Oliver Uschmann Wandelgermanen

(145)

Lovelybooks Bewertung

  • 159 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 3 Leser
  • 14 Rezensionen
(39)
(49)
(36)
(12)
(9)

Inhaltsangabe zu „Wandelgermanen“ von Oliver Uschmann

»Dieser dritte Uschmann ist sein bisher bester!« WAZ»Zum Brüllen komisch.« Bild»Der Weltverbesserer und sein Kumpel: ein unschlagbares Duo.« WDR»Extrem lustig und intelligent.« KulturSPIEGEL»Das Nicht-Kennen bestimmter Bücher bezeichnet man als Bildungslücke. Wer noch nichts von den Hartmut-und-ich-Romanen Oliver Uschmanns gehört hat, hat auch eine Lücke. Eine Humor-Lücke.« meier, das stadtmagazin

Surreal, zu surreal; nicht mehr witzig

— literat
literat

Ich mag Bücher mit viel Humor, aber leider habe ich den von Oliver Uschmann nicht wirklich verstanden...

— Rouvenheart
Rouvenheart

Absolut hartmutesk und zum schreien komisch!

— Wortteufel
Wortteufel

Übertrieben, platt und surreal - aber genau das ist es doch, was wir erwarten. Einmal eingelassen auf dieses Buch habe ich mich köstlich amüsiert.

— Büchereule
Büchereule

Schräg, schräger, Uschmann!! lese nun seit zwei Tagen an dem Buch, und bin echt überrascht. Wenn mich nicht alles täuscht, wird das auf eine 5-Sterne-Bewertung hinauslaufen.

— rumble-bee
rumble-bee

Zeichnen sich Uschmann-Bücher dadurch aus, dass sie nachlassen? Mal sehen...

— berka
berka

Meine Begeisterrung hat immer mehr abgenommen. Resultat 2 Sterne :-(

— Binea_Literatwo
Binea_Literatwo

Wer sowas mag: "Es rauscht. Hartmut und ich stehen vor einer riesigen Wand aus schmierigem Beton, die aus dem Boden des Gartens wächst. Das ist also das Ende des Gartens. Ich denke an Truman, wie er seiner Show mit dem Schiff entkommt und mitten auf dem Meer gegen die weißt Wand stößt." , ja, wem das so gefällt, dann eine Lesempfehlung! ;)

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Der Junge auf dem Berg

Ein Buch aus dem man lernen kann und zwar sowohl Jugendliche als auch Erwachsene

signorinasvenja

Dann schlaf auch du

Eine düstere, sehr realistische Geschichte, die mich komplett in ihren Bann gezogen hat.

Marion2505

Außer sich

Innovativ, nichtsdestotrotz anstrengend mit ganz viel sozialistischem Russland.

wandablue

Vintage

Faszinierende, mitreißende und intensive Reise durch die Musik der 1960er Jahre! Irre gut!!!

Naibenak

Die Phantasie der Schildkröte

Ein gefühlvoller Roman für lange Herbstabende, leichte Lektüre, die sich in einem Rutsch liest.

brenda_wolf

Acht Berge

Ein Buch über die liebe zu den Bergen der eigenen Heimat. Über Vaterschaft, Freundschaft, Liebe und Leben. Wundervoll

papaverorosso

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Surreal, zu surreal; nicht mehr witzig

    Wandelgermanen
    literat

    literat

    24. March 2016 um 13:19

    Ich kann leider mit der Sorte Humor von Herrn Uschmann nichts anfangen. Ist mir alles zu wenig realistisch, zu abgehoben, zu viel Tamtam um wirklich Belangloses.

