Oliver Uschmann Das Gegenteil von oben

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Inhaltsangabe zu „Das Gegenteil von oben“ von Oliver Uschmann

„Keine Wahl zu haben, ist nicht so schlimm. Es entlastet.“ Wäre es nicht so traurig, könnte Dennis darüber lachen: Stress zu Hause, Stress in der Schule, Stress mit Mädchen – sein Leben verläuft geradezu absurd berechenbar. Doch als dann über Nacht der Nachbarsjunge verschwindet, rücken die kleinen Dramen des Alltags in den Hintergrund. Denn Dennis kommt der Verdacht, dass der Junge Opfer eines Verbrechens geworden ist. Dennis hat keine Wahl: Er beginnt, Nachforschungen anzustellen, und findet immer mehr Hinweise auf eine schreckliche Tat. Um endlich Gewissheit zu haben, wagt er sich in die Höhle des Löwen: Im Keller des Nachbarhauses kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert.

Konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

— littleowl
littleowl

Es hat mich ganz Irre gemacht - am Ende des Buches fühlte ich mich selber schon ganz verfolgt. Spricht ja eigentlich für sich ;-)

— Librera
Librera

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben"

    Das Gegenteil von oben
    littleowl

    littleowl

    06. March 2015 um 21:49

    Inhalt: Der 15-jährige Dennis lebt mit seiner Mutter in einer Hochhaussiedlung. Der Vater hat die Familie verlassen, als Dennis noch ganz klein war. Den Jugendlichen plagen die ganz normalen Teenagerprobleme, er ist unglücklich verliebt, hat Stress mit seiner Mutter und findet keinen Anschluss unter seinen Altersgenossen. So hockt er meistens in seinem Zimmer und vertreibt sich die Zeit mit Konsolenspielen…und damit, mit einem Fernglas die Menschen im Haus gegenüber zu beobachten. Nicht nur das, wenn es im Leben der Nachbarn gerade schlecht läuft, dann schreibt Dennis ihnen Briefe ohne Absender, um die Sache wieder ins Lot zu bringen. Aus dem Hobby wird bitterer Ernst, als der Nachbarsjunge und seine Mutter plötzlich wie vom Erdboden verschluckt sind. Dennis macht sich Sorgen, stellt Nachforschungen an und findet Hinweise auf ein Verbrechen. Doch ist er wirklich einem Mörder auf der Spur oder einfach nur paranoid? Schreibstil: Der Schreibstil hat mich zunächst nicht so angesprochen, weil er mir zu knapp und sachlich war. Später hat sich der Autor da noch gesteigert und die wenigen wirklich spannenden Szenen sind sehr gut geschrieben. Außerdem hat Uschmann Dennis‘ jugendliche Verliebtheit gut eingefangen, seine Gespräche mit Lara gehören auf jeden Fall zu den starken Momenten des Romans. Es ist immer problematisch, wenn Autoren zu sehr versuchen, aktuelle Musik, Filme oder Technik einzubringen, weil die Geschichte dadurch schnell angestaubt wirkt. Im Ernst, Myspace? Tokio Hotel? Von Dennis‘ Konsolen will ich hier gar nicht anfangen. Handlung: Die Handlung kommt nur sehr langsam in Gang, weil sich der Autor zu viel Zeit dafür nimmt, Dennis‘ Alltagsleben vor uns auszubreiten. In diesem langen Anfangsteil plätschert die Story einfach nur vor sich hin und ich hatte erstmal keine Ahnung, wo das Ganze jetzt eigentlich hinführen soll. Insgesamt hat die Geschichte einige Längen und wird wirklich erst ganz am Ende spannend. Pluspunkte bekommt der Roman für die komplexe Beziehung von Dennis und seiner Mutter, hier beweist der Autor echte Beobachtungsgabe. Charaktere: Viele haben geschrieben, dass Dennis ein ganz normaler Teenager ist, dem kann ich mich ehrlich gesagt nicht vollends anschließen. Er verbringt wirklich viel zu viel Zeit mit Zocken, schläft teilweise sogar mitten in der Nacht vor einem Spiel ein. Außerdem merkt man, dass er schon seine gesamte Umgebung mit dem Blick eines Spielers sieht. Dass er von seinen Nachbarn so besessen ist und ihnen sogar anonyme Briefe schreibt, ist für mich eine weitere, noch besorgniserregendere Art der Realitätsflucht. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass er zum Ende des Romans hin selbst ziemlich schnell bereit ist, seinen eigenen Geisteszustand anzuzweifeln. Was mich zudem irritiert hat, ist, dass Dennis konsequent einen Jungen als „besten Freund“ bezeichnet, der ihn offensichtlich mobbt. Kurzum, ich konnte mit unserem Protagonisten nicht viel anfangen. Fazit: Ein Roman mit vielen Macken und einem problematischen Protagonisten

