Oliver Sacks

 4 Sterne bei 360 Bewertungen

Lebenslauf

"romantische" Wissenschaft: Oliver Sacks, geboren am 9. Juli 1933, war ein britische Schriftsteller und Neurologe. Er studierte Physiologie und Biologie in Oxford und war nach seinem Abschluss als Assistenzarzt tätig. Später setzte er seine Ausbildung zum Neuropathologen fort und begann seine Forschungen über diverse Krankheitsbilder. 

Bekannt wurde er vor allem für seine Bücher, in denen er komplexe Krankheitsbilder in alltägliche Geschichten verpackte, um sie als Romane zu veröffentlichen. Mit seinem Ziel hinter jeder Erkrankung ein individuelles Schicksal zu erkennen und dies als Geschichte zu verpacken wurde der Schriftsteller bald zu einer internationalen Berühmtheit.

Für seine „romantische“ Wissenschaft wurde Sacks mit mehreren Oscar- und Golden-Globe-Nominierungen ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden zahlreiche seiner Werke ausgezeichnet. Darunter seine Fallgeschichte „Zeit des Erwachens“, die mit Star-Schauspielern wie Robin Williams und Robert de Niro besetzt wurde. 

Der Autor starb am 30. August 2015 in New York City.

Alle Bücher von Oliver Sacks

Cover des Buches Awakenings - Zeit des Erwachens (ISBN: 9783644000889)

Awakenings - Zeit des Erwachens

(32)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches Der einarmige Pianist (ISBN: 9783644000902)

Der einarmige Pianist

(34)
Erschienen am 17.08.2021
Cover des Buches Der Tag, an dem mein Bein fortging (ISBN: 9783644000872)

Der Tag, an dem mein Bein fortging

(16)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches Das innere Auge (ISBN: 9783499625602)

Das innere Auge

(14)
Erschienen am 01.09.2012
Cover des Buches Onkel Wolfram (ISBN: 9783644000858)

Onkel Wolfram

(13)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches Stumme Stimmen (ISBN: 9783644000896)

Stumme Stimmen

(11)
Erschienen am 26.03.2019
Cover des Buches On the Move (ISBN: 9783499628931)

On the Move

(10)
Erschienen am 22.07.2016

Neue Rezensionen zu Oliver Sacks

Cover des Buches Dankbarkeit (ISBN: 9783498064402)
Trishen77s avatar

Rezension zu "Dankbarkeit" von Oliver Sacks

Trishen77
Das Leben beugt sich vor dem Tod nur, um noch einmal Glück zu sammeln ...

"Oft habe ich das Gefühl, das Leben würde gerade erst beginnen, nur um gleich darauf zu erkennen, dass es schon fast vorbei ist."

Es wird eines dieser Bücher sein, die man über Jahre und schließlich Jahrzehnte immer mal wieder zur Hand nehmen wird. Nicht (nur und unbedingt) wegen ihres großen Erkenntnisreichtums, sondern wegen einer Eigenschaft, die sich nicht anders benennen lässt als mit dem leicht verklärenden Wörtchen: Besinnlichkeit.

"In den letzten Tagen gelang es mir, mein Leben wie aus großer Höhe zu betrachten, als eine Art Landschaft, und mit einem vertieften Empfinden für die Beziehung zwischen allen ihren Teilen."

Besinnen: auf das Glück am Leben zu sein und in einer Person, einem Ich, seine Leidenschaften und Vorlieben, seine Erfahrungen und Ausbildungen von Persönlichkeit versammeln und herum tragen zu können, hinaus in eine Welt die voller Möglichkeiten steckt, auf einem Weg, den nur einer einschlagen kann: wir selbst. Und am Ende, wenn man angekommen ist, wo man nie hinwollte und doch hingehen musst, um überhaupt zu gehen:

"Man hat gesehen, wie beeindruckende Theorien entstanden und dann an ein paar störrischen Fakten scheiterten. Man besitzt ein geschärftes Bewusstsein für Vergänglichkeit und - vielleicht - auch für Schönheit."

Nein, revolutionär sind sie nicht, die Erkenntnisse und Einsichten, die uns Oliver Sacks in diesen letzten vier kleinen Texten gewährt. Aber sie haben eine andere, wichtige Eigenschaft: sie sind pur. Sie sind nicht argumentativ und füllen keine Theorie mit ihren Ausführungen an. Sie stehen ganz für sich. Und erzählen von einem individuellen Leben, das zu Ende geht und sich noch einmal summiert und kleine wichtige Stellen seiner Empfindung herausstreicht.

"[...] denn es ist das Schicksal - das genetische und neuronale Schicksal - eines jeden Menschen, ein einzigartiges und einmaliges Individuum zu sein, seinen eigenen Weg zu gehen, sein eigenes Leben zu leben und seinen eigenen Tod zu sterben."

Auf den Tod konnte sich Sacks eine Weile vorbereiten. Drei der vier Texte entstanden während einer Zeit, in dem er bereits wusste, dass er unheilbar an Krebs erkrankt war. Aber auch schon der erste Text beschäftigt sich mit dem Alter und dem bevorstehenden Tod.

In allen vier Texten bewegt sich Sacks auf liebgewonnene Aspekte seines Lebens zu und macht nicht viel Hehl aus seinem Resümee, nämlich, dass er ein erfülltes Leben leben durfte. Einmal geht es um seine Familiengeschichte und den Sabbat, ein anderes Mal um das Periodensystem, den Philosophen David Hume und viele andere Kleinigkeiten. Die Texte "Essays" zu nennen wäre vielleicht etwas zu weit gegriffen. Es sind Meditationen, schmal und voller Freundlichkeit und eben: Dankbarkeit.

