machen sich die Magier in Plaschkas Buch zu Nutze, um ihre jeweils recht eigenen Ziele zu verfolgen. Der Autor schafft es, den Spannungsbogen bis zum Ende des Buches aufrecht zu erhalten. Die Wendungen im Verlauf der Handlung und die Auflösung der Geheimnisse schaffen viele überraschende Effekte. Das Buch ist aus der Perspektive verschiedener Personen jeweils in der Ichform geschrieben. Dadurch schafft Plaschka die Möglichkeit, ein und die selbe Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Dadruch fordert er aber auch vom Leser höchste Aufmerksamkeit für das Geschehen und gelegentlich ist der Wiedereinstieg nach einer Lesepause nicht ganz so einfach. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Obwohl die Materie nicht sehr einfach ist, fliegt man durch die Seiten des Buches der Auflösung zu. Fazit: ein spannender, überraschender Fantasyroman. Auf jeden Fall lesenswert.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    LadyMacbeth

    LadyMacbeth

    05. September 2011 um 15:46

    “Die Magier von Montparnasse” ist ein Phantastik-Roman, für den man sich wirklich Zeit nehmen sollte – einerseits, weil Oliver Plaschka durch eine besonders ausdrucksstarke und abwechslungsreiche Sprache jede Seite zu einem Lesegenuss macht, andererseits, weil es in diesem Buch so viel zu entdecken gibt. Im “Jardin”, einem kleinen, billigen Hotel in Montparnasse, kommen allerlei skurrile Figuren zusammen, um im Endeffekt ein gemeinsames Abenteuer zu bestreiten – als Leser wird man hier so manches Mal an der Nase herumgeführt und entdeckt plötzlich Facetten an bestimmten Figuren, die man so sicherlich nicht erwartet hat. Ravi und Blanche hüten beispielsweise ein Geheimnis ganz besonderer Natur und während Ravi immer wieder präsent íst und an den Fäden zieht, ist es doch Blanche, die hinter allem steht. Eines ist auf jeden Fall sicher: Die beiden sind nicht gerade leicht zu durchschauen. Dies gilt für die meisten der Figuren – bei Barneby (der mein Herz übrigens im Sturm eroberte!) ist man nie sicher, auf welcher Seite er steht und was er genau beabsichtigt, bei Céleste ist eine Einschätzung noch schwieriger. An der Frage, welche Rolle Seraphina spielt, beißt man sich anfänglich die Zähne aus. Esmée erscheint zunächst als keifende, eifersüchtige Ehefrau und hat doch so eine wunderbare, so liebevolle Seite, die sie zu einer der schönsten Protagonisten im gesamten Buch macht – ihr Mann Alphonse wirkt wie aus dem Leben gegriffen und ist auf seine ganz eigene Art und Weise einfach liebenswert. Die Positionen von Gaspard und Justine sind einigermaßen klar, trotzdem wird man nicht müde, ihrer Geschichte zu folgen. Ein besonderes Meisterstück ist Oliver Plaschka jedoch vor allen Dingen mit Orlando und Chloderic gelungen, die so undurchschaubar sind, dass sie die ein oder andere Überraschung parat halten. Ja, Überraschung ist das richtige Wort – in “Die Magier von Montparnasse” wimmelt es vor Überraschungen und unvorhersehbaren Wendungen, weswegen es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen; obwohl der Spannungsbogen nicht kontinuierlich aufrecht erhalten wird und sich die Erzählung im ein oder anderen Moment doch sehr in die Länge zieht. Anfangs hatte ich Mühe, mich mit dem Erzählstil anzufreunden: Die Protagonisten kommen hier alle in kurzen Abschnitten selbst zu Wort, natürlich aus der Ich-Perspektive. Im Nachhinein betrachtet finde ich diese Erzählform für die ganze Geschichte sehr passend, weil sie dem Leser die Vielschichtigkeit der Figuren erst richtig offenbart. Ich muss gestehen, dass ich der Handlung nicht immer zu 100% folgen konnte, auch wenn ich das Buch sehr langsam und gründlich gelesen habe, um es wirklich genießen zu können. Einige Dinge sind mir auch nach der Lektüre noch unklar (über diese Dinge möchte ich aber hier schweigen, um nicht zu viel zu verraten) und durch die Erzählungen der verschiedenen Protagonisten kam ich auch manchmal beim Lesen durcheinander. Auch aus diesen Gründen werde ich das Buch mit Sicherheit noch einmal lesen – in erster Linie aber, weil es mir wirklich gut gefallen hat. Mein Fazit “Die Magier von Montparnasse” ist undurchschaubar, mitunter schwierig – vielseitig, interessant, tiefgehend und vor allen Dingen faszinierend! Ich möchte auch nicht unerwähnt lassen, dass ich an der ein oder anderen Stelle herzlich gelacht habe und mehr als einmal gründlich vom Handlungsverlauf (und von den Figuren) überrascht wurde.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. July 2011 um 21:58