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  • Das Gegenteil von Oben

    Das Gegenteil von oben
    Tintenklecks98

    Tintenklecks98

    03. November 2013 um 15:09

    Das Leben ist eine Zumutung, findet Dennis. Verliebt sein, Sohn sein, einzger Beobachter eines Verbrechens sein- macht sich irgendjemand Gedanken, dass er damit überfordet sein könnte? Aber Dennis lässt sich nicht irremachen und nimmt die Sache in die Hand: Irgendwie wird er das schönste Mädchen der Stadt, seine Mutter und den verdächtigen Kerl von gegenüber in den Griff kriegen. Hoffentlich... Im Grunde ist Dennis ein ganz normaler Teenager und jedoch so anders. Klar spielt er den ganzen Tag Konsole, doch hat er auch ein ganz besonderes Hobby: Dennis beobachtet seine Nachbarn im Hochhaus gegenüber, denn sie sind sein einziger Anker: glückliche Familien und liebende Pärchen. Er selbst lebt mit seiner Mutter aber ohne Vater und das beschäftigt ihn sehr. Dennis schreibt seinen Nachbarn Code Yellows, wenn sie sich streiten, in der Hoffnung, wenigstens ihr Familienleben retten zu können. Im Buch passieren noch viele weitere seltsame Dinge, z.B. ist Dennis der Auffassung, dass im Nachbarskeller Kinder gefoltert und anschließend ermordet werden und zu lesen, wie Dennis darüber denkt ist wirklich einzigartig. Im Verlauf des Buches hat sich mir immer öfter die Frage gestellt, Ist Dennis ein Psycho? Und das Kuriose: Ein paar Seiten weiter fragt er sich das selbst. Ein wirklich einmaliges Buch, so eine Story und Art sie zu beschreiben habe ich noch nie! gelesen. Es ist für mich unmöglich meine eigene Sicht ohne Anhaltspunkte im Inhalt des Buches zu beschreiben, da sich meine Gedanken anscheinend mit denen von Dennis überschneiden. O je, wer ist hier verrückt...*lach* Lest es selbst!

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    mango

    mango

    12. January 2012 um 10:50

    Was ist WIRKLICH? Dennis aus dem Hochhaus ist fünfzehn, eher introvertiert, hat Ärger mit der Mutter, dem besten Freund, in der Schule und kennt seinen Vater nicht. Liebeskummer und Konsolenspiele gehören ebenso zu seinem Alltag, wie das Hineindenken (und Einmischen) in anderer Leute Leben. Ein fast normaler Teenager also. Aber nur fast: als Dennis offenbar Beobachter eines Verbrechens wird, beschließt er, der Sache selbst auf den Grund zu gehen… und herauszufinden was wirklich ist. --- Oliver Uschmann schreibt sehr bildgewaltig. Er bindet in die bestehende Story immer neue, kleine Geschichten ein, die jedoch nicht verwirren, sondern den Leser immer tiefer in die Handlung entführen. Mit frischem Sarkasmus, Witz aber auch Schreckmomenten zieht er viele Parallelen zum heutigen Leben. Parallelen am Rande der Wirklichkeit. --- Spannung von Anfang bis Ende, mein Erstes, aber sicher nicht Letztes Buch von Oliver Uschmann.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    Sky