  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    Duffy

    Duffy

    19. July 2011 um 18:26

    Es fängt so harmlos an und ist so gar nichts Neues. Bochumer WG, heimatvertrieben aus ihrem baufälligen Haus, kauft bei E-Bay für einen Spottpreis ein Haus - unbesehen - in der süddeutschen Pampa. Die Enttäuschung ist vorprogrammiert, das Haus eine Ruine, die Nachbarn sind Fußbader, Luftatmer und Urgermanen, ein Amt wird zum Stolperstein. Liebe gerät auf alle Prüfsteine, halbe Kriege in den Wäldern, Baumarktsünden und vieles mehr packt Uschmann in diesen zauberhaften Roman, einer Mischung aus Slapstick, Heimatschmonzette, Love-Story und Kommödie. Die Hauptfiguren sind alle liebenswert und so ist es auch kein Wunder, dass sich schon Fanclubs gegründet haben (Hartmut). Bis zur finalen Begegnung mit der Schöpfung geht der Autor, um den Leser kopfschüttelnd, amüsiert und auch gerührt wieder in seinen Alltag zu entlassen. Das ist kluge und hervorragende Unterhaltung.

    Mehr
  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    sweetlilly

    sweetlilly

    11. October 2010 um 18:46

    Hat kein Sternchen verdient. Ein Buch das bei mit total durchgefallen ist.

  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    Lesebienchen

    Lesebienchen

    12. May 2010 um 08:44

    "Gott ist ein Weißer mit einem Afro." Das sind Sätze, die nur ein Oliver Uschmann schreiben kann. Kurz, präzise, skurril. In seinem Roman "Wandelgermanen" übertrifft sich der Autor jedoch selbst. Waren "Hartmut und ich" und "Voll beschäftigt" schon außergewöhnlich in ihrem Ideenreichtum und in ihrer Sprachbrillanz, stellt "Wandelgermanen" einen neuen Höhepunkt dar. Die Protagonisten Hartmut und Ich ziehen gemeinsam mit ihren Frau aufs Land, in ein auf Ebay ersteigertes Haus. Dieses Haus entpuppt sich jedoch bald als hinterlistige Bruchbude, die die Frauen in die Flucht schlägt und die beiden Freunde veranlasst, wollen sie ihre Freundinnen zurück haben, möglichst schnell mit den Renovierungsarbeiten zu beginnen. Unerwartet erhalten sie Hilfe, von den Wandelgermanen, einer schrulligen Gruppe von Ökofanatikern, die Verse aus der "Edda" zitieren, Fichtennadelfußbäder nehmen und barfuß gehen. Die Renovierung kann beginnen und mit ihr eines der wohl überdrehtesten, abgefahrensten und dennoch so erschreckend wahren Abenteuer, das Hartmut und Ich jemals erlebt haben. Es reicht von Wehrsportübungen, die beinahe in den 3. Weltkrieg ausarten, zu einem Linienbus, den man rufen muss, bis hin zu dem ultimativen Kampf Mann gegen Natur. Ja, das Buch ist wieder, wie auch die beiden anderen, hartmutesk. Es ist schrullig, beißend komisch und von zwei Protaginisten geprägt, die niemals aufgeben und allen Handlungsoptionen nachgehen. Das Leben als Videospiel. Doch dieses Buch ist auch kafkaesk. Gekonnt arbeitet Uschmann in seine skurrile Welt Motive, und Themen aus dem Roman "Das Schloss" von Kafka ein und verleiht dadurch seinem Werk eine nur noch schnonungslosere Präzision. "Gott heißt Bob Ross."

    Mehr
  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    14. March 2010 um 22:39

    Absolut Surreal! Zu schräg, um so gut zu sein wie die Vorgänger - aber auch viel zu gut um nicht gelesen zu werden. U-Bahn-Lesbarkeit immer noch zu gering, wegen der drohenden Spontanlacher.

