Oliver Wolf Kesselsturm

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Inhaltsangabe zu „Kesselsturm“ von Oliver Wolf

Nicht genug, dass die neue Landesregierung den Bau von Windkraftanlagen in und um Stuttgart in Auftrag gibt und damit in der Bevölkerung für Unruhe sorgt. Nun halten auch noch brutale Morde die Stadt in Atem.
Alles deutet auf einen Serienmörder hin. Die Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle heften sich an die Fersen des Täters. Eine tödliche Hetzjagd beginnt …

„Kesselsturm“ ist insgesamt ein Buch, welches Spannung und Unterhaltung gekonnt verbindet und für einige Stunden angenehmen Lesegenuss sorgt

— schlumeline

packender Regionalkrimi

— esposa1969

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Origin

Toll geschrieben ... den Schluss fand ich für Brown etwas seicht

mona77

SOG

Ich mag den Schreibstil von Yrsa Sigurdardottir sehr ... könnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen ... sehr fesselnde Story

mona77

Stille Wasser

Der Krimi hat mich gut unterhalten und er hat ein sehr sympathische Protagonistin.

AmyJBrown

Mieze Undercover

Eine tolle, neue Heldin

brauneye29

Der Freund

Sehr spannend, trotz ein paar Ungereimtheiten...

Pippo121

Flugangst 7A

Etwas haarsträubende Story, aber spannend geschrieben !!

Die-Rezensentin

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  • Leserunde zu "Kesselsturm" von Oliver Wolf

    Kesselsturm

    oliverwolf

    Hallo liebe Lovelybooks Gemeinde, lange hat die Leserunde für mein zweites Buch Kesselsturm auf sich warten lassen. Nun ist es endlich so weit und ich verlose mit freundlicher Unterstützung meines Verlags ab sofort 20 Bücher zur Teilnahme.  Ich würde mich sehr freuen, wenn viele von Euch mitmachen würden, damit wir lebendig diskutieren können.  Ich freue mich schon auf Eure Bewerbungen Viele Grüße Euer  Oliver Wolf

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    • 373
  • Kesselsturm

    Kesselsturm

    schlumeline

    06. June 2014 um 20:13

    Mit „Kesselsturm“ präsentiert der Autor Oliver Wolf seinen zweiten Krimi rund um die Ermittler André Bürkle und Antonia Ronda. In diesem Fall geht es um Morde in der Stuttgarter S-Bahn. Zu unterschiedlichen Zeiten auf verschiedenen Strecken werden Menschen scheinbar wahllos erschossen. Zwischen den Opfern gibt es keinerlei offensichtliche Verbindungen, was die Ermittlungen erschwert. Ronda fühlt sich derzeit ohnehin gerade überfordert, da sie im privaten Umfeld erhebliche Probleme mit ihrer im Heim lebenden Mutter hat. Man spürt sehr deutlich, dass Ronda nicht wirklich bei der Sache ist und hat schnell den Eindruck, dass sie viel zu impulsiv und voreilig agiert. Oliver Wolf genügt auch in seinem neuen Buch nicht nur ein Handlungsstrang. Es müssen gleich einige mehr sein und einen davon siedelt er sogar im Jahre 243 nach Christus an. In dieser Zeit lebt die Suebin Geofin, die bei einem Angriff auf das eigene Dorf ihre gesamte Familie verliert und Rache schwört. Anhand einer Lanze will sie die Mörder ausfindig machen und zur Rechenschaft ziehen. Dann sind da noch der geplante Bau von Windrädern, der in Stuttgart hohe Wellen schlägt und eine damit in Zusammenhang stehende, derzeit ruhende Baustelle. Wie das alles zusammenhängt erschließt sich erst gegen Ende der Geschichte, auch wenn sich der Leser sicherlich das eine oder andere bereits im Vorfeld denken kann. Mir persönlich hat vor allen Dingen die Geschichte der Suebin Geofin sehr gefallen, wobei man natürlich sagen muss, dass hierdurch die eigentliche Krimihandlung viel zu kurz kommt. Sicherlich hätte man dieser Erzählung einen kleineren Raum einräumen können. Die Spannung leidet darunter ein wenig und es ist sicherlich Geschmackssache, ob diese Unterbrechungen einem Leser gefallen oder nicht. Etwas zu kurz kommt auch die Thematik der Windräder. Das hat bei mir keinesfalls den Lesegenuss geschmälert, nur wird jeder Leser, der das Cover des Buches betrachtet und den Klappentext liest, sicherlich davon ausgehen, dass die Windräder eine relativ große Rolle in der Gesamthandlung einnehmen. Dies ist jedoch nicht so. „Kesselsturm“ ist insgesamt ein Buch, welches Spannung und Unterhaltung gekonnt verbindet und für einige Stunden angenehmen Lesegenuss sorgt. Gerne hätte die Handlung aber auch etwas kompakter daherkommen dürfen.