    Sky

    15. October 2011 um 18:51

    Meine Meinung Dennis ist 15 Jahre alt und lebt in einer bahnhofsnahe Plattenbausiedlung. In einem der riesigen Betonbauten lebt ihr mit seiner Mutter, die in einem Altenheim in leitender Position arbeitet, und vertreibt sich seine Zeit mit Games und Beobachtungen des Nebenhochhauses. Durch sein Fernglas sieht er in ihr Leben und schickt denen, die Probleme zu haben scheinen, kleine Botschaften oder andere Dinge um ihnem zu helfen. Doch irgendetwas scheint plötzlich nicht mehr zu stimmen. Seine Lieblingsfamilie scheint völlig verändert und auch der Sohn der Familie ist plötzlich verschwunden. Aber Dennis muss noch mit weitaus mehr kämpfen: Zwischen Verliebt sein, Freundschaften und seinen Gefühlen fühlt er sich überlastet und scheint immer weiter durchzudrehen. Gut ist es doch, wenn man Leute hat wie Ingo, der 24-jährige Videothekar, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Oliver Uschmann schafft in „Das Gegenteil von oben“ etwas, was nur wenige Jugendromane schaffen. Sein Protagonist wie auch dessen Umfeld wirkt so realistisch jugendlich, dass man ihnen problemlos auf der Straße begegnen könnte. Alle Charaktere sind so lebendig charakterisiert, dass man sich ihnen nahe fühlt. Jeder für sich ist skurril, besonders und individuell wie Menschen nur sein können. Dabei greift der Autor nie auf die üblichen Klischees von Plattenbaubewohnern zurück. Manche Leser werden sich eventuell sogar bewusst werden, dass sie viel zu sehr in ihren eigenfahren Stereotypen denken und die wahren Persönlichkeiten übersehen. In diesem Buch wird sich jeder wiedererkennen können und dabei betrifft es nicht nur die eigentliche Zielgruppe des Romans. Die Geschichte die in diesem Milieu spielt ist zeitgemäß und gibt ein perfektes Bild der heutigen Jugend ab. Dennis und seine Probleme sind in einem witzigen Stil erzählt ohne anspruchslos zu sein wie manche Jugendbücher daherkommen. Die gesamte Story ist sehr interessant und lebt vor allem durch Dennis, der mit seinen Gefühlen kämpft wie er an ihnen wächst. Sich bewusst wird wie er sich immer mehr ändert und wie die Ereignisse sein Leben beeinflussen. Diese Entwicklung des Charakters wie auch die spannenden und interessanten Handlungsstränge treiben den Leser voran in der Geschichte und verleitet zum Weiterlesen. Immer wieder mit Witz, neuen Erkenntnissen wie auch der Sog von Dennis selbst erzählt Oliver Uschmann die Handlung seines Charakters und man fühlt sich einfach verbunden mit ihm. Die Verzweiflung die ihn immer wieder packt, die Unverständnis zwischen Erwachsenen und Jugendlichen wie auch der Popularitätsdruck der Jugend wird in diesem Buch sichtbar ohne zu übertrieben und überladen zu sein. Besonders deutlich wird in diesem Buch eine Aussage: Computerspiele, die Jugendliche gewalttätig machen, beruhigen sie statt sie zu zukünftigen Amokläufern auszubilden. Sie sind ein Ventil über das man seinen Stress und Probleme für einen Moment vergessen lassen können. Und nicht nur diese Erkenntnis macht diesen Roman lesenswert, auch für die ältere Generation. Denn hier wird auch auf die Macht des Alltags einzugehen, wie wichtig Rituale und Routine sind und wie sehr unser Leben sich danach richtig. Der Autor beweist damit, dass Jugendbücher nicht immer jugendliche Problematiken besprechen muss, sondern durchaus die von Erwachsenen behandeln kann und darf. Fazit „Das Gegenteil von oben“ ist in sich ein perfektes Jugendbuch. Realistische und zeitgemäße Jugendliche, gepaart mit einer spannenden Handlung, verfasst mit spitzer, witziger und intelligenter Feder bilden einen Jugendroman den man leider viel zu selten in der Jugendliteratur zu findet.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    Silvan