  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    rumble-bee

    rumble-bee

    11. February 2010 um 11:32

    An dieses Buch kam ich wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind. Ich kenne zwar schon ein Buch von Uschmann, aber das stammt nicht aus der Reihe mit "Hartmut", und hat auch einen jugendlichen Protagonisten. Doch wie es der Zufall will, fiel mir das Buch auf einem Wühltisch mit preisreduzierten Exemplaren in die Hände, und es schrie geradezu nach einer Erlösung aus dieser buchunwürdigen Situation. Und im Nachhinein kann ich nur sagen, für den Wühltisch ist es 1000 x zu schade! Während der Lektüre verbrauchte ich etliche Pralinen, verbrachte halbe Tage auf dem Sofa, hatte mindestens 5 ausgedehnte Lachanfälle, und zog die Neugier meiner Umgebung auf mich, da meine Heiterkeits-Explosionen sowohl lautstark als auch unerwartet waren. Sogar meiner Schwiegermutter habe ich aus diesem Buch vorgelesen, und sie hat sich nicht mehr halten können vor Lachen... Zugegeben, der Humor ist schon sehr speziell. Auch stellt das Buch ein Mittelding dar zwischen Roman und abgedrehter Illusion, was man vielleicht vorher wissen sollte. Ich möchte das mal in folgende Worte kleiden: Es tut dem Buch sicherlich nicht gut, als "Roman" betitelt zu werden, und rein nach Inhaltsangaben rezensiert zu werden! Das weckt im Leser, der einen klassischen Roman, eine nachvollziehbare Geschichte also, erwartet, nur falsche Erwartungen, die nahezu zwangsläufig enttäuscht werden. Man fühlt sich nach der Lektüre ein wenig wie nach einem Drogen-Trip, und fragt sich, was zum Kuckuck da grade "abgegangen" ist. Die Ausgangssituation bietet schon allerlei Zündstoff für subversive Komik. Eine Männer-WG, oder besser gesagt, ein Teil dieser WG, ersteigert eine Bruchbude von Haus bei ebay, mitten auf dem platten Land. Die Frauen sind entsetzt und ziehen ins Hotel, während die Männer bei der Renovierung mit völlig aberwitzigen Situationen zu kämpfen haben. In dieser Hinsicht ist das Buch sehr selbstironisch, als gegen Ende einer der Protagonisten sagt, "das ist ja reiner Slapstick!" Genau! Und ab hier wird es speziell. Etwa ein Drittel des Buches verläuft in klassischer Roman-Manier, vergleichbar mit einer Sitcom im Fernsehen. Doch danach hilft einem als Leser nur noch das Fallenlassen jeglicher realistischer Erwartungen weiter, sowohl was Handlung als auch auftretende Personen angeht. Ab diesem Punkt wird das Buch schrill, schräg, und teilweise einfach nur surreal, was man aber durchaus genießen kann. Denn ich vermute, der Autor hat sich durchaus etwas dabei gedacht! Die "Wandelgermanen", die dem Buch auch seinen Titel verleihen, sind ein sehr schrill überzeichneter Verein, was wohl implizit eine Kritik an der Landbevölkerung allgemein darstellen soll. Man frage sich bloß nicht, ob es die wirklich gibt, oder wie wahrscheinlich deren Verhalten ist!! Das wäre absolut tödlich für die herrliche Situationskomik. Auch die örtliche "Wehrsportgruppe", der der übrigens namenlose Ich-Erzähler beitritt, um Hilfe bei der Renovierung zu bekommen, fällt in die gleiche Kategorie wie die Germanen. Ein dermaßen überzeichneter Verein, dass man ihr Vorhandensein in der Handlung nur als herrlich würzendes Element betrachten kann. Ich kann verstehen, dass manche meiner Vorleser das Buch ab der Mitte ein wenig langatmig fanden! Das kommt aber nur daher, dass man sich fragt, was diese Episoden in der Handlung zu suchen haben. Antwort: insofern GAR NIX, sie sollen erheitern, und zum schrillen Gesamteindruck beitragen! Wie zum Beispiel die Tatsache, dass die Wehrsportgruppe bei einer ihrer Übungen unabsichtlich und saukomisch einen regionalen Zwischenfall auslöst... Wirklich genial fand ich nun aber die Schilderung der Bürokratie, des "Amtes" und seines Leiters, Herrn Steinbeis. Das ist eine hoch kunstvoll zusammengesetzte Anspielung auf Elemente der Popkultur und Literatur! Und ich wette, das ist vom Autor bewusst so gesetzt worden. Das "Amt" wird bezeichnet als "Das Haus, das Verrückte macht", und, liebe Leute, das ist ein direktes Zitat aus einem Asterix-Band! Ich muss noch nachsehen, welcher es war, aber ich bin absolut sicher. Und wie dieses Amt, das "Schloss" geschildert wird... also, wer hier Elemente aus Kafka, Helge Schneider und Loriot nicht erkennt, ist selber schuld. Ein letztes geniales Element des Buches ist der geheimnisvolle (und wieder NICHT realistisch gemeinte) Installateur und Handwerker Leuchtenberg! Der kommt und geht wie eine mythische Gestalt, und stellt den beiden Protagonisten so dämliche Aufgaben, dass ich mich schlappgelacht habe. So sollen sie z.B. für das Dach einen "Dachverband" besorgen, oder für die marode Güllegrube "Abschaum"!! Mein Lieblingszitat: "Ja, wenn Sie Abschaum wollen, dann müssen Sie nach Berlin fahren!" !!!!!! Tja, der einzige Mangel, den ich dem Buch vorwerfen würde, ist die Tatsache, dass Herr Uschmann gerne etwas mutiger hätte sein dürfen. Nicht erst ein Drittel des Buches realistisch schreiben, sondern gleich eine komplette Irrsinns-Welt erschaffen! Wenn das stringent durchgehalten wird, verkraftet der Leser das schon. Insgesamt lautet meine Lese-Empfehlung: Ein MUSS für alle diejenigen, die bereit sind, sich auf einen irren Trip einzulassen! Und für Fans von Uschmann sowieso.