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  • Schade - Thema verfehlt und auch sonst viele Fragezeichen

    Kesselsturm

    IlonGerMon

    22. April 2014 um 11:50

    Sehr schade. Mit großer Neugierde habe ich begonnen, diesen Roman zu lesen und habe, gem. Klappentext und Cover, einen Umweltkrimi erwartet. Was einem das Buch resp. der Autor dann aber liefert, ist etwas ganz anderes. Im Stuttgarter S-Bahn Netz treibt ein geheimnisvoller Mörder sein Unwesen, scheinbar wahllos erschießt dieser Unbekannte Fahrgäste und hinterlässt so gut wie keine Spuren, auch die wenigen Zeugenaussagen bringen keinerlei Hinweise. Die Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle tappen deshalb zunächst in einem beinahe undurchdringlichen Dunkel. Des Weiteren mischt der Autor diese heute angesiedelte Handlung mit einem historischen Stoff, der mit der Hauptfigur Geofin die Geschichte einer germanischen Frau im 3. Jahrhundert erzählt. Geofin überlebt als Einzige den Überfall auf ihr Dorf und landet nach einigen Wirren im Haushalt eines Römers, der ein römisches Dorf auf germanischen Grund befehligt. Die Zusammenhänge zwischen diesen beiden Hauptsträngen bleiben bis ganz zum Schluss im Dunkeln, sind dann zwar logisch und erklärbar, aber keineswegs überzeugend dargestellt. Nicht wirklich logisch und ebenfalls nicht überzeugend fand ich den Zusammenhang zwischen den S-Bahn-Morden und dem eigentlichen Drahtzieher. Trotzdem – der Roman ist spannend zu lesen und es gelingt dem Autor gut, die Spannung permanent zu halten und zum Ende hin zu steigern. So weit, so gut.  Allerdings habe ich auch eine Reihe Kritikpunkte, die es schwer machen, diesen Roman wirklich zu empfehlen. Diese sind eher im „Handwerklichen“ zu suchen, wobei hier Autor und Verlag gleichermaßen angesprochen sind. Im Einzelnen: Auf Seiten der Polizei scheinen alle Personen, allen voran Ronda und Bürkle, keine Teamplayer zu sein. Im Gegenteil, sie erscheinen mir als zum Teil überzogen dargestellte Einzelgänger. Entsprechend wirr ist das Zusammenspiel der Figuren und Hierarchien, das bis zum Ende nicht wirklich durchdringbar ist. Für niemanden in diesem Apparat konnte ich Sympathie entwickeln. Auch die „Bösen“ blieben farblos, der Zusammenhang zwischen Täter und Auftraggeber hat mich überhaupt nicht überzeugt, einzig der historische Erzählstrang hat mir wirklich gut gefallen. Nachdenklich hat mich dabei gemacht, wie weit die tatsächlichen Ereignisse und die späteren Interpretationen durch die  Archäologie doch auseinander liegen können. Äußerlich ist der Roman eine „Mogelpackung“, Cover und Klappentext haben so gut wie gar nichts mit dem Inhalt zu tun, der Prolog verstärkt diesen Eindruck massiv und lässt den Leser mit „angefangenen Gedanken“ zurück. Betonfundamente für Windräder machen aus diesem Buch noch lange keinen Umweltkrimi, wie es wie durch die genannten Punkte angedeutet wird. Und als letztes habe ich mich bei diesem Buch hinsichtlich einer ganzen Reihe von sprachlichen Nachlässigkeiten bis hin zu einer Reihe von grammatikalischen Fehlern einmal mehr gefragt, was eigentlich die Aufgaben eines Lektorats sind. Schade. Spannung und erzählerische Ansätze teilweise sehr gut, in der Gesamtheit leider nicht überzeugend und Thema komplett verfehlt.

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  • Toll und unglaublich spannend!

    Kesselsturm

    AddictedToBooks

    25. March 2014 um 15:11

    Klappentext: Nicht genug, dass die neue Landesregierung den Bau von Windkraftanlagen in und um Stuttgart in Auftrag gibt und damit in der Bevölkerung für Unruhe sorgt. Nun halten auch noch brutale Morde die Stadt in Atem. Alles deutet auf einen Serienmörder hin. Die Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle heften sich an die Fersen des Täters. Eine tödliche Hetzjagd beginnt … Besonders gut hat mir bei diesem Buch gefallen, dass es zwei Erzählstränge gab. Zum einen waren da natürlich die Ermittlungen und die Suche nach dem Mörder, zum anderen jedoch auch eine Geschichte, die ich in diesem Buch nicht erwartet hätte. Es geht um Geofin, eine Germanin, die auf der Suche nach einem Dorf ist, das sie aufnimmt, nachdem ihr eigenes Dorf und ihre ganze Familie zerstört worden ist. Doch diese Suche läuft nicht ganz einfach ab... Es ist eine tolle Idee, zwei Geschichten, die erst am Ende des Buches einen Zusammenhang finden, nebeneinander laufen zu lassen. Ich konnte mich in beide Geschichten gut hineinversetzen, wozu sicherlich auch der lockere und auch spannende Schreibstil beigetragen hat. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und ich musste mich oft zwingen, mit dem Lesen aufzuhören, da ich sofort wissen wollte, wie es weiter geht. Die Charaktere sind auch wirklich interessant und liebenswürdig. Ich fand sie allesamt sympathisch und es hat Spaß gemacht, einige Zeit mit ihnen zu verbringen. Alles in allem kann ich sagen, dass mir "Kesselsturm" von Oliver Wolf sehr gut gefallen hat. Wer Lust auf einen Krimi hat, der nicht nur "einseitig" ein Krimi ist, sondern auch noch viele weitere Informationen und Geschichten bereit hält, der sollte auf jeden Fall zu "Kesselsturm" greifen und die Lesestunden genießen. "Kesselsturm" erhält von mir deshalb 5 von 5 möglichen Sternen.

