Oliver Plaschka Marco Polo: Bis ans Ende der Welt

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Inhaltsangabe zu „Marco Polo: Bis ans Ende der Welt“ von Oliver Plaschka

Ein heldenhafter Abenteurer? Ein geistreicher Berater der Mächtigen? Oder doch nur ein einfacher Betrüger? Die einzige Roman-Biografie über eine der schillerndsten Figuren des Mittelalters: Marco Polo, meisterhaft erzählt von Oliver Plaschka Ist dieser Mann ein Held, ein Genie oder nur ein Lügner? Diese Fragen gehen dem Geschichtenerzähler Rustichello durch den Kopf, als er der Erzählung seines Mitgefangenen Marco Polo lauscht. Hat dieser Marco es wirklich bis an den Hof des Kublai Khan geschafft? Doch diese Fragen verblassen mehr und mehr, je stärker der geschickte Geschichtenerzähler Marco Polo seinen Zuhörer mit seinen Schilderungen gefangen nimmt. Und so reist Rustichello mit Marco zurück in die Vergangenheit, bestaunt mit ihm die Wunder Asiens, hört von dem Geschick, mit dem der Venezianer alle kulturellen Gräben überwinden und zu einem der wichtigsten Männer Chinas aufsteigen konnte.

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  • eine wortgewaltige Reise ins Land der Mongolen

    Marco Polo: Bis ans Ende der Welt
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    02. January 2017 um 13:18

    Marco Polo macht sich zusammen mit seinem Vater Nicoló und seinem Onkel Maffeo auf, um die Wunder Asiens zu erkunden. Sie reisen bis zum Hofe des Kublai Khan und Marco schafft es, dessen Gunst zu gewinnen. Marco steigt zu einem der wichtigsten Männer im Reich das Khan auf. Dies alles erzählt er zumindest Rustichello, der zusammen mit ihm im Gefängnis in Genua einsitzt. Rustichello weiß nicht, ob er den Erzählungen glauben kann, denn was Marco zu berichten weiß, ist schier unglaublich.Der Autor entführt uns ins Jahr 1298, wo er uns zuerst Rustichello vorstellt. Er verbringt schon längere Zeit im Gefängnis in Genua. In der Nachbarzelle wird ein neuer Gefangener eingesperrt. Ein Venezianer, der mit großen Worten seine Geschichte erzählt und sich letztendlich als Marco Polo vorstellt. Rustichello lauscht andächtig den Abenteuern des Mannes und fragt sich mehrmals, ob solch unfassbaren Dinge tatsächlich geschehen können.Man kommt sich ein bisschen vor wie in 1001 Nacht. Man liest Szenen aus dem Gefängnis, wenn sich Rustichello und Marco unterhalten. Dann wieder fängt Marco an zu erzählen, wie es ihm im fernen Asien ergangen ist. An spannenden Stellen hört er auf, und man befindet sich dann wieder im Gefängnis in Genua. So geht es immer weiter. Ich finde, durch diese Art wird die Spannung gehalten, man möchte wissen, wie es weitergeht und was Marco noch so alles erlebt hat.Der Autor hat einen wirklich fesselnden Schreibstil, der einem an das Buch bindet. Und das ist auch Nötig, denn mit knapp 900 Seiten ist das Buch nicht mal so eben was für Zwischendurch. Es braucht Talent, über einen so langen Zeitraum den Leser bei