    Mehr
  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    leserin

    leserin

    02. October 2009 um 20:06

    Zwei Pärchen aus dem Ruhrgebiet haben ein sehr altes Haus im ebay ersteigert und ziehen mit Sack und Pack und Haustieren nach Großbärenweiler. Es erwartet sie ein riesengroßer Schock, als sie das Haus sehen......
    Das Buch war ganz witzig geschrieben, aber zeitweise ziemlich langatmig

  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    11. June 2009 um 21:42

    Ein erster Ausflug und leider oder eher besser auch der letzte zusammen mit Herrn Uschmann ? Meine Urlaubsstimmung riet mir zu einem Buch mit 100%iger Lachgarantie und da kam mir doch das Buch "Wandelgermanen" ganz recht. Mit der Erwartung eines stets witzigen Romans bin ich an Oliver Uschmanns Buch herangegangen und die ersten Seiten waren wirklich zum Brüllen. Aber Wandelgermanen ? Dazu kam es erst später, als die Bochumer Männer-WG bereits aufs Land verlegt wurde. ER, oder auch der als ICH bezeichnetet Held oder eher Miesepeter, hat im Internet ein Haus ersteigert. Klar, 8000 € und ein großes Haus für alle vier und dazu noch ein Gründstück, hätte da nicht jeder zugeschlagen ? Zum Glück nicht, denn so ein verlockendes Angebot schreit ja förmlich nach Missgriff und Ruine. Aber das neue Projekt wird angepackt, egal ob die Frauen helfen oder nicht. Hartmut hält mit Herrn "Ich" zusammen und gemeinsam wird das Dorf unter die Lupe genommen, Freundschaften werden geschlossen und auch viele Merkwürdigkeiten durchlebt. Ein täglicher Kampf beginnt - der Kampf vonMann und Natur. Ob es auf dem Land ein Leben geben wird, die Frauen zu den beiden Männern zurückkehren werden und ob das Haus jemals fertig wird ??? Die Reise mit Hartmut und seinem Freund beginnt auf Seite eins und Endet auf der letzten. Für mich als Einsteiger in Uschmannswelt war es wohl eher nicht das Richtige. Ein zweiter Versuch in seine Welt einzutauchen, scheint mir vorerst nicht notwendig. Begeisterung und Lachanfälle sind vorgekommen, anfangs häufig dann eher nur noch in Maßen. Ein wirklich komischer Humor aber auch viele trockene, langweilige Lesestrecken kommen vor. Das Ende hat mich dann wieder zum schmunzeln gebracht und war ein guter Abschluss, dennoch ist "Wandelgermanen" ein Buch was micht nicht dauerhaft überzeugen konnte. Als Lektüre im Flugzeug zum verschlingen ohne Nachdenken sich super geeignet, für mich persönlich jedoch war das Beobachten der Wolken unter mir öfters noch spannender. Nein, es war nicht mein erster Flug.