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  • Stuttgart und die Windenergie

    Kesselsturm

    ejtnaj

    In Stuttgart und auf den Höhenlagen um die Stadt herum sollen Windräder gebaut werden, was die Bevölkerung so gar nicht hinnehmen will. Damit aber nicht genug, treibt auch noch in den S-Bahnen ein Serientäter sein Unwesen der wahllos mordet so scheint es jedenfalls auf den ersten Blick für die Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle. Bis sie aber dem Täter auf die Spur kommen dauert es etwas und dann beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Kesselsturm ist der zweite Krimi von Oliver Wolf den er um die beiden Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle geschrieben hat. Ganz ehrlich bin ich von diesem Buch hin- und hergerissen, denn als ich den Klappentext gelesen habe, war ich ganz begeistert, aber als ich mit dem Buch begann habe ich die Handlung vom Klappentext vermisst. Im Laufe des Buches gab es gut und gerne 5-6 verschiedene Handlungsstränge, die mich beim Lesen dann doch etwas durcheinander gebracht haben und ich dadurch der Handlung auch nur schwer folgen konnte. Der Spannungsbogen war bis zum Schluss erhalten und so hat sich die ganze Geschichte auch erst ganz am Ende aufgeklärt und auch erst da die ganzen Zusammenhänge aufgezeigt. Etwas störend fand ich den Handlungsstrang der im 3. Jahrhundert spielt, da es irgendwie nicht zur restlichen Handlung passt und man dies vielleicht schon etwas früher hätte aufklären können. Die Idee mit den Windrädern und der neuen Landesregierung fand ich gut, vielleicht hätte man es nur etwas mehr ausarbeiten können. Die Handlungsorte waren wirklich sehr detailliert beschrieben und ich konnte mir die Orte sehr gut vor Augen führen, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich aus dieser Region stamme. Ebenso ausführlich waren auch die Figuren im Krimi beschrieben, man konnte sich diese beim Lesen sehr gut vorstellen. Zwar konnte mich der Krimi nicht restlos überzeugen, aber trotzdem hat mir das Buch recht gut gefallen und auch wenn ich etwas anderes vom Krimi erwartet habe, habe ich einige schöne Stunden mit dem Buch verbracht. - See more at: http://www.kriminetz.de/krimis/kesselsturm#comment-543

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    • 2
  • Kesselsturm

    Kesselsturm

    Themistokeles

    20. March 2014 um 08:58

    Wer denkt, dass Krimi sich immer sehr ähneln, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall schon mal empfehlen, da ich hier doch so einige Punkte gefunden habe, die für mich vom typischen Krimi, wie man ihn immer so klischeehaft im Kopf hat, abweichen. Trotzdem muss man daher auch damit leben, dass man ihr wirklich keinen typischen Krimi vor sich hat, denn an vielen Stellen weicht das Buch allein schon durch seien Struktur sehr stark von dem ab, was man bei einem Krimi erwartet. Unter anderem wird oftmals der Spannungsbogen des eigentlichen Krimis unterbrochen, um andere Dinge zu erzählen, die zunächst sichtbar gar nichts mit dem Fall zu tun haben und es eventuell auch im Verlauf der Geschichte nur zu einer Randerscheinung neben dem eigentlichen Fall bringen werden, bzw. einigem ein wenig Hintergrundmaterial liefern könnte. Das ist zunächst einfach sehr gewöhnungsbedürftig, da ich immer wieder aus dem Fall so stark herausgerissen wurde, dass ich mich doch irgendwie fast mehr in der Nebengeschichte, die noch zur Zeit des Römischen Imperiums spielt, gefangen fühlte, als im eigentlichen Krimi, der zwar irgendwie interessant war, aber vom anderen, vor allen Dingen auch emotional oft einfach überlagert wurde. Vor allen Dingen ist es leider auch so, dass man bei diesem Krimi nicht unbedingt das erwarten sollte, was er einem zunächst vom Klappentext her verspricht und auch durch das Cover stark suggeriert, da er eigentlich nur entfernt in diese Richtung geht von seinem Inhalt. Da muss man leider dem Verlag ein wenig die Schuld geben, da dieser sich doch mit dem Klappentext ein wenig vergriffen hat. Und auch, wenn ich in manchen Belangen den Krimi selbst ein wenig weit hergeholt fand und ich mich nicht so sehr auf ihn einlassen konnte, wie auf die Nebengeschichte, ist er in sich sehr schlüssig und auch logisch, wenn auch etwas abwegig im allgemeinen, da manche Dinge, sehr unrealistisch wirken. Trotzdem fand ich die Idee an sich sehr gelungen und habe mich auch gefreut den beiden Kommissaren wieder zu begegnen, wobei es für Neueinsteiger, die den ersten Band nicht kennen leider durchaus so sein kann, dass Ronda und Bürckle ihnen etwas fremd bleiben werden und ihre Beziehung zueinander sehr unklar bleibt, da schon auffällig ist, dass das Vorwissen zu ihren Persönlichkeiten und wie sie sich im ersten Teil kennenlernten, sehr hilfreich wäre. Allgemein hat das Buch mir aber Spaß gemacht, auch wenn es am Ende dann doch so ganz anders war, als ich es zunächst vermutet hatte. Zudem sei noch gesagt, wenn man das Buch mal anlesen sollte, der Prolog ist nicht zu ernst zu nehmen, denn dieser hat mich zu Beginn ehrlich extrem irritiert.