der Stange zu halten. Wie schon geschrieben, dem Autor ist dies auch sehr gut gelungen. Die Abenteuer Marco Polos sind schon wirklich haarsträubend. Mit 15 Jahren ist er aufgebrochen, zusammen mit seinem Vater und seinem Onkel das ferne Asien zu besuchen. Ihr Weg führt sie von Venedig über diverse Orte in Asien bis hin in das wundersame Xanadu (heute Shang-du in China). Dort trifft er auf den Khan des Landes, Kublai. Und auf weitere für ihn faszinierende Personen. So den Sohn des Khans, Chinkim, die Tochter des Khans, Kokachin und auch einen Kurier namens Zurficar. Diese Personen entwickeln sich neben vielen weiteren zu wichtigen Charakteren in der Geschichte.Die Spannung wird sehr langsam aufgebaut und doch ist man von Anfang an mittendrin in der unglaublichen Lebensgeschichte Marco Polos. Ich habe mir mehrere Artikel im Internet über Polo angeschaut und kann sagen, dass der Autor sich von den zeitlichen Geschehnissen her weitestgehend daran gehalten hat. Einige kleine Dinge hat er abgeändert, was er aber auch im Nachwort selbst anmerkt. Dies tut jedoch der Geschichte keinen Abbruch.Ob Marco Polo wirklich zu einem der mächtigsten Männer in Reich des Kublai Khan aufgestiegen ist, kann natürlich nicht mehr richtig belegt werden - außer Zeitreisen werden erfunden ;) - und doch hat alles eine gewisse Glaubwürdigkeit. Marco Polo wird einem in seiner (Reise)Geschichte als sehr besonnener Mann vorgestellt. Er tut, was ihm aufgetragen wird, gibt jedoch auch seine Meinung dazu ab. Und doch hat er eine Abenteuerlust, die gestillt werden muss. Dies wirkt sich dann natürlich auch auf sein Umfeld aus und so stürzt er so manchen in Verzweiflung, manche sind jedoch auch sehr froh über seine Entschlüsse.Rustichello dagegen, Marco Polos Mitgefangener, hängt fast an dessen Lippen, als Marco über seine Reise und seine Abenteuer erzählt. Er schüttelt zwar den Kopf ob der mysteriösen Dinge, die Marco passieren, doch zählt für ihn in erster Linie die Aussicht darauf, ein gutes Buch zu schreiben und erfolgreich zu werden. Bis er merkt, dass Marco Polo nicht mehr nur der Erzähler ist, der er am Anfang war, sondern mehr und mehr zu einem Freund wird. Und so ist es für Rustichello auch fast ein Muss, auch mal anzuzweifeln, was Marco erzählt.Viele Namen erwarten einem. Sei es für Personen, Städte oder Länder. Wenn man jedoch in den hinteren Teil des Buches blättert, gibt es eine Auflistung aller Namen und deren Bedeutung. So konnte ich immer wieder nachschauen, falls ich mir unsicher war. Sehr gut finde ich, dass es auch eine Auflistung gibt, wie die Namen zu Marco Polos Zeit waren und wie die Städte heute heißen. Google Maps war mein ständiger Begleiter auf Marcos Reise. Wer sich auf die Geschichte einlässt, den erwartete ein exotischer Mix aus Abenteuer, Liebe, Intrige und Krieg, ein spannender historischer Roman über ein unbekanntes Land mit großartigen Charakteren.Fazit:Eine wortgewaltige Reise ins Land der Mongolen.