    Mehr
  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. April 2009 um 00:34

    Der Titel, Wandelgermanen, deutet auf etwas hin, was man sich nicht wirklich gänzlich erschließen kann. Es hört sich jedoch interessan an. So interessant, wie der Klappentext des Buches. Ich kannte keines der vorherigen Bücher von Oliver Uschmann. Und dieses Buch lag schon lange irgendwo verscharrt zwischen meinen noch zu verräumenden Bücherkisten. Heute war ein Tag voller Sonnenschein, ich wollte gern etwas Witziges lesen, für den Abend. So etwas wie Jan Weiler. Aber, leider, das hat das Buch in meinen Augen nicht erfüllte. Es war streckenweise recht witzig. So witzig wie es eben sein kann, wenn zwei studierte Freunde, die keinen Job für ihre Ausbildung finden, sich entschließen, aufs Land zu ziehen, und einer, Hartmut, ganz urplötzlich, weil er so penibel ist und sich vorher für kein Haus entscheiden kann, bei Ebay ein Fachwerkhaus für 8000 € ersteigert - ein Reinfall, wie sich sehr schnell herausstellt. Die Frauen, die eigentlich mitsollten, ziehen ins Hotel - die Herren sollen mal machen. Dabei lernen Hartmut und er, der Ich-Erzähler, dessen Name schon fast Slapstickartig im Roman nicht erwähnt wird, die Wandelgermanen kennen. Eine wirklich unglaubliche Sippe inmitten von Großbärenwalden, wo dieses Fachwerkhaus steht, das man da ersteigert hat und ein sehr eigentümliches Dasein fristet. Bis zur Mitte des Buches hatte ich noch den Willen, mich einzufinden. Es gibt nicht viele Figuren, nein, aber einen Humor und ein Aufeinanderfallen von Geschehnissen, die viel abverlangen vom Leser. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob man vielleicht ein Uschmann-Kenner sein muss, um das in seiner Gänze nachvollziehen zu können und ich neige auch sehr oft zu so überförmlichen Gedanken, dass so eine Beschreibung der Renovierung eines angeblich unrenovierbaren Hauses auch eine abstrakte Darstellung für den Menschen überhaupt sein könnte. Aber das wäre wohl diesem Buch zu viel unterstellt. Es möchte witzig sein und ist das wohl irgendwie auch. Ich hab einmal gelacht. Zumindest das ein Erfolg meines Abends.