Zuletzt ist es der Titel der dem Büchlein doch sehr gerecht wird. Und man kann dieses Wort hier direkt, eins zu eins erfahren, man muss nur die Seiten aufschlagen. Und liest man wie Sacks, nachdem er einen vollen Sternenhimmel sehen durfte, schreibt:

"Diese Himmelspracht führte mir plötzlich vor Augen, wie wenig Zeit, wie wenig Leben mir noch blieb. Mein Empfinden für die Schönheit des Himmels, für die Ewigkeit vermischte sich unauflöslich mit einem Gefühl für Vergänglichkeit - und des Todes."

Was Sacks hier beschreibt ist letztlich nichts anderes als das Gefühl "am Leben zu sein." Und allein, dass dies gelungen ist, lässt das Buch im Ganzen zu einer wertvollen Lektüre werden.

Cover des Buches Die feine New Yorker Farngesellschaft (ISBN: 9783894052850)
Rallewus avatar

Rezension zu "Die feine New Yorker Farngesellschaft" von Oliver Sacks

Rallewu
Von Pflanzen und Menschen, die sich von ihnen begeistern lassen

Der Autor des Buches "Die feine New Yorker Farngesellschaft" Oliver Sacks war ein angesehener britischer Neurologe und Autor, der sich Zeit seines beruflichen Lebens immer darum bemühte, neben seinen komplexen Forschungen im medizinischen Bereich nie den Menschen, der hinter den neurologische Krankheiten steckte, aus den Augen zu verlieren. 

Sacks war vielfältig interessiert und unter anderem aktives Mitglied der New Yorker Farngesellschaft - einer botanischen Amateur-Vereinigung, die sich mit dem Entdecken und Dokumentieren von Farn-Gewächsen beschäftigt. In diesem Buch schildert Oliver Sacks in Form eines Reiseberichts eine zehntätige Exkursion der Gesellschaft nach Oaxaca in Mexiko, wo auf engstem Raum hunderte von Farnarten zu entdecken sind und die Mitglieder ihre Leidenschaft für diese Pflanzenart voll ausleben können. Ein - auch für Nicht-Botaniker - toll zu lesender Bericht in dem klar wird, dass der Autor nicht nur an dem botanischen Grundthema der Exkursion sehr interessiert ist, sondern auch die sich auf der Reise ergebenden zwischenmenschlichen Beziehungen sehr zu schätzen weiß. Extrem lesenswert...

Cover des Buches Der Tag, an dem mein Bein fortging (ISBN: 9783644000872)
belli4charlottes avatar

Rezension zu "Der Tag, an dem mein Bein fortging" von Oliver Sacks

belli4charlotte
Selbstzweifel

Cover:

Doch etwas befremdlich kommt das Cover daher und wie ich finde nicht unbedingt ansprechend. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Autor bereits durch verschiedenste Ausführungen zum Thema Gehirnforschung und Neurologie begegnet ist, so dass ich das Buch aufgrund dessen gekauft hatte.

 

Inhalt:

«Auch Ärzte werden zuweilen Patienten; allerdings hört man sie selten davon reden. Und es fragt sich, ob sie die Erfahrung von gewöhnlichen Kranken machen, denn sie haben ihnen etwas Entscheidendes voraus: das Wissen. Umso überraschender, tröstlicher, amüsanter ist ein neues Buch des britischen Neurologen Oliver Sacks, das von der Hilflosigkeit berichtet, die aus der Ahnungslosigkeit entsteht, weil sie die Erlebnisse ohne Vorbereitung über den Kranken hereinbrechen lässt.»

 

Meine Meinung:

 

Oliver Sacks ist eben selbst Arzt und in diesem Buch schildert er eben deutlich und sehr emotional wie er sich als Patient fühlte.

Zum ersten Mal musste er eben am eigenen Körper feststellen was es heißt Missempfindungen oder gar Abblendungen von ganzen Körperteilen zu empfinden. Was mit ihm geschehen ist schildert er teils recht sachlich, aber man spürt wie verzweifelt er diesmal selbst war. Die Hintergründe warum es ihm so erging beeindrucken den Leser sehr, zudem Sacks in diesem Fall sich selbst ergründet und erforscht. Zudem erschließt er immer wieder Zusammenhänge zur damaligen Forschung und Therapieansätzen.

Das Buch ist in einer Art Romanform, wo man eben Sacks begleitet vom Unfall bis hin zu Genesung und dessen einzelne Schritte und deren medizinischen Zusammenhänge.

Extrem interessant, auch wenn man nicht unbedingt was mit Neurologie zu tun hat.

Ich finde es sehr gutgeschrieben, denn so erfährt man eben mehr über Gehirn- und Nervenstrukturen und bekommt ein ganz anderes Verständnis für die jeweiligen Krankheitsbilder und dessen Symptome.

Sehr bildlich, emotional und eben autobiografisch.

 

Fazit:

Definitiv empfehlenswert für Menschen, die eben selbst schon einmal neurologischen Probleme hatten oder eben mit Patienten in Kontakt getreten sind.

Gespräche aus der Community

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Zusätzliche Informationen

Oliver Sacks wurde am 09. Juli 1933 geboren.

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