Oliver Tidy Dover: Die erste Romney und Marsh Akte. Kriminalroman (Die Romney und Marsh Akten 1)

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Inhaltsangabe zu „Dover: Die erste Romney und Marsh Akte. Kriminalroman (Die Romney und Marsh Akten 1)“ von Oliver Tidy

DI Romney ist nur mäßig begeistert, als er an einem trüben Winterabend zum Tatort eines Überfalls und einer Vergewaltigung gerufen wird. Nicht genug damit, dass sein aussichtsreiches Date zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt unterbrochen wurde, muss er außerdem noch mit einer neuen Kollegin, Joy Marsh, zusammenarbieten. Schon bald merken Romney & Marsh, dass sie es hier nicht mit einer Zufallstat zu tun haben... "Dover" ist der erste Band einer Krimireihe, die in der britischen Hafenstadt spielt und sich bei amazon.uk und amazon.com monatelang auf den ersten 100 Plätzen der Bestsellerlisten behaupten konnte.

Ein sauber konstruierter und spannender Kriminalroman der durch einen überragenden Kommissar und viele überraschende Wendungen überzeugt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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    Dover: Die erste Romney und Marsh Akte. Kriminalroman (Die Romney und Marsh Akten 1)
    Die-wein

    Die-wein

    08. January 2015 um 13:30

    "Dover" ist der erste gemeinsame Fall von Detective Inspector Romney und Detective Sergeant Marsh, die gerade erst als Vertretung für den in Elternzeit gegangenen Sergeant Wilkie, ihren Posten in Dover angetreten hat. Als sie zu einer überfallenen Tankstelle mit Vergewaltigung gerufen werden, ahnen sie nicht, wie schwierig die Ermittlungen, in diesem Fall, sich gestalten werden. Es gibt nicht die geringste Spur und der Partner der vergewaltigten Angestellten, zeigt sich auch nicht gerade kooperativ. Sehr schnell wird klar, dass diese Tat von langer Hand geplant worden sein muss. "Dover" ist der Auftakt einer Krimireihe mit den Ermittlern Romney und Marsh und heißt im Original "Rope Enough". Er handelt, wie es der Titel bereits vermuten lässt in der englischen Stadt Dover. Bisher sind im englischen vier Bände erschienen, der fünfte ist in Arbeit. Detective Inspector Romney ist Anfang 40 und hat bereits zwei gescheiterte Ehen hinter sich. Als er an den Ort dieses grausamen Verbrechens gerufen wird, reagiert er wenig erfreut über seine neue Partnerin Joy Marsh. Er hatte gerade einen vielversprechenden Abend mit seiner neuen Freundin Julie, die etliche Jahre jünger ist und als Grundschullehrerin arbeitet. Romney ist bereits sehr erfahren als Ermittler, gilt jedoch unter seinen Kollegen als schwierig und übellaunig. Er verfügt über eine große Menschenkenntnis und ich mochte ihn mit seiner ruhigen und distanzierten Art sehr gerne. Sehr sympathisch fand ich seinen persönlichen Umgang mit den Opfern und die Zeit, die er sich dafür nimmt. Über seine Partnerin Detective Sergeant Mars erfährt der Leser nur wenig Privates, was ich etwas schade fand. Sie wurde gerade erst versetzt und es ist ihr erster Posten als Detective Sergeant. Sie lebt eher zurückgezogen und hat in Dover noch keine Freunde gefunden. Der Schreibstil ist flüssig und zugleich sehr spannend, so dass es mir wirklich schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Es gibt am Anfang der Geschichte jede Menge Vermutungen in sämtliche Richtungen, aber es dauert lange, bis die Ermittler eine heiße Spur haben und die nötigen Beweise herbei bringen können. Romney und Marsh nähern sich dabei nach und nach an und ergeben am Ende ein großartiges Team. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich anfangs, dass der Roman aus der Sicht eines Erzählers erzählt wird, aber da man so schnell in der Geschichte drin ist, fällt einem das später kaum noch auf. Es gibt aber einen Punkt, der mich dann doch sehr störte: Es gab sehr viele Schreibfehler und auch wenn das größtenteils nur Flüchtigkeitsfehler waren, wie zum Beispiel verdrehte Buchstaben in den Namen, fand ich das etwas nervig. Oftmals musste ich die Sätze mehrfach lesen, damit sie Sinn ergaben. Wenn dies ein- bis zweimal passiert, überlese ich das einfach, doch hier war es dann doch etwas zuviel des Guten. Dadurch wird jedoch die Geschichte nicht besser oder schlechter und vielleicht lässt sich das Buch ja noch mal überarbeiten. Ein gelungener Reihenauftakt mit sympathischen Charakteren. Ich vergebe vier Sterne für diesen spannenden Roman und hoffe auf weitere Übersetzungen dieser Reihe von Daniela Brezing.

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  • Dover- die erste Romney und Marsh Akte kann überzeugen ....