    Silvan

    25. May 2010 um 17:07

    Dennis, ein 15-Jähriger Junge, lebend in einer Großstadt, in einem Hochhaus, hat eine große Leidenschaft. Er beobachtet Familien oder alleinlebende Menschen aus dem gegenüberliegenden Wohnblock. Er macht dies mit einem präzisen Fernglas, das es ihm ermöglicht, den Lebensablauf der Personen mitzubekommen, der einfältig und monoton abläuft. Da wäre beispielsweise eine alte Frau, die unglaublich gerne Kreuzworträtsel löst. Dennis lässt dieser alten Dame ab und zu ein paar neue Rätselmagazine in den Briefkasten werfen. Außerdem schreibt er an einige Familien „Code Yellows“, mit denen er entstandene Konflikte innerhalb der Familien schlichten möchte. Es handelt sich dabei um Briefe, die auf gelbes Papier geschrieben wurden. Dennis versucht mit diesen Botschaften das Leben der Familien positiv zu beeinflussen. Er tut dies aber nicht einfach aus Spaß. Dennis lebt alleine mit seiner Mutter. Sein Vater hatte damals seine Familie verlassen und Dennis weiß bis heute nicht wieso, da seine Mutter schweigt. Genau aus diesem Grund versucht er vor seinem eigenen, alltäglichen Leben zu flüchten und Teil der Familien zu werden, die er beobachtet observiert, auch wenn diese gar nichts von ihm wissen. Doch eines Tages wird das monotone Muster seiner Beobachtungen gestört. Bei seiner Lieblingsfamilie verschwindet eines Tages der Sohn und Dennis merkt, dass da etwas nicht stimmen kann. Er muss etwas unternehmen und versuchen an die Hintergründe des Verschwindens des Jungen zu kommen. Denn schließlich sind die Familien bereits ein Teil seines eigenen Lebens geworden. Das Ganze stellt sich aber als gar nicht so leicht heraus, wenn man ganz auf sich allein gestellt ist und keinem etwas von seinem kleinen Geheimnis erzählen darf, da man sonst als Spanner auffliegen würde. Das Buch hat mich leider nicht ganz so überzeugen können, so wie ich es mir gewünscht hätte. Die Geschichte wird erst zum Ende hin richtig spannend. Vom Anfang bis über die Mitte des Buches wird der Alltag von Dennis beschrieben, obwohl man eigentlich wissen möchte, was es mit dem Verschwinden des Jungens auf sich hat. Leider wird dadurch die aufgebaute Spannung zerstört, was einen nicht gerade zum weiterlesen motiviert. Der Schreibstil des Autors hat mir auch nicht gefallen, wurde aber zum Ende des Buches hin besser, genauso wie schon die Spannung. Der Autor beschreibt manche Ereignisse einfach viel zu detailgetreu, ohne sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein flüssigerer Schreibstil, der sich mehr auf das Wichtige konzentriert hätte, würde das Buch deutlich besser machen. Dennoch ein zu empfehlender Roman, der lediglich nicht ganz meinem Geschmack entsprach. Eine Geschichte von Liebe, Gewalt und einem Jugendlichen, dessen Handeln ein Vorbild für viele junge Menschen sein sollte.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    Solifera

    Solifera

    05. March 2010 um 21:20

    Ein gelungener, unterhaltsamer Roman von einem Meister der Beobachtungsgabe!

  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    RalfderPreusse

    RalfderPreusse

    28. February 2010 um 09:14

    Was man sonst nur aus Fernsehserien kennt nun auch in der Literatur: Ein Serien Spin-off. Uschmann ergänzt die Hartmut und ich Reihe um den jüngeren Cousin des Ich-Erzählers und Hartmut-Freundes. Fazit: Hartmut goes Pubertät. Damit ist für Hartmut-Fans klar, dass Computerspiele und Frauen sowie seltsame Gestalten und Situationen die Handlung wesentlich bestimmen. Und so erfahren wir indirekt, wie aus einem pubertierenden Jungen ein kindsköpfiger Mann wird.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    phab

    phab

    27. December 2009 um 11:09

    Um was es genau in diesem Buch geht, wurde schon oft genug erwähnt. Ich habe mich teilweise durch das Buch kämpfen müssen, weil jedes zweite Szenario ständig wiederholt wird - langweilig. Letztendlich aber ein ganz nette Buch, was man doch ruhigen Gewissens lesen kann.

