Oliver Uschmann , Sylvia Witt Log out!

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Inhaltsangabe zu „Log out!“ von Oliver Uschmann

100 Tage überleben – ohne Geld ...Der Roman zum Selbstversuch! Paul hat das Abi hinter sich. Doch was kommt jetzt? Paul hat kein Ziel, denn er plant nichts. Als er eine Nacht im Wald verbringt (weil der Nachbar wieder »dieses unerträgliche Lied« hört), ist eine schräge Survival-Idee geboren: Paul will 100 Tage ohne Geld überleben und das Ganze mit einem Blog begleiten. Die Aktion entfacht einen regelrechten Medienhype und Paul wird zum gefeierten Star. Aber er kann ja jederzeit den Stecker ziehen, sich ausloggen und ins wahre Leben zurückkehren. Oder? Ein fulminanter Roman eines begnadeten Erzählduos – witzig, überraschend und tiefsinnig.

FaulPaul schreibt RetroGirl, hätte eine nette Liebesgeschichte sein können. Ist Gott sei Dank viel mehr geworden! :)

— DeZe

Einige Kritikpunkte habe ich, besonders vom Inhalt, der etwas anderes verspricht, als geboten, wurde ich enttäuscht. Sonst recht gut.

— Milegas

Für die nette Unterhaltung zwischendurch:)

— kleinesohr

Überraschend hintergründig und hochkarätig . Leseempfehlung!

— thursdaynext

Lustig mit Spannung und aktuellen Themen

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • FaulPaul hat mich begeistert.

    Log out!

    DeZe

    01. November 2016 um 10:33

    Paul war mir sofort sympathisch. Lässt sich vom Leben mitspülen, wie ein ordinäres Sandkorn am Strand vom Meer rumgewirbelt wird... ;)Und eigentlich reicht ihm das auch, doch das Leben macht halt was es will und so kommt Paul in unmögliche Situationen. Es hat wirklich Spass gemacht das Buch zu lesen. Schöner Charakter, gute Geschichte, auch wenn ich mir nach dem Klappentext etwas ganz anderes vorgestellt habe!

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  • {Rezension} LOG OUT!

    Log out!

    Milegas

    11. May 2016 um 21:32

    Paul Planbaum, frisch aus dem Gymnasium raus, Sohn eines bekannten Gartenplaners. Sein bester Freund Benjamin zieht nach Bamberg, um Germanistik zu studieren und Pauls Vater ist mit seiner Lebensgefährtin auf Borneo. Was jetzt? Er will zwar Gärtner werden, aber die Gärtnereien finden, das wäre verschwendetes Talent, er soll in die Firma seines Vaters einsteigen. Paul Planbaum ist kein Planer, behauptet er selber und mistet einfach seine Wohnung aus, verbringt eine Nacht im Wald und bringt zwei "Verirrte" nach draußen (mithilfe seiner Kreidekreuze an den Bäumen...). Diese glauben, er kenne sich ja im Wald super gut aus (hrmrrhm....) und so ist die Idee geboren: 100 Tage überleben ohne Geld. FUCK MANNI! Paul ist nett. Zeit mit ihm und ohne Money/Manni zu verbringen war keine schwere Sache und ich habe mit ihm mitgefiebert. Ich würde sowas zwar nicht machen wollen → ich fand eine Woche Zeltlager ohne gescheite Sanitäranlagen schon anstrengend. Das Ganze aber 100 Tage? Boah. Paul Planbaum (sein Vater ist ja Gartenplaner - als ich den Zusammenhang zwischen Name und Beruf kapiert habe, musste ich erst einmal laut lachen) wird bekannt, berühmt, wird ins Fernsehen, Radio und sonstige Medien eingeladen und jedes Mal fragte ich mich: Wie stark stinkt er wohl? Es wurde fast nie beschrieben, dass er sich mal wäscht ... Na gut, Nebensache :D. Das Buch war ein Cover-/Titel- und Storykauf. Alles ist mal etwas anderes. Keine schnulzige Liebesgeschichte mit vorhersehbarem Ende. Im Gegenteil. Am Ende kommt alles anders als erwartet. Sogar anders, als der Inhalt auf dem Buchrücken es verspricht. "Wenn er keine Lust mehr hat, kann er ja jederzeit wieder aufhören. Denkt er zumindest ..." - Entweder ich lese zu oberflächlich, bin blöd oder es kam wirklich nicht so etwas vor. Ich bin mit einer ganz anderen Erwartung an das Buch gegangen, als wenn der Inhalt hinten anders beschrieben worden wäre, und wurde deshalb enttäuscht. Mit dem Ende bin ich rückblickend zwar ziemlich zufrieden, aber wenn der Inhalt ein anderer ist, als ich dachte ... Die Geschichte, was damals mit seiner Mutter passiert ist, und was es mit Robbie Williams auf sich hat, zog sich als roter Faden durch die Geschichte und zwang mich, weiterzulesen. Das war spannend! Der Schreibstil von Pauls Blogeinträgen war kurz und knapp, gefiel mir gut, ebenso wie der der Autoren - kein Wunder :D. Teilweise war mir zu viel Umgebung beschrieben, da habe ich drüber gelesen, sonst ist alles sehr flüssig und einfach aus Pauls Sicht erzählt. LOG OUT! ist ein tolles Buch für zwischendurch. Mich hat es zwar enttäuscht, dass sich der Inhalt als ein ganz anderer entpuppt hat, als ich dachte, trotzdem gefiel mir die Story recht gut. Umgehauen wurde ich jetzt auch nicht wirklich (wenn ich mir das so recht überlege, bin ich mit dem Ende auch nicht GANZ zufrieden ...). Ich freue mich, dass ich das Buch geschenkt bekommen habe - danke nochmal :-) -, und ich hatte trotz der Kritikpunkte etliche schöne Lesestunden. Note 3 http://dashausderbuntenbuecher.blogspot.com/2016/05/rezension-oliver-uschmann-sylvia-witt.html