    Mehr
  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    JanHartmann

    JanHartmann

    27. October 2008 um 08:12

    „Wandelgermanen“ sieht aus wie tausend andere deutsche Nabelschau-Lustig-Lustig-Bücher über Großstädter, die von ihrer Jugend auf dem Land erzählen oder frisch hingezogen sind. Dem hab ich mich bisher meist verweigert. Aber immerhin geht es hier um das Hohenlohische, also ein Landstrich, der nah genug an meinem geliebten Hoffenheim liegt, dass ich die Mentalität der Leute gut verstehe. Der Klappentext ist belanglos bis versucht witzig und auch das Statement von Manuel Andrack, einem Mann, der wohl seine Qualitäten hat, aber herausragend belanglose Bücher schreibt, turnt mich nicht richtig an. Die Geschichte scheint schnell erzählt: Eine WG in Bochum zerbricht, als ein LKW in die Hauswand fährt und aus statischen Gründen nicht sofort herausgeholt wird. 2 Pärchen finden keine andere Unterkunft und als Hartmut ein Haus auf dem Land für 8000 Euro (!) kauft, packen die Vier und ziehen ins Hohenlohische. Dort stellen sie fest, dass sie eine Bruchbude gekauft haben. Die 2 Frauen drehen um und wollen erst wiederkommen, wenn das Haus saniert ist. Und da die beiden Männer ihre Frauen glücklich machen wollen, wird die Sanierung in Angriff genommen. Und dann fängt die Geschichte an, abstrus, verworren, mystisch und immer interessanter zu werden. Die Nachbarn sind in Wehrsportgruppen und begeistern sich für das alte Germanentum. Das „Amt“ ist in einem alten Schlösschen und alle Wege enden in der Bibliothek bei „dem Hildchen“. Es scheint nur einen Restaurateur zu geben, der das Haus sanieren kann und dieser hat kein Telefon und keinen Firmensitz. „Leuchtenberg kommt oder er kommt nicht“, ist die einzige Antwort. Und fast schon zenmäßig: „Je mehr man drängelt, desto weniger kommt er“. Der Ich-Erzähler und Hartmut fangen einfach an zu renovieren ohne Ahnung von Tuten und Blasen. Bald sind sie unter einer einstürzenden Treppe eingeklemmt und nur die vorbeijoggende Wehrsportgruppe kann sie retten. Später im Buch sind die beiden gegen ihre Überzeugung Mitglied in der Wehrsportgruppe und den titelgebenden Wandelgermanen, da sie auf die Nachbarschaftshilfe angewiesen sind. Immer tiefer und tiefer werden sie in das Geflicht aus Intrigen, Überzeugungen und lokaler Politik verstrickt, bis eines Tages der mystische Leuchtenberg auftaucht und ihr Leben zumindest vorübergehend eine Wende zum besseren nimmt. Viele Fährnisse wie der Einfall amerikanscher Truppen in die Heimat, Pierre, der Cellist und die bösartige Kettenraucherin Beril müssen noch überwunden werden, bis es am Ende doch noch zu einer Art Happy End kommt. Fazit: Das Cover und die Werbetexte versprechen wenig und halten viel. Das Buch ist mit all seinen aberwitzigen Einfällen und Übertreibungen einer der besten Heimatromane der letzten Jahre.

    Mehr
  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    lyri_co

    lyri_co

    14. October 2008 um 20:30

    bin bei S. 152 und habe schon lange nicht mehr so viel bei einem Buch gelacht

  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    tigerlady1

    tigerlady1

    04. October 2008 um 22:13

    Nicht ganz so gut, wie die Vorgänger, aber ich freue mich trotzdem auf den nächsten Teil!

  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. July 2008 um 22:25

    Das Buch gefällt mir vom Schreibstil und der Geschichte überhaupt nicht. Mir wurde es empfohlen, doch ich konnte nicht ein bisschen schmunzeln bzw. mich an dem Buch erfreuen. Es ist einfach zu "ununterhaltsam".

  • Rezension zu "Wandelgermanen" von Oliver Uschmann

    Wandelgermanen
    moustaireman

    moustaireman

    29. July 2007 um 15:33

    Der dritte Teil der wahnsinnigen Odysee einer WG im Leben. Nach dem unglücklichen Zwischenfall mit dem LKW und der Hauswand und im Hinblick auf den in naher zukunft stehenden Einfall ihres alten Hauses, entschließen sich unsere WG-Bewohner, nach einem neuen Haus zu suchen. Natürlich schaftt Hartmut es mal wieder, und zieht eine Bruchbude erster Güte an Land, welche auch noch in dem einzigen reaktionären Dorf innerhalb eines, eigentlich, komplett links eingestellten Landstriches liegt. Ohne Frauen stehen Hartmut und der Erzähler vor der unmöglich scheinenden Aufgabe das Haus komplett zu sarnieren. Eine Irrwitzige Fahrt mit Paramilitärs, zu Gummi erstarrten Nikotinbergen, mysteriösen Dorfverwaltungen und städtischen Renovierungstrupps mit seltsamen Arbeitszeiten. Alles in allem ein Hochgenuss der neuen, deutschen Pop-Literatur mit Tiefgang. Uschmann Jongliert mit Klischees, Worten, Dialektik und zwängt einem den wahren Geist der Realität auf. Ein muss für jeden, der das Lachen liebt!

    Mehr