Oliver Schütte »Schau mir in die Augen, Kleines«

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Inhaltsangabe zu „»Schau mir in die Augen, Kleines«“ von Oliver Schütte

Gute Dialoge zu schreiben ist für jeden Drehbuchautor eine Herausforderung: Denn wie schreibt man Dialoge, die den Figuren Leben einhauchen, die Handlung voranbringen und doch so überraschend und frisch sind, dass die Zuschauer gefesselt sind? So ist der Dialog – neben den visuellen Ausdrucksformen – das ultimative Mittel im Film, um Figuren lebendig und originell sowie Szenen packend, rührend oder witzig zu gestalten. Anhand zahlreicher aktueller Filmbeispiele zeigt Oliver Schütte in seinem Standardwerk, was gute von schlechten Dialogen unterscheidet und wie gute Dialoge geschrieben werden. Hierfür erklärt er anschaulich das nötige Handwerkszeug und für die Arbeit wesentliche Aspekte wie z.B. »Subtext«, »Dialogtechnik« und »Voice-over«. Er bietet angehenden und erfahrenen Drehbuchautoren Unterstützung und Inspiration – und Dramaturgen, Produzenten und Redakteure gibt er einen Einblick in die Geheimnisse eines guten Dialogs. Pressestimmen zur Erstauflage: »Wie die Kunst des gelungenen Wortwechsels erlernbar ist, zeigt Skript-Profi Schütte anhand von zahlreichen Beispielen und praktischen Übungen.« CINEMA »Oliver Schütte hat mit ›Schau mir in die Augen, Kleines‹ die Reihe der Bücher übers Drehbuchschreiben sinnvoll ergänzt.« Deutschlandfunk »So spannend wie sich das Buch liest, ist ihm dasselbe wie bei einem guten Film gelungen: Kunst entsteht, wenn sich die Arbeit, die in einem Werk steckt, selbst unsichtbar macht.« Focal

Grandios, wie ein essentielles Element verständlich erläutert und praktische Anleitungen gegeben werden

— bibliophilist1985

Nicht nur für Drehbuchautoren ein toller Ratgeber!

— gretavox

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  • Rezension zu "Schau mir in die Augen, Kleines" von Oliver Schütte