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  • 100 Tage Mannsein in ethisch korrekter Weise

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    thursdaynext

    22. September 2015 um 15:18

    Paul Planbaum, achtzehn, frischgebackener Abiturient, hasst planen und Robbie William’s Song „Angels“ Sein Dad ist auf längere Zeit verreist, sein bester und einziger Kumpel zum Studium nach Braunschweig und er hockt ziellos in seiner neuen Wohnung. Die entrümpelt er. Dabei bleibt nicht nur Schrott, sondern auch sein bisheriges Leben auf der Strecke. Alles wird auf den Prüfstand gestellt. Liebe kommt auch noch hinzu, wenn auch zuerst virtuelle und Paul Planbaum lernt. Fernab allem schulischen Lernens auf seine ureigene Weise eine ganze Menge. Über Liebe, Freundschaft, Umgang mit persönlichem Traumata, Internet und Menschen, speziell. Log Out kann man fast nicht weglegen, obwohl es ein Jugendbuch ist, denn die Ereignisse überschlagen sich und immer ist man auf der Spur dessen, was Paul so gefangenhält und traumatisiert hat. Erst am Ende, dieses Coming out of Age Romans löst sich das Rätsel. Zwischenzeitlich liest man eine sehr eloquente Medien- und Gesellschaftskritik die, obwohl genug Raum zum Selbstdenken da ist wirklich alle Bereiche der heutigen Medien – und „Spaß“gesellschaft streift, hinterfragt und in Pauls herrlich furztrockenen Gedanken dazu, herausstellt was schiefliegt, aber auch wie man damit umgehen kann. Ein Buch über Menschsein, in einer Welt, die nur auf Profitmaximierung in jeglicher Couleur ausgerichtet ist. Und ein Buch das man gerne immer weiter umblättert, denn so chaotisch und verwirrt er ist Paul Planbaum, der Plänehasser ist ein ehrlich, cooler Sympath. Dafür einen Jugenbuch Dodo für dieses rasante packende Reallife Book!

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  • Log Out! (Oliver Uschmann, Sylvia Witt)

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    Sheenaa

    14. August 2014 um 23:24

    Ich mochte dieses Buch wirklich sehr und es hat sich seine vier Sterne regelrecht verdient. Ich konnte mich relativ gut in Paul hineinversetzen und ihn verstehen und Kapitel für Kapitel wurde die ganze Sache spannender und steigerte sich richtig hinein. Man merkt, wie fies das Netz sein kann und dass es immer mieser für Paul wird, letztendlich kann er allerdings ja alles wieder schnell richten. Dieses Buch ist packend und wirklich lesenswert.

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  • Planlos ausgeloggt

    Log out!

    Buchgespenst

    05. July 2014 um 15:44

    Das Abitur in der Tasche, der beste Freund ist zum Studium weit weg und meldet sich nicht mehr, der Vater auf Weltreise, die eigene Zukunft ungewiss und der Nachbar rührt mit seinen lauten Partys unwissentlich an ein Trauma – so findet sich Paul plötzlich völlig allein im Wald wieder. Mehr zufällig als aus eigenem Antrieb „loggt“ er sich aus seinem Leben aus. Er, der nie etwas plant, ist plötzlich ein landesweit bekannter Aussteiger, ein Internetphänomen und Medienstar. Wie können ein paar Wochen ein Leben verändern? Ein großartiger Roman, über die unsichere Zeit des Erwachsenwerdens und die wankelmütige, schillernde Welt der Medien. Die beängstigende Zeit nach dem Abitur, wenn das Leben wie man es gekannt hat, endet. Die Freunde sind weg, die Schulroutine vorbei – was, wenn man nicht weiß, was man mit seinem Leben anstellen soll? Dazu kommt eine großartige Medienkritik! Wie ein kurzer Internetauftritt das Leben völlig umkrempeln und die Kontrolle übernehmen kann. Die Mediengeier, die ein Leben aufbauen und zerstören können – willkürlich, profitgeil, skrupellos. Uschmann konfrontiert den Leser wieder einmal mit unliebsamen Wahrheiten unseres Alltags und den unglaublichen Möglichkeiten, die in einem stecken, wenn wir nur den Mut aufbringen, unsere Träume zu leben. Ich liebe dieses Buch! Ein sympathischer Held, eine Menge zum Schmunzeln und Nachdenken sowie interessante Nebencharaktere. Bleibt nur noch zu hoffen, dass es bald Nachschub gibt – Hartmut oder Sript5, mir egal, ich will mehr!

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  • Anders als gedacht...

    Log out!