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  • Marco Polo

    Marco Polo: Bis ans Ende der Welt
    -sabine-

    -sabine-

    26. December 2016 um 12:07

    Ich lese gerne dicke historische Schmöker, in die man abtauchen kann und sich so in andere Zeiten und Welten versetzt. Und genau so war es auf bei diesem knapp 900 Seiten starken Wälzer: Die Geschichte um Marco Polo, seine Reisen und Abenteuer haben mich von der ersten Seite an gefesselt!Sehr gut gefallen hat mir die Art der Erzählung – es gibt nämlich zwei Erzählstränge, die parallel laufen und die mich beide wirklich fesseln konnten. Der eine spielt im Jahr 1298, als Marco Polo während einer Seeschlacht gefangen genommen und anschließend in den Kerker geworfen wird. Dort lernt er den Schriftsteller Rusticello kennen, der in der Nachbarszelle sitzt. Ihm erzählt er seine Lebensgeschichte, und das ist dann der zweite Erzählstrang, der im Jahre 1264 beginnt und sich bis ins Jahr 1298 spinnt. Ich mochte beide Handlungsstränge sehr gerne und habe mich in beiden sehr wohl gefühlt. Gerade die Gespräche im Kerker fand ich besonders ansprechend, weil ich den Wortwitz zwischen Polo und Rusticello sehr mochte. Aber auch das Leben Marco Polos, bis er schließlich in den Kerker geworfen wird, war interessant. Man merkt, dass der Autor sehr gut recherchiert hat, dabei bleibt die Romanbiographie aber spannend und unterhaltsam, da sie durch die vielen Erlebnisse und Begegnungen Marco Polos eher an einen Abenteuerroman denn an eine Biographie erinnert. Und diese Abenteuergeschichte würde ich tatsächlich jedem empfehlen – egal, ob jung oder alt, Mann oder Frau – hier wird jeder auf seine Kosten kommen, weil einfach so vieles geboten wird: es geht um Liebe und Freundschaft, um Intrigen und Kampf, um Politik und um die Querelen der damaligen Zeit. Die Geschichte baut sich langsam auf und trotz auch immer wieder auftretender eher ruhiger Passagen, bleibt die Spannung doch vorhanden. Auch die Charaktere werden langsam eingeführt – da war ich bei den für mich nicht sehr eingängig klingenden Namen aus fernen Landen auch dankbar drum, denn so konnte ich mich langsam an sie gewöhnen. Die Figuren sind sehr gut gestaltet und ausgearbeitet, jeder hat eine eigene Geschichte, die man nach und nach erfährt. Dabei gibt es auch die eine oder andere Überraschung, die ich zumindest so gar nicht gedacht hätte, die aber dennoch glaubhaft waren. Marco Polo habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen, gerade weil man ihn in seiner Jugend kennenlernt und seinen Weg gemeinsam mit seinem Onkel und Vater in die fernen Landen dann begleitet. Mal ist Marco witzig, dann wieder vorlaut, immer wieder auch ernst und respektvoll – gerade aber seine schelmische Art, die vor allem in seinen Gesprächen mit dem Zellennachbarn zutage kommt, mochte ich sehr. Rusticello ist die andere Figur, die mir sehr gut gefallen hat – er war so umsorgend und hatte sein Herz einfach am rechten Fleck, da konnte ich gar nicht anders, als ihn in meines zu schließen.Auch die Geschichte selber bot überraschende Wendungen. Immer wieder gab es Ereignisse, die ich niemals geahnt hätte, die die Geschichte auch spannend gehalten haben und sie niemals haben langweilig werden lassen. Gerade das Ende hat mich dann völlig überrumpelt – niemals habe ich damit gerechnet, und mir hat diese Interpretation sehr gut gefallen.Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und entführt schon nach wenigen Seiten in eine andere Welt und Zeit. Er ist sehr lebendig durch viele Dialoge, beschreibend dort, wo es notwendig ist, um sich alles vorzustellen, wird dabei aber nie langatmig oder gar langweilig. Mich hat er mitgerissen und begeistert, so dass ich das Buch zügig gelesen habe und mir die vielen Seiten keine Angst einflößten.Mein FazitEine wunderbare Romanbiographie über Marco Polo, die aber eher an einen spannenden Abenteuerroman erinnert. Die sehr gut ausgearbeiteten Charaktere, die nach und nach eingeführt werden, der flüssig zu lesende Schreibstil und die vielen überraschenden Wendungen haben das Buch für mich zu einem Leseerlebnis werden lassen. Ich empfehle das Buch allen historisch Interessierten, egal ob Jung oder Alt, männlich oder weiblich, denn da wird jedem etwas geboten. Ich gebe 4 von 5 Sternen und werde mich nach weiteren Büchern des Autors umschauen.

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  • Romanbiografie vom Feinsten

    Marco Polo: Bis ans Ende der Welt
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    21. December 2016 um 10:31

