Oliver Sacks Der einarmige Pianist

(30)

Lovelybooks Bewertung

  • 41 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 4 Leser
  • 4 Rezensionen
(7)
(16)
(7)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der einarmige Pianist“ von Oliver Sacks

'Dies ist Literatur, wie sie nur wenige, Freud vielleicht und C. G. Jung, schreiben konnten, und es ist zugleich sachliche Information.'
'DIE ZEIT' ÜBER OLIVER SACKS

2010

— claudiaaa

Stöbern in Sachbuch

Das verborgene Leben der Meisen

Die Bibel für ausgemachte Meisenliebhaber. Ausführlicher geht fast nicht.

thursdaynext

Kann weg!

Herrliche Lachflashs garantiert!

Lieblingsleseplatz

Zwei Schwestern

Ein wichtiges Buch.

jamal_tuschick

Die Entschlüsselung des Alterns

Ein tolles Sachbuch - leicht verständlich, fundiert und sehr interessant.

HensLens

Planet Planlos

sehr informatives Sachbuch über den Klimawandel

Vampir989

Hass ist keine Meinung

Glaubt nicht alles, was man euch erzählt. Vor allem nicht, was das Internet euch erzählt! Bleibt skeptisch und setzt euer Gehirn ein.

DisasterRecovery

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Frage zu "Der Klang der Zeit" von Richard Powers

    Der Klang der Zeit

    GraceKelly

    Der Klang der Zeit von R. Powers ist eine total schöne Liebeserklärung an die Musik. Welche wetieren Romane kennt ihr, bei denen Musik eine Rolle spielt? Mein Onkel ist Musiker und ich würde ihm gerne eines eurer Vorschläge schenken! Danke

    • 6
  • Frage zu "Der einarmige Pianist" von Oliver Sacks

    Der einarmige Pianist

    hannehergt

    Bücher über Beinamputierte

    • 2
  • Rezension zu "Der einarmige Pianist" von Oliver Sacks

    Der einarmige Pianist

    Soho

    25. September 2009 um 08:10

    Sehr lesenswert für alle, die sich für Musik und deren Wirkung auf uns interessieren.. Oliver Sacks schafft es durch viele Beispiele aus der Praxis ein Sachbuch zu schreiben, dass sich wie ein Roman lesen lässt.

  • Rezension zu "Der einarmige Pianist" von Oliver Sacks

    Der einarmige Pianist

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. September 2009 um 15:39

    Meist interessant stellt Oliver Sacks hier neurologische Fälle bzw. Krankheitsbilder vor, die sich in irgendeiner Weise auf die Musikalität der Patienten auswirken oder auch, bei denen sich die Musik positiv auf die Situation der Patienten auswirkt. Manche Passagen sind sehr medizinisch, von daher recht kompliziert, manche Teile fand ich persönlich auch recht langatmig und trocken. Dieses Buch von Oliver Sacks geht nur auf Phänomene im Zusammenhang mit Musik ein, also wohl besonders ansprechend für Musikliebhaber. Weniger geeignet, um es in einem Zug durchzulesen. Ich hab mehrere Wochen dran gelesen, immer mal wieder ein Kapitel, dann ist es wirklich interessant.

    Mehr
  • Rezension zu "Der einarmige Pianist" von Oliver Sacks

    Der einarmige Pianist

    Vane

    09. February 2009 um 16:56

    Musik hören bringt Genuss. Lesen und dabei etwas lernen macht Spaß. Über Musik und seine Verarbeitung im Gehirn, auch über die gestörte Verarbeitung lesen und etwas lernen kann sehr viel Vergnügen machen. Ich bin wieder etwas klüger geworden und erlebe Musik mit einer neuen Sichtweise.