    Nicky15

    Darum geht es... Paul fühlt sich alleine gelassen.Von seinem Vater, seinem besten Freund -eigentlich von dem Rest der Welt...Mit der Flucht in den Wald beginnt alles... Aus dem Zufall heraus kommt Paul auf die Idee einen Blog über Survival zu schreiben. Um sich und seiner Umwelt endgültig etwas zu beweisen lässt er sich auf eine gewagte aber durchaus interessante Wette ein. "100 Tage ohne Geld" So lautet sein Survival-Versuch. Doch ist es wirklich so einfach ohne Geld und nur von dem zu leben, was gerade kommt? Paul lernt auf seiner kleinen Reise viele verschiedene Menschen kennen, erlebt viel Neues und verliert sein Herz an eine fremde Unbekannte. Paul durchlebt Schmerz, Trauer, Wut, Hoffnung und Freude und merkt, dass nicht immer alle so ist, wie er immer dachte. Meine Meinung "Log out" ist ein sehr interessantes Buch. Der Protagonist ist eine sehr sympatische Person, in die man sich sehr schnell und gut hineinfühlen kann. Die Geschichte macht Spaß und ist sehr Facettenreich. Es ist nie langweilig, immer passiert etwas Neues und obwohl es kein sehr mitreisendes oder besser gesagt extrem spannendes Buch ist, fällt es einem als Leser schwer, "Log out" aus der Hand zu legen. Die Story ist gut durchdacht, manchmal zwar etwas unlogisch aber wie schon gesagt sehr unterhaltsam. Ich hatte Freude am Lesen, da das Buch sehr vielfältig und wie oben schon erwähnt sehr facettenreich ist. Es reichte von Erzählungen zu Ebay-Verkaufsanzeigen, zu Blog-Einträgen und E-Mails... Also wirklich abwechslungsreich! :) Um ehrlich zu sein, hatte ich eigentlich eine ganz andere Story erwartet. Nicht so, dass er so stark Kontakt zu der Außenwelt hat, sondern dass er wirklich im Survival lebt. Fazit Eine gute Idee - > Gutes Buch für Zwischendurch :)

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    • 2

    Arun

    22. June 2014 um 22:12
  • Log Out

    Log out!

    Luc

    02. December 2013 um 22:48

    Inhalt: Log Out beginnt mit einem verlassenen Protagonisten, die Mutter ist vor Jahren verstorben, der Vater verreist mit einer neuen Frau. Pauls bester Freund verlässt die Region, um in Bamberg ein Literaturstudium zu beginnen. Erwachsenwerden steht an, keine Frage, nur hat Paul keinen genauen Plan im Kopf. Soll er Landschaftsgärtner werden, wie sein Vater? Die Verwirrtheit lässt ihn schließlich mitten in der Natur sein Heil suchen, dem deutschen Wald. Angespornt durch eine neue Internetbekanntschaft und einen Medienprofi mutiert Paul zum Aussteiger, ohne Geld will er die kommenden Wochen leben und in seinem Blog darüber berichten. Vielleicht rüttelt er durch die Aktion seinen alten Kumpel Benjamin wach, der sich seit seiner Abreise nicht mehr gemeldet hat. Vielleicht ergibt sich die Zukunft von selbst. Und tatsächlich, sein Vorhaben schlägt Wellen, bald kann er sich kaum vor den Anfragen aus Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen retten. Paul gleiten die Geschehnisse aus der Hand, am Horizont scheint die Liebe auf, deren stärkster Gegner die Geldgier ist, welche ihn von nun an verfolgt. Meinung: Der Roman Log Out hat zweifellos seinen Reiz. Die Grundidee trifft den Zeitgeist, die Aufgeregtheit eines Medienhypes, der aus jeder Mücke in sekundenschnelle einen Elefanten macht, um Auflage zu machen, Zuhörer oder Zuschauer zu erreichen und dabei manchmal die Grenzen des Erlaubten überschreitet, selbst aktiv ins Geschehen eingreift, damit die Quote stimmt. Auch die Hauptfigur ist grundsätzlich klug angelegt. So einer suchenden, menschlichen, männlichen Seele folge ich als Leser gerne. An dem Punkt beginnen die Probleme des Romans. Mich beschlich beim Lesen das Gefühl, die Autoren hatten zunächst eine gute Ausgangsidee, daran berauschten sie sich, es kamen noch mehr Ideen, schon nicht mehr ganz so gute und irgendwie kam dann Paul dazu, dem eine Vergangenheit angedichtet wurde. Der Roman wirkt nicht sauber ausbalanciert. Er schwankt zwischen Albernheiten, die Humor transportieren sollen, tragischen Momenten, pervertiertem Medienbetrieb, Aussteigertum, harter Realität und stets weichen Landungen hin und her. Mal soll es also lustig sein, mal gesellschaftskritisch. Richtig funktionieren tut nichts von alledem. Selbstredend wir auch das Aussteigertum nur am Rande wirklich gelebt, eigentlich wird es lediglich behauptet. Ich konnte jedenfalls nicht viel vom Leben ohne Geld, dem Leben im Walde wahrnehmen. Aber es gibt auch positives zu vermelden. Man spürt die Schreibfreude, bei den Autoren. Die treffende Wortwahl und die quicklebendige Sicht der Dinge sind ein Plus. Da steckt viel Emotion, viel persönliche Begeisterung und Können drin, die den Blick für das Gesamte allerdings eingetrübt hat. Denn im Detail liegt die Schwäche des Buches. Besonders negativ fallen die Logikfehler und Ungereimtheiten in dem Buch auf. Ansonsten liest sich „Log Out“ flüssig, hält über die gesamten 340 Seiten ein gnadenlos hohes Tempo, das geprägt wird von Handlungsintensität, nicht von Glaubwürdigkeit oder dem Interesse an der naiven Hauptfigur, die nur minimales Identifikationspotential bietet. Erst ganz am Schluss steigert sich der Roman zu einem überraschenden Ende, der seine zweihundert Seiten starke Oberflächlichkeit in eine Spur Tiefgang münden lässt.

