Oliver Sacks

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Awakenings - Zeit des Erwachens

Awakenings - Zeit des Erwachens

 (30)
Erschienen am 01.02.1991
Der einarmige Pianist

Der einarmige Pianist

 (31)
Erschienen am 01.08.2009
Der Tag, an dem mein Bein fortging

Der Tag, an dem mein Bein fortging

 (14)
Erschienen am 01.07.1998
Stumme Stimmen

Stumme Stimmen

 (11)
Erschienen am 01.07.1992
Onkel Wolfram

Onkel Wolfram

 (12)
Erschienen am 01.07.2003
Eine Anthropologin auf dem Mars

Eine Anthropologin auf dem Mars

 (10)
Erschienen am 02.01.1997
Migräne

Migräne

 (9)
Erschienen am 01.03.1996

Neue Rezensionen zu Oliver Sacks

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A

Rezension zu "The Island Of The Colorblind" von Oliver Sacks

Spannendes Buch
AgnesFatraivor 5 Monaten

Ein wahnsinnig spannendes und interessantes Buch für jeden, der medizinisch-naturwissenschaftlich interessiert ist, toll geschrieben

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Schluffs avatar

Rezension zu "Awakenings - Zeit des Erwachens" von Oliver Sacks

Zeit des Erwachens
Schluffvor 5 Monaten

Bewusst Sein. Sich seiner. Eine trügerische Angelegenheit wenn sie von der Nähe betrachtet wird. Ganz nah muss man dran sein um der Gaukelei unserer Tiefen auf die Schliche zu kommen. Dann aber erfahren wir das unsere Sinne nicht nur das Offensichtliche wahrnehmen sondern fast alles was sich in unserer Umgebung ereignet. Wie vermessen ist es zu denken das ein Schlafender oder gar ein Komapatient die an seinem Bett geführten Gespräche nicht hört? Das Buch beschreibt die Arbeit eines Arztes der sich mit der Schlafkrankheit befasst in der ein Patient scheinbar leb- und interessenlos vor sich hindümpelt. Bei seinen Versuchen mit einem Medikament gelingt es ihm Menschen für kurze Zeit aus diesem Zustand herauszureissen.

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PhilippWehrlis avatar

Rezension zu "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" von Oliver Sacks

24 skurrile Fallbeschreibungen aus dem Tagebuch eines Neurologen
PhilippWehrlivor einem Jahr

Obwohl ich mich schon lange mit Sinnestäuschungen, mit der Gehirnforschung und mit Theorien über das Bewusstsein befasst hatte, wurde mir erst mit diesem Buch klar, wie viel ich ständig als selbstverständlich voraussetzte. „Ich glaube, was ich gesehen habe“, dachte ich etwa. Und realisierte nicht, dass mein Gehirn mir eine komplette Welt vorgaukeln konnte. Der Neuropsychologe Oliver Sacks beschreibt eine Reihe skurriler Fälle aus seiner Praxis und führt uns dabei vor Augen, wie zerbrechlich das menschliche Bewusstsein doch ist.

Ein Mann mit gesunden Augen und überdurchschnittlicher Intelligenz verliert nach und nach seine Fähigkeit Bilder wahrzunehmen, ohne dies selber zu bemerken. Er kann zwar noch winzige Details sehen und erkennen, kann aber seinen Fuss nicht mehr von seinem Schuh unterscheiden. Beim Abschied streckt er statt dem Arzt einer Standuhr die Hand hin. Und als er den Hut aufsetzen will, greift er nach dem Kopf seiner Frau. Ab und zu scheint er sich über einen seiner Missgriffe zu amüsieren, aber er bemerkt nicht, dass er praktisch nichts mehr sieht.

Ein anderer Mann erwacht und stellt entsetzt fest, dass „jemand wohl als Scherz ihm ein fremdes Bein in sein Bett gelegt hat.“ Er will das Bein loswerden und wirft es aus dem Bett. Dabei fällt er selbst heraus und bemerkt entsetzt, dass „das Bein am Körper angewachsen ist.“

Eine Frau verliert nach einem Hirnschlag die gesamte linke Seite der Welt. Sie sieht diese Welt nicht mehr und kann sich auch nicht mehr daran erinnern. Wenn sie etwas vermisst, dreht sie sich so lange nach rechts, bis der vermisste Gegenstand auftaucht. Denn nach links drehen, nach dieser Seite, die es gar nicht gibt, das kann sie nicht. Wenn sie einen ihr bekannten Platz beschreiben muss, beschreibt sie alle Häuser auf der rechten Seite und ist überzeugt, den Platz vollständig beschrieben zu haben. Bittet man sie aber, sich in Gedanken umzudrehen, so kann sie kurz darauf all die Häuser beschreiben, die sie eben erst vergessen hatte. Dafür sind ihr diejenigen entglitten, die sie eben erst aufgezählt hatte.

Umgekehrt bemerken wir wohl viele Dinge nicht, die unsere Sinne eigentlich wahrnehmen könnten. Eindrücklich zeigt dies der Fall ‚Hundenase’. Ein Mann erhält als Nachwirkung von Drogen einen übermenschlich feinen Geruchssinn. Er erkennt seine zwanzig Mitpatienten am Geruch, kann ihre Gefühle – Angst, Zufriedenheit, sexuelle Erregung – wie ein Hund riechen.

Oliver Sacks erzählt unterhaltsam und genussvoll all die skurrilen Details von 24 seiner Patienten. Sorgfältig beschreibt er, was diese wahrnehmen und wie es sich auf ihren Alltag auswirkt. Über die neurologischen Grundlagen oder über die Theorien zu den Krankheiten berichtet er nichts. Wie die Menschen therapiert werden, erfährt man nicht. Es geht Sacks nur um das Phänomen. Dennoch begreift man beim Lesen ungeheuer viel von der menschlichen Natur. Wie der menschliche Geist funktioniert, erkennt man wohl am besten, wenn gewisse Dinge nicht mehr funktionieren. Wer den Menschen kennenlernen will, muss dieses Buch lesen! 

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