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  • guter Krimi mit historischem Hintergrund aber ohne Windenergie

    Kesselsturm

    FlipFlopLady007

    19. March 2014 um 11:52

    In „Kesselsturm“  von Oliver Wolf treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der es auf S-Bahn Gäste abgesehen zu haben scheint. In diesem Fall sollen Antonia Ronda und ihr Kollege Bauer ermitteln. Nachdem Antonia fast einen Jugendlichen überfahren und einen Bahnangestellten zurechtgewiesen hat, wird sie jedoch von den Ermittlungen ausgeschlossen und fortan soll ihr Kollege Bauer ermitteln. Als Bürkle, ein guter Bekannter von Ronda, von ihrem Ausschluss erfährt, bietet er sich an die Ermittlungen in diesem Fall zu unterstützen. Mit Bürkles Hilfe kann Antonia nun also doch heimlich an den Ermittlungen zum S-Bahn-Mörder teilnehmen. Und dies bleibt nicht ohne Folgen. Parallel zu den Ermittlungen gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der die Geschichte um Geofin, eine junge Germanin, erzählt. Geofin kommt eines Tages nach Haus und stellt fest, dass ihr gesamtes Dort komplett zerstört wurde und alle ihre Liebsten Opfer der Verwüstung geworden sind. Sie ist nun also ganz alleine und macht sich auf den Weg, um ein andere Dorf zu finden, in dem sie aufgenommen wird. Auf ihrer Suche erlebt sie viele schreckliche Dinge, die ihre Persönlichkeit prägen. Inhalt: Der Inhalt des Buches hat mir gut gefallen. Die beiden verschiedenen Handlungsstränge, die sich erst am Ende logisch verbinden lassen, sind beide sehr gut erzählt. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass der Krimi in diesem Buch nicht ganz so viel Aufmerksamkeit bekommt, wie es in anderen Krimis der Fall ist. Die Geschichte um Geofin, die ich als „historischen Roman“ klassifizieren würde, bekommt in diesem Buch mindestens genauso viel Aufmerksamkeit, wie die Ermittlungen von Ronda und Bürkle. Die Ermittlungen der beiden werden dabei immer wieder durch Geofins Erzählungen unterbrochen. An einigen Stellen habe ich dies als „störend“ empfunden, da ich unbedingt wissen wollte, wie die Ermittlungen weiter gehen. Natürlich steigert eine solche Unterbrechung auch die Spannung, aber an manchen Stellen hat es mich einfach gestört. Ich finde auch, dass die klassischen Ermittlungen in den Mordfällen in diesem Buch eher kurz kommen und die Hintergrundgeschichte dafür mehr beleuchtet wird. Ob diese Tatsache gut oder schlecht ist, muss jedoch jeder selbst für sich entscheiden. Ich persönlich fand die Geschichte um Geofin und den restlichen Hintergrund sehr interessant, sodass mich die etwas kurze Ermittlungsarbeit nicht weiter gestört hat. Sprache und Schreibstil: Mir hat der Erzählstil des Autors sehr gut gefallen. Sowohl die Ermittlungen von Ronda und Bürkle werden sehr spannend und ansprechend beschrieben als auch Geofins Lebensgeschichte. Der Autor versteht sich auch sehr gut darin „actionreichere“ Abschnitte so spannend zu erzählen, dass ich während des Lesens praktisch die Luft angehalten habe, um mit den Protagonisten mit zu fiebern. An diesen Stellen fand ich das Buch so spannend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen, bis ich wusste wie die jeweilige Situation ausgeht. Dies finde ich sehr gelungen, da mich das Buch richtig fesseln konnte. Ansonsten ließ sich das Buch sehr gut und flüssig lesen. Ich habe es fast an einem Stück verschlungen, da ich gerade auch die Geschichte um Geofin sehr spannend fand. Auch der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Die Szenen in der Gegenwart und der Vergangenheit wechseln sich dabei meist ab und durch die Kapitelüberschrift weiß der Leser immer direkt, in welcher Zeit und an welchem Ort er sich gerade befindet. Das finde ich gut gelöst, da man so immer eine gute Orientierung hat. Charaktere: Die Charaktere, die Oliver Wolf in „Kesselsturm“ geschaffen hat, haben mir sehr gut gefallen. Besonders Antonia Ronda und Geofin sind mir sehr ans Herz gewachsen. Antonia Ronda ist eine sehr impulsive Frau, die oft Handeln ohne vorher über die Konsequenzen ihres Denkens nachzudenken. Sie ist dabei so natürlich, dass es auch meine Nachbarin sein konnte. Ihre vorschnelle Art und ihr loses Mundwerk haben mir wirklich gut gefallen. Sie ist außerdem sehr selbstbewusst, was sie auch nicht versteckt. Sie gerät dadurch in die eine oder andere unangenehme Situation, aber sie ändert sich deshalb nicht und bleibt sie selbst. Da sie eben nicht „perfekt“ ist, ist sie mir sehr sympathisch geworden.  Auch Geofin ist eine sehr starke Persönlichkeit. Sie schreckt nicht davor zurück einen Menschen umzubringen, wenn sie dies für gerechtfertigt hält. Sie lässt sich meistens nicht einschüchtern, weiß aber auch, wann sie sich zurückhalten sollte. Gerade durch ihren Mut hat sie mich sehr beeindruckt. Auch Andre Bürkle, der sich sehr für Antonia einsetzt, ist mir während des Buches ans Herz gewachsen. Er hat Antonia gegenüber den Vorteil, dass er meistens sehr überlegt handelt und sich so in weniger Schwierigkeiten bringt. Gerade deshalb passen die beiden Ermittler so gut als Team zusammen, denn was der eine nicht mitbringt, dass gleich der andere bei diesen beiden aus. Cover und Klappentext: Das Cover des Buches und den Klappentext finde ich zwar sehr ansprechend, jedoch finde ich, dass sie dem Leser des Buches einen anderen Inhalt vermitteln, als es wirklich hat. Auf dem Cover ist ein Windrad abgebildet und auch im Klappentext liegt der Fokus auf dem Thema „Windenergie“. Nachdem Lesen des Buches habe ich jedoch festgestellt, dass das Thema Windenergie nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Ich persönlich fand dies nicht schlimm, ich hatte jedoch aufgrund des Covers und des Klappentextes einen anderen Inhalt erwartet. Fazit: „Kesselsturm“ von Oliver Wolf hat mir insgesamt gut gefallen. Ich finde es ist eine ansprechende Mischung aus historischem Roman und Krimi, wobei beides zu gleichen Teilen in dieses Buch einfließt. Ich finde das Buch auf jeden Fall lesenswert und würde es auch jedem weiter empfehlen. Der Autor hat hier ein wirklich spannendes Buch geschaffen, das mal etwas anderes unter vielen 0815-Krimis ist. Der Leser sollte lediglich wissen, dass der Fokus dieses Buches nicht auf dem Thema „Windenergie“ liegt, sondern dieses Thema nur periphere tangiert.

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  • Kesselsturm

    Kesselsturm

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. March 2014 um 10:44

    Cover Die Aufmachung, besonders der Leuchtturm hat mein Interesse auf sich gezogen. Geschichte In Stuttgart treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Haben die Morde mit dem Bau von Windrädern zu tun? Das Polizeiduo Ronda und Bürkle ermitteln. Was hat eine Geschichte aus dem 3. Jahrhundert nach Christi mit diesem Fall zu tun? Wie hängt alles zusammen? Das Buch ist sehr fließend geschrieben und man findet sehr schnell in die Geschichte henein. Dennoch konnte mich der Krimi nicht richtig überzeugen. Die zusätzliche Geschichte aus der Vergangenheit führte, meiner Meinung nach sehr stark am Thema vorbei. In meinen Augen war die Vergangenheit eine Geschichte für sich. Daher konnte ich nur 3 Sterne vergeben.

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  • Falsche Erwartungen geweckt

    Kesselsturm

    Gela_HK

    15. March 2014 um 10:55

    Kurz hintereinander geschehen in der Stuttgarter S-Bahn schreckliche Morde. Die Polizei steht vor einem Rätsel, denn die Personen scheinen wahllos ausgewählt worden zu sein. Obwohl Ermittlerin Antonia Ronda vom Fall abgezogen wurde, ermittelt sie auf eingene Faust weiter und begibt sich damit in Lebensgefahr. Oliver Wolf erzählt in zwei Inhaltssträngen zwei unterschiedliche Geschichten. Zum einen wird in der Gegenwart versucht, die unheimlichen Morde aufzuklären. Zum anderen verfolgt man als Leser in der Vergangenheit die Erlebnisse einer Germanin in der Zeit 243 n.Chr. Beide Passagen scheinen überhaupt nichts miteinander gemein zu haben. Interessanter erschien mir von Anfang an die historische Geschichte. Die Ermittler Ronda und Bürkle haben nicht wirklich gemeinsam an der Aufklärung der Fälle gearbeitet. Vielmehr versuchte Bürkle immer wieder die Alleingänge seiner Kollegin zu vertuschen oder ihr beizustehen. Die Charaktere der beiden Hauptpersonen wurden nicht wirklich herausgearbeitet. Vieles blieb an der Oberfläche. Auch wenn am Ende beide Handlungsstränge Gemeinsamkeiten aufweisen, hat sich für mich kein abgerundetes Bild ergeben. Vieles blieb unklar und hinterläßt ein "Warum". Meine nicht erfüllten Erwartungen haben vielleicht auch etwas mit dem verwirrenden Klappentext und der Coverdarstellung zu tun. ..."Nicht genug, dass die neue Landesregierung den Bau von Windkraftanlagen in und um Stuttgart in Auftrag gibt und damit in der Bevölkerung für Unruhe sorgt....." Zwar spielen die Windkraftanlagen eine Rolle, aber doch eher eine nebensächliche. Mich konnte der Krimi nicht ganz überzeugen. Ein detaillierterer Krimi und ein historischer Roman für sich wären interessanter gewesen.

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  • Super Buch, aber die Windkraftwerke....

    Kesselsturm

    Mira123

    12. March 2014 um 19:06

    Inhalt: Nicht genug, dass die neue Landesregierung den Bau von Windkraftanlagen in und um Stuttgart in Auftrag gibt und damit in der Bevölkerung für Unruhe sorgt. Nun halten auch noch brutale Morde die Stadt in Atem. Alles deutet auf einen Serienmörder hin. Die Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle heften sich an die Fersen des Täters. Eine tödliche Hetzjagd beginnt … Mein Kommentar: Wie schon im Titel angegeben fand ich das Buch als Krimi wirklicht toll. Packende Story, tolle Hauptpersonen und super geschrieben. Nur leider gab es sehr, sehr wenig von den Windkraftwerken zu lesen. Trotzdem zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Kesselsturm" von Oliver Wolf

    Kesselsturm

    dorli

    12. March 2014 um 18:42

    Stuttgart, Gegenwart. In der S-Bahn werden innerhalb kurzer Zeit mehrere Menschen erschossen – ein Serienmörder geht um und versetzt die Stuttgarter zunehmend in Angst und Schrecken. Die Aufregung um den Bau der geplanten Windkraftanlagen rückt durch die Mordfälle ins Abseits… 243 n. Chr. Die Suebin Geofin findet ihre Familie und alle Bewohner ihres Dorfes ermordet vor. Sie nimmt die Lanze, mit der ihr Mann getötet wurde, an sich und zieht los, um sich an dem Mörder zu rächen… Oliver Wolf erzählt in „Kesselsturm“ zwei ganz unterschiedliche Geschichten: ein rasanter Krimi, der im heutigen Stuttgart spielt, wird immer wieder von der berührenden Geschichte einer jungen Frau aus dem 3. Jahrhundert unterbrochen. Es gibt anfangs nur eine Gemeinsamkeit: in beiden Geschichten geht es um die Suche nach einem Mörder. Während völlig unterschiedliche Ereignisse in der Gegenwart im Verlauf der Handlung mehr und mehr zusammenwachsen, wird zu der in der Vergangenheit stattfinden Geschichte erst ganz zum Schluss eine Verbindung geknüpft. Der Ermittlungserfolg von Antonia Ronda und André Bürkle beruht hauptsächlich auf Antonias hervorragender Intuition und einigen glücklichen Zufällen. Miträtseln konnte ich auch, wobei ich aber mehr über mögliche Zusammenhänge der einzelnen Handlungsstränge spekuliert, als über die Identität des S-Bahn-Mörders gegrübelt habe. Von dem Ermittlerduo war mir Antonia ganz eindeutig die Sympathischere, vielleicht, weil sie der auffälligere Charakter ist. Neben ihrer direkten Art hat es mir sehr gut gefallen, dass sie, sobald sie am Tatort ist, ganz und gar auf ihre Arbeit fokussiert ist und selbst gravierende private Probleme völlig ausblendet. Außerdem habe ich es als großen Pluspunkt empfunden, dass Antonia nicht als „Superfrau“ dargestellt wird, sondern auch mal völlig erschöpft in Tränen ausbricht oder sich über sich selbst ärgert, weil sie nicht „nein“ sagen kann. Geofins Leben ist von heftigen Schicksalsschlägen durchzogen. Eine sehr tragische Geschichte, die Oliver Wolf Geofin selbst erzählen lässt. Auch wenn Geofin letztendlich ihr Ziel erreicht und den Mörder ihrer Familie findet, wird sie nicht so glücklich, wie ich es ihr gewünscht hätte. Dieser Handlungsstrang wäre für den eigentlichen Krimi nicht nötig gewesen, trotzdem fand ich den Ausflug in die Historie sehr interessant. Das Thema „Windkraftanlagen“ nimmt, anders als Cover und Klappentext vermuten lassen, nur einen nebensächlichen Part ein. Ein Punkt, der für mich kein Problem war, weil ich mich durch die Handlung, so wie sie ist, gut unterhalten gefühlt habe.

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  • Kesselsturm

    Kesselsturm

    Machi

    10. March 2014 um 15:09

    In der Stuttgarter S-Bahn werden Menschen scheinbar wahllos erschossen. Die Ermittlerin Antonia Ronda wird von dem Fall abgezogen, nachdem sie in Rage gerät und die Kontrolle verliert. Trotzdem kann sie sich die Jagd nicht verkneifen und bleibt heimlich an dem Fall dran. Ihr Kollege Adré Bürkle unterstützt sie dabei. Der Krimi um Ronda und Bürkle ist gut und flüssig geschrieben. Die relativ kurzen Kapitel lassen sich sehr schnell lesen. Es wurde gut recherchiert, sodass auch der Handlungsstrang, welcher in der Vergangenheit spielt, sehr detaillreich und lebendig beschrieben wird. Auch wenn am Anfang nicht ganz klar ist, was die Vergangenheit mit den heutigen Geschehnissen zu tun hat, werden zum Ende hin alle Handlungsstränge sehr gut verknüpft und miteinander verbunden, sodass auch alle Fragen aufgeklärt werden. Das Ende und der Epilog sind dadurch gelungen. Nicht so positiv ist der Spannungsabfall in der Mitte des Buches. Da frägt man sich schnell, worauf alles hinaus laufen soll. Auch die Charaktere, besonders Ronda, kommen nicht gerade sehr sympathisch und kompetent rüber. Alles in allem ist „Kesselsturm“ ein solider und phasenweise spannender Krimi mit gutem Ende.

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  • Kesselsturm

    Kesselsturm

    danzlmoidl

    10. March 2014 um 10:39

    Inhalt: Nicht genug, dass die neue Landesregierung den Bau von Windkraftanlagen in und um Stuttgart in Auftrag gibt und damit in der Bevölkerung für Unruhe sorgt. Nun halten auch noch brutale Morde die Stadt in Atem. Alles deutet auf einen Serienmörder hin. Die Ermittler Antonia Ronda und André Bürkle heften sich an die Fersen des Täters. Eine tödliche Hetzjagd beginnt … Meine Meinung: Dieses Buch behandelt neben einer aufregenden und spannenden Geschichte auch einen in der heutigen Zeit akutellen Hintergrund. Nämlich das Thema Windanlagen. Oliver Wolf versteht es dieses Thema gekonnt in einen Krimi zu verstecken. Aber nicht so, dass man von Anfang weiß, wie dies geschieht. Erst zum Schluss hin, kann dieses Rätsel gelöst werden. Auch durch einzelne Kapitel, die über eine Frau in der Vergangenheit (zur Zeit der Römer) spielt, wird die Geschichte aufgelockert. Bis zum Schluss ist auch hier nicht klar, was das mit der eigentlichen Handlung zu tun hat. Verschiedene Handlungsstränge, die gekonnt zusammengewoben werden haben mich wirklich überzeugt.  Aber auch die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Antonia Ronda, die sich immer auf ihr Bauchgefühl verlassen kann. Doch kann sie das auch in diesem Fall? Eine Frage, die geklärt werden will. Sie ist sehr von sich überzeugt, aber nicht auf eine arrogante Art und Weise, wodurch wirklich mit ihr gefiebert habe. Dies in verschiedenen Situationen. Aber auch ihr Kollege Bürkle ist ein Mann, wie man ihn sich als Ermittler vorstellt. Auch wenn er Zweifel hat, versucht er die These von Antonia zu untermauern. Die beiden würden sicherlich auch privat sehr gut zusammen passen. Fazit: Gerne mehr von diesem Ermittler-Duo.