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  • Gehypter Aussteigertrip im Netz

    Log out!

    Sky

    06. July 2013 um 13:17

    Gehypter Aussteigertrip im Netz Das Abitur hinter die Bühne gebracht, trennen sich die Wege von Paul und Benjamin. Früher hatten sie Wettbewerbe geführt, sich in sportlichen Wettkämpfen immer schlagen wollen, sind durch die Welt gereist, alles gemeinsam. Doch Benjamin verschwindet nach Bamberg für sein Germanistikstudium. Paul bleibt zurück mit zu viel Zeit und ohne Antworten seines Freundes. Auf E-Mails reagiert er nicht und auch sonst gibt es keine Nachrichten von ihm. Die einzigen Freunde, die ihm geblieben sind, sind die Ermittler von Navy CIS, seinen geheimen Lebensretter und sein Nachbar, der sich nicht mit der Trennung von seiner Freundin abfinden kann. Zu diesem Zeipunkt beschließt Paul, es muss sich in etwas in seinem Leben änern. Er verkauft seine Sachen bei eBay und flüchtet in die freie Wildnis und begegnet einen hilflos und verirrten Mediengiganten, der ihm das Angebot seines Lebens macht. Er sollte einen Blog über Survival führen und er wird ihn dabei unterstützen. Aus der Idee wird eine Experiment: Wie überlebt man heute, wenn man kein Geld besitzt und wie schlägt man sich durch? Seinen ersten Blogeintrag krönt er mit einen Film über seinen abtauenden Kühlschrank und der Blogeintrag verteilt sich wie ein Lauffeuer. Täglich steigen die Klickzahlen und jeder liest mit. Jeder will ein Stück vom Paul, dem Künstler, dem Survivaltypen, der sich wagt, in geldregierenden Zeiten den Ausstieg zu wagen. Mit der medialen Aufmerksamkeit steigen auch die Sorgen und die Probleme. Und nur Retrogirl18, die seine Sachen bei eBay gekauft hat und mit ihm in Kontakt bleibt, gibt ihm Hoffnung sein Experiment durchzuziehen und das Gefühl, etwas richtiges zu tun. Oliver Uschmann und Sylvia Witt haben in ihren Roman persönliche Erlebnisse verarbeitet. Uschmann hat ausgetestet wie es ist im Wald zu leben ohne etwas zu besitzen, während seine Frau Sylvia Witt versuchte mit außergewöhnlichen Geschichten den Hausstand an den Käufer zu bringen. Durch diese Erfahrungen entstand "LOG OUT!", eine Mediensatire voller außergewöhnlicher Charaktere, Witz und Charme, die die heutige Medienlandschaft und Internetgesellschaft auf's Korn nimmt. In "LOG OUT!" spiegelt sich unsere von den Medien beeinflusste Gesellschaft. So hat Paul mit "Hatern" auf seinen Blog zu kämpfen, die sich immer gegen ihn auflehnen. Begegnet Zeitungen und merkt die Macht der Printmedien und ihren Einfluss auf ihn selbst. Er verfängt sich im medialen Wahnsinn und findet aus ihm nur noch schwerlich heraus. Geliebt, gehasst, gehypt, vergöttert und ausgenutzt. Dabei lässt Uschmann und Witt nichts aus. Von der BILD-Zeitung bis "Die Zeit" nimmt er sie alle auf die Schippe und schafft es die Unterschiede der einzelnen Blätter hervorzuheben. Der stetige Erfolg, der aus dem Nichts kam, und das Interesse der Medien sich auf jeden Strohhalm zu stürzen wird von den Autoren mit bitterböser Wahrheit dargestellt und verhöhnt. Ein Jeder will sein Stück vom Kuchen abhaben, egal in welcher Form und wie die Dinge von ihnen dargestellt wird. Die Funktionsweise der Medien wird aufgeklärt und wie aus einem Satz drei unterschiedliche Meinungen gebildet werden. Paul ist Künstler, Provokateur und gleichzeitig ein Genie. Und ist dabei doch nur ein einfacher junger Mann, der auf der Suche nach seinem eigenen Leben ist. Oft liest sich die Geschichte wie eine waschechte Satire mit überzeichneten Charakteren, die Repräsentanten einer ganzen Gruppe sind. Der verlassene Mittdreißiger trifft auf den Jugendlichen mit Selbstfindung auf eine Generation in Problemvierteln und begeisterten christlichen Anhängern. Für jede Grupperierung ist Platz, sogar Aktivisten finden ihrem Raum in dem von Übertreibung triefenden Werk. Jeder bekommt eine abgewatscht, dass sie blind und stoisch irgendwelchen Trends folgen, die ihnen die Welt auferlegt. Der Mittdreißiger flüchtet sich in eine nicht vorhandene Freiheit und den Trennungsschmerz. Im Problemviertel trifft Verzweiflung und Härte des Lebens auf provozierende Charaktere und Leute abseits der Norm. Und alle machen etwas, was ihnen als Rolle auferlegt wurde. So, wie sie die Medien darstellen. Und neben dieser heutigen Problematik, stellen Oliver Uschmann und Sylvia Witt die gefährliche Anonymität des Netzes da, indem jeder teilhaben kann und alle gleichzeitig zu dem Hippen gehören wollen. Seien es die sogenannten "Hater", die immer nur schlechtes zu berichten haben, oder die wahre Persönlichkeit hinter dem Nutzernamen. Nichts bleibt verschont und jeder scheint sich selbst der Nächste. Die Hetzjagd ist eröffnet und das Internet der Austragungsort. Der vom Sarkasmus beeinflusste Schreibstil macht die Satire perfekt. Oftmals einfach ehrlich und unverkrampft, spielen die Autoren gar nicht mit den Stilmitteln herum, sondern bringen die Dinge auf den Punkt. Es bleiben Platz für Lacher, durch markante Sätze und prägnante Aussagen. Und trotz allem versteckt sich der Ernst hinter dem Sarkasmus. Die Übertreibung findet sich auch in ihnen wieder, so wie auch die fast schon karikaturartigen Charaktere ihre Einzigartigkeit besitzen, hat auch der Roman seinen eigenen Stil, der unterhält, kritisiert und gleichzeitig fordert. Mit Überraschungen wird nicht gespart und so bleibt hinter jeder Seite eine neue Erkenntnis und man merkt wie das kleine Projekt zu einer medialen Sensation wird, die zu eskalieren beginnt. Die Handlung verspricht immer wiede neue Wendungen bis zur letzten Seite, auf der man nur noch lachen kann. Sei es aus absolutem Staunen oder Absurdität. Denn bei der ganzen Übertreibung hat der Roman die Probleme sie noch auf realen Boden zu halten. Manches wirkt zu weit hergeholt um noch witzig überzeichnet zu sein, sondern es ist fast schon lächerlich. Die Zufälle sind viel zu konstruiert und schaden dem Konstrukt. Außerdem finden sich immer wieder Längen und luftleere Räume, die dem Roman eher schaden als ihn verbessern. Manchmal ist die Mediensatire an ihrem eigenen Sarkasmus gescheitert und wollte zuviel, wo weniger angebracht gewesen wäre. Fazit "LOG OUT!" ist ein interessanter Roman, der sich  mit der heutigen Medienwelt beschäftigt. Satirisch, bissig, unterhaltsam und wunderbar überzeichnet, erzählen Oliver Uschmann und Sylvia Witt die Geschichte eines Bloggers, der sich im medialen Wahnsinn verfängt. Spannend, amüsant und vor allem ehrlich. Medienkritik in sarkastischer und teilweiser bitterböser Form. Lesenswert!