  • Rezension zu "Der einarmige Pianist" von Oliver Sacks

    Der einarmige Pianist

    HeikeG

    12. August 2008 um 13:18

    "Papa schnäuzt sich in G-DUR" . - Oliver Sacks berichtet über die ganz besondere Wirkung von Musik - . Der gebürtige Londoner und heute in New York lebende Neurologe und Schriftsteller Oliver Sacks legt nach langer Pause ein neues Buch mit Patientengeschichten vor. "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte" hatte ihn Anfang der 1990er Jahre berühmt gemacht. In "Der einarmige Pianist" dreht sich alles um die Musik, und was sie mit unserem Gehirn anstellt. . "Stellen Sie sich vor, Sie gehen auf den Wochenmarkt und bemerken, dass die Bananen infolge einer vorübergehenden Störung Ihrer visuellen Verarbeitung alle orangefarben, der Kopfsalat gelb und die Äpfel lila aussehen." Vor allem die Farbe der Äpfel wird Ihnen mehr als ungewöhnlich vorkommen, Sie gar erschrecken und einen Schauer des Missbehagens erzeugen. Warum erwähnt Oliver Sacks diese optische Disharmonie? Er wählt diesen Vergleich, um dem Leser das Missempfinden von Menschen mit absolutem Gehör beim Hören eines vertrauten Musikstücks in einer falschen Tonart zu vermitteln. Absolutes Gehör? "Menschen mit absolutem Gehör können augenblicklich angeben, was für einen Ton sie hören. Dazu müssen Sie weder überlegen noch einen äußeren Vergleichsmaßstab heranziehen.", so der Autor. Beneidenswert, möchte man meinen. Doch in unserer mitunter lauten und "misstönenden" Welt scheint diese Gabe nicht immer von Vorteil zu sein. . Dieser besonderen Anlage ist eines von neunundzwanzig Kapiteln in Oliver Sacks neuestem Werk "Der einarmige Pianist" gewidmet. Der Mediziner und Autor, der bereits einige publizistische Treffer landen konnte, nimmt den Leser auf eine überaus spannende und interessante Reise durch die neurologischen "Besonderheiten" unseres Gehirns mit. Töne, Klangfarben, melodische Figuren, Harmonien und Rhythmus - zusammengefasst unter dem einheitlichen Begriff Musik - bilden dabei den roten Faden. . Warum übt gerade Musik, egal ob wir nun besonders musikalisch sind oder jeden Ton schief singen, auf uns eine große Macht aus? Sie hat keine Begrifflichkeit und es fehlt ihr an Bildern und Symbolen; dem Stoff, aus dem die Sprache ist. Trotzdem ist sie wahrscheinlich schon seit den frühesten Anfängen unserer Art von zentraler Bedeutung. Die "Musikophilie" - so auch der englische Originaltitel - liegt in der menschlichen Natur, meint Sacks und ist so tief mit ihr verwurzelt, "dass wir sie uns wohl als angeboren denken müssen". Vielleicht ist sie gar gemeinsam mit der Sprache entstanden. . Doch Oliver Sacks beschäftigt sich in seinem Buch nicht mit der Frage, ob Sprache und Musik zusammen oder unabhängig voneinander entstanden sind - dies veranlasste bereits Darwin, Rousseau, Nietzsche oder Spencer und Pinker zu heftigsten Debatten - sondern der Autor geht dem kognitiven Wunder der Musik nach. "Es ist wirklich ein sehr seltsam Ding", grübelt er, "wir alle, in unterschiedlichem Ausmaß, haben Musik in unseren Köpfen." Warum kann sie uns derart beeinflussen, uns beruhigen, beleben, trösten, erregen, uns organisieren oder synchronisieren? Vor allem jedoch, warum hat sie solch großen therapeutischen Wert bei Patienten mit den verschiedensten neurologischen Befunden? . Faszinierend, erhellend und ergreifend sind seine Fallbeispiele aus über vierzig Jahren Praxistätigkeit, die der Autor überaus unterhaltsam darzubieten versteht. In "Der einarmige Pianist" erzählt der 75-Jährige von Menschen, die nach einer Hirnverletzung ihre Musikalität verlieren, und von anderen, die durch eine solche Verletzung erst Musikalität entwickeln. Sacks ist sich sicher, dass neben dem Defekt auch fast immer ein Gewinn existiert, zumindest die Chance auf einen Gewinn. . Der Neurologe erzählt von Menschen, die nach einer Gehirntumoroperation ihre Liebe zur Musik entdecken, von Patienten, bei denen Musik keinerlei Empfindungen auslöst oder von einem Chirurgen, der vom Blitz getroffen wird, überlebt, sechs Wochen später geradezu einen Heißhunger auf Klavierkonzerte bekommt und fortan nahezu besessen von Klassischer Musik ist und im Endeffekt