Oliver Sacks Stumme Stimmen

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Inhaltsangabe zu „Stumme Stimmen“ von Oliver Sacks

Um die visuelle, sich im Raum entfaltende Gebärdensprache zu erforschen, macht Oliver Sacks diverse Reisen im wörtlichen und übertragenen Sinne. Das Ergebnis seiner Erkundungen: Die Gebärdensprache ist kein primitiver Behelf, wie viele glauben, sondern eine strukturierte, differenzierte, feinste intellektuelle wie emotionale Nuancen vermittelnde Ausdrucksform, der Lautsprache ebenbürtig, ja in mancher Hinsich überlegen, "eine Sprache, die sich für Vorträge ebensogut eignet wie für die Liebe".

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  • ein Plädoyer für die Gebärdensprache

    Stumme Stimmen

    gra

    15. January 2014 um 20:42

    Es ist schwierig eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Es ist in drei Teile gegliedert. Zunächst gibt Sacks einen Überblick über die Geschichte der Gebärdensprache und die Entwicklung der Gehörlosenschulen in ihrer heutigen Form. Diese ist geprägt von vielen tragischen Rückschlägen und auch jetzt noch ist viel zu tun. Im zweiten Teil erläutert Sacks die neurologischen Vorgänge beim Erlernen und Benutzen der Gebärdensprache. Im dritten, kurzen Teil folgt ein kompakter Abriss über eine Studentenrevolte an der einzigen Universität für Gehörlose in den USA, die sich durch ihren Protest einen gehörlosen Universitätspräsidenten und so ihre Emanzipation von der Bevormundung der Hörenden erkämpft haben. Was ich aus der Lektüre mitnehme ist die Erkenntnis, das die Gebärdensprache nicht, wie ich vorher meinte, eine unzureichende Krücke ist, die die "nomale" Sprache ersetzt. Vielmehr ist sie eine völlig eigenständige, gleichberechtigte Sprache, in der man dichten, singen und leben kann. Sacks macht immer wieder klar, wie elementar wichtig es ist, dass gehörlose Kinder Gebärdensprache als Muttersprache lernen, da sie sonst ihr ganzes Leben lang "Sprach-los" bleiben, was zu geistiger und sozialer Isolation und menschlichen Tragödien führt. Allen Eltern gehörloser Kinder kann nur nahegelegt werden, sofort nach dieser Diagnose Gebärdensprache zu lernen, auch wenn sie sie nie ganz meistern werden. Durch diese visuelle Sprache, so Sacks, entsteht auch eine andere, räumlichere Art des Denkens. Dies führt dazu, dass Gehörlose in vielen Belangen Hörenden nicht nur ebenbürtig, sondern überlegen sind. Zugleich ist die Gebärdensprache das verbindende Element der Gehörlosen. Sie führt zu einer eigenen, selbstständigen Kultur und besonderen Gemeinschaft. Während ich las, hatte ich manchmal direkt Lust, selbst Gebärdensprache zu lernen, obwohl ich keine Hörprobleme habe und nicht einmal eine gehörlose Person kenne..

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  • Rezension zu "Stumme Stimmen" von Oliver Sacks

    Stumme Stimmen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. October 2012 um 20:19

    "Stumme Stimmen" vom Neurologen Oliver Sacks beschreibt unter verschiedenen Gesichtspunkten die Welt, das Erleben und die Kultur Gehörloser und untersucht die Gebärdensprache. Das Buch ist in drei Kapitel gegliedert: In Kapitel Eins beruft sich Sacks auf das Buch über die "Geschichte der Taubheit" von Harlan Lanes und bringt eigene einführende Gedanken über Gehörlosigkeit, Sprache, Gebärdensprache und das Denken ein. In Kapitel Zwei, für Oliver Sacks das Herzstück des Buchs, untersucht der Autor systematisch verschiedene Aspekte der Gebärdensprache: ihrer Entwicklung, dem Zusammenhang zwischen Denken und Sprechen, bezogen auf die Sprachsysteme Lautsprache und Gebärdensprache, die soziale Teilhabe an der Gesellschaft bezogen auf das Sprachsystem, usw. Kapitel Drei befasst sich mit den Protesten der Studenten der Gallaudet University im März 1988. Ich hatte berufsbedingt ein besonderes Interesse an diesem Buch, da ich Gehörlosenpädagogik studiert habe und nun hörgeschädigte Kinder unterrichte. So habe ich auch alltäglich mit gehörlosen Kindern wie Erwachsenen zu tun, die sich primär der Gebärdensprache als Kommunikationssystem bedienen. Ob man sich nun als Laie oder mit Vorwissen mit diesem Buch auseinandersetzt, wichtig ist zu beachten, dass das Buch mittlerweile über 20 Jahre alt ist. Etliche Ansichten haben sich geändert, auch Begrifflichkeiten sind z.T. überholt und müssen im Kontext der Zeit gelesen und interpretiert werden. Trotz allem ist das Buch sehr interessant und gibt umfassende, weitgreifende Informationen über die Gebärdensprache, die ich so an der Uni nicht erfahren habe. Grundsätzlich ist das Buch gut verständlich geschrieben und liest sich recht flüssig. Wie auch bei seinen anderen Büchern fallen aber auch hier sehr sehr viele, sehr lange Fußnoten auf, diese sind in ihrer Gesamtheit fast ein Buch im Buch. Oliver Sacks schlägt dem Leser vor, diese nach Belieben zu lesen oder zu übergehen. Da sie aber zum Teil auch über mehrere Seiten gehen und man so öfter vor und wieder zurückblättern muss, war mein Lesefluss doch immer wieder dadurch gestört. Insgesamt ein interessantes Buch, welches mit genügend Zeit und Pausen, den zeitlichen Kontext der Entstehung berücksichtigend, sehr gut zu lesen ist und für Interessierte an der Gebärdensprache und der Gehörlosenkultur sicherlich empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Stumme Stimmen" von Oliver Sacks

    Stumme Stimmen

    Zoe

    10. September 2008 um 14:32

    Sehr interessant und informativ. Empfehlenswert!

  • Rezension zu "Stumme Stimmen" von Oliver Sacks

    Stumme Stimmen

    Popanne

    19. December 2007 um 16:12

    Ein sehr faszinierendes Buch. Auch wenn die ewiglangen Fußnoten das Ganze etwas zäh machen.

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