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  • absolut lesenswert

    Log out!

    Maryonoke

    28. May 2013 um 19:58

    Paul ist 19 Jahre alt und hat gerade sein Abi absolviert .Nun ist er völlig planlos.Im wahrsten Sinne des Wortes. Paul Planbaum plant nie  ! Nachdem sein Vater,der seinen Sohn karrieremässig in sein Landschaftbau Unternehmen,nebst Studium verplant hat, in einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt entschwindet und sein scheinbar bester Freund sich nach seinem Studienumzug ans Ende der Welt-Bamberg- auch nicht mehr meldet, macht er sich gefrustet auf im Wald zu übernachten. Eine völlig überlades Familienauto das er auf einem Waldparkplatz beobachtet ,verleitet ihn dazu seinen ganzen unnützen Mist-sein bisheriges Leben-bei ebay einzustellen.Aber nicht einfach so...sondern mit Story...  Dadurch lernt er retro_girl18 kennen,und hegt regen mailkontakt. Wieder *muss* er im Wald übernachten,weil sein Nachbar eine Party feiert...und *dieses Lied* wird unweigerlich kommen.....  Die Tatsache das er den Wald wie seine Westentasche kennt und damit einem Trendforscher ,der ihn für einen Aussteiger hält,vor dem verlaufen bewahrt ,lässt ihn einen Blog eröffnen.  Log out !100 Tage im Wald-mit nichts außer seinem Laptop. Und der erste Blogeintrag - ein gefilmter abtauender Kühlschrank - schlägt ein wie eine Bombe. Wo das alles hinführt,ob er durchhält,was es mit dem Lied auf sich hat,wen er alles kennen lernt und wer retro_girl18 ist.....das müsst ihr selber herausfinden ! meine Meinung: ICH bin begeistert ! Ich habe viel gelacht,viel gelernt und sehe auch einige Dinge nun aus einem ganz anderen Blickwinkel.Der Schreibstil ist fantastisch....die Geschichte ist toll...eine Wendung mit der ich nicht gerechnet habe und wie ich finde ein superklasse Ende !!! Ich könnte es glatt sofort nochmal lesen. Freundschaft,Mut,Selbstbewusstsein,Hilfsbereitschaft,Verständniss,Lehren des Lebens,Humor,Natur und Liebe... daraus besteht dieses Buch.Wer dieses Buch schlecht findet,hat es einfach nicht verstanden !