    - Gott ist ein maßloser Angeber - das wissen alle hier an diesem Tisch. Der springende Punkt aber ist, dass dieser riesenhafte Walfisch Zeit, von der platten Schnauze bis zum Schwanz, in Gottes Vorstellung immer schon existierte. Die Schnauze bedingt die Finne, und die Finne bedingt die Fluke. Charmanterweise hat man uns aber nur die schlechtesten Plätze in dieser Vorstellung gegeben, und wir können immer nur einen Teil des Wals sehen, der gerade durch den Reifen springt. - Ravi hat es geschafft. Trotz seiner jungen Jahre ist es ihm geglückt ein Engagement im berühmten Pariser Bobino zu erhalten. An sieben Tagen darf er, gemeinsam mit seiner bezaubernden Assistentin Blanche, die Zuschauer mit Zaubertricks an der Nase herumführen. Allerdings müssen die beiden einige Dinge abändern, bevor sie zu einer Pariser Attraktion der Goldenen Zwanziger werden können. Blanches Kostüm wird gekürzt und eher familiär angehauchte Nummern werden aus dem Programm gestrichen. Teilweise werden sie durch waghalsige Vorführungen ersetzt, die Ravi und Blanche noch nicht sonderlich gut gelingen. Der Zauberer zweifelt, ob sie wirklich unter diesen Bedingungen auftreten sollten. Seine Assistentin redet ihm jedoch gut zu und ermuntert ihn an seine Fähigkeiten zu glauben. Sechs Tage läuft die Show perfekt ab und löst Begeisterungsstürme aus. Besonders beliebt ist ein etwas längerer Trick, der im alten Ägypten spielt und an die Geschichte von Romeo und Julia angelehnt ist. Cleopatra und ihr geliebter Prinz befinden sich am Ende in Glassärgen, die sich mit Sand füllen. Mit der Hilfe raffinierter Beleuchtungstechnik und einem eingebauten Hebel, verlässt Ravi seinen Sarg unbemerkt, bevor dieser sich vollständig mit Sand gefüllt hat. Wie aus dem Nichts taucht der Prinz bzw. der Zauberer auf und befreit Cleopatra. Doch während der siebten Vorstellung funktioniert der Mechanismus im Sarg nicht und Ravi droht tatsächlich zu ersticken. Um sich und seine Assistentin zu retten, muss er echte Magie anwenden und damit gegen die Regeln der Société verstoßen. Welche Konsequenzen das haben wird, weiß niemand. In diesem ganzen Durcheinander erinnert Blanche Ravi an ein Versprechen, dass er ihr vor sieben Jahren gegeben hat. Um es einzulösen, essen beide von einem scheinbar normalen Apfel. Doch damit gerät die Welt und die bekannte Zeitrechnung aus den Fugen. Blanche fällt zwar nur in einen ruhigen und langen Schlaf. Die restliche Menschheit erlebt jedoch, ohne es zu wissen, diesen Sonntag der letzten Vorstellung immer wieder. Und in dem kleinen Pariser Hotel, in dem der Zauberer nächtigt, treffen nach und nach sonderbare Gestalten ein, die irgendwie mit der Société in Verbindung stehen. Was wollen sie von Ravi und Blanche? Wer ist eigentlich Mitglied der Société? Und wann wird die Zeit einfach wieder normal verlaufen? Oliver Plaschka hat mit diesem Werk einen ruhigen und doch spannenden Fantasieroman geschaffen. Die wirklichen Magier jagen nicht spektakulär durch Paris und vollführen keine wundersamen Veränderungen, die von einem großen Feuerwerk begleitet werden. Sie beeinflussen Menschen und verändern so den Lauf der Dinge. Da die Veränderungen jedoch nur für einen Tag gelten und sich die menschlichen Protagonisten am darauffolgenden Tag an nichts erinnern können, gewähren die Magier hin und wieder einen Einblick in ihre Welt. Über diese Einblicke und ihre persönlichen Erlebnisse berichten die Figuren in Form einzelner Kapitel. So erschließt sich die gesamte Geschichte über die abwechselnden Berichte von Ravi, Blanche, den Hotelangestellten und den neu angereisten Magiern. Dabei überschneiden sich die Ereignisse jedoch nicht komplett, auch Eindrücke, die außerhalb der großen Handlung gesammelt wurden, werden wiedergegeben. Hier liegt meines Erachtens nach eine besondere sprachliche Stärke des Werkes. Plaschka schafft es den einzelnen Figuren nicht nur eine individuelle Sprache zu geben, sondern rüstet sie auch mit ihrem eigenen Humor und eine ganz eigene Sicht auf die Welt aus. Zudem zeichnet er das Paris der 1920er Jahre so wunderbar nach, dass man das Gefühl hat neben den Protagonisten zu stehen. Sie drehen sich kurz zur Seite, zwinkern und rennen los. Wer würde da nicht mitrennen? Und gemeinsam betrachtet man dann die Künstler und Literaten der damaligen Zeit mit einem Lächeln: "Oder sollen wir Esmées Maler noch einen mit auf den Weg geben? Vielleicht wird er uns ja eins seiner wundervollen Bilder dafür geben, wie das mit der dicken Frau und dem Pudel drauf?" Fazit: Ein rundum gelungenes Werk, dass, trotz des sich wiederholenden Sonntags, spannend ist und bis zum Schluss überraschende Wendungen bereit hält.