    »Schau mir in die Augen, Kleines«

    bibliophilist1985

    27. February 2015 um 23:09

    Erstaunlich, was sich in diesem vermeintlich nur auf Dialoge fokussierten Werk an Potential versteckt. Denn neben ausführlichen Erklärungen zu den Effekten von ausgewählten Filmdialogen sowie Ratschlägen zu Charakterentwicklung, Dramaturgie und Handlungssträngen schlummert auch die Option einer ergänzenden Methode des kreativen Schreibens. Was besondere Erwähnung verdient, sind die Möglichkeiten zu Übungen und dem Nachvollziehen der Modifizierung von Romanvorlagen für Drehbücher und umgekehrt. In der wesentlich komprimierteren Dialogform des Films steckt das Potential für Romanautoren, etwas über das Einschmelzen, Streichen und Ausdampfen der Essenz eines Stückes zu lernen. In Erfahrung zu bringen, was das minimalste Grundgerüst für ein Buch ist, bei dem der Leser noch der Handlung folgen und die Motivationen der Figuren nachvollziehen kann. Es bietet sich an, auf diesem Fundament noch zusätzliche Handlungsstränge und ausgedehntere Dialoge zu konzipieren. Der Vorteil liegt darin, bei der Gefahr von übermäßigen und nicht für die Handlung und Personenentwicklung relevanten Geschwätzes, jederzeit auf den harten Kern der Gespräche einen Blick werfen zu können. Daraus lassen sich Rückschlüsse darüber ziehen, wie viel Relevanz nachträglich hinzugefügte Passagen haben und ob sie streichbar oder eine bereichernde Erweiterung sind. Umgekehrt kann man vom Roman ausgehend gut betrachten und nachvollziehen, wie das Streichen nicht nur von Dialogzeilen, sondern häufig ganzen Szenen, Passagen und Charakteren, sich auf die Schlüssigkeit und Dramaturgie eines Films auswirken. Dieser zweite radikale Kahlschlag, nachdem der Autor vor Veröffentlichung seines Werks bereits drastisch Wortsubstanz reduzieren musste, komprimiert die Handlung nochmals zu kleineren, überschaubareren Teilen. Da das viel gemiedene Töten dessen, was man liebt, gar nicht oft genug glorifiziert und geübt werden kann, ist diese eher unbekannte Übungsvariante fast noch lehrreicher als die Erweiterung eines, bereits im Vergleich zur Romanvorlage drastisch reduzierten, Drehbuchs. Das kreative Erarbeiten fällt leichter als das mit negativen Assoziationen verbundene Streichen. Aber wie so oft ist das, was nur mit Widerwillen und unter Überwindung getan werden kann, das Essentielle, das einen voran bringt. Daher würde ich dem Übungsstreichen den Vorzug vor der Ausschmückung eines Drehbuchs hin zum Roman geben. Man wird als Romanautor auch eher selten in die Situation kommen, verzweifelt nach mehr Handlung, Seiten und Szenen zu suchen, sondern sich im Gegenteil mit der Selektion schwer tun. Auch lassen sich durch den zusätzlichen optischen Anreiz bei der Beschreibung von Charakteren und Umgebungen die Ergebnisse von Übungsaufgaben besser einschätzen. Wenn eine Nachvollziehbarkeit und ein Widererkennen in den Beschreibungen der Schauspieler, Umgebungen und Personen gegeben sind, hat man gute Arbeit geleistet. Ist hingegen anhand des Geschriebenen kein Wiedererkennen möglich, weiß man, wo der Korrekturstift anzusetzen ist. Es offenbar sich auch, in welchen Bereichen die meisten und gravierendsten Fehler auftreten und wo man Nachholbedarf hat. Da Dialoge bei Romanen eine zentrale Rolle spielen, ist es verwunderlich, dass es nur sehr wenige Bücher gibt, die sich ausführlich diesem Thema widmen. Im Gegensatz zu reinen Schreibratgebern sind die Übungsoptionen, die sich auftun, wesentlich umfangreicher. Gute Schreiblehrer, Regisseure, Drehbuchautoren und Lektoren könnten in diesem, noch dazu weitgehend unberührten, Themenfeld breite Anwendungen und didaktische Konzepte entwickeln. Mit Drehbuch und Romanvorlage ausgestattet dürften sich sowohl für Drehbuch- als auch Romanautoren gänzlich neue Blickwinkel, Möglichkeiten und Kompetenzerweitungsoptionen auftun. Diese fächerübergreifende und nutzbringende Lernvariante könnte sowohl in der Ausbildung von Kulturschaffenden und auf Universitäten als auch in Seminaren für kreatives Schreiben breitere Anwendung finden. Der Synergieeffekt und die Horizonterweiterung dürften beträchtlich ausfallen.  

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  • Die Kunst der Dialoggestaltung anschaulich vermittelt

    »Schau mir in die Augen, Kleines«

    gretavox

    25. January 2015 um 18:17

    „Schau mir in die Augen, Kleines“. Oliver Schütte wählte diese Variante des englischen Originals „Here’s looking at you, kid“ aus dem Film „Casablanca“ als Titel für seinen Ratgeber, der den Leser in die Kunst der Dialoggestaltung einführt. Wer wissen will, wie gute Dialoge in Drehbüchern funktionieren, liegt mit diesem Sachbuch genau richtig. Aber – und hier möchte ich mich anderen Rezensenten anschließen – auch Autoren allgemein können von diesem Buch sehr profitieren. Spannende, lebensnahe Dialoge zu schreiben, ist ebenso schwierig wie die Kunst der Beschränkung. Eine Quintessenz des Buches lautet denn auch: Weniger ist auch bei Dialogen oft mehr. Oliver Schüttes Buch ist gut strukturiert, und es gelingt dem Autor, die Theorie anschaulich und unterhaltsam rüberzubringen. Auch praktische Übungen fehlen nicht. Schütte baut die englische Originalversion der Drehbücher in seinen Text ein und liefert die deutsche Übersetzung in einem Anhang. Warum er nicht den umgekehrten Weg geht, erschließt sich mir nicht so ganz. Es würde dem Leser, der des Englischen nicht so mächtig ist, lästiges Hin- und Herblättern ersparen. Das ist jedoch der einzige Punkt, den ich kritisch anmerken möchte.

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