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  • Schade um die Ausführung, denn die Handlung war eigentlich nicht übel

    Log out!

    Heffa89

    17. May 2013 um 19:57

    Zusammenfassung Eine Geschichte über das Überleben in der Welt voller Medien, ohne Medien. Nur mit Laptop, Handy und Kamera ausgestattet auf der Suche nach sich selbst. Eine interessante Geschichte, der es leider etwas an Spannung fehlte, obwohl die Handlung ansich nicht mal übel war. Man hätte mehr herausholen können. Super für Zwischendurch. 3,5 von 5 Sternen http://www.secretsofrock.net/2013/05/16/rezension-oliver-uschmann-sylvia-witt-log-out/

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  • LOG OUT! So halb..

    Log out!

    StackOfBooks

    20. April 2013 um 15:54

    Paul Planbaum ist ein ziemlicher Einzelgänger. Als sein einziger und bester Freund nach dem Abitur in die Ferne zieht um dort zu studieren und sich dann auch nichtmal meldet fühlt Paul sich im Stich gelassen und verkauft in einem Anfall von Trotz seine Habseligkeiten bei ebay. Die Nächte verbringt er im Wald und bei einem dieser Übernachtungen trifft er einen bekannten Internet-Redakteur, der von seinen Survival-Künsten beeindruckt ist und ihm Hilfe anbietet sollte er sich entschließen einen Blog zu starten. Das tut er tatsächlich, aber als dann die erste Kritik kommt erliegt Paul wieder einem Trotzanfall, packt seine sieben Sachen und startet das Projekt '100 Tage ohne Geld'. Das macht ihm zum neuen Stern am Blogger-Himmel und die Medien reißen sich um ihn. Wird er durchhalten? Mir hat die Idee der Geschichte sehr gut gefallen, diese ganze vernetzte Welt mal hinter sich lassen, sich 'ausloggen' und ganz ohne den allgegenwärtigen Konsum leben. Geht das? Klar! Man muss es nur wollen. Und das ist der Punkt, der mich wirklich genervt hat. Unter 'Log Out' versteh ich was anderes. Dass er seinen Laptop braucht um den Blog zu schreiben und das Handy um erreichbar zu sein.. ok, das seh ich in diesem Fall ein. Aber Pfandflaschen sammeln und die gegen ein Essen eintauschen wollen? Ist das kein Geld? Meiner Meinung nach schon. Und in duftenden Hotelbetten schlafen und sich von der Regendusche berieseln lassen ist auch nicht wirklich der Grundgedanke von 'Survival'. Sowas kommt öfter vor und jedes Mal dachte ich "das ist doch echt Verarschung.. das hat doch nix mit Survival und 'ausloggen' zu tun." Auch diese unglaubliche Naivität und Abhängigkeit von Paul von seinem besten Freund ist mir echt auf die Nerven gegangen. Der Junge ist 19! Wie kann man denn in dem Alter dermaßen blind, unselbstständig und leichtgläubig durch die Gegend laufen? Immerhin hat mir die Auflösung am Ende gut gefallen, die Idee war irgendwie putzig und Paul hat vielleicht auch noch was dabei gelernt. Auch die unterschwellige Kritik an der Anonymität im Internet bzw den Medien im allgemeinen und welche Macht sie mittlerweile über uns haben, wenn wir nur leichtgläubig genug sind, hat mir gefallen. Trotz der guten Idee, dem Ende, dass mir gefallen hat und der Kritik im Hintergrund überwiegt leider, dass die Geschichte mit 'LOG OUT' und Survival wenig am Hut hat. Vielleicht bin ich einfach mit falschen Erwartungen rangegangen..

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  • Gekonnt verpackte Medienkritik - Toller Jugendroman