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  • Rezension zu "Die Magier von Montparnasse" von Oliver Plaschka

    Die Magier von Montparnasse
    Klaerchen87

    Klaerchen87

    15. March 2011 um 08:22

    Die Magier von Montparnasse besticht zunächst vor allem durch sein wunderschönes Cover. Es erweckt sogleich die Vorfreude auf ein magisches Abenteuer im Paris der 20er Jahre. Das Buch ist sehr schön geschrieben, so dass man es eigentlich schön fließend lesen kann. Allerdings muss man sich zunächst an den Aufbau des Buches gewöhnen. Der Autor erzählt seine Geschichte aus dem Blickwinkel von 7 verschiedenen Personen. Da gibt es den großen Magier Ravi, die wunderschöne Blanche, die pflichtbewusste Justine, den Jungautor Gaspard, den unzufriedenen Alphonse, die grimmige Esmée und den geheimnisvollen Barneby. Zwar ist über jedem Abschnitt der jeweilige Protagonist angegeben, dennoch dauert es etwas, bis man sich an diesen Stil gewöhnt hat. Auch ist die Geschichte vor allem anfangs etwas verwirrend, und ihr ganzes Ausmaß erschließt sich dem Leser erst ganz zum Schluss. Lässt man sich allerdings von diesen Dingen nicht abschrecken, wird man durch eine phantasievolle, spannende Geschichte belohnt, die sich nicht mit den mittlerweile oft allzu ähnlichen Fantasygeschichten vergleichen lässt. Vor allem das große Finale des Buches, das so manche Überraschung bereithält, lässt den großen Ideenreichtum des Autors hervortreten. Gerade weil Oliver Plaschka seine Leser bis zum Schluss in vielen Dingen im Dunkeln tappen lässt, und sich manche Dinge wohl erst nach nochmaligem Lesen des Buches vollständig nachvollziehen lassen, finde ich es äußerst faszinierend. Denn ist es nicht auch eine Eigenschaft von Zauberei, dass sie eben nicht immer durchschaubar ist. Fazit: Ein außergewöhnliches und vor allem zauberhaftes Buch!

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