  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    Gracey_V

    Gracey_V

    22. November 2009 um 19:07

    Der fünfzehnjährige Dennis ist eigentlich an ganz normaler Junge... Aber wie es in diesem Alter gern so ist, läuft natürlich nicht alles in seinem Leben glatt: Seit sein Vater sich klammheimlich davongeschlichen hat, würde er gerne mehr über ihn herausfinden und vermisst eine Vaterfigur in seinem Leben. So verbringt er die meiste Zeit damit, Videospiele zu spielen - vor allem aber auch damit, seine nachbarn durch ein Fernglas zu beobachten. Dabei sieht er allerhand skurrile Gestalten, lernt einiges über das Leben seiner Nachbarn und schickt ihnen geheime Botschaften. Als ein Junge aus der Nachbarschaft verschwindet, vermutet Dennis, dass sich ein Verbechen zugetragen hat und dann... Oliver Uschmann hat hiermit einen durch und druch sympathischen Roman geschrieben. Die in diesem Buch beschriebenen Personen könnten auch im wirklichen Leben existieren und es macht großen Spaß, etwas über einen quasi ganz normalen Jungen zu lesen. Man findet sich leicht selbst in diesem Buch wieder. Uschmanns Schreibstil passt gut zur locker-leichten Geschichte und eine ausreichende Portion Witz sorgt dafür, dass die Geschichte nicht langweilig wird. Ein schöner, lebensnaher, aber auch wirklich spaßiger Roman.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    rumble-bee

    rumble-bee

    13. November 2009 um 11:45

    Ich musste mir dieses Buch einfach zulegen, als ich die Besprechungen hier las. Ich haber selber zwei Söhne, die kurz vor derselben Lebensphase stehen wie der Held des Buches, Dennis, und die auch schon die ersten Symptome zeigen. Außerdem hörte sich das nach einer frischen neuen Stimme am Autorenhimmel an, und beide Aspekte zusammen versprachen ein einfach gutes Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht! Warum soll das ein Jugendbuch sein? Der Autor selber sagt ja, dass es sich auch an ältere Leser richtet. Ich finde das Buch universell lesbar, da es den Leser in eine in sich stimmige Welt entführt. Es gibt viele Aspekte, die mir hier super gefallen haben. Erst einmal die Sprache, jung und frisch, dennoch nicht flach. Der Autor beweist, dass Lesbarkeit nicht gleich Comedy-Stil heißen muss. Er ist immer nahe an seinen Personen, und man kann die Handlungsweisen aller Beteiligten gut verstehen. Okay, teilweise gibt es Ansätze, die Leute ein wenig zu stereotypisieren, aber Übertreibung macht ja bekanntlich anschaulich! Ich glaube z.B. nicht, dass es Lehrer wie diesen Herrn Altenburg oder Omas wie Uroma Mette wirklich gibt! Dennoch waren sie herrlich skurril, und ihr Auftritt innerhalb des Buches wirkte stimmig und verlieh der Handlung Würze. Die Handlung selber, ja, wie soll ich sagen... wer einen Krimi erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Denn das Buch verwendet zwar Elemente des Thrillers, aber nur, um diese geschickt wieder zu zerschlagen. Ein Drama ist es auch nicht ganz, da man teils über die Ereignisse in Dennis' Leben auch wieder lachen muss. Ich würde sagen, es ist ein ganz eigenes Buch, das in keine Schublade wirklich passt! Um mal ein paar Vergleiche aus der Filmwelt zu bemühen: das Buch hat Anklänge sowohl aus "Fenster zum Hof", "One Hour Photo", als auch "Die fabelhafte Welt der Amélie". Alle drei zusammen verrührt, gibt einen ungefähren Einblick in den Handlungsrahmen des Buches. Ich finde Dennis gar nicht so abgedreht, auch wenn er viele Computerspiele spielt. Im Gegenteil scheint es mir oft, Dennis ist der einzig klar Denkende in dem Buch. Viele andere, vor allem die Erwachsenen, sind wahre Meister in der Kunst des Verdrängens oder Belügens. Ich hoffe für Dennis, dass er sich die Skepsis dieser Welt gegenüber behält! Die Schilderungen aus den Computerspielen fand ich nicht überflüssig, eher im Gegenteil. Sie haben mir einen Einblick in eine Welt ermöglicht, die weit weniger gewalttätig ist, als ich dachte. Mir wird ansatzweise klar, wie man darin versinken kann. Ein ganz besonders liebenswertes Detail möchte ich noch erwähnen: der Autor hat sich nämlich selber in der Handlung vorkommen lassen! Und zwar als der "Cousin" von Dennis, der auch gerne zockt, bei UPS arbeitet, und mit einem Hartmut (eine Romanfigur von Uschmann!!) in einer WG lebt. Wieder fühlte ich mich an Hitchcock erinnert, der ja auch immer selber in seinen Filmen vorkommen musste, wenn auch nur in einer winzigen Nebenrolle. Ach ja, schade fand ich, dass offen gelassen wird, ob die verschwundene Katze dieses Cousins nun wieder gefunden wird oder nicht...! Ich bin noch ganz voll von dem Erlebten, denn so fühlt sich dieses Buch an: als sei man dabei gewesen. Selbst das ein wenig zuckersüße Ende hat mich nicht gestört. Ich fand es besser so, als wären Dennis' Befürchtungen wahr geworden. Das Ende hat die Hauptaussage des Buches eher noch untermauert: nämlich, dass es nie zu spät ist, und es immer noch Hoffnung gibt. Mein Fazit: ein ganz tolles Buch, eine wahre Entdeckung, die gute Einblicke gibt in die Psyche von jungen Erwachsenen, und die dabei noch auf das Beste unterhält!