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    LeseJulia

    18. April 2013 um 13:44

    Moderne Medien bestimmen heute mehr denn je unseren Alltag, sie erleichtern vieles, bergen aber auch etliche Risiken... Paul ist 19 und hat gerade das Abitur abgeschlossen.  Sein Vater ist erfolgreicher Landschaftsgärtner und auch Paul zieht es oft in die Natur. Als sein Papa mit seiner neuen Lebensgefährtin zu einer mehrmonatigen Weltreise aufbricht und sein bester Freund Benjamin für sein Literaturstudium nach Bamberg zieht, fällt Paul in ein Loch. Durch Zufall begegnet er bei einer seiner Wald-Übernachtungen einem Trend-Scout, der ihm vorschlägt einen Survival-Blog zu starten... Zunächst nicht sehr begeistert, lässt sich Paul doch dazu anstacheln und der Blog schlägt ein, die Medienwelle schwappt los und Paul schwimmt bald auf einer Riesenwoge, die er weder überblickt, noch steuern kann und am Ende nur noch zusehen kann, dass er nicht darin ertrinkt! Denn nichts ist, wie es scheint - und im Internet gleich gar nicht! Meinung/Fazit: Zunächst möchte ich hervorheben, dass ich das Buch optisch (und haptisch) sehr ansprechend finde und thematisch sehr passend. Die Vektor-Bäumchen und die grafische Darstellung von Wald insgesamt erinnern mich an Computerspiele der 80er/90er. Außerdem hat die Oberfläche leichte "Riffeln", so dass dieses Buch super in der Hand liegt. Aber auch inhaltlich hat es mich überzeugen können, obwohl ich anfangs sehr skeptisch war, was die Thematik angeht. 100 Tage Aussteigen - ohne Geld durchkommen... Dieses Experiement wird in den Medien öfter (so oder so ähnlich) durchgespielt. Doch, dass ein Jugendlicher sich freiwillig ohne Geld in den Wald begibt? Noch dazu ein Wohlstandskind? Soll das der Selbstdarstellung oder der Selbstfindung dienen? Wenn man das Buch fertig gelesen hat, kann man wohl sagen BEIDEM...es startet als Selbstdarstellung, als Wettbewerb und endet in der Selbstfindung. In einem Mix aus Erzähltext (Ich-Form), Blog-Einträgen und Email-Verkehr kann der Leser miterleben, wie Paul in den Strudel der Selbstdarstellung im Internet gerät und dabei fast die Kontrolle über Gefühle und Freundschaft verliert. Die im Roman verpackte Medienkritik, finde ich heute mehr denn je wichtig. Es handelt sich dabei aber nicht um den pädagogischen Zeigenfinder, sondern um das Aufzeigen möglicher Folgen und das kritische Hinterfragen, ob man alles glauben kann und soll, was im Internet geschrieben wird. Neben aller Kritik an den Medien, kommt aber auch das Gefühl der ersten Liebe und die Wichtigkeit der Freundschaft thematisch nicht zu kurz. Humorvolle Begebenheiten runden das Buch zudem ab und machen es zu einem wirklich gut lesbaren und unterhaltsamen Roman, der zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Ich vergebe daher 5 von 5 Sternen und empfehle es Teenagern ab etwa 13Jahren, aber auch ältere Leser kommen auf ihre Kosten.

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  • Aus dem Alltag ausloggen

    Log out!

    Zuckervogel

    15. April 2013 um 18:13

    "Logout" ist ein im Script5 Verlag erschienener Jugendroman von Oliver Uschmann & Sylvia Witt mit 344 Seiten. Inhalt Nach dem Paul sein Abitur in der Tasche, weiß er nicht recht was er mit sich und seinem Leben anfangen soll. Aus lauter Langeweile beschließt er ein Experiment zu wagen und es allen zu zeigen, dass auch er was kann. 100 Tage im Wald leben und ohne Geld aus zukommen. Er verkauft sein Hab und Gut an eine E-Mail Bekanntschaft. Seine Erlebnisse hält er in seinem Blog "Logout" fest. Schon nach kurzer Zeit ist dieser Blog sehr bekannt und es wird fleißig diskutiert. Es ist ein noch nie dagewesener Blog den Paul ins Leben gerufen hat.  Auch die Liebe spielt in diesem Roman eine sehr interessante Rolle, zu der man aber im voraus besser nichts erzählt, damit es richtig spannend bleibt. Meine Meinung Ich hatte das Buch schon sehr lange im Hinterkopf, vor allem wegen dessen schönen Cover.  Das Cover ist meiner Meinung nach auch sehr gut gewählt. Als es dann eine Leserunde hier zu gab, hatte ich das große Glück, mitlesen zu dürfen. Das Buch ließt sich schnell und einfach, was perfekt für ein Jugendbuch ist. Die Geschichte hält besonders in der Sache Liebe einen wirklich guten Knaller parat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und bedanke mich beim Verlag für das bereitstellen eines Leseexemplars.

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  • Log in ins Aussteigerleben

