Oliver Rennicke

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Lebenslauf

Oliver Rennicke studierte Schauspiel sowie Film- und Fernsehregie, arbeitete als Funker, Disponent, Redakteur und freier Journalist, liebt die Abgeschiedenheit des Waldes und die Gesellschaft seiner Katzen. „Kittylectric und die schwarze Löwin“ ist nach „Kittylectric und die Entgiftung der heidnischen Gaukler" das zweite Abenteuer aus dem Dunstkreis der Kinderwald Gruppe.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Oliver Rennicke

Danke, liebe Kinderwald Gruppe, für all die hinterlistigen Albträume …

… die mich erst jetzt, Monate später, heimsuchen! Und dabei kommen all diese KWG-Cover doch so „harmlos“ daher … Ich kann es nicht oft genug betonen: Es gibt so viel unfassbar schlechte Literatur in Deutschland! Jeder, der einen F*** im Kopf hat, fühlt sich dazu berufen, diesen zu Papier zu bringen und ihn der Welt zu präsentieren. Und täglich werden es mehr und mehr. Der Wust an Romanen (egal ob Selfpublisher oder bei den ach so großen Verlagen) gleicht einem unüberschaubaren Heuhaufen, bei dem es immer schwieriger wird, die Nadel (bzw. die wahre Literatur) herauszufiltern. So bleiben die KWG-Romane durch die Bank weg (von Kittylectric über A-V-A bis zur Schattensäule) dann leider für viele unter dem Radar, obwohl sie eine ganz und gar andere Aufmerksamkeit verdient hätten! Die Fündigen, die ihre Fühler weit genug ausgestreckt haben, um hierher zu gelangen, dürfen sich glücklich schätzen! Danke, liebe Kinderwald Gruppe, für all die schaurigschönen Albträume, die mich mitunter heute noch heimsuchen!


 


 

Cover des Buches Kinderwald Gruppe / Schattensäule (ISBN: 9783819766763)
A

Rezension zu "Kinderwald Gruppe / Schattensäule" von Oliver Rennicke

Agent888
Ein Licht in der großen Dunkelheit aus veröffentlichten Schreibergüssen

Es gibt so viel unfassbar schlechte Literatur in Deutschland. Jeder, der einen F*** im Kopf hat, fühlt sich dazu berufen, diesen zu Papier zu bringen und ihn der Welt zu präsentieren. Und täglich werden es mehr und mehr. Der Wust an Romanen (egal ob Selfpublisher oder bei den ach so großen Verlagen) gleicht einem unüberschaubaren Heuhaufen, bei dem es immer schwieriger wird, die Nadel (bzw. die wahre Literatur) herauszufiltern. So bleibt ein Roman wie „Schattensäule“ (auf den ich nur durch einen glücklichen Zufall gestoßen bin, da ich die Vorgängerwerke des Autors kannte) dann leider für viele unter dem Radar, obwohl er eine ganz und gar andere Aufmerksamkeit verdient hätte! Die Fündigen, die ihre Fühler weit genug ausgestreckt haben, um hierher zu gelangen, dürfen sich glücklich schätzen!

Wie das Drehbuch zu einem unveröffentlichten David Lynch Film …

… irgendwo zwischen Lost Highway und Twin Peaks, voll mit unerschöpflichem, mindestens ebenso schrägem Ideenreichtum! In der ersten Hälfte stellenweise auch an Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ angelehnt oder vielmehr wie ein wahnwitziger Fiebertraum zu Stanley Kubricks Traumnovellen-Verfilmung „Eyes Wide Shut“, der irgendwann in einem Lovecraftschen Monstrositäten-Kabinett ausartet (also quasi ein Traum vom Traum in der Traumnovelle). Dann wieder, auf einer überaus befremdlichen Ebene darunter, mit nichts vergleichbar (und doch irgendwie typisch Rennicke, ohne dass ich erklären könnte, was diese „Ebene“ konkret ausmacht). Die Frage nach der „ewigen Schuld“ (für begangene Morde aus früheren Leben) zieht sich wie ein unterschwelliger roter Faden durchs gesamte Buch und nimmt gerade zum Ende hin immer dramatischere Dimensionen an, bietet aber auch jede Menge Spielraum für Interpretationen: in Bezug auf Kittylectric und ihren Killer (und die Frage warum sie sterben musste) sowie auf einen übergeordneten, vielleicht auch nur von mir hineingedeuteten gesellschaftskritischen Kontext … Nur was es mit dem vertriebenen Sachsenkönig zu Beginn des Romans auf sich hat, konnte ich noch nicht so ganz ergründen, wobei ich auch da mittlerweile einen irrwitzigen Verdacht hege …

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