Oliver Sacks Die feine New Yorker Farngesellschaft

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Inhaltsangabe zu „Die feine New Yorker Farngesellschaft“ von Oliver Sacks

Die süße, unverdorbene, vorprofessionelle Atmosphäre, in der die Mitglieder naturwissenschaftlicher Amateurvereine ihrer Liebhaberei nachgehen, bekennt Oliver Sacks, habe ihn schon immer angezogen. Und wenn der berühmte Neurologe und Autor dann eines Tages mit der Amerikanischen Farngesellschaft auf Exkursion in die mexikanische Provinz Oaxaca fährt, dann kann man sich denken, dass es ihm im Gegensatz zu manch anderem Teilnehmer nicht nur um seltene Farne geht. Froh und vergnügt angesichts der Vorstellung, eineinhalb Wochen dem strengen New Yorker Winter zu entgehen, lässt Sacks sich auf das kleine Abenteuer des ihm fremden Landes ein; und schon von dem Moment, wo die Maschine der AeroMexico abhebt, genießt er das basarhafte Treiben an Bord, das so völlig anders ist als das nüchterne öffentliche Leben in den USA. Mit unermüdlicher, gleichwohl gelassener Neugierde, offen und zuweilen selbstironisch, interessiert sich Sacks für das Land, die Leute, die Geschichte Mexikos, erzählt aus der Paläontologie wie aus der mexikanischen Revolution, lässt sich von seinen Farn-erfahrenen Reisegefährten belehren und besucht auch El Gigante, die berühmte Riesenzypresse im Hof der Kirche Santa Maria del Tule, vor der schon Alexander von Humboldt staunend stand. Ein Buch, heiter und anregend wie ein Ausflug nach Mexiko. (Quelle:'Fester Einband/01.01.2004')
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  • Rezension zu "Die feine New Yorker Farngesellschaft" von Oliver Sacks

    Die feine New Yorker Farngesellschaft
    Xirxe

    Xirxe

    01. November 2009 um 14:54

    Welch ein wunderbares Buch! Oliver Sacks, Neurologe, eher bekannt durch seine Bücher über seine PatientInnen wie z. B. ,Der Mann der seine Frau mit einem Hut verwechselte' oder (ganz aktuell) ,Der einarmige Pianist' beschreibt hier eine 10tägige Reise der New Yorker Farngesellschaft nach Oaxaca, Mexiko, an der er als Mitglied dieser Gesellschaft teilnahm. Der Name ist Programm: Alle TeilnehmerInnen sind FarnliebhaberInnen und Oaxaca ist bekannt für seine große Vielfalt an sehr unterschiedlichen Farnarten. Natürlich drängt sich da die Frage auf: Na toll, Farne. Und wann fällt der nächste Sack Reis in China um? Dennoch, dieses Buch ist wirklich ein Genuss. Selbstverständlich sind Farne eines der Hauptthemen in diesem Buch. Aber Sacks stellt diese Pflanzen mit einer Begeisterung und Wärme dar, dass man eine Ahnung davon bekommt, was diese FarnliebhaberInnen antreibt. Doch er ist im Vergleich zu seinen Begleitern eher ein Amateur. Ihn fasziniert das Land gleichermaßen: Mit der gleichen Begeisterung beschreibt Sacks die Menschen, denen er begegnet, die Landschaft sowie seine Mitreisenden. Auch die Geschichte dieses Landes und seiner Bewohner haben sein Interesse und ganzes Mitgefühl; voller Anteilnahme schildert er das Gute, aber auch die Grausamkeiten, die sich vor langer Zeit dort in Mexiko ereignet haben. Man erfährt so viel Neues und Interessantes aus diesem Buch, dass man am Ende fast den Überblick verloren hat, was es alles war bzw. wo es stand. Sacks ist in der Lage, die unterschiedlichsten Gebiete miteinander zu verbinden: Ornithologie, Botanik, die Geschichte Oaxacas und der Umgebung, die sozialen Strukturen im Hier und Heute, die Geschichte der Schokolade, des Mescal, des Handwerks allgemein, Chemie - und daneben noch liebevolle Orts- und Personenbeschreibungen. Für Jeden, der nach Mexiko (und insbesondere Oaxaca) reist, ist dieses Buch ein Muss. Für alle Anderen - auch. Ein Genuss ist es in jedem Fall!

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