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    Quasi

    Quasi

    20. October 2009 um 22:28

    Dennis, 15 Jahre alt, lebt mit seiner Mutter in einer Hochhaussiedlung. Sein Vater ist vor Jahren einfach verschwunden, Dennis Mutter spricht nicht darüber und Dennis muss sich mit dieser und der Aussage, dass sein Vater genauso ein Arsch ist, wie alle Männer, zufrieden geben. Um aus der Wirklichkeit zu fliehen, daddelt er Viedeospiele, wie viele Jugendliche in seinem Alter. Aber er hat auch noch ein besonderes Hobby: Er beobachtet mit seinem Fernglas die Wohnungen des Nachbarhauses und schickt ihnen - bei Bedarf - Code Yellows. Das sind kleine gelbe Zettel mit Nachrichten, damit sie ihr Leben wieder in die gewohnte Bahn bekommen. Da ist die alte Frau, die gerne Rätsel löst und Dennis lässt ihr einmal die Woche eins zu kommen. Oder das junge Pärchen, bekommen Code Yellows, wenn sie sich mal wieder streiten, natürlich anonym, Code Yellows sind immer anonym. Dann ist da noch Dennis Lieblingsfamilie, der Hausmeister, mit seiner Frau und dem Sohn, die genau das Leben führen, das Dennis auch gerne hätte. Doch dieser Sohn verschwindet plötzlich und Dennis vermutet ein Verbrechen.... Es ist schön, mal von einem wirklich netten und halbwegs normalen Jungen zu lesen, der ohne Ende zockt und total in dieser Viedeospielwelt eintauchen kann, ohne dass der Leser einen Amoklauf fürchten muss. Ich meine nicht, dass Zocker potentielle Amokläufer sind, aber leider ist es nur das, was man z.Z. in der Presse hört und liest. Oliver Uschmann gelingt es gut, einem das Nahe zu bringen, worum es Jugendlichen beim daddeln geht und man merkt, dass er diese Leidenschaft teilt. Gut gefallen hat mir auch, wie der Autor beschreibt, was die ganzen Schrecken unserer Welt, in den Nachrichten jeden Tag haarklein auf die Bildschirme gebracht, in einem Jungen wie Dennis für Gedanken freisetzen können. Auch die Probleme, die Dennis sonst so hat, die Typen, die ihm ständig einen Spruch drücken, sein Schwarm und die Achterbahn des Verliebtseins sowie die alten Freunde aus Kindertagen, mit denen plötzlich vieles komplizierter ist als früher, fand ich treffend aufs Papier gebracht. Nur den Schluß fand ich nicht nachvollziehbar, auch wenn Oliver Uschmann dies in der Testleserunde erklärt hat, wieso das genau so ist, mein Ende ist das trotzdem nicht. Sprachlich und inhaltlich für ein Jugendbuch weder oberflächlich noch langweilig. Ich gebe 7 von 10 Punkten.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    30. September 2009 um 20:43