lernt, selbst Klavier zu spielen und auch zu komponieren. Oder die seltene angeborene Erkrankung namens Williams-Syndrom, in der die betroffenen Menschen geistig völlig zurückgeblieben sind, aber eine außergewöhnliche musikalische Begabung offenbaren, in der sie mühelose jedes Musikstück bereits nach dem ersten Hören wiedergeben können. Sacks schreibt über Hirnwürmer, musikalische Halluzinationen und Savants - Menschen mit übersteigerten musischen Fähigkeiten, während andere eingeschränkt oder nicht richtig entwickelt werden. Er berichtet von Anfallsleidenden, Tourette-Patienten, Blinden, Amusischen und Alzheimer- und Demenzkranken, die durch Musik bzw. eine gezielte Musiktherapie aus ihrer Apathie "aufgeweckt" wurden: zur Wachheit, wenn sie lethargisch waren, zu normalen Bewegungen, wenn sie erstarrt waren. . Eine der emotionalsten Geschichten ist die des Musikers und Musikwissenschaftlers Clive Wearing, einem guten Freund Oliver Sacks, der in Folge einer Hirninfektion nur noch eine Gedächtnisspanne von wenigen Sekunden aufweist. "Clive kann keine Ereignisse und Erlebnisse behalten und hat darüber hinaus fast alle Erinnerungen an die Ereignisse und Erlebnisse verloren, die seiner Enzephalitis vorangingen", eingeschlossen seine Hochzeit. Aber es gibt sie, die Wunder. Zum einen verliebt sich Clive jedes Mal wieder in seine Frau, wenn er sie sieht. Und er hat sein musikalisches Vermögen und Gedächtnis praktisch vollständig bewahrt, singt, spielt Klavier und Orgel und dirigiert sogar einen Chor. Er führt zwar kein Leben in dem Sinne wie wir eines haben, aber durch die Vertrautheit mit der Musik und die Liebe zu seiner Frau "überschreitet Clive die Amnesie und findet Kontinuität - nicht als lineares Verschmelzen von Augenblick zu Augenblick - auch nicht als Gerüst autobiografischer Informationen -, sondern als Ort, wo er und wir alle endlich sind, wo wir sind, was wir sind.", erklärt seine Frau Deborah. . Titelgebend war übrigens das 21. Kapitel über den Wiener Pianisten Paul Wittgenstein (1887-1961), der im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verlor, aber zeitlebens ein Phantomgefühl für seine Finger behielt. Er setzte seine Karriere als einarmiger Klaviervirtuose fort, seit 1938 in den USA. Große Komponisten wie Paul Hindemith, Benjamin Britten und Maurice Ravel schrieben Stücke für ihn, die heute häufig von zweihändigen Pianisten gespielt werden. . All diese Geschichten zeigen, dass eigentlich noch viel mehr wissenschaftliche Aufmerksamkeit erforderlich ist. Denn die neurologische Untersuchung von Musik kann sich als grundlegend für das Verständnis und die Heilung des Gehirns als Ganzes erweisen. . Oliver Sacks kombiniert die analytische, reduktionistische mit der "romantischen" Wissenschaft - eine Wissenschaft, die herausfinden will, was es heißt ein Mensch, eine Kreatur auf dieser Welt zu sein: eine wunderbar ganzheitliche Herangehensweise, die auch ihn selbst als Untersuchungsobjekt nicht ausschließt. . Dabei gelingt es ihm großartig, Literatur und Wissenschaft unter einen Hut zu bringen: Nicht nur, dass er Mitglied der Gesellschaft für Neurowissenschaften und des PEN ist, sondern er würzt seine detaillierten, von großem Fach- und Allgemeinwissen zeugenden Fallgeschichten mit Sensibilität, Einfühlungsvermögen sowie seiner ausgezeichneten Beobachtungsgabe. Außerdem schwingt in jedem Kapitel seine eigene große Liebe zur Musik mit. All dies macht dieses Buch - trotz gelegentlichen Einstreuens von Fachtermini und vielen tiefer erläuternden wissenschaftliche Erklärungen, die jedoch mittels Fußnoten an den unteren Buchrand verbannt werden - locker und leicht zu lesen. Ein ausführliches Literaturverzeichnis im Anhang ergänzt den durchweg positiven Eindruck des Sachbuches, welches durch Hainer Kober flüssig und leger ins Deutsche übertragen wurde. . Fazit: Einfühlsam, sensibel und klug schildert der 74-jährige Neurologe die geheimnisvollen Wechselwirkungen zwischen dem menschlichen Gehirn und dem manchmal krankmachenden, aber vor allem heilenden Einfluss der Musik anhand von verschiedenen Fallstudien aus seiner langjährigen Praxis.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks