Oliver Wnuk

 4.4 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Luftholen, Wie im richtigen Film und weiteren Büchern.

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Oliver WnukLuftholen
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Luftholen
Luftholen
 (14)
Erschienen am 24.07.2014
Oliver WnukWie im richtigen Film
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Wie im richtigen Film
Wie im richtigen Film
 (3)
Erschienen am 21.02.2013
Oliver WnukWie im richtigen Film (Hörbestseller)
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Wie im richtigen Film (Hörbestseller)
Wie im richtigen Film (Hörbestseller)
 (3)
Erschienen am 26.09.2012

Neue Rezensionen zu Oliver Wnuk

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Rezension zu "Luftholen" von Oliver Wnuk

Eine Geschichte zum Luftholen
Maerchenbuchvor 3 Jahren

Oliver Wnuk erzählt in seinem Buch „Luftholen“, die Geschichte von Josh, einem gescheiterten Mittdreißiger, der sein Geld als Bademeister in einem Freibad am Bodensee verdient. Seit ihn seine Frau, samt gemeinsamem Sohn, verlassen hat und an der Cote d’Azur ein neues Leben begonnen hat, ist Josh in seinem morschen Alttagstrott festgefahren. Tag ein, Tag aus, fristet er sein Dasein im Schwimmbad und kümmert sich dort um seine Stammgäste, wobei wir keine heitere Freibad-Atmosphäre vermittelt bekommen sondern eher einen skurrilen und amüsanten Einblick in die Geschehnisse des Schwimmbads erhalten. In seiner Präsenz als Bademeister, hat Josh alles unter Kontrolle, aber darüber hinaus, führt er ein sprödes und unspektakuläres Leben und befindet sich in einem planlosen Ausharren.

Die 14jährige Leonie besucht in den Sommerferien täglich das Schwimmbad und freundet sich mit Josch an. Das pubertierende Mädchen schwärmt für den Bademeister und man wirft schon zu Beginn des Romans einen kritischen und fragwürdigen Blick auf die Beziehung, die sich zwischen dem Erwachsenen und dem Kind entwickelt. Man fragt sich wie weit diese Freundschaft geht und welche Absichten Josch wohl hat.

Als eines Tages ein dramatischen Unglück im Freibad geschieht, flüchtet Josch vor seiner Verantwortung und macht sich mit seiner blinden aber lebensfrohen Schwimmbadbekanntschaft Maria auf den Weg nach Südfrankreich, um seinen Problemen wieder einmal den Rücken zu kehren. Gleichzeitig möchte er seinen Sohn besuchen, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat.

Oliver Wnuk erzählt sehr glaubhaft und in einem besonders lebensnahen Erzählstil. Die Hauptfigur Josch wird sehr authentisch geschildert und erweckte in mir sowohl Sympathie als auch absolutes Unverständnis für seine Pflichtvergessenheit. Josch fühlt sich stehts in einer Opferrolle und trägt in seinen Augen keine Schuld an seinen trüben Lebensumständen. Er schiebt die Schuld seinen Eltern zu, handelt feig und reagiert auf Kritik aggressiv und stur. Der Autor schafft es, einen fesselnden Spannungsbogen aufzubauen. Der Roman beginnt zunächst locker und harmlos, bis das Buch eine dramatische Wendung nimmt. Bis zu Schluss, fiebert man erwartungsvoll Josch Entscheidungen entgegen, und hofft bis zum Ende, dass er das planlose Chaos seines Lebens in den Griff bekommt.

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Rezension zu "Luftholen" von Oliver Wnuk

Luftholen von Oliver Wnuk
Bücherwurm77vor 6 Jahren

Der  Roman „Luftholen“ handelt von dem Bademeister Josh, der seinen Job sehr gerne ausübt. Privat läuft es bei Josh allerdings nicht so gut, seine Frau hat sich von  ihm getrennt und zu dem gemeinsamen Sohn hat er schon lange keinen Kontakt mehr.
Als dann Leonie in sein Leben tritt, die mit ihren 14 Jahren genauso alt wie Joshs Sohn ist,  und ein ganz großes Unglück geschieht, stellt Josh sein ganzes Leben in Frage. Zusammen mit Maria, seiner blinden Freundin, versucht Josh wieder zurück ins Leben zu finden und er begibt sich mit ihr auf die Suche nach seinem Sohn. Doch hat er nach all den Jahren überhaupt noch eine Chance bei dem Jungen?
„Luftholen“ ist der zweite Roman von Oliver Wnuk, allerdings muss ich gestehen, dass ich den ersten Roman von ihm bisher noch nicht gelesen habe. Doch das werde ich in naher Zukunft bestimmt noch nachholen, denn „Luftholen“ hat mich wirklich sehr beeindruckt. Die Geschichte wird sehr authentisch beschrieben. Man hat das Gefühl, das sie genau so passiert sein kann oder passieren könnte.
Was mir auch sehr gefallen hat, war mal ein Buch zu lesen, wo nicht hunderte von Charakteren – überspitzt gesagt - eine Rolle spielen. Dadurch hat der Autor nämlich die Möglichkeit sich mehr auf die einzelnen Charaktere zu konzentrieren und diese sehr liebevoll auszuarbeiten. Und der Leser bekommt somit die Chance die einzelnen Personen besser kennen zu lernen und sich besser in sie hineinversetzen zu können.
Vor allem Josh hat es mir sehr angetan, auch wenn ich ihn manchmal am liebsten geschüttelt hätte, damit er endlich mal die Augen aufmacht und sein Leben selbst in die Hand nimmt.
Die Kapitel des Buches sind durchnummeriert und zum Ende hin immer so spannend, das man einfach weiter lesen muss. Auch vom Schreibstil lässt sich das Buch sehr einfach, leicht und schnell weg lesen. So war es auch kein Wunder, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen hatte.
Es ist auf jeden Fall auch ein Buch mit Tiefgang, das zum nachdenken anregt und noch lange in einem selbst nachklingt. Absolute Lesemepfehlung.

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C

Rezension zu "Luftholen" von Oliver Wnuk

Auftauchen nicht vergessen
calvin08vor 6 Jahren

Zunächst hat mich der Plot der Geschichte skeptisch gemacht, weil mir dieser, da bin ich ganz ehrlich, wenig zusagte. Aber ich hatte bereits mit großer Begeisterung den Vorgänger "Fast wie im richtigen Film" gelesen und war deshalb der Meinung, dass ich mir den Nachfolger ebenfalls zu Gemüte führen muss.

Dann begann ich zu schmökern und stellte als erstes fest, wie schnell ich in der Geschichte eintauchte und mich mit den Charakteren vertraut fühlte. Das ist ohne Zweifel ein Verdienst von Wnuks Fähigkeit, gefühlvoll und lesefreundlich zu schreiben und einen Stil zu entwickeln, dem ich sehr gerne folgte.
Hinzu kam, dass meine Befürchtung sich zunehmend als grundlos entpuppte, weil durch die Hauptperson Josch eine Spannung aufkam, die ich nicht vermutet hatte. Da kann ein Großteil der momentan unsäglich, den Markt überschwemmenden Krimis getrost einpacken.
Durch die immerwährend neuen Wendungen von Josch hinsichtlich seines Verhaltens und seiner Vergangenheit blieb mir nichts anderes übrig, als am Ball zu bleiben, um zu erfahren, was noch so alles herauskommt. Entscheidend hierbei ist die blinde Maria, an der sich die inneren Vorgänge des bestimmenden Charakters spiegeln. Ein kluger Schachzug des Romanaufbaus, wie ich finde.

Zu guter Letzt fesselte mich gerade die Zerrissenheit der Hauptperson, die ich an vielen Stellen gut nachvollziehen konnte, da ich ähnliche Emotionen auch schon erlebt habe, wobei ich anders mit ihnen umgegangen bin. Ich wurde den Eindruck nicht los, als wären dem Autor einige geschilderte Situationen aus eigener Erfahrung vertraut, deshalb das präzise Schilderungsvermögen.

Alles in allem ein wirklich toller Roman. Ich bin froh, ihn gelesen zu haben und wünsche jedem anderen Lesefreudigen das gleiche Erlebnis.

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