    Amoklauf und Computerfreak passt nicht zusammen und sollte auch nicht in eine Schublade gesteckt werden. Das aber erstmal am Rande, denn in Oliver Uschmanns neuestem Roman steht Dennis im Mittelpunkt. Dennis lebt zusammen mit seiner Mutter in einem Hochhaus und liebt es, sich aus der realen Welt in die Welt der Spiele und Filme zu versetzen. Als wäre diese andere Welt nicht schon aufregend und bunt genug, ist sein Fernglas sein bester Freund. Dennis liebt es in andere Wohnungen zu schauen und sich die Probleme anderer anzunehmen und zu helfen. Sobald er einen Streit beobachtet oder etwas nicht stimmt, bastelt er einen Code Yellow und im Notfall sogar einen Code Red, um Missverständnisse auszuräumen und die Wogen wieder zu glätten. Diese Karten lässt er von seinem Kumpel aus der Videothek im Hochhaus in die Briefkästen verteilen. Somit ist Dennis´s Tag voller Aufgaben und ihm gelingt es, sich von seinem Leben und seinen Problemen abzulenken. Dies lässt ihn den Stress in der Schule, Stress zu Hause und auch den neusten Stress mit den Mädchen vergessen. Doch auch die eigentlich für Dennis unkomplizierte Beobachtungszeit wird plötzlich zum Stress. Der Nachbarjunge ist nicht in seinem Zimmer, auch nicht in der Wohnung. Seine Eltern verhalten sich zudem noch sehr merkwürdig und Dennis ahnt Schlimmes. Sein Alltag steht Kopf, er vermutet ein Verbrechen und forscht im Keller des Hochhauses nach. Der könnte kaum geheimnisvoller sein, denn eine Begegnung der ganz besonderen Art wartet auf ihn. Außerdem kämpft er mit dem Gefühl selbst unter Beobachtung zu stehen. PC-Spiele und Gewalt gehören auf keinen Fall zusammen. Das zeigt der Protagonist Dennis. Fast sein kompletter Alltag findet zwar auf einer anderen Ebene statt, aber nur weil die reale Welt einfach zu brutal ist und für ihn einfach zu farblos. Mit viel Gefühl, Fantasie und Abenteuerdrang fiebert er mit seinen surrealen Helden mit und genießt seine zweite Haut. Ein Flüchten aus eigenen Problemen, aber für ihn muss dies sein, denn diese Spiele helfen ihm zu mehr Selbstvertrauen um endlich mehr Fuß im wahren Leben zu fassen. Er streckt trotz seinem Spielvergnügen die Hände aus, um Probleme zu verhindern und zu helfen. Dennis ist voller Einfühlungsvermögen, immer auf der Hut und bereit für Neues. Ein Jugendroman? Nicht nur, denn hier werden breite Facetten des Alltags angesprochen. Verschiedene Hobbys, Freunde, Familie spielen eine Rolle, aber auch das Leben an sich mit seinen etlichen Tücken und Regenwolken. Doch auch zwischen den dicksten Wolken gibt es sonnige Lichtblicke. „Das Gegenteil von oben“ ist der Blick mit einem Fernglas in die Herzen der Menschen. Die Charaktere sind aus dem Leben gegriffen, Dennis könnte mein Nachbar sein, seine Mutter meine Untermieterin. Das Buch begeistert mit seiner schlichten Gestaltung, den einfachen und bildlichen Sätzen. Ein großer Spannungsbogen mit einigen thrillerähnlichen Ansätzen verleihen dem Buch einen Schwung, der einige langatmige Stellen überrollt. Außerdem ist das Verrutschen beim Lesen ausgeschlossen, denn ein bucheigenes Lesezeichen zum Raustrennen schließt dieses aus.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. September 2009 um 19:02

    Dennis ist ein 15-jähriger Junge, der mit seiner alleinerziehende Mutter in einer Hochhaussiedlung zusammenlebt. Neben ganz alltäglichen Hobbies wie vor dem Fernseher sitzen und Spiele daddeln.Ausserdem beobachtet er auch noch gerne die anderen Menschen in der Hochhaussiedlung mit dem Fernglas. Er beobachtet sie nicht nur, nein er mischt sich in ihr leben ein, indem er ihnen anonyme Briefe Nachrichten schreibt. Das Leben ist nicht leicht, also hat auch er so seine Probleme. Mitschüler die ihn aufziehen und ein Mädchen, in das er verliebt ist aber sich nicht traut sie anzusprechen. Dabei gibt es natürlich immer wieder Zwischenfälle und irgendwann kommt der große Knall. Das Buch ist flott geschrieben und sehr gut zu lesen. Die Geschichte aber auch ein bischen durchsichtig und am Ende gibt es ein Happy End das doch ein bisschen zu klebrig und nach heiler Welt klingt.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    Revontulet