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  • Genre-Mix

    Kesselsturm

    WortGestalt

    09. March 2014 um 14:52

    Ein Serienmörder treibt in der Stuttgarter S-Bahn sein Unwesen und erschießt scheinbar wahllos Menschen. Kein Amoklauf, sondern leise und gezielte Tötungen einzelner Personen, die auf den ersten Blick nichts verbindet. Szenenwechsel: Im Jahre 243 wird im alten Germanien ein kleines Dorf überfallen und völlig ausgelöscht, nur die junge Geofin überlebt. Völlig auf sich allein gestellt, muss sie um ihr Überleben kämpfen. So wie die Opfer in der S-Bahn scheinen auch diese beiden Handlungsstränge zunächst nicht viel miteinander gemein zu haben. In seinem zweiten Roman „Kesselsturm“ verknüpft Autor Oliver Wolf viele verschiedene Handlungsstränge zu einem ungewöhnlich erzählten Krimi. Es ermitteln erneut die Stuttgarter Kriminalbeamten André Bürkle und Antonia Ronda und auch ohne den Vorgänger „Netzkiller“ zu kennen, findet man sich in der Figurenkonstellation recht schnell zurecht. In dem Ermittler-Duo übernimmt Bürkle den souveränen Part, während Ronda die impulsive Rolle einnimmt. Gemeinsam versuchen sie die Hintergründe aufzudecken, die zu der Mordserie führten und stoßen dabei auf merkwürdige Zusammenhänge. Und während in der Gegenwart Bürkle und Ronda Jagd auf den S-Bahn-Mörder machen, versucht in der fernen Vergangenheit die Germanin Geofin die Mörder ihrer Familie zu finden. Über die Zusammenhänge dieser beiden Geschichten wird der Leser zunächst im Unklaren gelassen. Die Spannung ist damit hausgemacht, durch den Wechsel der Erzählstränge entsteht ein eigener Spannungsbogen, der den Leser von Kapitel zu Kapitel ködert. Das lässt eine Dynamik entstehen, die dem Krimi ein gutes Tempo verleiht. Die Geschichte lebt von all den verschiedenen Handlungssträngen und präsentiert sich dadurch gerade zu Beginn abwechslungsreich und fesselnd. Leider kann sie das nicht über die gesamte Länge halten, gegen Ende bricht die Spannung schlagartig ein. Nachdem die Handlung in den ersten zwei Dritteln so gut vorgelegt hatte, scheint die Auflösung fast zu durchschnittlich, sodass ich mich enttäuscht fragte: Wie? Das war es jetzt? Ich hatte vom Krimi-Plot mehr erwartet. Insgesamt ist es eine interessante Idee, neben der hauptsächlichen Kriminalhandlung parallel einen historischen Roman zu erzählen. Der Genre-Mix macht den eigentlich klassischen Krimi zu einem ungewöhnlichen, abwechslungsreichen Leseerlebnis, kann aber auch als zu starker Bruch in der Erzählstruktur empfunden werden. Nimmt man alle Ausflüge in die verschiedenen Genre und Erzählstile in „Kesselsturm“ zusammen (Zukunftsvision im Prolog, historischer Roman in der Nebenhandlung, Krimi in der Haupthandlung, poetisch-erzählerischer Abschluss im Epilog), zeigt sich zwar das vielfältige Potential des Autors, es erweckt aber auch den Eindruck von Ziellosigkeit. Ich denke, es hängt letztlich vom eigenen Lesegeschmack ab, ob man den Stil mehr als experimentierfreudig oder unbeständig wahrnimmt. Mir persönlich hat der Mix im Prinzip ganz gut gefallen, auch wenn manches, nüchtern betrachtet, für die Handlung nicht notwendig gewesen wäre und ich zu sehr den Eindruck hatte, das möglichst viel ausprobiert werden wollte. Daher kann der Krimi insgesamt keinen ganz runden Eindruck hinterlassen. Fazit: Dieser Krimi legt zu Beginn gut vor und weiß durch wechselnde Handlungsstränge zu fesseln. Die anfängliche Neugier weicht zum Ende aber leider dem Gefühl, dass irgendetwas fehlt oder das vielleicht einfach nur etwas zu viel war. Bewertung: 3 Sterne Rezension auch auf: http://wortgestalt-buchblog.blogspot.com

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  • Stuttgart-Krimi mit historischen Elementen

    Kesselsturm

    irismaria

    08. March 2014 um 09:18

    „Kesselsturm“ ist ein Stuttgart-Krimi von Oliver Wolf, in dem sich Gegenwart und Vergangenheit verbinden. Die Stuttgarter Ermittlerin Antonia Ronda hat es nicht leicht, denn ihre demente Mutter ist aus dem Pflegeheim abgehauen. Antonia will bei der Suche helfen, doch sie wird zu einem Einsatz gerufen: ein Unbekannter hat in der S-Bahn auf Menschen geschossen. Zusammen mit Andre Bürkle ermittelt sie in alle Richtungen. Es ist unklar, ob die Toten Zufallsopfer waren, oder gezielt ausgewählt wurden. Ein zweiter Handlungsstrang berichtet aus der Sicht des Täters, seine verqueren Ansichten und Motive werden deutlich. Scheinbar keinen Zusammenhang scheint der dritte Erzählstrang zu haben: Im 3. Jahrhundert nach Christus ist die junge Suebin Geofin auf der Flucht, nachdem ihr Dorf und ihre Familie bei einem Überfall ausgelöscht wurde. Einzig eine Lanze der Angreifer ist ihr geblieben, die ihr als Symbol ihrer Rache dient. In Geofins Geschichte wird die Zeit der germanisch-römischen Begegnungen lebendig. Mir gefällt „Kesselsturm“ sehr gut und ich habe die Erzählstränge mit Spannung verfolgt. Allerdings legen Cover, Klappentext und Prolog nahe, dass es um einen Umweltkrimi geht, während der ausgeprägte historische Bezug nicht erkennbar ist.

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