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    kubine

    Moderne Medien finden immer mehr Einzug in unser Leben. Social Networks erleichtern den Kontakt zu Freunden, Einkäufe werden in einer Zeit, wo immer mehr Arbeitgeber Wert auf flexible Arbeitszeiten legen, online getätigt und dank Smartphone und Tablet-PCs ist dies rund um die Uhr und von überall möglich. Es wird gepostet, getwittert und gebloggt, was das Zeug hält. Glaubt man diversen Medienberichten wurde schon so manch einer dadurch berühmt. So wie Paul Planbaum. Er ist 19 Jahre alt und hat gerade sein Abitur in der Tasche, aber ansonsten keinen Plan, wie es weitergehen soll. Sein Vater ist verreist, sein bester Freund zum Studieren in eine andere Stadt gezogen. Statt es seinem Freund gleich zu tun, möchte Paul lieber eine Ausbildung beginnen, aber er ist zu spät dran. Total gefrustet beschließt er, erst mal auszumisten und unnötigen Krempel bei Ebay zu verkaufen, was dank seiner witzigen Beschreibungstexte auch gut funktioniert. Erholung findet er beim Campen im Wald, wo ihn zwei verirrte Städter auf eine Idee bringen: Einen Survialblog, mit Tips zum Überleben in der Wildnis. Dieser Blog schlägt ein wie eine Bombe. Doch wo Erfolg, da auch viele Neider. Gehässige Kommentare veranlassen Paul zu einem noch radikaleren Schritt: er will 100 Tage ohne Geld in der Wildnis überleben, ausgestattet nur mit einer Kamera und seinem Laptop. Dank Handyortungsverfahren jederzeit von jedem überprüfbar. Ob er das durchhalten kann? Das Ehepaar Sylvia Witt und Oliver Uschmann haben mit "Log Out!" einen Jugendroman vorgelegt, der auf einem Selbstversuch basiert. Es geht darin ums Erwachsenwerden und der Erkenntnis, was wirklich im Leben zählt. Das Buch ist locker und flüssig als Collgagenroman geschrieben, beinhaltet Blogeinträge und E-Mails, die Paul sich mit Retrogirl_18 austauscht. Bei den Blogeinträge merkt man, dass Paul sich wirklich Gedanken macht und so manche (wahre) Erkenntnis dem Leser, wenn auch hin und wieder auf sarkastische Weise, vermittelt. Das stößt nicht immer auf Zustimmung, und wenn er angefeindet wird, ist Retrogirl alias Sonja für ihn da. Allerdings scheint Sonja auch eigene Ziele zu verfolgen, während Paul sich nach und nach immer mehr in sie verliebt. Aber kann er jemanden trauen, den er nicht kennt? Auf die Gefahren, aber auch die Chancen, die das Internet bietet, wird in diesem Roman eingegangen, der Medienhype um sogenannte Internetphänomene auf die Schippe genommen. Doch Paul erkennt recht schnell, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt. Er schließt Freundschaft zu Leuten, die man eher am Rande der Gesellschaft beheimatet sieht, und merkt andererseits, dass nicht jeder nur sein Bestes will. Während seiner Zeit im Wald macht er einen unglaublichen Reifungsprozess durch und lernt, Dinge anzupacken. Das einzige, was mich hin und wieder etwas nervte, dass er in seinem Selbstmitleid nicht erkennt, wie viele Leute eigentlich auch für ihn da sind, nicht nur das mysteriöse Retrogirl. Alle anderen Charaktere sind ebenfalls recht gut gezeichnet, wenn auch an mancher Stelle etwas übertrieben. Geheimnisse und eingebaute Rätsel machen den Roman für den Leser auch noch spannend, schließlich möchte man ja wissen, was dahintersteckt. Nach und nach wird das aufgelöst und keine Fragen offen gelassen. Da es als Jugendroman konzipiert wurde, mag das vielen junggebliebenen erwachsenen Leser hier und da etwas seicht und zu weichgespült erscheinen, aber ich finde, für die Zielgruppe ist es sehr gut. Auf alle Fälle regt es zum Nachdenken an.

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    • 3

    kubine

    12. April 2013 um 17:03
  • LOG OUT!

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    Linahoney

    12. April 2013 um 14:40

    Mal wieder was anderes, ist das Erste was mir zu diesem Buch einfällt. Einfach mal wieder ein Buch von einem deutschen Autorenteam bei dem ich sehr oft lachen musste, weil es so lustig ist und ich mich so oft in bestimmten Situationen wieder finden konnte, außerdem konnte ich mir die beschriebenen Personen bestens vorstellen. Zum Inhalt: Paul hat gerade das Abitur bestanden und ist alleine. Sein Vater ist auf einer 6 monatige Reise mit seiner Lebensgefährtin und sein bester Freund ist gerade nach Bamberg gezogen. Somit ist Paul den ganzen Sommer über alleine und weiß nichts mit seiner Zeit anzufangen. Daraufhin beschließt er sein gesamtes Hab und Gut zu verkaufen um 100 Tage lang ohne Geld alleine im Wald zu überleben. Außer seinem Laptop nimmt er nichts mit, denn er möchte auf seinem blog über sein Vorhaben berichten. Doch sein blog bekommt rasend schnell immer mehr Leser und auch die Medien werden auf sein "Survival-Projekt" aufmerksam. Plötzlich ist Paul in der BILD zu sehen und wird zu Talkshows eingeladen. Aber wollte er nicht genau das Gegnteil? Nämlich Ruhe und sich über seine Zukunft klar werden? Doch es gibt eine dem Paul sein Herz ausschütten kann, nämlich Sonja alias Retrogirl, die sämtliche persönliche Dinge von ihm auf ebay ersteigert hat. Doch kann man wirklich jemanden trauen, den man im realen Leben noch nie getroffen hat, geschweige denn sich in diese Person verlieben? Ich hatte das Glück, dieses Buch bei einer Leserunde zu gewinnen, denn ich glaube alleine vom Cover (das ich auf den ersten Blick nicht so schön finde) hätte ich es mir im Laden nicht gekauft. Doch es zählt bekanntlich der Inhalt, und der kann sich auf jeden Fall sehen bzw. lesen lassen. An diesem Buch mag ich die Erzählweise unglaublich gerne, die sehr einfach ist aber voller Humor steckt. Außerdem fand ich, wie ich bereits erwähnt habe, die Charaktere toll, da sie einfach wie normale Leute erscheinen, die man selbst im Alltag treffen könnte, sei es jetzt der cholerische Dorfnazi oder der südländische Mcdonald´s Filialleiter. Auf den nächsten Roman von Oliver Uschmann und Sylvia Witt bin ich sehr gespannt und würde ihn mir garantiert kaufen. Ich kann LOG OUT! auf jeden Fall weiter empfehlen und vergebe 4 Punkte.

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