    Dover: Die erste Romney und Marsh Akte. Kriminalroman (Die Romney und Marsh Akten 1)
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dover von Oliver Tidy spielt wie der Titel schon sagt in Dover, der Stadt in den USA zu einer Zeit in der sie mit Arbeitslosigkeit und Immigration zu kämpfen hat. Dementsprechend rau und robust ist das Miteinander der Menschen in der Stadt, was auch die beiden Ermittler Romney und Marsh zu spüren bekommen. Verbrechen ist ihr Tagesgeschäft und das weiß Oliver Tidy auch sehr gut an den Leser zu transportieren. Dabei geht er weniger blutrünstig als detailliert vor und erzeugt damit auf subtile Art und Weise Spannung . Der Leser begleitet die beiden Ermittler bei ihrer Arbeit, ihren Ermittlungen aber auch bei ihren privaten Erlebnissen und ist daher allwissend und doch unwissend. Oft habe ich versucht eigene Schlüsse zu ziehen, Vermutungen anzustellen und Hintergründe zu ermitteln ,bin aber mehr kläglich gescheitert obwohl ich mehr oder minder in diesem Genre zuhause bin. Der Autor hat es geschafft mich bis zum Schluss in völliger Unkenntnis zu lassen. Es ist Oliver Tidy sehr gut gelungen einen Plot zu konstruieren , der mich an vielen Stellen deutlich in die Irre führte und mehr als einmal mit Wendungen überraschte die mir im Traum und nach 100 Stunden Überlegungen nicht eingefallen wären. Das Grundgerüst der Geschichte ist dabei nicht neu und auch keinesfalls innovativ, aber das was Tidy daraus macht ist spannend und besonders umgesetzt und weiß mich daher durchgehend gut zu unterhalten und zu fesseln. Weglegen ist nur ganz schwer möglich. Die Charaktere die Oliver Tidy für die Geschichte ins Rennen schickt sind alle sehr unterschiedlich und dementsprechend so gekennzeichnet, was nicht immer von Vorteil ist und daher zu einem Stern Abzug führt. Im Zentrum des Romans stehen natürlich die beiden Ermittler DI Romney und SI Marsh. Während Romney sehr stark auftritt, immer im Fokus ist, viele Szenen dominiert und man als Leser auch sehr viel über seine Emotionen, Gefühle und sein Privatleben erfährt verblasst Marsh demgegenüber total und kann sich leider nicht aus dem Schatten von Romney lösen und sich auf eine eigene Art profilieren. Ich hätte mir von ihr mehr Profil und Tiefe erwartet so dass sie ein wahrer Partner für Romney gewesen wäre und keine Statistin in einem eigentlich hervorragenden Krimi. Die anderen Ermittler säumen den Weg, ihnen kommen aber bis auf Handlager –oder Zuweisungsarbeiten keine weiteren Funktionen zu und werden dementsprechend nur bei ganz genauer Betrachtung wirklich wahrgenommen. Selbst die Zeugen die vielleicht mit der Tat in Verbindung stehen könnten bleiben wenig scharf skizziert und hinterlassen bei mir als Leser keinen bleibenden Eindruck, was ich ausgesprochen schade finde. So lebt der Roman nur von der spannend umgesetzten Geschichte und einem alles überragenden Detective Romney. Für den ersten Roman mag das gehen und es gefiel mir sehr gut, aber ob das auch für die folgenden Folgen reichen kann werden wir sehen. Ich freue mich jedenfalls auf die Übersetzung der weiteren Teile und wie es mit den beiden Ermittlern weitergeht. Für den ersten Teil vergebe ich 4 von 5 Sternen da er mich durch den Ermittler und die spannende Geschichte überzeugt hat und mit etwas mehr als 200 Seiten übersichtlich und gut zu lesen war.

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    • 7
  • Ein cooles Team

    Dover: Die erste Romney und Marsh Akte. Kriminalroman (Die Romney und Marsh Akten 1)
    Duffy

    Duffy

    23. December 2014 um 08:54

    Ein ungewöhnlicher Schauplatz ist es ja schon, aber warum nicht? Tidys Roman spielt in Dover, einer eher für literarische Ausflüge nichtssagender Ort. Inspector Romney hat mit  Seargant Joy Marsh, die neu an der Seite des erfahrenen Kriminalisten ist, eine Vergewaltigung in einer Tankstelle zu klären. Das Opfer scheint darauf instabil reagiert, und kurz danach Selbstmord verübt zu haben. Doch Romney glaubt nicht daran, die Begleitumstände lassen den erfahrenen Polizisten akribisch an die Alternativen gehen. Verwirrend wird es, als eine zweite Vergewaltigung nach demselben Schema begangen wird. Zwei Männer rücken in den Focus. Ein glaubwürdiger Inhalt und ein noch glaubwürdigerer Ermittler, der sich keine Macken leistet (wenn man mal von den Zweifeln an seiner Beziehungsfähigkeit absieht) und genau, analytisch und methodisch an die Arbeit geht, unterstützt von seiner jungen Assistentin. Dover, als Auffangbecken für allerlei gestrandeter Existenzen, die hier anlanden, ist kein Ort für Glamour und so gibt es auch keine spektakulären Szenen in diesem Roman, vielmehr sachliche Polizieiarbeit, die aber für den Leser nie langweilig ist, weil es immer wieder neue Spuren zu verfolgen und die Ergebnisse zu beweisen gilt. Wie die "neuen" großartigen Polizeiserien, die jetzt auch so nach und nach ins deutsche Fernsehen finden, arbeitet Tidy viel mit Psychologie und setzt sich damit wohltuend von Kollegen ab, die auf Action setzen. Von dem unerträglichen deutschen Regionalkrimitsunami der letzten Jahre ganz zu schweigen. Für die Freunde des gut geschriebenen Krimis eine Entdeckung und für den Fan ausgeklügelter britischer Coolness ganz besonders. Sehr empfehlenswert!

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