    Revontulet

    24. September 2009 um 17:15

    Der 15jährige Dennis lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem Hochhaus. Seine Freizeit verbringt er hauptsächlich mit Videospielen und damit, die Leute im Haus gegenüber zu beobachten. Am liebsten schaut er bei der Familie des Hausmeisters durchs Fenster, weil dort die Familienidylle herrscht, die es bei Dennis nie gab. Als der Sohn des Hausmeisters verschwindet, malt Dennis sich die schlimmsten Dinge aus. Bei einer kleinen Erkundungstour im Nachbarhaus stößt er auf eine Wohnung im Keller, die von einem seltsamen Mann bewohnt wird, der sich dort öfters mit dem Hausmeister trifft. Für Dennis gibt es nur eine Erklärung: Die geheime Wohnung ist ein Folterkeller und hier ist auch der Hausmeistersohn verschwunden. Man fühlt richtig mit Dennis mit, denkt dann aber immer mehr, dass er zu viele Spiele spielt und langsam verrückt wird. Doch als sich am Schluss alles aufklärt, kann man mit Dennis aufatmen. Ein tolles Buch von einem Super Autor, der nicht verlernt hat, die Welt aus der Sicht eines Jugendlichen zu sehen. Echt toll.

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  • Rezension zu "Das Gegenteil von oben" von Oliver Uschmann

    Das Gegenteil von oben
    silverincu

    silverincu

    20. September 2009 um 12:00

    In "Das Gegenteil von oben" lernt der Leser Dennis kennen. Ein 15jähriger Junge, der bei seiner Mutter wohnt, Vater unbekannt. Neben den alltäglichen, normalen Sorgen und Hobbies eines Pupertierenden (Mädchen, erste Erfahrungen, Schulstress...) hat Dennis noch ein etwas ungewöhnlicheres Hobbie: er beobachtet mit einem Fernglas seine Nachbarschaft. Da wäre ein junges Paar von gegenüber, dem Dennis durch kleine Briefbotschaften schon des öfteren geholfen hat, seinen Streit beizulegen. Der älteren Frau aus dem selben Haus schickt er regelmässig Sudokuhefte um sie zu unterhalten. Dem depressiven Nachbarn, der immer aussieht, als ob er jeden Moment von seinem Balkon springen will, heitert er mit seinen Code Yellows auf. Und da wäre ja dann noch die Familie des Hausmeisters, Dennis Rettungsanker in schweren Zeiten. Eine Familie, wie aus dem Bilderbuch. Morgens bringt der Hausmeister seinen Sohn ur Haustür und wünscht ihm einen schönen Schultag, nachmittags wird zusammen gegessen und Hausaufgaben gemacht, abends zusammen Gesellschaftsspiele gespielt. Doch dieser Anker wird Dennis von einem zum anderen Augenblick weggerissen, denn der Hausmeisterjunge und seine Mutter verschwinden, der Vater fängt an zu trinken. Wo ist der Nachbarsjunge? Und als ob das nicht schon genug wäre, hat Dennis seit einiger Zeit das Gefühl, selbst beobachtet zu werden. Sind das Wahnvorstellungen vom vielen Consolespielen oder Realität? Die Grundidee hat mich schon sehr begeistert. Die Geschichte wird in eine moderne Gegenwart gebettet. Das heisst, es werden häufiger aktuelle Filme und Consolespiele genannt, aber alles wohl proportioniert. Der Charakter von Dennis scheint realistisch, genauso wie seine Probleme mit seiner Mutter, mit der Schule usw. Schön flüssig geschrieben, was eigentlich nichts am Durchlesen hindern sollte. Leider muss ich gestehen, dass ich trotzdem öfters mal ein paar Absätze übersprungen habe. Die Geschichte wird an vielen Stellen unnötig in die Länge gezogen und vom eigentlichen Thema (Nachbarn beobachten, Beobachtet werden) abgelenkt. So fand ich die Klassenfahrt ein wenig unnötig. Es gab viele einzelne Themen in dieser Geschichte, doch alle ein wenig oberflächlich bearbeitet, wohl um die Seitenzahl nicht ausufern zu lassen.

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