    Marco Polo trifft im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal auf seinen Vater. Das ist Nicolò Polo, der Kaufmann. Er war gemeinsam mit seinem Bruder Maffeo in Asien - Marco beginnt Fernweh zu entwickeln. Bald reist er mit Vater und Onkel.   Einführend bekommt man erst einmal einen zusammengefassten - vereinfachten - Stammbaum der Dschingisiden. Es folgt doppelseitig eine Karte und das Inhaltsverzeichnis mit:   - Buch der Reise - Buch Kithais - Buch der Heimkehr   Anhänge: Figurenverzeichnis historische Ereignisse Ortsverzeichnis Nachwort Literatur Danksagung   Das Buch der Reise beginnt im Jahr 1264 und endet im Jahr 1273. Vor dem mehr als 800 Seiten muss man sich absolut nicht fürchten. Sie lesen sich extrem flüssig und spannend kurzweilig. Es ist beste Unterhaltung für mich gewesen und ich habe so viel auch gelernt - historisch gesehen und bezogen auf die Biografie Polos.   Leseprobe: =========   So kam es, dass der Khan im Jahr der Feuer-Ratte seine alljährliche Jagd einen Monat verkürzte und stattdessen mitsamt seinem Hofstaat gen Süden zog, um dem Fall der mächtigen Stadt Quinsai beizuwohnen. Die Hauptstadt war größer als alle anderen Städte, und ihre Kapitulation würde gleichsam das Ende jener dreihundert Jahre alten Dynastie markieren, die einst ganz Kithai und Manzi beherrscht hatte. ...   Die zarte aufkeimende Liebe zwischen Marco und Kublai Khans Tochter Kokachin passt sich in die abenteuerliche Handlung perfekt ein. Die Handlung ist überhaupt sehr lebendig geschrieben, man fühlt sich hinein versetzt in die Szenen und erlebt die Abenteuer bildhaft mit.   Schön finde ich, dass der Autor im Anhang die Figuren und Ereignisse, die historisch belegt sind, aufgelistet hat. Das Buch ist inhaltlich dicht und für meine Begriffe wertvoll. So erlebe ich Geschichte sehr gern. Hat wirklich Freude gemacht, die Geschichte Marco Polos auf diese Art und Weise zu erleben.   Ich empfehle das Buch Freunden des historischen Genres, aber auch Lesern, die Abenteuergeschichten und Biografien mögen.

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  • Spannung, Romantik und gute Charaktere

    Marco Polo: Bis ans Ende der Welt
    denise7xy

    denise7xy

    11. December 2016 um 16:30

    >>Manchmal scheint es, die große Geschichte, deren teil wir alle sind, schert sich nicht um uns. Die Geschichte schreibt sich selbst, und wir müssen unseren Platz in ihr finden.<< S. 415Erster SatzAls Rustichello da Pisa im Herbst des Jahres 1298 einen neuen Zellennachbarn bekam, hatte er die Hoffnung, in seinem Leben noch etwas anderes als das Gefängnis zu sehen, längst aufgegeben.Meinung 1298 in einem genuesischem Gefängnis: Der Gefangene Rustichello trifft auf den weit gereisten Marco Polo. Der Geschichtenschreiber und -erzähler lässt sich von dem venezianischem Kaufmannssohn tief in dessen Geschichte über seine Reise zum Khan ziehen und beschließt über den jungen Mitinsassen ein Buch zu schreiben. Eine unglaubliche Reise mit vielen Abenteuern wartet nur darauf in Rustichellos Vorstellung zu erblühen. Das Cover ist schlicht. Man sieht eine Karnevalsmaske aus Venedig und ein Fernrohr, was wohl beides für Marco Polo und dessen Geschichte stehen soll. Als venezianischer Kaufmannssohn ohne Eltern aufgewachsen, reist er mit 15 Jahren in den fernen Osten, zusammen mit seinem gerade erst zurückgekehrten Vater und Onkel. Das Buch kommt mit sehr viel zusätzlichen Informationen, die ich mit Begeisterung empfangen habe. Es gibt eine Karte, einen Stammbaum Dschingis Kahns sowie ein Historikverzeichnis und ein Ortsverzeichnis. Die Geschichte rund um Marco Polo und Rustichello im Gefängnis ist sehr authentisch. Man spürt, dass die Gefangenen ausgezerrt sind und vieles durchlebt und mitgemacht haben. Die fantastischen Abenteuer Marco Polos werden grandios erzählt und kommen mit viel Spannung daher. Zum Ende hin lässt diese leider etwas nach, wie ich finde. Dafür merkt man, dass es dem Venezianer schwerer fällt seine Geschichte zu erzählen. Der Schreibstil ist sehr schön und die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Die Charaktere waren allesamt glaubwürdig, besonders mit dem jungen Marco Polo habe ich sehr mit gefiebert.FazitEin sehr gut recherchiertes Buch, mit Spannung, etwas Romantik und guten Charakteren. 4/5 Sterne

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  • Marco Polo - Ein Sohn vieler Väter

    Marco Polo: Bis ans Ende der Welt
    Fafharad

    Fafharad

    20. November 2016 um 19:47